Zu spät! Ein Gedicht

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Der Junge und die Frau

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EUROPA Grusel – Serie (3): Moskitos-Anflug der Killer-Insekten

Der Anfang…

Das Hörspiel fängt erstmal gut an. Es hat diese typische Atmosphäre der alten H. G. Francis – Hörspiele aus den 80ern. Auch das Thema des Hörspiels passt und erinnert entfernt an „Das Unteheuer aus der Tiefe“ zum Beispiel, ohne zu viel spoilern zu wollen.

Die Stimmen…

Die Stimme von Ute Maibaum (Heidrun von Goessel) war für mich erstml ungewöhnlich, weil sie so „normal“ klang. Das könnte wirklich eine Frau sein, die man im Supermarkt trifft, von der Stimme her. Ungeschminkt sozusagen, natürlich. Das fand ich zwar gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie war es auch gut, weil das Hörspiel dadurch glaubhafter wurde.

Dann kam irgendwann die Stimme von Professor Almeida (Peter Weis), das erzeugte bei mir ein „Och nö“. Warum ich bei dieser an sich sehr charakteristischen und GUTEN Stimme so negativ reagierte? Weil ich die Stimme von Peter Weis in letzter Zeit zu oft gehört habe! In den „neuen Fällen“ der Sherlock Holmes Reihe mit Christian Rode und Peter Groeger beispielsweise, kommt er oft vor.

Das ist generell so ein Problem heute, finde ich. Früher, so in den 80ern eben, gab es weit mehr markante Sprecher und man hat sie sich auch nicht so leicht „über – gehört“. Horst Frank, Uwe Friedrichsen, Friedich Schönfelder, Peter Pasetti, Hans Paetsch, Brigitte Kollecker, Wolfgang Draeger usw. Alles Stimmen, die ich immer wieder neu hören kann / konnte, ohne mich an ihnen zu über-hören.

Aber das ist natürlich subjektiv. Ich finde eben viele, nicht alle, aber viele der heutigen Sprecherinnen -und Sprecher weniger charakteristisch. Anders erging es mir bei diesem Hörspiel mit Eckard Dux, das ist so einer der „Alten“, die ich immer wieder hören kann. Natürlich ist auch das subjektiv und betrifft vor Allem meinen persönlichen Geschmack.

(c) EUROPA

Gesamteindruck:

Wie finde ich das Hörspiel? Ich finde, es ist nach wie vor spannend, die neue Grusel-Reihe zu verfolgen. Der dritte Teil hatte schön nostalgische Ansätze, denen die Reihe unbedingt treu bleiben sollte. Eher „mehr davon“ halte ich für angeraten, mit schiefen Blick auf den Fund einer gewissen Leiche, wo ich mich gefragt habe, ob das früher auch so gebracht worden wäre? Da kann ich EUROPA nur sagen: Bleibt so harmlos und charmant gruselig, egal wie modern es heute auch sein mag, über so etwas herzuziehen: Mal ehrlich: Über was wird nicht hergezogen? Die sozialen Medien sind zu großen Teilen doch nur Tratsch- und „über alles Herzieh“- Räume für Anonyme…! Bleibt euch treu!

Die Charaktere von „Moskitos-Anflug der Killer-Insekten“ sind abwechselungsreich. So die „Oma, die alle verkuppeln will“ und ihr Mann, der viel auszuhalten hat. Der Taxifahrer, der die Gegend kennt, der Hotelier, der eigene Ziele verfolgt. Etc. Auch der Anfang, wo der Taxifahrer der Dame ausreden will, in JENEM Hotel unterzukommen, weil man seltsame Dinge gehört hat… Gelungen!

Gegen Ende verliert das Hörspiel aus meiner Sicht etwas an Spannung, weil es etwas zu vorhersehbar ist. Ich vermutete, dass jetzt in Etwa xyz passieren wird und in Etwa so kam es dann auch. In Zeiten von Netflix-Produktionen oder „Game of Thrones“ etc. ist es freilich schwierig, eine Nostalgie-Serie zu produzieren, die das heutige Publikum anspricht, ohne so vorhersehbar zu sein, wie die Hörspiele damals eben waren. Ich bin froh, dass ich diese Herausforderung nicht bewältigen muss 😉 Ich bin gespannt, wie es – auch in dieser Hinsicht – weiter gehen wird.

