{"id":1546,"date":"2019-12-28T20:12:11","date_gmt":"2019-12-28T19:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1546"},"modified":"2019-12-28T20:12:11","modified_gmt":"2019-12-28T19:12:11","slug":"john-williams-der-maestro-unter-den-filmkomponisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1546","title":{"rendered":"John Williams- der Maestro unter den Filmkomponisten"},"content":{"rendered":"<p>(<em>Diesen Text schrieb ich f\u00fcr den Fedcon Insider, wo er Anfang 2018 erschienen ist.<\/em>)<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Pr\u00e4ludium<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch und sehe aus dem Fenster heraus. Die Sonne scheint, viele Menschen tummeln sich im Hof, w\u00e4hrend ich \u201eThe menu\u201c aus dem Score von\u201eJaws 2\u201c h\u00f6re. Durch die Musik wirkt das bunte Treiben beinahe ironisch, \u00e4hnlich wie das Treiben am Strand in \u201eDer wei\u00dfe Hai 2\u201c zu jener Musik. Selbiges habe ich mit Williams schon \u00f6fter erlebt. Etwa w\u00e4hrend einer Bahnfahrt. Ich h\u00f6rte mir \u201eThe mountain\u201c aus \u201eClose Encounters of the third kind\u201c an, w\u00e4hrend wir durch einen Tunnel fuhren. Als wir den Tunnel verlie\u00dfen, ert\u00f6nt das erste Crescendo im St\u00fcck, danach wird es ruhiger und die Landschaft, die an dem Zug vorbei\u201cf\u00e4hrt\u201c verschmilzt scheinbar mit der Musik. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Filmmusik von John Williams bezaubert mich seit meiner Kindheit. Schon bevor ich die gro\u00dfen Steven Spielberg Filme oder \u201eStar Wars\u201c \u00fcberhaupt sehen durfte, h\u00f6rte ich schon seine Musik und sp\u00fcrte, wie gro\u00dfartig die Filme wohl sein mussten, die dazu geh\u00f6rten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Damals noch unwissend, dass es sich dabei um Filmmusik von John Williams handelte, fand ich schon das Eingangsthema der Serie \u201eTime Tunnel\u201c ausgesprochen innovativ und magisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Williams verdanke ich viele spannende, wunderbar emotionale Momente. Seine Musik ist wie Malerei. Kaum h\u00f6rt man ihre Kl\u00e4nge, sieht man Bilder vor seinem geistigen Auge. Seine Musik ist Magie, sie f\u00fcllte schon viele Filme mit einer wundersch\u00f6nen \u201eSeele\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es wird Zeit, diesem so genialen wie bescheidenen K\u00fcnstler einen Artikel zu widmen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Schlaglichter um ein Genie<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">John Williams, geboren am 8. Februar 1932 in New York, ist seit den 1970er- Jahren jedem ein Begriff, der sich auch nur ansatzweise f\u00fcr Filmmusik interessiert. Im Musik-Genre nennt man ihn den \u201eMaestro\u201c. Kein Wunder, denn die Liste seiner Preise f\u00fcllen schon mindestens zwei Leben aus. Seinen ersten \u201eGolden Globe\u201c und seinen ersten \u201eOscar\u201c erhielt er 1975 f\u00fcr seine eing\u00e4ngige Musik zu \u201eDer wei\u00dfe Hai\u201c. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Spielberg, f\u00fcr den dies nach \u201eSugarland Express\u201c (1974) die zweite Zusammenarbeit mit Williams war, erz\u00e4hlt bez\u00fcglich \u201eJaws\u201c oft folgende Geschichte: Williams wollte Spielberg seine Idee zu dem Thema von \u201eJaws\u201c auf dem Klavier vorspielen. Steven Spielberg erwartete etwas unheimliches, etwas wie seltsame \u201eWeltraum &#8211; Musik\u201c, nur \u201eunter Wasser\u201c. Doch statt einer gro\u00df angelegten, orchestralen Melodie verwendete Williams nur zwei Zeigefinger um ihm das uns heute bekannte Thema des wei\u00dfen Hais vorzuspielen. Spielberg lachte zun\u00e4chst dar\u00fcber, meinte das sei ein Scherz. Aber mit der Zeit passte es immer besser und schlie\u00dflich erkannte Spielberg, dass dies in der Tat ein brillantes, passendes Thema war. John Williams fand es deshalb so sch\u00f6n, weil es je nach Tempo und Intensit\u00e4t gespielt unterschiedlich verwendet werden konnte. Es konnte einen Hai \u201edarstellen\u201c, der in der Ferne lauert, einen der n\u00e4her kommt und \u2013 einen, der zupackt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1977 erhielt der Komponist