{"id":673,"date":"2017-12-20T13:20:23","date_gmt":"2017-12-20T12:20:23","guid":{"rendered":"http:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=673"},"modified":"2024-12-22T14:37:54","modified_gmt":"2024-12-22T13:37:54","slug":"eine-sherlock-holmes-weihnachtsparodie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/starbase-fantasy.de\/?p=673","title":{"rendered":"Eine Sherlock Holmes Weihnachtsparodie"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das Geheimnis der schwarzen Witwe<\/span><\/strong><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">eine Sherlock Holmes Weihnachtsparodie<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">von Matthias Wieprecht\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich muss gestehen, dass meine Nerven noch lange nach dem zweiten afghanischen Krieg angeschlagener waren als es mir lieb gewesen w\u00e4re. So gab es Zeiten, in denen mich die Schrecken jener grausigen Epoche meines Lebens einholten, was sich in Alptr\u00e4umen in der Nacht und einer geschw\u00e4chten Konstitution am Tage bemerkbar machte. Sherlock Holmes begann mir jedoch schon damals, am Anfang unserer Freundschaft, langsam zu einem Anker zu werden. An seinen F\u00e4llen teilzuhaben, wurde mehr und mehr Sinn meines Lebens, neben meiner sp\u00e4ter gut florierenden Praxis. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Es war kurz nach einer jener Phasen nervlicher Schw\u00e4che und zudem noch sehr kurz vor Weihnachten als ich eines Abends aus einem bitterkalten Schneegest\u00f6ber kommend, in das heimleige Wohnzimmer unserer gemeinsamen Behausung trat. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Bald schon g\u00f6nnte ich mir ein Glas Sherry, legte meine Beine hoch und nahm mir den Roman, der an meinem Platz vor dem Kamin, auf dem Beistelltisch lag. Sherlock Holmes sa\u00df mir mit geschlossenen Augen gegen\u00fcber und d\u00f6ste vor sich hin. Ich begann dar\u00fcber nachzusinnen, wie es einfache Freuden verm\u00f6gen, das Leben doch nahezu perfekt zu gestalten. In der Tat waren es nicht Reicht\u00fcmer, sondern solche Augenblicke wie jetzt, die das Leben lebenswert machten. Ich empfand tiefe Dankbarkeit f\u00fcr diese friedliche Ruhe, daf\u00fcr, fernab von jeglichem Kriegsget\u00fcmmel und den Schreien verletzter Kameraden, verw\u00f6hnt im warmen zu sitzen, w\u00e4hrend der kalte Ostwind gegen unsere Scheiben dr\u00fcckte. Ich seufzte wohlig &#8211; und wurde mir \u2013 \u00fcberrascht! &#8211; des Kopfsch\u00fcttelns von Sherlock Holmes gewahr, der mit halb ge\u00f6ffneten Augenlidern begann zu sprechen:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sie sind ein Romantiker, Watson, das steht einmal fest\u201c, sagte er. \u201eAber\u201c, dabei entz\u00fcndete er seine Pfeife, \u201eich finde es hier auch viel gem\u00fctlicher als da drau\u00dfen. Speziell seit Mrs. Hudson Holz aufgelegt hat. Bevor sie fragen: Ich folgte ihrem Blick, auch, wenn sie mich schlafend w\u00e4hnten und au\u00dferdem kenne ich Sie ein wenig. Das hat f\u00fcr die Folgerungen gereicht, dass sie gerade im Gedanken die Behaglichkeit unserer Wohnung preisen.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nun, dann ist es wohl so. Doch hat das nichts mit Romantik zu tun.\u201c stellte ich n\u00fcchtern fest und blickte etwas br\u00fcskiert zum Fenster, vor dem der Schnee in Massen vom Himmel segelte. Unvermittelt dachte ich an Jane Combridge, weil ihr kleiner, anmutiger Schattenriss zwischen Fenster und Sekret\u00e4r meine Aufmerksamkeit erregte. Jane war einst meine Verlobte gewesen. Eine Krankheit hatte sie viel zu fr\u00fch aus meinem Leben gerissen, was mich dazu veranlasst hatte, mich Hals \u00fcber Kopf in den Krieg zu st\u00fcrzen. Unreife der Jugend! Vor meinem inneren Auge dachte ich an gemeinsame Picknicks und Wanderungen, die wir unternommen hatten. Im Gedanken an Jane flammte in mir abermals der Wunsch nach einer Gef\u00e4hrtin auf. Wie h\u00e4tte ich ahnen k\u00f6nnen, dass sie mir in Gestalt von Mary Morstan schon so bald begegnen w\u00fcrde?