{"id":1936,"date":"2021-02-03T21:40:26","date_gmt":"2021-02-03T20:40:26","guid":{"rendered":"http:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1936"},"modified":"2021-02-10T09:30:09","modified_gmt":"2021-02-10T08:30:09","slug":"jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1936","title":{"rendered":"Jules Verne und die geheimnisvolle Insel &#8211; Teil II"},"content":{"rendered":"<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Kapit\u00e4n Nemo<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Wenn wir uns nun der &#8222;geheimnisvollen Insel&#8220; zuwenden wollen, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst einmal die Person betrachten, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Rede ist vom Prinzen Dakkar!<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Ach so, ja, ihr kennt ihn besser unter dem Namen &#8222;Kapit\u00e4n Nemo&#8220;. Er tauchte in zwei Romanen von Jules Verne auf: &#8222;20.000 Meilen unter dem Meer&#8220; (1859- 1870) und &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; (1874 &#8211; 1875). Wenn man es ganz genau nehmen will, dann muss man auch seinen &#8222;Cameo &#8211; Auftritt&#8220; in dem Theaterst\u00fcck &#8222;Reise durch das Unm\u00f6gliche&#8220; (Voyage \u00e0 travers l\u2019impossible) von Jules Verne und Adolphe d&#8217;Ennery nennen, welches im November 1892 im Th\u00e9\u00e2tre de la Porte Saint-Martin in Paris aufgef\u00fchrt wurde. Leider wurde dieses St\u00fcck bis heute nicht ins Deutsche \u00fcbersetzt (oder aufgef\u00fchrt).<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Nemo wird von Jules Verne wie folgt beschrieben:<\/p>\n<blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">&#8222;Er ist der Sohn eines indischen Rajas (F\u00fcrsten), genauer des Hindu Raja von Bundelkund sowie ein Nachfahre des indischen Helden Tippo Sultan. In seiner Jugend, in der er Europa bereist, erf\u00e4hrt er eine eben solche Erziehung. Er spricht Franz\u00f6sisch, Englisch, Latein und Deutsch.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Im ersten indischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg, 1857, verliert er seine Familie &#8211; und sein K\u00f6nigreich.<\/strong> Daher beschlie\u00dft er sich der Wissenschaft zu widmen, entwirft ein U-Boot, die Nautilus, und entzieht sich der Menschheit, zu der er kein Vertrauen mehr hat, indem er die Meere bereist.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>MW: Es scheint so, dass Jules Verne ein Problem mit der Kolonialpolitik hatte. Richtig?<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"\">A. Fehrmann: <\/span><span lang=\"\">Dort war Verne auf einem Auge blind. Gleichzeitig fand er franz\u00f6sische Kolonien v\u00f6llig in Ordnung. Gerade Nordafrika unter franz\u00f6sischer Verwaltung ist oft ein Thema in den Romanen &#8211; hier stichelte er \u00f6fters gegen die britischen Ambitionen. (&#8230;) Hinter der indischen Problematik des Konloniallebens steht eben Gro\u00dfbritannien\u00a0Als Kritik auch formuliert im Roman &#8222;Das Dampfhaus&#8220;: Niederschlagung des Sepoiaufstandes durch die Briten. Und hier eben als Unterdr\u00fcckung der Inder, die Nemo zum &#8222;Rebellen&#8220; werden l\u00e4sst.<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Das faszinierende an Kapit\u00e4n Nemo ist wohl, dass er ein eigenwilliger Mensch ist, der ganz nach seinen eigenen Regeln lebt und dabei in einem damals noch viel unbekannteren Meer sein neues Zuhause gefunden hat. Sein Charakter hat Tiefe! Seine Reisen f\u00fchren ihn in das ewige Eis der Antarktis bis hin zu den Ruinen von Atlantis.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Man k\u00f6nnte meinen, Jules Verne w\u00e4re selbst Kapit\u00e4n Nemo nicht ganz un\u00e4hnlich gewesen.