Warum Battlefront (2015) besser ist als Battlefront (2017)

Mein Puls schlägt etwas höher, ich fluche laut als mich dieser bescheuerte Offizier des Imperiums abermals mit seiner Kanone erwischt. Neuer Spawn. Ziel ist es, den Transport in Jabbas Palast voranzubringen. Alles sieht hier echt aus. Die Wände aus Lehm, der Kopf des Taun-Taun an der Wand und wenn man durch den Kerker läuft, kurz bevor man auf den toten Rancor trifft, hört man ein Grunzen wie von einer gamorreanischen Wache. Endlich erreiche ich den Transporter, aktiviere mein Schild, aktiviere den Transport. Da erscheint Darth Vader. Ich weiche ihm aus so gut ich kann, feuere wie ein verrückter auf ihn, weil ich weiß, dass ich in der Regel nie der Begegnung mit Vader standhalten kann. Da sackt er plötzlich zusammen. Fast 500 Extra-Punkte. Vader tot.

Im „Java-Land“ auf Tatooine, wo man in der Ferne auf einem Berg sieht wie sich Tusken-Jäger (Sandleute) aufregen, wenn man in ihre Richtung schießt, nutze ich gerne mein Jetpack. Ich spiele gerne den Modus „Droidenalarm“. Drei Droiden müssen von „uns“ aktiviert werden und für eine Weile in unserem Besitz bleiben. Manche schaffen es auf den riesigen Sandcrawler der Javas, die verschreckt weglaufen, wenn man sich diesem nähert. Oft ist das Letzte, was man sieht die Doppel-Sonne am Himmel oder der aufgewirbelte Staub von Tatooines Sand.

Das erste Battlefront hat – mit DLCs – über 12 Modi. Zugegebener Maßen ist der Arcade-Modus eher mau. Es gibt einen, aber da ist nicht viel los.

Der Online-Modus ist aber ein kraftstrotzendes Paket von Star Wars – Power. Wunderschöne Landschaften, wie sie direkt aus den Filmen stammen könnten, Eishöhlen, deren Decken aus das Licht von außen reflektieren, rieselnder Schnee, ein Rebellenstützpunkt wie er echter nicht sein könnte. Verschlungene Gänge und hier und da auch mal ein Vieh, dass einem über den Weg huscht, aufgescheucht vom Kampfeslärm.

BF I wurde damals dennoch zerrissen. Zu wenig Inhalte, hieß es. Kein Story-Modus, hieß es. Als der Story-Modus in BF II kam, wurde er auch zerrissen, weil es sich dabei nur um eine Art „großes Tutorial“ handele. Ja, Fans wissen, was sie NICHT wollen… und sind meiner Ansicht nach manchmal auch zu harsch in ihrer Kritik.

Dennoch ist nicht alles von der Hand zu weisen, was sie sagen. Die Lootboxen haben mich in BF II übrigens nicht gestört, wenngleich mir DLCs besser gefallen hätten. Was mich gestört hat ist, dass dies kein echter zweiter, „besserer“ Teil ist, sondern eine Neuerscheinung, die leider vieles vom ersten Teil ignoriert, was wirklich gut war!

Für mich alleine fehlen in BF II genug reizvolle, ständig vorhandene Modi, eine klare Trennung der Filmmusik zwischen klassischer Trilogie und alter Prequels / Sequels. Mir fehlt auch die Möglichkeit, sich seine Ära aussuchen zu können, denn es gibt Leute, die lieben oder hassen die Prequels oder Sequels oder die klassische Ära. Man hat für die deutsche Stimme der Klone darauf verzichtet, Martin Kessler zu engagieren. Wohl aus Kostengründen, wie ich vermute. Sehr schade. Er machte mit seiner Stimme für mich die CGI – lastigen Klone im CGI-lastigen Klonkrieg trotzdem cool.

Als Battlefront II das erste Mal erschien, die alte Fassung von Lucasarts, da machte man vieles richtig: Man übernahm die guten alten Maps aus dem ersten Teil und baute neue dazu. Man übernahm die guten alten Modi und bastelte neue dazu. Warum muss alles immer neu erfunden werden, wenn es doch gut ist? Vielleicht leben wir in einer Welt, in der „Neu“ = „Gut“ ist, aber ich bin der Meinung, „never change a running system“. Da ändert auch der Umstand nichts, dass nun alle Ären vorhanden sind.

Merkwürdig, aber mir scheint als hätte man 2015 bei Disney und Co. noch am Besten gewusst, in welche Richtung Star Wars gehen soll. Alles fühlte sich damals wie aus einem Guss an.

So spiele ich immer wieder BF I und sehe, es geht vielen so. Viele haben den BF I – „Virus“ und lieben das Spiel.

Möge die Macht mit ihnen sein!

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Star Wars – Die letzten Jedi auf BLU-RAY

Während ich in Episode VII – „Das Erwachen der Macht“ – etwa 7 Mal gegangen bin, weil ich so ein Fan des Films wurde (der Film ist retro und das ist mir persönlich mehr wert als neue Innovationen), sah ich mir „Die letzten Jedi“ „nur“ 5x im Kino an. Aus einem ganz anderen Grund jedoch, nämlich weil ich ihn während ich ihn sah stets gut fand, aber dann im nachhinein jedes mal enttäuscht war, um dann jedes Mal wenn ich mir den Film ansah wieder fand, dass er doch gelungen ist.

Die größte Schwäche der neuen Trilogie liegt – ich sagte das schon an anderer Stelle – daran, dass es keine Gesamt – Story gab, bevor die Filme gedreht wurden. Das ist meiner Ansicht nach unprofessionell und nimmt der Gesamt-Handlung der Trilogie in sich stimmige Tiefe und Logik. So wurden in Episode VII liebevoll Charaktere und Handlungen aufgebaut, Ahnungen geschürt – Stichwort „Knights of Ren“, „Rey´s Vergangenheit“, um sie dann (mehr oder weniger) in Episode VIII zu ignorieren oder in eine unvermutete und nicht gerade populäre Richtung zu führen. Biederte sich Episode VII tendenziell bei den Fans an, so provozierte Episode VIII im selben Maße.

Dennoch hatte und hat der Film viele starke Momente, das kann niemand – meiner Meinung nach – übersehen. Für mich persönlich sind alle Luke – Momente / Ahch To Momente stark und sie werten den Film maßlos auf, während beispielsweise der an sich spannende, aber überflüssige Thread um Finn und Rose in seiner Sinnlosigkeit unrühmlich glänzt. Ja, es macht Spaß ihn zu sehen, aber es endet immer mit einem „Und wozu das jetzt?“.

Ich erwähne dies – trotz meiner ausführlichen Film-Kritiken – explizit, weil das reichhaltige Zusatzmaterial an Deleted Scenes, welches man auf der Blur-Ray (Doppel – Blu-Ray) findet u.a. eine weitere Luke / Rey – Szene beinhaltet, die quasi eine dritte Lektion für Rey bedeutete und den Konflikt zwischen Luke und Rey vertiefte. Hätte man diese Szene eingearbeitet und hätte man an dem Rey / Fin – Thread etwas gekürzt, wäre der Film noch stärker gewesen.

Das erste Mal in meinem Leben sah ich mir einen Film auf Bluray mit der Kommentarfunktion an. Und was Rian Johnson so erzählt, rund um alle möglichen Bereiche der Produktion von „Last Jedi“ ist schon spannend. Ich habe den Regisseur dadurch etwas besser verstanden. Auch das übrige Bonusmaterial weiß zu überzeugen. So wird man direkt an das Set geführt, kann „dabei sein“ wie manche Entscheidungen für die Handlung getroffen werden und ich persönlich wurde teilweise etwas versöhnt mit bestimmten Entscheidungen, weil mir die Logik der Filmemacher einleuchtet. Es ist eben nur schade, wenn man dazu eine Erklärung braucht… aber spannend ist das allemal „Zeuge“ an einem Star Wars Set zu sein.

