Jeremy Brett´s Sherlock Holmes – eine Erinnerung

Es war irgendwann in den 1980er Jahren. Meine sherlockianische Brieffreundin Daniela K. aus Bonn hatte mir in einem Brief geschrieben, dass es demnächst die tolle Sherlock Holmes Serie mit Jeremy Brett und David Burke auch im deutschen TV gäbe.

Ich war erfreut und skeptisch gleichermaßen. Ich hatte doch schon „meinen“ besten Sherlock Holmes: Basil Rathbone! Die Originalgeschichten kannte ich nur teilweise und aus diversen Übersetzungen. Die große Haffmans – Übersetzung gab es noch nicht. Bekannt war mir die teils gekürzte Ullstein – Übersetzung, in der sich die Zimmernachbarn Holmes und Watson Duzen, was meiner Vorstellung völlig widersprach.

Schließlich war ein Freund so nett die erste auf dem DDR – Fernsehen ausgestrahlte Folge für mich aufzunehmen. „The speckled Band“. Wir sahen sie uns gemeinsam an und ich muss sagen, dass mir das Setting zwar außerordentlich gut gefiel, aber der Holmes! Mein Gott, was für ein blasierter, eigenwilliger Mensch! Pomade im schwarzen Haar, voller Ticks und mit einem merkwürdigen Gebaren. Erstmal wusste ich nicht recht, was ich von ihm halten soll. Das war so was von „KEIN RATHBONE“, dass ich abgeschreckt war.

Einen gewissen Reiz hatte die Serie dennoch und so ist es kein Wunder, dass ich dran blieb. Teils fand ich die Folgen etwas lahm („Die einsame Radfahrerin“ z.B.), dann auch wieder höchst spannend („Der griechische Dolmetscher“ z.B.).

So die einzelnen Folgen ver-folgend wurde ich automatisch zu einem Fan dieses schrulligen Detektivs. Die Haffmans – Übersetzung, die wohl die akkurateste von allen deutschen Übersetzungen bis zum heutigen Tage ist – zeigte mir (zu meiner Überraschung) keinesfalls einen Basil Rathbone (den ich aber auf ewig bewundern und im  Herzen tragen werde), sondern einen Jeremy Brett! So bekam auch Brett einen Ehrenplatz auf meiner imaginären Tribüne, zu der sich später noch Geoffrey Whitehead, Christopher Plummer und viele mehr gesellen sollten…

Autogramme und Erinnerungen…

Als Brett und der spätere Watson (Edward Hardwicke) auf Tour gingen (Wynhdams Theater, „The Secret of Sherlock Holmes“) war ich leider noch zu mittellos und unsicher, um mir einen Trip nach London zuzutrauen. Ein Freund brachte mir ein T-Shirt, ein Plakat und Flugzettel der Show mit.

Zu dieser Zeit schrieb ich auch an Granada TV und bat um ein Autogramm von Jeremy Brett und Edward Hardwicke. Zurück kam der „Sherlock Holmes Granada Companion Nr. 1“ mit einer tiefen Entschuldigung dafür, dass die Darsteller aktuell nicht „under contract“ seien, weil sie ja ihr Bühnenstück aufführten. Der Companion sei ein kleines Trostpflaster. Es war ein großes 😉

Dennoch schrieb ich – unermüdlich – an das Wyndhams und erhielt eines Tages einen Brief, gerichtet an „Matthias Wieprecht, Esq.“ aus London. Inhalt waren ein Autogramm von Jeremy Brett (leider schrieb er mit dunkelblauer Tinte auf schwarzen Hintergrund, aber sei es drum) und einen jener Wyndhams Flugzettel mit einem Autogramm von Edward Hardwicke. Meine Freude war maßlos. Hätte ich geahnt, dass Jeremy Brett bereits zum BESTEN Holmes im Fernsehen geworden war, hätte ich mich vielleicht sogar noch mehr gefreut.

Jeremy Brett´s Autogramm: Nur für geübte Augen erkennbar, aber immerhin!

Ich bestellte mir den Soundtrack beim damals noch existierenden „Cinema Soundtrack Club“ und sah mir alle Folgen an, die folgen sollten, bis ich Brett und Holmes für kurze Zeit in einer wilden, schrägen Phase meines Lebens aus den Augen verlor.

