Jules Verne und die geheimnisvolle Insel – Teil II

Kapitän Nemo

Wenn wir uns nun der „geheimnisvollen Insel“ zuwenden wollen, müssen wir uns zunächst einmal die Person betrachten, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Rede ist vom Prinzen Dakkar!

Ach so, ja, ihr kennt ihn besser unter dem Namen „Kapitän Nemo“. Er tauchte in zwei Romanen von Jules Verne auf: „20.000 Meilen unter dem Meer“ (1859- 1870) und „Die geheimnisvolle Insel“ (1874 – 1875). Wenn man es ganz genau nehmen will, dann muss man auch seinen „Cameo – Auftritt“ in dem Theaterstück „Reise durch das Unmögliche“ (Voyage à travers l’impossible) von Jules Verne und Adolphe d’Ennery nennen, welches im November 1892 im Théâtre de la Porte Saint-Martin in Paris aufgeführt wurde. Leider wurde dieses Stück bis heute nicht ins Deutsche übersetzt (oder aufgeführt).

Nemo wird von Jules Verne wie folgt beschrieben:

„Er ist der Sohn eines indischen Rajas (Fürsten), genauer des Hindu Raja von Bundelkund sowie ein Nachfahre des indischen Helden Tippo Sultan. In seiner Jugend, in der er Europa bereist, erfährt er eine eben solche Erziehung. Er spricht Französisch, Englisch, Latein und Deutsch.“

Im ersten indischen Unabhängigkeitskrieg, 1857, verliert er seine Familie – und sein Königreich. Daher beschließt er sich der Wissenschaft zu widmen, entwirft ein U-Boot, die Nautilus, und entzieht sich der Menschheit, zu der er kein Vertrauen mehr hat, indem er die Meere bereist.

MW: Es scheint so, dass Jules Verne ein Problem mit der Kolonialpolitik hatte. Richtig?

A. Fehrmann: Dort war Verne auf einem Auge blind. Gleichzeitig fand er französische Kolonien völlig in Ordnung. Gerade Nordafrika unter französischer Verwaltung ist oft ein Thema in den Romanen – hier stichelte er öfters gegen die britischen Ambitionen. (…) Hinter der indischen Problematik des Konloniallebens steht eben Großbritannien Als Kritik auch formuliert im Roman „Das Dampfhaus“: Niederschlagung des Sepoiaufstandes durch die Briten. Und hier eben als Unterdrückung der Inder, die Nemo zum „Rebellen“ werden lässt.

Das faszinierende an Kapitän Nemo ist wohl, dass er ein eigenwilliger Mensch ist, der ganz nach seinen eigenen Regeln lebt und dabei in einem damals noch viel unbekannteren Meer sein neues Zuhause gefunden hat. Sein Charakter hat Tiefe! Seine Reisen führen ihn in das ewige Eis der Antarktis bis hin zu den Ruinen von Atlantis.

Man könnte meinen, Jules Verne wäre selbst Kapitän Nemo nicht ganz unähnlich gewesen.

Die geheimnisvolle Insel: Das Buch

Eigentlich hat er sich von der Menschheit enttäuscht abgewandt, manchmal jedoch, wenn er all zu große Ungerechtigkeit erlebt, mischt er sich doch ein. So im kretischen Aufstand (1866) oder um Schiffbrüchigen zu helfen:

Der Roman, „Die geheimnisvolle Insel“, beginnt in Richmond (Virgina) während des amerikanischen Sezessionskrieges (1861 – 1865). Ort: Ein Kriegsgefangenenlager. Personen: Ingenieur Cyrus Smith, sein schwarzer Diener Nab, der Kriegsberichterstatters Gideon Spilett, der Seemann Pencroff, der Junge Harbert und dessen Hund Top.

Interessant ist die Vermutung, dass Verne den Namen „Cyrus Smith“ aus „Cyrus Field“ und „Blacksmith“ zusammengesetzt haben mag. Cyrus Field widmete sich mit großer Hingabe der transozeanischen Telegraphie, während „Smith“ von „Blacksmith“ = Schmied kommen mag.

Sie fliehen mit Hilfe eines Freiballons, geraten aber nach einer Zeit in einen Orkan, was ihren Absturz zur Folge hat. Es verschlägt sie auf eine ihnen unbekannte Insel im südlichen Pazifik. Als treue Nordstaatler benennen sie die Insel nach ihrem Präsidenten: Lincoln-Insel.

In den Verfilmungen wurde aus dem Seemann Pencroft häufig ein Südstaatler, der in Konflikt mit Nab gerät. Dieser jedoch war in dem Originalroman nicht viel mehr als ein „freier Diener“. Allerdings war es in Jules Vernes Romanen normal, dass es Diener gab!

A. Fehrmann: Nab opferte sich mit seiner Hilfsbereitschaft und der Selbstverneinung auf. Über den Rang eines „vorzüglichen Dieners“, obwohl er de facto ein freier Mann war, kam er nie heraus. So die Darstellung Vernes. Diese Rollenverteilung gibt es aber unabhängig von der Hautfarbe in vielen Verne – Romanen. Die „großen Köpfe“ hatten immer ihre dienstbaren Geister/Gehilfen. Siehe Prof. Arronax und sein Gehilfe, Lidenbrook und sein Neffe bzw. Hans, Fogg und sein Passepartout oder Fergusson und Kennedy schon im ersten Roman.

Nachdem sie einsehen müssen, dass sie die Insel nicht so ohne Weiteres verlassen können, richten sie sich dort ein, wobei Cyrus Smith als heimischer Ingenieur und der Wissenschaft zugewandter Geist, die Ressourcen der Insel zu nutzen weiß. Sie sprengen eine Höhle in eine Granitwand, die nahe der Küste liegt und machen sie bewohnbar.

Eines Tages finden sie – auf wundersame Weise – wertvolles Strandgut: nützliche Werkzeuge, Bücher, einen Sextanten und Instrumente, die ihnen das Leben auf der Lincoln – Insel noch angenehmer machen.

Sie erfahren durch eine Flaschenpost von einem Schiffbrüchigen auf einer Nachbarsinsel (Tabor) und es stellt sich heraus, dass dort Ayrton, bekannt aus Jules Vernes Roman „Die Kinder es Kapitän Grant“, lebt. Er ist allerdings völlig verwildert. Erst nach einiger Zeit beginnt er sich wieder zivilisierter zu verhalten und erinnert sich, dass er als entlarvter Freibeuter zwölf Jahre zuvor von Lord Glenarvan auf der Insel ausgesetzt wurde (siehe: Die Kinder des Kapitän Grant). Allerdings war er es nicht, der die Flaschenpost auf den Weg brachte!

Schließlich taucht ein Schiff am Horizont auf. Zuerst glauben die Gestrandeten, dass es Rettung verheißt, aber dann stellt sich heraus, dass es Piraten sind. Sie werden angegriffen. Vollkommen unerwartet und in allerletzter Sekunde explodiert das Piratenschiff! Die Inselbewohner sind erleichtert, aber auch verwundert!

Nautilus (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Eines Tages gibt sich Nemo zu erkennen: Älter und schwächer, seines baldigen Todes bewusst, hat er anhand des guten Miteinanders der Schiffbrüchigen wieder ein wenig Vertrauen in die Menschheit bekommen. Er war es, der den Schiffbrüchigen die ganze Zeit zur Seite stand, ihnen das „Treibgut“ zukommen lies, die Flaschenpost schickte und das Piratenschiff zerstörte als die Lage ausweglos schien!