Was die Bild- und Tonqualität angeht, ist sie einfach brillant. Nichts zu meckern.

Wer also diesen widersprüchlichen Film, der so widersprüchliche Gefühle in vielen Fans – und auch in mir – hervorgebracht hat, nicht nur ansehen, sondern noch besser verstehen will, wer tiefer in die Entstehungsprozesse von „Last Jedi“ eintauchen will, dem kann ich diese Blu-Ray(s) nur ans Herz legen. Letztlich doch irgendwie ein brillanter Film.

https://www.amazon.de/Star-Wars-letzten-Jedi-Blu-ray/dp/B0788BV2L1/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1524473618&sr=8-1&keywords=star+wars+last+jedi+blu+ray

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Der Zorn des Anubis – Lestrade Hörspiel Nr. 2

Lutz Harder spricht auch in diesem Hörspiel wieder Lestrade. Der angenehmen und bekannten Stimmen gibt es viele … insgesamt 21, darunter Berühmtheiten wie Manfred Lehmann oder Eckart Dux.

Schade, dass es immer so blutig sein muss, aber wenigstens ist die Art des Mordes, wenn man das Hörspiel durchgehört hat, sinnvoll, so grausam dieser auch sein mag. Da es mir nicht möglich ist, zu schreiben, worum es geht, will ich aus dem CD – Back-Cover zitieren:

„Lord Mockridge, ein achtbares Mitglied des Oberhauses, wird bestialisch ermordet aufgefunden. Der Täter hat ihm sein Herz nicht nur aus der Brust geschnitten, er hat es ihm auch noch in die Hand gelegt. Nicht einmal den Butler hat der Mörder verschont (…)“

Es ist schwierig, spoilerfrei zu kritisieren. Ich würde daher sagen, dass dieses Hörspiel allen Fans der Reihe „Sherlock Holmes – die neuen Fälle“ gefallen wird. Sprecher, Musik und Stimmung sind sehr ähnlich. Auch die verstorbenen Sprecher Christian Rode und Peter Groeger sind hier in ihrer famosen Rollen als Holmes und Watson in einem Gastauftritt nochmals zu hören.

Die Lösung des Falls erinnert mich an eine Folge der Serie „Ripper-Street“, was in meinem Fall ein Lob ist. Auch etwas mehr über das „Privatleben von Lestrade“ zu erfahren macht Spaß. Hoffe, da kommt noch mehr.

Was ich persönlich nicht so sehr mochte war die Musik, die mich an 60iger Jahre – „Edgar Wallace“ erinnert hat, aber manchmal sogar noch mehr daneben lag. Das wäre stimmungsvoller möglich gewesen. Dennoch gefiel mir der End-Titel.

Insgesamt ein ziemlich gutes Stück Hörspiel, was hier www.allscore.de veröffentlicht hat. Ich bin gespannt auf Teil 3 und hoffe sogar, es wird noch einen Teil 4 geben. Längst hatte ich gehofft, man würde die Lestrade – Romane von M. J. Trow mal ins deutsche Hörspiel übertragen, da kam mir diese Serie gerade Recht. Sollte sie schon mit Teil 3 enden, wäre das sehr schade.

Hier ein Auszug aus „Der Zorn des Anubis“:

https://www.amazon.de/Zorn-Anubis-Folge-2/dp/3864733375/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1524419910&sr=8-1&keywords=der+zorn+des+anubis

 

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Inner hero

Ich bin dabei einen Song für Gitarre zu komponieren. Er hat in Etwa den folgenden Text. Er entstand, weil ich erkannt habe, wie wesentlich es für unser Leben ist mit was für Menschen – begonnen bei der Familie – wir zusammentreffen. Menschen, die uns Vertrauen schenken oder solche, die an uns zweifeln.

Selbst, wenn man sich selbst vertraut, was ja dann wohl Selbstvertrauen ist, können solche Menschen in der Umgebung so schädlich sein wie Trinker für einen Ex-Alkoholiker. So ist es unmöglich aus seinen Mustern auszubrechen.

Und dann ist es noch ein Gruß an mein inneres Kind, den Matthias, der ich schon mit jungen Jahren war.

Inner hero

(Lyrics to a song by Matthias Wieprecht)

I believe in my inner hero,

I know he is so full of strength.

I know he can fly and look through walls

and he can stand all challenges.

 

I believe in my inner hero,

I know his heartful smile,

I know his courage and loyalty,

I trust him with my life.

 

But I know, the people,

what they alwys said…

He ist just a dreamer“,

He is so wrong!“

But

I believe in my inner hero,

I know his heartful smile,

I know his courage and loyalty,

I trust him with my life.

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Sherlock Holmes 36 – Remis in zehn Zügen

Wer sich auch nur ansatzweise für Hörspiel oder „gute“ Stimmen in Film, Fernsehen und auf Tonträgern interessiert, weiß, dass Christian Rode (Holmes) am 15. Februar 2018 ebenso überraschend verstarb wie nur einen Monat zuvor, am 16. Januar 2018, Peter Groeger (Watson).

Die beiden Schauspieler waren in ihrem relativ hohem Alter – Groeger wurde 84 Jahre alt, Rode 81 – sehr aktiv und haben einige Hörspiele vorproduziert. Wie viele es sein werden, bleibt abzuwarten. Mehr denn je ist jedes weitere Hörspiel nun wie ein unerwartetes Geschenk, wie ein gefeierter Nachruf, gesprochen quasi von den wohl bekanntesten deutschen Stimmen des Londoner „Dreamteams“ aus der Baker Street 221 B, selbst.

Mit einem traurigen Lächeln haben sicherlich viele Fans der Synchronschauspieler und ihrer Rollen bei sich gedacht, es sei kein Zufall, dass sie so kurz hintereinander aus dem Leben geschieden sind. So wie wir nicht wissen, wie viel Christian Rode in dieser Inkarnation von Holmes steckt oder wie viel Peter Groeger in diesem Watson, so können wir auch nur ahnen, wie ähnlich die fiktive Freundschaft, die Sir Arthur Conan Doyle erfand, sich im realen Leben der Sprecher widerspiegelte. Sicher ist alleine, dass sie seit 2003 als Sherlock Holmes und Dr. Watson immer wieder miteinander zu tun hatten.

Natürlich sind Christian Rode und Peter Groeger weit mehr als nur die Sprecher des Detektivs und des Militärarztes. Dies soll auch keine umfassende Würdigung ihres Schaffens werden. Doch ist es unmöglich, das neue Hörspiel aus der Reihe „Die neuen Fälle“, „Remis in zehn Zügen“, zu besprechen, ohne auf den großen Verlust einzugehen, den – auch! – wir Hörspiel-Fans erlitten haben. Ist es doch das erste Hörspiel, welches seither in der Reihe erschienen ist.

Das Hörspiel „Remis in zehn Zügen“ ist der 36. Fall der Reihe. Mir persönlich hat er – auch fernab jeder Nostalgie – sehr gut gefallen. Das liegt – ohne zu viel zu verraten – daran, dass er clever geschrieben wurde, davon absieht unnötig blutig zu sein, eine schöne Schach-Szene beinhaltet und selbstverständlich – hier schließt sich der Kreis – hervorragende Sprecher aufweisen kann, wie eigentlich immer. Bekannte Stimmen wie Jürgen Thormann, Thomas Petruo oder auch Thomas Danneberg und Lutz Harder sind, neben anderen, mit von der Partie. Dabei bringen Rode und Groeger sich mit Herzblut ein, nehmen sich selbst auch mal etwas auf die Schippe, was mich schmunzeln lies.

