Sindbads 7. Reise auf Blu-Ray (2019)

Sindbads siebente Reise (The 7th voyage of Sinbad) ist ein Fantasyfilm aus dem Jahre 1958. Die Regie übernahm Nathan Juran, ein amerikanischer Szenenbildner östereichischer Abstammung, der bei einer ganzen Reihe gruseliger Filme im Regiestuhl saß, so u.a. bei den Filmen „Die Bestie aus dem Weltraum“ (20 Million Miles to Earth), „Angriff der 20 Meter Frau“ (Attack of the 50 foot woman) oder auch „Die Herrscher von Cornwall“ (Jack, the giant Killer).

Diese Filme sind heute nur noch mäßig bekannt, an „Sindbads siebte Reise“ kann sich aber wohl jeder erinnern, der diesen Film einmal im Fernsehen, meist wurde er in den 80er Jahren zu den Feiertagen gezeigt, als Kind oder Jugendlicher gesehen hat.

Damals, in einer Zeit vor dem Computer, vor CGI und – bezogen auf die Entstehungszeit des Films – sogar vor George Lucas´„Industrial Light and Magic“, wurden Spezialeffekte vor Allem durch „Stop Motion“ ermöglicht. Äußerst detailiierte Figuren, gefertigt aus einer knetbaren Masse, wurden hierfür bei einer Kameraeinstellung minutiös um wenige Millimeter pro Aufnahme weiterbewegt.

Ray Harryhausen (1920 – 2013) war der Meister der Stop-Motion-Technik. So war u.a. seine Medusa aus „Kampf der Titanen“ (Clash of the Titans, 1981) viel gruseliger als jene computeranimierte Version des Films aus dem Jahre 2010. Peter Jackson verwendete zwar für seine „Herr der Ringe“ – Trilogie kein „stop motion“ mehr, orientierte sich aber an den Werken Harryhausens. Für diesen Film steuerte er die Spezialeffekte bei, die in gewisser Weise das Herz der Produktion darstellen.

(c)Koch Media, MGM

So mag es kein Wunder sein, dass „die siebente Reise“ von Sindbad keine all zu große, verworrene Handlung, dafür aber eine ganze Reihe beeindruckender Spezialeffekte liefert. Entführt werden wir, untermalt von Bernard Hermanns atmosphärischer Filmmusik, in das ferne Orient, in die Geschichten von „Tausendundeiner Nacht“.

Sindbad (Kerwin Matthews) und seine Verlobte Parisa (Kathryn Grant) sind auf der Heimreise nach Bagdad, doch ein Nebel macht es kaum möglich die Hand vor Augen zu sehen. Längst müsste die Mannschaft mit frischem Trinkwasser versorgt werden. Sindbads geübtes Auge erkennt im trüben Nebel die Insel Kolossa. Ihnen begegnet dort ein Mann namens Sokurha (Torin Thatcher), der von einem Zyklopen verfolgt wird. Mit dabei hat Sokurha, der sich später als Magier herausstellt, eine Wunderlampe. Auf der Flucht vor dem Monster verliert er die Lampe, die nun in den Besitz des Zyklopen übergeht.

In Bagdad wird die Heimkehr Sindbads gefeiert. Er und Parisa wollen bald heiraten, aber Sokurha unternimmt alles, damit Sindbad mit seinem Schiff sich wieder zurück auf den Weg nach Kolossa macht, denn er ist besessen von der Wunderlampe. Dafür ist er auch bereit den Frieden zwischen Bagdad und Dschandra sowie das Liebesglück zwischen Sindbad und Parisa zu opfern. Erpresst macht sich Sindbad auf den Weg zur Schreckensinsel. Der Weg dorthin bis hin zum Ende des Films ist gepflastert von den Kreaturen Ray Harryhausens. So ist dieser Fantasyfilm angefüllt von gruseliger Spannung und heute auch noch einer Prise nostalgischer Faszination.

Diese Blu-Ray bietet zunächst einmal ein sehr gutes, scharfes Bild. Es sind eine Unmenge an Extras dabei. Hier eine Übersicht: Musikvideos, Hinter den Kulissen, John Landis Interview mit Ray Harryhausen, „This is Dynamation“, Audio-Kommentare, Filmdokumentationen, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.

Für Cineasten, Fans des Fantasyfilms und der Entwicklung von Spezialeffekten, ist dieser Film auch und teilweise gerade heute noch ein Leckerbissen.

Diese Blu-Ray ist im April 2019 bei Koch Media erschienen. Sie kostet ca. 13,00 EUR bis 14,00 EUR.

Zu kaufen z.B. hier: https://shop.kochmedia.com/shop/de_DE/index.html

und hier: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID141726512.html

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Playmo Space – Shuttle und Meteroiden-Zerstörer

Im FEDCON INSIDER habe ich schon die großen Highlights der recht neuen „Playmobil Space“ – Reihe vorgestellt. Hier gibt es inzwischen eine schöne Raumstation, eine Rakete mit Startvorrichtung, einen tollen Mars-Rover und viele hübsche kleine Packungen.

Science – Fiction ist dies alles nur insofern auch Roboter im herkömmlichen Sinne dabei sind, eben mit zwei Armen und Beinen und einem menschlichen Gesicht. Ansonsten orientiert sich diese Reihe offensichtlich an dem tatsächlichen Stand der Wissenschaft, an Plänen, die es wirklich gibt.

So ist es auch kein Wunder, dass es ebenfalls ein Shuttle gibt, welches im Design (grüne, geschwungene Seitenstreifen) wie auch vom System her zur neuen Space-, oder sollte ich sagen „Mars“? – Reihe passt. Denn das Shuttle kann von der Rakete in der Startvorrichtung huckepack genommen werden, was richtig gut ausschaut. Auch ist wieder Elektrizität am Werk, denn sowohl der Innenraum des Shuttles als auch die Startdüsen können beleuchtet werden bzw. haben einen Leuchteffekt.

Öffnet das Shuttle seinen „Kofferraum“, besser gesagt, „Ladebucht“, so befindet sich dort nicht nur Platz für eine Figur zum Sitzen, sondern auch der bekannte herausschwenkbare Arm, wie er auch beim echten Orbiter zu finden war, mit dem er u.a. Satelliten transportiert und „rausgesetzt“ hat. Bei Playmobil sind hier Raketen vorgesehen. Ja, etwas Action muss sein 😉 Aber die Raketen können auch durch den Astronauten ersetzt werden, der dann – State of the Art – am Arm „schwebt“ und seine Beobachtungen / Reparaturen macht.

Das Shuttle gibt es nicht im Laden zu kaufen, sondern ur direkt auf Playmobil.de! Dort kostet er 29.99 EUR und hat die Nr.  9805.

