{"id":1930,"date":"2021-02-03T21:06:32","date_gmt":"2021-02-03T20:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1930"},"modified":"2021-02-07T11:33:06","modified_gmt":"2021-02-07T10:33:06","slug":"jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1930","title":{"rendered":"Jules Verne und die geheimnisvolle Insel &#8211; Teil I"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Randnotiz: Den nachfolgenden Text schrieb ich seinerzeit f\u00fcr den Fedcon Insider.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Der Gro\u00dfvater der Science Fiction<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong><span lang=\"\">Wer w\u00fcrde sich nicht an jene Szene in &#8222;Zur\u00fcck in die Zukunft III&#8220; erinnern, in der Clara Clayton und &#8222;Doc&#8220; Brown feststellen, dass sie die gemeinsame Leidenschaft verbindet, Jules Verne zu lesen! Zitat, &#8222;Doc&#8220; Brown: &#8222;(&#8230;)<\/span><span lang=\"\">20.000 Meilen unter dem Meer<\/span><span lang=\"\">: Mein absolutess Lieblingbuch! Als ich es das erste Mal als kleiner Junge las, ja, da wollte ich Kapit\u00e4n Nemo kennenlernen!&#8220;<\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1942\" style=\"width: 238px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1942\" class=\"size-medium wp-image-1942\" src=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-228x300.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-228x300.jpg 228w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-777x1024.jpg 777w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-768x1012.jpg 768w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-1166x1536.jpg 1166w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus-1555x2048.jpg 1555w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nautilus.jpg 1850w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><p id=\"caption-attachment-1942\" class=\"wp-caption-text\">Jules Verne (c) aus der Sammlung von A. Fehrmann<\/p><\/div>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Ich lade dazu ein, nicht nur Kapit\u00e4n Nemo etwas n\u00e4her kennenzulernen, sondern auch Jules Verne, den <strong>&#8222;Gro\u00dfvater der Science Fiction&#8220;<\/strong>. Denn was wissen wir \u00fcber den ber\u00fchmten Autoren &#8211; au\u00dfer, dass seine Romane verfilmt wurden?<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Schlie\u00dflich werde ich noch auf eine ganz spezielle Verfilmung der &#8222;geheimnisvollen Insel&#8220; eingehen, die heute vielleicht weniger bekannt ist als sie es verdient und die es uns erm\u00f6glicht, des verstorbenen Omar Sharif (10. April 1932 &#8211; 10. Juli 2015) zu gedenken.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Wer war Jules Verne?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Die Biografie von Jules Verne liest sich etwas unwirklich, weil er zu einer Zeit lebte, in der unsere Welt gesellschaftlich, politisch und \u00fcberhaupt in so ziemlich jeder Hinsicht, eine andere war. Was gleich geblieben ist: Wenn man an seinen pers\u00f6nlichen Traum glaubt, kann es gelingen, dass er Wirklichkeit wird. Vernes Traum war das Schreiben! <em><strong>Reisen wir also 187 Jahre in die Vergangenheit und werden Zeuge seiner Geburt&#8230;<\/strong><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Ein Schriftsteller wird geboren<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Am 8. Februar 1828<\/strong> wurde Jules Verne in der franz\u00f6sischen Hafenstadt Nantes geboren. Sein Vater &#8211; Pierre Verne &#8211; war Rechtsanwalt, was in seiner Familie der \u00fcbliche Beruf war, der von Vater zu Sohn \u00fcbertragen wurde. Die Mutter trug den wohlklingenden Namen Sophie Allote de la Fuye. Sie entstammte einer Reederei- und Handelsfamilie.<\/p>\n<blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">&#8222;Ich habe in einer Hafengesch\u00e4ftigkeit einer gro\u00dfen Handelsstadt gelebt, die Ausgangs- und Endpunkt vieler Reisen nach \u00dcbersee war&#8230;. Damals hatten wir nur die schwerf\u00e4lligen Segelschiffe der Handelsmarine&#8230; Im Geiste kletterte ich in ihren Wanten, zog mich hinauf zu den Mastk\u00f6rben und klammerte mich an die K\u00f6pfe ihrer Masten&#8230; Welches Verlangen ich hatte, die bebende Leitplanke zu \u00fcberspringen, die sie mit dem Hafendamm verband, und den Fu\u00df auf ihr Verdeck zu setzen!