Alleine seltsam mutet es mich an, dass der vorherige Fall das Ende der Laufbahn Holmes andeutet, worauf hier so gar nicht eingegangen wird. Seltsam. Aber Watson springt ja auch immer mal durch die vergangenen Jahre, wenn er von damaligen Fälle spricht.

„Remis in zehn Zügen“ ist ein gutes, gewohnt professionell in Hörspiel-Format gebrachtes, Erlebnis.

Hier ist es – neben den üblichen Möglichkeiten – direkt auf der Website von Romantruhe Audio zu kaufen:

https://www.romantruhe.de/serien/krimi-und-thriller/sherlock-holmes/sherlock-holmes-die-neuen-faelle/sherlock-holmes-neue-faelle-cd-36-remis-in-zehn-zuegen-13420Möglichkeiten

(c) Romantruhe-Audio & (c) Lidia Beleninova

Schon im Mai werden wir – vor einer bis September andauernden Pause – den 37. Fall präsentiert bekommen: „Schatten der Vergangenheit“. Zuvor – schon im April – können wir den zweiten „Lestrade-Fall“ hören. Dazu zu einer anderen Zeit mehr.

Die Vorstellung, dass Christian Rode und Peter Groeger nicht mehr leben, scheint mir so unglaublich, wie es wohl seinerzeit den Lesern des Strand Magazins unmöglich erschien, Sherlock Holmes sei tatsächlich nicht mehr am Leben. Die Londoner banden sich, nach dessen fiktiven Tod in „Das Letzte Problem“, schwarze Trauerbänder um und beschwerten sich beim Verlag sowie beim Autoren, woraufhin Sir Conan Doyle (etwas widerwillig) den Detektiv wieder ins Leben zurück brachte.

Im Fall von Christian Rode und Peter Groeger bleibt uns dennoch mehr als nur zu trauern, nämlich dankbar zu sein: Für viele gemütliche Stunden in der Baker Street 221 B, jenseits vom oft stressigen Alltag, gemütlich zurückgelehnt im Ohrensessel vor dem knisternden Kaminfeuer, während unsere Helden sich mutig in immer neue Abenteuer stürzten.

Danke!

 

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Selbst-Liebe

Das Thema „Selbstliebe“ ist spirituell interessierten Leuten sicherlich geläufig. Aber gesellschaftlich scheint mir das Thema eher ein Tabu zu sein – oder wollen Sie etwa ernstlich sagen, sie hätten nicht die Stirn in Falten gezogen als sie diese ersten Worte lasen? Selbstliebe, das sprichwörtliche sich-selbst-nehmen-wie-man-ist, ist weniger üblich als Selbsthass. Interessanterweise wird keiner etwas einwenden, wenn man laut sagt: „Mann, bin ich ein Trottel!“, aber Eigenlob stank ja immer schon, oder? Selbst, wenn er angebracht war!

Es gibt da ein tolles Lied von Otto Waalkes, welches er mit „Sid“ aus „Ice Age“ singt. „Ich bin mein bester Freund…“ oder jenen berühmten Text von Charlie Chaplin, in dem er von Selbstliebe spricht. Wer die Stichworte „Selbstliebe“ und „Charlie Chaplin“ in einer Suchmaschine eingibt, wird fündig.

Beides zusammen sagt alles, was ich hier sagen möchte. Es ist am Besten, wenn Du Dich als Deinen eigenen besten Freund / Deine eigene beste Freundin ansiehst und Dich auch so behandelst. Man kann das auch mit Riten im Leben praktizieren.

Ich persönlich bin sowohl dem buddhistischen Wahrnehmen der Welt als auch manch schamanischer Sichtweise zugeneigt. So kann ich auch dieses Buch empfehlen:

https://www.amazon.de/Schamanische-Weisheit-f%C3%BCr-gl%C3%BCckliches-Leben/dp/3833827211/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1520838312&sr=8-2&keywords=angaangaq

Stellt euch vor, was ihr von einem Partner / einer Partnerin im Idealfall erwartet. Dann übertragt es auf eure Beziehung zu euch selbst:

Stehe hinter Dir!
Sei Dir treu!
Vergib Dir!
Stehe gerade dann zu Dir, wenn es sonst niemand tut!
Gib Dir immer wieder eine neue Chance!
Schenke Dir selbst liebevolle Gedanken, die Dir gut tun, statt Dich zu verletzen!
Ermutige Dich!
Lobe Dich immer mal wieder!
Wertschätze Dich so, wie Du bist – in Deiner Art.

Neben Aufmerksamkeit(smeditation) ist die Selbstliebe das Wichtigste, um ein angenehmeres Leben zu führen, ohne einen Cent dafür ausgegeben zu haben.

Du kannst ja heimlich damit anfangen, dich anzunehmen. Es braucht ja keiner merken 😉 Dann gibt es auch keine dummen Sprüche, bis du soweit bist, dass dir solche nichts mehr ausmachen.

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Ein paar kleine Weisheiten

Ich bin kein „Weiser“, nur ein Mensch, der sich Gedanken macht. Ich will hier nicht „klugscheißen“, sondern nur ein paar Ideen wiedergeben, die mir durch den Kopf gehen. Los geht´s:

Das Leben ist wie ein Fluss.

Manchmal, wenn ich eine eher schwierige Zeit hinter mir habe, indem ich mich in der Regel wegen irgendwelcher Dinge aufgeregt habe, die es nicht wert waren z.B., schaue ich mir unseren hildesheimer Fluss, die Innerste, an. Sie fließt immer. Sie ist wie der Zeitstrom, in dem wir uns bewegen und in dem wir uns unweigerlich verändern.

Alles verändert sich und wie der Atem oder der Fluß, so fließt auch Dein Leben. Du magst durch Deine Gedanken Dir selbst Steine in den Weg legen, aber der Zeitsrom, der Strom des Lebens fließt unaufhörlich und unberührt von dem, was Du Dir so denkst.

Dem Leben im Großen und Ganzen ist es völlig egal, worüber Du Dich aufregst, für wie wichtig Du Dich oder Deine Meinung hältst.

Vielleicht ist alles gar nicht so wichtig?

Gedanken sind meist Schrott, die Frage „Warum?“ Unfug.

Ich finde es schön, dass Kinder neugierig sind. Ihre „Warum?“ – Fragen sind unmittelbar. Aber wenn man sich mit einem „Warum (gerade ich etc.)?“ an einen Gott oder das Schicksal wendet, ist das in der Regel Unfug. Es ist vor Allem eines: Widerstand gegen das, was IST. Nicht mehr, nicht weniger.

Hast Du je geklagt: „Warum hatte ich heute so ein Glück und ein anderer nicht?“ oder „Warum nur habe ich im Lotto gewonnen? Womit habe ich das verdient?“ ? Wohl eher nicht. Hier fällt es leicht, das „so sein“ des Lebens zu aktzeptieren.

Was IST, ist nicht zu ändern, egal ob es Dir gefällt („Lottogewinn“) oder nicht gefällt. Wenn es regnet, regnet es. Wenn Du gekündigt wurdest, wurdest Du gekündigt. Etc.

Das heißt nicht, dass man in seinem Handeln alles fatalistisch hinnehmen muss, alleine das beklagende „Warum?“ ist sinnlos. Es macht Deinen Geist unruhig, nimmt Dir den inneren Frieden, der das Wichtigste im Leben ist. Und der die Voraussetzung dafür ist, dass Du änderst, was Du als unangenehm empfindest.

Sinn des Lebens

Als die ersten Menschen ihren Verstand entdeckten, fragten sie sich wohl nach dem Sinn des Lebens. Aber sie fanden ihn nicht. Niemand sagte ihnen, warum sie auf Erden sind. Aber sie hatten Hunger und Durst und suchten nach Nahrung. Sie probierten dies und das und stellten schnell fest, wodurch sie etwa krank wurden und was ihnen gut tat.

