David Lean´s Oliver Twist

Oliver Twist – vom Buch zum Film

„Oliver Twist or The Parish Boy’s Progress“ („Oliver Twist oder der Weg des Fürsorgezöglings“) von Charles Dickens erschien zwischen 1837 und 1839 in Fortsetzungen in der Zeitschrift Bentley´s Miscelanny.

Charles Dickens (1812 – 1870) schrieb viele einschlägige Gesellschaftsromane in seiner Zeit, die häufig eine recht deutliche Kritik an der Zwei – Klassen – Gesellschaft jener Epoche in sich trugen. Die Slums von London waren so dreckig und die Lebensqualität so dürftig wie die prunkvollen Seiten der britischen Großstadt beeindruckend und in vielerlei Hinsicht großartig waren.

Dickens Werke kennt auch heute noch – über 100 Jahre später – jeder. Zumindest hat man von ihenn gehört. Unter ihnen so bekannte Namen wie „David Copperfield“, „Nicholas Nickelby“, die „Pickwick Papers“ oder die bekannte „Weihnachtsgeschichte“.

Für den enormen Bekanntheitsgrad in unseren Tagen sorgen nicht zuletzt zahlose Verfilmungen. „Oliver Twist“ beispielsweise wurde erstmals 1922 verfilmt. Am Bekanntesten ist heute sicher die Verfilmung von Roman Polanski (2005).

David Lean´s Oliver Twist auf Blu-Ray und DVD!

1948 setzte David Lean (1908 – 1991) das literarische Werk in einem schwarz – weiß Film um, der bei Pidax in blendender Qualität auf Blu-Ray veröffentlicht worden ist. Lean arbeitete sich vom Filmklappen-Assistenten zum Regisseur hoch. Vor „Oliver Twist“ hatte er bereits einen Film nach Motiven von Charles Dickens verfilmt: „Geheimnisvolle Erbschaft“ (1946). Alec Guiness (1914 – 2000), der bereits in diesem Film vorkam und als Fagin eine Hauptrolle in „Oliver Twist“ erhielt, sollte in beinahe allen Filmen des Regisseurs vorkommen.

Oliver Twist (c)Pidax

Seine Werke aus den 50er und 60er Jahren sind vom Namen her weit bekannter als „Oliver Twist“, darunter: „Die Brücke am Kwai“ (1957), „Lawrence von Arabien“ (1962) und „Doktor Schiwago“ (1965).

Seinen Sinn für große, literarische Verfilmungen setzte er auch schon in „Oliver Twist“ (1948) ein, indem er die Geschichte mit beeindruckenden Bildern und teils recht bedrückenden Stimmungen auf die damals große Leinwand zauberte.

Guiness zeigte schon damals sein Talent, indem er Fagin mal gewitzt, mal charmant, mal bedrohlich in Szene setzte. Oliver wird von John Howard Davies (1939 – 2011) verkörpert, von dem es hieß, es habe nie einen zerbrechlicher wirkenden Darsteller für Oliver Twist gegeben. Auch dieser zeigte großes Talent, speziell wenn man sein junges Alter bedenkt! Während man den Werdegang von Alec Guiness nicht nur dank „Star Wars“, sondern auch dank „Ladykillers“, „Der kleine Lord“ und eben auch durch die großen Lean-Produktionen kennen mag, verwundert es vielleicht zu hören, dass auch John Howard Davies recht erfolgreich als Regisseur und Produzent – u.a. für „Monty Pythons flying circus“ und „Mr. Bean“ – tätig wurde.

Alec Guiness als Fagin (c)Pidax

Die Blu-ray bietet, neben dem Film in deutscher Fassung und in Langfassung, den Original-Kinotrailer, die Dokumentation „A Profile of Oliver Twist“ (deutsch untertitelt) und den Aufruf von „Pip“ (Great Expectations) zum Bewerben potentieller Jungschauspieler für die Rolle des Oliver.

DVD und Blu-Ray gibt es u.a. auf Pidax.de, z.B. hier:

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Oliver-Twist-Blu-ray::1784.html

Alle Bilder: (c)Pidax und (c)itv

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NEUE Hasbro Figuren zum 40sten Jubiläum von DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK

Der Krieg der Sterne geht weiter…

Exakt 1980 erschien der zweite Teil der ersten Star Wars Trilogie und überraschte die Fans weltweit mit größerer Tiefe, mehr Action und einem tieferen Einblick in die Macht sowie einer verwandtschaftlichen Enthüllung zwischen Luke und Darth Vader, die legendär geworden ist.

Was diesen zweiten Teil aber besonders auszeichnet ist, das er einfach alles erfüllt, was der Hauptteil einer Trilogie liefern muss: Die Handlung wird vehement vorangetrieben, alles strebt einer Lösung, einer „Katharsis“ zu, die sich ja dann auch im letzten Teil – „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ erfüllen soll.

Auch auf der offiziellen Website zum Sternenkrieg könnt ihr das 40ste Jubiläum des zweiten Teils feiern. Hier findet ihr interessante Fotos, Filmschnippsel und Details zu „Episode V“:

https://www.starwars.com/empire-40th

Neue Figuren im alten Gewand

Die neuen Welten und Charaktere erweitern dabei die Galaxie. Hoth ist dabei der erste Ort. Auf diesem Eiswürfel gibt es nicht genug Leben, um damit auch nur einen Raumkreuzer zu füllen“ erklärt Han Solo noch am Anfang, doch schon muss Luke Skywalker ausgerechnet einem dieser seltenen Lebensformen begegnen, einem Wampa. Der Rest der Geschichte ist bekannt und doch wollen wir in unserer Fantasie Hoth noch nicht verlassen ohne dabei auf die bekannte „Schlacht von Hoth“ einzugehen. Die gigantischen AT-ATs auf der einen Seite, die schnittigen Snowspeeder auf der Gegenseite, wirkt diese Schlacht beinahe so als wenn Bienen gegen Elefanten kämpfen.

Die Soldaten der Rebellen und Luke Skywalker als Pilot gibt es aktuell zum 40sten Jubiläum des Streifens als 6 Inch, spricht etwa 15cm – Figur in einer großen Version der damaligen Kenner-Verpackung. So die Karten auf denen die Figuren daher kommen, nostalgische Gefühle berühren, sind doch die Figuren komplett neu.