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Und wieder sch\u00fcttelte Holmes m\u00fcrrisch den Kopf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\n\u201e&#8230;der Wunsch nach einer Gef\u00e4hrtin, nach einer Frau doch wohl hoffentlich nicht. Ernsthaft?\u201c rief Holmes jetzt anklagend in meien Richtung. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich setzte mich auf.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\n\u201eWieso eigentlich nicht?\u201c antwortete ich und fragte mit Absicht nicht danach, wie er schon wieder meine Gedanken erraten hatte. Damals glaubte ich noch, dass er oft r\u00e4t. \u201eWas haben sie gegen die Vorstellung einer sch\u00f6nen Beziehung, vielleicht sogar einer Ehe? \u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Och, nichts, eigentlich. Nur \u2026 ich dachte, sie wollten Ruhe und Frieden? Nat\u00fcrlich sehen viele Frauen bezaubernd aus mit ihrem L\u00e4cheln und ihrem ganzen Erscheinungsbild. N\u00fcchtern betrachtet sind Frauen in der Regel \u00e4u\u00dferst verschlagen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Tun sie, was sie wollen. Was mich betrifft: Dieses Kapitel in meinem Leben ist erledigt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\nSherlock Holmes\u00b4 all zu schlechte Meinung gegen\u00fcber den Frauen wurde mir im Laufe der Zeit zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit, da ich ihn immer besser kennenlernte, doch am Anfang brachte er mich damit oft zur Wei\u00dfglut. Dieses Mal ignorierte ich seine abf\u00e4lligen Bemerkungen absichtlich, da er mich neugierig gemacht hatte. W\u00fcrde er mir aus jenem \u201eerledigten Kapitel\u201c seines Lebens berichten? Das fragte ich mich. Abermals erkannte er, was in meinem Kopf vor sich ging. Er konnte in meinem Gesicht lesen wie in einem Buch.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Einem Bilderbuch!\u201c, setzte er schlecht gelaunt hinzu. \u201eUnd was ihre Frage angeht: Eher w\u00fcrde ich nackt den Tower besuchen.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich bin emp\u00f6rt!\u201c erkl\u00e4rte ich und wandte mich mit einer Geste der Ersch\u00fctterung meinem Buch zu, das ich leider falsch herum hielt. Holmes \u00fcberging dies mit einem kurzen L\u00e4cheln, das \u00fcber sein Gesicht huschte. Beide schwiegen wir uns aus, w\u00e4hrend ich mich meinem Roman zuwandte und Sherlock Holmes an seiner Pfeife zog, bis der Big Ben in der Ferne Mitternacht schlug.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Holmes zog seine Uhr aus seinem Morgenmantel und erkl\u00e4rte:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das war nat\u00fcrlich nur ein Scherz.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Was meinen sie?\u201c fragte ich.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich w\u00fcrde nie nackt den Tower besuchen!\u201c erkl\u00e4rte er, aber ich blieb unvers\u00f6hnlich, starrte weiter Seite 49 meines Romans an. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ach, Watson, sie sind doch mein Boswell!\u201c entfuhr es ihm nun.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich f\u00fchlte mich nat\u00fcrlich geschmeichelt, aber wenn es sein Ziel gewesen war abzulenken, w\u00fcrde ich ihm dieses Mal die Suppe versalzen. Es war mein fester Vorsatz, eine Antwort zu erzwingen. Warum ich mich darin so sehr verbissen hatte, wurde mir erst viel sp\u00e4ter klar. In jener Zeit unserer Freundschaft schaffte es Sherlock Holmes sehr oft, mir das Gef\u00fchl zu geben, ziemlich, wie soll ich es sagen, minderbemittelt zu sein. Ich musste erst noch die wahre Gr\u00f6\u00dfe seines Geistes kennenlernen, um zu bemerken, dass so ziemlich jede Person in seiner Gegenwart ziemlich d\u00e4mlich erschien. Damals wollte ich ihn von seinem Podest zu uns normalen Menschen, speziell jedoch zu uns normalen M\u00e4nnern, herunterziehen. Der Grad, in dem selbst die sch\u00f6nste Frau f\u00fcr ihn reizlos zu sein schien, machte mich geradezu sprachlos.