Die Abenteuer des Robin Hood – König der Vagabunden

Robin Hood ist der vielleicht älteste Superheld, den die Welt je gesehen hat. Noch älter als Sherlock Holmes, geschweige denn als Superman, Batman und Co.

Während sich die Legende von Robin Hood über die Jahrzehnte änderte, veränderte sich auch die Art und Weise, von seinen Heldentaten zu erzählen. Bereits 1908 entstand der erste „Robin Hood“ – Film. Weitere (Stumm)filme in schwarz – weiß folgten.

Die nach wie vor bekannteste Verfilmung ist zweifelsfrei diejenige mit Errol Flynn, Olivia De Havilland und Basil Rathbone. Obwohl „Die Abenteuer des Robin Hood“ ein Film aus dem Jahre 1938 ist, verströmt der Tonfilm durch farbenprächtiges Technicolor, eine absolut passende Filmmusik von Erich Wolfgang Korngold, ein spannendes Drehbuch und großartige Schauspieler, noch heute einen ganz eigenen Charme.

(c)Pidax /Warner- Robin Hood (Errol Flynn)

Zu Anfang milde lächelnd, später staunend sah ich mir die Blu – ray des berühmten Films an, die jetzt bei PIDAX erschienen ist. Noch viel farbenprächtiger und detaillierter kann man ihn jetzt genießen. Manchmal entzaubert der Schritt zur höheren Auflösung auf Blu – ray einen Film, macht deutlich, ob ein Film liebevoll oder flüchtig gedreht wurde. Im Fall dieser Robin Hood Verfilmung wird noch offenkundiger, dass „Die Abenteuer des Robin Hood“, der so eine Art „Star Wars“ der späten 1930er Jahre war, eine wirklich große, sehr große Produktion war, bei der man weder Mühen noch Kosten gescheut hat. Natürlich ist es ein alter Film, aber es ist ein alter Film, der sehenswert geblieben ist. Ein Kultfilm.

(c)Pidax/Warner – Die Blu – ray bietet ein optisches Erlebnis

Im opulenten Bonus – Teil wird die Entstehungsgeschichte des Films en detail erzählt. Dabei werden die Hauptdarsteller vorgestellt, es gibt sogar Outtakes, in denen u.a. nicht verwendete Szenen gezeigt werden. Die Boni der Blu – ray gehen sogar soweit, dass Rahmenprogramm zu zeigen, welches damals dem Kinopublikum gezeigt wurde!

Diese Veröffentlichung erfreut das Herz eines jeden Cineasten, der diesen Film noch nicht in High Definition gesehen hat.

Natürlich könnt ihr diese, wie auch viele andere Veröffentlichungen von Pidax, u.a hier erwerben:

http://pidax.de

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Erich Schellow´s Sherlock Holmes bei PIDAX

Dieser deutsche Holmes ist zunächst einmal daran zu erkennen, dass er Watson „duzt“ und Watson „duzt“ ihn. Statt eines Deerstalkers trägt er eine karierte Melone im „Deerstalker Stil“. So etwas habe ich noch nie gesehen und ich gehe davon aus, dass diese „Mode“ nur für diese Verfilmung erdacht wurde.

Ein Fallbeil, zur Abschreckung, hängt über dem Eingang der Baker Street Wohnung, die im Übrigen passend eingerichtet ist. Die komplette Serie stammt aus den Jahren 1967 – 1968 und wurde in schwarz – weiß gedreht.

Schellow, der Holmes-Darsteller, ist ein guter Sherlock Holmes. Kühl, berechnend, mit klassischen Gesichtszügen, hoher Stirn und „Adlernase“; ganz so wie das Original aus den Büchern.

Der Watson (Paul Edwin Roth) ist aufgrund seiner Physiognomie (und des Whiskeys in seinem Regenschirm – Stock) ein so großer physiognomischer Gegenentwurf zu denen, die man aus den englischen und amerikanischen Verfilmungen kennt, dass man zunächst etwas Zeit braucht, um mit ihm warm zu werden. Sein ovaler Kopf, die eher schlanke Gestalt ähneln so gar nicht einem Nigel Bruce, aber auch nicht Edward Hardwicke oder Nigel Stock. Er ist ein „Typ“, aber nicht der typische „Dr. Watson“ – Typ. Die Stimme von Roth ist äußerst angenehm, man kennt die Stimme aus anderen Filmen und Hörspielen jener Zeit.

(c) Pidax

Nicht nur das schauspielerische Talent von Schellow überzeugt, auch das von Paul Edwin Roth und der übrigen Mitspieler. Erstaunlich scharfzüngig präsentiert sich die Mrs. Hudson, gespielt von Manja Kafka. Bei beinahe jedem Auftritt hat diese Mrs. Hudson einen hintergründigen, humorvollen, gelegentlich beinahe garstigen „Spruch“ auf der Zunge. Auch dies ist ganz anders als im Original und in allen anderen bekannten Verfilmungen. Selbst bei Rosalie Williams (der Mrs. Hudson aus der Jeremy Brett Serie) sind „Sprüche“ eine absolute Seltenheit. Natürlich… bei „Sherlock“ ist das wieder anders. Im Original gehört Mrs. Hudson zur „Einrichtung“ der Baker Street 221 B. Man erlebt sie selten, aber sie ist da, wie ein guter Geist.

 

Insgesamt gibt es 6 Episoden, die sich allesamt nach den Orignalstorys von Sir Arthur Conan Doyle richten:

Das gefleckte Band

Sechsmal Napoleon

Die Liga der Rothaarigen

Die Bruce Partington Pläne

Das Beryll – Diadem

Das Haus bei den Blutbuchen

Die Drehbücher wurden von Giles Cooper, Anthony Read, Nicholas Palmer und Vincent Tilsey verfasst. Diese Autoren wurden sehr gut ausgewählt. Giles Cooper zum Beispiel hatte schon für die Vorgänger – Serie der Peter Cushing– Adaption der Sherlock Holmes Fälle, jene mit Douglas Wilmer als Detektiv, einige Drehbücher verfasst. Während Cooper zuerst für Wilmer, dann für Schellow schrieb, war dies bei Anthony Read genau anders herum. Er verfasst das Drehbuch für „Die Liga der Rothaarigen“ für Wilmers Nachfolger (Peter Cushing) und alsdann für die Schellow – Verfilmung der gleichen Story. Read schrieb später u.a. für Dr. Who, Die Profis und „Die Bande aus der Baker Street“ (The Baker Street Boys), einer weiteren Serie, die wir hoffentlich einmal von PIDAX veröffentlicht sehen werden.

Wer dieses leicht skurrile und unterhaltsame Kleinod deutscher Fernseh – Kultur sein Eigen nennen will, kann alle sechs Episoden bei Pidax für 16,90 EUR erwerben.

Siehe:

https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Sir-Arthur-Conan-Doyle-Sherlock-Holmes::2106.html

 

 

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Princess Leia (Hoth) – Black Series

Wie für viele Star Wars Fans ist auch für mich „Das Imperium schlägt zurück“ ein Paradebeispiel dafür, wie Star Wars aussieht, wenn es richtig, richtig gut ist. Besser ist kaum möglich. Schlachten im Schnee, ein schicksalhaftes Laserschwert – Duell in einer Wokenstadt, der ominöse, gruselige Imperator und und und. Ich muss euch nicht erzählen, was in dem Film, den viele auswendig kennen, alles passiert. Wer es mag, wird es ehedem nicht vergessen.

Die Prinzessin war schon in Episode IV – „Eine neue Hoffnung“ – reizend. Die kleine, tapfere Frau mit der scharfen Zunge („So klein und schon bei den Sturmtruppen?“) wirkte, was die Kleidung anging, erstaunlich grazil in ihrem langen, weißen Kleid. Eine echte Prinzessin eben.

Leia (Hoth) – Hasbro

In Episode V lernen wir sie viel taffer kennen. Hier trägt sie praktisch und doch immer noch reizend, ihre Haare zu einem Kranz gebunden, während sie eine Rebellensoldaten – Uniform trägt. Carrie Fisher war eine Frau, die in jedem Outfit äußerst attraktiv und präsent wirkte. Ich persönlich mag jedoch ihr „Hoth Outfit“ besonders, weil ich alles rund um den „Eiswürfel – Planeten“ mag. Die Snowtrooper sehen besser aus als die normalen Stormtrooper, die Rebellen wirken in ihren Uniformen auf Hoth ebenfalls viel cooler und – ja – auch die Prinzessin. Wie kühl sie ist merkt besonders Han Solo, doch während sie sich noch anfangs in den Gängen von Echo Basis mit Han streitet wissen wir, es wird in diesem Film zu jenem legendären „Ich liebe dich“ – „Ich weiß!“ – Moment kommen.

Kein Wunder, dass ich – Warsler, der ich bin – unbedingt die Black Series Figur der Prinzessin im Hoth Outfit haben musste.

Leia (Hoth) von Hasbro – Black Series

Ich finde, dass es Hasbro hier wieder mal gelungen ist das Gesicht UND die Kleidung sehr gut herüber zu bringen. Mit dabei ist auch ein wenig Zubehör, wie die Schutzbrille und die Waffe, die man kennt.

Erhalten kann man die Figur u.a. auf Amazon.de, Toyspalace.com und fantasywelt.de.

