Presseinformation: 20 Jahre Harry Potter (Lesungen in Hamburg, Berlin und München)

20 Jahre Harry Potter

„Auf nach Hogwarts!“ – Drei große Jubiläumslesungen mit Rufus Beck

 „Auf nach Hogwarts!“ heißt es für alle Harry-Potter-Fans am Wochenende rund um den 1. September: Zum 20jährigen Harry-Potter-Jubiläum in Deutschland liest der Schauspieler und Stimmenmagier Rufus Beck erstmals nach vielen Jahren wieder live vor großem Publikum aus den Harry-Potter-Büchern. Zu erleben ist er bei drei Lesungen in Hamburg (31.8.2018), Berlin (1.9.2018) und München (2.9.2018). Gastgeber sind der Carlsen Verlag, der Hörverlag und Audible in Kooperation mit Heymann, Thalia und Hugendubel.

(Foto: (C) Oliver Jung)

 Seit Erscheinen des ersten Bandes der Harry-Potter-Serie ist der 1. September ein herausragendes Datum für Millionen Potterheads weltweit. Denn dann kehren alle Zauberschüler der magischen Welt zurück in die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei:  Auf ins neue Schuljahr, auf zu neuen Abenteuern – auf nach Hogwarts!

 Der Aufruf klingt daher wie ein Nachhausekommen in den Ohren aller, die Harry Potter gelesen und gehört haben und immer wieder lesen und hören. Fans, Familien und Wegbegleiter können an diesem besonderen Wochenende mit der Stimme von Rufus Beck in die Welt von Harry, seinen Freunden und seinen Gegenspielern eintauchen.

 „Ich freue mich sehr, dass ich nach langer Zeit wieder live und vor Publikum aus den Harry-Potter-Büchern lesen kann“, sagt Rufus Beck. „Harry Potter erinnert mich an meine eigene Internatszeit und wie wichtig es ist Freunde zu haben, die mit einem durch dick und dünn gehen. Wenn ich bei einer Live-Lesung in die strahlenden Augen der jungen Zuhörer blicke, weiß ich, dass ich keinen besseren Beruf wählen konnte.“

 Termine und Veranstaltungsorte:

31.08., 19:00 Uhr: Kulturkirche Altona, Bei der Johanniskirche 22, 22767 Hamburg

01.09., 19.00 Uhr: Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2, 13086 Berlin

 02.09., 18:00 Uhr: Reithalle, Heßstraße 132, 80797 München

 Tickets im Vorverkauf sind ab 25.06.2018 über folgende Buchhandlungen erhältlich:

 für die Veranstaltung in Hamburg: Buchhaus Heymann

für die Veranstaltung in Berlin: alle Berliner Thalia Filialen

für die Veranstaltung in München: Buchhandlung Hugendubel

 Der Eintritt beträgt 15 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre zahlen ermäßigt 10 Euro.

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Nach „Solo“ Flop keine „Star Wars Story“ mehr?

Wie die Website collider.com berichtet, wurden die Arbeiten an den kommenden Star Wars Story – Episoden eingestellt. Grund ist der finanzielle Flop von „Solo“.

Laut IMDB hat der Film $300,000,000 gekostet. Er brachte insgesamt aber bisher „nur“ $343,297,558 weltweit ein. Manch einer würde sich über so einen Gewinn freuen, doch Disney ist von Filmen wie „Das Erwachen der Macht“ oder „Rogue One“ ganz anderes gewohnt.

Als Reaktion hat nun Lucasfilm / Disney die Produktion der Anthologie-Filme von „Boba Fett“ und „Obi Wan“ eingestellt. Auch die geplanten zwei weiteren Solo – Spinoffs wurden zunächst gestrichen. Ob Rian Johnsons geplante Trilogie betroffen sein wird, ist unklar.

Auch auf collider.com wird vermutet, dass der eher geringe Erfolg des Star Wars Films mit seinem Erscheinen im MAI statt im Dezember zu erklären ist. In der Tat macht das Sinn, denn die Zuschauer waren es gewohnt, zu Weihnachten neben den sonstigen Geschenken in jedem Fall einen neuen Star Wars Film zu entdecken. Wie heiß wärest Du auf ein Weihnachtsgeschenk, nur fünf Monate nach Weihnachten und mitten im Sommer?

Viele sogenannte „Fans“ haben den Film aus Protest gegen „The last Jedi“ nicht angesehen und dann gibt es natürlich noch die „Hater“, die einfach alles niedermachen wollen, was ihrer Art von Star Wars widerspricht…

Betrachte ich mir das Marketing von Lucasfilm seit „Rogue One“, so scheinen mir die Leute bei Disney / Lucasfilm zu selbstsicher geworden zu sein. Ein prominenter Analyst (siehe auch https://www.cbr.com/solo-a-star-wars-story-analyst-poor-marketing/) stellte fest, dass ein gravierender Grund für das schlechte Abschneiden des an sich guten Films mit dem Marketing zu tun hatte.  So wurde der erste Trailer zu „Rogue One“ 247 Tage vor dem Film gezeigt, der erste von „Solo“ erst 108 Tage zuvor. Das mag auch mit „The last Jedi“ zu tun haben, denn 247 Tage sind umgerechnet 8,12 Monate. Hätte man den ersten Trailer von „Solo“ 8 Monate zuvor gezeigt, wäre das folglich noch vor dem Erscheinen von „TLJ“ gewesen! Und wieder zeigt sich, wie ungünstig der Mai-Termin war!

Das Lucasfilm alles in Sachen „Star Wars“ überdenkt kann nicht falsch sein. Alleine schon, dass Rian Johnson die von Kasdan und Abrams vorgeschlagene Storyline der „Hauptepisoden“ verlassen durfte und man wohl bei Lucasfilm der Meinung ist, alles was „Star Wars“ im Titel hat, verkauft sich ohne Mühe von selbst, schmeckte auch mir nicht. Lucasfilm hatte und hat es in der Hand, Star Wars zu einer großen Sache oder zu einer alltäglichen Sache zu machen. Die Magie von 2015 hat Lucasfilm für gegeben hingenommen und sich dann nicht weiter um sein Produkt bemüht, so wie ein Schüler, der eine 1+ im Zeugnis hat und meint, sich dann keine Mühe mehr geben zu müssen (bezüglich Kontinuität, Stimmung in den Haupt-Filmen im Speziellen und das Marketing im Allgemeinen).

Schade nur ist, dass ausgerechnet „Solo“, dieser frische Film, der auf der Website „Rottentomatoes“ ein 65%iges „Liked it“ bekommen hat und der von so gut wie niemandem als schlecht bezeichnet wird, der ihn wirklich gesehen hat (und nicht nur aus Prinzip schlecht fand), den Grund dafür liefert.

Ich hoffe, dass sich jetzt die richtigen Leute in Hollywood an einen Tisch setzen und Star Wars retten – und immer, wenn etwas gerettet werden muss, war J. J. Abrams am Besten. Seien wir also zuverichtlich. Episode IX könnte alles retten. Die Frage ist nur, wird die Episode IX eine „Titanic“ oder eine „Apollo XI“?