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich bin ihr Boswell, sch\u00f6n. Wenn ich schon ihr Biograph bin, erz\u00e4hlen sie es mir. Wie kommen sie darauf, Frauen seien verschlagen? Waren sie selbst einmal verliebt? Es f\u00e4llt mir schwer, mir das vorstellen zu k\u00f6nnen. Dennoch&#8230; warum eigentlich nicht? Na&#8230;? Na&#8230;.? Was ist ihre Antwort?\u201c, stichelte ich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">In diesem Moment vernahmen wir im Treppenhaus Stimmengewirr. Mrs. Hudson hatte jemanden eingelassen. Als wir die schweren Schritte vernahmen, seufzte Holmes.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Gott sei Dank, Lestrade!\u201c rief Holmes unangemessen erleichtert aus und sogleich trat der Inspektor mit dem Frettchen \u2013 Gesicht, roten Wangen und zutiefst von der K\u00e4lte dieses schauerlichen Wetters durchzogen, in unser behagliches Domizil ein. Ich kredenzte ihm einen Weinbrand, den er in einem Zug austrank. Dann lies er sich auf das Sofa fallen und st\u00f6hnte: <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Warum muss ich ausgerechnet heute Dienst haben?\u201c <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Was meinen sie mit \u201eausgerechnet heute\u201c?\u201c fragte der Detektiv und ich folgte meinem Vorsatz, ihn nicht daran zu erinnern, dass wir uns am Anfang des ersten Weihnachtstages befanden. Holmes \u00fcbersah Feste jeglicher Art. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Watson\u201c, hatte er einmal gesagt, \u201ewozu soll ich meinen Geist mit Weihnachten oder Ostern belasten? Welchen Zweck h\u00e4tte das?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Inspektor Lestrade konnte es kaum glauben, dass Holmes so ahnungslos war.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Welchen Tag wir haben? Diese Frage ist nicht ernst gemeint? Oder? Doktor?\u201c fragte der Inspektor mit hochgezogenen Augenbrauen unter seiner von tauendem Schnee bedeckten Melone.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Doch, doch!\u201c, best\u00e4tigte ich. \u201eEr hat wirklich keine Ahnung, was f\u00fcr ein Tag das ist!\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Oh!\u201c sagte Lestrade nur und schaute zwischen Holmes und mir hin- und her, bis Holmes, nach n\u00e4herer Begutachtung des Inspektors, eben diesen pl\u00f6tzlich fragte:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Mein Gott, Lestrade, warum wollen sie mir ein Geschenk machen? Warten sie, mein Geburtstag ist n\u00e4chsten Monat. Ich w\u00fcsste nicht, was&#8230; Haben wir&#8230;\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Dann sah er mich mit gro\u00dfen Augen an.<\/span><\/p>\n<p>\u201e&#8230;Weihnachten?\u201c<\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Frohe Weihnachten, Holmes!\u201c sagte ich. \u201eFangen sie jetzt aber nicht wieder an zu diskutieren, wie sinnvoll es ist, sich so ein Fest zu merken&#8230;!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Lestrade zog eine Schachtel unter seinem weiten Mantel hervor, gemeinsam mit einem Briefumschlag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\n\u201eFrohe Weihnacht ihnen Beiden!\u201c sagte er, gab mir die Schachtel und Holmes den Umschlag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">In der Schachtel befand sich k\u00f6stliches Konfekt, w\u00e4hrend Holmes sich \u00fcber einige Papiere sehr zu freuen schien. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sind es etwa die Originale?\u201c fragte er erfreut. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nein, aber genaue Kopien, wie sie sie damals haben wollten, Holmes. Und kein Wort davon! Wenn Warren davon erf\u00e4hrt, bin ich meine Stelle los!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sherlock Holms einmal so vergn\u00fcgt zu sehen, h\u00e4tte ich nie erwartet. Wie weggeblasen waren seine misanthropischen All\u00fcren. Mit frohen, ger\u00f6teten Wangen sch\u00fcttelte er Lestrade die Hand und bedankte sich \u00fcberschw\u00e4nglich.