 

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Batman – Die Nächte von Gotham (Panini)

Endlich mal wieder ein Batman – Band, der alleinstehend funktioniert. Als ich in den späten 70er Jahren (kaum noch vorstellbar, ich weiß) zu Batman kam, da gab es vorrangig solche „Kurzgeschichten“ – Bände. Hier sind zehn solcher Leckerbissen vereint. Ursprünglich stammen sie aus der Reihe „Gotham Nights“.

Schon der Titel – „Nächte von Gotham“ – sprach mich an. Was kann ich mir nicht alles darunter vorstellen. Wollt ihr einmal eine Nacht in Gotham verbringen? Ich auch nicht, aber zusehen? Gerne. Genau das konnte ich bei diesen tollen Storys.

Großartig gezeichnet wurde hier von Jim Lee, Mirko Kolac, Ryan Benjamin, Viktor Bogdanovic, Tom Lyle und Neil Edwards. Allen gemeinsam ist ein lebendiger, fließender, realistischer und dunkler Look.

Ich gebe nun eine ganz, ganz grober Übersicht, um was es in diesem Comicband geht. Macht euch am Besten selbst ein genaues Bild 🙂

(c) Panini und DC – Comics

Ich war überrascht, dass die ersten zwei Comics außerordentlich patriotisch beginnen. Sie erhielten den Titel „Ehrenmedaille“. Hier geht es einmal um berühmte Worte, die eine Batman – Story begleiten und erst im letzten Bilder“kästchen“ wird erklärt, was es mit diesen Worten auf sich hat.

Außerdem geht es um eine bekannte Superheldin, die zur Bat – Familie gehört und die wir hier mal von einer privaten und neuen Seite kennenlernen.

Schließlich muss sich Batman – in „Miese Schauspieler“ – Clayface stellen. In „Gesetz des Dschungels“ begegnet Batsi der verführerischen und tödlichen „Poison Ivy“. Wiewohl ihr Ansinnen nachvollziehbar ist: Ihre Methoden sind zweifelhaft…Schließlich gibt sich in dieser Sammlung guter Unterhaltung auch der Joker ein Stelldichein.

Die in diesem Band vereinten Short Storys sind Spotlights, die kurz in die eine Ecke, dann in die andere der finsteren Straßen von Gotham gerichtet werden.

Fazit:

Für jede/n Leser/in ist etwas dabei. Ich persönlich mochte jede Geschichte, wenngleich ich die ersten Beiden eine Spur zu nationalbewusst fand. Ursprungsland ist numal Amerika und dort geht man mit Patriotismus anders um. Schön, dass hier nichts – „für den deutschen Leser“ – verändert wurde. Hat man die ersten zwei Storys gelesen, die übrigens sehr schön gezeichnet sind, wie alle in diesem Band enthaltenen Geschichten, kommen wir etwas mehr in Gefilde, die sich vertraut anfühlen.  Von da an ist es wie „nach Hause kommen“. Diesen Batman kenne ich, den mag ich und seine Abenteuer erlebe ich gerne mit. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, denn mir ist Batman manchmal schon eine Nummer zu dunkel und psychotisch. Ich hoffe, es werden weitere solcher „Short Story Sammlungen“ folgen, die vielseitig, dunkel, aber auch mit „Grautönen“ daher kommen.

Wo für 18 EUR zu bekommen? Zum Beispiel hier: 

https://paninishop.de/batman-superhelden-comics/batman-die-naechte-von-gotham-ddcpb191

oder im Bahnhofs-Buchhandel oder in großen und kleinen Internet – Kaufhäusern und Comic – Shops.

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EUROPA Grusel 7 – Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze

„Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze“ ist ein weiteres Hörspiel von Andre Minninger und die siebte Folge der neuen Grusel – Reihe bei Europa.

Kurze Inhaltsangabe mit leichten Spoilern (ohne das Ende vorweg zu nehmen):

Michael Prelle gibt einen angenehmen Erzähler ab. Wir werden Zeuge, wie Hattie und Henry Miller (Elga Schütz und Eckard Dux) von einer Feier heimwärts fahren. Hattie sitzt am Steuer, denn Henry hat einen über den Durst getrunken. Da steht plötzlich eine ältere Dame (Elke Reissert) auf der Fahrbahn, die sich partout weigert, wieder zurück in ihr Seniorenheim zu gehen.

Hattie ist couragiert genug, der Dame, mit Namen Blanche Cooper, zur Seite zu stehen und sich auch der Heimleiterin, Mrs. Summer (Judy Winter) gegenüber zu behaupten. Sie wittert schon bald eine unheimliche Geschichte hinter dem Verschwinden einer Mitbewohnerin von Blanche Cooper.

Während ihrer Nachforschungen, bei denen sie (mehr oder weniger freiwillig) von ihrem Ehemann unterstützt wird, trifft sie auch auf jene Aufzeichnungen des Pflanzenkundlers Brighton (Wolfgang Pampel). Schlagartig wird ihr klar, dass sich im Altersheim eine Tragödie zuspitzt…

Bewertung

Hattie und Henry Miller sind ein tolles Team, die alleine schon aufgrund ihrer guten Chemie für Unterhaltung sorgen. Judy Winter wieder zu hören hat Spaß gemacht. Ich kannte sie schon als „Thora“ in den Perry Rhodan Hörspielen und wer hätte die „Insel der Zombies“ je vergessen können, der sie einmal gehört hat? Wolfgang Pampel (sehr gut besetzt!) ist eine Klasse für sich und hebt das Hörvergnügen noch einmal um einiges an.
Es sind also gute Sprecher vorhanden, die auch einen wirklich guten Job abliefern.

Mir fehlte in dieser Folge jedoch ein wenig das Gruselige. Es ist vermutlich schwierig, die für das EUROPA – Label typische Art von „Grusel“ zu produzieren. Die Grusel – Klassiker von H. G. Francis, die sich die neue Reihe zum Vorbild genommen hat (wie man z.B. am sehr gelungenen Design der CD – Cover sehen kann), waren weder besonders blutig noch musste man sich i.d.R. groß Erschrecken. Sie erzeugten in kurzen, knackigen Hörspielen schon sehr früh Grusel, der sich dann bis zum Ende zuspitzte.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass die Retro – Fans von einst die neuen Folgen nicht mit den Alten vergleichen würden. Vielmehr sollte man genau darauf aufbauen und sich bezüglich des Aufbaus der „Originale“ inspirieren lassen. Möglicherweise sollte man auch in Maßen der Tatsache Rechnung tragen, dass viele Hörer dieser Hörspielreihe 40+ Jahre alt sind. Ich bin definitiv gegen eine Verrohung oder Zunahme an Grausamkeit oder dergleichen, aber es darf ruhig ein wenig mehr gruseln als damals… und ehrlich gesagt hatte ich bei „Insel der Zombies“ damals richtig Angst, während ich nach dem „Schloss des Grauens nur mit Zureden Kartoffeln aus dem Keller holte 🙂 Nach „Mondära“ wäre ich weniger ängstlich gewesen, das ist einmal sicher…

Sowohl für die Idee der Serie an sich und der einzelnen Hörspielen im Speziellen kann man Andre Minninger gar nicht genug danken. Die Schuhe von H. G. Francis auszufüllen war vielleicht nie seine Absicht, aber nun hat es sich so ergeben, dass in vielen sozialen Netzwerken über alle Maßen verglichen wird. Die Fähigkeit sich auf Neues einzulassen könnte bei so manchen Fans besser ausgeprägt sein. Andererseits würde auch ich mich freuen, wenn zukünftige Folgen weit gruseliger wären. Wie wäre es mit einem / einer Co-AutorIn? Auch wären Fortsetzungen zu den alten EUROPA – Hörspielen spannend! Ich selbst hätte da eine Idee bezüglich einer Rückkehr zu dem Schloss des Schergen Tonis 🙂

Fazit:

„Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze“ unterhält durch teils sehr gute SprecherInnen und einem guten Drehbuch, wird aber zu langsam gruselig.

Ich kann das Hörspiel aufgrund seiner unterhaltenden Qualitäten empfehlen, jedoch nicht für seine gruseligen Qualitäten.

 

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Mord an der Themse (Murder by Decree) – 1979: Eine Betrachtung

Diesen Text schrieb ich zu Ehren Christopher Plummer (1929 – 2021), dessen Sherlock Holmes Darstellung mich maßgeblich für dieses (eines meiner liebsten) Interessengebiete (eben SHERLOCK HOLMES), einnahm. 

Ich habe mir – aufgrund des Todes von Christopher Plummer – „Mord an der Themse“ erneut angesehen und mich gefragt, was mich an diesem Film damals, in der Anfangszeit meiner Begeisterung für Sherlock Holmes, an diesem Film so begeistert hat.

Da sind zunächst einmal die grandiosen Aufbauten / Modelle des alten London zu nennen. In den großen Aufnahmen sieht z.B. das House of Parliament, im Vorspann gar die Skyline der gesamten Stadt, genau so aus, wie ich es mir das viktorianische London  immer vorgestellt hatte. Nebelig, sehr groß und unheimlich. Dazu kommt sicherlich noch die Spannung erzeugende Musik. Emotional ist das Setting also perfekt.