(c) Playmobil.de

Im INSIDER unerwähnt blieb auch noch der Metroiden – Zerstörer. Der kostet rund 21,49 EUR und ist nicht nur im Online – Shop zu erhalten, sondern auch im Spielzeugladen. Dieses wohl „bunteste“ Set bietet einen „Satelliten“-artigen „Meteroidenzerstörer“, der mit abschießbaren Raketen versehen ist. Der Zerstörer   kann auch mit einem Raketenkopf bestückt und so – zusammengeklappt – der Rakete (oben erwähnt) aufgesetzt werden. Auch könnte man ihn an der Station ankoppeln. Mit dabei ist außerdem eine Figur, eine Astronautin mit Phaser sowie ein Meteorid, den man leicht zerteilen kann. Auf „Knopfdruck“ zerspringt er in vier Teile, die sich natürlich auch wieder zusammensetzen lassen.

(c) Playmobil.de

Beide Spielzeuge sind von guter, üblicher Playmobil – Qualität. Nerds und Kinder können hier beide zugreifen.

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Wird „Der Aufstieg Skywalkers“ zur „neuen Hoffnung“ der Star Wars Fans? Eine persönliche Meinung….

Der Teaser Trailer zur letzten Episode der Skywalker – Saga schlug ein wie eine Bombe. Die Szenen wirkten frisch, neuartig und vertraut. Abrams, dem der neunte Teil anvertraut wurde, nahm mittlerweile Stellung dazu, dass sein „Erwachen der Macht“ zu sehr an die vierte Episode, „Eine neue Hoffnung“, erinnert habe. Er antwortete, das dies einfach passiert sei, weil Kasdan und er sich am klassischen „Weg des Helden“ orientiert haben.

Dieser „Weg des Helden“ ist in der Tat Mittelpunkt beinahe jeder großen Geschichte, eines beinahe jeden Mythos. Der Held beginnt als Unwissender, als „Narr“, seine Reise, hat vielleicht Glück im Kampf, aber ohne wirklich Ahnung zu haben. Dann lernt er, wird zum „weisen Mann“ / zur „weisen Frau“ und meistert schließlich sein / ihr Leben. Wer nach Büchern mit dem Stichwort „Weg des Helden“ oder „Heldenreise“ sucht, wird fündig werden.

Abgesehen davon, dass die siebte Episode manchen Zuschauern „seltsam vertraut“ wirkte, war an dem Teil nur sehr wenig zu kritisieren. Natürlich: Wer die Zeit seit 2006 dazu nutzte, sich das „expanded universe“ reinzuziehen und dies für die absolute Wahrheit hielt, der mochte enttäuscht werden. Wer die „Thrawn – Trilogie“ für das klare „Absolute“ hielt, der mag sich arg gewundert haben. Aber Disney sagte es ja klar: Alle jene Bücher gehören nun in den Bereich der Mythen, nicht mehr zur „wahren“ Filmreihe. Dennoch nahm sich beispielsweise die Serie „Rebels“ die Freiheit, Thrawn (aus der entsprechenden Reihe von T. Zahn) in diesen offiziellen Kanon zu holen. Ist ja auch ein toller Charakter!

Es ist schon ärgerlich. Als Star TREK und Star Wars Fan, der ich bin, erlebte ich mit „Die letzten Jedi“ ein Dejavu. Abrams baute die Charaktere im jeweils ersten Kinoteil (Star Trek (2009)) und Episode VII (Erwachen der Macht (2015)), auf und ebnete – bei Star Wars noch weitaus gründlicher und besser als bei Star Trek – den Boden für eine richtig gute Filmreihe! Und dann kam – im Fall „Star Trek“ er selbst, im Fall „Star Wars“ eben Rian Johnson – jemand daher und sorgte dafür, dass die Reihe weit unter ihren potentiellen Möglichkeiten blieb.

Da Abrams sich einerseits weitaus mehr als Warsler denn als Trekker sieht und er zudem noch Lawrence Kasdan an seiner Seite hatte als er an „Star Wars VII“ arbeitete, war die Chance groß, dass „Episode VIII“ super werden würde. Abrams und Kasdan würden zwar nicht daran arbeiten, aber hey, es gab ja jene berühmte Story – Line, die die beiden ersonnen hatten. Wie schon berichtet, durfte Rian Johson jedoch mit den von Kasdan und Abrams ersonnenen Story-Elementen spielen wie ein dreijähriges Kind mit High-End-Technikgeräten. Klar, dass da manches zu Bruch ging. Nicht nur Kylo Rens Maske. Ja, die Story – Line konnte er schlicht wegschmeißen, wie ein blaues, altes Lichtschwert…

Wer sich nämlich Episode VII anschaut und direkt danach Episode VIII wird merken: Eh, das passt nicht! Das ist nicht stimmig! Aber darüber habe ich mich schon anderen Orts genug – nein, nicht genug…., – aufgeregt.

Das Luke indes in „VIII“ kein „Sunny Boy“ sein würde, war ja klar. Ich meine, der Typ hatte ziemlich erfolglos einen Jedi-Orden verloren und dafür gesorgt, dass sein Neffe abtrünnig wurde (und in der Folge seinen Vater tötete, etwas, was er durch die Macht hätte wissen können, aber egal…). Er ging ins Exil (hätte er gerne Gesellschaft gehabt, eine dumme Wahl…) nach Ahch To und wollte da wohl seine Wahrheit finden oder mit sich ins Reine kommen. Wer so handelt, der ist kein „Sunny Boy“ (mehr). Lukes Entwicklung zum nachdenklichen Meister ist keine schlechte Sache. Die Kritik, die Luke Skywalker in „VIII“ am alten Jedi-Orden äußert, macht durchaus Sinn! Denn die Jedi in den Prequels sind öfter mal arrogante A…., naja, arrogante Typen halt. Da hatte er schon Recht, der Gute.

Nun, worauf ich hinaus will ist jedoch dies – und Abrams hat es mittlerweile bestätigt: Die Arbeit an „VIII“ war für ihn und seinen Co-Autoren Chris Terrio – ein ziemlich schwieriges Ding, aufgrund der BISHERIGEN Herangehensweise an die TRILOGIE. Es gab KEINE STRUKTUR in dem Streifen (s.o., „verworfener Handlungsfaden“).

„Episode VIII“ funktioniert hervorragend als Einzel – Film, jedoch keinesfalls als zweiter Teil einer Trilogie. Nun jedoch – für IX – musste genau dies postum geschehen. Abrams und Terrio mussten „Episode IX“ so schreiben, das ALLES Sinn macht. Und mehr noch: Nicht nur, dass „VIII“ im nachhinein in die Bruderschaft der drei Teile aufgenommen werden musste, der kleine Ausbrecher, das kleine schwarze Schaf, nein, der neunte Teil soll auch noch die ganze Skywalker-Saga zu einem großen Ende führen!