Sein U-Boot, die Nautilus, sitzt in einer Grotte fest und Nemo weiß, dass die Insel bald explodieren wird: Der Vulkan der Insel wird aktiv werden! Er warnt die Inselbewohner, die nun vier Jahre auf der Insel leben, und stirbt an Bord der Nautilus.

Die ehemaligen Schiffbrüchigen wissen, dass sie nun gegen die Zeit arbeiten, schleunigst ein Schiff bauen müssen! Der Vulkan bricht aber früher aus: Rettung gibt es nur durch das Auftauchen der Dampfyacht „Duncan“, gesteuert von einem Sohn des Kapitän Grant: Robert Grant. Die Koordinaten der Insel hat er durch Nemo erfahren, der sie 12 Jahre zuvor bei ihm hinterlegt hatte, weil dann die Zeit gekommen wäre, Ayrton aus seinem Exil zu retten.

Jules Verne war 1875 – im Alter von 47 Jahren! – als er „die geheimnisvolle Insel“ veröffentlichte, bereits ein weltberühmter Schriftsteller! Die Romane „Die Kinder des Kapitän Grant“, „20.000 Meilen unter dem Meer“ und „Die geheimnisvolle Insel“ gehören zusammen, wobei man bei den in den Romanen angegebenen Jahreszahlen etwas großzügig sein muss, weil sie zeitlich nicht genau zusammen passen.

Die geheimnisvolle Insel: Die TV – Serie!

Wer die Inhaltsangabe der „geheimnisvollen Insel“ gelesen hat, wird dort vielleicht das Auftauchen von Riesenkrabben, Monsterspinnen oder sonstigen „Unheimlichkeiten“ vermissen. Aber das waren lediglich ausgedachte Zutaten der filmischen Umsetzungen.

Vorstellen möchte ich euch eine eher unbekannte, dabei jedoch sehr aufwendige Verfilmung dieses Romans. Eine Serie, die zwischen dem 8. November und dem 13. Dezember im auf dem „DDF 1“ (später DDR 1) – Kanal lief, sowie 1975, stark gekürzt, auf dem „Ersten“ gezeigt wurde.

Der französische Produzent Jacques Bar (1921 – 2009) kam 1972 auf die Idee dem Landsmann Jules Verne mit einer sechsteiligen Serie ein Denkmal zu setzen. Einer Serie, die sich allein am Original orientiert und nicht davon abweicht. Als Co-Produzenten engagierte er Eduardo Manzanos (1919 – 1987). Regie sollten Juan Antonio Bardem (spanischer Filmregisseur und Drehbuchautor, 1922 – 2002) und Henri Colpi (schweizer Regisseur, Drehbuchautor und Cutter, 1921 – 2006) übernehmen. Das Drehbuch schrieb ein Trio, bestehend aus Bardem selbst, stellvertretend für Spanien, sowie der italienischen Monica Venturini und dem Franzosen Jaques Champreux.

Antonio Bardem wollte James Mason für die Rolle des Nemo, da ihn seine Darstellung in „20.000 Meilen unter dem Meer“ so gut gefallen hatte. Aber er sagte ab und so wurde Omar Sharif ausgewählt.

Sharif wurde 1932 als Maechel Chalhoub in Alexandria geboren und wuchs in Kairo auf. 1932 hatte er seinen ersten Filmauftritt in dem ägyptischen Film „The blazing sun“. Als er 1962 – neben Peter O´Toole – in „Lawrence von Arabien“ auftrat, wurde er weltbekannt. Sharif erhielt einen „golden globe“ und wurde für einen Oskar als „bester Nebendarsteller“ nominiert. der „andere“ wirklich große Film, mit dem man Omar Sharif verbindet, ist „Doktor Schiwago“, in dem er den Juri spielte. Omar Sharif starb am 10. Juli 2015 mit 83 Jahren an einem Herzinfarkt.

Als die „Insel“ verfilmt wurde, war er jedoch erst 41 und stand damit tatsächlich in der Mitte seines Lebens und auch, wenn er James Mason nicht ähnlich sah, so sah er doch Prinz Dakkar ähnlich, wie ihn sich Jules Verne einst vorgestellt haben mag und wie er in den Romanen beschrieben wird.

(c) Pidax – Endlich auf DVD: Die geheimnisvolle Insel – die komplette Serie

Die übrigen Schauspieler waren vorwiegend Schauspieler, die in Frankreich lebten. Beginnend mit Rafael Bardem Jr., dem Sohn von Regisseur Juan Antonio Bardem, der den Jungen – Harbert Brown -darstellte. Neben Nemo und Harbert wurden die Rollen wie folgt besetzt: Ambroise Bia (Nab), Jess Hahn (Pencroft), Philippe Nicaud (Spilett), Gerard Tichy (Cyrus Smith), Rik Battaglia (Finch), Gabriele Tinti (Ayrton), Mariano Vidal Molina (Harvey – Pirat).

Obwohl ein Großteil der Serie / des Films tatsächlich buchgetreu umgesetzt wurde, gab es auch in dieser Verfilmung Elemente, die im Original nicht zu finden sind.

MW: Wie nahe ist die Serie mit Omar Sharif dem Original? Gibt es Serien / Filme,  die dem Original näher sind?

A. Fehrmann: Die buchgetreueste Umsetzung der Filmgeschichte ist die russische Version von 1941. Sehr viele Umsetzungen und Ideen der 1973-Film-Version sind reine filmische Zutaten. Sie waren dem Zeitgeschmack (Sci-Fi-Einfluss und allgemeine Filmtrends) sowie dem Erreichen der Zielgruppe jugendlicher Zuschauer geschuldet. Man versuchte das Script zu entstauben und zusätzlichen Thrill einzubauen. Dazu gehören im Film die futuristischen Waffen Nemos, aber vor allem: Im Roman war Nemo allein – er war eben der „Geist“ der Insel.

Noch bevor die Mini-Serie zu Ende gedreht worden war, stieg der Co-Produzent – Eduardo Manzanos -aus. Er wollte kein weiteres Geld mehr in den Film investieren und stattdessen einen zweistündigen Film aus dem existierenden Material zusammen schneiden. Nur das Ende wollte er noch drehen, wofür er die Schauspieler nach La Pedriza bat, der größten Granitformation Europas. Allerdings kamen die Schauspieler nicht! Manzanos musste improvisieren und drehte das Ende der Insel mit handgefertigten Modellen.

Unterdessen stellte Jacques Bar, der sich nicht mit Manzanos einigen konnte, die epische Serie so zu Ende, wie er es sich immer vorgestellt hatte.

Der zweistündige Spielfilm von Eduardo Manzanos kam acht Monaten vor der Erstausstrahlung von Bar´s Serie in die spanischen Kinos! Die Serie wurde im Dezember 1973 im französischen Fernsehen ausgestrahlt.

Das Manzanos eigene Wege ging, sorgte für zwei unterschiedliche, gleichermaßen erfolgreiche Umsetzungen des Romans. Der Film wurde in Spanien von 1.5 Millionen Zuschauern gesehen, was man damals als erfolgreich ansehen konnte.

Beide Versionen unterschieden sich in unterschiedlichen Kamera-Perspektiven. Zudem ist klar, dass eine 6 x ca. 50minütige Serie viel mehr Inhalt transportieren kann als ein 2 Stunden Film. Zum Beispiel die wissenschaftlichen Entdeckungen des Cyrus Smith kommen in der Serie weit mehr zur Geltung. In der spanischen Version wird eine viel weniger ausgefeilte Nautilus gezeigt, was wohl daran liegen mag, dass nur die französische Variante gute Bühnenbildner unter Vertrag hatten: Jose Luis Galicia und J. P. Cubero. Zudem arbeitete der fähige „Special Effects Mann“ Manuel Baquero für sie.