Ohne gute Darsteller wäre der Film dennoch höchstens mittelmäßig. Aber dieser Film brilliert mit einer ganzen Garde an hochklassigen Schauspielern. Nicht nur Holmes selbst wurde mit einem sehr guten Schauspieler besetzt, Christopher Plummer eben, die Liste der hervorragenden Schauspieler setzt sich gleich bei Dr. Watson fort, mit (dem recht betagten) James Mason,  des Weiteren Donald Sutherland, John Gielgud, Anthony Quayle, Genevieve Bujold uvm.

Sherlock Holmes wird hier in vielerlei Szenen dargestellt, die geradezu der Feder des Zeichners Sidney Paget entstammen könnten – und in Teilen tatsächlich exakt so dargestellt wurden! Etwa wenn Holmes Watson in der Frühe weckt, sich als Schornsteinfeger verkleidet hat oder Violine spielt.

Last but not least ist die Thematik des „Jack the Ripper“ der „Klassiker“ unter den viktorianischen Morden.

Natürlich werden hier Klischees bedient, aber warum nicht? Optisch, akustisch und inhaltlich ist dies ein brillanter Sherlock Holmes Film. Freilich – der Zeit entsprechend – schon etwas blutiger als in früheren Darstellungen und – streng genommen – sogar blutiger als die meisten Original – Geschichten. Dabei muss man der Story aber zu Gute halten, dass es immerhin um den Ripper geht und damit natürlich um wirklich grausame Morde!

Plummer´s Darstellung wird vorgeworfen, er sei zu emotional für Sherlock Holmes. Das ist – aus dem Zusammenhang gerissen – auch so, streng genommen. Doch zu diesem Holmes in dieser Situation, in der er in dem Film weint, passt es! Plummer´s Holmes ist ja nicht den ganzen Film durch hoch – emotional, sondern lediglich in einer bestimmten Situation, die in der Tat selbst für seine Verhältnisse ungemein emotional war. Es passt einfach.

Dieser Holmes ist insgesamt mehr der „Gentleman“ – Typ von Sherlock Holmes, mehr wie ein Rathbone oder sogar ein Whitehead, weniger ein Brett oder ein Cumberbatch. Wiewohl es spaßig sein kann, einen eingebildeten oder einem exzentrischen Holmes zu verfolgen, ist mir diese Art von „eher zivilisertem“ Holmes „am Ende des Tages“ die Liebste. Plummer´s Holmes ist frisch, fit, humorvoll, sarkastisch und sogar schadenfroh. Weit entfernt von einem von Drogen abhängigen oder abgehobenen Typen. Ein Mensch, nur eben ein brillanter Mensch.

Masons Watson ist ein ernster, hilfreicher Watson, wie er es auch in den Originalen ist. Der Altersunterschied zwischen Masons Watson und Plummers Holmes ist beinahe zu groß, aber noch kann man den beiden ihre Rollen, auch, was das Alter angeht, abnehmen. Ihr Zusammenspiel erinnert an das eines alten Ehepaares. Diese beiden kennen sich schon lange, das ist offensichtlich.

Alleine das Finale wirkt für mich etwas unorganisch (Verfolgungsjagd, Pause, Verfolgungsjagd, Pause…). Letzthin aber bringt es eine plausible, wenn auch unwahrscheinliche, Lösung für die Ripper – Morde und einen runden, emotionalen Abschluss eines denkwürdigen Films.

Ich wünschte mir, man würde auch heute noch einmal so eine große Riege guter Schauspieler zusammentrommeln und möglicherweise sogar eine groß angelegte, atmosphärisch dichte und historisch angehauchte Verfilmung sowohl der Originale als auch neuer Fälle, umsetzen.

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Eisige Zeiten – Batman Rebirth Band Nr.. 8

Was ist alles drin im Band Nr. 8?

Die Geschichten der hier abgedruckten Comics (Batman 51 – 57) hat sich Tom King ausgedacht. Der Zeichenstil variiert, da unterschiedliche Zeichner – Mark Buckingham, Tony S. Daniel, Lee Weeks und Matt Wagner – am Werk waren.

(c) Panini – Batman Paperback 8 – Eisige Zeiten

Im Einzelnen sind es die folgenden Comics, die ihr im achten Band finden könnt:

Eisige Zeiten – Teile 1 – 3,

Der bessere von uns

Die Spur der Bestie 1 – 2

und schließlich

Die Spur der Bestie, Finale


Gedanken zum achten Band der Rebirth – Reihe

Als jemand, der schon länger keinen Batman – Band mehr gelesen hat, war ich relativ frei von Erwartungen. Faszinierend fand ich, dass ich die 172 Seiten wie im Flug durchgelesen habe und mir dabei keine Sekunde langweilig war. Das vorweg.

Ich bekam gerade noch mit, dass die Hochzeit von Batman und Catwoman geplatzt war … und nun folgt also dieser achte Band. Worum geht es? Bruce Wayne wird als Geschworener für die Jury eines Gerichts berufen (und hat sich hier vermutlich sogar eingekauft… aber wer weiß das so recht…). Angeklagt ist Mr. Freeze. Als Bruce Wayne setzt sich der nächtliche Held für Freeze und damit in gewisser Weise gegen Batman ein.

Die erste Story ist relativ gegenstandslos. Es passiert – letzten Endes – relativ wenig. Die Situation ist allerdings reizvoll: Wayne „gegen“ Batman! Als Leser wissen wir, dass Wayne auch Batman ist, die anderen Mitglieder der Jury jedoch nicht. So bekommt manches, was Wayne sagt, um Freeze zu entlasten, ein viel tieferes Gewicht, was besonders deutlich wird, wenn Wayne von seiner Zeit nach dem Raubmord an seinen Eltern berichtet. Was er der Jury erzählt ist nichts anderes als das, was wir lesen, aber wir bekommen dabei andere Bilder präsentiert. Sehen, wie sein „Batman“ die Art ist, wie er mit dem Mord an seinen Eltern umgeht.

Die erste Geschichte schon bietet manch vage Andeutung – etwas, was sich durch alle Comics zieht. Der „Fall Mr. Freeze“ ist einer, an dem Batman auch später im Band noch arbeitet, aber wir erfahren nur sehr wenig, worum es dabei geht. Was ist wirklich mit den drei toten Frauen geschehen, für deren Mord Freeze verantwortlich sein soll? Auch nach der letzten Seite „Eisige Zeiten“ wird dieser Wissensdurst nicht gestillt. Oder wurde dies schon in einem der Vorgänger erklärt? Ich weiß es nicht.

Auch „Der bessere von uns“ setzt dieses Andeuten von Umständen, ohne konkret zu werden, fort. Eine kreativ erzählte Story um die Beziehung zwischen „Vater“ Wayne / Batman und „Sohn“ Grayson / Robin.

Hier begegnen wir Dick Grayson als Nightwing, der versucht seinen Freund Batman aufzumuntern, da dieser – auch, wenn er nicht darüber spricht – immer noch nicht über Catwoman hinweg ist. An einer Stelle wird Nightwing jedoch schwer verletzt – oder ist er sogar tot? Ein Krankenwagen wird gerufen und wir erleben, wie sich Batman konsequent und erbittert auf die Suche nach dem russischen Mörder macht.

Echt seltsam. Zwei Szenen, die mich gestört haben:

Im zweiten Teil des Bandes gibt es zwei Dinge, die mich – wenn auch nur leicht – verstörten: Der Schurke Canto, der sich darauf freut, Batman langsam aufzuschneiden, und sich dabei daran zu laben, dass dieser dabei lange bei Bewusstsein sein wird – und die bildliche Darstellung des russischen Märchens, „Die Tiere in der Grube“, das es tatsächlich gibt. Am Ende reißt sich das Schwein selbst den Bauch auf, weil es glaubt, sich an den eigenen Gedärmen satt essen zu können… Kein Kommentar. Schon das Vorbild ist sicherlich merkwürdig, aber die niedliche Bildumsetzung einer solchen Geschichte ist gelinge gesagt „eigentümlich“.

Mein Fazit

Am Ende der letzten Seite angekommen hatte ich ein paar Stunden feine Bat – Unterhaltung und ich merke, dass ich neugierig darauf bin, wie und wann es weiter geht.

Die Zeichnungen haben mich, wie die Geschichten selbst, trotz dieser Merkwürdigkeiten in ihren Bann gezogen. Ich frage mich immer noch, was mich daran fasziniert hat, denn de facto gibt die Handlung nicht so wahnsinnig viel her. Da ist ein Batman, der Selbsterkenntnisse hat, ein Batman, der von seinem Ziehsohn ermuntert wird, wobei dieser Ziehsohn verletzt wird (wenigstens das) und schließlich erledigt Batman den Attentäter (wobei übrigens auch er einen gewissen Hang zum Sadismus zeigt). Das ist alles.

Aber es ist die besondere Stimmung jeder einzelnen Seite, die Winkel in denen gezeigt wird, was gezeigt wird, die Intensität des gezeigten, die Verbindung von Wort und Bild, die sich so trefflich ergänzt. Irgendwie klappt das einfach.

Und wenn ich mich schon jetzt auf Band 9 freue, dann zum Einen um die schnöde Fortsetzung und Antworten zu erfahren. Zum Anderen um herauszufinden, was verdammt noch mal so faszinierend an diesen neuen Batman Comics ist!

Band 8 bekommt ihr u.a. hier:

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Jules Verne und die geheimnisvolle Insel – Teil II

Kapitän Nemo

Wenn wir uns nun der „geheimnisvollen Insel“ zuwenden wollen, müssen wir uns zunächst einmal die Person betrachten, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Rede ist vom Prinzen Dakkar!