Nun also kommt „Episode IX“. John Williams wird die Musik komponieren, J. J. Abrams wird Regie führen. Laut Abrams wird teilweise der mit Kasdan entwickelte Handlungsfaden wieder aufgenommen, d.h. im Klartext: Soweit R. J. es nicht unmöglich gemacht hat!

Klingt für mich so als müsse Abrams mal wieder jemandem den A… retten und ich würde mich wundern, wenn das nicht eine Filmproduktionsfirma mit einem „D“ im Namen wäre.

Sorry, aber ist doch so. Da bringt Disney VIEL zu früh, den unterschätzten Film „Solo“ ins Kino, nachdem „Die letzten Jedi“ gerade – und unnötiger Weise, siehe „Handlungsfaden“ (oben) – vielen wie „zu viel Salz in der Suppe“ geschmeckt hat und dann bietet man – mit überraschend wenig Werbung – gleich noch mehr davon an! Klar, dass viele so skeptisch waren, dass sie sich den Film gar nicht erst ansahen (etwas, womit ich nicht gerechnet hatte, weil ich alleine auf die typische „Kasdan“- Qualität und die Fähigkeiten von Ron Howard fixiert war und „VIII“ außer Acht lies). Ich halte „Solo“ für einen grundsoliden Film, der im Winter 2018 einen deutlich größeren Erfolg gehabt hätte. Kathleen Kennedy gab nun auch zu, dass sie probierten, zwei Filme im Jahr zu bringen. (Klar, da kann man ja „Solo“ mal für opfern… ARGH!).

Für mich fühlt sich „IX“ daher an wie ein „Wiedergutmachungs – Angebot“. Sollte mich der Film so begeistern wie einstmals Episode VII, dann bin ich dankbar. Schier begeistert wäre ich, wenn er auch noch „VIII“ versöhnlich mit an Bord nehmen und ihm postum mehr SINN (im Sinne einer TRIlogie) geben sollte. Berauscht wäre ich, wenn er obendrein noch die Skywalker – Saga so enden lässt, dass man sie sich gleich nach dem Kino daheim komplett ansehen will. Begonnen mit IV oder I , ganz wie es beliebt.

Ich weiß nicht, wie gespannt ihr seid. Ich bin es gewiss!

Noch ein paar Worte zum Trailer. Keine Sorge, nicht viel 😉

  1. Ich glaube, Rey ist „die“ Skywalker.
  2. Ich glaube, Snoke war ein „Machtgeist-Träger“ von Palpatine.
  3. Ich glaube weiter, dass ein weiterer „Machtgeist-Träger“ auftauchen wird. Ich vermute, dass wird Richard E. Grant sein. Der kann schön fies spielen…
  4. Ich glaube, dass Kylo in einer Szene (Trailer) gegen SEINE „Knights of Ren“ kämpft, folglich bekehrt wird?
  5. Daher glaube ich auch, dass Kylo (MUSS einfach sein) dem Machtgeist von Anakin begegnet, der ihm kräftig den Popo versohlt (bildlich gesprochen).
  6. Ich glaube an die Macht. Sorry, das musste sein…
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Dr. Doyle und Mr. Holmes

Als Sherlock Holmes Fan verfolge ich mit Interesse die deutschsprachige Podcastreihe „Dr. Doyle und Mr. Holmes“. Die ersten Folgen führten die Biografie des Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle ein, in der aktuellen Folge wurde ich befragt, wie ich zu Sherlock Holmes kam und wie mein Weg als „Sherlockianer“ sich bisher so gestaltete.

Nils und Andreas, die die Podcast-Reihe informativ, gut recherchiert und spannend gestalten, waren angenehme Gesprächspartner. Wiewohl die Interview-Situation immer etwas merkwürdig ist (wenn man sie nicht gewohnt ist), entspann sich ein relativ lockeres Gespräch zwischen uns Dreien.

Zu hören ist es hier, auf der Website des Podcasts. Abonnieren / Verfolgen lohnt sich!

Sherlockianische Gespräche 01: Matthias Wieprecht

 

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Die drei ??? – Meine Story (mit Gewinnspiel!)

  1. Wie alles begann…

Ich glaube, es war pure Neugier, die mich dazu brachte die Bücher durchzustöbern, die sich auf der Rückseite des alten Schreibtisches meines Vaters befanden. Dort gab es nämlich eine freie Fläche, die zum ablegen jener Bücher verwendet wurde, die niemand las, die aber nicht weggeworfen werden sollten. Irgendwie so. Mitten zwischen diesen Büchern bekam ich plötzlich ein DTV – Taschenbuch in die Hände. Auf der Vorderseite war ein Wecker abgebildet, auf dem ein Gesicht zu sehen war, welches den Mund offenbar zum schreien geöffnet hatte. Darüber stand der Titel des Buchs: „Die drei ??? und der seltsame Wecker“.

Es war etwa Mitte der 80iger Jahre, es gab kein Internet, keinen Hype um die drei Detektive aus Rocky Beach. Für mich war das einfach nur ein Buch mit einem interessanten Cover und einem unheimlichen Titel. An Ort und Stelle klappte ich das Buch auf und begann zu lesen. Weit weg in dem kalifornischen Küstenstädtchen Rocky Beach traf ich auf drei Jungs, die wohl etwa in meinem Alter sein mochten. Sie waren durchaus unterschiedlich. Justus Jonas, der „Erste Detektiv“ war pummelig und sehr klug. Er drückte sich stets etwas überkandidelt aus, zupfte beim nachdenken an seiner Unterlippe und hatte als kleines Kind als „Baby Fatso“ in „Die kleinen Strolche“ mitgespielt. Diese Serie war mir natürlich damals bekannt und so konnte ich mir gleich ein Bild von „Justus“ machen. Peter war mehr der sportliche Typ. Gleichzeitig war er auch sehr ängstlich. Bob hingegen – mit ihm konnte ich mich gleich am Meisten identifizieren – war in dem Detektiv – Trio für „Recherchen und Archiv“ zutändig. Er war der Bücherwurm, derjenige, der Zeitungen las und aus Archiven alte Texte fischte, die ihnen beim Lösen von Fällen weiterhalfen.

Die Geschichte las sich spannend und obwohl ich zuvor nur wenige Bücher am Stück gelesen hatte, schlug diese Mischung aus (erklärbarem, leichten) Grusel und Detektivgeschichte, bei mir ein. Das ich das Buch erst geöffnet hatte, lag aber auch daran, dass es anscheinend von Alfred Hitchcock geschrieben worden war. Dessen Filme waren in meiner ganzen Familie hoch angesehen. „Heute abend kommt ein Hitchcock“ hieß es manchmal und wenn ich Glück hatte, war es „Der unsichtbare Dritte“, der Film, den ich stets am Meisten mit dem Namen des exzentrischen, großartigen Sir Alfred Hitchcock verband.