Die Titel der einzelnen Folgen zeigen auf, wie nahe man sich am Original orientierte und wie episch die Verfilmung der Serie war:

1. Die Flucht im Ballon

2. Die wunderbare Rettung

3. Der unheimliche Berg

4. Die Flaschenpost

5. Die schwarze Flagge

6. Kapitän Nemo

Beiden Varianten ist die romantisch – sehnsüchtige Musik von Gianni Ferrio (1924 – 2013) zu Eigen, die man gehört haben muss, um zu verstehen, was ich meine.

Diese fulminante Verfilmung, die sich besonders in ihrer sechsteiligen Variante so richtig entfaltet, wurde auf Lanzerote, den kanarischen Halbinseln, sowie in Valenzia, Cameroon und in Madrid gedreht.

DVD – Veröffentlichungen

2005 gab es eine 3-DVD-Edition zu kaufen, in der sich ein „directors cut“ der spanischen Verfilmung, die deutsche Kinoversion, die deutsche Super-8-Version sowie ein 268minütiger ! Film befand, der wohl auch Manzanos zuzuordnen ist. Er wirkt recht lieblos erstellt. Gerade so als hätte man alles Filmmaterial zusammengehängt. Erstaunlich ist, dass er komplett deutsch synchronisiert ist, wiewohl mit Sicherheit nie eine 268minütige „geheimnisvolle Insel“ am Stück im deutschen TV gezeigt wurde!

Es ist (wieder einmal) PIDAX zu verdanken, dass auch die sechsteilige Serie auf dem deutschen Markt zu haben ist: https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Jules-Verne-Die-geheimnisvolle-Insel::1036.html

Jules Verne – der Phantast und Prophet

Als ich die Serie der „geheimnisvollen Insel“ mit Omar Sharif erstmals sah, nahm sie mich ganz und gar gefangen. Das war irgendwann Mitte der 70iger Jahre. Seither erinnern mich Ballons immer an Jules Verne und an Abenteuer. Ich höre dann, wie weit entfernt, die Musik von Gianni Ferrio und weiß, wie fasziniert ich damals gewesen bin.

Für mich bleiben Verne – Verfilmungen aber sowieso immer etwas Besonderes. Wie oft habe ich Professor Lidenbrog auf seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ verfolgt oder bin mit Phileas Fogg in „80 Tagen um die Welt“ gereist! Auch in „20.000 Meilen unter dem Meer“ ist es für mich immer noch so unheimlich – spannend wie im Weltraum an Bord der „Enterprise“, ja vielleicht sogar noch aufregender.

Was Jules Verne betrifft, so ist er für mich einer der Menschen, die ich gerne einmal persönlich treffen würde, wenn auch unbedingt mit Dolmetscher 😉

Es genügte Jules Verne nicht, lediglich seine Fantasien zu Papier zu bringen, er wollte sie wissenschaftlich unterlegen, steckte viel Mühe in die Recherche und hat dabei häufig unwissentlich als Prophet gewirkt, denn viele seine Erfindungen gibt es inzwischen – manchmal abgewandelt, manchmal beinahe exakt nachgeahmt – tatsächlich. So wusste Kapitän Nemo davon, wie man aus Wasserstoff Energie gewinnen kann. Hat Verne hier in unsere Zukunft geschaut?

„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“ (Zitat aus „Die geheimnisvolle Insel“)

Schon 1870, mit 35 Jahren, erahnte er, dass es einmal so etwas wie das Internet geben würde: In seinem Roman „Paris im 20. Jahrhundert“. Der Roman, der seinem Verleger Hetzel zu pessimistisch war, um veröffentlicht zu werden, zeigte eine Zukunft auf, die der heutigen nicht unähnlich ist. Eine ausschließlich materielle Welt und unverantwortlichen Umgang mit dem wissenschaftlichen Fortschritt!

Das aufregende, spannende daran, sich mit Jules Verne zu befassen ist, dass er ein großer Geist war. Jemand, der nicht nur gut schreiben konnte, sondern Visionen hatte, die von wissenschaftlichem Wissen untermauert wurden. Er ist nicht nur Schöpfer der Gattung „Science Fiction“, er ist der Erfinder einer ganz eigenen Gattung der Literatur: des einzigartigen „Jules Verne Romans“!

FIN

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter SciFi | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Jules Verne und die geheimnisvolle Insel – Teil I

Randnotiz: Den nachfolgenden Text schrieb ich seinerzeit für den Fedcon Insider. 

Der Großvater der Science Fiction

Wer würde sich nicht an jene Szene in „Zurück in die Zukunft III“ erinnern, in der Clara Clayton und „Doc“ Brown feststellen, dass sie die gemeinsame Leidenschaft verbindet, Jules Verne zu lesen! Zitat, „Doc“ Brown: „(…)20.000 Meilen unter dem Meer: Mein absolutess Lieblingbuch! Als ich es das erste Mal als kleiner Junge las, ja, da wollte ich Kapitän Nemo kennenlernen!“

Jules Verne (c) aus der Sammlung von A. Fehrmann

Ich lade dazu ein, nicht nur Kapitän Nemo etwas näher kennenzulernen, sondern auch Jules Verne, den „Großvater der Science Fiction“. Denn was wissen wir über den berühmten Autoren – außer, dass seine Romane verfilmt wurden?

Schließlich werde ich noch auf eine ganz spezielle Verfilmung der „geheimnisvollen Insel“ eingehen, die heute vielleicht weniger bekannt ist als sie es verdient und die es uns ermöglicht, des verstorbenen Omar Sharif (10. April 1932 – 10. Juli 2015) zu gedenken.

Wer war Jules Verne?

Die Biografie von Jules Verne liest sich etwas unwirklich, weil er zu einer Zeit lebte, in der unsere Welt gesellschaftlich, politisch und überhaupt in so ziemlich jeder Hinsicht, eine andere war. Was gleich geblieben ist: Wenn man an seinen persönlichen Traum glaubt, kann es gelingen, dass er Wirklichkeit wird. Vernes Traum war das Schreiben! Reisen wir also 187 Jahre in die Vergangenheit und werden Zeuge seiner Geburt…

Ein Schriftsteller wird geboren

Am 8. Februar 1828 wurde Jules Verne in der französischen Hafenstadt Nantes geboren. Sein Vater – Pierre Verne – war Rechtsanwalt, was in seiner Familie der übliche Beruf war, der von Vater zu Sohn übertragen wurde. Die Mutter trug den wohlklingenden Namen Sophie Allote de la Fuye. Sie entstammte einer Reederei- und Handelsfamilie.

„Ich habe in einer Hafengeschäftigkeit einer großen Handelsstadt gelebt, die Ausgangs- und Endpunkt vieler Reisen nach Übersee war…. Damals hatten wir nur die schwerfälligen Segelschiffe der Handelsmarine… Im Geiste kletterte ich in ihren Wanten, zog mich hinauf zu den Mastkörben und klammerte mich an die Köpfe ihrer Masten… Welches Verlangen ich hatte, die bebende Leitplanke zu überspringen, die sie mit dem Hafendamm verband, und den Fuß auf ihr Verdeck zu setzen!“ (J. Verne)

Der Hang zu abenteuerlichen Gedanken an ferne Gestade blieb und sollte ihn viele Jahre später auch ernähren.