<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Die geheimnisvolle Insel: Das Buch<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Eigentlich hat er sich von der Menschheit entt\u00e4uscht abgewandt, manchmal jedoch, wenn er all zu gro\u00dfe Ungerechtigkeit erlebt, mischt er sich doch ein. So im kretischen Aufstand (1866) oder um Schiffbr\u00fcchigen zu helfen:<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Der Roman, &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220;, beginnt in Richmond (Virgina) w\u00e4hrend des amerikanischen Sezessionskrieges (1861 &#8211; 1865). Ort: Ein Kriegsgefangenenlager. Personen: <strong>Ingenieur Cyrus Smith, sein schwarzer Diener Nab, der Kriegsberichterstatters Gideon Spilett, der Seemann Pencroff, der Junge Harbert und dessen Hund Top.<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Interessant ist die Vermutung, dass Verne den Namen &#8222;Cyrus Smith&#8220; aus &#8222;Cyrus Field&#8220; und &#8222;Blacksmith&#8220; zusammengesetzt haben mag. Cyrus Field widmete sich mit gro\u00dfer Hingabe der transozeanischen Telegraphie, w\u00e4hrend &#8222;Smith&#8220; von &#8222;Blacksmith&#8220; = Schmied kommen mag.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Sie fliehen mit Hilfe eines Freiballons, geraten aber nach einer Zeit in einen Orkan, was ihren Absturz zur Folge hat. Es verschl\u00e4gt sie auf eine ihnen unbekannte Insel im s\u00fcdlichen Pazifik. Als treue Nordstaatler benennen sie die Insel nach ihrem Pr\u00e4sidenten: Lincoln-Insel.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>In den Verfilmungen wurde aus dem Seemann Pencroft h\u00e4ufig ein S\u00fcdstaatler,<\/strong> der in Konflikt mit Nab ger\u00e4t. Dieser jedoch war in dem Originalroman nicht viel mehr als ein &#8222;freier Diener&#8220;. Allerdings war es in Jules Vernes Romanen normal, dass es Diener gab!<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"\">A. Fehrmann: <\/span><span lang=\"\">Nab opferte sich mit seiner Hilfsbereitschaft und der Selbstverneinung auf. \u00dcber den Rang eines \u201evorz\u00fcglichen Dieners\u201c, obwohl er de facto ein freier Mann war, kam er nie heraus. So die Darstellung Vernes. Diese Rollenverteilung gibt es aber unabh\u00e4ngig von der Hautfarbe in vielen Verne &#8211; Romanen. Die \u201egro\u00dfen K\u00f6pfe\u201c hatten immer ihre dienstbaren Geister\/Gehilfen. Siehe Prof. Arronax und sein Gehilfe, Lidenbrook und sein Neffe bzw. Hans, Fogg und sein Passepartout oder Fergusson und Kennedy schon im ersten Roman.<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Nachdem sie einsehen m\u00fcssen, dass sie die Insel nicht so ohne Weiteres verlassen k\u00f6nnen, richten sie sich dort ein, wobei Cyrus Smith als heimischer Ingenieur und der Wissenschaft zugewandter Geist, die Ressourcen der Insel zu nutzen wei\u00df. Sie sprengen eine H\u00f6hle in eine Granitwand, die nahe der K\u00fcste liegt und machen sie bewohnbar.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Eines Tages finden sie &#8211; auf wundersame Weise &#8211; wertvolles Strandgut: n\u00fctzliche Werkzeuge, B\u00fccher, einen Sextanten und Instrumente, die ihnen das Leben auf der Lincoln &#8211; Insel noch angenehmer machen.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Sie erfahren durch eine Flaschenpost von einem Schiffbr\u00fcchigen auf einer Nachbarsinsel (Tabor) und es stellt sich heraus, dass dort Ayrton, bekannt aus Jules Vernes Roman &#8222;Die Kinder es Kapit\u00e4n Grant&#8220;, lebt. Er ist allerdings v\u00f6llig verwildert. Erst nach einiger Zeit beginnt er sich wieder zivilisierter zu verhalten und erinnert sich, dass er als entlarvter Freibeuter zw\u00f6lf Jahre zuvor von Lord Glenarvan auf der Insel ausgesetzt wurde (siehe: Die Kinder des Kapit\u00e4n Grant). <em><strong>Allerdings war er es nicht, der die Flaschenpost auf den Weg brachte!<\/strong><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Schlie\u00dflich taucht ein Schiff am Horizont auf. Zuerst glauben die Gestrandeten, dass es Rettung verhei\u00dft, aber dann stellt sich heraus, dass es Piraten sind. Sie werden angegriffen. Vollkommen unerwartet und in allerletzter Sekunde explodiert das Piratenschiff! Die Inselbewohner sind erleichtert, aber auch verwundert!