Insgesamt würde ich der Folge eher eine gute 3 als eine schlechte 2 geben wollen (was auch möglich wäre), aber nur, weil ich weiß, dass es eine „glatte 2“ bald geben wird, wenn EUROPA so weiter macht. Schön wäre – wenn ich von mir ausgehe – eine „Schloß – Folge“ oder eine „Werwolf – Folge“: Aber zunächst freue ich mich auf Folge 4, in der wir es mit Aliens zu tun bekommen werden…

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Batman & Catwoman – Das Hochzeitsalbum

Batman und Catwoman küssen sich filmreif auf dem Cover von „Batman & Catwoman – Das Hochzeitsalbum“, wobei sie umrahmt von Rosen sind. Der großformatige Hardcover-Band von Panini – Comics wirkt in der Tat edel. Da die beiden Turteltauben ja offenbar den Bund der Ehe eingehen ist das auch mehr als angemessen.

Die Durchaus erlesenen „special guests“ in der echten Welt, die diesen Band zu einem hohen Genuß machen, sind niemand geringeres als beispielswiese Neal Adams, Frank Miller, Tim Sale und Jim Lee. Im Wesentlichen zeichnen aber die Künstler Mikei Janin und Joelle Jones, Michael Lark und Lee Weeks für diesen Deluxe-Band verantwortlich.

Unterbrochen werden die letzten spannenden Stunden vor der Trauung durch ganzseitige Zeichnungen in unterschiedlichem Stil, die sowohl Batman als auch Catwoman zeigen, wobei wir ihren intimsten Gedanken über ihr gegenüber lauschen dürfen. So kommt man mit der Zeit, während des Lesens, richtig in Stimmung.

Doch wie üblich im Leben von Superheld(inn)en kommt es immer anders als man denkt…

(c)DC & (c) Panini

Mir hat der Band – als alter Batman-Fan, der ich bin – sehr großen Spaß gemacht. Die leichte Story, die gegen Ende mit einer unerwarteten Tiefe aufwartet, ist mit einem guten Sekt zu vergleichen: Prikelnd! Das Batman und Catwoman dabei sehr körperbetont gezeichnet wurden, ist eher noch ein Argument für den Kauf des Bandes, der aktuell für 29 EUR in diversen Buchmärkten zu haben ist. Bei Panini ist der Band im Moment gar ausverkauft! Man kann sich aber vormerken lassen, damit man informiert wird, wenn es wieder auf Lager ist.

Ich persönlich finde, dass dieser Band ein „Muss“ für Batman-Fans ist. Ganz gleich, wie die Story ausgeht, handelt die Story von einer biografisch extrem wichtigen Zeit für den maskierten Helden und seine Gespielin.

Hier geht es zur Leseprobe auf paninishop.de: http://www.mycomics.de/comic-pages/11220-batman-catwoman-das-hochzeitsalbum.html#page/1/mode/2up

U.a. hier zu erwerben:

https://www.amazon.de/gp/product/374161162X?pf_rd_p=671e72bc-8864-4ab6-8ef7-60da5d6ead8c&pf_rd_r=TQPG9K9941ZHZXNE9XMX

 

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Sherlock Holmes – Die goldenen Jahre (Pidax-DVD)

Das diese Filme überhaupt deutsch synchronisiert auf den Markt kamen, ist wieder einmal Pidax zu verdanken.

Christopher Lee spielt Holmes und er tut dies zum zweiten Mal, denn schon in dem an Edgar Wallace erinnernden Holmes – Film „Halsband des Todes“ gab er den Meisterdetektiv, während er in der Hammer-Verfilmung des „Hund von Baskerville“ mit Peter Cushing lediglich / immerhin den Henry Baskerville gab. Lee (1922 – 2015) wurde, wie ein guter Wein, mit den Jahren immer besser und galt in den letzten Jahren vor seinem Tod als großer Charaktermime, was er auch seinem Mitwirken in den Star Wars Prequels als auch in den „Herr der Ringe“ – Filmen zu verdanken hatte. Oder besser: Wir müssen ihm danken, denn seine Leistungen überzeugten , so viel ich weiß, jeden Kinogänger.

