Sherlock Holmes – die neuen Fälle: Die letzte Symphonie

Fiel meine letzte Hörspiel – Rezension zu den „neuen Fällen“ sehr gemischt aus, ist das aktuelle Hörspiel doch um Welten besser, obwohl es auch keinen wirklich „typischen Holmes Fall“ präsentiert.

Mit das schönste an Sherlock Holmes Geschichten ist sicherlich die Einleitung. Üblicherweise geht es dabei um eine schöne Lady, die bei furchtbarem Wetter Holmes aufsucht, hilflos und nach einem Retter Ausschau haltend. Dieser Ton vieler original Fälle, wie „Die einsame Radfahrerin“ oder „Das Haus bei den Blutbuchen“, hat den original Fällen von Sir Conan Doyle etwas von „Rittergeschichte“ gegeben.

In diesem Fall ergeht sich Watson zu Anfang einiger Betrachtungen über die Veränderungen der Welt zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist kaum anders möglich als das er recht trübsinnig ist, denn der 1. Weltkrieg zeichnet sich ab, nichts ist so wie es einmal war. Wie John H. Watson hier so zu Anfang über die Veränderungen der Zeiten resümiert, könnte dies auch auf unsere Epoche gemünzt sein. So gesehen ist schon der Anfang von „Die letzte Symphonie“ anders als üblicher Weise.

Besonders an der vorliegenden Geschichte ist, dass es eine unmittelbare Fortsetzung des letzten Falls und somit auch des letzten Hörspiels handelt, welches in der Reihe „Die neuen Fälle“ erschienen ist.

Holmes und Watson sind ihrem neuen Erzfeind, Farley Straker, auf der Spur. Dieser hatte ja im letzten Fall die Pläne für eine neue Waffe an sich gebracht. Holmes ist – ganz im Sinne der Geschichte „Seine letzte Verbeugung“ – mehr für sein Vaterland im Einsatz als als beratender Detektiv.

Ort der Handlung: Eine Herberge am Meer. Das Wetter: Ein wütender Wintersturm. In der Herberge finden sich allerlei seltsame Gestalten. Als Farley Straker sich dort ganz unschuldig gibt, werden Holmes und Watson sehr misstrauisch. Und wer ist die in dicken Verbänden auf einem Bett liegende Person? Was für ein seltsames Spiel spielt der Herbergs“vater“?

Man ahnt während des gesamten Hörspiels nicht, was für ein großer letzter Akt dieser Geschichte innewohnt. Als es dann soweit ist, scheint Sherlock Holmes sich in der Tat ein letztes Mal verbeugt zu haben.

In meiner letzten Rezension vermerkte ich noch, Straker sei zu theatralisch dargestellt worden, ja, stelle sich selbst zu übertrieben dar. Aber in dieser Episode geschieht alles im rechten Maß.

Ich würde mich freuen, wenn wir in Zukunft Sherlock Holmes Geschichten aus dem 20. Jahrhundert – mit gelegentlichen Rückblicken – hören könnten….

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