<\/p>\n<div id=\"attachment_1945\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1945\" class=\"size-medium wp-image-1945\" src=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1-230x300.jpg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1-230x300.jpg 230w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1-785x1024.jpg 785w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1-768x1002.jpg 768w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1-1177x1536.jpg 1177w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Nemo1.jpg 1422w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><p id=\"caption-attachment-1945\" class=\"wp-caption-text\">Nautilus (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann<\/p><\/div>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Eines Tages gibt sich Nemo zu erkennen: \u00c4lter und schw\u00e4cher, seines baldigen Todes bewusst, hat er anhand des guten Miteinanders der Schiffbr\u00fcchigen wieder ein wenig Vertrauen in die Menschheit bekommen. Er war es, der den Schiffbr\u00fcchigen die ganze Zeit zur Seite stand, ihnen das &#8222;Treibgut&#8220; zukommen lies, die Flaschenpost schickte und das Piratenschiff zerst\u00f6rte als die Lage ausweglos schien!<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Sein U-Boot, die <strong>Nautilus<\/strong>, sitzt in einer Grotte fest und Nemo wei\u00df, dass die Insel bald explodieren wird: Der Vulkan der Insel wird aktiv werden! Er warnt die Inselbewohner, die nun vier Jahre auf der Insel leben, und stirbt an Bord der Nautilus.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Die ehemaligen Schiffbr\u00fcchigen wissen, dass sie nun gegen die Zeit arbeiten, schleunigst ein Schiff bauen m\u00fcssen! Der Vulkan bricht aber fr\u00fcher aus: Rettung gibt es nur durch das Auftauchen der Dampfyacht &#8222;Duncan&#8220;, gesteuert von einem Sohn des Kapit\u00e4n Grant: Robert Grant. Die Koordinaten der Insel hat er durch Nemo erfahren, der sie 12 Jahre zuvor bei ihm hinterlegt hatte, weil dann die Zeit gekommen w\u00e4re, Ayrton aus seinem Exil zu retten.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Jules Verne war 1875 &#8211; im Alter von 47 Jahren! &#8211; als er &#8222;die geheimnisvolle Insel&#8220; ver\u00f6ffentlichte, bereits ein weltber\u00fchmter Schriftsteller! Die Romane &#8222;Die Kinder des Kapit\u00e4n Grant&#8220;, &#8222;20.000 Meilen unter dem Meer&#8220; und &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; geh\u00f6ren zusammen, wobei man bei den in den Romanen angegebenen Jahreszahlen etwas gro\u00dfz\u00fcgig sein muss, weil sie zeitlich nicht genau zusammen passen.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Die geheimnisvolle Insel: Die TV &#8211; Serie!<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Wer die Inhaltsangabe der &#8222;geheimnisvollen Insel&#8220; gelesen hat, wird dort vielleicht das Auftauchen von Riesenkrabben, Monsterspinnen oder sonstigen &#8222;Unheimlichkeiten&#8220; vermissen. Aber das waren lediglich ausgedachte Zutaten der filmischen Umsetzungen. <\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Vorstellen m\u00f6chte ich euch eine eher unbekannte, dabei jedoch sehr aufwendige Verfilmung dieses Romans. Eine Serie, die zwischen dem 8. November und dem 13. Dezember im auf dem &#8222;DDF 1&#8220; (sp\u00e4ter DDR 1) &#8211; Kanal lief, sowie 1975, stark gek\u00fcrzt, auf dem &#8222;Ersten&#8220; gezeigt wurde.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Der franz\u00f6sische Produzent Jacques Bar (1921 &#8211; 2009) kam 1972 auf die Idee dem Landsmann Jules Verne mit einer sechsteiligen Serie ein Denkmal zu setzen. Einer Serie, die sich allein am Original orientiert und nicht davon abweicht. Als Co-Produzenten engagierte er Eduardo Manzanos (1919 &#8211; 1987). Regie sollten Juan Antonio Bardem (spanischer Filmregisseur und Drehbuchautor, 1922 &#8211; 2002) und Henri Colpi (schweizer Regisseur, Drehbuchautor und Cutter, 1921 &#8211; 2006) \u00fcbernehmen. Das Drehbuch schrieb ein Trio, bestehend aus Bardem selbst, stellvertretend f\u00fcr Spanien, sowie der italienischen Monica Venturini und dem Franzosen Jaques Champreux.