Dr. Watson wird in den „goldenen Jahren“ (es handelt sich um zwei gesonderte Fälle) von Patrick McKnee (ebenfalls 1922 – 2015) gespielt. McKnee ist den (mindestens) mittelalten Lesern speziell von der fabelhaften Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ bekannt. Wer ihn dort erlebt hat, nimmt ihm jederzeit den Watson ab. Aber er spielte auch den Watson schon ein anderes Mal: In dem Film „Sherlock Holmes in New York“ mit Roger Moore.

Bei den „goldenen Jahren“ geht es um späte Fälle von Holmes und Watson, die nicht von Sir Arthur Conan Doyle erdacht wurden, sondern „Sherlock Holmes und die Primadonna“ (SH and the leading Lady) von H.R.F. Keating und Bob Shayne, welcher für „Sherlock Holmes und der Stern von Afrika“ (Incident at Victoria Falls) Gerry O´Hara an seiner Seite wusste.

Bob Shayne dürfte vielen indirekt bekannt sein, denn er schrieb u.a. für die bekannten TV – Serien „Hart, aber herzlich“, „Welcome Back, Cotter“, „Knight Rider“ und „Magnum“. Auch war er der „supervising producer“ des auf meinem Blog vorgestellten TV-Films „Eine Pfeife in Amerika“.

Der „erste“ Fall – „Primadonna“ – handelt im jahre 1910. Hier eine kurze Zusammenfassung von Pidax.de:

Mycroft Holmes bittet seinen berühmten Bruder, Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Christopher Lee), und Dr. Watson (Patrick Macnee) um Hilfe. In Wien sollen die beiden sowohl gestohlene Pläne, als auch den Prototyp eines Bombenzünders finden. Bei Sherlocks Nachforschungen tut sich ein Abgrund auf: Er bekommt es mit Terroristen vom Balkan zu tun und kann ganz nebenbei auch noch das Leben Kaiser Franz Josephs bei einem Besuch in der Oper retten. Dort trifft Holmes auch Irene Adler wieder, die er von früher kennt …

Und hier eine Zusammanfassung des „Sterns von Afrika“:

Ein Spezialauftrag erreicht Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der sich eigentlich auf sein Altenteil nach Sussex zurückgezogen hat, um Bienen zu züchten. Die Bitte von seiner Majestät, König Edward, kann er jedoch nicht abschlagen: Der renommierte Ermittler soll einen Diamanten sicher von Südafrika ins Vereinigte Königreich bringen. Bevor Sherlock und sein Freund Dr. Watson die ehrenvolle Aufgabe jedoch übernehmen können, wird der wertvolle Edelstein gestohlen. Dies geschieht trotz zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen, die sogar mehrere Duplikate umfassten. Holmes startet seine Ermittlungen und hat bald eine Vielzahl Verdächtiger, die auch aus höchsten Kreisen kommen …

Die Filme warten mit Schauspielern wie Jenny Seagrove (Mary Morstan in der „Jeremy Brett“ – Verflmung von „Das Zeichen der Vier“), Joss Ackland (Jephro Rucastle, ebenfalls in der Granada-Holmes-Reihe u.a.), Richard Todd (Robin Hood, Sanders in Dr. Who aus den 80er Jahren) uva. auf.

Beide Filme erstrecken sich auf jeweils zwei große Folgen, man könnte also zurecht sagen, dass es sich um eine Miniserie handelt.

Erwarten darf man ein eher geruhsames, spätes Gastspiel zweier reifer Schauspieler, die uns an vier Nachmittagen, bei Tee und Gebäck, mit Witz, Charme und Cleverness zu unterhalten vermögen. Es handelt sich eben um die sprichwörtlich „goldenen Jahre“, gespielt von zwei älteren, liebgewonnenen Schauspielern. Wer das weiß, wird viel Freude an diesen Verfilmungen haben. Die beiden Hauptcharaktere, von Lee und Macknee gespielt, sind die Anschaffung der Filme schon wert, zumal zu einem Preis von nur rund 15 EUR für BEIDE Filme!

