Die Truman Show: Reflektiert

Wir alle sind Truman. Wir alle leben in einer von Werbung durchsetzten Welt, die uns manipuliert und versucht uns unsere Proritäten zu suggerieren. Wir alle leben in einem Hamsterrad und es gilt als mehr als unschicklich aus jenem herauszufallen, geschweige denn bewusst heraus zu treten. Dabei meinen es die Meinungsmacher gar nicht böse mit uns und die politische Führung meint es sogar gut, wie Ed Harris Charakter in der „Truman Show“: Allein die Vorstellung dessen, was für Truman gut ist unterscheidet sich wohl von dem, was Truman selbst für richtig hält.

Langsam aber sich wird es vielen klar: Das Leben ist mehr als „Hamsterrad“. Mehr als „Werbung“ und die schöne Welt von weißen Gardinen, wertvollen Zerealien und geilem Geiz.

Sehnsüchtig verfolgt der Zuschauer, wie Truman am Ende des Films aus der Tür in die vermeintliche Freiheit tritt. Für den Moment ist auch egal, ob die Welt, die Truman betritt, die „wirkliche Welt“ sich so sehr von der unterscheidet aus der er kommt. Sicher ist nur, dass die Entdeckung jener Welt und der Schritt durch die Tür gleichzusetzen ist mit dem ersten Feuer der Menschheit, mit purer Erkenntnis des wahren Selbst sowie der skeptischen Reflektion über das „So-Sein“ der Umsände, in denen er sich befindet.

Innen drin wissen wir es alle: Das Schreiten durch die Tür wird für uns normal sterbliche jenseits der Leinwand, jenseits der Tür, stets nur eine Sehnsucht sein, aber vielleicht können wir es Truman im Kleinen dennoch gleichtun und herausfinden, wer wir wirklich sind, was wir wirklich auf der Bühne des Lebens – in dieser kurzen Zeitspanne unserer Existenz – wollen und worum es hier wirklich geht. Truman ist somit nicht nur ein Revolutionär, mit dem sich alle vor den Fernsehapparaten mit-freuen, da sie sich mit ihm identifizieren, er ist auch Leitbild.

(c) Paramount Pictures

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