Zu Hitchcock gehörten für mich aber auch die stimmungsreiche Filmmusik von Bernard Herrmann und interessante Kameraeinstellungen- und Fahrten. Vor meinem geistigen Auge betrachtete ich – vor Allem bei den ersten zehn Romanen, die eigentlich von einem gewissen Robert Arthur geschrieben worden waren – die Geschichten immer durch eine „Hitchcock“-Brille. Wenn Bob am Anfang vom „Gespensterschloß“ auf den Schrottplatz zufuhr, hörte ich die Musik von Bernard Herrmann dazu und eine Kamera schloß über den fahrenden Bob auf und fuhr weiter zum großen Schild der Gebrauchtwarenfirma Titus Jonas.

Später – wieder ein „Zufalls“fund – entdeckte ich zwischen den Büchern meiner Geschwister ein weiteres Buch von Robert Arthur, das ich ebenfalls verschlang: „Geister, die ich rief“ war der deutsche Titel. Im Original lautete dieser: „Ghosts and more ghosts“. Diese Geschichten waren teils schon ziemlich gruselig und spannend. Genau das Richtige für mich, der ich doch eigentlich Peter ähnlicher war, aber dennoch mehr als bereit für neue Abenteuer und Erfahrungen vom Typ „spannende Gruselgeschichten“ war! Später begann ich vielleicht deshalb die EUROPA – Gruselserie von H. G. Francis zu hören. Aber das ist eine andere Geschichte…

Es dauerte nicht lange, dass ich von meinen Eltern das Buch „Die drei ??? und das Gespensterschloß“ geschenkt bekam. Und wie erfreut war ich als ich erkannte, dass es sich zu neudeutsch – um eine „Origins-Story“ handelte. In diesem Buch gründeten die drei Detektive ihr Detektivbüro!

Als Bob sein Fahrrad abgestellt hatte, hielt Peter die Maschine an und reichte ihm eine der gdruckten Karten. „Sieh dir das an!“ sagte er. Es war eine großformatige Visitenkarte. Darauf stand:

Die drei ???

Wir übernehmen jeden Fall

Erster Detektiv: Justus Jonas

Zweiter Detektiv: Peter Shaw

Recherchen und Archiv: Bob Andrews

Donnerwetter!“ sagte Bob anerkennend. „Das hat wirklich Pfiff. Dann willst du also loslegen, Just?“

Wir haben schon immer davon gesprochen, ein Detektitvbüro zu eröffnen“, sagte Just. „Und mein Gewinn – ein großerWagen dreißig Tage und Nächte zur freien verfügung – setzt uns alle in die glücklich Lage, dem Geheimnis nachzuspüren, wo es uns begegnet. Mindestens für eine begrenzte Zeit. Darum wollen wir den Start wagen. Wir nennen uns ab sofort „Die drei Detektive.“ […]“

(Die drei Fragezeichen und das Gespensterschloß, Kosmos – Verlag)

2. Drei ??? Fan sein in den 1980ern…

Ich stieg weiter in die Welt von Justus, Peter und Bob ein. Tatsächlich hatte ich als Kind schon einmal selbst einen Detektivclub gegründet. Damals sammelte ich die „Detektivreihe“ von Yps, womit ich Fingerabdrücke abnehmen und fixieren konnte, mit Geheimtinte unsichbare Botschaften schreiben und mittels einer Chifrierscheibe verschlüsselte Botschaften schreiben konnte. Im Schneider-Verlag erschien seinerzeit auch eine Reihe, die später in einem Buch zusammengefasst wurde: „Meisterspion und Meisterdetektiv packen aus“. Spannend war auch die Rätselkrimi- Reihe „Wer knackt die Nuß?“ von Wolfgang Ecke, bei Ravensburger erschienen. Und auch einen „Detektivkasten“ hatte ich irgendwann einmal zu Weihnachten bekommen (und war ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung…).

Nur der Alltag eines „echten“ Detektivclubs sah natürlich etwas weniger spannend aus… Wir kannten keinen Alfred Hitchcock, der uns darum hätte bitten können, einen Drehort für einen Film zu finden. Wir erstanden nie auf einer Autktion einen sprechenden Totenkopf und sahen auch nie in irgendwelche Zauberspiegel… Das alles konnte ich nun aber wenigstens in meiner Fantasie erleben. Nebenbei blieb ich dem „Detektiv in mir“ jedoch durchaus treu.

Besonders freute ich mich als 1984 das Buch „Die drei ??? und ihr Rätsel-Handbuch“ erschien. Es handelte sich dabei um ein Buch aus dem amerikanischen, wo das Buch „The three investigators´Book of Mysery Puzzles“ hieß. In der deutschen Auflage war noch eine andere Rätselgeschichten aus einem anderen „Hitchcock“ – Band, „Alfred Hitchcocks Krimi-Box“, hinzugekommen.

Das „Young Detectives Handbook“ von W. V. Butler gehörte in Amerika zwar nicht zur amerianischen „Drei Fragezeichen“-Reihe, machte aber seinem deutschen Titel, „Die drei ??? verraten Tips und Tricks“ alle Ehre! Mit Freuden habe ich – und springe damit kurz in das Jahr 2019 – festgestellt, dass es abermals ein solches Buch für „angehende Detektive“ gibt. Obwohl die damaligen für mich natürlich auf ewig eine bsonders, nostalgische Bedeutung haben werden, konnte ich es mir nicht verkneifen, mir das „Drei ??? Alleswisserbuch für Detektive“ anzueigenen. Es hat den „alten Büchern“ gegenüber frischer, farbenfroher und witziger. Justus, Peter und Bob wenden sich DIREKT – und (soweit möglich) – in ihren eigenen Farben an Dich, den Leser. Bobs Vorwort prunkt mit etwas „krakeliger Schreibmaschinenschrift:

[…] Schreibmaschine getippt. Das sind Geräte aus der BeCg-eit; Bevor es Computer gab An dieser Schriftart erkennst du meine Beiträge in diesem B uch und an meiner Farbe: rot. Peter schreibt natürlich mit blauer Kreide. Hoffentlich kannst du sein Gekrakel entziffern … Und Justus – tja, der musste einsehen, dass weiße Kreide auf hellem Papier nicht so gut wirkt, und teilweise mit Bleistift schreiben. […]“

(Die drei ??? – Das Alleswisserbuch für Detektive, Kosmos – Verlag)

So persönlich von seinen drei „Helden“ angesprochen zu werden und von Kapitel zu Kapitel wissenswertes über das Detektiv spielen, sorry, ich meinte über die tägliche Ermittlungsarbeit eines jungen Detektivbüros zu erlernen, das hätte mir damals auch Spaß gemacht. Schmunzeln muss ich aber auch heute beim Lesen des „Alleswisserbuchs“, denn die jeweils zwei gerade nicht zu Wort gekommenen Detektive haben es sich nicht nehmen lassen, ihre (typischen) Kommentare an den Rand der Texte zu kritzeln.