seinen zweiten \u201eGolden Globe\u201c (und seinen zweiten \u201eOscar\u201c) &#8211; f\u00fcr \u201eStar Wars\u201c. In einem Interview mit dem <i>Music Express Magazine <\/i>wurde Williams einmal gefragt, wie er an das Schreiben von Themen herangeht. Themen seien das Schwierigste, meinte Williams daraufhin, aber er w\u00fcrde den Charakter analysieren, f\u00fcr den er ein Thema schreibt. In Darth Vaders Fall: \u201eDa ist gro\u00dfe Autorit\u00e4t, gro\u00dfe Macht, auch in mancher Hinsicht be\u00e4ngstigend, jemand, der auch ein milit\u00e4risches Verhalten aufweist. Das sind f\u00fcr mich die Ausgangspunkte, die dazu f\u00fchren, dass ich ein Thema finde, dass den entsprechenden Charakter auszeichnet.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1982 folgte der dritte \u201eGolden Globe\u201c und der dritte \u201eOscar\u201c, den er f\u00fcr \u201eE.T.\u201c erhielt. Schon auf dem LP \u2013 Cover des Soundtracks gab es damals eine kleine Notiz von Steven Spielberg, in der er sagt, \u201eWilliams sei E.T.\u201c, was er 2016, w\u00e4hrend des AFI Life Achivment Awards, in dem das Lebenswerk von John Williams geehrt wurde, noch mehr ausf\u00fchrte. Williams w\u00fcrde den Filmen Glaubw\u00fcrdigkeit einhauchen, sagte der Regisseur. Ohne die Magie seiner Musik w\u00fcrden \u201ekeine M\u00e4nner mit roten Capes fliegen k\u00f6nnen, es g\u00e4be keine \u201eMacht\u201c, Dinosaurier w\u00fcrden nicht auf der Erde wandeln und Besen nicht in Quidditch-Matches fliegen k\u00f6nnen. Wir w\u00e4ren nicht erstaunt, w\u00fcrden nicht weinen, w\u00fcrden nicht glauben [was wir sehen].\u201c Er endete seine Rede mit den Worten: \u201eJohn, you breath belief into every film we have made.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1994 erhielt er noch einen \u201eOscar\u201c f\u00fcr seine Filmmusik zu Steven Spielbergs \u201eSchindlers Liste\u201c. Hier zeigten sich Spielberg und Williams beiderseits von einer anderen, ernsteren Seite. Als John Williams von Spielberg erfuhr, dass er die Musik zu diesem Film schreiben w\u00fcrde, sagte er: \u201eDaf\u00fcr brauchst du einen besseren Komponisten!\u201c Spielberg antwortete schlagfertig: \u201eJa, ich wei\u00df, aber die sind alle tot!\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Genial sein ist nicht genug, Williams ist zudem auch noch \u00e4u\u00dferst bescheiden: J. J. Abrams erz\u00e4hlte in einem Interview, dass auf dem PBS SoCal Chanel in Amerika gezeigt wurde \u2013 es ging um dessen Zusammenarbeit aufgrund von \u201eThe Force Awakens\u201c &#8211; John Williams sei \u201eder ehrlich bescheidenste Mensch auf der Welt. [\u2026] Man muss sich einmal diese Filme ohne seinen Soundtrack ansehen, das w\u00e4re eine g\u00e4nzlich andere Erfahrung. Man kann die Wichtigkeit der Rolle, die er f\u00fcr die Filme gespielt hat, f\u00fcr die er komponiert hat, nicht genug betonen. Und er spricht nicht wie ein Mensch, der irgendetwas erreicht h\u00e4tte! Er spricht \u00fcber seine Musik in der bescheidensten Art und Weise, Das ist eine der sch\u00f6nsten Dinge, er ist authentisch und [\u2026] einfach nur der K\u00fcnstler, der [\u2026] uns mit seiner Musik ber\u00fchrt.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer sich ein Interview mit John Williams ansieht, versteht, was J. J. Abrams hier anspricht. Williams Art ist auf angenehme Weise schlicht. Er kommt nicht mit Stolz geschwellter Brust daher als m\u00fcsse er behandelt werden wie ein \u201eMaestro\u201c, sondern eher wie der Nachbar, den man im Supermarkt trifft. Dabei h\u00e4tte er allen Grund, auf seine Werke stolz zu sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Selbst in dieser unvollst\u00e4ndigen Betrachtung seines Werks darf \u201eHedwig\u00b4s Theme\u201c und \u00fcberhaupt der komplette Soundtrack zu \u201eHarry Potter und der Stein der Weisen\u201c nicht fehlen. Chris Columbus selbst, der Regisseur des ersten Teils der Zauberer-Geschichte nach J. K. Rowling, bat John Williams darum, dass er den Soundtrack schreibt. Sp\u00e4ter \u2013 als die Geschichten ernster werden und die Regisseure wechseln \u2013 \u00e4ndern sich auch die Komponisten, aber \u201eHedwig\u00b4s Theme\u201c ist die Erkennungsmelodie f\u00fcr Harry Potter \u00fcberhaupt geblieben.