Hier günstig zu erwerben:

https://www.pidax-film.de/SONSTIGES/Sherlock-Holmes-Die-goldenen-Jahre-Gesamtedition::1025.html

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Die neuen Fälle 41: Die dunkle Seite der Seele – Kritik

I. Worum es geht

Wieder findet sich in diesem Sherlock Holmes – Hörspiel eine ganze Riege von guten Sprechern zusammen. Neben den bekannten Sprechern von Holmes, Christian Rode und Watson, Peter Groeger, wären dies im Einzelnen: Lutz Harder, Daniela Molina, Heiko Akrap, Mogens von Gadow, Santiago Ziesmer, Bernd Vollbrecht, Ilka Teichmüller, Jörg Hengstler und Bodo Wolf.

Die Geschichte beginnt ungewöhnlich. Watson – in der Nacht mit der Droschke auf dem Weg heimwärts – begegnet einer übel zugerichteten, verwirrten jungen Frau. Er nimmt sie mit in die Baker Street, um sie ärztlich zu versorgen und muss sich, gemeinsam mit Holmes, unglaubliches anhören: Ihr Vater habe sie zum wiederholten Male verprügelt. Er, der sie auch sexuell mißbraucht habe und dann durch Gewalteinwirkung die Geburt des Kindes unmöglich machte, so dass es starb, wird in den Fokus der Erzählung geschoben.

Holmes und Watson sind so eingenommen von der Erzählung der Frau, die sich Emma Keyston nennt, dass sie ihrem, in Susex lebenden, Vater, Gerome Keystone eindringlich ins Gewissen reden wollen.

Was sie nicht ahnen ist, dass Gerome Keystone Teil einer Geldfälscherbande ist und so geraten Holmes und Watson in einen Fall, der verworrener und vielseitiger ist als man es kennt.

II. Kritik

Ich sagte es schon oft und werde es auch nicht müde, dies zu betonen: Ich mag Rode und Groeger in ihren Rollen als Holmes und Watson. Jedes Hörspiel der Reihe ist daher ein Gewinn.

Es folgen in dieser Kritik SPOILER. Wer diese nicht lesen will, gehe gleich zum Fazit.

Bei dieser Geschichte gab es für mich persönlich ein paar Schwächen, die ich – als langjähriger Holmes-Fan, anbringen muss.