Die Werbung auf der Rückseite stimmt nostalgisch…

Zunächst einmal sieht „Luke Skywalker (Snowspeeder)“ dem Schauspieler Mark Hamill wirklich ähnlich. Ich persönlich finde, dass die Figur in all den Details des orangen Pilotenanzugs unheimlich originalgetreu ausschaut. Mit dabei ist das Laserschwert mit dem Luke dafür sorgt, dass wenigstens einer der AT-ATs dran glauben muss.

Luke Skywalker als Snowspeeder – Pilot auf der alten Kenner-Karte

Die Black Serie Figur des „Rebel Soldier (Hoth) ist mir – als Battlefront-Spieler – sehr vertraut. Das Gesicht, die Brille, der Schal, die Kleidung mit dem Rucksack sowie die großen, passenden Waffen sehen einfach toll aus.

Während es Luke nach der Schlacht von Hoth zum Dagobah – System zieht, werden Han und Leia im rasenden Falken schon bald vom Imperium in die Zange genommen. Wer erinnert sich nicht an jenen Tie-Fighter, der im Asteroidenfeld mit einem der Felsbrocken kollidiert und einem quasi „um die Ohren fliegt“? Diese Tie-Fighter werden von den Piloten des Imperiums geflogen.

Wer sich noch an die ersten Trailer von „Battlefront 2“ erinnert oder nunmehr genauso wie ich auf das neue EA Game „Star Wars – Squadrons“ wartet und die entsprechenden Trailer gesehen hat (ich füge hier mal einen ein), kennt das Outfit. Somit umfasst die von mir hier beschriebene „Wave“ zwei Piloten, eben Luke und dann den „Imperial Tie Fighter Pilot“.

Luke begegnet derweil Yoda. George Lucas hat es genau richtig gemacht als er den Jedi-Meister nicht als zwei Meter – Muscle Man, sondern als schrumpeliges, eigensinniges Wesen darstellte.Eins mit der Macht und daher „groß und mächtig“. In aktuellen Zeiten wäre Yoda vermutlich eine Rolle von Dwayne Johnson, weil man das Gespür für das zauberhafte heute weniger hat, wie ich vermute. Aber Spaß beiseite.

Der Rebellen – Soldat (Hoth) ist dem Vorbild genau nachempfunden

Obwohl nicht ganz beiseite, denn das Luke im Sumpf eine Bruchlandung hinlegt und sich daraufhin R2D2 durch unter Wasser seinen Weg bahnen muss hat schon etwas witziges. Und es ist – meiner Ansicht nach – auf eine viel fein-sinnigere Art witzig als jene „Weltraum-Bügeleisen“ im Episode VIII… Auch nicht humorlos ist der Moment, in dem Luke Yoda folgt und ihn – schmutzig wie er ist – im wahrsten Sinne „im Regen stehen lässt“.

Genau diesen verdreckten R2 – D2 gibt es auch in der neuen Black Series – Reihe zum 40sten Jubiläum

 

 

Last but not least will ich hier den geheimen Helden der Episode IX und den zunächst zweifelhaft erscheinenden Freund von Han Solo vorstellen. Das heißt nicht ihn persönlich, sondern die Hasbro / Kenner – Black Series – Figur: Lando Calrissian!

Lando Calrissian, ehemaliger Besitzer des „Rasenden Falken“…

Alleine schon die Gesichtszüge sehen denen von Billy Dee Williams verdammt ähnlich. Sein blauer Umhang ist innen golden. Neben seiner Waffe hat er auch noch das Mikrofon dabei, mit dem er den Bewohnern von Bespin die Evakuierung bekannt gibt.

Was es noch zu sagen gibt…

Insgesamt sind diese Black Series Figuren wieder mal ganz wunderbar geraten. Neben den hier beschriebenen Figuren gibt es in der Reihe auch noch:

Luke (Bespin)

Princess Leia Organa (Hoth)

AT – AT Driver

Han Solo (Bespin)

und schließlich

Yoda.

Ihr könnt die Figuren der „Black Series“ aktuell im Internet erhalten, z.B. bei Amazon oder swblackseries.de (und vielen anderen) zu einem Preis von je ca. 25 – 30 € pro Stück. Da die Figuren schnell vergriffen sein werden, rate ich zum schnellen Handeln 😉

Danke, dass ihr bei mir reingeschaut habt. Gerne werde ich euch demnächst wieder von weiteren Neuigkeiten berichten, die euch interessieren.

Möglicherweise kann ich euch in Kürze auch noch den Black Series Snowspeeder vorstellen. Ein tolles Modell, dass so detailliert daher kommt wie noch nie zuvor…

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Die „Charlie Chan“ Collection von Pidax

Meine erste Begegnung mit Charlie Chan – gespielt von Sidney Toler – hatte ich in den Weihnachtsferien 1978. Damals lief die komödiantische Krimiserie nachmittags auf dem dritten Programm. Die Familie kam dann immer zusammen, wir tranken Kaffee oder Kakao, aßen Streußelkuchen und genoßen die leicht komödiantische Serie.

Dem heutigen Publikum wird die Serie vielleicht kaum noch ein Begriff sein, doch wer sie einmal gesehen haben, wird sie in guter Erinnerung behalten. Hier also ein paar erklärende Worte zur Serie:

Die Serie „Charlie Chan“ basierte auf den sechs „Charlie Chan“ – Romanen von Earl Derr Biggers (1884 – 1933). So wie Sherlock Holmes einem der Universitäts – Professoren von Sir Arthur Conan Doyle nachempfunden worden war, so diente ein wirklich existierender chinesisch-hawaiischer Ermittler als Inspiration für die „Chan“ Romane: Chang Apana (1877 – 1933).

Zwischen 1931 und 1942 wurden bei (20th Century) Fox insgesamt 27 Filme gedreht. Vier davon gelten als verschollen. Nachfolger des ersten Darstellers, Warner Oland (1879 – 1938), wurde Sidney Toler (1874 – 1947). Schon mit 7 Jahren stand er erstmals auf der Bühne und seine Karriere auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ hielt weiter an, bis er Ende der 1920er Jahre – zunächst in Nebenrollen – in diversen Filmen auftrat.