Die Frage nach dem „Sinn“ blieb unbeantwortet. Auch als sie später begannen mit anderen Stämmen Handel um die Dinge zu führen, die man zum Existieren auf der Welt benötigt.

Heute leben wir in einer (subjektiv) fortschrittlichen Gesellschaft. Die Frage nach dem Sinn des Lebens bleibt weiter unbeantwortet. Dennoch gibt es ein Lebensprinzip, das sich aus dem Handel der ersten (oder zweiten, dritten, vierten….) Generation der Menschen entwickelte: Geld ist das Wichtigste! Es ist in fortschrittlichen Ländern sogar wichtiger als Menschenleben. Stichwort: Kinderarbeit zum Beispiel. Stichwort: Kassen-Patienten und private Patienten zum Beispiel.

So leben wir immer noch in einer Welt, in der der eigentliche Sinn des Lebens nicht beantwortet wurde, aber wir tun so als wüssten wir Bescheid, wenn wir um 6 Uhr aufstehen und zur Arbeit gehen etwa und nach 8 Stunden etwa heim kehren. Die Frage nach dem Sinn blieb unbeantwortet und da haben wir eine eigene Antwort erfunden: Geld ist der Sinn des Lebens. Luxus. Konsum. Anerkannt sein. Erfolgreich sein. 

Die Frage nach dem Sinn wurde jedoch nie wirklich beantwortet und das, was Du und ich als normales Leben empfinden entstand nur aus einer peinlichen Situation: Als die ersten Menschen da standen und sich erstmals fragten, wozu sie existieren und dabei merkten, dass sie Hunger und Durst haben. Sie gingen ihren natürlichen Trieben nach, um zu leben und verschoben seit Anbeginn der Menschheit eine echte Erörterung der Frage.

Wir sollten nicht zu stolz auf unser „normales Leben“ sein. Es mag sein, dass „Geld“ gar nicht die Antwort ist. Damit einhergehend mag es sein, dass ALLES was wir für normale Werte halten reflektiert werden darf und manchmal sogar sollte. Da kann denken sogar nützlich sein 😉

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Batman – Gedanken PLUS Gewinnspiel!

Erinnerungen

Als Batman mir Ende der 70iger Jahre zugeflogen kam, waren meine Eltern glücklicherweise nicht der Ansicht, dass das Lesen von Comics einen schlechten Einfluss auf mich hätte. Diese Meinung war verbeiteter als man denkt, vielleicht war das noch ein Einfluss der 60iger Jahre in Amerika, wo die meisten Comics verboten wurden. Nur Batman, Wonderwoman und Superman durften damals überleben. Sieht man sich die Vielfalt heutiger Superhelden an, erkennt man, dass diese „Prohibition der Superhelden“ nicht lange vorhielt. Meine Eltern waren der Ansicht, „Hauptsache lesen“, wobei sie sich sicher mehr freuten, wenn ich Stevenson oder Sir Conan Doyle las als Comics, aber es war okay.

Die Bronze-Ära der Batman – Comics zeigte mir ein starkes Idol. Eine Mischung aus Vaterfigur und gutem Freund, ähnlich einem großen Bruder. Die Geschichten waren leicht verdaulich, denn in der Tat hielten sich die Handlungen in der Regel ziemlich an der Oberfläche. Zudem waren Batman, Robin, Joker und Konsorten lustiger als heute. Nicht mehr so albern wie der „Haifisch-Spray“ versprühende Adam West – Batman, aber längst nicht so düster brütend wie der aktuelle Batman.

Oft zeigten die Titelseiten und Cover der beim Ehapa – Verlag erschienen Superbände und Taschenbücher Batman in schier ausweglosen Situationen. Ähnlich einem Cliffhanger, nur eben ohne Vorgeschichte. Diese Szenen kamen dann auch im Comic vor, aber dann mit dem entsprechenden „Unterbau“ und natürlich konnte sich Batman immer retten – und seine Freunde / Verbündeten gleich mit.

Ich kann mich an eine Geschichte erinnern, in der Batman zusammen mit anderen Kindern / Jugendlichen einen See von Schmutz und Unrat befreit. „Für die Umwelt.“ Auch gab es welche, in denen Robin oder Batman sich mit den Drogenproblem befassten. Als Kind fand ich das faszinierend. Es bestärkte die Warnung meiner Eltern vor Drogen und unterstrich meine Gedanken, die ich teils schon als Kind hatte, was unsere Umwelt angeht. Heute dürfte Batman vermutlich gar nicht mehr so „moralisch“ sein weil das „uncool“ wäre. Oder doch?

Ich mochte den Batman damals so sehr, dass ich ihn zum Vorbild nahm und mit Krafttraining in heimischen Gefilden anfing. Außerdem, auch eine große Leistung: Ich sammelte Unmengen Sammelpunkte! Die konnte man beim Ehapa – Verlag im „Supi-Shop“ gegen Poster, eine Pappmaske, Aufkleber und dergleichen eintauschen. Die Poster waren dabei der Renner, denn sie zeigten Motive wie die Bat-Höhle, eine farbige Reproduktion eines bekannten Neal Adams – Motivs oder auch Batsi in Lebensgröße (leider mit Werbung in Schienbein-Höhe).

Filme und Games

Mit dem Erwachsenwerden machte ich eine Pause in Sachen Batsi. Ich glaube, dass taten wir alle, oder? Die Interessen unserer Kindheit beiseite legen. Und einige von uns –
Augenzwinker – entdeckten sie dann später wieder neu für sich. So erging es auch mir. Wenngleich ich damit erstmal so meine Probleme hatte, was Batman angeht.

Das lag unter Anderem an dem Tim Burton Film von 1989. Ich sage es gleich: Das war nicht MEIN Batman! Michael Keaton – den ich ansonsten als Darsteller gerne sehe – sieht dem Bruce Wayne der Comics so ähnlich wie Arnold Schwarzenegger einer Ballerina. Jack Nicholson spielte sich selbst als Joker. Brillant, aber auch selbstverliebt. Ein Bekannter sagte es treffend: „Jack Nicholson als Joker spielt sich selbst, aber das so großartig, dass es Spaß macht.“ Die Stadt Gotham wirkte kitschig und künstlich, während ich mir immer eine Stadt wie New York vorgestellt hatte. Hatte ich doch u.a. auch mal in einer Comic-„Infobox“ gelesen, dass Gotham eine Umschreibung für New York wäre! Was daran ist, weiß ich nicht, aber Tim Burton Filme sind eigen. Ich sah ihn mir aus Protest nicht im Kino an, kaufte mir aber den genialen Soundtrack von Danny Elfman, der zum Teil hervorragend die mystriöse Atmosphäre um Batman einfing. Ich konnte mir die Musik anhören und mir eigene Comics im Kopf dabei vorstellen…

„Batman Forever“ gefiel mir ganz gut. Mit einer Ausnahme: Die Gauner waren mir zu albern. Es ist ja okay, wenn der Riddler durchgeknallt ist, aber Two-Face? Er war doch in den Comics nie der launige Typ, sondern eher vom Typ „ruhig und brütend mit gelegentlichen Wutanfällen“, oder?

In den 90igern schaute ich gern ab und zu mal eine Folge der „animated series“. Alles, von der Synchro bis zu den kurzweiligen und kurzen Geschichten – machte Spaß.

Was aber brachte mich wirklich zurück zu Batman, nachdem ich im Erwachsen-werden meinen Strich unter das Thema gesetzt hatte? Das war tatsächlich das PC – Game „Arkham Asylum“ samt Nachfolger und zusätzlich die Filme von Christopher Nolan.