  1. Holmes übernahm stets Fälle, die ihn reizten. Diese mussten immer außergewöhnlich sein, seinen Geist herausfordern, dann waren sie von Interesse! Watson war immer der Part, der voller Mitgefühl für die Klienten war, während Holmes, ähnlich einer Maschine, die Fakten aussiebte, um dann zu entscheiden, wie herausfordernd der Fall wäre. In diesem Fall ist daher, wie ich finde, die Rollenverteilung nicht so ganz perfekt gelungen. Denn auch Holmes ist hier absolut voller Mitgefühl und es bedarf keinerlei Überedung, um ihn dazu zu bewegen, nach Sussex zu fahren, um Gerome Keyston ins Gewissen zu reden. Später im Hörspiel fragt Watson danach, was sie in Sussex nun eigentlich machen würden? Genau das fragte ich mich auch. Selbstverständlich waren die Untaten des Vaters Keyston moralisch einfach nur wiederlich. Aber darum geht es nicht: Wäre es Holmes gewesen, der sich ungestüm auf den Weg gemacht hätte, nur um ihm ins Gewissen zu reden? Eher nicht. Watson indess wäre schon eher losgefahren und Holmes wäre ihm dann spätestens nach dem Auffinden des Falschgeldes gefolgt.
    Ein Holmes a´la Jeremy Brett hätte sicherlich ganz anders auf das Eintreffen der verletzten Emma Keyston reagiert. Vielleicht hätte er sich in seinem Archiv nach Keyston erkundigt und ihn im Auge behalten. Wäre er nach Sussex gereist, um mit ihm zu „reden“? Fraglich.
    Der „moralische Aspekt“ wird von mir nicht weiter besprochen. Ich finde es mutig, so etwas in einer Holmes – Geschichte unterzubringen, aber ist es nicht auch zu modern für die alten Zeiten, so offen darüber zu sprechen, was Keystones Tochter widerfuhr? Natürlich kam so etwas auch damals vor und sicher eher häufiger noch als heute, wo es weniger nötig ist, den Mantel der (Schein)moral darüber auszurbreiten… Ich kann mich nicht entscheiden… Mutig bleibt es.
  1. Langwierigkeit. Es gibt eine Stelle im Hörspiel, in der genau „gezeigt“ wird, wie es zu einem bestimmten Mord kommt. Später, bei der Poirot-esquen Aufklärung vor versammelter „Besetzung“, erklärt Holmes wieder, Stück für Stück, was vorgefallen ist. Interessant für die Personen, aber nicht für den Hörer, der das alles schon kennt. Da hätte Watson erzählend eingreifen können, um diese Wiederholung zu verkürzen. Es fehlen Holmes zudem bei seiner Erzählung die deduzierten Beweise zum Tathergang: Holmes hätte z.B. die Revolverkugel in der Wand finden können, um daraus zu deduzieren, dass Sanders in dieser Richtung geflohen ist. Schuhabdrücke von Sanders hätten seine Identität bestätigen können. Aber Holmes ergeht sich hier in überzeugt vorgebrachten Vermutungen. Woher wusste er, dass Sanders geflohen ist? Das es Sanders war, der da geflohen ist?
  1. Ungewöhnlich und irgendwie untypisch für eine Holmes-Story ist auch, dass hier zwei Personen ins Gefängnis wandern und zwar – darauf kommt es mir an – für ein Verbrechen, für das sie quasi unschuldig waren. Keyston, ein von Grundauf schlechter Mensch, kommt für einen Mord ins Gefängnis, in den er gedrängt worden war. Overtone kommt ins Gefängnis, weil er von Keyston gereizt worden war (durch seine angebliche Entlassung) und dieser nun versucht, jenen in (geheimer) Gegenwart Lestrades und Holmes / Watsons umzubringen. Holmes ist in der Regel eher der Typ, der entweder perfekte Beweise hat oder gar nichts vorweisen kann. Warum Keyston mithilft, Overtone zu „überführen“ wird auch nicht erklärt. Man mag sich denken, dass ihm eine geringere Haftstrafe oderdie Aussicht auf Rache an Overtone überzeugten. Schade, dass das – im Gegensatz zur Wiederholung des Tathergangs bezüglich Rothsteins – nicht zu hören war. Ach ja: Der Überführungs- Trick mit Overtone erinnert mich eher an Inspektor Columbo als an Sherlock Holmes.

III. Fazit

Diese kontroverse, untypische Geschichte ist – von einem experimentellen Standpunkt aus – von einem gewissen Reiz. Natürlich ist es ermüdend immer dieselbe Art klassischer Holmes – Erzählungen zu Papier zu bringen und so hat der Autor, Marc Freund, hier etwas gänzlich Neues erschaffen. Es funktioniert weniger als – von der Hörspielserie – losgelöste Holmes-Pastiche, denn als Hörspiel-typische Erzählung, denn dieser Holmes ist der „Rode-Holmes“; ein Holmes, der etwas emotionaler geworden ist, der sich die Freiheiten nimmt aus alten Verhaltensmustern auszubrechen.

Die Spielfreude der Sprecher macht zudem großen Spaß. Mich persönlich hat nur gestört, dass Jörg Hengstler dieses Mal einen anderen Charakter als den aus der Lestrade-Reihe beliebten Dr. Thomas Lovell gesprochen hat. Ich verbinde diese Stimme inzwischen mit Lovell und so fühlte sich die Stimme als „Gangster-Stimme“ fehlbesetzt an.

„Die dunkle Seite der Seele“ ist schon im Titel untypisch für eine Holmes – Story. Die Spielfreude der Sprecher sorgt dafür, dass besonders die Fans des „Rode-Holmes“ und des „Groeger-Watson“ großen Spaß an diesem Hörspiel haben werden.

Allen Verfechtern des „definitiven“ Originals wird sie zur Freude gereichen, wenn sie etwas großzügig mit dieser Bereicherung im Bereich „Sherlock Holmes Hörspiel“ umgehen.