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Antonio Bardem wollte James Mason f\u00fcr die Rolle des Nemo, da ihn seine Darstellung in &#8222;20.000 Meilen unter dem Meer&#8220; so gut gefallen hatte. Aber er sagte ab und so wurde Omar Sharif ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7MOpj-inEr8\" title=\"Pidax - Die geheimnisvolle Insel (1973, TV-Serie)\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7MOpj-inEr8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Sharif wurde 1932 als Maechel Chalhoub in Alexandria geboren und wuchs in Kairo auf. 1932 hatte er seinen ersten Filmauftritt in dem \u00e4gyptischen Film &#8222;The blazing sun&#8220;. Als er 1962 &#8211; neben Peter O\u00b4Toole &#8211; in &#8222;Lawrence von Arabien&#8220; auftrat, wurde er weltbekannt. Sharif erhielt einen &#8222;golden globe&#8220; und wurde f\u00fcr einen Oskar als &#8222;bester Nebendarsteller&#8220; nominiert. der &#8222;andere&#8220; wirklich gro\u00dfe Film, mit dem man Omar Sharif verbindet, ist &#8222;Doktor Schiwago&#8220;, in dem er den Juri spielte. Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 mit 83 Jahren an einem Herzinfarkt.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Als die &#8222;Insel&#8220; verfilmt wurde, war er jedoch erst 41 und stand damit tats\u00e4chlich in der Mitte seines Lebens und auch, wenn er James Mason nicht \u00e4hnlich sah, so sah er doch Prinz Dakkar \u00e4hnlich, wie ihn sich Jules Verne einst vorgestellt haben mag und wie er in den Romanen beschrieben wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_1959\" style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1959\" class=\"size-medium wp-image-1959\" src=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/geheimnisvolleInseldvd-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/geheimnisvolleInseldvd-210x300.jpg 210w, https:\/\/starbase-fantasy.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/geheimnisvolleInseldvd.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><p id=\"caption-attachment-1959\" class=\"wp-caption-text\">(c) Pidax &#8211; Endlich auf DVD: Die geheimnisvolle Insel &#8211; die komplette Serie<\/p><\/div>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Die \u00fcbrigen Schauspieler waren vorwiegend Schauspieler, die in Frankreich lebten. Beginnend mit Rafael Bardem Jr., dem Sohn von Regisseur Juan Antonio Bardem, der den Jungen &#8211; Harbert Brown -darstellte. Neben Nemo und Harbert wurden die Rollen wie folgt besetzt: Ambroise Bia (Nab), Jess Hahn (Pencroft), Philippe Nicaud (Spilett), Gerard Tichy (Cyrus Smith), Rik Battaglia (Finch), Gabriele Tinti (Ayrton), Mariano Vidal Molina (Harvey \u2013 Pirat).<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Obwohl ein Gro\u00dfteil der Serie \/ des Films tats\u00e4chlich buchgetreu umgesetzt wurde, gab es auch in dieser Verfilmung Elemente, die im Original nicht zu finden sind.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>MW: Wie nahe ist die Serie mit Omar Sharif dem Original? Gibt es Serien \/ Filme, \u00a0die dem Original n\u00e4her sind?<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em><span lang=\"\">A. Fehrmann:<\/span><span lang=\"\"> Die buchgetreueste Umsetzung der Filmgeschichte ist die russische Version von 1941. Sehr viele Umsetzungen und Ideen der 1973-Film-Version sind reine filmische Zutaten. Sie waren dem Zeitgeschmack (Sci-Fi-Einfluss und allgemeine Filmtrends) sowie dem Erreichen der Zielgruppe jugendlicher Zuschauer geschuldet. Man versuchte das Script zu entstauben und zus\u00e4tzlichen Thrill einzubauen. Dazu geh\u00f6ren im Film die futuristischen Waffen Nemos, aber vor allem: Im Roman war Nemo allein \u2013 er war eben der \u201eGeist\u201c der Insel.