 

 

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Gastbeitrag von Sven Wedekin: Jurassic World II

Eine spoilerfreie Kritik

65 Millionen Jahre ist es nun schon wieder her, seit die Dinosaurier ausgestorben sind.

Doch seit eine zweibeinige, einigermaßen intelligente und körperlich nicht annähernd so eindrucksvolle Spezies namens Mensch das Licht der Welt erblickte und die sterblichen Überreste jener schrecklichen Urzeitechsen mehr durch Zufall entdeckte, ist die Erinnerung an die einstigen Herrschen der Erde wieder erwacht.

Bereits unmittelbar nachdem findige Forscher die ersten Fossilien ausbuddelten wurden auch schon allerlei Geschichten rund um die Dinos – zunächst in gedruckter Form – dem staunenden Publikum dargeboten. Niemand geringerer als „Sherlock Holmes“ Erfinder Arthur Conan Doyle verfasste 1912 mit seinem Roman „The Lost World“ einen Klassiker der phantastischen Literatur, der archetypisch für alle künftigen Erzählungen wurde, in denen Dinosaurier aller Art im Mittelpunkt standen. Und davon sollten noch viele kommen. Wahrscheinlich weiß niemand genau wie viele Bücher und Filme in den letzten hundert Jahren die Menschen überall auf der Welt in ein Land vor unserer Zeit entführten.

Doch 1993, vor genau einem Vierteljahrhundert, sollte ein Film die Kinos erobern, der nicht nur unser Bild der Dinosaurier, sondern auch das Medium Kino selbst für immer verändern sollte: Steven Spielbergs „Jurassic Park“ war der erste Film mit fotorealistischen, computeranimierten Bildern, den heutzutage schier allgegenwärtigen CGIs. Diese ermöglichten es Tyrannosaurus rex, Veloceraptor, Brachiosaurus und Co. mit einem nie dagewesenen Realismus auf der Leinwand darzustellen. Das Publikum strömte so dann auch in Massen in die Kinos und machten „Jurassic Park“ zum bis dahin erfolgreichsten Film aller Zeiten.

Bei diesem Welterfolg war es so dann auch kein Wunder, dass der Streifen gleich mehrere Fortsetzungen nach sich zog, die jedoch von recht unterschiedlicher Qualität waren. Deren aktuellste, „Jurassic World – Das gefallene Königreich“, wurde nun pünktlich zum Jubiläum des Erstlings veröffentlicht.

Drei Jahre nach den Ereignissen des ersten „Jurassic World“ Film, der unter der Regie von Colin Trevorrow einen Reboot der Reihe darstellen sollte, leben die tierischen Bewohner des zerstörten Freizeitparks friedlich auf der Isla Nublar. Doch die Idylle wird vom drohenden Ausbruch des Inselvulkans bedroht, der allen auf der Insel lebenden Dinosauriern den Gar aus machen könnte. Um sie zu retten tun sich ehemalige Managerin des Parks, Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) und der smarte Dinobändiger Owen Grady (Chris Pratt) zusammen um so viele Tiere wie möglich von der Insel zu retten. Der Industrielle Benjamin Lockwood (James Cromwell) hat für sie ein Habitat auf dem Festland errichtet, in dem sie in Frieden leben können. Doch dessen intriganter Geschäftspartner Elli Mills (Rafe Spall) hat andere Pläne: Er will die geretteten Exemplare gewinnbringend verkaufen. Dazu sorgt er dafür, dass Dinosaurier verschiedenster Art auf Lockwoods riesiges Anwesen in den Wäldern von Nord-Kalifornien gebracht werden, wo er sich in einer nächtlichen Auktion an die Meistbietenden versteigern will. Doch es kommt, wie es kommen muss: Den Sauriern gelingt es aus ihren Gefängnis zu entkommen und machen Jagd auf die nun im Gebäude gefangen Menschen…

Um es gleich zu sagen: In punkto Spannung stellt der Film eine eindeutige Steigerung zu seinem direkten Vorgänger dar. Regisseur J. A. Bayona, der sich unter anderen mit „The Impossible“, einer Verfilmung der verheerenden Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004 einen Namen machte, versteht es vor allem in der zweiten Hälfte des Streifens die Spannungsschraube geschickt anzuziehen, in dem er einen neuen, künstlich gezüchteten Dinohybriden einführt und die Geschichte an einem recht ungewöhnlichen Schauplatz verlegt, wodurch er ihr neue Impulse verleiht.

Die vorangegangen Szenen auf der, aus Teil eins bekannten Isla Nublar ließen mich hingegen merkwürdig kalt. Während der Vulkanausbruch so spektakulär inszeniert ist, dass „Dantes Peak“ dagegen aussieht wie ein Werbespot für eine Knallfroschfirma wirken die Angriffe der Dinos nur wie ein Neuaufguss der entsprechenden Szenen aus den vier Vorgängerstreifen. Vielleicht habe ich aber auch einfach schon zu viele „Jurassic Park“ Filme gesehen, in denen Menschen von wildgewordenen Raubsauriern durch den Dschungel gejagt werden.

Doch sobald sich die Handlung auf das Festland verlagert, emanzipiert sich Bayonas Film sowohl inhaltlich als auch visuell von seinen Vorgängern, wodurch er enorm an Reiz und eben auch an Spannung gewinnt. Außerdem lässt der Film es sich hier auch nicht nehmen ein wenig Kapitalismuskritik zu üben. Dies haben allerdings vor allem die ersten beiden Beiträge des Franchises auch schon getan, weswegen dies kein wirklich neuer Aspekt in der Geschichte darstellt, zumal sie her doch recht stark mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt.

Im Hinblick auf die Leistungen der Darsteller gibt es hingegen nichts zu bemängeln. Chris Pratt ist wieder souverän als jungenhafter Draufgänger und wirkt dabei so charmant und cool wie immer.

Bryce Dallas Howard tritt hier wesentlich tougher und nicht mehr ganz so nervig auf wie im ersten „Jurassic World“ Film.

Erfreulicherweise gibt es auch ein Wiedersehen mit Jeff Goldblum als Chaosmathematiker Dr. Ian Malcolm, dessen Szenen leider nur sehr kurz sind und sich letztlich nur auf einen Cameoauftritt beschränken.

Ein echtes Ärgernis war für mich hingegen dieser nerdige Freund von Howards Figur, dem vom Newcomer Justice Smith gespielte Franklin Webb. Dieser sollte wohl witzig sein, ging mir aber mit seinem ewigen Gekreische nur auf die Nerven. Fast wünschte ich, er wäre einem der Fleischfresser zum Opfer gefallen.

Das eher offene Ende des Streifens hat mir dafür wiederum umso besser gefallen, da es Raum für eine interessante Fortsetzung lässt, welche die Reihe in eine neue Richtung lenken könnte.

Das gefallene Königreich“ (kann mir mal jemand erklären, was dieser Titel eigentlich zu bedeuten hat?) ist somit ein rundum unterhaltsamer, actionreicher und spannender Dinothriller geworden, den man als würdigen Beitrag zu dem Franchise bezeichnen kann. Nur Originalität sucht man hier im Grunde vergeblich. Der Film ist ein typisches Produkt unseres modernen Blockbusterzeitalters, dessen Merkmale von Steven Spielberg selbst 1993 neu definiert wurden als er dem Kino durch die Erfindung der digitalen Tricktechnik neue Möglichkeiten erschloss. Leider stehen diese Möglichkeiten nur selten in einem adäquaten Verhältnis zum Inhalt. Auch „Jurassic World 2“ bildet hier keine Ausnahme. Trotz einiger wirklich guter Ansätze und origineller Ideen gelingt es dem Film nicht sich so nachhaltig von seinem berühmten Vorgänger zu lösen, um etwas wirklich Eigenes zu schaffen. Einen neuen Hype wird der Streifen so ganz sicher nicht auslösen.