Toler´s Charlie Chan, der in der hier vorgestellten Reihe von PIDAX den Detektiv spielt, ist ein wenig humoristischer angelegt als sein Vorgänger. Speziell innerhalb der Chan – Familie geht es manchmal turbulent zu. Der Scharfsinn wird aber, wie beim Vorgänger, von den fernöstlichen Weisheiten des Konfuzius geziert (und oftmals auch abgewandelt oder völlig neu erfunden).

Das die Serie insgesamt ein wenig die Atmosphäre der ersten Sherlock Holmes Verfilmungen mit Basil Rathbon „atmet“, liegt sicher nicht nur daran, dass sie beide (zunächst) von 20th Century Fox gedreht worden sind, sondern auch an der speziellen Atmosphäre teils humorvoller, aber insgesamt doch funktionierender und logischer Krimis der schwarz – weiß Ära des frühen 20. Jahrhunderts. Und dann lebt die Serie, wie bei Sherlock Holmes, von bestimmten wiederkehrenden Charakteren, einer verlässlichen Umgebung (Familie) und einprägsamen Eigenarten des Hauptdarstellers. Wenn sich eine Frau flehentlich an Charlie Chan wendet, weil sie nicht weiß, wer ihr sonst helfen könnte, dann könnte genau dies auch so in einem Sherlock Holmes Roman vorkommen.

Zwischen 1944 und 1949 übernahm eine andere Produktionsfirma: Monogram Pictures. Die für B-Movies prädistinierte Firma machte sich im Laufe der Zeit einen Namen für recht annehmbare Low-Budget-Produktionen.

Bei PIDAX erschienen alle Filme mit Toler aus der 20th Century Fox – Ära und zwei aus der Monogram – Ära („Charlie Chan“ in Mexiko und „Schatten über Chinatown“).

Charlie Chan bei Pidax

Nach Sidney Tolers Tod übernahm Roland Winter (1904 – 1989) die Rolle, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. In deutschen Breitengraden kennt man eigentlich nur Oland und Toler. Lediglich „Der chinesische Ring“ mit Winter als Chan wurde einmal deutsch synchronisiert auf DVD veröffentlicht.

Schön an den PIDAX DVDs dieser Reihe ist, dass sich jeweils zwei Filme auf jeder DVD befinden. Das scheint selbstverständlich, ist es jedoch nicht. Es gab einmal eine Veröffentlichung, in der lediglich ein Film pro DVD erschienen ist. Die gleiche Reihe, in der auch der Roland Winter – Chan sowie weitere Toler-Monogram-Filme erschienen sind:

https://www.amazon.de/Charlie-Chan-Die-gro%C3%9Fe-DVDs/dp/B00LWTES5G/ref=sr_1_17?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=charlie+chan+collection&qid=1591367103&sr=8-17

Je zwei Folgen aus der 20th Century Fox – Ära gibt es bei Pidax also für 9,90 €. Alles zusammen (sechs DVDs) gibt es bei Pidax im Angebot für 54,90 €.

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Charlie-Chan-Collection-Gesamtedition::1666.html

Wer sorglos-gemütliche Detektiv – Filme sehen will, bei denen man auch mal lachen kann, dem kann ich die Filme nur empfehlen.

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BBC One Verfilmung von Wells´ „War of the worlds“ – eine erste, grobe Kritik mit Spoilern

Es ist kein Zufall, dass Eleanor Tomlinson´s Rolle als Amy, wenn man bei IMDB die Miniserie „War of the world“ nachschlägt, an erster Stelle genannt wird. Die Frau, die mit George (Rafe Spall) in wilder Ehe lebt, steht im Mittelpunkt dieser Verfilmung des SciFi-Klassikers von H.G. Wells, wobei das „G“ für „George“ steht. Daher wohl auch nennt sich der Zeitreisende in George Pal´s Verfilmung seiner „Zeitmaschine“ George und daher wird der männliche Hauptdarsteller wohl auch hier „George“ genannt.

Schauspielern können sie alle – die Darsteller der BBC – Verfilmung. Unter ihnen findet sich Jonathan Aris als Priester. Er spielte in der berühmten Reihe „Sherlock“ den „Anderson“. Auch der „Lestrade“ jener Reihe bekam hier eine gewichtige Rolle: Rupert Graves spielt Frederick, den Bruder von George.

Ob nun das Musical von Jeff Wayne oder die Spielberg-Variante von 2005: Der Prolog des Klassikers ist stets dem literarischen Vorbild sehr nahe:

Niemand hätte wohl in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts geglaubt, dass die menschlichen Angelegenheiten sehr genau von Wesen beobachtet wurden, die weitaus intelligenter als der Mensch waren …”

Trotzdem weder Amy noch Frederick im Original vorkommen (der Erzähler hat sehr wohl eine Frau, aber sie leben nicht in wilder Ehe und es rangt sich auch sonst keine zusätzliche Dramatik um ihre Beziehung), ist der erste Teil (von Zweien) dem Original sehr nahe: Das Ankommen der Aliens, die beginnende Zerstörung. Es ist kein Wunder, dass alle Szenen aus dem offiziellen Trailer dem ersten Teil entspringen!

Aber zum Ende von Teil 1 zeigt sich, dass diese Verfilmung mehr Wert auf die Dramatik zwischen den Charakteren legt als darauf, dass wilde Kriegsgeschehen, welches im Original äußerst real beschrieben wird, darzustellen.

Wo der Erzähler in H. G. Wells Roman zum Beispiel einem Artilleristen begegnet, der den verrückten Plan geschmiedet hat, die Menschheit könnte unter der Erde weiterleben, da begegnet George hier zwar schon einem entsprechenden Soldaten, aber der hat keine Pläne bezüglich eines Lebens unter der Erde. Wo im Roman eine große Fähre auf der Themse angegriffen wird, ist es hier ein kleines Boot und auch der Priester, der in den angreifenden Marsianern den Teufel sieht, erhält in dieser Adaption eine andere, spätere Rolle.