Das Buch ist viel umfassender als alles, was ich je an „Detektivbüchern für junge Detektive“ finden konnte (173 Seiten!). Ich bin ziemlich begeistert. Der junge Leser wird von den drei Detektiven – natürlich – ernst genommen. Optisch ist es zudem sehr hübsch gestaltet. Die Zentrale, der alte Camping – Wagen – prankt, zwischen diversem Trödel, auf dem Cover und im ganzen Buch sind immer wieder einmal Bilder von Aiga Rasch und anderen zu finden, die ihren Stil achtsam fortgesetzt haben.

Springen wir aber zurück in die 80er Jahre, damit ich euch meine weiteren (ersten und folgenden) Erfahrungen mit den drei Detektiven erzählen kann.

Ich las also fortan weitere „???“ – Bücher. Dabei erinnere ich mich an einen Geburtstag, an dem ich bestimmt rund 8 – 10 Bände geschenkt bekam. Bevor ich mich schlafen legte, legte ich sie alle nebeneinander auf mein Bett. Die Illustrationen von Aiga Rasch waren einfach großartig. Neue Abenteuer lagen vor mir…

Damals gab es einen „Franckh Kosmos Krimi Club“. Aufmerkam wurde ich auf diesen erst als das Buch „Die drei ??? und der Ameisenmensch“ erschien, denn einer unserer örtlichen Bücherläden bot die „Krimi – Zeitung“ umsonst zum mitnehmen an. Die „Krimi – Zeitung“ konnte man auch abonnieren. Im Grunde war das „nur“ eine geschickte Art der Werbung. Mir machte das Spaß und welche Werbung kann von siche behaupten, Spaß zu machen? Zum Abonnieren wurde ich Mitglied im „Franckh Krimi Club“ und erhielt sogar eine gelbe Urkunde mit Hitchcock – Konterveit und meinem Namen. Damals beeindruckte mich das sehr. Die Zeitung war am Anfang noch in einem recht anspruchsvollem Format, später wurde sie – aus meiner Sicht – zu gewollt modern, sollte wohl den klischeehaften „jungen Jugendlichen“ eher ansprechen als den „Detektiv“ im Kinde, welcher sich ja nicht als Jugendlicher ansprechen lassen wollte oder als Kind, sondern als ernstzunehmender Detektiv-Nachwuchs…

Ich inserierte in der Zeitung, weil ich neue Detektivkollegen suchte und las erste Vorab-Auszüge der neuesten „Drei ???“ – Bände. Es gab Gewinnspiele und Rätesel und ab und zu wurde auch ein Abstecher in den Bereich „Sherlock Holmes“ gemacht, den ich wohlwollend zur Kenntnis nahm, seinerzeit noch unwissend, dass ich in „Sherlock Holmes“ bald mein nächstes, ebenfalls lebenslanges Hobby finden würde…

Damals aber gab es für mich nichts schöneres als bei meiner Oma auf dem Sofa zu liegen und dabei einen „drei ???“ – Band zu lesen. Oder am Strand. Oder auf dem Rücksitz im Auto. Oder vor dem schlafen gehen… 🙂

Die Hörspiele waren für mich nur „Beiwerk“. Schön anzuhören, das auf jeden Fall, wie so ziemlich alle Hörspiele aus dem Hause „Europa“. Klassiker wie „Das Gespensterschiff“ oder „Die Irrfahrten des Odysseus“ und viele Märchen hatten mich schon in früher Kindheit begeistert. Als junger Jugendlicher fand ich besonders Interesse an den Grusel-Hörspielen von H. G. Francis. Naja, und natürlich an den drei Fragezeichen.

Im Shop des Franckh Krimi Clubs gab es zwei „Aiga Rasch Poster „(Geisterkeller und Gespensterschloß), einen Alfred Hitcock – Aufsteller in Lebensgröße, ein T-Shirt, eine Detektivmarke und vieles mehr. Nur den Aufsteller habe ich in recht mitgenommenen Zustand noch immer, alles andere besaß ich auch einmal, aber die Detektivmarke ist mir mit einem Schlüsselbund verloren gegangen, das T-Shirt befand sich in einer Kleiderkiste im Keller, die von einer Maus durchgenagt wurde, sogar viele meiner Bücher verschimmelten in einem nicht für so dermaßen feucht gehaltenen Keller… aber das ist eine andere Geschichte.

3. Vergessen, wiederentdeckt und nie wieder verloren…

Irgendwann vergaß ich die drei ??? und andere Interessen traten in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit. Frauen zum Beispiel. So lernte ich auch meine Exfrau kennen, mit der ich Jahre lang die Hörspiele der drei Detektive rauf- und runterhörte. Ein Kollege meiner Exfrau war auch großer Fan, so daß ich schon damals ahnte, dass die drei ??? und ihre Fans in gewisser Weise nicht (wesentlich) älter wurden.

Wenngleich es Sherlock Holmes war, der – wie angesprochen – meine größere Begeisterung wurde, denke ich doch gerne an die ausgelassene Zeit meiner ersten „Drei ??? Romane“.

Als meine Kinder noch kleiner waren, kauften wir uns oftmals die „Adventskalender – Bücher“ der „drei ??? Kids“ – Reihe, die ebenfalls ansprechend verfasst wurden. Die „drei ??? Kids“ wurden quasi „notwendig“, da sich die Kinder von einst die ursprüngliche Serie als „Kinderbücher/-hörspiele für Erwachsene“ auserkoren hatten. Die Kids – Bücher bringen etwas weniger „erwachsene“, aber durchaus spannende Fälle – quasi aus der Kindheit der nunmehr – in der Originalreihe – jugendlichen Detektive.