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Solo: A Star Wars Story – die ersten Black Series Figuren von Hasbro

Zum Film „Solo: A Star Wars Story“ sind auch wieder detailiierte, bewegliche ca. 15cm große Actionfiguren in der Black Series erschienen. Sie können ihre Köpfe und Arme bewegen, haben jeweils eine Waffe als Zubehör dabei und Lando kann sich sogar seines Umhangs und Schals entledigen.

Alden Ehrenreich wurde gut getroffen

Hier sieht man beide „Helden“ nebeneinander. Schade nur, dass Lando keine Sabacc-Karten dabei hat.

Beide Helden

Und hier ist Lando noch einmal mit Umhang und Schal zu sehen. Bereit für die Oper. Oder was auch immer….

Lando im Schal

Die „Ranger“ unter den Troopern, also die „Range Trooper“ sind im Film leider nur kurz zu sehen, vergessen wird man sie jedoch nie. Diese kompakte Figur kommt mit „echtem“ Fell daher.

Range Trooper

Insgesamt haben wir hier wieder schöne neue Figuren aus dem Star Wars Universum. Dieses Mal zu „Solo“, einem Film, der meiner Ansicht nach in Zukunft noch zu spätem Ruhm gelangen wird…

Kaufen könnt ihr diese Figuren z.B. bei Amazon.de und in jedem gut sortierten Spielwarenladen.

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Star Wars – The last Jedi wie ich es mir ungefähr vorgestellt hätte…

Es sind einige Monate seit dem Ende von „The last Jedi“ vergangen. So lange hat es aber auch gebraucht, bis ich verstanden habe, wie ich persönlich den Film in seiner Wertigkeit einsortiere. Ich sehe ihn als einen befriedigenden Film an, der stellenweise sogar gut ist, wobei ich durchaus an die entsprechenden Schulnoten denke.

„The Force awakens“ war indes für mich ein sehr guter Film. Viele werfen ihm vor, zu sehr wie die alten Filme zu sein. Ich mag ihn gerade genau deshalb so sehr gerne.

Ich hätte erwartet, dass Luke Skywalker bei Reys Ankunft durch seine Fähigkeiten weiß, das Han tot ist.

Ich hätte erwartet, dass er zwar SICH die Schuld am Versagen mit Kylo Ren denkt, aber nicht, das er den Jedis insgesamt die Schuld gibt, obwohl das ggf. sogar eine gute Idee von Rian Johnson war.

Ich glaube nicht, dass jemand, der in der Macht ausgebildet ist einfach kündigen / aussteigen kann, wie das bei Luke in TLJ der Fall ist.

Ich ging davon aus, dass Kylo Ren seinen Helm trägt, weil er ein Ritter von Ren ist. Da tragen alle Helme. Es ist kein „Spielzeug“, sondern ein Helm, ein Wahrzeichen als Ritter von Ren und ggf. sogar ein Schutz.

Ich erwartete zu sehen, dass die Ritter von Ren mit Snoke gemeinsam an einer Art „Tafelrunde“ sitzen. Ganz „ritterlich“ eben. Das sie aber in jedem Fall gemeinsam an einem dunklen Ort leben, ggf. sogar im Vaders Schloss auf Mustafar. Die Knights of Ren hätten in meiner Version des Films eine Spezialeinheit sein müssen, die sich in der Macht gut auskennen und nunmehr auf die „Stützen des Widerstands“ angesetzt werden: Luke und Leia. So ziehen sie, ggf. in zwei Gruppen, los, um diese aufzuspüren und zu töten. Dabei setzt Snoke Kylo Ren besonders unter Druck: Er soll den Trupp anleiten, der Leia, seine Mutter, tötet.

Wie beim „Zauberer von Oz“ hätte ich mir den wahren Snoke eher unscheinbarer vorgestellt, vielleicht sogar klein, aber in jedem Fall viel schwächer und unscheinbarer als er sich gibt. Längst nicht so stark wie in TLJ, eher schwächer, nur auf Schein ausgelegt. Oder er wäre eine „Marionette der dunklen Macht“ gewesen, ggf. auch eine Art Quintessenz aus dem Geist des Imperators. In jedem Fall hätte es bis zur Episode IX gedauert, bis wir ihn wirklich sehen oder seine Ursprünge sehen und verstehen.

Ich hätte erwartet, das wäre einfach logisch gewesen, das Rey eine Skywalker im weitesten Sinne ist. Es ist die Skywalker Saga, da wäre das logisch gewesen. Rian Johnsons Behauptung, in jedem von uns steckt ein Jedi (siehe „Jedi Boy“ am Ende von Teil VIII) klingt zwar nett, hat aber nichts im Star Wars Universum zu suchen.

Meiner Ansicht nach hätte es so sein können, dass Reys Mutter schon tot war als der Tempel zerstört wurde. Luke brachte sie dann – so was kannte er ja schon aus seiner Familie – nach Jakku zu einer Familie, der er vertraute… was immer der dann wieder geschehen sein mag. Das würde auch erklären, dass Kylo Ren in Episode VII den Offizier so genau nach „dem Mädchen“ fragt, das auf Jakku aufgetaucht war: Er kannte sie vom Jedi-Tempel, wo ihn Luke ausgebildet hatte! In VII „wusste“er dann: Dieses Mädchen kann nur Rey sein, die Tochter von Luke!

Meiner Meinung nach hätte Snoke eine finstere (zombie-ähnliche) Klonarmee erschaffen können, da Kylo ihm davon erzählte, dass er Hux und seinen Soldaten nicht traut. Deren Versagen war mit der Zerstörung der Starkiller-Base ja eindeutig! Hier hätte finsterer Sith-Mystizismus verwendet werden können.

Poe und Finn (der viel lieber zu Rey gehen würde) hätten von Leia den Auftrag bekommen können, weitere Soldaten für den Widerstand zu rekrutieren. Doch es gibt nur wenige Interessierte. Die Welt ist eingeschüchtert. Den Teil fand ich in Johnsons Film gut. Sie erhalten einen Notspruch von Rey, da sie – und Luke –  von den Rittern von Ren angegriffen werden. Doch als sie ihr zur Hilfe eilen wollen, werden sie von einer Blockade der ersten Ordnung aufgespürt und inhaftiert. Hier begegnet Finn auch Phasma, die ihn sehr leiden lässt. Sie hält es geheim, dass ihnen Finn in die Fänge geriet, weil sie eine private Rache an ihm verüben will.

Luke und Rey kämpfen Seite an Seite gegen die Ritter von Ren. Rey wird von ihnen gefangen genommen, Luke kann fliehen, was er nur ungern tut, aber ihm bleibt keine Wahl. Er macht sich auf den Weg zu Leia.

Usw.

