Titania Medien: Sherlock Holmes – „Eine Frage des Teers“ (39) und „Die dritte Botschaft“ (40)

Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle (40) – Eine Frage des Teers

Schon die Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle hingen von einem Detail ab. Denke man an „The man with the twisted lip“ zum Beispiel oder an „das Ereignis mit dem Hund in der Nacht“ in der Story „Silver Blaze“. Auch in „Eine Frage des Teers“ geht es am Ende um ein Detail, eben jene „Frage des Teers“, die den Raub jener wertvollen Tiara aufklärt, die John Falconer aus seinem Haus entwendet wurde.

Der Kreis der Verdächtigen ist klein, das größte Motiv hat offenbar der „Verlobte in spe“ seiner Tochter, der bekannt für seine Schulden und seinen beruflichen Mißerfolg ist. Das sich die Tochter, Beryl, damit an Sherlock Holmes wendet, weil sie an dessen Unschuld glaubt, erweist sich – wie sollte es anders sein – als eine sehr gute Idee.

Wieder verwöhnt uns Titania mit einem opulenten Stück „Kopfkino“. Effekte, Musik und Stimmen runden die Handlung ab. Neben den überzeugenden Stammsprechern (Joachim Tennstedt und Detlev Bierstedt) kommen so charismatische Sprecherinnen und Sprecher wie Fabienne Hesse, Valentin Stroh, Gerhard Fehn, Christian Stark, Horst Naumann, Martina Linn Naumann, Claudia Urbschat-Mingues, Danila Gehrmann, Dirk Petrick und der unvergleichliche Eckart Dux (in einer Nebenrolle) zu Wort.

Speziell am Anfang (Stichwort „Holmes und Ordnung“) bekommt der geneigte Hörer auch einen intimen Einblick in die Baker Street 221B, den wir sonst noch nie erleben durften. Ich musste schmunzeln…

Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle (41) – Die dritte Botschaft

An den Fall „Die fünf Orangenkerne“ erinnert „Die dritte Botschaft“. Sir James Brackenbury kam eigentlich durch einen Unfall ums Leben. Zuvor jedoch erhielt er einen seltsamen anonymen Brief, dessen bloße Existenz ihn in helle Aufregung brachte und noch etwas ist auffällig: Er stürzte gerade an dem Ort zu Tode an dem er – dem Brief folgend – ein Dokument hinterlegen sollte. Holmes stellt dem vermeintlichen Mörder eine Falle… Mehr soll dazu nicht verraten werden.

Bei diesem Hörspiel macht es besonders Freude, der Chemie zwischen Holmes und dem Inspektor (Joachim Tennstedt und Rainer Gerlach) zu lauschen. Die beiden verstehen sich nämlich so gar nicht, wobei sie dies aber nicht direkt aussprechen. Es kommt zu dem einen oder anderen originellen Schlagabtausch.

Die wohlklingenden Stimmen von Helmut Zierl, Peter Weis, Valentin Stroh, Dirk Petrick, Christian Stark und Rainer Gerlach ergänzen die eingespielten Stammsprecher Joachim Tennstedt und Detlev Bierstedt.

Im Fazit sind beide Hörspiele wieder ganzer Genuß fürs Kopfkino dank spannender Geschichten, toller Stimmen und fulminanter Hintergrundgeräusche sowie passender Musik, die einem diese Geschichten wie einen alten Hollywood – Streifen vor Augen führt.

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