Zunächst steuerte ihn aber sein Vater in Richtung Jura-Studium. Er unterrichtete ihn – nach bestandenem Abitur – zunächst selbst. Er wollte seinen Sohn nicht im „Sündenpfuhl“ Paris wissen. Nur zur mündlichen Prüfung durfte Verne nach Paris.

Schon zu dieser Zeit las er sehr gern Bücher von Balzac, E. T. A. Hoffmann und Victor Hugo.

„Ich kann auf Bücher nicht verzichten, das ist unmöglich!“
(J. Verne)

Liebeskummer und Kreativität

Als seine Cousine Caroline Tronson seine Liebe im Jahre 1847 nicht erwiderte und jemand anderen heiratete, griff Jules Verne – erstmals ? – zur Feder, um etwas Eigenes zu ersinnen. Liebesgedichte, in denen es um verschmähte Liebe ging.

Ein Jahr später zog er mit einem Freund doch nach Paris, um sein Studium fortzusetzen, und zwar in die Rue de´l Ancienne-Comedie. Sein Vater hielt ihn finanziell recht kurz, damit er nicht auf „Abwege“ gerät.

Der in Paris lebende Alexandre Dumas veranstaltete häufig Empfänge und Essen, wozu er auch Studenten einlud. So lernte Jules Verne den Autoren der „drei Musketiere“ kennen, vor Allem aber dessen Sohn, Alexandre Dumas jr., mit dem er sich offenbar gut verstand: Ein gemeinsames Theaterstück, „Les Pailles rompues“, entstand und wurde 1850 im Theatre Historique 12 mal aufgeführt. Es deckte immerhin seine Kosten.

Faszination Schreiben

1849 beendete Verne sein Studium, aber blieb in Paris, fasziniert vom Schreiben und der kreativ-schöpferischen Umgebung. Noch war unklar, ob aus Jules Verne Anwalt oder Autor werden würde, aber seine Berufung setzte sich durch (und er sich dafür ein) als 1851 der Rechtsberater Championniere starb (ein Bekannter seines Vaters), in dessen Büro er eine Stelle hätte haben können. Er erklärte seinem Vater, dass er sich vollkommen der Schriftstellerei widmen wollte. Sein Vater war wenig beglückt darüber, reagierte aber überraschend mild.

Doch von seinem „Durchbruch“ als Schriftsteller war noch keine Rede! 1852 wurde Verne Sekretär des Intendanten des Pariser Theatere Lyrique – vermittelt durch Dumas -und schrieb teils allein, teils in einem Team, Stücke für eben jenes. Die schlecht bezahlte, anstrengende Arbeit forderte gesundheitliche Tribute: Magenschmerzen, Gesichtsmuskelähmungen und Schlaflosigkeit.

Als Jules Verne den blinden Entdeckungsreisenden Arago kennenlernte, wurde in ihm der Wunsch stark, Reiseerzählungen zu schreiben. Dies tat er – und veröffentlicht sie in der Familienzeitschrift „Musee des families“. Eine Geschichte aus dieser Zeit heißt „Ein Drama in den Lüften“ (ursprünglich: Un voyage en ballone). Eine andere trägt den Titel „Eine Überwinterung im Eise“ ( Un hivernage dans les glaces)und nahm u.a. die Handlung seines Romans „Die Kinder des Kapitän Grant“ vorweg.

1856 wurde Jules Verne von seinem Freund Auguste Lelarge zur Hochzeit eingeladen und lernte dort seine zukünftige Frau, Honorine Morel, geb. Deviane, kennen. Er heiratete sie am 10. Januar 1857 .

Jules Verne mit seiner Frau (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Reise nach Schottland

Eines Tages lud ihn sein Freund, der Komponist Aristide Hignard, zu einer Schiffsreise nach Schottland und Norwegen ein. Der Roman „Voyage à reculons en Angleterre et Écosse“ („Reise mit Hindernissen nach England und Schottland“) ging direkt daraus hervor, wurde jedoch nicht zu seinen Lebzeiten veröffentlicht. Eine weitere Reise nach Dänemark und abermals Norwegen folgte.

Im Jahre 1861 – Verne ist 33 Jahre alt – wurde sein Sohn, Michel, geboren.

Im Oktober 1863 startete der Heißluftballon „Géant“ auf dem Pariser Marsfeld, was viel Aufsehen erregte und zwei Wochen später startete ein neuer Ballon, der allerdings vor Hannover abstürzte. Die Insassen überlebten, mit teils schweren Verletzungen.

Fünf Wochen im Ballon

Jules Verne jedoch webte, von den Ballonfahrten inspiriert, in seiner Fantasie jene Geschichte, die für seinen literarischen Durchbruch sorgte: Am 31. Dezember 1863 erschien „Fünf Wochen im Ballon“. Diese Art von wissenschaftlich – abenteuerlichen Roman war gänzlich neu! Sein Verleger, Jules Hetzel (1814 – 1886), der auch die Bücher von Victor Hugo veröffentlichte, nahm Verne für 20 Jahre unter Vertrag, in denen er pro Jahr zwei Romane veröffentlichen musste, und nannte die Reihe „außergewöhnliche Reisen“ (Voyages Extraordinaires). Nach diesen zwanzig Jahren folgte jedoch noch weitere zwanzig Jahre, in denen er weitere Romane schrieb. Insgesamt umfassten die „außergewöhnlichen Reisen“, von denen viele Bestseller wurden, vierundfünfzig Romane, die in kurzer Zeit in andere Sprachen übersetzt wurden und weltweit Aufsehen erregten.

1867 besuchte Jules Verne die Weltausstellung in Paris, in der die neuesten Errungenschaften der Wissenschaft und Technik ausgestellt wurden. Unter Anderem fand er dort die Pläne des ersten französischen Unterseebootes, der Plongeur. Sie sollte später das Vorbild für die Nautilus sein, eines U-Boots mit viel größerer technischer Raffinesse. Besonders war, dass „sein“ U-Boot mit elektrischem Strom lief, was für seine Zeit noch nicht vorstellbar war. Doch schrieb er „20.000 Meilen unter dem Meer“ erst 1869, nachdem er nach Le Crotoy gezogen war. In seinem dortigen Haus konnte er direkt in Richtung Hafen blicken, wo sein Schiff, die „St. Michel“ lag. Wenn er einmal Abwechselung oder Ruhe brauchte, bereiste er – ähnlich Kapitän Nemo, nur nicht mit der Nautilus, sonderm mit seiner Dampfyacht – die Welt. So kam er nach Norwegen, Irland, Schottland, Deutschland… und aus all diesen Reisen entsprangen noch genauere Landschaftsbeschreibungen in seinen Romanen!

Vermutlich lag es daran, dass seine Frau sich im beschaulichen Le Crotoy langweilte, dass sie 1869 nach Amiens zogen, wo Jules Verne schon bald zum Stadtrat gewählt wurde.

1874 / 1875 veröffentlichte er schließlich den Roman, um den es uns ins Besondere geht: „Die geheimnisvolle Insel“! Zwar war es nie geplant, den zwei Vorgänger – Romanen („Die Kinder des Kapitän Grant“/ „20.000 Meilen unter dem Meer“) einen dritten Teil hinzuzufügen, aber es ergab sich.

Kurze Unterbrechung: Ein Interview mit dem Verne – Kenner Andreas Fehrmann:

MW: Ich habe gelesen, dass „Die geheimnisvolle Insel“ 1875 / 76 veröffentlicht wurde. Heißt das, über Silvester?