Alles in Allem ist es ohnehin Amy, die alles aus ihrer Sicht berichtet. Während die erste Folge erahnen lässt, dass wir bald wirklich großes Kino zu sehen bekommen, etwa ein viktorianisches London, dass Stück für Stück in Schutt und Asche zerlegt wird, wird dies doch letzthin nur angedeutet (im Vergleich zum Roman). Und der zweite Teil findet ohnedies fast nur in einem mehr oder weniger -sic!- verlassenem Haus statt. Der ganz große „Krieg“ findet draußen statt. Nicht in der kleinen Welt von George, Amy, Frederick und zwei weiteren Flüchtlingen, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte.

In einem Dialog wird einem auch Wells eigentliche Intention des Romans verraten: Er sollte nämlich eine Art Gleichnis für die teils brutale Kolonialpolitik seiner Zeit sein. So, wie manches indigene Volk britischen Soldaten unterlegen war, so ist es die ganze Menschheit in Wells´Roman gegenüber den Marsianern. Aber der entsprechende Dialog zwischen George und Frederick, so löblich er ist, ist nicht nur unzeitgemäß, sondern auch platt insziniert. „Nicht sagen, sondern zeigen“ ist eine alte Regel unter Autoren und Filmschaffenden und wo dies nicht möglich ist, sollte man es vielleicht einfach lassen?

Und dann die Zwischenblenden. Man bekommt Stück für Stück mit, dass sich die Erde noch Jahre später in den Händen der Marsianer befindet, die zwar irgendwie besiegt wurden, aber ohne das die Erde biologisch von ihrem Einfluss befreit wäre.

Das Ende der TV-Verfilmung ist weniger intelligent als jenes des Originals, so viel sei verraten. Während das Original die Sinnlosigkeit des Kriegs und eine tiefe Sehnsucht nach Frieden und Ordnung heraufbeschwört, ist die „Moral von der Geschicht“, die Prämisse dieses Zweiteilers, nur schwer zu finden.

Am Ende ist es einfach nur „eine weitere Adaption“. Großartige Schauspieler spielen hier  nach einem mittelmäßigen Drehbuch, welches seine starken Momente in der Regel seinem großartigen Vorbild zu verdanken hat. Nicht auszudenken, wie genial diese Verfilmung hätte werden können, wäre man nicht darauf erpicht gewesen, noch genialer zu sein als das Original. So ereilt gen Ende auch „War of the Worlds“ ein ähnliches Schicksal wie das der BBC Produktion „Sherlock“: Man war nicht zufrieden damit, einfach nur „sehr gut“ zu sein und wollte es noch besser machen. Und genau daran ist man gescheitert.

Die Serie ist unter dem Titel „War of the Worlds“ derzeit auf Amazon Prime zu sehen. Sich ein Bild zu machen schadet nicht und, wie gesagt, die Schauspieler überzeugen, nur die Handlung wird gen Ende immer dünner… 

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Hasbro Black Series: Weitere Figuren zu „Der Aufstieg Skywalkers“

Nun ist es schon bald ein halbes Jahr her, dass die Skywalker-Saga im Kino ihr Ende fand. Fans auf der ganzen Welt haben seither nicht aufgehört darüber zu diskutieren, ob es sich bei diesem Film um einen guten oder weniger guten Abschluss handelt. Die Leser meines Blogs wissen, dass ich da eine klare Meinung vertrete, denn für mich war dies ein genialer Abschluss wie ihn nur J. J. Abrams zu Wege bringen konnte.

Kein Wunder also, dass mein Augenmerk weiterhin auf die Welt des Merchandise zu diesem Film gerichtet ist. Die „Black Series“ hat es mir hier ja besonders angetan. Einerseits erinnern die 6 Inch – Figuren („15cm – Figuren“) an jene Figuren von Kenner aus den späten 70iger und frühen 80iger Jahren, andererseits sind sie aufgrund ihrer Größe und Detailverliebtheit eher ein Sammelobjekt als ein Spielzeug. Dabei bleiben sie preislich mit etwa 30 EUR pro Figur deutlich unter den Preisen anderer Sammelobjekte zum Sternenkrieg.

Die Black Series – Rey (Rise of Skywalker) aus Episode IX

Dieses Bild von der Rey- Figur zeigt deutlich, welche Fortschritte man beim Einfangen der Gesichtszüge der entsprechenden Schauspieler(innen) gemacht hat. Das hier ist offenbar Daisy Ridley! Auch die Kleidung stimmt in jeder Hinsicht.

 

 

 

 

 

 

D-0 wird im Original von J. J. Abrams gesprochen. Damit der ungewöhnliche Droide nicht umkippt ist eine kleine „Bremse“ dabei. Ich persönlich habe sie ihm angeklebt, aber das muss man nicht. Details wie Schmutz und die Farben sind erstaunlich. Rechts daneben: Ein Rockzipfel von Rey, damit es einen Größenvergleich gibt.

Mit dabei ist – im Größenverhältnis passend – der Roboter D-0. Ich habe ihn etwas vergrößert fotografiert, damit man die Details des schüchternen Roboters besser erkennen kann.

Der kleine Droide ist bei der Black – Series Rey dabei. Er ist ertwa 2cm groß und passt größenmäßig damit genau zur Rey – Figur.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kylo Ren – mit der geklebten Maske!

Dieser Kylo Ren kommt mit Mantel, Kaputze, Schwert und – vor Allem! – mit seiner geklebten Maske! Ein symbolisch gebrochener Supreme Leader, der sich selbst neu erfunden hat und so zu wahrer Größe kam… Oder zumindest glaubte er das.

 

 

 

 

 

 

Ein Knight of Ren.

Die „Knights of Ren“ wurden schon in Episode VII kurz vorgestellt. Ihre Brutalität erkennt man in „The Rise of Skywalker“ als einer von ihnen Kylo Ren den Kopf eines Gegners präsentiert. Diese coolen Superschurken machen neugierig, werden aber leider nicht wirklich im Einsatz gezeigt.

Die Figur ist wieder absolut überzeugend. Vom Schmutz der Stiefel bis hin zur eingentümlichen Waffe stimmt alles.