Etwa 1994 kamen die letzten Langfilme mit Brett auf Tele5 und ich war so erfreut wie erschrocken. Jeremy Brett wirkte krank und war extrem dick geworden, aber auch die Handlungen von „The last Vampyre“ und „The eligible bachelor“ waren verwirrend, verstörend und den Originalgeschichten wie dem wunderbaren Darsteller unwürdig! Alleine „Der Erpresserkönig“ vermochte noch zu überzeugen.

Im Zivildienst las ich 1995 in einem Detektiv – Magazin wieder von Jeremy Brett, dort, ich war bestürzt, von seinem Tod. Ich las die ganze Geschichte um seine Krankheit und seinen Tod. Depression, falsche Medikation, Probleme mit dem Herzen… Schrecklich!

Viel später in meinem Leben schrieb ich Edward Hardwicke, weil ich seine aufgenommenen Hörbücher (Sherlock Holmes Stories) entdeckt hatte. Ein spätes Wiederhöhren mit Watson 😉 Der Mann antwortete nicht nur mit einem Autogramm, sondern mit einem langen, handgeschriebenen Brief, in dem er ebenfalls bestätigte, wie sehr er Jeremy jeden Tag vermisse.

Traurig enden meine Erinnerungen damit, dass ich irgendwann auch von dem Krebs-Tod Edward Hardwicks (2011) las.

Wie der Original-Holmes werden auch Brett, Burke und Hardwicke nie vergessen sein!

Wassili Liwanow´s Sherlock Holmes auf DVD

Wassili Borissowitsch Liwanow wurde 1935 in Moskau geboren. Zwischen 1979 und 1986 erschienen fünf Filme mit ihm als Sherlock Holmes. Dr. Watson wurde von Witali Solomin gespielt (1941 – 2002).

Für seine Darstellung als Sherlock Holmes erhielt der russische Darsteller den „Order of the british empire“, einen Ritterorden, der für besondere Dienste im Bereich Wissenschaft und Kultur vergeben wird. Er ist der einzie Russe, dem diese Ehre zuteil wurde. Die Tochter von Sir Arthur Conan Doyle (Jean Conan Doyle) meinte einmal, ihr Vater würde die Holmes – Darstellung Livanows sicherlich gutheißen.

Pidax brachte die drei Doppel – Folgen auf DVD heraus, die aktuell mit deutscher Synchronstimme vorliegen:

Der Hund von Baskerville (1981), allseits bekannt und geschätzt…

Der Schatz der Agra (1983), der – im Gegensatz zu „Der Hund von Baskerville“ – neben dem Hauptfall (hier: „Das Zeichen der Vier“) auch noch „Ein Skandal in Böhmen“ in Szene setzt.

Sherlock Holmes im 20. Jahrhundert (1986) wiederum setzt das Schlusslicht der erfolgreichen Serie. Gleich vier Erzählungen fanden hier Eingang: „Der Daumen des ingenieurs“ (selten verfilmt!), „Der zweite Fleck“, „Die Bruce-Partington-Pläne“ und „Seine Abschiedsvorstellung“ (ebenfalls selten verfilmt).

Was wir nicht auf deutsch und somit bei Pidax zu sehen bekommen, da keine deutsche Synchronisation vorliegt, sind die Folgen:

Sherlock Holmes und Dr. Watson (1979), in dem die „Studie in Scharlachrot“ sowie „Das gefleckte Band“ verarbeitet wurden.

und

Die Abenteuer von Sherlock Holmes und Dr. Watson (1980). Hier wurden der Fall „Charles Augustus Milverton“, „Das letzte Problem“ und „Das leere Haus“ verwendet.

Aber wie gefielen mir die Verfilmungen? Ganz ehrlich gesagt gefallen sie mir „ganz gut bis recht gut“. Sie reichen meiner Ansicht nach keinesfalls an Jeremy Brett und Co. heran, dafür ist die Serie visuell zu sehr zwischen „ein wenig zu unenglisch“ und „offensichtlich russisch“ angesiedelt. Dann wieder ist es den Produzenten doch gelungen hier und da London aus den Mauern russischer Städte erstehen zu lassen. Man arbeitete z.B. mit Fotos des „Elizabeth Towers“ (Big Ben), um dann z.B. im Beispiel der Themse-Verfolgungsjagd in „Der Schatz der Agra“ einen sehr ähnlichen Fluss mit sehr ähnlichem Ufer zu zeigen. Eine „Fast Themse“. In der Verfilmung mit Jeremy Brett, die ja auch die 80er Jahre durchzog, konnten die Produzenten natürlich die echte Themse verwenden, was eindeutig ein Vorteil war. Auch sah der „Wilde“ (Tonga) im britischen Pendant eindeutig „wilder“ aus als der des russischen Vetters.