<\/span><\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Noch bevor die Mini-Serie zu Ende gedreht worden war, stieg der Co-Produzent &#8211; Eduardo Manzanos -aus. Er wollte kein weiteres Geld mehr in den Film investieren und stattdessen einen zweist\u00fcndigen Film aus dem existierenden Material zusammen schneiden. Nur das Ende wollte er noch drehen, wof\u00fcr er die Schauspieler nach La Pedriza bat, der gr\u00f6\u00dften Granitformation Europas. Allerdings kamen die Schauspieler nicht! Manzanos musste improvisieren und drehte das Ende der Insel mit handgefertigten Modellen.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Unterdessen stellte Jacques Bar, der sich nicht mit Manzanos einigen konnte, die epische Serie so zu Ende, wie er es sich immer vorgestellt hatte.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Der zweist\u00fcndige Spielfilm von Eduardo Manzanos kam acht Monaten vor der Erstausstrahlung von Bar\u00b4s Serie in die spanischen Kinos! Die Serie wurde im Dezember 1973 im franz\u00f6sischen Fernsehen ausgestrahlt<\/strong>.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Das Manzanos eigene Wege ging, sorgte f\u00fcr zwei unterschiedliche, gleicherma\u00dfen erfolgreiche Umsetzungen des Romans. Der Film wurde in Spanien von 1.5 Millionen Zuschauern gesehen, was man damals als erfolgreich ansehen konnte.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Beide Versionen unterschieden sich in unterschiedlichen Kamera-Perspektiven. Zudem ist klar, dass eine 6 x ca. 50min\u00fctige Serie viel mehr Inhalt transportieren kann als ein 2 Stunden Film. Zum Beispiel die wissenschaftlichen Entdeckungen des Cyrus Smith kommen in der Serie weit mehr zur Geltung. In der spanischen Version wird eine viel weniger ausgefeilte Nautilus gezeigt, was wohl daran liegen mag, dass nur die franz\u00f6sische Variante gute B\u00fchnenbildner unter Vertrag hatten: Jose Luis Galicia und J. P. Cubero. Zudem arbeitete der f\u00e4hige &#8222;Special Effects Mann&#8220; Manuel Baquero f\u00fcr sie.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Die Titel der einzelnen Folgen zeigen auf, wie nahe man sich am Original orientierte und wie episch die Verfilmung der Serie war:<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">1. Die Flucht im Ballon<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">2. Die wunderbare Rettung<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">3. Der unheimliche Berg<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">4. Die Flaschenpost<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">5. Die schwarze Flagge<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">6. Kapit\u00e4n Nemo<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Beiden Varianten ist die romantisch &#8211; sehns\u00fcchtige Musik von Gianni Ferrio (1924 &#8211; 2013) zu Eigen, die man geh\u00f6rt haben muss, um zu verstehen, was ich meine.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Diese fulminante Verfilmung, die sich besonders in ihrer sechsteiligen Variante so richtig entfaltet, wurde auf Lanzerote, den kanarischen Halbinseln, sowie in Valenzia, Cameroon und in Madrid gedreht.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>DVD &#8211; Ver\u00f6ffentlichungen<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">2005 gab es eine 3-DVD-Edition zu kaufen, in der sich ein &#8222;directors cut&#8220; der spanischen Verfilmung, die deutsche Kinoversion, die deutsche Super-8-Version sowie ein 268min\u00fctiger ! Film befand, der wohl auch Manzanos zuzuordnen ist. Er wirkt recht lieblos erstellt. Gerade so als h\u00e4tte man alles Filmmaterial zusammengeh\u00e4ngt. Erstaunlich ist, dass er komplett deutsch synchronisiert ist, wiewohl mit Sicherheit nie eine 268min\u00fctige &#8222;geheimnisvolle Insel&#8220; am St\u00fcck im deutschen TV gezeigt wurde!