&#8220; (J. Verne)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Der Hang zu abenteuerlichen Gedanken an ferne Gestade blieb und sollte ihn viele Jahre sp\u00e4ter auch ern\u00e4hren.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Zun\u00e4chst steuerte ihn aber sein Vater in Richtung Jura-Studium. Er unterrichtete ihn &#8211; nach bestandenem Abitur &#8211; zun\u00e4chst selbst. Er wollte seinen Sohn nicht im &#8222;S\u00fcndenpfuhl&#8220; Paris wissen. Nur zur m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung durfte Verne nach Paris.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Schon zu dieser Zeit las er sehr gern B\u00fccher von Balzac, E. T. A. Hoffmann und Victor Hugo.<\/p>\n<blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">&#8222;Ich kann auf B\u00fccher nicht verzichten, das ist unm\u00f6glich!&#8220;<br \/>\n(J. Verne)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Liebeskummer und Kreativit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Als seine Cousine Caroline Tronson seine Liebe im Jahre 1847 nicht erwiderte und jemand anderen heiratete, griff Jules Verne &#8211; erstmals ? &#8211; zur Feder, um etwas Eigenes zu ersinnen. Liebesgedichte, in denen es um verschm\u00e4hte Liebe ging.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Ein Jahr sp\u00e4ter zog er mit einem Freund doch nach Paris, um sein Studium fortzusetzen, und zwar in die Rue de\u00b4l Ancienne-Comedie. Sein Vater hielt ihn finanziell recht kurz, damit er nicht auf &#8222;Abwege&#8220; ger\u00e4t.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Der in Paris lebende <strong>Alexandre Dumas<\/strong> veranstaltete h\u00e4ufig Empf\u00e4nge und Essen, wozu er auch Studenten einlud. So lernte Jules Verne den Autoren der &#8222;drei Musketiere&#8220; kennen, vor Allem aber dessen Sohn, Alexandre Dumas jr., mit dem er sich offenbar gut verstand: Ein gemeinsames Theaterst\u00fcck, &#8222;Les Pailles rompues&#8220;, entstand und wurde 1850 im Theatre Historique 12 mal aufgef\u00fchrt. Es deckte immerhin seine Kosten.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Faszination Schreiben<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1849 beendete Verne sein Studium, aber blieb in Paris, fasziniert vom Schreiben und der kreativ-sch\u00f6pferischen Umgebung. Noch war unklar, ob aus Jules Verne Anwalt oder Autor werden w\u00fcrde, aber seine Berufung setzte sich durch (und er sich daf\u00fcr ein) als 1851 der Rechtsberater Championniere starb (ein Bekannter seines Vaters), in dessen B\u00fcro er eine Stelle h\u00e4tte haben k\u00f6nnen. Er erkl\u00e4rte seinem Vater, dass er sich vollkommen der Schriftstellerei widmen wollte. Sein Vater war wenig begl\u00fcckt dar\u00fcber, reagierte aber \u00fcberraschend mild.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Doch von seinem &#8222;Durchbruch&#8220; als Schriftsteller war noch keine Rede! 1852 wurde Verne Sekret\u00e4r des Intendanten des Pariser Theatere Lyrique &#8211; vermittelt durch Dumas -und schrieb teils allein, teils in einem Team, St\u00fccke f\u00fcr eben jenes. Die schlecht bezahlte, anstrengende Arbeit forderte gesundheitliche Tribute: Magenschmerzen, Gesichtsmuskel\u00e4hmungen und Schlaflosigkeit.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Als Jules Verne den blinden Entdeckungsreisenden Arago kennenlernte, wurde in ihm der Wunsch stark, Reiseerz\u00e4hlungen zu schreiben. Dies tat er &#8211; und ver\u00f6ffentlicht sie in der Familienzeitschrift &#8222;Musee des families&#8220;. Eine Geschichte aus dieser Zeit hei\u00dft &#8222;Ein Drama in den L\u00fcften&#8220; (urspr\u00fcnglich: Un voyage en ballone). Eine andere tr\u00e4gt den Titel &#8222;Eine \u00dcberwinterung im Eise&#8220; ( Un hivernage dans les glaces)und nahm u.a. die Handlung seines Romans &#8222;Die Kinder des Kapit\u00e4n Grant&#8220; vorweg.