 

 

 

 

Zorii Bliss gehört für mich zu einer der coolsten neuen Charaktere von Episode IX. Als sie mit ihrem ehemaligen Freund Poe Dameron auf einem Dach über Kimji spricht, ihre Augen zeigt und ihm Mut macht, weil er verzweifelt ist, … das ist eine der ganz großen Szenen des Films. Oft wird gesagt, der Film hätte keine ruhigen Momente. Doch das stimmt nicht. Speziell dieser gehört zu den ganz großen Augenblicken des Films.

Alleine jedoch schon das Design ihrer Kleidung ist großartig. Die bronze, fast goldfarbene Maske, das mysteriöse schwarze Visier, aus dem nur sie ihre Umwelt sehen kann, die Pistolen, die wirken wie aus einem Piratenfilm,… einfach nur ein Hingucker. Die Figur entsprechend auch 😉

Die Black Series Figuren sind leider immer nur relativ kurze Zeit erhältlich. Darum solltet ihr euch die Figur, die euch am Herzen liegt, schnell kaufen. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Die Preise klettern nach einer Weile rasant in ungeahnte Höhen. Neben Amazon gibt es noch reichlich andere Läden im Internet, wie z.B. http://swblackseries.de/  Da könnt ihr sogar Vorbestellungen tätigen, womit ihr auf der sicheren Seite seid.

Meine Sammel – Leidenschaft wird mich wohl bald in den Bereich des 40sten Jubiläums von Episode V führen. „Das Imperium schlägt zurück“ ist für mich immer noch der beste Star Wars Film aller Zeiten. Und auch hierzu kam und kommt in Kürze so einiges an tollem Merchandise auf den Markt. Spitzt eure Ohren und seid wachsam 🙂

Und… Möge die Macht mit euch sein 😉

 

 

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Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers auf Blu-Ray

Die Blu-Ray ist auf den Markt gekommen

Endlich ist es soweit: Die neunte Episode der Sternenkriegs-Saga ist erschienen. Ich selbst bestellte mir natürlich die Steelbook-Edition vor, die neben der normalen Blu-Ray (Hauptfilm + Bonusinhalte) noch die 3D-Version enthält.

Für viele spannend sind die Bonusinhalte. Davon gibt es nicht wenige, wenngleich auch die klassischen „deleted scenes“ leider fehlen:

  • Das Vermächtnis der Skywalker: Das Making-of in Spielfilmlänge zeigt die Entstehung von Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers, in dem Cast und Crew einen letzten Blick auf ihr Meisterwerk werfen.
  • Die Speeder-Jagd auf Pasaana: Tauchen Sie ein in die Entstehung der epischen Verfolgungs­jagd und entdecken Sie, wie die spektakuläre Szenerie auf die große Leinwand gebracht wurde.
  • Dreharbeiten in der Wüste: Das Feature erklärt, wie die Pasaana-Wüstenszenen kreiert wurden – von der Größe und Komplexität der Aufnahmen bis hin zu den lebendigen und bunten Details.
  • D-O: Schlüssel zur Vergangenheit: Erkunden Sie das Raumschiff, das Rey mit ihren vermissten Eltern verbindet, und lernen Sie den neuesten Droiden-Zuwachs der Galaxis kennen.
  • Warwick & Sohn: Warwick Davis schlüpft erneut in das Ewok Kostüm von Wicket – dieses Mal zusammen mit seinem Sohn Harrison.
  • Die Kreaturen: In diesem Feature machen Sie die Bekanntschaft mit Neal Scanlans Kreaturen-Effekte-Team, das die vielfältigen Geschöpfe des Films vorstellt und bahnbrechende Techniken enthüllt, mit denen sie zum Leben erweckt wurden.

Speziell „Das Vermächtnis der Skywalker“ ist eine wundervolle Dokumentation der ganzen Reihe, in der Making – of – Szenen der klassischen Trilogie neben die der Sequels gestellt werden. Aber auch sonst bekommt man dort eine gute Übersicht über die technischen Wunder und persönlicher Momente während der Dreharbeiten.

(c) Disney

Episode IX: Noch einmal meine persönliche Sicht der Dinge
(in Kürze dieses Mal)

Episode IX ist meiner Ansicht nach ein Meisterwerk, was ich auch gerne erklären werde:

Während ich die offenbar ? planlose Herangehensweise an die Trilogie von „Disney“als sehr schade empfinde, da dadurch Chancen ungenutzt blieben, war ich schon bei Episode VII davon begeistert, dass man sich wieder auf das gute alte, „dreckige“ Star Wars der 70iger / 80iger – Jahre besann, was die Technik und das komplette „Feeling“ angeht.

Episode VIII – ein super Stand-Alone-Film, doch nur ein mässiger zweiter Teil einer Trilogie – kam mit einem gewaltigen Ego daher, wirkte wie eine Diva, die nicht im Team spielen will – auch, wenn hier einige bemerkenswerte Momente entstanden (wie die mit Yoda oder der viel gerühmte Schulter-an-Schulter-Kampf von Rey und Kylo Ren).

J.J. Abrams hatte nun nicht mehr und nicht weniger zu tun als all dem Sinn einzuhauchen. Hierzu schrieben Chris Terrio und er ein spannungs- und inhaltsgeladenes Drehbuch, welches manchem Zuschauer als Zumutung erschien. Doch musste hier – im letzten Teil – ja schließlich endlich der Rohdiamant geschliefen werden. Die in Episode VIII für die Gesamt-Trilogie nicht verwendete Zeit musste eingeholt werden, das „Pferd“ musste rückwärts aufgezäumt werden. Es gab also keine Möglichkeit mehr zu diesem Zeitpunkt irgendetwas „einfühlsam“ zu erklären. Rumms! Da hast du die Fakten! So nur konnte es noch gehen. Das war jedoch nicht Abrams Schuld, sondern es war vielmehr seine Pflicht, die Aufgabe genau so anzugehen. Nur so konnte noch ein „Schuh“ draus werden!

Auch, wenn es offenbar nicht Abrams Originalplan war, den Imperator als „den“ bösen Oberschurken in dieser Trilogie einzuführen (vielmehr wirkte Episode VII so als wenn er Snoke ein weit längeres und mächtigeres Dasein zugestehen wollte), passt seines (Palpatines) Klons Auftauchen durchaus und die uns erzählte Story ist wie jedes Märchen: Man nimmt es so hin oder nicht. (Warum nur wird nie darüber diskutiert, dass die gefressene Großmutter in „Rotkäppchen“ überleben konnte? ;)) Und ja, Star Wars ist KEINE Science Fiction, sondern ein Fantasy – Märchen!