Zwar ist Christian Bale rein äußerlich – abgesehen von seinem sehr wandelbaren, durchtrainierten Körper – auch nicht so ganz der Comic-Wayne, aber es passt schon. Michael Caine ist ja auch nicht der Comic-Butler: Komisch, aber im Kino (außer dem Lego-Film) hatte Alfred nie eine Glatze! Warum eigentlich nicht? Im Comic hat er nur noch sehr wenig Haare… Aber das nur am Rande.

In jedem Nolan – Film gab es geniale Szenen und das gesamte „Bild“ stimmte einfach. Wie die Superman – Filme mit Christopher Reeve (speziell Teil 1 und 2), nahm Batman als das, was er war UND er nahm ihn ernst!

Dennoch war auch dies eine eher dunkle Filmreihe. Ich meine: In keinem Comic der 1970er hätte der Joker einem Gefängnisinsassen ein explosives Handy eingenäht oder jemanden durch einen Stich mit einem Bleistift ins Gehirn das Licht ausgeblasen! Ich lehne so was auch grundsätzlich ab, auch, wenn ich damit gegen den Trend schwimme.

Trotzdem: Die Trilogie hatte nicht nur eine Spitzenbesetzung mit Bale, Caine, Gary Oldman, Liam Neeeson, Heath Ledger !!! als unvergesslichen Joker, Aaron Eckhart, Morgan Freeman, Tom Hardy, Anne Hathaway, Joseph Gordon-Levitt, Ben Mendelssohn und Co., sondern auch einen fantastischen Soundtrack von Hans Zimmer. Das Soundtrack – Stück „Like dog chasing cars“ beinhaltet den ganzen kraftvollen Geist der Batman-Legende und verfolgt dabei doch einen ganz anderen Stil als es Danny Elfman in seinem Soundtrack tat! Ich finde es immer noch etwas irritierend, dass beide musikalischen Interpretationen so zutreffend sind und sich dabei so sehr unterscheiden.

Das Spiel „Arkham Asylum“ (Rocksteady, 2009) konnte mich ZUERST nicht überzeugen. Ich sage es frei heraus: Es war mir zu brutal. Das war nicht mehr der 1970iger Batman, sondern ein sehr, sehr dunkler Ritter in einer wirklich finsteren Umgebung. Schon am Anfang gab es eine Szene, in der Victor Zsaz drohte einen Wachmann auf einem elektrischen Stuhl hinzurichten. Die Serie ist nicht ohne Grund ab 16.

Aber irgendwann (nach Kauf eines passenden Joysticks und dank meines Neffen noch später auf einer PS3) begann ich die Vorteile und den Reiz dieses Spiels wertzuschätzen: Hier konnte man Batman „sein“: Vom free-floating-Kampfstil über eine Unmenge von Gadgets im Kampfgürtel (u.a. einem unerschöpflichen Arsenal von Baterangs), der Fähigkeit zu schleichen und vieles mehr konnte man in einer ansehnlichen Grafik auf alle möglichen (und unmöglichen) Gegner einlassen. Begonnen von handelsüblichen Ganoven bis hin zu Superschurken wie Killercroc, Bane, dem Joker und Co. ist es möglich sich auszutoben. Bald wusste ich wieder, was ich mal an Batman so cool gefunden hatte.

 

Merchandise & Co.

Glücklicher Weise kam ich dann auch darauf, die Neal Adams Collection von Panini zu sammeln. Das war definitiv „mein“ Batman. Aber es sollten nicht meine letzten Comics um den nächtlichen Detektiv sein. Es folgten die „Batman Anthologie“, Megabände, Legenden des dunklen Ritters, Jim Aparo, Marshal Rogers u.a. Comics. Und jedes Jahr um die Weihnachtszeit, schaue ich mir eines der genialsten aller Batman Comics an (was speziell den Zeichenstil angeht): „Batman: Noel“ von Lee Bermejo. Hier ist Batman Scrooge… Zum Glück ist der Panini-Verlag gleichermaßen daran interessiert, uns Klassiker wie ganz neue Batsi-Comics zu präsentieren.

Und so rutschen wir, über die kaufbaren Comics (die unten noch mal erwähnt werden), langsam ins Thema „Merchandise“. Mit der Fledermaus kann man nämlich Geld machen. Einige Beispiele kamen ja eben schon. Aktuell kam der zweite Teil des Spiels „Batman: The Telltale Series“ heraus. Zuerst fand ich das ja nicht so spannend: Eine Geschichte mit animierten Comicfiguren anzuschauen und dafür relativ viel Geld hinzulegen? Nee, nicht mit mir, dachte ich als der erste Teil 2016 herauskam, aber dann kam ich extrem günstig an Teil 1 heran und gab dem Spiel eine Chance. Dabei stellte ich noch einen Minuspunkt fest: Die ganze Handlung über wird englisch gesprochen. Ich bin nicht ganz so schlecht in der Sprache, aber naja. Deutsch wären besser gewesen. So musste ich mich mit dieser Version zufrieden geben.

Was sich dann aber entspann war eine wirklich spannende Geschichte auf dem Bildschirm und mit dem PS4-Controller konnte ich ein wenig kämpfen hier, ein wenig deduzieren dort, um dann wieder im Gespräch mit den Protagonisten selbst zu entscheiden, was ich als Bruce Wayne oder Batman sage. Das hat seinen ganz eigenen Reiz. Man hat gar keine Wahl als die Story gespannt zu verfolgen, weil man ja selbst Bruce Wayne / Batman ist und jederzeit kann es sein, dass man einem Angriff ausweichen oder zuschlagen muss – oder die richtige Antwort geben. Denn die Antworten, die man gibt, verändern den Spielverlauf. Am Ende sieht man dann noch, wie sich die MEISTEN Spieler jeweils entschieden haben. Ich bin so begeistert, dass ich inzwischen den frischen Teil „Batman: The Telltale Series – der Feind im Inneren“ über den PS4 Store erworben habe.

Ich bleibe also weiter dran am Batman-Phänomen, das ist klar. So könnt ihr hier noch öfter vom Mitternachtsdetektiv hören. Doch nun zu einer Frage, die das Batman – Gewinnspiel einläutet:

Was gibt es sonst noch an Merchandise?

Jüngst erschien hier ein neuer Zeichentrick – Film. Der Name ist „Gotham by Gaslight“. Hier begegnet Batman Jack the Ripper. Dabei findet alles im ausgehenden 19. Jahrhundert statt und zwar in einem an London angelehnten Gotham. Zu empfehlen auch für alle, die sowohl Batman als auch Sherlock Holmes mögen. Letzterer kommt zwar nicht selbst vor, aber wer Sherlock Holmes Geschichten kennt, wird mehr von dem Film haben. Mehr verrate ich nicht.

Comics (siehe oben) sind ja überhaupt das Alpha und Omega, wenn es um Batman geht, denn durch Bob Kane und Bill Finger kam Batman ja überhaupt erst auf die Welt der großen Comic-Helden. Einer der bekannteren Comics ist „Das erste Jahr“. Auch, wenn dies definitiv nicht mein Lieblings-Bronze-Ära-Batman ist, muss ich zugeben, dass es ein richtig guter Comic ist, der  die Anfänge Batmans zeigt. Sein Ursprung wird dabei gezeigt, aber auch sein „sich in Gotham einfinden“. Auch Gordon muss sich für eine Seite entscheiden und zeigt sich als einer der wenigen NICHT korrupten Polizisten…

(c) Panini & DC

Wer den Lego-Batman-Film kennt, weiß, dass schwarz die beste Farbe für Batsi ist. Schwarz ist auch diese Uhr, die es bei Closeup.de zu erstehen gibt. Sie passt sehr gut in jede Bathöhle, sollte aber nahe einer Lichtquelle aufgehängt werden, da sich schwarz auf schwarz nicht so gut macht. Das hinter den schwarzen Zeigern angebrachte Fledermaus-Logo wirkt schön düster.