Wichtig wäre in der Story auch eine Handlung gewesen, die Teil IX rechtfertigt, so hätte ich Rey tatsächlich auf die dunkle seite übergehen lassen. Zwar hätte Luke es geschafft seine Schwester zu verteidigen und Kylo wäre entkommen, aber am Ende sieht man die dunkle Klonarmee auf der einen Seite, auf der anderen Seite Luke, der Leia ausbildet, einen immer noch in Gefangenschaft befindlichen Finn und eine Rey, die gemeinsam mit Kylo Ren, die Klonarmee anführt.

Und Snoke lacht sich ins Fäustchen.

Falls nötig wäre Rey eben doch nicht die Tochter von Luke gewesen. In dem Fall hätte ich dafür gesorgt, dass ihre nunmehr dunklen Taten und eine Verbindung zwischen Kylo Ren und dem ECHTEN Anakin dafür sorgen würde, dass er wieder zu Ben wird und sie von der dunklen Seite befreit. Sie laufen dann in IX auf die „gute Seite“ über. Leia ist glücklich, wenigstens ihren Sohn wieder zu haben.

Man hätte auch VIII damit enden lassen können, dass sich Luke als sehr mächtig im Kampf gegen die Klone entpuppt und dies die Systeme dann mit Hoffnung füllt, so dass es wieder mehr Rekruten gibt. Whatever….

So was in der Art hätte ich erwartet. Speziell die Idee, „jeder kann das machen“ in Bezug auf die Macht, erklärt die Prophezeiung der Prequels wie auch das Denken von Yoda und Obi-Wan in der Original-Trilogie („Es gibt noch eine Hoffnung… da  ist noch ein Skywalker) für FALSCH. Jeder hätte da hineinspazieren und Vader oder den Imperator töten können. Damit wäre die Prophezeiung aber auch Quatsch und alles vor den Sequels fällt so sehr in sich zusammen, wie es nicht sein dürfte. Das ist der größte und übergreifendste Schwachpunkt von TLJ.

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Solo: A Star Wars Story… (Gedanken, Kritik und leichte bis mittlere SPOILER!)

…. hatte gegenüber „Rogue One“ einen Vorab-Bonus: Der Zuschauer wusste bereits, in welchem Tonus eine „Star Wars Story“ gehalten ist. Nichts episches, großes wie die Skywalker-Saga, sondern eine fast private kleine Geschichte, die nur eben im Star Wars Universum handelt.

Epischer als „Solo“ war „Rogue One“ dennoch. Warum? Ganz einfach: Es ging nicht um eine Person, sondern um „die“ ultimative Mission der Rebellion schlechthin – neben der Zerstörung der Todessterne.

„Solo“ ist weniger episch, ist privater gehalten. Da es alleine nur um Charaktere geht, werden diese aufgrund ihres Handelns dargestellt. In einer Guideline für Erzähler las ich einmal, „Lass die Charaktere nicht erzählen, wer sie sind, lass es sie ZEIGEN – durch ihr handeln und ihre Reaktionen! Genau das beherzigten Lawrence und Jonathan Kasdan als sie das Skript zu „Solo“ schrieben. So sehen wir an Beispielen seine Loyalität zu seiner Freundin Qui´Ra, seine Einsatzbereitschaft dabei, seine Ziele zu erreichen (egal wie).

Lawrence Kasdan ist ein wesentlicher Teil von Star Wars. Während George Lucas die Idee zum Sternen-Märchen hatte, traf Kasdan mit seinen Drehbüchern zu „Empire“ und „Return“ sowie „Erwachen“ genau den Ton dessen, was Star Wars lange ausmachte. Er ist das für Star Wars, was Gene L. Coon für Star Trek war. Naja, so in Etwa. So wie Coon im Gegensatz zum Star Trek – Erfinder Gene Roddenberry, kaum eine Rolle in der Öffentlichkeit spielte, trug er doch erheblich dazu bei, dass Star Trek zu dem wurde, was wir heute kennen (inklusive Klingonen und Prime Directive). Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu „Solo“.

Der Film hat eine fast schon lyrische Qualität. Er war schon in den 80igern ein Herzensprojekt von Lawrence Kasdan, was man ihm anmerkt. Es ist die private, kleine Geschichte eines jungen Mannes, der noch Träume hat. Er will mit seiner Freundin fliehen, ein Raumschiff erwerben und der beste Pilot der Galaxis werden. Ein wenig hört es sich so an als würde man einem Helden einer klassischen Sage zuhören, wenn man ihn anhört. Zwar wollten „Sigfrid“ und „Lancelot“ keine Piloten werden, aber gewiss hatten sie hohe Ideale und zumindest der Lancelot der Artus-Sage wollte nichts weniger sein als der beste, reinste, ehrenhafteste Ritter der Welt. Was ihm nicht glückte, womit er das Königreich in einen letzten Krieg stürzte. Wieder ein anderes Thema…

Der verträumte, idealistische Han Solo wird zwar ein Flieger – Ass, jedoch von seiner Freundin getrennt und sucht schließlich einen Weg, zurückzukehren und sie zu retten… Der Rest ist zu Spoiler – schwer.

(c) Disney

Sicher ist nur, dass er am Ende ein enttäuschter Han Solo ist, der gelernt hat – neben Chewie – niemandem zu trauen. Trotz des bitteren Endes, haben wir hier einen immer noch recht jungen Han Solo, der in einem netten Kartenspiel den rasenden Falken gewinnt. So wie wir es immer wussten. Das Ende des Films ist – bei allem Ach und Weh – ein leichtherziges.

Der Film, der erzählerisch vor Action nur so strotzt, mit wunderschönen ILM – Sequenzen aufwartet und eine gelungene Filmmusik von John Williams und John Powell (Drachen zähmen leicht gemacht…) bietet, ist ein Rundum-Sorglos-Paket für den Star Wars Fan zumindest, der mit der ersten Trilogie aufgewachsen ist. Denn die Story könnte genau so gut in den 80er Jahren ähnlich in die Kinos gekommen sein.

Wenn man mit den Darstellern (z.B. Alden Ehrenreich als Han oder Donald Glover als Lando) nichts anfangen kann, dann hat man es natürlich schwer, sich auf den Film gebührend einzulassen. Ich sah in Alden Ehrenreich immer den jungen Han Solo und der gefiel mir gut.

Was mich persönlich an dem Film dennoch gestört hat ist ein gewisser Droide, der nicht nur sehr nervig mit seinem Wunsch nach Gleichberechtigung sein konnte, sondern auch noch merkwürdig emotional von Lando behandelt wird. Daraus gleich zu folgern, es bestünde eine echte sexuelle Beziehung zwischen den beiden halte ich für gewagt. Aber an vielen Stellen im Internet wird davon ausgegangen.

Was gibt es Schöneres als nach einem Kinobesuch leicht beschwingt aus dem Kino zu marschieren? Solange die Disney-Filme diese Qualität aufrecht erhalten können und sie dabei die teils extrem unterschiedlichen Geschmäcker der Fans befriedigen können, freue ich mich auf den nächsten und auch den übernächsten Star Wars Film.

Jetzt jedoch ist warten angesagt. Langes Warten – und ein Weihnachtsfest ohne Star Wars. Erst Weihnachten 2019 heißt es wieder „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…“

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Mit-Schreiber gesucht?

Es gibt Bereiche im „Nerdtum“, die nicht von mir abgedeckt werden, weil ich mich einfach nicht dafür interessiere. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das wirklich will, darum das Fragezeichen. Aber: Wäre GRUNDSÄTZLICH jemand daran interessiert mit Gast-Beiträge hier aufzuwarten?