A. Fehrmann: Nein, der Roman erschien in drei Teilen. Die Originalausgaben erschienen 1874 und 1875 unter dem Titel L’lle mystérieuse bei Pierre-Jules Hetzel, Paris. Und zwar: Band I: L’lle mystérieuse. Les Naufragés d’air. am 10. September 1874. Band II: L’lle mystérieuse. L’Abandonné. am 12. Mai 1875. Und Band III: L’lle mystérieuse. Le Secret de L’île. am 28. Oktober 1875. Eine Vorabveröffentlichung begann zu Anfang des Jahres 1874 im Magasin d’Éducation et de Récréation ab Band XIX.

MW: Welche Insel stand der Lincoln-Insel wohl Pate?

A. Fehrmann: Diese Insel ist rein fiktiv. Durch die Beschreibung einer nicht parallel möglichen Flora und Fauna schuf Verne einen Mikrokosmos, der beispielhaft für einen gesamten Kontinent stehen könnte. Aus diesem Grunde hat er auch kein Problem, zum Schluss die Insel „untergehen zu lassen“ – nur eine Klippe bleibt übrig. Die in der Nähe (des Romans) liegende Insel Tabor (die erste Bleibe des ausgesetzten Ayrtons, eigentlich die Insel Kapitän Grants) ist im Kartenmaterial nachweisbar. Damit ist auch die fiktive Lage der Lincolninsel bestimmbar. (Siehe: http://www.j-verne.de/verne8_4.html, wo auch eine Karte zu sehen ist).

MW: Hat Jules Verne von Wissenschaftlern Hilfe dabei bekommen zu beschreiben, wie sich Cyrus Smith auf der Insel zurecht findet?

A. Fehrmann: Er hatte die beschriebenen Fakten zur Umwelt (Flora/Fauna) und zu den Technologien der Metallgewinnung etc. durch Selbststudium erworben. Mehrfach in der Woche war er in der Bibliothek. Siehe dazu auch meine fiktive Geschichte: Lapin aux Pruneaux – oder wie ein Mittagessen die Literatur beeinflusste (auf http://www.j-verne.de/verne_bio_raetsel.html).

Fortsetzung der Biografie:

Im Februar 1868 sah sich Jules Verne gezwungen, seine „St. Michel“ zu verkaufen, um seinem Sohn finanziell beizustehen, der sich verspekuliert hatte.

Am 9. März 1886 schoss ihm sein Neffe, Gaston, in den Fuß, was zur Folge hatte, das Verne nie wieder schmerzfrei gehen konnte. Grund dafür war eine Mischung aus Neid und geistiger Verwirrtheit. Vermutlich war Gaston schizophren. Mit diesem Ereignis wendete sich das Blatt in Jules Vernes Leben – leider – zum Schlechten. Hinzu kamen weitere Ereignisse, die ihn seelisch erschütterten.

So starb nur wenig später sein Verleger und Freund Jules Hetzel. Dessen Sohn übernahm nun den Verlag, doch gab es jetzt keine Zusammenarbeit mehr zwischen Autor und Verleger. Hetzel hatte Vernes Bücher nicht nur publiziert, er hatte ihm auch mit Rat zur Seite gestanden, wenn es um Inhalte ging, wusste einerseits von Vernes erzählerischem Talent und andererseits, was gerne gelesen wurde. Von jetzt an war Verne auf sich allein gestellt. Seine Geschichten wurden dunkler, doch nicht weniger prophetisch und warnen vor der Schattenseite der Wissenschaft, wie Massenvernichtungswaffen.

1887 starb seine Mutter. Als auch noch sein geliebter Bruder, Paul, starb, ging es endgültig bergab mit ihm. Magenschmerzen, grauer Starr und Krämpfe in den Händen machten es ihm schwer – nicht nur, wenn es um das Schreiben ging. Allerdings unterstützte ihn ab 1888 sein Sohn, mit dem er sich bis dahin nicht wirklich gut verstanden hatte, und mit dem nun eine Aussöhnung begann, bei seiner Arbeit, indem er sich z.B. Texte diktieren ließ.

Jules Vernes letzte Lebensjahre, in denen z.B. seine Romane „Die Propellerinsel“, „Die Eissphinx“ und „Herr der Welt“ entstanden, waren von zunehmenden Leid geprägt.

Nach seinem 77. Geburtstag, am 08. Februar 1905, bekam Jules Verne Diabetes und starb, nach zwei Anfällen, am 24. März 1905.

Jules Verne (c) Aus der Sammlung von A. Fehrmann

Hier geht es zu Teil II, wo es speziell um „Die geheimisvolle Insel“ geht…

https://starbase-fantasy.de/jules-verne-und-die-geheimnisvolle-insel-teil-ii/

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter SciFi | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Wie ich die letzten Jahre mit Star Trek lebte und was ich hoffe…

Der Anfang…

Als Star Trek Fan, geboren im Jahr der Mondlandung, wuchs ich mit James T. Kirk auf. Als Kind war das originale Star Trek für mich genau das Richtige. Bunt, mit Spezialeffekten und heroischen Vorbildern bestückt – und dann auch noch im Weltraum spielend!

Am Rande flammte immer wieder mein Interesse für Star Wars auf, aber für lange Zeit waren das eben „nur“ drei Filme, während die original Serie immerhin auf drei Staffeln kam. Außerdem schien das Universum von Star Trek komplexer zu sein. Es gab mehr zu entdecken und die Forscher waren die neuen Helden, die ins unbekannte zogen, bereit es mit (wissenschaftlich erklärbaren) Monstern und Phänomenen aufzunehmen.

Allen voran Kirk, der schelmisch lächelnde Frauenschwarm, mit dabei seine treuen Begleiter Spock, der Kühle und McCoy, das Herz der Gruppe, der Heiler. Es hätten auch Ritter sein können, während Roddenberry ja immer meinte, es sein ein „Waggon Trail to the Stars“, also eher einem Western nachempfunden.

Star Trek (oder „Raumschiff Enterprise“) packte mich also als Kind. Das ist wesentlich, denn was einen in dieser Zeit packt, wird mehr Teil des eigenen Verständnisses von dieser Welt, weil man als Kind selbst Forscher ist und die Welt erst Stück für Stück erleben und erfahren muss, um erwachsen werden zu können. So waren schon in meiner Kindheit die Leute vom Raumschiff Enterprise nicht nur Freunde im Geist, sondern auch Weggefährten.

Dennoch schien auch Star Trek – die Originalserie lange Zeit ein abgeschlossenes Kapitel zu sein und wurde unwichtiger, wenn auch immer in glänzender Erinnerung gehalten, als ich älter und ein junger Erwachsener wurde.

TNG – der nächste Schritt

„Star Trek – das nächste Jahrhundert“ oder eben TNG war die Antwort auf meine Frage: Wie müsste ein Star Trek sein, dass mir jetzt – als junger Erwachsener – ein Wegbegleiter und Freund im Geiste wäre?

Während Kirks diplomatischste Antwort in der Regel ein Faustschlag war (neben einigen gepfefferten Reden), verstand sich Picard in der Kunst der hohen Diplomatie, während McCoy das Herz eines Landarztes einbrachte, gab es auf der 1701 D eine Counselor für psychische Probleme, einen Androiden, der die Welt – bei allem Wissen – aus einer völlig unvoreingenommenen Sicht betrachtete, einen Klingonen, der seine machohaft-traditionellen Werte teilweise mit einem gelegentlichen Lächeln tauschen sollte und viele, viele mehr. Das waren wirklich hochkarätige Weggefährten durch das Leben, die mir als jungen Erwachsenen ebenfalls hilfreich war.