(c) Closeup.de & DC

Ebenfalls schwarz ist diese Tasse von Closeup.de. Es ist ein Replik der Tasse, die Batman im wahren Leben in seiner Bathöhle stehen hat. Aus ihr trinkt er Kaffee oder schwarzen Tee und nur um Weihnachten herum auch mal einen heißen Kakao. Was, ihr meint Batman gibt es in Wirklichkeit gar nicht? Glaubt was ihr wollt 😉 Jedenfalls ist diese Tasse schön designed. Schade, dass sie weder Spülmascheinen- noch Mikrowellen-geeignet ist. Also mit der Hand abwaschen. Wozu gibt es Alfred? Der macht das doch gerne…

(c) Closeup.de & DC

Wenn dieses Bat-Symbol aktiviert wird, wird es von hinten beleuchtet. Das gibt ein schönes indirektes Licht und man kann sich vorstellen, dass das Batsymbol gerade mal wieder am Himmel erscheint. Die beleuchtbare „Fledermaus“ kann man sowohl an einem Stativ aufstellen als auch an die Wand hängen. Das Strom-Kabel ist ein USB – Kabel, welches an PC´s, LED – Fernseher oder an passenden Netzteilen zu finden

(c) Closeup.de & DC

Last but not least verwende ich gerne diese Fußmatte, da ich gerne jedem auf die Nase binde, dass ich Batman bin. Auf diese Weise werden sie es nicht so schnell herausfinden, dass ich es WIRKLICH bin. Pure Täuschung also.

(c) Closeup.de & DC

Sieht gut aus, ist widerstandsfähig und man kann damit Marvel-Fans ärgern. 🙂

Gewinnspiel

Nun habe ich euch schon ein bissl auf Batman-Merch heiß gemacht, daher finde ich es nur korrekt, wenn ich euch auch die Möglichkeit gebe, welches zu gewinnen. Das ist nur möglich durch die Zusammenarbeit mit Closeup.de und Panini. Beiden gebührt mein Dank!!! Ohne sie wäre das hier nicht möglich.

Gewinnspielfrage: Welcher Darsteller mimte Batman in dem Film „Batman hält die Welt in Atmen“?

Teilnehmen könnt ihr, indem ihr die richtige Antwort an

Gewinnspiel@starbase-fantasy.de

schreibt. Nicht vergessen: Gebt dazu eure Adresse an!

Einsendeschluß ist der 15. April 2018

…womit es schon vorbei ist 😉 Die glücklichen Gewinner sind Isabell W. aus Hamburg und Kira Yoshi aus Bautzen.

 

Zu gewinnen gibt es:

  1. Die Batsignal – Lampe und
  2. einen Comic, „Das erste Jahr“.

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, daher bitte in der Woche nach dem 15. April 2018 auch euren SPAM überprüfen: Gewinner-Mitteilung erfolgt binnen 1 Woche nach Ende des Gewinnspiels.

Viel Glück!

Und wer nicht gewinnt, kann diese und andere Artikel hier auch käuflich erwerben:

http://www.closeup.de/

http://www.paninishop.de/

Rechtliche Hinweise:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs sowie unter der E-Mail Gewinnspiel@starbase-fantasy.de.

Die Teilnehmer müssen eine E-Mail an Gewinnspiel@starbase-fantasy.de schicken und darin beantworten, wer der Darsteller des Batman in dem Film „Batman hält die Welt in Atem“ ist.

Einsendeschluß ist der 15. April 2018. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Die Gewinner werden nach dem  Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Jeder Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von Closeup.de (Signal-Lampe) und mir (Comic) versendet.

Sollte sich ein Gewinner nicht binnen 1 Woche nach Bekanntgabe melden, wird ein weiterer Gewinner gezogen, der den Preis dann erhält. Der vorherige wird darüber in dem Fall aber unterrichtet.

 

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Veröffentlicht unter Comic, Filme und Merchandise | 1 Kommentar

Apollo 13 – Ein Drama mit „Happy End“

von Matthias Wieprecht

(Dieser Artikel erschien ursprünglich im Fedcon Insider, dem internen Magazin aller Fedcon – Besucher. Siehe auch Fedcon.de. Mein Ziel war es, ein möglichst umfassendes, allen verständliches Bild der damaligen Ereignisse zu vermitteln. Dabei merkte ich schnell, dass ich selbst noch sehr viel zu lernen habe. Trotz aller Fehler, die diesem Unfall vorausgingen, bleiben die Pioniere der Raumfahrt in Ost und West für mich Helden. Wahre Helden.)

Apollo 13 – Ein Drama mit „Happy End“

von Matthias Wieprecht

Wissen Sie, was Triskaidekaphobie ist? Das ist die Angst vor der Zahl 13. Es gibt Menschen, die die „13“ meiden wie die Pest. In Hochhäusern „fehlt“ manchmal die 13. Etage, auf Schiffen wird das 13. Stockwerk ausgelassen, bei der „Formel 1“ wird die 13 bei der Nummerierung des Fahrzeuge ausgelassen, Napoleon führte an keinem 13. eine Schlacht an, Bismarck unterzeichnete nie an einem 13. einen Vertrag und bei der Numerierung von Flugzeug-Gates wird auch mal die 13 ausgelassen.

Grundlos, möchte man meinen, haben so viele Menschen auf unserer ach so zivilisierten Welt Angst vor der Zahl „13“. Na gut, die Leute vom „Fedcon Insider“ eher weniger und auch Sie, die Leser nicht, denn Sie lesen sie ja gerade: Ausgabe Nr. 13!

Warum ist die „13“ eine Unglückszahl? Der Ursprung für „des Teufels Dutzend“, wie die 13 auch mannchmal genannt wird, liegt im Christentum begründet. Genauer: Im Abendmahl, wo Judas, der „13.“ am Tisch, ja nunmal den Verräter gab und Jesus ans Kreuz brachte. Seither gilt die 13 als Zahl für zu erwartendes Unglück. „Faszinierend“, würde Spock sagen und er hätte Recht.

Als Jim Lovell erfuhr, dass er als Kommandant mit der Apollo XIII zum Mond fliegen sollte, hatte er anderes im Sinn als abergläubische Vorausahnungen. Er war einfach glücklich, ausgewählt worden zu sein. Das Management der NASA hatte entschieden, Astronaut Alan Shepard – der eigentlich für die „Apollo 13“ eingeteilt worden war – mehr Vorbereitungszeit für seinen Flug ins All zu geben., da er durch eine Ohr-Operation für eine Weile ausgefallen war. Lovell durfte daher nicht erst mit der „14“, sondern schon mit der „13“ fliegen.

Lovell hatte schon eine Menge Erfahrung im Weltall. Als Pilot der Gemini 7 hatte er mit Frank Borman einen Rekord von 14 Tagen im Weltall aufgestellt. Während des Gemini 12 – Flugs (dem letzten der Gemini-Reihe) war er Kommandant. Ihm zur Seite stand damals niemand geringeres als Edwin „Buzz“ Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond. Schließlich kam Lovell während des Apollo 8 Flugs dem Mond sehr nahe als er, gemeinsam mit Frank Borman und William Anders, am 24. Dezember 1968 – erstmals für die Menschheit – dessen Umlaufbahn erreichte und sie über Funk aus der „Genesis“ des Alten Testaments vorlasen.