Zu erwerben ist das Hörspiels z.B. hier:

https://www.amazon.de/Dunkle-Seite-Seele-Neue-F%C3%A4lle/dp/3864734428/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=die+dunkle+seite+der+seele+cd&qid=1559289628&s=gateway&sr=8-1

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Vanity Fair: Rise of Skywalker

Vanity Fair macht mächtig Werbung für die nächste (?) Ausgabe des Magazins. Ganz zu Recht, denn dort wird es sehr gelungene, atmosphärische erste Bilder zu „The Rise of Skywalker“ geben.

In einem Interview erzählte der Autor zu den Bildern in Vanity Fair ein paar Einzelheiten, die schon als echte SPOILER durchgehen können. Darum schreibe ich nichts weiter dazu. Schau selbst oder wartet bis zum 19.12.2019:

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Mord im Orient-Express (TV-Film, 2001) bei Pidax

Der 1953 in London geborene Schauspieler Alfred Molina hat eines jener „bekannten Gesichter“, die man oft so schwer zuordnen kann. „Den kenne ich doch, aber woher?“ mag man sich manchmal fragen, wenn man ihn in einem Film sieht.

Die Liste der Filme, in denen er zu sehen war, ist nicht gerade klein. Man findet darunter Filme wie „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“, „Nicht ohne meine Tochter“, „Luther“, Spider Man 2“, „Pink Panther 2“ und viele mehr. Kein Wunder also, dass einem dieses Gesicht bekannt vorkommt.

In „Mord im Orient Express“ aus dem jahre 2001, einer deutsch-amerikanischen Produktion, spielt aber auch noch ein anderer Schauspieler mit, der uns Deutschen besonders bekannt ist: Fritz Wepper, der „Harry“ aus „Derrick“, wer sich noch erinnern kann und inzwischen kennt man den Wepper natürlich auch aus anderen, großen Produktionen wie z.B. dem Film „Das Weihnachts-Ekel“ oder der Serie „Um Himmels Willen“, um nur exemplarische Beispiele zu nennen, die ich besonders mag.

Mit von der Partie ist auch Leslie Caron, die Hollywood-Legende, die u.a. in „Ein Amerikaner in Paris“ und „Daddy Langbein“ mitgespielt hat, wo sie mit dem grandiosen Fred Astaire zusammen auftrat. Hier ist sie natürlich schon viel älter, aber füllt ihre Rolle gut aus.

Des Weiteren spielen mit: Kai Wiesinger, Meredith Baxter, Amira Casar, Nicolas Chagrin, Tasha de Vasconcelos, David Hunt, Adam James, Dylan Smith, Peter Strauss, Natasha Wightman, Louis Chamoun und Jason Croot.

Es ist kein geringes Wagnis, 2001 den berühmten „Mord im Orient Express“ mit kleinem Budget für das Fernsehen zu produzieren. Immerhin war ja klar, dass viele Cineasten diesen „Orient Express“ mit jenem aus dem Jahre 1972 vergleichen würden. Damals drehte Sidney Lumet eine Version, die nicht nur näher am Original war, sondern vor Allem mit gleich einer ganzen Hand voll echter Stars aufwartete: Albert Finney spielte damals den Poirot, aber auch Legenden wie Lauren Bacall, Ingrid Bergmann, Sean Connery, Anthonny Perkins, Vanessa Redgrave und viele weitere Größen legendärer  Hollywood-Zeiten zierten, neben viel rotem Samt und goldenen Leuchtern, dieses Kinoerlebnis.

Relativ aktuell wurde das Thema um jene berühmte Romanverfilmung im Jahre 2017 als Kenneth Brannagh versuchte mit modernen Mitteln in die Fußstapfen Sidney Lumet´s zu steigen.

Natürlich kann eine TV-Verfilmung mit bedeutend geringerem Budget im Vergleich zu diesen Blogbustern kaum mithalten. Aber dennoch ist dieser – im Vergleich – kleine, bescheidene Film ein kurzweiliges Stück Filmgeschichte und allemal gelungen genug für einen netten Fernsehabend. Molina und seine Kollegen, allen voran Fritz Wepper, spielen solide und gut. 

Die Vermodernisierung der Originalgeschichte, die man hier ins „Computerzeitalter“ (eben 2001) verlegte, kam leider bedeutend schlechter an als später (2010) bei der BBC Serie „Sherlock“. Die Idee war gut, die Umsetzung etwas undifferenziert. Die Macher von „Sherlock“ hatten ein viel klareres Bild davon, wie sie den viktorianischen Detektiv in unsere Zeit bringen könnten.