Auch hier erschien kürzlich ein interessantes Buch, das ich kurz erwähnen möchte: „Die drei ??? Kids – SOS Schnitzeljagd“ heißt es und wurde vom „Urvater“ der „Kids“, nämlich Ulf Blanck, zusammen mit Astrid Schulte, verfasst und von Jan Saße illustriert. Dies ist eine Art „Survival – Buch“ für Kinder. Ach, wie habe ich es als Kind geliebt, die „Überlebens“- Gimmicks der Zeitschrift Yps zu sammeln! Wie damals von dem Känguru in Karo, wird hier von den drei ??? erzählt, wie man sich in der Natur orientiert, mit einem Spiegel Botschaften übermittelt, eine Sonnenuhr und eine Strickleiter baut, eine Machete schnitzt usw. Es spornt Kinder dazu an, mal wieder in den Wald zu gehen, dem – zu meiner Kindheit – besten Spielplatz aller Zeiten, wenn man weiß, wie man dort (so ganz ohne PS4 – Controller“) spielen kann 😉

Inzwischen haben sowohl der Kosmos – Verlag als auch die Firma EUROPA gemerkt, WIE viel Potential in den drei Jungs aus Rocky Beach liegt. So mag es kaum verwundern, dass es – immer relativ streng limitiert, Merchandise auf der Website von den drei ??? angeboten wird:

https://dreifragezeichen.de/produktwelt/fanstuff

Auch gibt es von Kosmos nun schon zwei Comics zu den drei Detektiven! Genauer gesagt: Graphic novels! Das sind sehr schön gezeichnete Original „drei ???“ Geschichten, die einem Kinoerlebnis recht nahe kommen. Das neueste Buch heißt „Das Dorf der Teufel“. Das liebevoll gestaltete Werk wurde als „Bester Comic für Kinder und Jugendliche“ mit dem „Max und Moritz Preis 2018“ geehrt. Die Kreativen dahinter sind Christopher Tauber, Asja Wiegand, Leon Menger und John Beckmann. Spoilerfrei will ich hier mal den Rückentext des „Comics“ wiedergeben:

„Die drei ??? staunen nicht schlecht, als sie auf der Suche nach einem vermissten Freund des Chauffeurs Morton in Redwood Falls ankommen. Als wäre die Zeit stehengeblieben … denn die Bewohner des abgelegenen Dorfs lehnen jegliche Form der modernen Technologie und des Fortschritts ab. Doch dies ist nicht die einzige Überraschung für Justus, Peter und Bob, denn bereits nach kurzer Zeit überschlagen sich die Ereignisse und das Dorf der Teufel zeigt sein wahres Gesicht …“

(Die drei ??? – Das Dorf der Teufel, Kosmos-Verlag)

Während meiner Arbeiten an dieser Erinnerung wurde ich sehr neugierig auf das Buch „Die Welt der drei ???“. Sobald ich es in Händen hielt, lies es mich – besonders im ersten Teil – auch nicht los. In diesem hoch informativen Buch von C. R. Rodenwald wird minutiös die Historie der literarischen und auch der auditiv erfahrbaren Kreationen rund um die drei Satzzeichen aufgerollt. Ich kann nur ahnen, wie viel Arbeit Herr Rodenwald in dieses Buch eingebracht hat. Es muss enorm viel gewesen sein! Akutell lebende Autoren wurden befragt, diverse Quellen wurden verwendet, um nachzuzeichnen, wer der wahre Vater hinter Justus, Peter und Bob ist, nämlich eben nicht Alfred Hitchcock, sondern Robert Arthur. Es wird nachgezeichnet, welche Entwicklungen die Detektive durchgemacht haben, welche Phasen es gab, ab wann die Serie und unter welchen Umständen in Deutschland von deutschen Autorinnen und Autoren fortgesetzt wurde und welchen Ruf die einzelnen Künstler haben. Auch ein wenig Firmenpolitik und „Nähkästchen“- Wissen wird hier vermittelt. Der erste Teil des Buchs liest sich mindestens so spannend, wie ein drei Fragezeichen Fall. Hervorragend! Im zweiten Teil geht es um die Ortschaft Rocky Beach, welches Vorbild es für das Städtchen gab und die einzelnen Charaktere werden näher besprochen. Insgesamt war das wertvolle geistige „Nahrung“ für den Justus Jonas in mir. Tolles Buch! Erschienen ist es übrigens im Verlag Riva. Es kostet nur rund 14 EUR!

4. Epilog und Gewinnspiel!

Natürlich könnte ich noch sehr viel mehr über die drei Fragezeichen und mich schreiben, aber das soll es erstmal gewesen sein. Kürzlich sah ich beim Buchhändler des Ortes den dreibändigen 200. Fall der Detektive. Es handelt sich um ein dreibändiges Werk und heißt „Das feurige Auge“. Verfasst wurden die drei Bücher von Andre´Marx. Silvia Christoph steuerte die Cover-Illustrationen bei. Ich konnte nicht anders und kaufte mir seit Jahren mal wieder ein Drei ??? – Buch. Naja, eigentlich sind es ja drei 😉

Was soll ich sagen? Ich klappte den Buchdeckel auf. Der Geruch der Bücher ist noch genau wie damals. Und dann stieg ich in das 200. Abenteuer der drei Detektive ein, was mir ausgesprochen gut gefiel…

Diese „Trilogie“, diesen 200. Fall als Buch könnt ihr auf JETZT gewinnen! Wie ihr das macht? Ganz einfach: Schreibt in die Kommentare, was IHR an den drei ??? so toll findet! Vergesst eure Adresse nicht dabei 😉

Rechtliche Hinweise zum Gewinnspiel:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs sowie unter der E-Mail Gewinnspiel@starbase-fantasy.de.

Die Teilnehmer müssen im Kommentar zu diesem Blogeintrag beschreiben, was sie an den drei ??? so toll finden!

Einsendeschluß ist der 31. Mai 2019. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Die Gewinner werden nach dem  Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von mir per Brief verschickt.

 

 

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Tinnitus – my story in short

Als ich 2014 – aufgrund von zwischenmenschlichem Stress (ja, das hat schon genügt) – Tinnitus bekam, war das ein ziemlicher Schock für mich. Das rechte Ohr hörte nicht mehr richtig. Offenbar ein Hörsturz. Und dann noch dieses Brummen im Hintergrund, so, als wenn draußen vor dem Fenster jemand seinen Motor laufen hat.

Das andauernde Geräusch machte mich mit der Zeit psychisch ziemlich fertig. Ich ging – in der Vorweihachtszeit – von HNO-Arzt zu HNO-Arzt. Die ersten beiden halfen nicht angemessen. Denn es ist bekannt, dass – obwohl man über Tinnitus fast nichts sicher weiß – man zunächst einmal bei Tinnitus / Hörsturz – intravenös Kortison oder eine Kochsalzlösung gibt. So steht es auch auf der Website der „deutschen Tinnitus Liga e.V.“:

https://www.tinnitus-liga.de/pages/tinnitus-sonstige-hoerbeeintraechtigungen/hoersturz/behandlung.php

Jedoch gab man mir eine solche nicht. Wollte man sparen? Ich weiß noch, wie ich ganz kurz vor Weihnachten – ich war einer der letzten Patienten meines damaligen HNO – Arztes – ziemlich jämmerlich auf dem Stuhl saß und mir anhörte, ich würde mich schon daran gewöhnen. Der Arzt hatte selbst schon lange einen Tinnitus und klar, am Anfang sei das nicht so toll, aber man würde sich dran gewöhnen. Durch das angekippte Fenster erscholl die trunkene Stimme eines Weihnachtsmarkt-Gastes, der zu tief ins Glas geschaut hatte. „Machen sie´s wie der“, sagte der Arzt, halb im Scherz. „Trinken Sie sich einen an, dann ist es nur noch halb so schlimm.“

Was ich im Internet fand, das waren vor Allem Scharlatane. Es ist unfassbar, wie Dir – wenn Du ein Leiden hast – völlig skrupelos Versprechen gemacht werden. Menschen ohne Gewissen nutzen es, wenn Du am Ende bist. Es dreht sich nur ums Geld.