Ach so, ja, ihr kennt ihn besser unter dem Namen „Kapitän Nemo“. Er tauchte in zwei Romanen von Jules Verne auf: „20.000 Meilen unter dem Meer“ (1859- 1870) und „Die geheimnisvolle Insel“ (1874 – 1875). Wenn man es ganz genau nehmen will, dann muss man auch seinen „Cameo – Auftritt“ in dem Theaterstück „Reise durch das Unmögliche“ (Voyage à travers l’impossible) von Jules Verne und Adolphe d’Ennery nennen, welches im November 1892 im Théâtre de la Porte Saint-Martin in Paris aufgeführt wurde. Leider wurde dieses Stück bis heute nicht ins Deutsche übersetzt (oder aufgeführt).

Nemo wird von Jules Verne wie folgt beschrieben:

„Er ist der Sohn eines indischen Rajas (Fürsten), genauer des Hindu Raja von Bundelkund sowie ein Nachfahre des indischen Helden Tippo Sultan. In seiner Jugend, in der er Europa bereist, erfährt er eine eben solche Erziehung. Er spricht Französisch, Englisch, Latein und Deutsch.“

Im ersten indischen Unabhängigkeitskrieg, 1857, verliert er seine Familie – und sein Königreich. Daher beschließt er sich der Wissenschaft zu widmen, entwirft ein U-Boot, die Nautilus, und entzieht sich der Menschheit, zu der er kein Vertrauen mehr hat, indem er die Meere bereist.

MW: Es scheint so, dass Jules Verne ein Problem mit der Kolonialpolitik hatte. Richtig?

A. Fehrmann: Dort war Verne auf einem Auge blind. Gleichzeitig fand er französische Kolonien völlig in Ordnung. Gerade Nordafrika unter französischer Verwaltung ist oft ein Thema in den Romanen – hier stichelte er öfters gegen die britischen Ambitionen. (…) Hinter der indischen Problematik des Konloniallebens steht eben Großbritannien Als Kritik auch formuliert im Roman „Das Dampfhaus“: Niederschlagung des Sepoiaufstandes durch die Briten. Und hier eben als Unterdrückung der Inder, die Nemo zum „Rebellen“ werden lässt.

Das faszinierende an Kapitän Nemo ist wohl, dass er ein eigenwilliger Mensch ist, der ganz nach seinen eigenen Regeln lebt und dabei in einem damals noch viel unbekannteren Meer sein neues Zuhause gefunden hat. Sein Charakter hat Tiefe! Seine Reisen führen ihn in das ewige Eis der Antarktis bis hin zu den Ruinen von Atlantis.

Man könnte meinen, Jules Verne wäre selbst Kapitän Nemo nicht ganz unähnlich gewesen.

Die geheimnisvolle Insel: Das Buch

Eigentlich hat er sich von der Menschheit enttäuscht abgewandt, manchmal jedoch, wenn er all zu große Ungerechtigkeit erlebt, mischt er sich doch ein. So im kretischen Aufstand (1866) oder um Schiffbrüchigen zu helfen:

Der Roman, „Die geheimnisvolle Insel“, beginnt in Richmond (Virgina) während des amerikanischen Sezessionskrieges (1861 – 1865). Ort: Ein Kriegsgefangenenlager. Personen: Ingenieur Cyrus Smith, sein schwarzer Diener Nab, der Kriegsberichterstatters Gideon Spilett, der Seemann Pencroff, der Junge Harbert und dessen Hund Top.

Interessant ist die Vermutung, dass Verne den Namen „Cyrus Smith“ aus „Cyrus Field“ und „Blacksmith“ zusammengesetzt haben mag. Cyrus Field widmete sich mit großer Hingabe der transozeanischen Telegraphie, während „Smith“ von „Blacksmith“ = Schmied kommen mag.

Sie fliehen mit Hilfe eines Freiballons, geraten aber nach einer Zeit in einen Orkan, was ihren Absturz zur Folge hat. Es verschlägt sie auf eine ihnen unbekannte Insel im südlichen Pazifik. Als treue Nordstaatler benennen sie die Insel nach ihrem Präsidenten: Lincoln-Insel.

In den Verfilmungen wurde aus dem Seemann Pencroft häufig ein Südstaatler, der in Konflikt mit Nab gerät. Dieser jedoch war in dem Originalroman nicht viel mehr als ein „freier Diener“. Allerdings war es in Jules Vernes Romanen normal, dass es Diener gab!

A. Fehrmann: Nab opferte sich mit seiner Hilfsbereitschaft und der Selbstverneinung auf. Über den Rang eines „vorzüglichen Dieners“, obwohl er de facto ein freier Mann war, kam er nie heraus. So die Darstellung Vernes. Diese Rollenverteilung gibt es aber unabhängig von der Hautfarbe in vielen Verne – Romanen. Die „großen Köpfe“ hatten immer ihre dienstbaren Geister/Gehilfen. Siehe Prof. Arronax und sein Gehilfe, Lidenbrook und sein Neffe bzw. Hans, Fogg und sein Passepartout oder Fergusson und Kennedy schon im ersten Roman.

Nachdem sie einsehen müssen, dass sie die Insel nicht so ohne Weiteres verlassen können, richten sie sich dort ein, wobei Cyrus Smith als heimischer Ingenieur und der Wissenschaft zugewandter Geist, die Ressourcen der Insel zu nutzen weiß. Sie sprengen eine Höhle in eine Granitwand, die nahe der Küste liegt und machen sie bewohnbar.

Eines Tages finden sie – auf wundersame Weise – wertvolles Strandgut: nützliche Werkzeuge, Bücher, einen Sextanten und Instrumente, die ihnen das Leben auf der Lincoln – Insel noch angenehmer machen.

Sie erfahren durch eine Flaschenpost von einem Schiffbrüchigen auf einer Nachbarsinsel (Tabor) und es stellt sich heraus, dass dort Ayrton, bekannt aus Jules Vernes Roman „Die Kinder es Kapitän Grant“, lebt. Er ist allerdings völlig verwildert. Erst nach einiger Zeit beginnt er sich wieder zivilisierter zu verhalten und erinnert sich, dass er als entlarvter Freibeuter zwölf Jahre zuvor von Lord Glenarvan auf der Insel ausgesetzt wurde (siehe: Die Kinder des Kapitän Grant). Allerdings war er es nicht, der die Flaschenpost auf den Weg brachte!

Schließlich taucht ein Schiff am Horizont auf. Zuerst glauben die Gestrandeten, dass es Rettung verheißt, aber dann stellt sich heraus, dass es Piraten sind. Sie werden angegriffen. Vollkommen unerwartet und in allerletzter Sekunde explodiert das Piratenschiff! Die Inselbewohner sind erleichtert, aber auch verwundert!

Nautilus (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Eines Tages gibt sich Nemo zu erkennen: Älter und schwächer, seines baldigen Todes bewusst, hat er anhand des guten Miteinanders der Schiffbrüchigen wieder ein wenig Vertrauen in die Menschheit bekommen. Er war es, der den Schiffbrüchigen die ganze Zeit zur Seite stand, ihnen das „Treibgut“ zukommen lies, die Flaschenpost schickte und das Piratenschiff zerstörte als die Lage ausweglos schien!

Sein U-Boot, die Nautilus, sitzt in einer Grotte fest und Nemo weiß, dass die Insel bald explodieren wird: Der Vulkan der Insel wird aktiv werden! Er warnt die Inselbewohner, die nun vier Jahre auf der Insel leben, und stirbt an Bord der Nautilus.

Die ehemaligen Schiffbrüchigen wissen, dass sie nun gegen die Zeit arbeiten, schleunigst ein Schiff bauen müssen! Der Vulkan bricht aber früher aus: Rettung gibt es nur durch das Auftauchen der Dampfyacht „Duncan“, gesteuert von einem Sohn des Kapitän Grant: Robert Grant. Die Koordinaten der Insel hat er durch Nemo erfahren, der sie 12 Jahre zuvor bei ihm hinterlegt hatte, weil dann die Zeit gekommen wäre, Ayrton aus seinem Exil zu retten.

Jules Verne war 1875 – im Alter von 47 Jahren! – als er „die geheimnisvolle Insel“ veröffentlichte, bereits ein weltberühmter Schriftsteller! Die Romane „Die Kinder des Kapitän Grant“, „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Die geheimnisvolle Insel“ gehören zusammen, wobei man bei den in den Romanen angegebenen Jahreszahlen etwas großzügig sein muss, weil sie zeitlich nicht genau zusammen passen.

Die geheimnisvolle Insel: Die TV – Serie!

Wer die Inhaltsangabe der „geheimnisvollen Insel“ gelesen hat, wird dort vielleicht das Auftauchen von Riesenkrabben, Monsterspinnen oder sonstigen „Unheimlichkeiten“ vermissen. Aber das waren lediglich ausgedachte Zutaten der filmischen Umsetzungen.

Vorstellen möchte ich euch eine eher unbekannte, dabei jedoch sehr aufwendige Verfilmung dieses Romans. Eine Serie, die zwischen dem 8. November und dem 13. Dezember im auf dem „DDF 1“ (später DDR 1) – Kanal lief, sowie 1975, stark gekürzt, auf dem „Ersten“ gezeigt wurde.