Natürlich ist alles total freiwillig und ohne Bezahlung, just for fun.

Falls wer Interesse hat, bitte in die Kommentare schreiben.

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H.G. Wells Teil 1

Diesen Text schrieb ich ursprünglich für den FEDCON INSIDER, das Magazin für die Besucher der Fedcon.

Herbert George Wells wurde am 21. September 1866 in Bromley, heute ein Stadtteil Londsons, geboren. Sein Vater, Joseph, arbeitete im Eisenwarenhandel, seine Mutter Sarah, geborene Neal, war bis zu ihrer Heirat, als Hauswirtschafterin tätig. Joseph Wells Laden in der High Street sorgte für ein ärmliches Leben und doch hätte es so viel schlimmer sein können: Die Familie Wells gehörte immerhin der unteren Mittelschicht an, wobei die Übergänge zwischen den Schichten fliesend war.

Es ist wichtig zu begreifen, in was für eine Gesellschaft Wells hinein geboren wurde!

Im frühen viktorianischen Zeitalter gab es nur eine kleine Mittelschicht. Zwei Drittel der Bevölkerung gehörten der Unterschicht an, deren Löhne sehr gering waren. Oft hatten sie kein eigenes Zuhause, waren auf Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten angewiesen, arbeiteten bis zu 16 Stunden am Tag und das ohne Pause. Das wurde nicht besser als die Industrialisierung um sich griff, denn die Besitzer der Unternehmen standen unter hohem Konkurenz-Druck und waren zudem oft selbst verschuldet. Leider sah man das Heil für einen möglichst hohen Gewinn darin, die Arbeiter so gering zu bezahlen wie möglich. Daher wurde es notwendig, dass auch die Frauen und deren Kinder arbeiteten, damit sie schlichtweg überleben konnten. Selbst Fünfjährige wurden zu harter Arbeit gezwungen (z.B. um in Mienen in unbegehbare Winkel zu klettern), was häufig Krankheit und Tod zur Folge hatte

Ab 1834 gab es keine Zuschüsse mehr für Arbeitsfähige, die nicht arbeiteten. Im selben Zuge errichtete man zur Abschreckung Arbeiterhäuser, in denen es hart zuging. Kinder wurde von Eltern getrennt, Ehemänner von ihren Frauen. Es gab wenig zu essen. Alle „Außenseiter“ der Gesellschaft kamen hier zusammen. Es galt das Motto: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Die wirtschaftliche Depression um 1840 stand diesem Spruch im krassen Gegensatz: Es gab schlicht zu wenig Stellen, um alle zu beschäftigen. Gleichzeitig waren die Arbeiterhäuser so verufen, dass viele Arbeitgeber keinen Grund sahen, mehr zu bezahlen, denn wer wollte schon in einem solchen Haus enden?

Erst zum Ende der 40er Jahre kam man langsam zu der Einsicht, dass ausgeruhte, satte Arbeiter bessere Arbeiter sind als solche, die hungrig und übermüdet sind.

Die Arbeiterpartei, die „Labour Party“, der Wells später beitrat, sollte erst 1883 gegründet werden. Wells setzte sich nicht nur für sozial Schwache ein, er kritisierte oftmals auch die Gesellschaft durch gleichnishafte Erzählungen. So geht es in der „Zeitmaschine“ nicht allein um diese Erfindung und der „Krieg der Welten“ weiß von mehr zu berichten als nur von einer außerirdischen Invasion. Davon später mehr.

H. G. Wells las für sein Leben gern! „Geerbt“ haben mocht er diese Leidenschaft gegebenenfalls von seinem Vater. Er fröhnte ihr, indem er die örtliche Leihbibliothek sowie im literarischen Institut von Bromley. Zunächst besuchte er eine Art Vorschule, dann die Thomas Morley’s Commercial Academy, eine Privatschule.

Sein Vater brachs ich 1877 den Oberschenkel und wurde arbeitsunfähig. Wells konnte vielleicht schon damals spüren, wie nahe seine Familie am sozialen Abgrund stand. Doch Sarah Wells nahm erneut eine Stellung als Haushälterin in Uppark/Sussex an, bei ihrem einstmaligen Arbeitgeber. In dessen Herrenhaus gab es eine große Bibliothek, in der der junge Herbert George Wells stundenlang Bücher lesen durfte. Seine Mutter lehrte ihn Respekt vor Königin Victoria und eine recht strenge religiöse Sicht – und sie achtete darauf, dass niemand in ihrer Familie, auch H. G. nicht, Kontakt mit Personen aus der Unterschicht bekamen. Weder beruflich, noch privat.

Er begann seine Lehre in einer Tuchhandlung in Windsor, wurde dort jedoch schon nach einem Monat entlassen. Er versuchte sich als Hilfslehrer in Somerset, als Apothekengehilfe in Midhurst und abermals – dieses Mal für zwei Jahre, aber dennoch unvollendet – in einer Tuchhandlung (in Southsea), dann wieder – mittlerweile 16 Jahre alt – als Hilfslehrer in einem Progymnasium in Midhurst – als ihm ein Stipendium von 21 Shilling pro Monat dabei half, sich beruflich weiter orientieren zu können.

Die Zeit an der Normal School of Science (ab 1890: The Royal College of Science; heute: Imperial College of Science) in South Kensington, in der er von 1884 – 1887 Astronomie, Physik, Chemie, Geologie und Biologie studierte, war immens wichtig für den angehenden Schrifsteller. Im „Debatierclub“ der Schule konnte er seine eigene Meinung formen, er wurde zum Mitbegründer des „Science School Journal“, wurde durch den Schriftsteller George Bernard Shaw mit der sozialistisch ausgerichteten „Fabian Society“ bekannt gemacht und beganns sich für die Labour Party (Arbeiterpartei) zu interessieren. Elementar für sein zukünftiges Vorankommen war auch sein Biologie-Professor, Thomas Henry Huxley, der Wells ein darwinistisches Weltbild beibrachte: Das Christentum sei Unfug, der Mensch ein weiterentwickelter Affe und das der Evolutionsprozess eher unmoralisch sei und letztlich stets zur eigenen Zerstörung führte statt zum Fortschritt.

Während er sich von einem Fußball – Unfall erholte, schrieb er „The chronic Argonauts“. Die Geschichte, auf de später „Die Zeitmaschine“ fußen sollte, wurde 1888 von der Royal College of Science veröffentlicht und wurde recht gut aufgenommen. Die Kurzgeschichte erzählt in der dritten Person von der Ankunft eines unheimlichen Erfinders in der irischen Stadt Llyddwdd. Sein Name ist Dr. Moses Nebogipfel und er bezieht ein leer stehendes Haus. Die einfache Bevölkerung ist schon bald der Meinung, Dr. Nebogipfel würde teuflische Dinge tun. Sie wollen ihn aus dem Dorf vertreiben. Reverend Elijah Ulysses Cook, vermag es Nebogipfel bei seiner Flucht in die Zeit zu helfen, wobei er ihn begleitet. Drei Wochen später findet der Erzähler der Geschichte den Reverend, welcher von seinen „Zeitreise-Abenteuern“ mit Dr. Moses Nebogipfel berichtet, welcher in der Zeit nach einem Ort sucht, an dem er mit seinen Fähigkeiten willkommen geheißen wird.