Das dieser „Mord im Orient-Express“ nicht im „Nirvana“ verschwand, ist abermals Pidax zu verdanken, wie dies schon bei vielen „Sherlock Holmes“ – Verfilmungen der Fall war. 

„Mord im Orient-Express“ kann bei Pidax.de für 12,90 EUR erstanden werden:

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Agatha-Christie-Mord-im-Orient-Express::1283.html

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Sindbads 7. Reise auf Blu-Ray (2019)

Sindbads siebente Reise (The 7th voyage of Sinbad) ist ein Fantasyfilm aus dem Jahre 1958. Die Regie übernahm Nathan Juran, ein amerikanischer Szenenbildner östereichischer Abstammung, der bei einer ganzen Reihe gruseliger Filme im Regiestuhl saß, so u.a. bei den Filmen „Die Bestie aus dem Weltraum“ (20 Million Miles to Earth), „Angriff der 20 Meter Frau“ (Attack of the 50 foot woman) oder auch „Die Herrscher von Cornwall“ (Jack, the giant Killer).

Diese Filme sind heute nur noch mäßig bekannt, an „Sindbads siebte Reise“ kann sich aber wohl jeder erinnern, der diesen Film einmal im Fernsehen, meist wurde er in den 80er Jahren zu den Feiertagen gezeigt, als Kind oder Jugendlicher gesehen hat.

Damals, in einer Zeit vor dem Computer, vor CGI und – bezogen auf die Entstehungszeit des Films – sogar vor George Lucas´„Industrial Light and Magic“, wurden Spezialeffekte vor Allem durch „Stop Motion“ ermöglicht. Äußerst detailiierte Figuren, gefertigt aus einer knetbaren Masse, wurden hierfür bei einer Kameraeinstellung minutiös um wenige Millimeter pro Aufnahme weiterbewegt.

Ray Harryhausen (1920 – 2013) war der Meister der Stop-Motion-Technik. So war u.a. seine Medusa aus „Kampf der Titanen“ (Clash of the Titans, 1981) viel gruseliger als jene computeranimierte Version des Films aus dem Jahre 2010. Peter Jackson verwendete zwar für seine „Herr der Ringe“ – Trilogie kein „stop motion“ mehr, orientierte sich aber an den Werken Harryhausens. Für diesen Film steuerte er die Spezialeffekte bei, die in gewisser Weise das Herz der Produktion darstellen.

(c)Koch Media, MGM

So mag es kein Wunder sein, dass „die siebente Reise“ von Sindbad keine all zu große, verworrene Handlung, dafür aber eine ganze Reihe beeindruckender Spezialeffekte liefert. Entführt werden wir, untermalt von Bernard Hermanns atmosphärischer Filmmusik, in das ferne Orient, in die Geschichten von „Tausendundeiner Nacht“.

Sindbad (Kerwin Matthews) und seine Verlobte Parisa (Kathryn Grant) sind auf der Heimreise nach Bagdad, doch ein Nebel macht es kaum möglich die Hand vor Augen zu sehen. Längst müsste die Mannschaft mit frischem Trinkwasser versorgt werden. Sindbads geübtes Auge erkennt im trüben Nebel die Insel Kolossa. Ihnen begegnet dort ein Mann namens Sokurha (Torin Thatcher), der von einem Zyklopen verfolgt wird. Mit dabei hat Sokurha, der sich später als Magier herausstellt, eine Wunderlampe. Auf der Flucht vor dem Monster verliert er die Lampe, die nun in den Besitz des Zyklopen übergeht.

In Bagdad wird die Heimkehr Sindbads gefeiert. Er und Parisa wollen bald heiraten, aber Sokurha unternimmt alles, damit Sindbad mit seinem Schiff sich wieder zurück auf den Weg nach Kolossa macht, denn er ist besessen von der Wunderlampe. Dafür ist er auch bereit den Frieden zwischen Bagdad und Dschandra sowie das Liebesglück zwischen Sindbad und Parisa zu opfern. Erpresst macht sich Sindbad auf den Weg zur Schreckensinsel. Der Weg dorthin bis hin zum Ende des Films ist gepflastert von den Kreaturen Ray Harryhausens. So ist dieser Fantasyfilm angefüllt von gruseliger Spannung und heute auch noch einer Prise nostalgischer Faszination.