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sehen sie doch; Watson, sehen sie! Alle Papiere, die mir im ungel\u00f6sten \u201eJohnson-Fall\u201c noch fehlten!\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Johnson Fall?\u201c fragte ich.\u201c <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das ist streng geheim, Doktor Watson\u201c, erkl\u00e4rte Lestrade, \u201esagen wir, es ist ein alter, ungel\u00f6ster Fall. Holmes half uns damals sehr, aber wurde nach dem Abschluss von ihrer Majest\u00e4t in keiner Weise mehr aufgekl\u00e4rt, wie er ausging.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Weil die Aufl\u00f6sung das K\u00f6nigshaus in ein schlechtes Licht ger\u00fcckt h\u00e4tte!\u201c rief Holmes. \u201eIch wette immer noch, dass eine gewisse Person aus erlauchten Kreisen sich in den n\u00e4chsten Jahren als Massenm\u00f6rder in Whitechapel einen Namen machen wird. Sollten meine Theorien stimmen, Lestrade, dann denken sie an meine Worte, wenn es los geht!\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sagen sie das nicht zu laut!\u201c klagte Lestrade, offenbar um seine Stelle bangend. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Meine Lippen sind versiegelt!\u201c versprach der Detektiv.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><br \/>\n\u201eNun\u201c, sagte ich, ich habe auch noch eine Kleinigkeit f\u00fcr \u2026. sie Beide. F\u00fcr sie, Lestrade, einige literarische Versuche, einen historischen Roman \u00fcber Napoleon zu schreiben. Es wird vermutlich nie Beachtung finden, aber ich denke, es k\u00f6nnte ihnen gefallen. Constable Masterson meinte, sie w\u00fcrden sich privat f\u00fcr Historie interessieren! Und f\u00fcr sie, Holmes&#8230; ja, f\u00fcr sie habe ich auch etwas.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich schenkte ihm ein altes Buch \u00fcber Morde im antiken Griechenland. Auch dar\u00fcber freute er sich ma\u00dflos, wobei die Johnson-Papiere ihn mehr zum Schwelgen brachten als es dies eine ganze Garnison Bleisoldaten bei einem Kind vermocht h\u00e4tten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Lestrade war von meinem Geschenk sichtlich ber\u00fchrt. \u201eWoher wussten sie, dass ich hier her k\u00e4me?\u201c fragte er. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ebenfalls der Constable Masterson. Der meinte, sie w\u00fcrden auf ihrer Route mit Sicherheit hier einkehren, wenn noch Licht w\u00e4re.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Lestrade l\u00e4chelte in sich hinein. \u201eDa ist wohl ein Constable auf eine Bef\u00f6rderung aus.\u201c Er lachte laut aus und bl\u00e4tterte interessiert in meinem Manuskript, das ich ihm geschenkt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Holmes sah pl\u00f6tzlich verlegen aus. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich habe so gar nichts f\u00fcr sie beide. Weihnachten vergesse ich immer, wie sie wissen, Watson. Schon meine Eltern hielten es mit Weihnachten eher \u2026. sagen wir bescheiden. Aber\u201c, wandte er sich an Lestrade, \u201esie haben in der Vergangenheit \u00f6fter angedeutet, dass sie gerne einmal ein paar St\u00fccke von meine Geige h\u00f6ren wollten. Zwei, drei Weihnachtslieder vielleicht?\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das w\u00e4re ganz ausgezeichnet!\u201c antwortete der Inspektor und rieb sich die H\u00e4nde. \u201eAber geht das um diese Zeit? Mrs. Hudson&#8230;\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u201e&#8230;wird das nichts ausmachen. Sie ist ja selbst noch wach!\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Dann nehme ich ihr Geschenk liebend gerne an!\u201c sagte Lestrade. Holmes \u00f6ffnete sogleich seinen Geigenkasten als ich (etwas keck) einwarf: \u201eIch w\u00fcsste auch, was ich mir w\u00fcnsche.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Holmes Augen blitzen kurz auf, wurden dann aber schnell sanftm\u00fctig. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Also gut, ich werde ihnen von der einen Frau erz\u00e4hlen, die mich so derma\u00dfen um den Verstand brachte, dass ich um ein Haar ihr Opfer geworden w\u00e4re. Sie k\u00f6nnen den Fall als \u201eDer Fall der schwarzen Witwe\u201c bezeichnen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u201eEine grandiose Idee\u201c, antwortete ich.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Nein, viel zu dramatisch. Das war doch blo\u00df ein Scherz!\u201c, antwortete Holmes, \u201eau\u00dferdem soll davon nie jemand erfahren. Meinetwegen k\u00f6nnen sie in ihrem Testament vermerken, dass diese Geschichte im Jahre \u2026 2017 ver\u00f6ffentlicht werden darf, aber nicht zu meinen Lebzeiten!\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Zweitausendsiebzehn\u201c, lachte Lestrade in sich hinein. \u201eDa wird sich kaum noch jemand an uns erinnern, meine Herren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">In diesem Augenblick erschien Mrs. Hudson mit einem Plumpudding in der T\u00fcr. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Es ist noch sehr sp\u00e4t- oder fr\u00fch, aber hat jemand Interesse an einem Christmas-Pudding?\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Aber es ist ganz und gar nicht zu sp\u00e4t daf\u00fcr!\u201c rief ich. \u201eSie sind ein Engel, Mrs. Hudson.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sie err\u00f6tete m\u00e4dchenhaft.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Haben sie noch etwas Weinbrand, Doktor?\u201c fragte Lestrade.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Der Pudding roch au\u00dferordentlich lecker. Ja, unsere alte schottische Hauswirtin wusste uns schon zu verw\u00f6hnen! <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Mrs. Hudson, wollen sie nicht bleiben und zuh\u00f6ren, wenn Mr. Holmes gleich einige Weihnachtslieder spielten wird?\u201c fragte ich sie und sie nahm diese Einladung gerne an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wir a\u00dfen, unterhielten uns, lachten und lauschten schlie\u00dflich weiterer Musik von Holmes. Als wir danach satt und noch zufriedener in unseren Sesseln und auf dem Sofa Platz genommen hatten, erinnerte sich Holmes des Versprechens, das er mir gegeben hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Er trank einen Zug aus seinem Sherry &#8211; Glas (er bevorzugte Sherry dem Weinbrand) und sah gedankenverloren in das lodernde, knisternde Feuer unseres Kamins, w\u00e4hrend drau\u00dfen der Schnee von bitterkaltem Wind um unser Haus heulte. Er seufzte einmal tief und begann zu berichten.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich wohnte noch in der Montague \u2013 Street. Meine Wohnung war klein, aber erf\u00fcllte ihren Zweck. Schon damals forschte ich zeitweise im Labor des Bartholomew Hospitals. Eines Tages klopfte es an der T\u00fcr meines Untersuchungsraums, in dem ich mich gerade \u00fcber ein Experiment beugte, dass nachweisen sollte, wie sich Eisen im geschmolzenen Zustand verh\u00e4lt, wenn es mit Blut zusammentrifft. Vor mir stand unerwartet eine, ja, wundersch\u00f6ne Frau. Tja, Watson, ihre \u201eDenkmaschine Holmes\u201c hatte auch einmal solch gro\u00dfz\u00fcgige Gef\u00fchle gegen\u00fcber dem anderen Geschlecht. Sie hatte langes, braunes Haar und ein Feuer in ihren Augen \u2013 das es mir v\u00f6llig unm\u00f6glich machte, meinen Blick von ihr zu wenden. Sie hatte mich schon in ihrer Hand, auch, wenn ich mir das nicht eingestehen wollte.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u201eSo? Und mit welchem Anliegen kam sie zu ihnen?\u201c fragte Lestrade. \u201eWelches Verbrechen sollten sie f\u00fcr die Dame aufkl\u00e4ren? Mord, Raub oder etwa Erpressung?