Der Erfolg seiner kleinen Geschichte ermutigte Wells, weiterhin schriftstellerisch tätig zu sein. 1889 wurde er in der Henley House School in Kilburn Mitglied des Lehrerkollegiums. (Kilburn ist ein Stadtteil Londons. )

Anfang Herbst 1890 bestand Wells seine akademische Prüfung in Zoologie an der Londoner Universität, woraufhin er von 1891-1893 als Tutor für Biologie wurde. Er vollendete zwar sein Studium, doch was in wirklich reizte, war die Schriftstellerei.

Was sein „Liebesleben“ angeht, heiratete er 1891 seine Cousine (Isabel Mary Wells), von der er sich allerdings schon nach drei Jahren trennte. 1895 folgte seine zweite Heirat, dieses Mal mit seiner Studentin, Amy Catherine Robbins. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: George Philip (1901 – 1985) und Frank Richard (1903 – 1982). 1909 ging aus einer Beziehung mit der Schriftstellerin Amber Reeves (1887 – 1981) zudem eine Tochter hervor. Weitere Affären hatte Herbert George Wells mit der 26 Jahre jüngeren Journalistin Rebecacca West, die ihm ebenfalls einen Sohn gebar. Angeblich gab es auch „Bekanntschaften“ mit margaret Sanger, Odette Keun und Elizabeth von Arnim.

Zurück ins Jahr 1893: H. G: Wells hatte im Sommer des Jahres mit einer schweren Lungenblutung zu tun, was zur Folge hatte, das er nur noch sitzende Tätigkeiten ausüben durfte. Während er sich erholte, begann er Kurzgeschichten, Essays und Rezensionen für die Pall Mall Gazette, The Sunday Review und weitere Zeitschriften zu schreiben. Sein erstes Buch, „Textbook of Biology“, erschien im selben Jahr. Zwei Jahre später veröffentlichte er einen Kurzgeschichten – Band, „The stolen Bacillus“ in dem „Methuen und Co.“ – Verlag. Dabei handelte es sich um ein Kurzgeschichten-Band mit 15 Storys aus dem Bereich Fantasy und Sci-Fi.

Ich zitiere hier aus dem Buch von Elmar Schenkel: „H. G. Wells – Der Prophet im Labyrinth“, erschienen im Zsolnay Verlag, S. 11. Hier wird darauf eingegangen, das schon damals eine literarische Verwandtschaft zwischen Wells und Verne vermutet wurde. Verne mochte dies nicht sonderlich und beantwortete eine entsprechende Frage: „Nein, es besteht keine Beziehung zwischen seiner und meiner Arbeit. Ich mache Gebrauch von der Physik. Er erfindet. Ich fliege zum Mond in einer Kanonenkugel. Das ist keine Erfindung. Er fliegt zum Mars in einem Luftschiff, das er aus einem Metall konsturiert, das das Gesetz der Schwerkraft ignoriert. Das ist ganz reizend (…), aber zeigen Sie mir das Metall. Lassen Sie es ihn produzieren!“

Die Comiczeichnerin Kate Beaton brachte es auf den Punkt:

Verne sorgte sich stets sehr darum, dass seine fantastischen Geschichten eine wissenschaftliche Grundlage haben. Wells nutzte seine wissenschaftlichen Erfindungen dazu, eine Geschichte zu erzählen.

So konnte der Zeitreisende in Wells erstem Roman „Die Zeitmaschine“ (1895) zwar über die Theorie der Zeitreise erzählen, nichts jedoch über die Funktionsweise der Zeitmaschine. Im Umkehrschluß hätte Verne sich allerdings auch nie die Freiheit genommen, über eine Maschine zu schreiben, deren Funktionsweise er nicht nachvollziehen konnte. Wäre Wells wie Verne gewesen, hätte jemand anders über die „Zeitmaschine“ geschrieben. Oder es wäre ein anderer Wells in einer parallelen Zeitlinie gewesen. Oder eben in unserer, die ebenfalls möglicherweise parallel zu anderen verläuft, in denen er z.B. Lehrer geblieben ist oder beim Tuchhandel geblieben ist. So gesehen können wir uns glücklich schätzen, den Wells gehabt zu haben, der den Roman schrieb, denn es handelt sich dabei um ein Meisterwerk der Science Fiction Literatur, ohne den ich solche multidimensionalen Ideen heute vielleicht gar nicht hätte haben können.

Der Anfang der Zeitmaschine ist nicht zuletzt so einladend, weil sie höchst unterschiedliche Charaktere in einem Raum zusammenbringt und sie mit einer faszinierenden Idee konfrontiert. Der streitsüchtige, rothaarige Filby ist in der späteren Verfilmung durch George Pal (1960) des Zeitreisenden größter Freund. Des Weiteren fanden sich ein Psychologe und ein Bürgermeister sowie ein Arzt beim „Zeitreisenden“ (im Film von George Pal einfach „George“ genannt), auf dessen Einladung hin, ein. Der Zeitreisende erklärt ihnen (und somit dem Leser), das es neben den drei bekannten Dimensionen – Länge, Höhe und Breite – noch eine vierte gibt: Die Zeit! Schließlich präsentiert er die Zeitmaschine in einem kleinen Modell. Er lässt sie sogar in die Zukunft verschwinden. Die Gäste zeigen sich von den Ausführungen des Zeitreisenden überfordert.

Was Wells hier aber sehr unterhaltsam darstellt ist eine Theorie über die vierte Dimension. Es folgt eine jener angeregten Unterhaltungen zwischen den Zeugen des verschwundenden Modells, wie sie uns SciFi – Fans schon öfter begegnete. Was wäre alleine Star Trek ohne seine Zeitreisen und damit zusammenhängenden Theorien? So philosophieren die Gäste des Zeitreisenden: Wäre das Modell der Zeitmaschine in die Vergangenheit gereist, hätte man sie beim Betreten der Wohnung nicht sehen müssen? Der Psychologe meint, die Maschine sei noch dort, würde sich aber so schnell bewegen, dass man sie nicht sehen könne. Der Arzt appelliert: „Heute Abend klingt alles plausibel genug, aber (…) warten sie auf den gesunden Menschenverstand des Morgens!“

„Ich denke, damals glaubte keiner so recht an die Zeitmaschine…“ erzählt der fiktive Berichterstatter der Ereignisse um die Zeitmaschine weiter. Wells dachte über Zeitreisen nach, wie viele andere Autoren dies mittlerweile tun. Das Besondere ist, dass er so ziemlich der Erste war, der diese Gedanken in einem Buch veröffentlichte. Wenn Jules Verne der Urgroßvater der Science Fiction ist, so ist Wells der Großvater.

Herbert George Wells hätte sich, wenngleich sein Anliegen nie allein der Wissenschaft galt, sondern zumindest auch einer gewissen Sozialkritik gewidmet war, sehr gewundert, wenn er in unseren Tagen erfahren hätte, dass seine wilden Spekulationen über die Dimensionen erst der Anfang waren. Die Wahrheit scheint viel fantastischer zu sein. Es gibt noch keine klare Antwort. Aber begonnen bei der Idee, dass es per Definition eigentlich gar keine Dimension gibt bis hin zu der Idee, dass es unendlich viele wären, ist so ziemlich alles möglich. In der Theorie sogar die Zeitreise. Wer sich in das Thema heutzutage vertieft, wird vor Allem begreifen, wie wenig wir von unserer Welt wissen. Genau das fasziniert jedoch, macht neugierig.