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1856 wurde Jules Verne von seinem Freund Auguste Lelarge zur Hochzeit eingeladen und lernte dort seine zuk\u00fcnftige Frau, Honorine Morel, geb. Deviane, kennen. Er heiratete sie am 10. Januar 1857 .<\/p>\n<div id=\"attachment_1947\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1947\" class=\"size-medium wp-image-1947\" src=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VernemitEhefrau-300x266.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VernemitEhefrau-300x266.jpg 300w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VernemitEhefrau-1024x909.jpg 1024w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VernemitEhefrau-768x682.jpg 768w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VernemitEhefrau.jpg 1134w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1947\" class=\"wp-caption-text\">Jules Verne mit seiner Frau (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann<\/p><\/div>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Reise nach Schottland<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Eines Tages lud ihn sein Freund, der Komponist Aristide Hignard, zu einer Schiffsreise nach Schottland und Norwegen ein. Der Roman &#8222;Voyage \u00e0 reculons en Angleterre et \u00c9cosse&#8220; (&#8222;Reise mit Hindernissen nach England und Schottland&#8220;) ging direkt daraus hervor, wurde jedoch nicht zu seinen Lebzeiten ver\u00f6ffentlicht. Eine weitere Reise nach D\u00e4nemark und abermals Norwegen folgte.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Im Jahre 1861 &#8211; Verne ist 33 Jahre alt &#8211; wurde sein Sohn, Michel, geboren.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Im Oktober 1863 startete der Hei\u00dfluftballon &#8222;G\u00e9ant&#8220; auf dem Pariser Marsfeld, was viel Aufsehen erregte und zwei Wochen sp\u00e4ter startete ein neuer Ballon, der allerdings vor Hannover abst\u00fcrzte. Die Insassen \u00fcberlebten, mit teils schweren Verletzungen.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>F\u00fcnf Wochen im Ballon<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Jules Verne jedoch webte, von den Ballonfahrten inspiriert, in seiner Fantasie jene Geschichte, die f\u00fcr seinen literarischen Durchbruch sorgte: Am 31. Dezember 1863 erschien &#8222;F\u00fcnf Wochen im Ballon&#8220;. Diese Art von wissenschaftlich &#8211; abenteuerlichen Roman war g\u00e4nzlich neu! Sein Verleger, Jules Hetzel (1814 &#8211; 1886), der auch die B\u00fccher von Victor Hugo ver\u00f6ffentlichte, nahm Verne f\u00fcr 20 Jahre unter Vertrag, in denen er pro Jahr zwei Romane ver\u00f6ffentlichen musste, und nannte die Reihe &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnliche Reisen&#8220; (Voyages Extraordinaires). Nach diesen zwanzig Jahren folgte jedoch noch weitere zwanzig Jahre, in denen er weitere Romane schrieb. Insgesamt umfassten die &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnlichen Reisen&#8220;, von denen viele Bestseller wurden, vierundf\u00fcnfzig Romane, die in kurzer Zeit in andere Sprachen \u00fcbersetzt wurden und weltweit Aufsehen erregten.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1867 besuchte Jules Verne die Weltausstellung in Paris, in der die neuesten Errungenschaften der Wissenschaft und Technik ausgestellt wurden. Unter Anderem fand er dort die Pl\u00e4ne des ersten franz\u00f6sischen Unterseebootes, der Plongeur. Sie sollte sp\u00e4ter das Vorbild f\u00fcr die Nautilus sein, eines U-Boots mit viel gr\u00f6\u00dferer technischer Raffinesse. Besonders war, dass &#8222;sein&#8220; U-Boot mit elektrischem Strom lief, was f\u00fcr seine Zeit noch nicht vorstellbar war. Doch schrieb er &#8222;<strong>20.000 Meilen unter dem Meer<\/strong>&#8220; erst 1869, nachdem er nach Le Crotoy gezogen war. In seinem dortigen Haus konnte er direkt in Richtung Hafen blicken, wo sein Schiff, die &#8222;St. Michel&#8220; lag. Wenn er einmal Abwechselung oder Ruhe brauchte, bereiste er &#8211; \u00e4hnlich Kapit\u00e4n Nemo, nur nicht mit der Nautilus, sonderm mit seiner Dampfyacht &#8211; die Welt. So kam er nach Norwegen, Irland, Schottland, Deutschland&#8230; und aus all diesen Reisen entsprangen noch genauere Landschaftsbeschreibungen in seinen Romanen!