Liwanow als Sherlock Holmes im „Hund von Baskerville“ (c) Pidax

Die Personen verhalten sich, vom Temperament her, teils weniger „steif“ als man das von britischen oder sogar amerikanischen Verfilmungen kennt. Henry Baskerville z.B. wirkt wie die „Karikatur“ eines großspurigen Cowboys, den es nach England verschlagen hat. In „Der Schatz der Agra“ kommt es zu einem witzigen Moment, in dem sich Holmes verkleidet hat und Lestrade dies zunächst nicht bemerkt. Danach lachen sich alle Beteiligten beinahe „tot“, wobei Lestrade heftig gesikuliert. Er gestikuliert überhaupt ständig, wenn er spricht.

Die Spielfreude der Schauspieler ist dabei jedoch, trotz aller Befremdlichkeiten, offensichtlich. Alle sind mit Herzblut dabei! Sie haben auch keine Vorgänger, an denen sie sich unbedingt hätten messen müssen, wie das automatisch bei britischen oder amerikanischen Darstellern / Produktionen der Fall gewesen wäre. Nicht nur ließen sie sich merklich unbeeindruckt von schauspielerischen Vorgängern wie Basil Rathbone und Douglas Wilmer, es wurden auch mitunter weitgehend unverfilmte Geschichten produziert.

Die frischen Gesichter mit ihrem frischen Herangehen kommen mit einer Art „Unschuld“ daher. Am Ende könnten dies tatsächlich Holmes und Watson sein, denn sie sind ganz anders und gleichzeitig genau so wie in den Werken von Sir Arthur Conan Doyle. Die Reihe zeugt jedenfalls von Einfallsreichtum und einer ganz deutlichen Liebe zu den Originalwerken.

Solomin´s Dr. Watson hat einen eigenen Charme (c) Pidax

Es gibt auch einige Situationen, in denen Holmes – sei es wörtlich oder mittels gekonnter Kameraeinstellung samt Musik – als Held gefeiert wird und andere, in denen der Zusammenhalt von Holmes und Watson noch viel klarer im Vordergrund steht als selbst im literarischen Original. Gefragt, ob er bereit wäre aktiv zu werden, ggf. auch kriminell zu werden, steht er sofort parat, ohne Fragen zu stellen. Die beiden Darsteller spielen ihre tiefe Verbundenheit so überzeugend, dass ich davon ausgehe, dass sie sich auch im realen Leben sehr gut verstanden haben.

Das man verschiedene Originalgeschichten miteinander verwoben hat ist, meiner Meinung nach, eine geniale Idee. So wurden lange Filme gedreht, die aber doch keine Pastiches sein müssen, weil sie die Originale erzählen. Auch hat die Serie einen ganz eigenen Humor, etwa, wenn Mycroft Holmes zwischen lauter klingelnden Telefonen sitzt, die er – im Gespräch – abnimmt und wieder auflegt, weil er sich ja im Gespräch befindet.

Die Synchronisation, speziell vom „Hund von Baskerville“, ist teilweise nur schwer zu ertragen, was die Hintergrundkulisse und Geräusche angeht. Etwa wenn geschossen wird, Rauch aus der Pistole steigt, aber kein Knall zu hören war. Die verwendeten Hintergrundgeräusche bleiben minimal. Im Wohnzimmer hört man gemütlich eine Uhr ticken, aber nicht den Kamin mit seinen knisternden Holzscheiten und auch das absetzen eines Cognakglases ist nicht zu vernehmen. So hat man damals zuweilen „synchronisiert“, aber teils ist das schon gewöhnungsbedürftig.

Last but not least war es für mich – als langjährigen Fan – immer schon eine große Frage, was sich hinter der legendären Serie mit Wassili Liwanow und Witali Solomin, verbirgt. Pidax sei Dank können wir deutschen Fans nun die deutsche (DDR-)Synchronisation auf DVD erstehen. Niemals im Leben hätte ich geglaubt, dass ich das mal tun könnte.