„Captain Kirk“ – William Shatner – selbst jedoch, war der Erste, der mir ein wenig Hoffnung machte:

Das gab mir wenigstens ein wenig Hoffnung. Später schließlich – ich kürze meinen Leidensweg ab – führte mich mein Weg zu dem leider mittlerweile schon verstorbenen HNO – Arzt, Dr. Wolfgang Kusch in Hildesheim, dem ich seit damals sehr sehr dankbar war und bin. Er wies nicht nur nach, dass ich anfangs leicht taub auf dem rechten Ohr war, er verschrieb mir auch Noiser. Das wichtigste beim Tinnitus, da hatte Arzt Nr. 1 schon im Prinzip recht, ist die Habituation, das sich „dran gewöhnen“. Noiser ermöglichen das. Sie geben einen Rauch-Ton ab, der das Originalgeräusch leicht übertönt. Dadurch „vergisst“ das Gehirn, dass es da ist.

Das klappt bei manchen gut, bei manchen nicht so gut. Aber ich fühlte sofort eine gewisse Entlastung. Mit der Zeit drängte das „weiße Rauschen“ den Tinnitus – Klang weit zurück und schließlich verschwand er zeitweise. Hin und wieder muss ich zum Gerät greifen, aber es geht! Inzwischen bin ich die üblichen Geräusche schon so gewohnt, dass ich sie auch ohne Noiser ganz gut aushalte. Nerven sie mich, habe ich die Geräte.

Der Mensch hat bis heute überlebt, weil er sich anpassen kann. Vielleicht hilft das hier ja jemandem da draußen 🙂

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Review: Wenn Du König wärst (The Kid who would be King)

Als ich Anfang des Jahres einen ersten Trailer zu „Wenn du König wärst“ sah, wusste ich, dass ich da rein muss. Als 1969er liebe ich Fantasy – Realitäts – Crossover. Das hier hatte nun die Artus-Legende zum Inhalt, Patrick Stewart spielte mit und insgesamt schien der Film ein großer Spaß zu werden.

Man soll nie, nie, niemals vor einem Film in die Kritiken schauen. Der Film schnitt dort zwar recht gut ab, aber gewürzt wurden diese Kritiken mit manigfaltigen „Aber´s“. Der Film sähe aber aus wie fürs Fernsehen gemacht, der Film wäre nur für Kinder gemacht, die Gegenspielerin (Morgana) sei nicht wirklich bösartig und schließlich hörte ich in einem Review auf Youtube den Vorwurf: Was hat der Regisseur eigentlich ganze 8 Jahre lang gemacht?

Obwohl „Wenn du König wärst“ in den allermeisten Filmen zu Recht ab 6 Jahren ist, gibt es doch ein paar horrormäßige Szenen, die nicht für jede/n 6jährige/n was ist. Da sieht man dann flammende Skelette auf flammenden Pferden. Gehörig fieser wird es, wenn Morgana mal nicht in ihrer schönen, sondern in ihrer dämonenhaften Erscheinung auftritt. Leute, die den „Herrn der Ringe“ gesehen haben, kennen solche Kreaturen mehr oder weniger, aber normale 6jähige (hoffentlich?) noch nicht, insofern muss das jeder Papa, jede Mama selbst entscheiden, ob das Kind so was abkann.

Abgesehen davon finde ich, dass der Film in allen Belangen viel Witz, Charme und Intelligenz beinhaltet. Es handelt sich ja um eine UK / USA – Verfilmung. Sie spielt aber in England. Das passt einfach besser zum Inhalt. Im Gegensatz zu vielen TV – Verfilmungen dieser Art, wirkt dieser Film in allen Belangen professionell. Die Schauspieler, allen voran der Sohn von Andy Serkis, Louis Ashbourne Serkis, der eines Tages ein Schwert aus einem Stein zieht und TATSÄCHLICH der neue rechtmässige König von England sein soll. Seine Kämpfe, bei denen er viele Mitstreiter hat, besonders seinen guten Freund Bedders, gespielt von Dean Chaumoo.

Ich muss zugeben, dass das Kino – es handelte sich um eine Nachmittagsvorstellung an einem sehr sonnigen Karfreitag – beinahe leer war. Nur drei Jugendliche tummelten sich vor mir. Aber der Film hinterlies bei mir ein lange anhaltendes Grinsen und ein sehr gutes Gefühl.

Der Anfang gemahnt daran, wie zerrissen unsere Welt heutzutage ist. Auf der anderen Seite werden dem bestimmte Werte entgegengestellt: Erinnert ihr euch daran, wie euch mal erklärt wurde, vermutlich ist es schon hundert Jahre her, das man nicht lügt, das man sich höfflich verhält und einander nicht verrät, dass man gut ist zu denen, die man liebt? Dies sind zufälliger Weise auch die ritterlichen Tugenden, die die „Ritter“ hier lernen müssen, wobei dies der eine mehr als der andere lernen muss, aber am Ende lernen alle etwas. Über Zusammenhalt und darüber wie dumm es ist einander zu mobben genau so wie darüber, wie dumm es ist einander zu hassen, weil wir alle letztlich einander nicht unähnlich sind, mit unseren Ängsten. Ja, wie gesagt, es ist ein kluger Film, kein dummes Fantasy-Spektakel. Dieses im Kino zu sehen lohnt sich, obwohl der Film „nur in 2D“ ist, denn es gibt ab und zu schöne Landschaftsaufnahmen und überhaupt ist er fürs Kino gemacht 😉

Schließlich fragt der neue „König“: Aber es hat sich nichts verändert, die Welt und England sei genau so wie immer! Und Patrick Stewart als alter Merlin antwortet, sie würden noch viel in ihrem Leben kämpfen. Vielleicht nicht immer mit dem Schwert, denn in jedem Kind steckt ein alter, weiser Mann und in jedem alten Mann ein Kind.

Wenn du König wärst“ fühlt sich in seiner liebenswürigen, fast schrulligen Art, die auch, aber viel weniger als andere Filme, auf CGI setzt, an, wie etwas, was mal aus der Mode kam, aber eigentlich das Zeug dazu hat, wieder in Mode zu kommen – wie auch die Werte, die in dem Film vermittelt werden.