<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Vermutlich lag es daran, dass seine Frau sich im beschaulichen Le Crotoy langweilte, dass sie 1869 nach Amiens zogen, wo Jules Verne schon bald zum Stadtrat gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1874 \/ 1875 ver\u00f6ffentlichte er schlie\u00dflich den Roman, um den es uns ins Besondere geht: &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220;! Zwar war es nie geplant, den zwei Vorg\u00e4nger &#8211; Romanen (&#8222;Die Kinder des Kapit\u00e4n Grant&#8220;\/ &#8222;20.000 Meilen unter dem Meer&#8220;) einen dritten Teil hinzuzuf\u00fcgen, aber es ergab sich.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Kurze Unterbrechung: Ein Interview mit dem Verne &#8211; Kenner Andreas Fehrmann:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>MW: Ich habe gelesen, dass &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; 1875 \/ 76 ver\u00f6ffentlicht wurde. Hei\u00dft das, \u00fcber Silvester? <\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"\">A. Fehrmann: <\/span><em><span lang=\"\">Nein, der Roman erschien in drei Teilen. Die Originalausgaben erschienen 1874 und 1875 unter dem Titel L&#8217;lle myst\u00e9rieuse bei Pierre-Jules Hetzel, Paris. Und zwar: Band I: L&#8217;lle myst\u00e9rieuse. Les Naufrag\u00e9s d&#8217;air. am 10. September 1874. Band II: L&#8217;lle myst\u00e9rieuse. L&#8217;Abandonn\u00e9. am 12. Mai 1875. Und Band III: L&#8217;lle myst\u00e9rieuse. Le Secret de L&#8217;\u00eele. am 28. Oktober 1875. Eine Vorabver\u00f6ffentlichung begann zu Anfang des Jahres 1874 im Magasin d&#8217;\u00c9ducation et de R\u00e9cr\u00e9ation ab Band XIX. <\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>MW: Welche Insel stand der Lincoln-Insel wohl Pate? <\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"\">A. Fehrmann: <\/span><em><span lang=\"\">Diese Insel ist rein fiktiv. Durch die Beschreibung einer nicht parallel m\u00f6glichen Flora und Fauna schuf Verne einen Mikrokosmos, der beispielhaft f\u00fcr einen gesamten Kontinent stehen k\u00f6nnte. Aus diesem Grunde hat er auch kein Problem, zum Schluss die Insel \u201euntergehen zu lassen\u201c \u2013 nur eine Klippe bleibt \u00fcbrig. Die in der N\u00e4he (des Romans) liegende Insel Tabor (die erste Bleibe des ausgesetzten Ayrtons, eigentlich die Insel Kapit\u00e4n Grants) ist im Kartenmaterial nachweisbar. Damit ist auch die fiktive Lage der Lincolninsel bestimmbar. <\/span><span lang=\"\">(Siehe: <\/span><a href=\"http:\/\/www.j-verne.de\/verne8_4.html\"><span lang=\"\">http:\/\/www.j-verne.de\/verne8_4.html<\/span><\/a><span lang=\"\">, wo auch eine Karte zu sehen ist).<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>MW: Hat Jules Verne von Wissenschaftlern Hilfe dabei bekommen zu beschreiben, wie sich Cyrus Smith auf der Insel zurecht findet?<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"\">A. Fehrmann:<\/span> <span lang=\"\">Er hatte die beschriebenen Fakten zur Umwelt (Flora\/Fauna) und zu den Technologien der Metallgewinnung etc. durch Selbststudium erworben. Mehrfach in der Woche war er in der Bibliothek. Siehe dazu auch meine fiktive Geschichte: Lapin aux Pruneaux \u2013 oder wie ein Mittagessen die Literatur beeinflusste (auf <\/span><a href=\"http:\/\/www.j-verne.de\/verne_bio_raetsel.html\"><span lang=\"\">http:\/\/www.j-verne.de\/verne_bio_raetsel.html<\/span><\/a><span lang=\"\">).<\/span><\/em><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>Fortsetzung der Biografie:<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Im Februar 1868 sah sich Jules Verne gezwungen, seine &#8222;St. Michel&#8220; zu verkaufen, um seinem Sohn finanziell beizustehen, der sich verspekuliert hatte.