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Seinen vierten und bislang letzten \u201eGolden Globe\u201c erhielt John Williams 2005 f\u00fcr seine Musik zu dem Film \u201eDie Geisha\u201c. Dies war der erste Film, um dessen Mitwirkung Williams bat und der Regisseur, Rob Marshal, war sehr \u00fcberrascht von dieser Anfrage, denn schlie\u00dflich war er \u00fcbergl\u00fccklich, John Williams f\u00fcr den Film bekommen zu haben. Williams \u00fcberraschte Rob Marshal nochmals als er den bekannten Violinisten Itzhak Perlman sowie den ber\u00fchmten Cellisten Yo-Yo Ma mit an Bord nahm, um dem Film seinen musikalischen Anstrich zu verleihen. Hier suchte Williams eine Herausforderung, experimentierte mit konservativen und traditionellen, chinesischen Instrumenten. Wer die Musik h\u00f6rt, erkennt seinen \u201ePinselstrich\u201c. Ein \u201eechter Williams\u201c.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Biografisches<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Esther Williams, geborene Towner, und Johnny Williams 1932 in New York ihren frisch geborenen Sohn in H\u00e4nden hielten, war dessen Schicksal schon vorgezeichnet, denn sein Vater war Schlagzeuger in dem \u201eRaymond Scott Quintet\u201c. John verstand sich gut mit seinem Vater, der ihm schon im Alter von 3 Jahren erste Notenkenntnisse vermittelte. Mozart l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach dem Weltkrieg, 1948, zog die Familie nach Los Angeles. Dort besuchte er die \u201eUniversity of California\u201c. Der italienische Komponist Mario Casteluovo Tedesco (1895 \u2013 1968) unterrichtete ihn hier in Komposition. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nach seinem Wehrdienst bei der Air Force zog er wieder zur\u00fcck nach New York, besuchte hier die Juilliard School. Dort erhielt er Klavierunterricht von der russischen Rosina Lhevinne. Schon bald spielte er als Jazz-Pianist in vielen New Yorker Jazz-Clubs. Da mag es auch nicht verwundern, wie er den weltber\u00fchmten \u201eCantina Song\u201c komponieren konnte, obwohl er doch sonst eher der Klassik zu zugeh\u00f6ren scheint. 1951 ver\u00f6ffentlichte er seine erste Klavier-Sonate, er begann an diversen klassischen Werken zu schreiben und arbeitete erstmals \u2013 wieder zur\u00fcck in Los Angeles \u2013 f\u00fcr Film und Fernsehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Er heiratete 1956 die Schauspielerin und S\u00e4ngerin Barbara Ruick. <\/span><\/span><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Jennifer (* 1956), Mark (* 1958) und <\/span><\/span><\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Williams_(Musiker)\"><span style=\"color: #0b0080;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Joseph<\/span><\/span><\/span><\/a> <span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(* 1960). Joseph ist seinerseits Filmkomponist und S\u00e4nger der Gruppe Toto. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Den ersten Durchbruch erlebte John Williams als Komponist im Jahre 1972 durch die Musik zu \u201eH\u00f6llenfahrt der Poseidon\u201c. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1974 starb seine Frau w\u00e4hrend der Dreharbeiten von \u201eCalifornia Split\u201c an einer Hirnblutung. Somit verlor John Williams \u2013 gerade 42 Jahre alt &#8211; vollkommen unerwartet jemanden \u201eder mir sehr, sehr, sehr nahe stand\u201c, sagte er 2014 in einem Interview. \u201eVor diesem Moment in meinem Leben wusste ich nicht, was ich tue. Aber nach diesem Moment \u2013 egal, ob es um mein Schreiben oder um meinen musikalischen Ansatz ging oder sonst irgendetwas \u2013 f\u00fchlte ich nun sicher und klar, was es ist, was ich tun m\u00f6chte und kann \u2013 mit der kleinen Gabe, die mir gegeben wurde. Es war ein gro\u00dfer emotionaler Wendepunkt in meinem Leben, der noch immer in mir nachklingt. Der mir beibrachte, wer ich bin, was ich tue und was das bedeutet. Es ist eine tief emotionale Sache und in gewisser Weise eines der gr\u00f6\u00dften Geschenke, wenn man das von au\u00dfen betrachtet, die ich je erhalten habe, ein entscheidender Augenblick in meinem Denken, in meinem Leben.