Sich ein eigenes Bild der Filme zu machen rate ich jedem Sherlockian(er) im deutschsprachigen Gebiet an. Es ist auf jeden Fall eine interessante Erweiterung des Bildes von Mr. Sherlock Holmes, Baker Street 221B. Übrigens besuchte Liwanow die Original – Baker – Street! Im russichen TV wurde seinerzeit berichtet. Ein Bild vom Liwanow – Holmes vor der Tür des Sherlock Holmes Museums ist dort auch heute noch zu erstehen.

Die DVDs jedoch, von denen dir Rede ist, könnt ihr hier erhalten:

https://www.pidax-film.de/advanced_search_result.php?keywords=sherlock+holmes

Star Wars? Danke, Disney, danke!

Ich bin dankbar dafür, dass Disney und Kathleen Kennedy die neue Trilogie erschaffen haben. Ohne sie hätten wir nie wieder Luke Skywalker, Leia Organa oder Han Solo im Kino zu Gesicht bekommen. Aber auch über Poe, Finn, Rey und auch Rose freue ich mich. Die Idee, den Imperator zurück zu holen ist genial und funktioniert auch in Episode IX. Sogar rückwirkend. Aber heute wird alles analysiert und schlecht gemacht. Heute achten die Kinder darauf, dass keine Petersilie in ihrer Suppe schwimmt! Nicht, dass man die unbedingt großartig schmecken würde. Alleine das sie da schwimmt reicht, um das Essen zurück in die Küche gehen zu lassen.

Als damals Episode IV als „Krieg der Sterne“ in die Kinos kam, hatte noch niemand auf der Welt ein Bild von „Krieg der Sterne“ im Kopf. Ich bin überzeugt, dass es nur deshalb ein so großer Erfolg werden konnte. Hätte George Lucas „Flash Gordon“ verfilmt, hätte er viele Fans von Flash Gordon nur enttäuschen können.

Heute „weiß“ jeder, was „Star Wars“ ist. Gleichzeitig weiß es keiner. Statt sich einfach zu freuen, dass es verdammt nochmal endlich weiter geht mit dieser totgesagten Saga, wird genölt. Klar, ich wollte auch nicht, dass Snoke in VIII stirbt. Oder Luke. Aber es gab endlich wieder unsere Helden auf der Leinwand zu sehen. Und obschon Luke Skywalker in VIII stirbt, wird hier Luke gefeiert. Er wird vom Einsiedler, der im Exil lebt (Yoda lässt grüßen) zum Idealisten, der er ja eigentlich immer im Herzen gewesen ist. Der er auch in IX konsequent ist.

Okay, eine drei Teile überspannende Story – Outline hätte sein müssen. Das sehe ich auch kritisch. Aber am Ende passt es doch alles überraschend gut zueinander!

Ich mochte auch „Rogue One“ und noch mehr „Solo“. Aber überall wird genölt. Ich glaube, nur, wenn Star Wars in einem Sarg sein Dasein fristen würde und niemand den Schlüssel dazu hätte, würden sich die Menschen wieder erzählen, wie genial diese Serie war. Auch die letzten Filme. Und in zwanzig, dreißig Jahren könnte man Sätze hören wie „Hey, die müssten mal wieder einen Star Wars drehen!“ Aber wehe, wenn 😉

Ich bin kein „Ja“-Sager. Ich mochte Episode II kaum, III am meisten von den Prequels, aber perfekt ist er nicht. Wir können uns auch kritisch darüber unterhalten, inwiefern die Prequels und die Original Trilogie überhaupt zusammen passen. Dürfte eine lange Diskussion werden… Ich bin durchaus kritisch, aber mir gefällt bisher alles, was ich von Disney sah in Sachen „Star Wars“. Klar, mal mehr und mal weniger, aber schlecht war da gar nichts. Ich werde nicht von Disney bezahlt, merke aber, dass es schon eines gewissen Mutes bedarf, öffentlich zur neuen Trilogie zu stehen oder überhaupt zu „Disney / Star Wars“. Muss nicht jeder mögen, aber hey, wenn man es mag: Ist doch okay!? Leben und leben lassen.