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Am 9. M\u00e4rz 1886 schoss ihm sein Neffe, Gaston, in den Fu\u00df, was zur Folge hatte, das Verne nie wieder schmerzfrei gehen konnte. Grund daf\u00fcr war eine Mischung aus Neid und geistiger Verwirrtheit. Vermutlich war Gaston schizophren. Mit diesem Ereignis wendete sich das Blatt in Jules Vernes Leben &#8211; leider &#8211; zum Schlechten. Hinzu kamen weitere Ereignisse, die ihn seelisch ersch\u00fctterten.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>So starb nur wenig sp\u00e4ter sein Verleger und Freund Jules Hetzel.<\/strong> Dessen Sohn \u00fcbernahm nun den Verlag, doch gab es jetzt keine Zusammenarbeit mehr zwischen Autor und Verleger. Hetzel hatte Vernes B\u00fccher nicht nur publiziert, er hatte ihm auch mit Rat zur Seite gestanden, wenn es um Inhalte ging, wusste einerseits von Vernes erz\u00e4hlerischem Talent und andererseits, was gerne gelesen wurde. Von jetzt an war Verne auf sich allein gestellt. Seine Geschichten wurden dunkler, <strong>doch nicht weniger prophetisch und warnen vor der Schattenseite der Wissenschaft, wie Massenvernichtungswaffen. <\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1887 starb seine Mutter. Als auch noch sein geliebter Bruder, Paul, starb, ging es endg\u00fcltig bergab mit ihm. Magenschmerzen, grauer Starr und Kr\u00e4mpfe in den H\u00e4nden machten es ihm schwer &#8211; nicht nur, wenn es um das Schreiben ging. Allerdings unterst\u00fctzte ihn ab 1888 sein Sohn, mit dem er sich bis dahin nicht wirklich gut verstanden hatte, und mit dem nun eine Auss\u00f6hnung begann, bei seiner Arbeit, indem er sich z.B. Texte diktieren lie\u00df.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Jules Vernes letzte Lebensjahre, in denen z.B. seine Romane &#8222;Die Propellerinsel&#8220;, &#8222;Die Eissphinx&#8220; und &#8222;Herr der Welt&#8220; entstanden, waren von zunehmenden Leid gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Nach seinem 77. Geburtstag, am 08. Februar 1905, bekam Jules Verne Diabetes und starb, nach zwei Anf\u00e4llen, am 24. M\u00e4rz 1905.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1948\" style=\"width: 227px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1948\" class=\"size-medium wp-image-1948\" src=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ElderVerne-217x300.jpg\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ElderVerne-217x300.jpg 217w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ElderVerne-741x1024.jpg 741w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ElderVerne-768x1061.jpg 768w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/ElderVerne.jpg 1071w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><p id=\"caption-attachment-1948\" class=\"wp-caption-text\">Jules Verne (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann<\/p><\/div>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Hier geht es zu Teil II, wo es speziell um &#8222;Die geheimisvolle Insel&#8220; geht&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-ii\/\">https:\/\/starbase-fantasy.de\/jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-ii\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Randnotiz: Den nachfolgenden Text schrieb ich seinerzeit f\u00fcr den Fedcon Insider.\u00a0 Der Gro\u00dfvater der Science Fiction Wer w\u00fcrde sich nicht an jene Szene in &#8222;Zur\u00fcck in die Zukunft III&#8220; erinnern, in der Clara Clayton und &#8222;Doc&#8220; Brown feststellen, dass sie &hellip; <a href=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1930\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[135,136],"class_list":["post-1930","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-scifi","tag-jules","tag-verne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1930"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1930\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1975,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1930\/revisions\/1975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}