Menschentier (Gedicht, April 2022)

Ich bin eine Kugel voll Gefühl,

ein Mann, fast niemals kühl,

erfüllt von Emotionen,

was ich will hier betonen.

Seh in der Welt mit grau-grün´n Augen,

was ich will und kann nicht glauben,

es berührt mich, geht mich an

und lässt nicht wieder los.

So leicht.

Mache ich´s mir nicht,

spüre in mein Leid hinein und

finde manchmal kaum heraus.

In gewissen Zeiten

fühl ich mich fremd in dieser Welt,

wie ein Kunstliebhaber

in einer Geisterbahn,

ein Eisbär in Afrika oder

ein Lachen am Begräbnis.

Eindrücke regnen auf mich ein

und strahlen nach,

gehen mir bis auf den Grund

lassen mich in Seel und Körper erzittern,

ich kann diese nicht komplett schützen

ohne sie zu vergittern.

Das will ich nicht.

Wissen, wie mich manche Andre seh´n.
Es geht zwar, fällt mir aber selbst oft schwer,

mich selbst ganz zu verstehen.

Ich strecke meine Hände aus

nach Sonnenlicht, nach Schönheit, Ruhe, Gleichmaß,

nach Frieden, Hoffnung, Lächeln und Menschen,

die mit Frohsinn beieinander lachen und tanzen,

Wissend,

dass das Leben nur eines ist und zu kurz dazu,

als das Streit und Krieg es bereichern könnten, außer

mit Klagen, Leere, Agonie.

Ich wünschte mir nur,

es sei einfacher

über Dornen zu gehen,

wo andere nur normale Straßen seh´n.

Dann wär auch ich wie ihr

ein ganz normales

Menschentier.

.

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