Der französische Produzent Jacques Bar (1921 – 2009) kam 1972 auf die Idee dem Landsmann Jules Verne mit einer sechsteiligen Serie ein Denkmal zu setzen. Einer Serie, die sich allein am Original orientiert und nicht davon abweicht. Als Co-Produzenten engagierte er Eduardo Manzanos (1919 – 1987). Regie sollten Juan Antonio Bardem (spanischer Filmregisseur und Drehbuchautor, 1922 – 2002) und Henri Colpi (schweizer Regisseur, Drehbuchautor und Cutter, 1921 – 2006) übernehmen. Das Drehbuch schrieb ein Trio, bestehend aus Bardem selbst, stellvertretend für Spanien, sowie der italienischen Monica Venturini und dem Franzosen Jaques Champreux.

Antonio Bardem wollte James Mason für die Rolle des Nemo, da ihn seine Darstellung in „20.000 Meilen unter dem Meer“ so gut gefallen hatte. Aber er sagte ab und so wurde Omar Sharif ausgewählt.

Sharif wurde 1932 als Maechel Chalhoub in Alexandria geboren und wuchs in Kairo auf. 1932 hatte er seinen ersten Filmauftritt in dem ägyptischen Film „The blazing sun“. Als er 1962 – neben Peter O´Toole – in „Lawrence von Arabien“ auftrat, wurde er weltbekannt. Sharif erhielt einen „golden globe“ und wurde für einen Oskar als „bester Nebendarsteller“ nominiert. der „andere“ wirklich große Film, mit dem man Omar Sharif verbindet, ist „Doktor Schiwago“, in dem er den Juri spielte. Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 mit 83 Jahren an einem Herzinfarkt.

Als die „Insel“ verfilmt wurde, war er jedoch erst 41 und stand damit tatsächlich in der Mitte seines Lebens und auch, wenn er James Mason nicht ähnlich sah, so sah er doch Prinz Dakkar ähnlich, wie ihn sich Jules Verne einst vorgestellt haben mag und wie er in den Romanen beschrieben wird.

(c) Pidax – Endlich auf DVD: Die geheimnisvolle Insel – die komplette Serie

Die übrigen Schauspieler waren vorwiegend Schauspieler, die in Frankreich lebten. Beginnend mit Rafael Bardem Jr., dem Sohn von Regisseur Juan Antonio Bardem, der den Jungen – Harbert Brown -darstellte. Neben Nemo und Harbert wurden die Rollen wie folgt besetzt: Ambroise Bia (Nab), Jess Hahn (Pencroft), Philippe Nicaud (Spilett), Gerard Tichy (Cyrus Smith), Rik Battaglia (Finch), Gabriele Tinti (Ayrton), Mariano Vidal Molina (Harvey – Pirat).

Obwohl ein Großteil der Serie / des Films tatsächlich buchgetreu umgesetzt wurde, gab es auch in dieser Verfilmung Elemente, die im Original nicht zu finden sind.

MW: Wie nahe ist die Serie mit Omar Sharif dem Original? Gibt es Serien / Filme,  die dem Original näher sind?

A. Fehrmann: Die buchgetreueste Umsetzung der Filmgeschichte ist die russische Version von 1941. Sehr viele Umsetzungen und Ideen der 1973-Film-Version sind reine filmische Zutaten. Sie waren dem Zeitgeschmack (Sci-Fi-Einfluss und allgemeine Filmtrends) sowie dem Erreichen der Zielgruppe jugendlicher Zuschauer geschuldet. Man versuchte das Script zu entstauben und zusätzlichen Thrill einzubauen. Dazu gehören im Film die futuristischen Waffen Nemos, aber vor allem: Im Roman war Nemo allein – er war eben der „Geist“ der Insel.

Noch bevor die Mini-Serie zu Ende gedreht worden war, stieg der Co-Produzent – Eduardo Manzanos -aus. Er wollte kein weiteres Geld mehr in den Film investieren und stattdessen einen zweistündigen Film aus dem existierenden Material zusammen schneiden. Nur das Ende wollte er noch drehen, wofür er die Schauspieler nach La Pedriza bat, der größten Granitformation Europas. Allerdings kamen die Schauspieler nicht! Manzanos musste improvisieren und drehte das Ende der Insel mit handgefertigten Modellen.

Unterdessen stellte Jacques Bar, der sich nicht mit Manzanos einigen konnte, die epische Serie so zu Ende, wie er es sich immer vorgestellt hatte.

Der zweistündige Spielfilm von Eduardo Manzanos kam acht Monaten vor der Erstausstrahlung von Bar´s Serie in die spanischen Kinos! Die Serie wurde im Dezember 1973 im französischen Fernsehen ausgestrahlt.

Das Manzanos eigene Wege ging, sorgte für zwei unterschiedliche, gleichermaßen erfolgreiche Umsetzungen des Romans. Der Film wurde in Spanien von 1.5 Millionen Zuschauern gesehen, was man damals als erfolgreich ansehen konnte.

Beide Versionen unterschieden sich in unterschiedlichen Kamera-Perspektiven. Zudem ist klar, dass eine 6 x ca. 50minütige Serie viel mehr Inhalt transportieren kann als ein 2 Stunden Film. Zum Beispiel die wissenschaftlichen Entdeckungen des Cyrus Smith kommen in der Serie weit mehr zur Geltung. In der spanischen Version wird eine viel weniger ausgefeilte Nautilus gezeigt, was wohl daran liegen mag, dass nur die französische Variante gute Bühnenbildner unter Vertrag hatten: Jose Luis Galicia und J. P. Cubero. Zudem arbeitete der fähige „Special Effects Mann“ Manuel Baquero für sie.

Die Titel der einzelnen Folgen zeigen auf, wie nahe man sich am Original orientierte und wie episch die Verfilmung der Serie war:

1. Die Flucht im Ballon

2. Die wunderbare Rettung

3. Der unheimliche Berg

4. Die Flaschenpost

5. Die schwarze Flagge

6. Kapitän Nemo

Beiden Varianten ist die romantisch – sehnsüchtige Musik von Gianni Ferrio (1924 – 2013) zu Eigen, die man gehört haben muss, um zu verstehen, was ich meine.

Diese fulminante Verfilmung, die sich besonders in ihrer sechsteiligen Variante so richtig entfaltet, wurde auf Lanzerote, den kanarischen Halbinseln, sowie in Valenzia, Cameroon und in Madrid gedreht.

DVD – Veröffentlichungen

2005 gab es eine 3-DVD-Edition zu kaufen, in der sich ein „directors cut“ der spanischen Verfilmung, die deutsche Kinoversion, die deutsche Super-8-Version sowie ein 268minütiger ! Film befand, der wohl auch Manzanos zuzuordnen ist. Er wirkt recht lieblos erstellt. Gerade so als hätte man alles Filmmaterial zusammengehängt. Erstaunlich ist, dass er komplett deutsch synchronisiert ist, wiewohl mit Sicherheit nie eine 268minütige „geheimnisvolle Insel“ am Stück im deutschen TV gezeigt wurde!

Es ist (wieder einmal) PIDAX zu verdanken, dass auch die sechsteilige Serie auf dem deutschen Markt zu haben ist: https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Jules-Verne-Die-geheimnisvolle-Insel::1036.html

Jules Verne – der Phantast und Prophet

Als ich die Serie der „geheimnisvollen Insel“ mit Omar Sharif erstmals sah, nahm sie mich ganz und gar gefangen. Das war irgendwann Mitte der 70iger Jahre. Seither erinnern mich Ballons immer an Jules Verne und an Abenteuer. Ich höre dann, wie weit entfernt, die Musik von Gianni Ferrio und weiß, wie fasziniert ich damals gewesen bin.

Für mich bleiben Verne – Verfilmungen aber sowieso immer etwas Besonderes. Wie oft habe ich Professor Lidenbrog auf seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ verfolgt oder bin mit Phileas Fogg in „80 Tagen um die Welt“ gereist! Auch in „20.000 Meilen unter dem Meer“ ist es für mich immer noch so unheimlich – spannend wie im Weltraum an Bord der „Enterprise“, ja vielleicht sogar noch aufregender.

Was Jules Verne betrifft, so ist er für mich einer der Menschen, die ich gerne einmal persönlich treffen würde, wenn auch unbedingt mit Dolmetscher 😉

Es genügte Jules Verne nicht, lediglich seine Fantasien zu Papier zu bringen, er wollte sie wissenschaftlich unterlegen, steckte viel Mühe in die Recherche und hat dabei häufig unwissentlich als Prophet gewirkt, denn viele seine Erfindungen gibt es inzwischen – manchmal abgewandelt, manchmal beinahe exakt nachgeahmt – tatsächlich. So wusste Kapitän Nemo davon, wie man aus Wasserstoff Energie gewinnen kann. Hat Verne hier in unsere Zukunft geschaut?

„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“ (Zitat aus „Die geheimnisvolle Insel“)

Schon 1870, mit 35 Jahren, erahnte er, dass es einmal so etwas wie das Internet geben würde: In seinem Roman „Paris im 20. Jahrhundert“. Der Roman, der seinem Verleger Hetzel zu pessimistisch war, um veröffentlicht zu werden, zeigte eine Zukunft auf, die der heutigen nicht unähnlich ist. Eine ausschließlich materielle Welt und unverantwortlichen Umgang mit dem wissenschaftlichen Fortschritt!