Ähnlich hängt man als Leser auch Wells an den Lippen, wenn sein Zeitreisender uns von den Dimensionen erzählt.

Dann beginnt der zweite Teil der „Zeitmaschine“ und hier offenbar sich die wahre Berufung H. G. Wells. Ähnlich Gene Roddenberrys Star Trek Episoden, in denen Gleichnisse erzählt werden, die einen Bezug zur aktuellen Zeit aufweisen, war Wells besonders gut darin auf die selbe Weise auf Missstände seiner Zeit hinzuweisen.

Der Zeitreisende reist also in die ferne Zukunft und findet sich schließlich im Jahre 802.701 wieder. Hier leben die sanftmütigen, fragilen Eloi. Sie scheinen im Wohlstand zu leben, doch niemand von ihnen muss dafür arbeiten. Später stellt sich heraus, dass sich die Menschen in zwei Gesellschaften gespalten hat: Neben den Eloi gibt es auch noch die furchterregenden Morlocks und der Wohlstand der Eloi ist allein darauf zurückzuführen, dass die Eloi von den Morlocks wie Vieh gehalten werden, um dann als Nahrung zu dienen.

Was wir hier haben ist H. G. Wells Idee einer möglichen Zukunft in einer Gesellschaft, in der es lediglich zwei Schichten gibt. Die Unterschicht, bestehend aus Arbeitern, nutzt die Oberschicht als Nahrungsmittel. Diese ist ihrerseits vollkommen unfähig zu handeln, geschweige denn sich zu wehren. Wells kritisiert seine Gesellschaft. Zitat: „Da ich von den Problemen unserer Zeit ausging, schien es mit zuerst sonnenklar zu sein, dass die stufenweise Vergrößerung des gegenwärtig nur temporären und sozialen Unterschiedes zwischen Kapitalist und Arbeiter der Schlüssel zu der hier bestehenden Konstellation sein müsste. Zweifellos wird Ihnen das recht grotesk – und völlig unglaublich! – vorkommen; und doch existieren schon jetzt Verhältnisse, die auf diese Entwicklung hindeuten. Man neigt doch dazu, den Raum unter der Erde für die weniger dekorativen Zwecke der Zivilisation zu nutzen; da gibt es zum Beispiel die Metropolitan Railway in London und andere elektrische Untergrundbahnen, unterirdische Werkstätten und Restaurants, und sie vermehren sich und breiten sich weiter aus. Augenscheinlich, dachte ich, hatte sich diese Tendenz noch verstärkt, bis die Industrie allmählich ihr Geburtsrecht unter dem Himmel verloren hatte. Ich meine, dass sie tiefer und tiefer in größere und immer größere unterirdische Fabriken verlegt worden war und die Arbeitskräfte einen immer mehr wachsenden Teil ihrer Zeit darin verbrachten, bis sie am Ende -! Lebt nicht schon heute ein Industriearbeiter im Eastend unter so künstlichen Bedingungen, dass er von der natürlichen Oberfläche der Erde so gut wie abgeschnitten ist?“ (Die Zeitmaschine, DTV).

Diese Kritik an der Gesellschaft ist es, die Wells am Herzen lag. So alt diese Kritik ist, so zeitlos ist sie auch, den die Techologie entwickelt sich weiter, doch der Mensch hat nur wenige Schritte mehr getan als in den Tagen von H. G. Wells.

Es folgten weitere erfolgreiche Romane, wie z.B. „Die Insel des Dr. Moreau“ (1896), „Der Unsichtbare“ (1897) und 1898 folgte sein zweiter Roman, mit dem man seinen Namen heute in Verbindung bringt: „Der Krieg der Welten“!

Oberflächlich betrachtet ist diese Geschichte lediglich die Urform einer „Böse Außerirdische greifen die Erde an“ – Idee. Tatsächlich jedoch kritisierte Wells mit dem „Krieg der Welten“ die Kolonialpolitik des britischen Empire.

Was mit Christoph Columbus begann, nahm mit der Zeit immer häßlichere Züge an: Europäische Staaten nahmen die Länder fremder Kulturen in Besitz, wobei sie sich selbst stets als die überlegene Rasse ansahen! England entwickelte sich schnell zum größten Kolonialreich. Die geistige Haltung war „staatlich anerkannt“ rassistisch. Während des zweiten Burenkrieges wurden Internierungslager eingerichtet, die „concentration camps“ genannt wruden: Konzentrationslager. Zwar wurde hier nicht, wie später unter Hitler in Deutschland, systematisch gemordet, allerdings führten die hygienischen Bedingungen und das schlechte und magere Essen zum Tod von etwa 26.000 Frauen und Kindern. Das Wirken der Menschenrechtlerin Emily Hobhouse (1860 – 1926) sorgte für eine Verbesserung der Situation, in dem sie selbst Ende des 20. Jahrhunderts Konzentrationslager besuchte und in ihrer Heimat von den menschenunwürdigen Bedingungen erzählte. Wenngleich ihr Engagement von der britischen Regierung kaum beachtet wurde, sorgte es doch für große Beachtung in der Bevölkerung. Es wurde eine Fawcett Commission gebildet, die sich um Verbesserungen der Lager kümmerte. Dies nur als kleiner Exkurs, der verständlicher macht, was H. G. Wells mit dem Roman „Krieg der Welten“ zum Ausdruck bringen wollte: Jetzt waren es die Außerirdischen, die die Erde kolonisieren wollten. Sie waren in einer erschreckenden Übermacht! Das es ausgerechnet Bakterien, die Kleinsten aller Lebewesen, waren, die die Widersacher schließlich besiegten, sollte ein weiterer Seitenhieb gegen das Empire sein.

Selbst, wenn man diese Parabel beiseite lässt, begeistert Wells´“Krieg der Welten“, da er bis ins Detail beschreibt, was geschieht und das so glaubwürdig als wäre er selbst dabei gewesen.

Im zweiten Teil werde ich davon berichten, wie es mit H. G. Wells weiterging. Außerdem werde ich euch von anderen medialen Umsetzungen seiner zwei größten Romane berichten.

———————

Quellen u. Empfehlungen:

wikipedia.de

Elmar Schenkel: H. G. Wells – Der Prophet im Labyrinth

H. G. Wells: Die Zeitmaschine, ISBN: ISBN 978-3-423-12234-4, 7,90 EUR

H. G. Wells: Krieg der Welten, ISBN 978-3-423-13487-3, 8,50 EUR

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/bt/161893/index.html

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Gewinnspiel: Captain Phasma Comic! [BEENDET seit dem 20. Juni]

Dieses Gewinnspiel ist vorbei. Es laufen immer wieder welche, darum: Reinschauen lohnt sich!

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Am 22.05.2018 erscheint beim Panini – Verlag der 100seitige Comic „Captain Phasma“ in der Reihe „Journey to Star Wars: Die letzten Jedi“. Gezeichnet / geschrieben wurde der Comic von Kelly Thompson und Marco Checchetto.

Wir erinnern uns gut daran, dass Captain Phasma in Episode VII: Das Erwachen der Macht in einer Müllpress Anlage zurückgelassen wurde. Was geschah danach? Was ist zwischen den Episoden VII und VIII mit Captain Phasma geschehen?