Aus erzählerischer Hinsicht und aufgrund der mit Episode VIII geschaffenen Tatsachen vollführten Abrams, Terrio und das ganze große Produktionsteam eine Meisterleistung! Einen rasanten, stimmigen Abschlussfilm, der Spaß macht und so manchen Fehltritt in der vorangegangenen Episode verzeihen lässt. Mehr noch: Die gesamte Skywalker-Saga wird zu einem runden Ende geführt.

Schlusswort und Kaufempfehlung

Ich erinnere mich an die 80iger Jahre, wo wir den „Vorteil“ hatten, nicht alles kommentieren zu können und zu müssen, was aus Hollywood kam. Vielmehr konnten wir uns im Kinosessel zurücklehnen und genießen. Fast wünsche ich mir diese Zeit wieder zurück, in der ich allerdings auch keinen Blog schreiben würde 😉

Wer sich von euch allerdings jetzt mal in seinem Wohnzimmersessel zurücklehen und Episode IX genießen möchte, kann sich diesen Wunsch nun also erfüllen. Kaufen könnt ihr die blaue Scheibe z.B. hier:

https://www.saturn.de/de/product/_star-wars-der-aufstieg-skywalkers-action-4k-ultra-hd-blu-ray-blu-ray-2623960.html

 

 

 

 

 

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Batman – Was wurde aus dem dunklen Ritter?

In „Batman – Was wurde aus dem dunklen Ritter“ von Neil Gaiman und Andy Kubert finden sich diverse Geschichten, die sich um verschiedene Charaktere drehen und diese aus einer neuen Perspektive heraus ausloten.

In der ersten, Titel-gebenden, Story geht es dabei um Batman selbst. Was macht ihn eigentlich aus?

Die Story beginnt spannend, denn auch hier ist der Blickwinkel außergewöhnlich: Batman ist unsichtbarer Gast bei seiner eigenen Beerdigung und alle möglichen Gauner kommen zu Besuch und erzählen, wie Batman sein Ende fand. Jede Geschichte ist dabei anders. Ehe es langweilig wird den spannenden Versionen von Batmans Ende zuzuhören, kürzen Gaiman und Kubert die Berichterstattungen und kommen mehr und mehr darauf zu sprechen, wie es sein kann, dass Batman dies alles miterlebt…

(c) Panini & DC

Ohne den „Clue“ der Geschichte verraten zu wollen, möchte ich doch darauf hinweisen, dass die Auflösung sowohl in gewisser Weise spirituell ist als auch einen typischen Batman-Moment darstellt…

Die Zeichnungen von Andy Kubert und Simon Bisley sind kunstvoll geraten, wandern zwischen klaren Linien, geheimnisvollen Schattenspielen bis hin zu skizzierten, beinahe übersinnlich erscheinenden Motiven.

Die Art der Erzählweise, verbunden mit diesen gelungenen Zeichnungen sorgt dafür, dass man, hat man sich über die ersten zwei, drei Seiten eingelesen, geradezu eingesogen wird.

Es ist eine von jenen eher biografisch angehauchten Erzählungen, in denen kein spektakulärer Endgegner für großartige Actionsequenzen sorgt, sondern in der beinahe lyrisch über das Wesen von Batman  meditiert wird. Wer Batman mag, wird die Story mögen.

Gefolgt wird die Hauptstory von einer der verrücktesten kleinen Storys, die ich je in einem Batman – Comic erlebt habe. Es ist von vorneherein eine Geschichte, die sich komplett vom Üblichen unterscheidet.

„Eine Welt in Schwarz und Weiß“ wurde, der Titel verrät es, in schwarz-weiß gezeichnet. Es ist ewig her, dass ich ein schwarz-weiß Comic gelesen habe und früher fand ich das auch immer etwas enttäuschend. Doch so wie schwarz-weiß –Filme einen besonders künstlerischen Touch haben, so ist das auch in dieser Story, in der Batman und Joker so frapant übertrieben gezeichnet werden, dass man schon von einer Karikatur reden kann. So wie die Hauptstory gibt es aber auch hier einen „Clue“ der Story, den ich nur ansatzweise verraten will: Was wäre, wenn Batman und Joker wüssten, dass sie „fürs Comic“ arbeiten?

Die letzten Geschichten, „Pavane“ und „Erbsünden“ befassen sich mit Poison Ivy und mit einem Reporter, der meint eine Warnung von Batman in den Wind schlagen zu können: Er möchte die kriminellen Superschurken Joker, Riddler und Co. als Opfer darstellen. Ob das gut geht?

Alles in Allem ein vergnüglicher Band, der Spaß macht, weil er so vielseitig ist.

https://paninishop.de/batman-superhelden-comics/batman-was-wurde-aus-dem-dunklen-ritter-ddcpb017

 

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Inspector Lestrade – ein Fall für Scotland Yard – Fall 8: Der Geist von Old Hall

„Der Geist von Old Hall“ weist wieder eine Menge typischer Ideen auf, die ein Hörspiel schauerlich – schön machen, denn wenn Inspector Lestrade und Seargent McKinstry die „Besserungsanstalt für junge Damen“ besuchen ist nicht alles so, wie es scheint.

Ein altes Gemäuer, in dem es offnbar gruselt? Selbst Lestrade ist sich schließlich nicht mehr sicher, ob er seinem Verstand glauben kann. Dabei soll diese Anstalt doch eine der modernsten ihrer Art sein!

Ein gruseliges, spannendes Verwirrspiel, dass man sich (nicht nur) bei Regenwetter genüßlich zu Gemüte führen kann.

Die Sprecher, die Musik und die Stimmung passen einfach. Dieser Lestrade hat sich längst von Holmes und Watson abgenabelt und führt ein Eigenleben, dass zu verfolgen zunehmend Spaß macht.

https://www.romantruhe.de/serien/krimi-thriller/inspector-lestrade-ein-fall-fuer-scotland-yard/inspector-lestrade-cd-8-der-geist-von-old-hall-20856

Preis: 9,95 €

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Playmobil – Piraten voraus!