Vor dem Apollo 13-Flug bereiteten sich Ken Mattingly, der als Pilot für die Kommandokapsel eingeteilt worden war und Fred Haise, Pilot der Landekapsel, für den Flug vor. Beim Training gab es auch eine Ersatzmanschaft. Diese sah unter Anderem Charles Duke als Ersatz für den Piloten des Landemoduls vor. Nur fünf Tage vor dem Starttermin bekam Duke Röteln, gegen die Mattingly nicht imun war. Um sicher zu gehen, dass Mattingly sich nicht bei Duke angesteckt hatte, schied er aus dem Team aus. Nur 72 Stunden vor dem Start wurde John Leonard „Jack“ Swigert als Steuermann für die Komandokapsel festgelegt. Mattingly bekam nie die Röteln.

Nur zwei Jahre vor dem Start der Apollo 13 – nämlich 1968 – kam Stanley Kurbricks „2001 – a Space Odyssey“ in die Kinos. Viele haben sicher daran gedacht als man erfuhr, dass das Kommandomodul, also das eigentliche Raumschiff der Mission, „Odyssey“ genannt wurde. Anspielen sollte dieser Name allerdings eher an Homers „Odyssee“. Das Landemodul (LEM = Lunar Excursion Module = Landefähre) erhielt den Namen „Aquarius“ (nach dem Sternbild des Wassermanns).

Das Abzeichen der Apollo XIII – Mission ist vielleicht das Schönste von allen. Es zeigt Apollo, der seine Pferde antreibt und dabei die Sonne mit sich führt. Weit hinter ihm hat er die Erde gelassen. Jim Lovell – in einem Interview mit Glen Sanson: „Warum (unsere) Namen (auf das Abzeichen) setzen? Wir entschieden uns, unsere Namen zu löschen und dafür in Latein „Ex Luna, Scientia“ oder „Zum Mond, Wissenschaft“ (auf das Abzeichen zu setzen).“

In der Tat sollte die „Apollo 13“- Mission die erste Mission sein, bei der es um die wissenschaftliche, u.a. geologische Auswertung geht als einfach nur darum „auf dem Mond“ zu sein. So wählte man einen unbekannten Bereich auf dem Mond aus, den Fra Mauro – Krater, benannt nach dem Mönchen und Kartografen Fra Mauro, der einen Durchmesser von 95 Kilometern mißt.

Am 11. April 1970 startete die „Apollo 13“ und zwar, wie sollte es anders sein, um 13:13 Uhr Militärzeit. Jim Lovell: „Die Faszination daran, in den Weltraum zu gehen, existierte hunderte von Jahren, doch wie wir diese Dinge tun und damit erfolgreich sind, beginnen die Leute sich zu langweilen.“ Tatsächlich erlangte der Flug, der die dritte Mondlandung innerhalb von neun Monaten zeigen sollte, kein mediales Aufsehen. Dies sollte sich bald ändern.

Ausgerechnet am 13. April, nach 55 Stunden und 54 Minuten Flug, in einer Entfernung von 300.000 km zur Erde, gab es eine hörbare Explosion an Bord, die zunächst niemand erklären konnte. Swigert erinnert sich: „Das deutlichste Geräusch, dass ich hörte und das mir sagte, dass etwas Schlimmes vorging, war wie das Zerquetschen einer Dose, ein metallenes Knirschen im Tunnel.“ Swigert checkte seine Kontrollen und entdeckte, dass der „main B bus“, eine von zwei Stromsammelschienen, die die Energie für die Kommandokapsellieferten, ausgefallen war. Lovell erklärte der Bodenstation: „Wir hatten da gerade ein Problem!“ und während seine Stimme recht gefasst klang, war sein Puls von 70 auf 130 Schläge angestiegen. Zuerst dachte er, sie seien von einem Meteor getroffen worden.

Was war geschehen?

(c) Universal

Das Servicemodul beinhaltete vier Sauerstofftanks, die weit mehr liefern sollten als bloß Sauerstoff. Jeffrey Kluger und Jim Lovell beschreiben dies in ihrem Roman „Apollo 13“: „Das eigentliche technische Wunderwerk kam erst zum Tragen, wenn Sauerstoff und Wasserstoff aus den superkalten Tanks ausströmte. Die Tanks nämlich waren mit drei Brennstoffzellen verbunden, die wiederum mit drei als Katalysatoren wirkenden Platin-Elektroden verbunden waren. Sobald die Gase in die Zellen strömten (…) kam es zu einer chemischen Reaktion, bei der drei Abfallprodukte entstanden: Strom, Wasser und Wärme.“

Nun zeichnete die Firma North American Aviation für den Bau des gesamten ursprünglichen Servicemoduls verantwortlich, doch hatte sie den Bau der Sauerstofftanks weiter an die Firma Beechcraft gegeben. Der Thermostatschalter der Sauerstofftanks war ursprünglich auf 28 Volt Gleichspannung ausgerichtet. Als die NASA 1965 die Vorgaben für die Sauerstofftanks dahingehend änderte, dass sie für 65 Volt ausgerichtet waren, vergaß Beechcraft, auch den Thermostatschalter der Tanks auf 65 Volt auszulegen! Niemand bemerkte dieses Versäumnis. Der Thermostatschalter war dafür da, alles abzuschalten, falls es zu heiß wird. Bis zur Apollo 13 – Mission war es nie zu einer Überhitzung gekommen, weswegen dies nie aufgefallen war.

Dann war da noch der Sauerstoffbehälter Nr. 2. Eigentlich war er einmal in der Apollo 10 eingebaut worden, wurde jedoch damals – für eine Modifikation – ausgebaut, fiel dabei zu Boden und erlitt einen Schaden. Er wurde beiseite gestellt, um repariert zu werden und Apollo 10 bekam einen neuen zweiten Tank. Als es soweit war, testete man den „Apollo 10“-Sauerstoffbehälter. Er funktionierte an sich, doch zeigten sich Probleme beim Entleeren es Tanks, die jedoch niemand – einschließlich der Crew – all zu ernst nahm. Hätte man sich dafür entschieden, Tank Nr. 2 gegen einen neuen einzuwechseln, hätte das Apollo 13 einige Monate gekostet.

Nachdem der Sauerstofftank 2 routinemäßig aktiviert worden war, zeigte er eine Füllstandshöhe von über 100% an. Gab es Probleme mit dem Füllstand, ging man davon aus, dass das kryogene Sauerstoff (teils gasförmig, teils flüssig) durchgerührt werden musste. Obwohl dies geschah, änderte sich nichts am Füllstand.

Als Jack Swigert etwa 55 Stunden später den Sauerstofftank erneut in Gang setzte, kam es zum Kurzschluß: Da das Mischen des Sauerstofftanks Nr. 2 während des Flug länger als gewöhnlich gedauert hatte, wurden die Brennstoffzellen zu heiß und der Thermostatschalter, der nicht auf 65 Volt ausgelegt war, wurde aktiviert und schmorte durch. Da es nun keine „Notabschaltung“ mehr gab, wurden ca. 500 Grad Fahrenheit (ca. 260 Grad Celsius) erreicht! In der Sauerstoffatmosphäre breitete sich nun sehr schnell ein Feuer aus, bis die dünnen Wände des Servicemoduls dem Druck nicht mehr stand halten konnten und es zur Explosion kam.

Seymour „Sy“ Abraham Liebergot, der als EECOM (Electrical, Environmental and Consumables Manager) tätig war, konnte nicht glauben, was ihm seine Anzeigen sagten. Sy Liebergot: „Wenn ich glauben sollte, was mir die Anzeigen sagten, hatte ich Sauerstofftank 2 vollkommen verloren, ich verlor Sauerstofftank 1 und zwei oder drei Stromversorgungssysteme.“

Lovell sah aus dem Fenster und entdeckte, das etwas austrat: Sauerstoff! Würde der Sauerstoff ausgehen (als ob das nicht schlim genug wäre), gäbe es bald auch keinen Strom mehr, da die Elektrizität mit Sauerstoff erzeugt wurde. Ohne Strom hätte es auch keine Steuerung mehr gegeben. Damit stand die Zukunft der Besatzung auf Messers Schneide, denn realistisch gesehen hatten sie eine Chance von höchstens 10 Prozent (wie an in NASA-Kreisen munkelte) wieder lebend zurück zur Erde zurückzukehren.