Wer dies wissen möchte, kann es in dem offiziellen Comic „Captain Phasma“ nachlesen.

Die Story ist schön gezeichnet. Ich würde sie als „klein, aber fein“ bezeichnen. Zwar ist es kein großer Epos, in dem wir die genaue Biografie erfahren, wie es der Titel nahelegen könnte, wohl aber eine nette, spannende Geschichte die die letzten Momente der Starkillerbase aus der Sicht von Phasma darstellt und alles, was danach vor Episode VIII geschehen ist…

Captain Phasma

Wer diesen Comic gewinnen möchte, muss nur eine Frage korrekt beantworten und an gewinnspiel@starbase-fantasy.de schicken (MIT Adresse). Die Frage lautet:

Welche Darstellerin spielte in Episode VII und VIII Captain Phasma?

Dieses Gewinnspiel ist dank Panini – Comics mglich. Vielen Dank dafür!

Einsendeschluss ist der 20.06.2018 … und ist somit vorbei

Die glückliche Gewinnerein ist Kathrin R.

Aber seid nicht traurig, wenn ihr nicht gewonnen habt. In Kürze könnt ihr ein Revell – Modell zu „Solo – a Star Wars Story“ gewinnen!  

Der Gewinner / die Gewinnerin wird in der Woche nach dem 20.06. per E-Mail über seinen / ihren Gewinn benachrichtigt. Bitte dann auch den SPAM – Ordner checken!

Viel Glück!

Und wer nicht gewinnt, kann „Captain Phasma“ z.B. hier erwerben:

https://www.paninishop.de/artikel/ydstwr011-star-wars-captain-phasma-journey-to-star-wars-letzten-jedi-softcover

Rechtliche Hinweise:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs sowie unter der E-Mail Gewinnspiel@starbase-fantasy.de.

Die Teilnehmer müssen eine E-Mail an Gewinnspiel@starbase-fantasy.de schicken und darin beantworten, wer der Darsteller der Captain Phasma in der Star Wars Episoden VII und VIII war.

Einsendeschluß ist der 20. Juni 2018. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Die Gewinner werden nach dem  Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von mir per Brief verschickt.

 

 

 

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Sherlock Holmes – die neuen Fälle: Schatten der Vergangenheit

MILDE SPOILER! MILDE SPOILER! MILDE SPOILER! MILDE SPOILER!
(Ich werde den Verlauf der Handlung nicht beschreiben, aber man mag ahnen, wie die Stimmung und ganz grobe Handlung dieses Hörspiels sein könnte, wenn man diesen Text liest). 

Jedes neue Hörspiel dieser Reihe wirkt wie ein Vermächtnis von Christian Rode und Peter Groeger. Man mag das als sehr emotional bezeichnen, was es auch ist, aber jedes neue Hörspiel mit dem vielleicht besten Holmes-Watson-Hörspie-Team, das es je gab, erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Dieser Fall zieht am Anfang schön an. Schon in zwei Minuten nach betätigen der „Play“-Taste war ich voll in dem Fall drin. Das Grauen von Jack the Ripper hatte mich erfasst. Nach etwa einer viertel Stunde, in der meine Begeisterung exponentiell zunahm, flachte das Hörspiel leider zu früh und zu steil ab. Zwar waren die Erinnerungen an „damals“ – als Holmes nicht zu jenem schrecklichen Fall im Herbst 1888 hinzugezogen wurde – von John Watson sowie Inspektor Aberline für die Rahmenhandlung interessant und werteten die Qualität des Hörspiels stimmungs – mässig und inhaltlich enorm auf, worauf ich auch nicht hätte verzichten wollen, aber meiner Ansicht nach hätte man das Hörspiel besser schneiden können. Wäre das ein oder andere einen klein wenig früher passiert, hätte das vermutlich das ganze Skript durcheinandergebracht, aber es hätte auch die Spannung um ein vielfaches erhöht.

(c) Romantruhe

Ich glaube, in keiner Reihe von Holmes-Hörspielen habe ich je so viel schmatzendes, blutendes Fleisch zu hören bekommen wie in diesen „neuen Fällen“. Auch der Geruch der Übelkeit – erregenden Verwesung kommt in dieser Serie weit öfter vor als in den Original – Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle. Das gibt auch diesem Hörspiel, in dem sich solcherlei „Dinge“ natürlich mehr anbieten als das bei anderen Folgen der Fall war, einen leicht „trashigen“ Zug, der manchem Hörer gefallen wird, aber nicht jedem. Mir zum Beispiel nicht, ich könnte auch ohne…

Christian Rode´s Stimme ist wirklich „die Stimme“ von Sherlock Holmes, doch in diesem Hörspiel wirkte er auf mich gegenüber der schauspielerischen Leistung von Peter Groeger punktuell (im Zusammenspiel!) etwas blass. Auch Christian Rode´s Leistung war, wie immer, eine wirklich Gute, aber Peter Groeger erfasst hier das Grauen und die Angst um Jack the Ripper stellenweise mehr und überzeugender als es Christian Rode tut. Aber auch Rode´s Holmes kann seine Abscheu gegenüber den Taten von einst sowie den neuen Schrecken hörbar nicht verbergen.

Insgesamt ist diese Folge für mich eine der allerbesten Folgen der ganzen Serie. Das liegt – neben der Leistung der Sprecher – an der guten Recherche und Tiefe der Story.Weiterer Plus Pnkt: Lestrade, den wir aus den Lestrade – Hörspielen etwas besser kennen, hat durch eben jene einen Vertrautheits – Bonus bekommen. Er ist nun – nach dem Hören der zwei ersten Lestrade – Hörspiele, mehr als nur ein leidlich fähiger Inspektor, der mehr oder minder das tut, was Holmes sagt und sich mit fremden Federn schmückt. Nun ist er ein echter Typ, ein Charakter. Auch die Hintergrundmusik, die aus meiner Sicht zuweilen etwas zu verspielt daher kam in den älteren „neuen Fällen“, ist dieses Mal viel besser gelungen. Nur stellenweise wird auf ältere Stücke zurückgegriffen.

Was diese Folge für mich aber vor Allem ausmacht ist gar nicht die (vermeintliche) Lösung des Falls, sondern die aufgefächerte Stimmung um den Mythos „Jack the Ripper“. Wenn der Ripper schon wieder (wie z.B. in den Filmen „Mord an der Themse“ oder „Sherlock Holmes größter Fall“ sowie in dem Hörspiel „Sherlock Holmes und die Whitechapel Morde“), bemüht wird, dann sollte dies auch mit einem gewissen Know How geschehen. Andreas Masuth hat genau das in guter Weise in seinem Skript erledigt.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich hier insgesamt ganze 15 ! Sprecher vereint haben!

Schade finde ich – neben einem Teil des Endes, den jeder erkennen wird, der es gehört hat – das der Fall sich am Anfang viel größer anhört als er am Ende ist. Denn am Ende geht es wirklich nur um einen „Schatten der Vergangenheit“, wennglich dieser auch recht grausam aussieht.

Für Holmes sowie „Rode / Groeger“ – Fans ein Hörspiel, dass ich – mal wieder, aber dieses Mal mit dem Brustton einer größeren Überzeugung – empfehlen kann.

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