Die ersten Sonnenstrahlen strichen sachte über das Land als ein gerade 10 Jahre alt gewordener Junge sich in seinem Bett hin- und herwältze. Die ganze Nacht schon war höchst unruhig geworden. In seinem Kopf stellte er sich wilde Szenen vor: Er war Seemann an Bord des Playmobil – Segelschiffs, kämpfte mit seinem Säbel gegen Seeräuber, barg Schätze, sprach mit seinem Kapitän in der Kajüte des schönen Segelschiffs…. seiner Fantasie waren kaum Grenzen gesetzt.

Um 5 Uhr morgens an diesem, seinem zehnten Geburtstag, saß er denn auch schon mit seiner frisch geweckten Mutter am Wohnzimmertisch, wo sie gemeinsam das erste Playmobil-Schiff aufbauten, dass je in See gestochen war. Der Spaß und die Aufregung, die dieser Junge an diesem Morgen hatte sind kaum zu beschreiben. Dass um 10:30 Uhr – im Anschluss an das ZDF Matinee – auch noch der zweite Teil der Serie „Robinson Crusoe“ mit Robert Hoffmann kam passte wie die Faust aufs Auge. Kein Zweifel mehr, wie er sein Schiff nennen sollte: „Esmeralda“!

Seit damals verzaubert Playmobil immer wieder Kinder auf aller Welt mit der vielleicht best durchdachtetsten Spielzeugfiguren-Reihe, die es je gab. Die Playmobil – Figuren, die diverse Gegenstände in ihren Händen halten, sich aber auch festhalten können und die man in einem gewissen Rahmen sogar umziehen kann, kennt heute jeder.

Nicht jeder ist sich dessen bewusst, wie viele Veränderungen die Piraten alleine schon im Laufe der Zeit durchgemacht haben! Klar, das Grundprinzip blieb immer gleich. Playmobil-Männchen sehen immer aus wie Playmobil-Männchen eben aussehen. Aber die farbliche Bedruckung, die mit der Zeit dazu kam, sorge für eine viel größere Auwahl, viel mehr verschiedene Charaktere, so dass manche Playmos einfach cooler aussehen als andere.

Was die großen Piratenschiffe angeht, gab es im Laufe der Zeit ebenfalls Variationen. Der erste Segler (3550) erschien tatsächlich 1978. Es hatte baumwollweiße Segel, eine Crew von ganzen 5 Piraten und eine relativ aufwendige Takelage. Die Schnur, die vom Bug bis zum Heck führte wurde später abgeschafft. Auch die Vertäuungen zwischen Segeln und Klampe wichen später einfachen Plastik Haken. Die Originalversion verfügte über Anker und einen Kranhaken aus relativ schwerem Metall. Merkwürdiges Detail: Der Mastkorb war damals weiß!

An dieser Variante orientierten sich noch viele weitere Segelschiffe bis hin zum jüngsten großen Piratenschiff, der Nummer 70411. Zwar besteht die mitgelieferte Crew hier nur aus drei Piraten, diese sehen dafür aber ganz besonders verwegen aus. Die Montierung der beiden Kanonen sind noch eleganter gelöst als in der 1978er – Version, da die Kanonen leicht befestigt werden und sich dabei im kleinen Winkel noch wenden können. Die bunten Segel fallen besonders auf. Bedrohliches rot ist die Grundfarbe und auf dem ersten Segel prangt zudem noch ein Totenkopf! Das Hecksegel jedoch wurde eingespart. Optisch schade, aber praktisch vielleicht besser: Es war immer etwas im Weg, wenn man den Steuermann mit anderen Kumpanen palavern lassen wollte.

Totenkopf-Kampfschiff, (c) 2020 Playmobil

Die Haken für die frühere Schiffsglocke am ersten Masten und für eine Petroleumlampe an der Decke der Kajüte sind noch vorhanden. Wenngleich jene Glocke nicht mehr im Erstzteil-Shop von Playmobil.de erhältlich ist, kann man durchaus mit ein wenig Geschick eine der von Hand getragenen Petroleumlampen an der Decke anbringen. Hier ist jedoch vorsicht geboten: Die früheren Petroleumlampen waren aus härterem Plastik. Das Einsetzen, ohne dabei den Haken abzubrechen, war einfacher! Vielleicht hat man auch deshalb darauf verzichtet?

Schön gelungen und neu im Vergleich zum Original von 1978: Die Aufkleber, die dem Schif rundherum ein Holz-Outfit verleihen. Der Anker ist nun aus leichtem Plastik, der Kran wurde ebenfalls eingespart.

Es gibt eine Reihe Zubehör, so ein Affe, ein Papagei, Spaten, Axt, Enterhaken, ein Fass, ein Kompass uvm.

Das schöne Segelschiff mit den roten Segeln gibt es aktuell für rund 75 – 90 Euro im Internet oder in Spielzeugläden, soweit sie geöffnet haben (→ Corona).

Um das Thema der „großen Playmobil Schiffe“ abzuschließen sei noch das Schiff 3940 (aus dem Jahre 2000) und das „Piratentarnschiff“ 4290 (von 2007) aus erwähnt.

Der Schwerpunkt bei 3940 lag darauf, dass das Schiff mehrere Kanonen aus diversen Klappen seitlich schauen lassenkonnte. Natürlich konnte man diese auch benutzen. Das erinnerte ungemein an manche Szene aus so manchem Film. Außerdem wurde der Kapitän in seiner Kajüte mit einem richtigen Bett ausstaffiert.

4290 kam mit einem komplett neuen Design daher. Die Produktreihe des Jahres 2007 war hier besonders einfallsreich. Größte Stärke und auch größte Schwäche des damaligen Schiffs war seine Möglichkeit, sich quasi etwas zu „verwandeln“. Die Gallionsfigur konnte von einem Schnörkel in einen Totenkopf gewechselt werden, zog man an einer Schnur entblößte sich der Jolly Roger und die Kanonen konnten aus der Versenkung geholt werden. Schwäche, weil: 1) So ein Schiff gab es sicher nie in Wirklichkeit, 2) die Heckkanone hing bei Nicht – Gebrauch mitten in die Kajüte des Kapitäns. Nicht gerade bequem, kann ich mir denken. Dennoch war auch dieses Schiff von Playmobil sehr schön anzusehen und stellte ein Prunkstück der Reihe dar.