Sherlock Holmes grösster Fall (A study in Terror, 1965), auf Blu – Ray

Der bestialische Mord an fünf Prostituierten sorgt im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts für Aufsehen. Als der als Jack the Ripper bekannte Täter weitere Morde ankündigt, schaltet sich Londons berühmtester Detektiv in den Fall ein: Sherlock Holmes. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Watson folgt er der blutigen Spur des Serienkillers bis in adelige Kreise und in das von den Morden aufgeschreckte Armenviertel von Whitechapel. Das Aufeinandertreffen zweier Legenden der britischen Kriminalgeschichte scheint unausweichlich…

„Sherlock Holmes grösster Fall“ ist seit einiger Zeit als Blu-Ray bei Koch erschienen. John Neville verkörpert in dieser Variante eines Aufeinandertreffens von Sherlock Holmes und Jack the Ripper, den Meisterdetektiv. Ihm zur Seite steht Donald Houston als schneidiger Dr. Watson, der dem der Originalgeschichten ähnelt, kluge Beiträge liefert und auch mal mit Hand anlegt, wenn es zu einer Rangelei kommt. Ganz der Soldat, der an sich im Burenkrieg eine Verwundung zugezogen hat, aber im Herzen immer noch wagemutig geblieben ist.

(c) Koch Media. Mycroft Holmes, Dr. Watson, Sherlock Holmes und Lestrade

Weitere Darsteller sind z.B. John Fraser als Lord Carfax, der dem männlichen Schönheitsideal der späten 60er entspricht (der Film stammt von 1965), Anthony Quale als Doctor Murray, Frank Finlay, der hier – wie auch in dem „Holmes-Ripper-Film“ Mord an der Themse (1979) – Inspector Lestrade darstellt, eine sehr junge Judy Dench als Sally sowie der Charakterdarsteller Robert Morley als Mycroft Holmes.

Wer die Zeichnungen von Sidney Paget zu den Originalgeschichten von Sir Conan Doyle kennt, der wird erkennen, wie frapant ähnlich Robert Morley dem älteren, untersetzten Bruder des Meisterdetektivs aussah!

Lange Zeit hatte ich Schwierigkeiten mich diesem Film zu öffnen, was in meinem Fall vor Allem an den vielen Gesangseinlagen im Pub lag, die mich immer wieder abschreckten (manchem gefällt das ja, aber ich fand sie zu lang und auditiv wenig ansprechend).

Als alter Holmes – Fan musste ich mir den Film aber natürlich wenigstens einmal ansehen und sei es nur, um eine Meinung dazu zu haben. Da kam mir die Blu-Ray von Koch gerade Recht. In der Tat wirkt der Film inden nunmehr brillantenFarben und mit einem weit besseren Bild auf der Blu-Ray viel reizvoller alsl je im Fernsehen.

(c) Koch Media. Frank Finlay in seiner ersten Darstellung Lestrades

Das ich ihn mir nunmehr auch ganz ansehen „konnte“ war durchaus zu meinem Vorteil: Der Film ist gut, spannend und hat auch die eine oder andere unerwartete Wendung. Vor Allem aber zeigt sie ein glaubwürdiges, tolles „Holmes – Watson – Gespann“. Gewisse Kameraeinstellungen und Frisuren erinnern etwas an die 60er Jahre (bzw. sind „typisch“ für diese Zeit) und auch der Ablauf der Ripper – Morde ist nicht korrekt dargestellt (kein Opfer wurde in Wirklichkeit je in einem Wassertrog gefunden…z.B.), dennoch kommt ein positiver Gesamteindruck auf und man bewegt sich geistig im Vor-vorigen Jahrhundert auf den Straßen Londons. Was will man als Sherlock Holmes Enthusiast mehr?

(c) Koch Media. Doctor Murray: Ist er Jack the Ripper?

Die – sehr zu empfehlende – Blu-Ray (klasse Bildqualität, guter Ton!) beinhaltet obendrein noch eine Bildergalerie und einen Trailer. Regie zu dem Werk, das seinerzeit noch härter und stimmungsvoller wirkte als in unseren Zeiten, wurde vom Regisseur James Hill verfilmt.

Hier bekommt ihr die Blu-Ray:

https://www.amazon.de/Sherlock-Holmes-gr%C3%B6%C3%9Fter-Fall-Blu-ray/dp/B074W99R21/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=sherlock+holmes+gr%C3%B6%C3%9Fter+fall+blu+ray&qid=1578485096&sr=8-2