\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Oh nichts der Gleichen, guter Inspektor. Sie hatte etwas g\u00e4nzlich anderes im Sinn. Sie hatte sich in das Labor geschlichen, weil es eigentlich nur M\u00e4nnern zug\u00e4nglich ist. Nun wollte sie, dass ich ihr dabei behilflich war, eine Ausnahme von dieser Regel zu werden. Ich fragte sie, wie ausgerechnet ich das tun k\u00f6nne und sie erkl\u00e4rte, sie sei davon \u00fcberzeugt, das ein Mann wie ich, mit meiner Intelligenz, sicher etwas einfiele. Da begann ich mich zum Narren zu machen, Watson, wie ein Mann sich nur zum Narren halten lassen konnte. Ich erlaubte ihr, sich zeitweise in Zukunft f\u00fcr mich auszugeben. Ich war damals sehr empf\u00e4nglich f\u00fcr Komplimente. Sp\u00e4ter erst erkannte ich, dass man neutral und objektiv bei der Beurteilung von Allem bleiben sollte.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich r\u00e4usperte mich. Holmes sah mich verdutzt an.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Oh ja, ich schweife ab. Ich erkl\u00e4rte gerade, dass sie sich f\u00fcr mich ausgeben wollte. Wie anziehend sie auch war, h\u00e4tte sie mich doch nie dazu gebracht, ihr in solch frapanter Weise zu helfen, wenn sie mich nicht in ein faszinierendes Gespr\u00e4ch \u00fcber Eisen im Blut und die Wirkung von Schnecken&#8230; egal, sagen wir: Sie war \u00e4u\u00dferst intelligent und ich h\u00e4tte es als Vergeudung von Talent angesehen, wenn ich ihr nicht geholfen h\u00e4tte, ihre Forschungen zu betreiben. Also verkleidete sie sich und wurde zu meinem Double sozusagen.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Aber das h\u00e4tte man doch sicherlich bemerkt!\u201c meinte Mrs. Hudson und nahm mir mein Wort aus dem Mund, denn genau dies wollte ich auch bemerken.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Damals entwickelte ich die F\u00e4higkeit der Verkleidung, in der ich immer besser wurde. Menschen hatte ich immer schon beobachtet, aber als sie zu mir kam und mich bat ihr dabei zu helfen, im Labor ihre Forschungen betreiben zu k\u00f6nnen, willigte ich ein und lernte, was es zu lernen gab, um sie perfekt und schnell in mich zu verwandeln. So teilten wir uns das Labor unter der Woche. Ihre Verkleidung war \u00fcberzeugend, glauben sie es mir. Da ich zudem ohnehin eher ein wortkarger Mann war, schon damals, kam es auch zu keinen Gespr\u00e4chen, in denen meine \u2013 also ihre &#8211; viel h\u00f6here Stimme aufgefallen w\u00e4re. So ging das tagelang, ohne das es jemandem auffiel.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das war sehr galant von ihnen, Holmes, das muss ich sagen.\u201c meinte Lestrade und stopfte sich noch ein St\u00fcck Plumpudding in den Mund. Wie ging es aber weiter?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Holmes nahm einen Zug aus seiner Pfeife. Dann erz\u00e4hlte er weiter. \u201eDiese Dame und ich \u2013 wir hatten mehr gemeinsam als nur unsere Liebe zur Wissenschaft. Sie vermochte es, mich zum Lachen zu bringen. Es gab manch alberne, aber ungeheuer witzige Momente, wenn ich ihr half, sich in meine Person zu verwandeln. Dies geschah immer in meiner Privatwohnung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Eines Tages kam es auch tats\u00e4chlich zu einem Kuss zwischen uns. Kurz bevor sie ging, k\u00fcsste sie mich und sah mir ernst in die Augen. Diesen Blick habe ich bis heut enicht vergessen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Einen Tag sp\u00e4ter, ich war wieder pers\u00f6nlich im Labor, wunderte ich mich, denn ich stellte im Labor fest, dass sie offenbar ein neuartiges, schnell wirkendes Gift hergestellt hatte. Das erkannte ich an den \u00dcberresten in der Petri-Schale und im Erlenmeyer-Kolben. Ich wollte sie zur Rede stellen, aber sie war spurlos verschwunden! Bevor ich diesbez\u00fcglich meine Untersuchungen beginnen konnte, stand pl\u00f6tzlich ein Inspektor von Scotland Yard vor meiner T\u00fcr in der Montague Street. Ich w\u00e4re ein M\u00f6rder, hie\u00df es.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Wie war sein Name?\u201c wollte Lestrade wissen.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Finlayson war sein Name. Ein kleiner, untersetzter Mann. Ire, wenn ich mich richtig entsinne.