Denn neben den unterhaltsamen, spannenden, witzigen und lehrreichen Handlungen, vermittelte die Serie eine Art von Denken, von der sich mancher Chef in mancher Chefetage eine dicke Scheibe abschneiden kann. Für mich – als „Normalo“ – waren die intelligenten und emphatischen Lösungsansätze für diverse Krisen, die Offenheit zu einer klugen Weltsicht und einer ehrlichen Selbstreflexion, wie sie immer wieder, in unzähligen Folgen, an diversen Beispielen gezeigt wurde, ebenfalls eine gute Anleitung für den Alltag. Lange Zeit nannte ich TNG meine „tägliche Dosis positives Denken“.

TNG im Kino

Als TNG ins Kino kam, war es nicht mehr TNG. Einiger Tiefe beraubt, inhaltlich teils nicht mehr passend zu den Geschehnissen in der Serie, starteten die Kinofilme mit „Treffen der Generationen“; einem Film, der von Zerfall und Vergänglichkeit berichtete, wobei Kirk zwei mal starb, die Enterprise D zerschrottet wurde, die Geschwister Lursa und Bethor starben, die Familie von Picards Bruder in einem Brand ums Leben kam, und das alles, damit Kirk und Picard zu dem denkbar ungünstigen Zeitpunkt aus dem „Nexus“ springen konnten (was per se als unmöglich galt), um sich mit Soran, dem Bösewicht des Films, prügeln zu können. Natürlich wollte man die Fans beider Generationen ins Kino locken, um den Profit zu maximieren. Ja, Ferengis haben ihre Vorbilder in der wahren Welt…

Ich verglich das Drehbuch zum ersten TNG Kinofilm damals mit einer „unaufgetauten Pizza Deluxe“, denn der Film hatte viel Potential, dass aber verschenkt wurde. Die Charaktere trugen teils Uniformen vom Nachbarset (Deep Space Nine), denn der Film wurde generell „mit der heißen Nadel“ gestrickt. Auf seine plumpe Weise war es der letzte Star Trek Kinofilm (bis evtl. Nemesis), in dem es weniger um Action als um Inhalt ging. Immerhin konnte man noch eine kleine Erkenntnis aus diesem Film ziehen: Sterblichkeit gehört zum Leben und es ist klüger die Zeit, die man hat zu nutzen als über die, die man nicht mehr hat, zu klagen. Nach „First Contact“ und „Insurrection“ erzählte erst „Nemesis“ wieder von einer kleinen Lektion: dass das Streben danach, mehr zu sein als man ist den Unterschied macht.

Im TV trugen uns die Nachfolgeserien auf ihren Schwingen ins neue Jahrhundert: DS9, Voyager, Enterprise.

Alle drei Serien wurden mit viel Liebe angelegt, aber auf meiner ersten Convention sagte Bob Justman, Roddenberry würde sich bei der Vorstellung einer Star Trek Serie um eine Raumstation im Grab umdrehen. Genes Frau, Majel Barret-Roddenbery, meinte später, es sei in der Serie zu sehr um Krieg gegangen. Das sei nicht mehr die Vision ihres verstorbenen Ehemannes.

Über „Voyager“ hieß es böse, Berman hätte die Serie in einen anderen Quadranten verlegt, um sich von Roddenberry inhaltlich zu befreien: „Neuer Quadrant, neues Glück“ – aber am Ende wurde die Serie doch eine Art „TNG mit neuen Charakteren“. Enterprise wurde als „Schritt auf die Fans zu“ umworben und erlebte gerade noch so seine vierte Staffel.

Die Luft war raus. Weder im Kino, noch auf dem „kleinen Bildschirm“ hatte Star Trek noch eine Bedeutung. Manche Fans meinten damals, die Kuh sei totgemolken worden.

Und wie dachte ich darüber?

Damals hätte für mich „Enterprise“ gerne noch bis in die siebte Staffel gehen können und zwar so, wie es vor der Übernahme von Manny Coto und Co. gedacht war. Als eine Serie um das erste Warp-fähige Raumschiff der Menschheit, dass eine Menge aufregende Erstkontakte hatte. Es wurde stattdessen brutaler. Spätestens die Folge „Cold Station 12“ zeigte Szenen einer Folterung, die Star Trek von einer Familienserie zu einer Serie für die älteren machte. So sollte Star Trek nie sein, doch scheint das Franchise seither nur bedingt familienfreundlich zu sein.

Das war mir damals allerdings noch relativ egal, denn ich war ja älter. Nur wollte auch ich mich nie an Brutalität in Star Trek gewöhnen.

Die Inhalte der späteren Serien (DS9 – ENT)  jedoch waren – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr so sehr dazu angehalten als Schablone für tägliches Denken und Handeln in der echten Welt zu dienen. Ein Sisko, der mir erzählt, wie er gemogelt hat, um die Romulaner in den Krieg gegen das Dominion zu ziehen: Das war perfekte Unterhaltung, aber nichts, was ich mit in den Alltag nehmen konnte.

Aus meiner Perspektive verwässerte die Botschaft von Gene Roddenberry nach seinem Tod mehr und mehr.

Dann wurde es still um Star Trek.

Und wieder im Kino… Star Trek (2009)

Der erste Kinofilm, der dann – 2009 – von J.J.Abrams geschaffen wurde ,war ein guter Ausgangspunkt für eine Reihe guter Filme. Abrams kann zwar gut ein tot geglaubtes Franchise wiederbeleben, aber es fehlte dann stets an den „Sanitätern“ (um im Bild zu bleiben), die den Patienten wirklich wieder fit werden ließen. Er entzündete stets ein Feuer, aber dann kamen andere – und im Fall „Star Trek“ sogar er selbst – und nahmen diesem initialisierten Feuer die Kraft.

So war im Kino nach drei Filmen, die von Paramount eindeutig nicht für die Fans, eher für die Masse geschaffen worden waren, Schluss. Gerüchte folgten und blieben Gerüchte. Es hießt damals, der Präsident von Paramount habe kein Interesse an Star Trek.

Der spätere Erfolg von Star Wars zog auch weitere Wiederbelebungsversuche bei Star Trek nach sich. War ja klar. Jedes Studio will sein Pferd ins Rennen schicken und wenn „Weltraumserie“ angesagt ist, wird produziert.

Im Grunde bin ich froh, dass das so kam. Ich freue mich, dass es Serien wie „Discovery“, und „Picard“  gibt und in Kürze auch „Strange new worls“ geben wird. Speziell „Discovery“ ist meiner Ansicht nach wieder näher an Roddenberry dran, was vielleicht auch daran liegt, dass sein Sohn im Produktionsteam ist. „Picard“ wurde für mich persönlich zur relativen Enttäuschung.

Was meiner Meinung nach all diesen Serien fehlt ist die Metaebene. Die großen, wundervoll inszenierten Geschichten, deren Budget damalige Kinofilme übersteigt, mit ihren tollen, fähigen Schauspielern, vermissten es lange Zeit, einen deutlichen Bezug zu unserem Leben zu ziehen. In Ansätzen vielleicht mal, aber viel weniger als das bei TNG der Fall war.