Wer jedoch jemals eines dieser Segelschiffe sein eigen nenne konnte, hatte normalerweise immer das Problem: Mit wem (verdammt noch mal (Piraten dürfen fluchen)) sollte man kämpfen? Playmobil hat sich auch hier eine tolle Sache einfallen lassen: Kleine Segelboote, die 1) die Geldbörse weniger belasten und 2) alles bieten, was ein „Feind“ bieten muss.

Rotrocksegler (c) 2020 Playmobil

Ein Neuzugang in Sachen „kleines Segelschiff(chen)“ ist da der Rotrocksegler (70412). Vom Prinzip her gleicht der Rotrocksegler mit seinem Kronen-Motiv auf dem Hauptsegel vielen anderen Boten dieser Bauart, die es bei Playmobil bereits gab. Doch der zusätzliche Aufbau sorgt dafür, dass das Schiff weitaus imposanter daher kommt als z.B. das kleine Piratenschiff 70151, dass aber auch seinen eigenen Reiz hat (besonders aufgrund der Hängematte und den dazugehörigen Figuren).

Kleines Piratenschiff 70151 (c) Playmobil

Eine Kanone und zwei Soldaten sorgen für passende Feinde diverser Piraten. Die Schlach kann beginnen – und sollte noch gar kein großes Piratenschiff zur Verfügung stehen, bietet der Rotrocksegler (70412) noch ein zusammengeflicktes Floß samt Piraten mit Kanone an. Alles dabei! Der Rotrocksegler mit Floß und drei Figuren kostet, wie das genannte kleine Piratenschiff,  ca. 30 – 40 Euro im Internet.

Playmobil hat schon viele Träume wahr werden lassen. Die Spielewelten werden immer realistischer und einfallsreicher. So gibt es seit einiger Zeit Piraten mit Spezialkanonen, die mit einer App (auf dem Smartphone) interagieren. Man kann quasi Ziele beschießen (ganz ohne Kugel).

Ich habe das Gefühl, da wird noch viel Spannendes kommen. Ich werde Playmobil auf jeden Fall im Auge behalten ;)

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City Slickers – Großstadthelden, jetzt auf Blu-Ray bei KOCH

„City Slickers – Großstadthelden“ ist eine Westernkomödie von 1991, in der u.a. Billy Crystal (als „Mitch Robbins“), Jack Palance (als „Curly“), Daniel Stern („Phil“), Bruno Kirby (als „Ed“) mitspielten.

Das große Thema ist „Midlife Crisis“. Jene Zeit, die an keinem Mann so ganz und gar vorbeigeht und in der er entdeckt, dass er auf die Mitte des Lebens zugeht und das Gefühl bekommt, „das könnte es vielleicht gewesen sein.“ Kommt da jetzt nichts mehr?

In Etwa dieses Gefühl hat auch Mitch Robbins als er 40 wird und merkt, dass ihm „da Haare wachsen, wo sie früher nicht wuchsen und sie da, wo sie bisher gewesen waren, ausgehen“. Er sieht sein Leben von einer zunehmend depressiven Warte aus. Aber was sollen seine Freunde dazu sagen? Allen voran Phil, der sich kurz nach Beginn des Films beruflich und privat vor dem „Aus“ befindet. Am Glücklichsten scheint da immer noch Ed zu sein, der aber auch seine Themen mit sich herumschleppt.

Von Anfang an hat dieser Film weit mehr Tiefe als man es glauben könnte, wenn man den eher albernen und actionreichen Trailer ansieht. Aber das ist die andere Stärke des Films: Es ist ein Wohlfühl-Film. Egal, wie ernst die Fragen sind, um die es geht: Am Ende fühlt man sich mit Mitch, Ed und Phil, aber auch in gewisser Weise mit Curly, verbunden. Es ist ein Film, der einem ein gutes Gefühl macht.

 

Jack Palance gibt mit „Curly“ ein Paradebeispiel eines harten Cowboys. Er wirkt dabei wie ein Urgestein und würde er sagen, dass er schon 1880 mit Wyatt Earp zusammen gekämpft hätte, würde man ihm das abkaufen.

Doch wie kamen sie zu diesem Typen? Nun, eigentlich ist es eine Einladung, die Mitch von seinen Ferunden bekam: Eine Herde Rinder wie die Cowboys früher von A nach B bringen und dabei „ein richtiger Cowboy werden“ – oder so was in der Art. Mitch ist erst gar nicht begeistert, macht dann aber doch mit. Vielleicht auch, weil seine Frau ihm keine Wahl lässt: Er soll sein Lächeln wieder finden!

Wer etwas für Western übrig hat, sich – wie Mitch – ebenfalls um die Mitte des Lebens herum bewegt oder wer einfach einen Sinn für feinen Slapstick – Humor und witzige Zwischentöne hat, der sollte sich, wenn noch nicht geschehen, unbedingt diesen Film ansehen!

(c)Koch (c)Colombia Pictures

Die Special Edition dieses Film ist nun bei Koch – Media auf Blu-Ray erschienen. Neben dem Film in bester Bildqualität finden sich hier Trailer, Audiokommentare, Featurettes, geschnittene Szenen und eine schicke Bildergalerie.

Regie Ron Underwood
Darsteller Billy Crystal
Daniel Stern
Bruno Kirby u.a.
Genre Komödie
Filmlänge ca. 113 min
Sprachen Deutsch, Englisch
Untertitel Deutsch
Produktion USA 1991
Tonformat DTS HD-Master Audio 2.0/5.1
Bildformat 1.85:1 (16:9)
FSK ab 12
Extras Trailer, Audiokommentar, Featurettes, Geschnittene Szenen, Bildergalerie
Im Handel ab 12.03.2020

Kaufen könnt ihr die Blu-Ray hier:

https://www.amazon.de/s?k=4020628775834&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&ref=nb_sb_noss

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