So, das habe ich jetzt als 49jähriger geschrieben. Wäre ich 12, hätte ich das so nicht geschrieben. Dann hätte ich nämlich alles Geld zusammengekramt, um den Film nochmal sehen zu können. Aber ich bin halt keine 12 mehr. 🙂

Und dann gibt es ja immer noch die Blu-Ray eines Tage…

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Greta Thunberg und der Klimawandel

Ich kann Greta Thunberg verstehen. Wer sich mit Klimawandel auseinandersetzt, wird feststellen, dass das, worauf wir da schleichend, aber unerbittlich zusteuern, vergleichbar ist mit einem Weltkrieg. Jedenfalls in seinen Auswirkungen. Vielleicht sogar schlimmer noch, denn nach einem Weltkrieg kann man in einem halben Jahrhundert wieder alles ordnen – mehr oder weniger. Nach dem Klimawandel nicht. Der bleibt. Ist dann quasi wie ein nicht enden wollender Weltkrieg. Forever.

Die Erde wird dann ein höllischer Platz sein. Die einen werden mit Überschwemmungen, die Anderen mit krassen Dürren zu tun haben. Es wird Klimaflüchtlinge geben, die ums Überleben kämpfen und in manchen Gegenden wird das Klima so dermaßen heftig sein, dass die Menschen dort sterben. Nebenbei wird es noch Stürme geben, Inseln und Küstenstädte werden verschwinden.

Um den Brand in Paris wird zu Recht viel getrauert und das Entsetzen der Welt ist völlig angebracht und verständlich. Aber offenbar fehlt es den Menschen an der Fantasie sich vorzustellen, wie viel schlimmer noch die Auswirkungen des Klimawandels sein werden. So schlimm, dass wir uns den Luxus über so einen Vorfall entsetzt zu sein, in 50 + Jahren nicht mehr leisten können. Es wird ums Überleben gehen und Kultur ist ein Bedürfnis, dass weit hinter dem Überleben steht.

Wenn Greta Thunberg nicht versteht, dass wir lieber über Brexit reden als über den Klimawandel hat sie Recht. Es muss wohl irgendjemand etwas am Klimawandel verdienen bzw. an seiner Beachtung NICHT verdienen, denn alles dreht sich bei uns kurzsichtigen Menschen nur ums Geld.

Vielen Dank, Ignoranten. Vielen Dank, Politiker und nur an Gewinnmaximierung interessierte Firmen. Vielen Dank, Menschen, dass ihr euch selbst abschafft. Warum nur musste ich als MENSCH geboren werden? Eine erbärmliche Rasse und was hilft es, wenn große Geister großes schaffen, wenn der Mensch in seiner Gesamtheit zu blöd ist, es zu bewahren?

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Inspector Lestrade – Fall 5 – Rot wie Blut

Das fünfte Abenteuer der „Inspector Lestrade“ – Reihe wirkt frischer, selbstbewuster und ist nun komplett im eigenen Stil angekommen.

Die Musik wirkt manchmal etwas Edgar Wallace – haft. Im Gesamtkontext passt die Musik trotzdem und gefällt mir sogar noch besser als die bisherige; teils zu meiner eigenen Überraschung.

Selten oder nie gab es – sowohl bei den neuen Sherlock Holmes Fällen als auch in den Inspector Lestrade – Fällen – ein Hörspiel mit einer so großen Besetzungsliste. Ich zähle insgesamt 21 -sic!- Sprecher, die hier dabei sind. Darunter, neben Lutz Harder als Lestrade, solche Größen wie Eckart Dux, Bernd Vollbrecht, Jörg Hengstler, Marie-Isabel Walke, Jenny Löffler uvm.

Scotland Yard kommt langsam in der modernen Zeit an. So wird im Laufe dieses Falls eines von diesen supermodernen Röntgenbildern gefertigt und gen Ende fragt Lestrade nach einem Telefon.

Die Geschichte, die hier erzählt wird, klingt (modus operandi) etwas fantastisch, aber nicht völlig unmöglich. In jedem Fall macht es Spaß, Lestrade und seinem Team von Polizisten bei ihrer Ermittlungsarbeit zu folgen. Dieses Team wirkt immer eingespielter. Witzig ist – für mich als Sherlock Holmes Fan – der Moment, in dem Lestrade gefragt wird, ob er „der“ Lestrade sei. Zwar wirkt Lestrade in den Holmes – Fällen stets als „einäugiger unter den Blinden“, hier jedoch wirken die Polizisten und speziell Lestrade durchaus tüchtig und clever, wenngleich Holmes natürlich manchen Fall noch schneller gelöst hätte, wie man annehmen muss.

Schade, dass Rode und Groeger offenbar schon bei diesen Lestrade – Hörspielen nicht mehr als Holmes und Watson zur Verfügung standen. Andererseits ist gerade die Eigenständigkeit und gleichzeitig lose Verwandschaft mit den „neuen Fällen“ von Rode – Holmes und Groeger – Watson – eine postum schöne Art, etwas aus der Zeit der (teils noch ausstehenden) „neuen Fälle“ zu retten und am Leben zu halten.

Aber worum geht es in dem Fall eigentlich? Ich zitiere:

Auf einer Festgesellschaft kommt die Frau eines wohlhabenden Bankiers auf schockierende Weise ums Leben. Ein Attentäter tötet sie mit einer Kugel aus dem Hinterhalt. Doch bei der Befragung stellt sich heraus, dass niemand der Anwesenden einen Schuss gehört noch jemanden hat davoneilen sehen. Damit aber nicht genug: Das tödliche Projektil lässt sich trotz gründlicher Leichenschau nicht auffinden. Während Chiefinspector Lestrade mit seinem Kollegen Dash noch über die Art der Waffe grübelt, stirbt eine zweite Frau. Und die Zeugenaussagen sind erschreckenderweise deckungsgleich zum ersten Fall…

Und hier die obligatorische Hörprobe von Allscore:

Erhalten kann man diesen Fall natürlich wieder überall, wo es Hörspiele gibt. Z.B. hier für 6,99 EUR als Download:

https://www.romantruhe.de/mp3/inspector-lestrade-ein-fall-fuer-scotland-yard/mp3-download-inspector-lestrade-5-rot-wie-blut-19686

oder hier als CD für 9,95 EUR:

https://www.romantruhe.de/serien/krimi-und-thriller/inspector-lestrade-ein-fall-fuer-scotland-yard/inspector-lestrade-cd-5-rot-wie-blut-17099

 

 

 

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Trailer Star Wars Episode IX – The Rise of Skywalker

In Kürze wird es hier ein Special zum Trailer / Aktuellem geben. Hier der Trailer von Disney via Kinocheck auf Youtube:

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