<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Es ist (wieder einmal) PIDAX zu verdanken, dass auch die sechsteilige Serie auf dem deutschen Markt zu haben ist: <a href=\"https:\/\/www.pidax-film.de\/Serien-Klassiker\/Jules-Verne-Die-geheimnisvolle-Insel::1036.html\">https:\/\/www.pidax-film.de\/Serien-Klassiker\/Jules-Verne-Die-geheimnisvolle-Insel::1036.html<\/a><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Jules Verne &#8211; der Phantast und Prophet<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Als ich die Serie der &#8222;geheimnisvollen Insel&#8220; mit Omar Sharif erstmals sah, nahm sie mich ganz und gar gefangen. Das war irgendwann Mitte der 70iger Jahre. Seither erinnern mich Ballons immer an Jules Verne und an Abenteuer. Ich h\u00f6re dann, wie weit entfernt, die Musik von Gianni Ferrio und wei\u00df, wie fasziniert ich damals gewesen bin. <\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">F\u00fcr mich bleiben Verne &#8211; Verfilmungen aber sowieso immer etwas Besonderes. Wie oft habe ich Professor Lidenbrog auf seiner &#8222;Reise zum Mittelpunkt der Erde&#8220; verfolgt oder bin mit Phileas Fogg in &#8222;80 Tagen um die Welt&#8220; gereist! Auch in &#8222;20.000 Meilen unter dem Meer&#8220; ist es f\u00fcr mich immer noch so unheimlich &#8211; spannend wie im Weltraum an Bord der &#8222;Enterprise&#8220;, ja vielleicht sogar noch aufregender.<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Was Jules Verne betrifft, so ist er f\u00fcr mich einer der Menschen, die ich gerne einmal pers\u00f6nlich treffen w\u00fcrde, wenn auch unbedingt mit Dolmetscher \ud83d\ude09<\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Es gen\u00fcgte Jules Verne nicht, lediglich seine Fantasien zu Papier zu bringen, er wollte sie wissenschaftlich unterlegen,<\/strong> steckte viel M\u00fche in die Recherche und hat dabei h\u00e4ufig unwissentlich als Prophet gewirkt, denn viele seine Erfindungen gibt es inzwischen &#8211; manchmal abgewandelt, manchmal beinahe exakt nachgeahmt &#8211; tats\u00e4chlich. So wusste Kapit\u00e4n Nemo davon, wie man aus Wasserstoff Energie gewinnen kann. Hat Verne hier in unsere Zukunft geschaut?<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"\">&#8222;Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.&#8220; <\/span><em><span lang=\"\">(Zitat aus &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220;)<\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">Schon 1870, mit 35 Jahren, erahnte er, dass es einmal so etwas wie das Internet geben w\u00fcrde: In seinem Roman &#8222;Paris im 20. Jahrhundert&#8220;. <em>Der Roman, der seinem Verleger Hetzel zu pessimistisch war, um ver\u00f6ffentlicht zu werden, zeigte eine Zukunft auf, die der heutigen nicht un\u00e4hnlich ist. Eine ausschlie\u00dflich materielle Welt und unverantwortlichen Umgang mit dem wissenschaftlichen Fortschritt!<\/em><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\"><strong>Das aufregende, spannende daran, sich mit Jules Verne zu befassen ist, dass er ein gro\u00dfer Geist war. Jemand, der nicht nur gut schreiben konnte, sondern Visionen hatte, die von wissenschaftlichem Wissen untermauert wurden. Er ist nicht nur Sch\u00f6pfer der Gattung &#8222;Science Fiction&#8220;, er ist der Erfinder einer ganz eigenen Gattung der Literatur: des einzigartigen &#8222;Jules Verne Romans&#8220;!<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" style=\"text-align: center;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>FIN<\/strong><\/p>\n<p lang=\"\" align=\"JUSTIFY\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapit\u00e4n Nemo Wenn wir uns nun der &#8222;geheimnisvollen Insel&#8220; zuwenden wollen, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst einmal die Person betrachten, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Rede ist vom Prinzen Dakkar! Ach so, ja, ihr kennt ihn besser unter dem &hellip; <a href=\"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=1936\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[135,136],"class_list":["post-1936","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-scifi","tag-jules","tag-verne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1936"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1978,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1936\/revisions\/1978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}