Das ist jedenfalls das, was mir persönlich fehlt. Es ist heutzutage eine Krankheit jeglicher Fans, dass sie meinen zu wissen, was nicht nur für sie stimmt, sondern auch für alle anderen stimmen muss. Ich kann nur sagen, dass mir persönlich die Möglichkeit fehlt nach der Sichtung einer weiteren Folge „rauszugehen und das gerade gesehene in meinem Leben anzuwenden“. Nicht umsonst gibt es dieses Buch mit dem Titel „Alles was ich gelernt habe, habe ich von Star Trek“ (oder ähnlich). Nicht umsonst gibt es Bücher, die sich Picards Denken als Anleitung für Manager oder zum Bewältigen von Alltagsproblemen, widmen. Genau DAS fehlt mir persönlich am neuen Star Trek. Das sorgt dafür, dass es für mich aktuell keine Star Trek Serie ist, die mich so mitreisst, dass ich länger daran denken muss als in der Stunde, in der ich die jeweilige Folge sehe.

Hoffnung

Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch. Die letzte Staffel „Discovery“ zeigte uns ein verängstigtes „erwachsenes Kind“, dass Angst davor hat, sich der Welt zu öffnen, die voller Grausamkeit, aber auch voller Schönheit ist. Wenn Saru und Co. Ihm anbieten, ihn als Weggefährten dabei zu begleiten, diese wahre Welt kennenzulernen, spricht das auch mein „inneres Kind“ an, welches seinerzeit Kirk und Co. zu seinen Weggefährten machte.

Die dritte Staffel kann auch als Gleichnis für jene Fans genommen werden, die so sehr in ihrer Fantasie leben, dass das wahre Leben an ihnen vorbeigeht. Die Geschichten, die uns als Kind erzählt werden sind nicht das Ende, sie sind der Anfang von etwas Größerem. Es geht darum, in die reale Welt zu ziehen, ohne dabei die Geschichten je zu vergessen, denn sie können dabei helfen auch mit den grausamen / harten Dingen im Leben besser umgehen zu können.

Verdammt ja, das ist Star Trek. Einzig bedauerlich, dass „Discovery“ für diese wirklich gute Message, über die sich Gene Roddenberry sicherlich gefreut hätte, eine ganze Staffel gebraucht hat. Mag aber sein, dass sie langsam wirklich wieder wissen, worum es eigentlich geht. Aus meiner Sicht. Wenigstens schließe ich diese Gedanken mit Hoffnung auf (weitere) echte Star Trek Episoden in weiteren Serien. Noch haben sie mich nicht so ganz erwischt, aber Captain Pike und seine Crew könnten die nächsten Weggefährten in meinem Alltag werden. Wer weiß? The Sky is the limit.

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Kolumne, SciFi | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Sherlock Holmes – Neue Fälle – Fall Nr. 47: Das Ritual im Moor

Es ist ein trickreicher, verwickelter Fall, mit dem Sherlock Holmes dieses Mal beauftragt wird. Ich bin ja ein bekennender Fan von Christian Rode und Peter Groeger und doch ist es schon so 2 – 3 Fälle her, dass mich eine Folge der „Neuen Fälle“ so richtig begeistert hat. Dieser Fall tat es. Aber worum geht es eigentlich?

Claire Morton verschwindet spurlos. Kurz darauf trifft eine Karte der jungen Frau aus dem entfernten Leicester ein. Claire hatte sich mit ihrem Vater nie gut verstanden und scheint nun ein neues Leben fernab von Breckenridge beginnen zu wollen. Doch die Karte bleibt ihr einziges Lebenszeichen. Claires Bruder Daniel entdeckt das Tagebuch seiner Schwester, das beunruhigende Informationen enthält…

Als Zuhörer steigt man, nach bester Manier, durch Watsons Erzählungen immer tiefer in den Fall ein, dessen Lösung ganz langsam Form annimmt. Bei einem so komplexen Fall, der am Ende wie bei Agatha Christie, aufgedröselt wird, ist es wichtig, dass „eins zum anderen passt“ und genau das ist dem Autoren (Eric Niemann) hier gelungen.

Doch bis es soweit ist, werden wir Zeuge von diversen Aussagen und Indizienfunden, die erstmal so gar nicht zueinander in Bezug zu stehen scheinen. Es ist eben ein richtiger Krimi klassischer Art im Gewand der „neuen Fälle“.

Und wenn Holmes am Ende den oder die (ich will nicht spoilern) Schuldige/n überführt – und natürlich tut er das – und die Wahrheit ans Licht bringt, hält Rode eine kurze, aber beeindruckende Rede als Holmes. Da blitzt etwas von wahrer Größe auf. Hier wird deutlich, dass er nicht nur die bekannte, manchmal „bissige, witzige Stimme des englischen Detektivs“ ist, sondern das Christian Rode von der großen Bühne her kam.

Fazit: Mir hat es großen Spaß gemacht diese Folge bei Kerzenschein und Earl Grey zu genießen.

Holmes: Christian Rode
Watson / Erzähler: Peter Groeger
Jacob Willoughby: Peter Lontzek
John Harding: Rüdiger Schulzki
Daniel Morton: Tino Kießling
Madelaine McIvy: Luisa Wietzorek
Thomas Hewitt: Jürgen Kluckert
William Ash: Erik Schäffler
Haushälterin: Marieke Oeffinger
Mr. Nolan: Jochen Schröder
Gerichtsdiener: Tobias Nath
Claire Morton: Rubina Nath

Regie: Gerd Naumann
Buch und Idee: Eric Niemann
Komponist: Stephan Eicke
Interpret: Sandro Friedrich [Klarinette]
Sounddesign, Mischung & Master: Tom Steinbrecher

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Hörspiele, Rezension, Sherlock Holmes | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Schreib einen Kommentar

Titania Sherlock Holmes Nr. 43: Der Zuträger

Die Folge „Der Zuträger“ wartet mit allem auf, was man von einer Hörspielfolge dieser Serie erwarten kann. Atmosphäre! Das ist es, was diese Serie und auch diese Folge ausmacht. Wenn jemand wie Joachim Kerzel den Schurken spricht, wer würde da nicht an Jack Nicholsons Gesicht denken? Lutz Mackensy trägt seinen Teil dazu bei, die kleine Geschichte aufzuwerten.

(c) Titania – Folge 43: Sherlock Holmes: Der Zuträger

Von der Geschichte her haben wir hier keine „Tote im Extrawaggon“ (was das Vorgängerhörspiel war), womit ich sagen will: Es sind keine großen Deduktionen von Holmes notwendig, es gibt kein Rätsel zu knacken, nein, es gibt nicht einmal einen unbekannten Täter.

Tat, Motiv und Täter sind von Anfang an bekannt. Es geht im Wesentlichen darum, wie man ihn auch überführen kann!

Tennstedt und Bierstedt wissen natürlich auch wieder als Holmes und Watson zu überzeugen. Das Hörspiel brilliert also weniger mit Inhalt als mit einer hohen Qualität in der Darbietung. Lohnenswert ist die Anschaffung dieser Folge auf jeden Fall, auch, wenn auch der Fall an andere der Reihe nicht heranreichen kann.

Hier gibt es eine Hörprobe, des Hörspiels:

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Rezension, Sherlock Holmes | Verschlagwortet mit , , | Schreib einen Kommentar

Bogenschießen am 2. Weihnachtstag (oder auch nicht)

Es war eines der besten Weihnachtsgeschenke, dass ich mir selbst machte. Mein erster selbst ausgewählter Recurve-Bogen! Seit über einem (Covid-) Jahr bin ich bei diesem Hobby, welches mich erstaunlicherweise weniger als Held fühlen lässt (das auch), sondern mehr dafür sorgt, mein Gehirn mit Stille zu versorgen.