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ah gut, den kenne ich in der Tat nicht. Ist wohl schon zu lange her.\u201c sagte Lestrade.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Ich bekam einen Anwalt, um den sich Mycroft k\u00fcmmerte. Offenbar sei ich regelm\u00e4\u00dfig im Labor gewesen und h\u00e4tte das Gift selbst hergestellt, hie\u00df es. Au\u00dferdem w\u00e4re ich gesehen worden, wie ich im Eaton Place in ein Haus gestiegen sei und in der K\u00fcche eine Mahlzeit vergiftet h\u00e4tte. Allerdings sei ein Butler darauf aufmerksam geworden und h\u00e4tte auf mich geschossen, mich aber verfehlt. Das Essen wurde untersucht. Das Gift enthielt Wirkstoffe, wie sie nur in gro\u00dfen Krankenhaus-Laboren vorkommen und in dieser Zusammenstellung nur in \u201emeinem\u201c Labor. Es wurde jemand gesucht, der, neben \u00c4rzten und Wissenschaftlern, Zutritt zu diesen Orten hatte. So kam man auf mich. Die Polizei hatte schlechte, aber f\u00fcr ihre Verh\u00e4ltnisse ganz passable Arbeit geleistet und war zur falschen Schlussfolgerung gekommen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">\u201eDas ist ja unglaublich!\u201c riefen Lestrade und ich gleichzeitig. <\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Niemand glaubte meiner Version der Geschichte, dass sie eine Frau suchen, die sich wie ich verkleidet hatte. Ich konnte es ihnen nicht einmal verdenken und da ich im Gef\u00e4ngnis sa\u00df, konnte ich auch nicht das Gegenteil beweisen. Ich kam vor Gericht, mir wurde der Prozess gemacht. Der Grund f\u00fcr die H\u00e4rte der Strafe hatte wohl damit zu tun, dass das \u201eOpfer\u201c ein recht m\u00e4chtiger Regierungsmann gewesen w\u00e4re. Vorausgesetzt, er w\u00e4re vergiftet worden und sie w\u00e4re nicht erwischt worden. Eine Nacht vor meiner Hinrichtung sa\u00df Mycroft bei mir in der Zelle und versuchte mich aufzumuntern. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Im Angesicht des Todes erkannte ich, wie gef\u00e4hrlich es war, seinen Emotionen zu erlauben, die Oberhand zu gewinnen! Erstaunlicherweise jedoch erhielt die Polizei von der gesuchten Dame ein Schuldbekenntnis zugesandt, welches letztlich f\u00fcr meine Freilassung sorgte. Zugegebenerma\u00dfen hatte Mycroft allerdings auch schon einen gewissen Einfluss in der politischen Szene. Dieses Bekenntnis war der Strohhalm, auf den er gehofft hatte, um seine Beziehungen spielen zu lassen. Jetzt wissen sie es, Watson, warum ich stets bestrebt bin, frei von Gef\u00fchlen zu bleiben. Nur ein besonnener Mann kann besonnene Schlussfolgerungen ziehen!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Das Feuer im Kamin knisterte und f\u00fcr einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen. Niemand sagte ein Wort. Ich r\u00e4usperte mich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">&#8222;Holmes, warum haben sie denn nie dar\u00fcber gesprochen?\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Emotionen sind nicht meine Freunde, Watson. In allem, was logisch erkl\u00e4rbar ist, finde ich meinen Trost in dieser d\u00fcsteren Welt des Scheins.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Au\u00dfer dem Knistern des Feuers im Kamin war nichts zu h\u00f6ren. Niemand sagte ein Wort, bis Holmes die unerwarteten Worte sprach: \u201eWenn ich mich hier jetzt so umsehe, muss ich den klaren Schluss ziehen, dass ich dennoch kein einsamer Mann bin.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">Sherlock Holmes erinnerte sich fortan jedes Jahr an Weihnachten und bestand darauf, dass wir uns \u2013 wie erstmals an jenem Abend \u2013 trafen, um miteinander ein paar fr\u00f6hliche Stunden zu verbringen. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Geheimnis der schwarzen Witwe eine Sherlock Holmes Weihnachtsparodie von Matthias Wieprecht\u00a0 Ich muss gestehen, dass meine Nerven noch lange nach dem zweiten afghanischen Krieg angeschlagener waren als es mir lieb gewesen w\u00e4re. 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