Das aufregende, spannende daran, sich mit Jules Verne zu befassen ist, dass er ein großer Geist war. Jemand, der nicht nur gut schreiben konnte, sondern Visionen hatte, die von wissenschaftlichem Wissen untermauert wurden. Er ist nicht nur Schöpfer der Gattung „Science Fiction“, er ist der Erfinder einer ganz eigenen Gattung der Literatur: des einzigartigen „Jules Verne Romans“!

FIN

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Jules Verne und die geheimnisvolle Insel – Teil I

Randnotiz: Den nachfolgenden Text schrieb ich seinerzeit für den Fedcon Insider. 

Der Großvater der Science Fiction

Wer würde sich nicht an jene Szene in „Zurück in die Zukunft III“ erinnern, in der Clara Clayton und „Doc“ Brown feststellen, dass sie die gemeinsame Leidenschaft verbindet, Jules Verne zu lesen! Zitat, „Doc“ Brown: „(…)20.000 Meilen unter dem Meer: Mein absolutess Lieblingbuch! Als ich es das erste Mal als kleiner Junge las, ja, da wollte ich Kapitän Nemo kennenlernen!“

Jules Verne (c) aus der Sammlung von A. Fehrmann

Ich lade dazu ein, nicht nur Kapitän Nemo etwas näher kennenzulernen, sondern auch Jules Verne, den „Großvater der Science Fiction“. Denn was wissen wir über den berühmten Autoren – außer, dass seine Romane verfilmt wurden?

Schließlich werde ich noch auf eine ganz spezielle Verfilmung der „geheimnisvollen Insel“ eingehen, die heute vielleicht weniger bekannt ist als sie es verdient und die es uns ermöglicht, des verstorbenen Omar Sharif (10. April 1932 – 10. Juli 2015) zu gedenken.

Wer war Jules Verne?

Die Biografie von Jules Verne liest sich etwas unwirklich, weil er zu einer Zeit lebte, in der unsere Welt gesellschaftlich, politisch und überhaupt in so ziemlich jeder Hinsicht, eine andere war. Was gleich geblieben ist: Wenn man an seinen persönlichen Traum glaubt, kann es gelingen, dass er Wirklichkeit wird. Vernes Traum war das Schreiben! Reisen wir also 187 Jahre in die Vergangenheit und werden Zeuge seiner Geburt…

Ein Schriftsteller wird geboren

Am 8. Februar 1828 wurde Jules Verne in der französischen Hafenstadt Nantes geboren. Sein Vater – Pierre Verne – war Rechtsanwalt, was in seiner Familie der übliche Beruf war, der von Vater zu Sohn übertragen wurde. Die Mutter trug den wohlklingenden Namen Sophie Allote de la Fuye. Sie entstammte einer Reederei- und Handelsfamilie.

„Ich habe in einer Hafengeschäftigkeit einer großen Handelsstadt gelebt, die Ausgangs- und Endpunkt vieler Reisen nach Übersee war…. Damals hatten wir nur die schwerfälligen Segelschiffe der Handelsmarine… Im Geiste kletterte ich in ihren Wanten, zog mich hinauf zu den Mastkörben und klammerte mich an die Köpfe ihrer Masten… Welches Verlangen ich hatte, die bebende Leitplanke zu überspringen, die sie mit dem Hafendamm verband, und den Fuß auf ihr Verdeck zu setzen!“ (J. Verne)

Der Hang zu abenteuerlichen Gedanken an ferne Gestade blieb und sollte ihn viele Jahre später auch ernähren.

Zunächst steuerte ihn aber sein Vater in Richtung Jura-Studium. Er unterrichtete ihn – nach bestandenem Abitur – zunächst selbst. Er wollte seinen Sohn nicht im „Sündenpfuhl“ Paris wissen. Nur zur mündlichen Prüfung durfte Verne nach Paris.

Schon zu dieser Zeit las er sehr gern Bücher von Balzac, E. T. A. Hoffmann und Victor Hugo.

„Ich kann auf Bücher nicht verzichten, das ist unmöglich!“
(J. Verne)

Liebeskummer und Kreativität

Als seine Cousine Caroline Tronson seine Liebe im Jahre 1847 nicht erwiderte und jemand anderen heiratete, griff Jules Verne – erstmals ? – zur Feder, um etwas Eigenes zu ersinnen. Liebesgedichte, in denen es um verschmähte Liebe ging.

Ein Jahr später zog er mit einem Freund doch nach Paris, um sein Studium fortzusetzen, und zwar in die Rue de´l Ancienne-Comedie. Sein Vater hielt ihn finanziell recht kurz, damit er nicht auf „Abwege“ gerät.

Der in Paris lebende Alexandre Dumas veranstaltete häufig Empfänge und Essen, wozu er auch Studenten einlud. So lernte Jules Verne den Autoren der „drei Musketiere“ kennen, vor Allem aber dessen Sohn, Alexandre Dumas jr., mit dem er sich offenbar gut verstand: Ein gemeinsames Theaterstück, „Les Pailles rompues“, entstand und wurde 1850 im Theatre Historique 12 mal aufgeführt. Es deckte immerhin seine Kosten.

Faszination Schreiben

1849 beendete Verne sein Studium, aber blieb in Paris, fasziniert vom Schreiben und der kreativ-schöpferischen Umgebung. Noch war unklar, ob aus Jules Verne Anwalt oder Autor werden würde, aber seine Berufung setzte sich durch (und er sich dafür ein) als 1851 der Rechtsberater Championniere starb (ein Bekannter seines Vaters), in dessen Büro er eine Stelle hätte haben können. Er erklärte seinem Vater, dass er sich vollkommen der Schriftstellerei widmen wollte. Sein Vater war wenig beglückt darüber, reagierte aber überraschend mild.

Doch von seinem „Durchbruch“ als Schriftsteller war noch keine Rede! 1852 wurde Verne Sekretär des Intendanten des Pariser Theatere Lyrique – vermittelt durch Dumas -und schrieb teils allein, teils in einem Team, Stücke für eben jenes. Die schlecht bezahlte, anstrengende Arbeit forderte gesundheitliche Tribute: Magenschmerzen, Gesichtsmuskelähmungen und Schlaflosigkeit.

Als Jules Verne den blinden Entdeckungsreisenden Arago kennenlernte, wurde in ihm der Wunsch stark, Reiseerzählungen zu schreiben. Dies tat er – und veröffentlicht sie in der Familienzeitschrift „Musee des families“. Eine Geschichte aus dieser Zeit heißt „Ein Drama in den Lüften“ (ursprünglich: Un voyage en ballone). Eine andere trägt den Titel „Eine Überwinterung im Eise“ ( Un hivernage dans les glaces)und nahm u.a. die Handlung seines Romans „Die Kinder des Kapitän Grant“ vorweg.

1856 wurde Jules Verne von seinem Freund Auguste Lelarge zur Hochzeit eingeladen und lernte dort seine zukünftige Frau, Honorine Morel, geb. Deviane, kennen. Er heiratete sie am 10. Januar 1857 .

Jules Verne mit seiner Frau (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Reise nach Schottland

Eines Tages lud ihn sein Freund, der Komponist Aristide Hignard, zu einer Schiffsreise nach Schottland und Norwegen ein. Der Roman „Voyage à reculons en Angleterre et Écosse“ („Reise mit Hindernissen nach England und Schottland“) ging direkt daraus hervor, wurde jedoch nicht zu seinen Lebzeiten veröffentlicht. Eine weitere Reise nach Dänemark und abermals Norwegen folgte.

Im Jahre 1861 – Verne ist 33 Jahre alt – wurde sein Sohn, Michel, geboren.

Im Oktober 1863 startete der Heißluftballon „Géant“ auf dem Pariser Marsfeld, was viel Aufsehen erregte und zwei Wochen später startete ein neuer Ballon, der allerdings vor Hannover abstürzte. Die Insassen überlebten, mit teils schweren Verletzungen.

Fünf Wochen im Ballon

Jules Verne jedoch webte, von den Ballonfahrten inspiriert, in seiner Fantasie jene Geschichte, die für seinen literarischen Durchbruch sorgte: Am 31. Dezember 1863 erschien „Fünf Wochen im Ballon“. Diese Art von wissenschaftlich – abenteuerlichen Roman war gänzlich neu! Sein Verleger, Jules Hetzel (1814 – 1886), der auch die Bücher von Victor Hugo veröffentlichte, nahm Verne für 20 Jahre unter Vertrag, in denen er pro Jahr zwei Romane veröffentlichen musste, und nannte die Reihe „außergewöhnliche Reisen“ (Voyages Extraordinaires). Nach diesen zwanzig Jahren folgte jedoch noch weitere zwanzig Jahre, in denen er weitere Romane schrieb. Insgesamt umfassten die „außergewöhnlichen Reisen“, von denen viele Bestseller wurden, vierundfünfzig Romane, die in kurzer Zeit in andere Sprachen übersetzt wurden und weltweit Aufsehen erregten.