Es war Zeit dafür, dass Unlösbare zu lösen. Oder wie sagte es doch der leitende Flugdirektor, Gene Kranz? „Failure is not an option!“ Versagen oder das Aufgeben war keine Alternative, die er und sein Team in Betracht ziehen wollten. Die Herangehensweise von Kranz und seinen Leuten war höchst profesionell, ihre Fähigkeiten vielseitig: Kreativität, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit, die Fähigkeit, in einer schwierigen Situation die Ruhe zu bewahren und diszipliniert sowie mit know how an einem Ziel zu arbeiten.

Man entschied sich, die Mission als solche abzubrechen und das Raumschiff per „swing by“-Manöver die Gravitation des Mondes ausnutzen zu lassen, um wieder in Richtung Erde zu fliegen. Durch dieses Mannöver wurde mehr Strom gespart als wenn man versucht hätte, direkt die Erde anzusteuern.

Zwei Stunden nach der Explosion schaltete die Crew das Kommandoschiff ab, um Strom zu sparen und retten sich in die Landefähre, Aquarius. Die Aquarius war mit einem eigenen Strom- und Sauerstoffsystem versehen, welches zwei Menschen für zwei Tage versorgen konnte. Nun beherbergte das „Rettungsboot“ drei Menschen und wäre etwa vier Tage unterwegs. Um die Luft zu filtern, dachten sich Kranz´Mitarbeiter aus, wie die Crew der Aquarius mit vorhandenen Mitteln – u.a. eine Socke und Klebeband – einen Luftfilter bauen konnten und funkten diese Bauanleitung der Besatzung zu. Kaum hatten sie den Filter installiert, sank der CO2 – Gehalt in der Kapsel. Lovell, Haise und Swigert waren dem Überleben gerade um einiges näher gekommen.

Die Frage war nun, wie – und ob – man das Kommandomodul vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit möglichst wenig Energie wieder zum Laufen bringen konnte. An Bord der Aquarius herrschten Temperaturen wie im Kühlschrank, selbst die Astronautennahrung war gefroren und Fred Haise dehydrierte und bekam hohes Fieber.

Nach etwa zweieinhalb Tagen trennten sie sich vom Servicemodul und sahen erstmals das beeindruckende Loch, welches die Explosion verursacht hatte und wie nahe sie dem sicheren Tod gewesen waren.

Nur eine Stunde vor dem Eintritt wechselten die Astronauten von der Aquarius, die eigentlich auf dem Mond hätte landen sollen und von der sie sich anschließend etwas wehmütig verabschiedeten, in die Kommandokapsel. Niemand wusste, ob sie intakt war: Würde das Hitzeschild halten oder war es, durch die Explosion oder Frost beschädigt worden sein? Hatte die elektrischen Bestandteile durch Feuchtigkeit einen Schalden erlitten oder würde alles halten und funktionieren wie geplant? Zum wiederholten Male stand das Leben der Astronauten in Gefahr, ein frühes Ende zu finden. Die Auswirkungen, die so ein dramatisches Ende, auf das Apollo – Programm gehabt hätte, kann man sich vorstellen. Es hätte ein tragisches und jähes Ende gefunden – oder wäre zumindest noch mehr gekürzt worden als dies später der Fall war.

Üblicherweise dauert die Eintrittsphase, in der die Astronauten nicht über Funk erreichbar sind, drei Minuten. Diese 180 Sekunden verstrichen furchtbar langsam, nachdem die Landekapsel in die Atosphäre eintrat und deren Hitzeschild mehrere tausend Grad Celsius aushalten musste. Als die vierte Minute anbrach und noch immer nichts zu hören war, hielten nicht nur die Nasa-Mitarbeiter im Kommandozentrum den Atem an. Gene Kranz: „Ich denke, während der Zeit musste ich doch hart schlucken, weil ich an all die gefällten, lebenswichtigen Entscheidungen dachte. Ich hatte Angst, dass wir doch etwas übersehen hätten.“ Es hatte einen guten Grund, dass die Landekapsel länger brauchte als üblicherweise: Normalerweise hätte sie Mondgestein an Bord gehabt und wäre dadurch schneller durch die Atmosphäre gerumpelt. Als sie endlich an den Hauptfallschirmen durch die Wolkendecke brach, gab es endlich Gewissheit: Apollo XIII legte eine „geglückte Notlandung“ hin!

Wir können heute nur erraten, welche Erleichterung sich im folgenden Applaus in der Komandozentrale, in den Familien der Astronauten und in den Herzen vieler Menschen in der ganzen Welt, Luft machte. Die Besatzung der Apollo XIII kehrte lebend heim – und war in wenigen Augenblicken zu weltweiten Helden geworden!

Vielleicht ist die 13 gar keine Pechzahl, sondern eine Glückszahl, denn gerade bei dieser Mission waren so viele richtige Leute an richtigen Orten um das richtige zu tun. Jim Lovell sagte einmal, er habe aus dieser Geschichte eine gewisse Gelassenheit mitgenommen, da er seither jeden Tag als Geschenk betrachtet.

Wenn Sie also, lieber Leser, bei der Zahl „13“ ängstlich werden, da Sie vermuten, es könne etwas Schlimmes passieren, denken Sie an die Apollo 13, deren Unfall vielen Menschen die Möglichkeit gab zu beweisen, dass das schier Unglaubliche möglich ist.

Am 11. April 2015 ist der Start der Apollo XIII genau 45 Jahre her.

Quellennachweis:

‚Why put names on it?‘ We decided to eliminate the names and instead put in the Latin ‚Ex Luna, Scientia‘ or ‚From the Moon, Knowledge.‘ (Jim Lovell, from an interview with Glen Swanson published in the Spring 1995 issue of Quest, The History of Spaceflight Magazine).

„Ex-Astronaut Jim Lovell Back In Spotlight, Like Space Program — Speaks In Seattle, Urges Nation To Keep Exploring Final Frontier“ by Janet I-Chin Tu, Seattle Times Staff Reporter

Apollo XIII (Bonus DVD zum Film mit Tom Hanks)

Apollo 13 (Roman zum Film von Jim Lovell und J. Kluger)

Wikipedia.de

„Apollo 13 – Die wahre Geschichte“ (Film – Dokumentation)

https://www.hq.nasa.gov/alsj/a13/a13.summary.html

„Apollo 13“ von J. Kluger und Jim Lovell

weiterführene LInks:

http://www.apolloeecom.com/

(Liebergots website)Electrical, Environmental and Consumables Manager

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Veröffentlicht unter Allgemein, Raumfahrt | Hinterlasse einen Kommentar

Kurznachricht: Christian Rode und Peter Groeger

Als ich gestern erfuhr, dass Christian Rode gestorben ist, nur etwa einen Monat nach Peter Groeger, erfasste mich – während meiner Arbeit – eine Welle von Traurigkeit.

Es gibt immer noch Menschen, die nicht wissen, wer das war. Oder die sich kaum vorstellen können, was das bedeutet, das sie nun BEIDE gestorben sind!

Ich werde ihre Stimmen als die ultimativen deutschen Sprecher von Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson nie vergessen. Im Gegenteil, ich werde mir den gesamten Canon, den sie aufgenommen haben – ja, ALLE Originale von Sir Conan Doyle UND MEHR! – regelmässig anhören.

R:I:P

Peter Groeger
1933 – 2018

und

Christian Rode
1936 – 2018

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