Diese Blu-Ray bietet zunächst einmal ein sehr gutes, scharfes Bild. Es sind eine Unmenge an Extras dabei. Hier eine Übersicht: Musikvideos, Hinter den Kulissen, John Landis Interview mit Ray Harryhausen, „This is Dynamation“, Audio-Kommentare, Filmdokumentationen, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.

Für Cineasten, Fans des Fantasyfilms und der Entwicklung von Spezialeffekten, ist dieser Film auch und teilweise gerade heute noch ein Leckerbissen.

Diese Blu-Ray ist im April 2019 bei Koch Media erschienen. Sie kostet ca. 13,00 EUR bis 14,00 EUR.

Zu kaufen z.B. hier: https://shop.kochmedia.com/shop/de_DE/index.html

und hier: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID141726512.html

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Playmo Space – Shuttle und Meteroiden-Zerstörer

Im FEDCON INSIDER habe ich schon die großen Highlights der recht neuen „Playmobil Space“ – Reihe vorgestellt. Hier gibt es inzwischen eine schöne Raumstation, eine Rakete mit Startvorrichtung, einen tollen Mars-Rover und viele hübsche kleine Packungen.

Science – Fiction ist dies alles nur insofern auch Roboter im herkömmlichen Sinne dabei sind, eben mit zwei Armen und Beinen und einem menschlichen Gesicht. Ansonsten orientiert sich diese Reihe offensichtlich an dem tatsächlichen Stand der Wissenschaft, an Plänen, die es wirklich gibt.

So ist es auch kein Wunder, dass es ebenfalls ein Shuttle gibt, welches im Design (grüne, geschwungene Seitenstreifen) wie auch vom System her zur neuen Space-, oder sollte ich sagen „Mars“? – Reihe passt. Denn das Shuttle kann von der Rakete in der Startvorrichtung huckepack genommen werden, was richtig gut ausschaut. Auch ist wieder Elektrizität am Werk, denn sowohl der Innenraum des Shuttles als auch die Startdüsen können beleuchtet werden bzw. haben einen Leuchteffekt.

Öffnet das Shuttle seinen „Kofferraum“, besser gesagt, „Ladebucht“, so befindet sich dort nicht nur Platz für eine Figur zum Sitzen, sondern auch der bekannte herausschwenkbare Arm, wie er auch beim echten Orbiter zu finden war, mit dem er u.a. Satelliten transportiert und „rausgesetzt“ hat. Bei Playmobil sind hier Raketen vorgesehen. Ja, etwas Action muss sein 😉 Aber die Raketen können auch durch den Astronauten ersetzt werden, der dann – State of the Art – am Arm „schwebt“ und seine Beobachtungen / Reparaturen macht.

Das Shuttle gibt es nicht im Laden zu kaufen, sondern ur direkt auf Playmobil.de! Dort kostet er 29.99 EUR und hat die Nr.  9805.

(c) Playmobil.de

Im INSIDER unerwähnt blieb auch noch der Metroiden – Zerstörer. Der kostet rund 21,49 EUR und ist nicht nur im Online – Shop zu erhalten, sondern auch im Spielzeugladen. Dieses wohl „bunteste“ Set bietet einen „Satelliten“-artigen „Meteroidenzerstörer“, der mit abschießbaren Raketen versehen ist. Der Zerstörer   kann auch mit einem Raketenkopf bestückt und so – zusammengeklappt – der Rakete (oben erwähnt) aufgesetzt werden. Auch könnte man ihn an der Station ankoppeln. Mit dabei ist außerdem eine Figur, eine Astronautin mit Phaser sowie ein Meteorid, den man leicht zerteilen kann. Auf „Knopfdruck“ zerspringt er in vier Teile, die sich natürlich auch wieder zusammensetzen lassen.

(c) Playmobil.de

Beide Spielzeuge sind von guter, üblicher Playmobil – Qualität. Nerds und Kinder können hier beide zugreifen.

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