1867 besuchte Jules Verne die Weltausstellung in Paris, in der die neuesten Errungenschaften der Wissenschaft und Technik ausgestellt wurden. Unter Anderem fand er dort die Pläne des ersten französischen Unterseebootes, der Plongeur. Sie sollte später das Vorbild für die Nautilus sein, eines U-Boots mit viel größerer technischer Raffinesse. Besonders war, dass „sein“ U-Boot mit elektrischem Strom lief, was für seine Zeit noch nicht vorstellbar war. Doch schrieb er „20.000 Meilen unter dem Meer“ erst 1869, nachdem er nach Le Crotoy gezogen war. In seinem dortigen Haus konnte er direkt in Richtung Hafen blicken, wo sein Schiff, die „St. Michel“ lag. Wenn er einmal Abwechselung oder Ruhe brauchte, bereiste er – ähnlich Kapitän Nemo, nur nicht mit der Nautilus, sonderm mit seiner Dampfyacht – die Welt. So kam er nach Norwegen, Irland, Schottland, Deutschland… und aus all diesen Reisen entsprangen noch genauere Landschaftsbeschreibungen in seinen Romanen!

Vermutlich lag es daran, dass seine Frau sich im beschaulichen Le Crotoy langweilte, dass sie 1869 nach Amiens zogen, wo Jules Verne schon bald zum Stadtrat gewählt wurde.

1874 / 1875 veröffentlichte er schließlich den Roman, um den es uns ins Besondere geht: „Die geheimnisvolle Insel“! Zwar war es nie geplant, den zwei Vorgänger – Romanen („Die Kinder des Kapitän Grant“/ „20.000 Meilen unter dem Meer“) einen dritten Teil hinzuzufügen, aber es ergab sich.

Kurze Unterbrechung: Ein Interview mit dem Verne – Kenner Andreas Fehrmann:

MW: Ich habe gelesen, dass „Die geheimnisvolle Insel“ 1875 / 76 veröffentlicht wurde. Heißt das, über Silvester?

A. Fehrmann: Nein, der Roman erschien in drei Teilen. Die Originalausgaben erschienen 1874 und 1875 unter dem Titel L’lle mystérieuse bei Pierre-Jules Hetzel, Paris. Und zwar: Band I: L’lle mystérieuse. Les Naufragés d’air. am 10. September 1874. Band II: L’lle mystérieuse. L’Abandonné. am 12. Mai 1875. Und Band III: L’lle mystérieuse. Le Secret de L’île. am 28. Oktober 1875. Eine Vorabveröffentlichung begann zu Anfang des Jahres 1874 im Magasin d’Éducation et de Récréation ab Band XIX.

MW: Welche Insel stand der Lincoln-Insel wohl Pate?

A. Fehrmann: Diese Insel ist rein fiktiv. Durch die Beschreibung einer nicht parallel möglichen Flora und Fauna schuf Verne einen Mikrokosmos, der beispielhaft für einen gesamten Kontinent stehen könnte. Aus diesem Grunde hat er auch kein Problem, zum Schluss die Insel „untergehen zu lassen“ – nur eine Klippe bleibt übrig. Die in der Nähe (des Romans) liegende Insel Tabor (die erste Bleibe des ausgesetzten Ayrtons, eigentlich die Insel Kapitän Grants) ist im Kartenmaterial nachweisbar. Damit ist auch die fiktive Lage der Lincolninsel bestimmbar. (Siehe: http://www.j-verne.de/verne8_4.html, wo auch eine Karte zu sehen ist).

MW: Hat Jules Verne von Wissenschaftlern Hilfe dabei bekommen zu beschreiben, wie sich Cyrus Smith auf der Insel zurecht findet?

A. Fehrmann: Er hatte die beschriebenen Fakten zur Umwelt (Flora/Fauna) und zu den Technologien der Metallgewinnung etc. durch Selbststudium erworben. Mehrfach in der Woche war er in der Bibliothek. Siehe dazu auch meine fiktive Geschichte: Lapin aux Pruneaux – oder wie ein Mittagessen die Literatur beeinflusste (auf http://www.j-verne.de/verne_bio_raetsel.html).

Fortsetzung der Biografie:

Im Februar 1868 sah sich Jules Verne gezwungen, seine „St. Michel“ zu verkaufen, um seinem Sohn finanziell beizustehen, der sich verspekuliert hatte.

Am 9. März 1886 schoss ihm sein Neffe, Gaston, in den Fuß, was zur Folge hatte, das Verne nie wieder schmerzfrei gehen konnte. Grund dafür war eine Mischung aus Neid und geistiger Verwirrtheit. Vermutlich war Gaston schizophren. Mit diesem Ereignis wendete sich das Blatt in Jules Vernes Leben – leider – zum Schlechten. Hinzu kamen weitere Ereignisse, die ihn seelisch erschütterten.

So starb nur wenig später sein Verleger und Freund Jules Hetzel. Dessen Sohn übernahm nun den Verlag, doch gab es jetzt keine Zusammenarbeit mehr zwischen Autor und Verleger. Hetzel hatte Vernes Bücher nicht nur publiziert, er hatte ihm auch mit Rat zur Seite gestanden, wenn es um Inhalte ging, wusste einerseits von Vernes erzählerischem Talent und andererseits, was gerne gelesen wurde. Von jetzt an war Verne auf sich allein gestellt. Seine Geschichten wurden dunkler, doch nicht weniger prophetisch und warnen vor der Schattenseite der Wissenschaft, wie Massenvernichtungswaffen.

1887 starb seine Mutter. Als auch noch sein geliebter Bruder, Paul, starb, ging es endgültig bergab mit ihm. Magenschmerzen, grauer Starr und Krämpfe in den Händen machten es ihm schwer – nicht nur, wenn es um das Schreiben ging. Allerdings unterstützte ihn ab 1888 sein Sohn, mit dem er sich bis dahin nicht wirklich gut verstanden hatte, und mit dem nun eine Aussöhnung begann, bei seiner Arbeit, indem er sich z.B. Texte diktieren ließ.

Jules Vernes letzte Lebensjahre, in denen z.B. seine Romane „Die Propellerinsel“, „Die Eissphinx“ und „Herr der Welt“ entstanden, waren von zunehmenden Leid geprägt.

Nach seinem 77. Geburtstag, am 08. Februar 1905, bekam Jules Verne Diabetes und starb, nach zwei Anfällen, am 24. März 1905.

Jules Verne (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Hier geht es zu Teil II, wo es speziell um „Die geheimisvolle Insel“ geht…

https://starbase-fantasy.de/jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-ii/

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Wie ich die letzten Jahre mit Star Trek lebte und was ich hoffe…

Der Anfang…

Als Star Trek Fan, geboren im Jahr der Mondlandung, wuchs ich mit James T. Kirk auf. Als Kind war das originale Star Trek für mich genau das Richtige. Bunt, mit Spezialeffekten und heroischen Vorbildern bestückt – und dann auch noch im Weltraum spielend!

Am Rande flammte immer wieder mein Interesse für Star Wars auf, aber für lange Zeit waren das eben „nur“ drei Filme, während die original Serie immerhin auf drei Staffeln kam. Außerdem schien das Universum von Star Trek komplexer zu sein. Es gab mehr zu entdecken und die Forscher waren die neuen Helden, die ins unbekannte zogen, bereit es mit (wissenschaftlich erklärbaren) Monstern und Phänomenen aufzunehmen.

Allen voran Kirk, der schelmisch lächelnde Frauenschwarm, mit dabei seine treuen Begleiter Spock, der Kühle und McCoy, das Herz der Gruppe, der Heiler. Es hätten auch Ritter sein können, während Roddenberry ja immer meinte, es sein ein „Waggon Trail to the Stars“, also eher einem Western nachempfunden.

Star Trek (oder „Raumschiff Enterprise“) packte mich also als Kind. Das ist wesentlich, denn was einen in dieser Zeit packt, wird mehr Teil des eigenen Verständnisses von dieser Welt, weil man als Kind selbst Forscher ist und die Welt erst Stück für Stück erleben und erfahren muss, um erwachsen werden zu können. So waren schon in meiner Kindheit die Leute vom Raumschiff Enterprise nicht nur Freunde im Geist, sondern auch Weggefährten.

Dennoch schien auch Star Trek – die Originalserie lange Zeit ein abgeschlossenes Kapitel zu sein und wurde unwichtiger, wenn auch immer in glänzender Erinnerung gehalten, als ich älter und ein junger Erwachsener wurde.

TNG – der nächste Schritt

„Star Trek – das nächste Jahrhundert“ oder eben TNG war die Antwort auf meine Frage: Wie müsste ein Star Trek sein, dass mir jetzt – als junger Erwachsener – ein Wegbegleiter und Freund im Geiste wäre?

Während Kirks diplomatischste Antwort in der Regel ein Faustschlag war (neben einigen gepfefferten Reden), verstand sich Picard in der Kunst der hohen Diplomatie, während McCoy das Herz eines Landarztes einbrachte, gab es auf der 1701 D eine Counselor für psychische Probleme, einen Androiden, der die Welt – bei allem Wissen – aus einer völlig unvoreingenommenen Sicht betrachtete, einen Klingonen, der seine machohaft-traditionellen Werte teilweise mit einem gelegentlichen Lächeln tauschen sollte und viele, viele mehr. Das waren wirklich hochkarätige Weggefährten durch das Leben, die mir als jungen Erwachsenen ebenfalls hilfreich war.

Denn neben den unterhaltsamen, spannenden, witzigen und lehrreichen Handlungen, vermittelte die Serie eine Art von Denken, von der sich mancher Chef in mancher Chefetage eine dicke Scheibe abschneiden kann. Für mich – als „Normalo“ – waren die intelligenten und emphatischen Lösungsansätze für diverse Krisen, die Offenheit zu einer klugen Weltsicht und einer ehrlichen Selbstreflexion, wie sie immer wieder, in unzähligen Folgen, an diversen Beispielen gezeigt wurde, ebenfalls eine gute Anleitung für den Alltag. Lange Zeit nannte ich TNG meine „tägliche Dosis positives Denken“.