\u201c<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Liegt es an jenem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens, dass er 1975 f\u00fcr \u201eJaws\u201c und 1977 f\u00fcr \u201eStar Wars\u201c einen Oscar erhielt? Niemand kann das mit Gewissheit sagen, aber der lang anhaltende Ruhm, der folgen sollte, hat sicher etwas mit dem zu tun, was damals in dem Menschen und in dem Komponisten John Williams geschah. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit Sicherheit hat sein Erfolg indes etwas mit der Magie der Musik an sich zu tun. Nach der \u201ePower of music\u201c in eben jenem Interview (im LACMA&#8217;s Bing Theater im Juli 2014) gefragt, zitierte er den ber\u00fchmten Alfred Hitchcock: \u201eIm Film sagt die Musik das, was mit Worten nicht gesprochen werden kann\u201c. Wie Recht sie doch beide damit haben!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Seit 1980 ist John Williams mit Samantha Winslow verheiratet. Er lebt noch immer in Los Angeles. Die Reisen nach England, zum London Symphonie Orchestra, mit dem er immer wieder f\u00fcr \u201eStar Wars\u201c zusammenarbeitete, sind ihm zu beschwerlich geworden. Seiner Musik tut dies keinen Abbruch. In dem Soundtrack zu \u201eStar Wars \u2013 The Force Awakens\u201c ist sogar ein besonders frischer, jungendlicher Williams zu h\u00f6ren. Manch einer vermisst zwar solche Ear-Catcher wie \u201eDuel of the fates\u201c oder \u201eAcross the stars\u201c, aber \u201eThe Scavenger\u201c, \u201eMarch of the Resistance\u201c oder auch \u201eThe Jedi Steps\u201c sind nur drei Highlights des neuen Soundtracks. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit 85 Jahren ist John Williams immer noch ein viel besch\u00e4ftigter Mann. Seine Autr\u00e4ge enden derzeit erst 2019 mit Episode IX. Die Filmmusik zu \u201eThe last Jedi\u201c wurde bereits aufgenommen und ist abgeschlossen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Letzte Gedanken&#8230;<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anbetracht seines nicht ganz unbetr\u00e4chtlichen Alters wurde in \u201eRogue One\u201c bereits ein anderer Komponist eingef\u00fchrt, n\u00e4mlich Michael Giacchino. Eigentlich sollte es Alexandre Desplat sein, vielleicht w\u00e4re das eine kl\u00fcgere Wahl gewesen, aber nun ja&#8230; jetzt ist es eben Giacchino. Obwohl dieser sich \u2013 wie so ziemlich jeder Filmkomponist \u2013 vor Williams pers\u00f6nlich und musikalisch verneigt, kann er ihn doch bei Weitem nicht erreichen. Viele seiner Themen wirken auf eine merkw\u00fcrdige Weise schw\u00fclstig und dann wieder \u201evom Band\u201c, beliebig, austauschbar. So haben alle seine Actionszenen \u00e4hnliche Musik, egal ob man sich jene bei \u201eStar Trek\u201c oder bei \u201eRogue One\u201c anh\u00f6rt. Zwar kann man dies in gewissem Ma\u00dfe auch John Williams vorwerfen, aber sein Pinselstrich ist raffinierter, selbst, wenn er sich wiederholt. Giacchino ist an sich kein schlechter Komponist, aber er ist ein schlechterer als Williams, behaupte ich. Letzten Endes ist das nat\u00fcrlich immer eine Frage des Geschmacks.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #222222;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir haben das Gl\u00fcck in einer Zeit zu leben, in der ein Genie lebt. Sollte John Williams eines Tages sterben, wird er eine klaffende L\u00fccke hinterlassen. Seine Werke werden jedoch weiterhin die Herzen von Cineasten und Musikliebhabern ber\u00fchren.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Diesen Text schrieb ich f\u00fcr den Fedcon Insider, wo er Anfang 2018 erschienen ist.) Pr\u00e4ludium Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch und sehe aus dem Fenster heraus. Die Sonne scheint, viele Menschen tummeln sich im Hof, w\u00e4hrend ich \u201eThe menu\u201c &hellip; <a href=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1546\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,37],"tags":[176],"class_list":["post-1546","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-scifi","category-sonstiges-2","tag-john-williams"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1546"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1547,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1546\/revisions\/1547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}