Kleine Geschichte zum Thema Weihnachten heute

Es kamen einmal drei Hirten nach Bethlehem. Sie sahen in der Ferne einen riesigen Stern leuchten, da trat ein Verkäufer an sie heran und fragte: „Na, toll, nicht wahr? Kaufen sie einen von unseren Adventssternen. Gibt es in allen Größen – für den kleinen Geldbeutel und für den Großen!“

Aber die Könige ließen sich nicht beirren und zogen weiter in Richtung des heiligen Lichts. Da sahen sie am Himmel einen Engel, der sprach – oder besser wollte sprechen, denn vorher fiel ihm ein Orchester ins Wort, welches ein amerikanisches Weihnachtslied zum Besten gab: „Here comes Santa Claus!“ Mitten drin wurde das Orchester leiser und eine halb nackte Frau trat auf, die eine Dose Hundefutter in der Hand hielt. „Gönnen Sie ihrem Hund auch mal was Besonderes zu Weihnachten!“ rief sie mit leuchtenden Augen, dann war das Orchester fertig und zog ab.

Der Engel blieb unbeirrt. Die Könige auch. So sprach der Engel: „Sehet, euch wurde ein Kind geboren in Bethlehem, das ist der Sohn Gottes…“

Die Könige fanden den Knaben süß, wie er da in der Krippe lag und zappelte. Aber er zappelte wohl vor Allem, weil das Stroh so hart war. So nahm ihn der erste König auf den Arm, was aber nirgends überliefert wurde. Er sah ihn sich lange beherzt an, dann ging es reihum. Jeder durfte den Knaben einmal auf seinen Arm nehmen.

„Er steht für den Frieden!“ befand der dritte König schließlich und gab ihn Maria wieder. Es war still für einen Augenblick. Man hörte das Atmen von Mensch und Tier im Stall. Kein Wunder, dass sich alle sehr erschraken als plötzlich ein Panzer vor rollte. Oben aus der Luke sah ein Mann, der den gleichen Panzer in klein zeigte. „Von uns – für dich! Wünsche dir diesen Panzer mit Light and Sound! So werden die Festtage ein Knaller!“

In diesem Moment ging ein Licht von Jesus aus und er sprach, obwohl er gerade erst geboren war: „Bitte, sorgt dafür, dass meine nächsten Geburtstage nicht so ausfallen, okay? Ich wünsche mir wirklich nur Frieden, okay?“

Damit waren alle einverstanden. Nur nicht der Programmchef, der begann zu diskutieren. Er sprach von Quoten und Geld. Sie diskutieren heute noch.

Und der Kameramann Ernst sagte zu seinem Kumpel Theo: „Ist es nicht verrückt, dass so viele Leute so viel Kohle damit machen, dass vor über 2000 Jahren ein Kind geboren wurde?“ Theo kratzte sich am Kopf und entschloss sich, nicht weiter darüber nachzudenken.

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