TNG im Kino

Als TNG ins Kino kam, war es nicht mehr TNG. Einiger Tiefe beraubt, inhaltlich teils nicht mehr passend zu den Geschehnissen in der Serie, starteten die Kinofilme mit „Treffen der Generationen“; einem Film, der von Zerfall und Vergänglichkeit berichtete, wobei Kirk zwei mal starb, die Enterprise D zerschrottet wurde, die Geschwister Lursa und Bethor starben, die Familie von Picards Bruder in einem Brand ums Leben kam, und das alles, damit Kirk und Picard zu dem denkbar ungünstigen Zeitpunkt aus dem „Nexus“ springen konnten (was per se als unmöglich galt), um sich mit Soran, dem Bösewicht des Films, prügeln zu können. Natürlich wollte man die Fans beider Generationen ins Kino locken, um den Profit zu maximieren. Ja, Ferengis haben ihre Vorbilder in der wahren Welt…

Ich verglich das Drehbuch zum ersten TNG Kinofilm damals mit einer „unaufgetauten Pizza Deluxe“, denn der Film hatte viel Potential, dass aber verschenkt wurde. Die Charaktere trugen teils Uniformen vom Nachbarset (Deep Space Nine), denn der Film wurde generell „mit der heißen Nadel“ gestrickt. Auf seine plumpe Weise war es der letzte Star Trek Kinofilm (bis evtl. Nemesis), in dem es weniger um Action als um Inhalt ging. Immerhin konnte man noch eine kleine Erkenntnis aus diesem Film ziehen: Sterblichkeit gehört zum Leben und es ist klüger die Zeit, die man hat zu nutzen als über die, die man nicht mehr hat, zu klagen. Nach „First Contact“ und „Insurrection“ erzählte erst „Nemesis“ wieder von einer kleinen Lektion: dass das Streben danach, mehr zu sein als man ist den Unterschied macht.

Im TV trugen uns die Nachfolgeserien auf ihren Schwingen ins neue Jahrhundert: DS9, Voyager, Enterprise.

Alle drei Serien wurden mit viel Liebe angelegt, aber auf meiner ersten Convention sagte Bob Justman, Roddenberry würde sich bei der Vorstellung einer Star Trek Serie um eine Raumstation im Grab umdrehen. Genes Frau, Majel Barret-Roddenbery, meinte später, es sei in der Serie zu sehr um Krieg gegangen. Das sei nicht mehr die Vision ihres verstorbenen Ehemannes.

Über „Voyager“ hieß es böse, Berman hätte die Serie in einen anderen Quadranten verlegt, um sich von Roddenberry inhaltlich zu befreien: „Neuer Quadrant, neues Glück“ – aber am Ende wurde die Serie doch eine Art „TNG mit neuen Charakteren“. Enterprise wurde als „Schritt auf die Fans zu“ umworben und erlebte gerade noch so seine vierte Staffel.

Die Luft war raus. Weder im Kino, noch auf dem „kleinen Bildschirm“ hatte Star Trek noch eine Bedeutung. Manche Fans meinten damals, die Kuh sei totgemolken worden.

Und wie dachte ich darüber?

Damals hätte für mich „Enterprise“ gerne noch bis in die siebte Staffel gehen können und zwar so, wie es vor der Übernahme von Manny Coto und Co. gedacht war. Als eine Serie um das erste Warp-fähige Raumschiff der Menschheit, dass eine Menge aufregende Erstkontakte hatte. Es wurde stattdessen brutaler. Spätestens die Folge „Cold Station 12“ zeigte Szenen einer Folterung, die Star Trek von einer Familienserie zu einer Serie für die älteren machte. So sollte Star Trek nie sein, doch scheint das Franchise seither nur bedingt familienfreundlich zu sein.

Das war mir damals allerdings noch relativ egal, denn ich war ja älter. Nur wollte auch ich mich nie an Brutalität in Star Trek gewöhnen.

Die Inhalte der späteren Serien (DS9 – ENT)  jedoch waren – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr so sehr dazu angehalten als Schablone für tägliches Denken und Handeln in der echten Welt zu dienen. Ein Sisko, der mir erzählt, wie er gemogelt hat, um die Romulaner in den Krieg gegen das Dominion zu ziehen: Das war perfekte Unterhaltung, aber nichts, was ich mit in den Alltag nehmen konnte.

Aus meiner Perspektive verwässerte die Botschaft von Gene Roddenberry nach seinem Tod mehr und mehr.

Dann wurde es still um Star Trek.

Und wieder im Kino… Star Trek (2009)

Der erste Kinofilm, der dann – 2009 – von J.J.Abrams geschaffen wurde ,war ein guter Ausgangspunkt für eine Reihe guter Filme. Abrams kann zwar gut ein tot geglaubtes Franchise wiederbeleben, aber es fehlte dann stets an den „Sanitätern“ (um im Bild zu bleiben), die den Patienten wirklich wieder fit werden ließen. Er entzündete stets ein Feuer, aber dann kamen andere – und im Fall „Star Trek“ sogar er selbst – und nahmen diesem initialisierten Feuer die Kraft.

So war im Kino nach drei Filmen, die von Paramount eindeutig nicht für die Fans, eher für die Masse geschaffen worden waren, Schluss. Gerüchte folgten und blieben Gerüchte. Es hießt damals, der Präsident von Paramount habe kein Interesse an Star Trek.

Der spätere Erfolg von Star Wars zog auch weitere Wiederbelebungsversuche bei Star Trek nach sich. War ja klar. Jedes Studio will sein Pferd ins Rennen schicken und wenn „Weltraumserie“ angesagt ist, wird produziert.

Im Grunde bin ich froh, dass das so kam. Ich freue mich, dass es Serien wie „Discovery“, und „Picard“  gibt und in Kürze auch „Strange new worls“ geben wird. Speziell „Discovery“ ist meiner Ansicht nach wieder näher an Roddenberry dran, was vielleicht auch daran liegt, dass sein Sohn im Produktionsteam ist. „Picard“ wurde für mich persönlich zur relativen Enttäuschung.

Was meiner Meinung nach all diesen Serien fehlt ist die Metaebene. Die großen, wundervoll inszenierten Geschichten, deren Budget damalige Kinofilme übersteigt, mit ihren tollen, fähigen Schauspielern, vermissten es lange Zeit, einen deutlichen Bezug zu unserem Leben zu ziehen. In Ansätzen vielleicht mal, aber viel weniger als das bei TNG der Fall war.

Das ist jedenfalls das, was mir persönlich fehlt. Es ist heutzutage eine Krankheit jeglicher Fans, dass sie meinen zu wissen, was nicht nur für sie stimmt, sondern auch für alle anderen stimmen muss. Ich kann nur sagen, dass mir persönlich die Möglichkeit fehlt nach der Sichtung einer weiteren Folge „rauszugehen und das gerade gesehene in meinem Leben anzuwenden“. Nicht umsonst gibt es dieses Buch mit dem Titel „Alles was ich gelernt habe, habe ich von Star Trek“ (oder ähnlich). Nicht umsonst gibt es Bücher, die sich Picards Denken als Anleitung für Manager oder zum Bewältigen von Alltagsproblemen, widmen. Genau DAS fehlt mir persönlich am neuen Star Trek. Das sorgt dafür, dass es für mich aktuell keine Star Trek Serie ist, die mich so mitreisst, dass ich länger daran denken muss als in der Stunde, in der ich die jeweilige Folge sehe.

Hoffnung

Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch. Die letzte Staffel „Discovery“ zeigte uns ein verängstigtes „erwachsenes Kind“, dass Angst davor hat, sich der Welt zu öffnen, die voller Grausamkeit, aber auch voller Schönheit ist. Wenn Saru und Co. Ihm anbieten, ihn als Weggefährten dabei zu begleiten, diese wahre Welt kennenzulernen, spricht das auch mein „inneres Kind“ an, welches seinerzeit Kirk und Co. zu seinen Weggefährten machte.

Die dritte Staffel kann auch als Gleichnis für jene Fans genommen werden, die so sehr in ihrer Fantasie leben, dass das wahre Leben an ihnen vorbeigeht. Die Geschichten, die uns als Kind erzählt werden sind nicht das Ende, sie sind der Anfang von etwas Größerem. Es geht darum, in die reale Welt zu ziehen, ohne dabei die Geschichten je zu vergessen, denn sie können dabei helfen auch mit den grausamen / harten Dingen im Leben besser umgehen zu können.

Verdammt ja, das ist Star Trek. Einzig bedauerlich, dass „Discovery“ für diese wirklich gute Message, über die sich Gene Roddenberry sicherlich gefreut hätte, eine ganze Staffel gebraucht hat. Mag aber sein, dass sie langsam wirklich wieder wissen, worum es eigentlich geht. Aus meiner Sicht. Wenigstens schließe ich diese Gedanken mit Hoffnung auf (weitere) echte Star Trek Episoden in weiteren Serien. Noch haben sie mich nicht so ganz erwischt, aber Captain Pike und seine Crew könnten die nächsten Weggefährten in meinem Alltag werden. Wer weiß? The Sky is the limit.

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