Mit anderen Worten ist Bogenschießen für mich eine weitere Methode – neben der Selbsthypnose, Meditation und dem autogenen Training – um mir ein Gefühl von Zentriertheit zu verschaffen. Ich lernte – und bin immer noch blutiger Anfänger – schon am Anfang:  Achte auf einen sauberen Ablauf bei DIR und NICHT auf das Ziel, in erster Linie. Ein Rat, der mir auch im täglichen Leben mehr bringt.

Wer auf Ziele achtet oder generell auf seine Umgebung, wird von sich, seiner Motivation, seiner Konzentriertheit (auf das Ziel), seinem Geerdet-Sein etc. abgelenkt. Am Ende sieht man vielleicht nichts weiter als das ersehnte Ziel (durchaus zweideutig gemeint), ohne es je treffen zu können. Wer indes bei sich bleibt, der trifft eher mal.

Wow, das war jetzt toll, oder? Aber wie gesagt, ich bin immer noch blutiger Anfänger. Darum schieße ich am Liebsten auch immer auf dem Bogenschießplatz: am anderen Ende der Stadt hinter Zaun und Laubbüschen. Quasi unsichtbar vor fremden Augen. So mag ich es am Liebsten.

Derzeit nur leider ist genau das verboten. Corona. Mehr muss ich nicht schreiben, denke ich. Auch so eine Ablenkung von der inneren Zentriertheit, wenn man sich alleine nur mit dem Virus befasst. Viele tun das, was ihn weder harmloser noch gefährlicher macht, aber garantiert dafür sorgt, in innere Unruhe zu kommen.

Zwei Tage vor Weihnachten ging ich auf einen Platz, der relativ ruhig war. Es gab auch kaum Spaziergänger, denn als Bogenschütze, egal wie nahe das Ziel ist, kommt man sich immer wie ein potentieller Mörder vor, wenn man in freier Natur schießt. Jedenfalls mir geht das so. Da ist ein gewisses „schlechtes Gewissen“, weil ich weiß, dass viele nicht wissen, dass man das darf, wenn man verantwortungsvoll handelt und das ein Bogen nicht unter das Waffengesetz fällt.

22. Dezember, vormittags also. Ich hatte schon lange nicht mehr geschossen. Die ersten drei Pfeile gingen zwar nicht daneben, aber es gab keinen „Strauß“: Wenn die Pfeile eng beieinander stehen, ist das immer ein gutes Zeichen, weil man a) regelmässig einen ähnlichen Ablauf hat und b) diesen (theoretisch) nur minimal verändern muss, um noch besser treffen zu können. Wenn beispielsweise alle Pfeile unten rechts stecken, muss ich meine Bogenhaltung ein wenig nach oben links korrigieren. „Theoretisch“ schreibe ich, weil das bei mir (Anfänger) nie so ganz klappt. Ich lerne noch.

Die nächsten Pfeile saßen besser, weil ich mich darauf besann, mich auf meinen ABLAUF zu besinnen. Von da an wurde mein Kopf leer, meine Atmung ruhiger, mein ganzes Körpergefühl wurde besser. Wenig später packte ich meine Ausrüstung zusammen, gestärkt, entspannt und in Vorfreude auf meinen ersten selbst ausgewählten, eigenen Bogen (und weiterem Zubhör) zu Weihnachten.

Am 2. Weihnachtstag wollte ich nun auch Bogenschießen gehen. Die Feiertage waren wieder höchst emotional geworden. Ich bin eben so ein emotionaler Mensch und die 1054 Eindrücke, die ich in nur zwei Tagen bekommen hatte wollten – wie der Puter, die Schokolade und die Kekse – erstmal verdaut werden.  Da bot sich das Bogenschießen an. Außerdem wolllte ich natürlich endlich wissen, wie sich mein Bogen so anfühlt, ob mein selbst gesetzter Nockpunkt richtig oder falsch lag usw.

Schon auf dem Weg zum „ruhigen Platz“ vom 22.12. bemerkte ich, dass offenbar kein Hildesheimer daheim geblieben war. Im Gegenteil. Sie hatten alle vor, „meinen ruhigen Platz“ aufzusuchen. Alte, Junge, Kinder, sie alle wollten an meinem Platz Fußball spielen, spazieren gehen, ihren Hund ausführen, die Kinder auf den nahen Spielplatz jagen, joggen, walken, Rad fahren… Ich war also sehr beobachtet und, um es kurz zu machen, packte schon sehr bald wieder meine Ausrüstung zusammen.

Leider keine gute Idee, am 2. Weihnachtstag draußen Bogenschießen zu wollen.

Cest la vie.

Aber bald gehen sie wieder alle zur Arbeit (wie ich auch). Dann könnte ich, wenn ich könnte,… Ach ja. Zeit, dass es Frühling wird und der Sportplatz wieder aufmacht, denn, ja, der neue Bogen fühlt sich rrrrrrrichtig gut an! Bis dahin schaue ich „Robin of Sherwood“ und träume von leichten, fühlingshaften Tagen, wo ich im Sonnenschein stehend in völliger innerer Ruhe bei mir sein werde.

 

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Revell / Bandai: Death Star II + Imperial Star Destroyer GEWINNSPIEL (BEENDET)

Meine Frage war offenbar zu schwierig, daher habt ihr nun erneut die Chance zu gewinnen! Die neue Frage findet ihr unten 🙂 

Star Wars Bandai-Modelle bei Revell

Als ich kürzlich auf der Website von Revell hereinschaute, entdeckte ich die Abteilung mit den Bandai – Modellen. Speziell interessant fand ich sofort zwei Modelle, nämlich den Todesstern aus „Rückkehr der Jedi-Ritter“ mit einem Sternenzerstörer sowie das Set mit dem AT – ST.

(Mehr Produkte von Bandai bei Revell findet ihr hier:  https://www.revell.de/produkte/star-wars/star-wars-bandai/

Der Maßstab ist in beiden Fällen relativ klein. Der Todesstern kommt mit einem Maßstab von 1:2700000. Hat man ihn zusammengesetzt, kann ein Playmobil-Männchen daneben stehen. Dennoch fand ich schon vom ersten Eindruck her die Struktur des unfertigen Todessterns beeindruckend. Bisher hatte ich nie einen Todesstern als Bausatz gesehen – abgesehen vom hochpreisigen LEGO – Bausatz. Aber LEGO ist eh eine Welt für sich, sowohl was das Design als auch die Preise angeht.

Ich habe mir die Bausätze also kommen lassen. Der Todesstern war verhältnismäßig schnell zusammengesetzt, sogar ohne Kleber. Okay, ich habe trotzdem etwas Plastikkleber von Revell verwendet, aber man MUSS das nicht. Das Stecksystem ist so ausgereift, dass alles irgendwie hält.

Death Star II

Todesstern II – Bandai (c) Matthias Wieprecht

Sowohl der Death Star II als auch der Sternzerstörer waren schnell zusammengesetzt. Sie sehen gut aus und schmücken seither meinen Desktop – PC.

So wagte ich mich auch an den AT – ST heran. Bei einem Maßstab von 1:48 ein größerer Bausatz, wenn auch im Prinzip immer noch relativ klein (Höhe 182 mm).

Hier fiel mir auf, dass die BANDAI – Anleitungen schwerer verständlich sind als die von Revell. Andererseits sind die Details möglicherweise noch feiner. Alles wirkt – einmal zusammengesetzt – wie ein Film – Prop. Wer kann, mag noch für ein älteres Erscheinungsbild sorgen, aber der AT – ST macht schon was her!

AT – ST von BANDAI (c) Bandai / Revell

Gewinnspiel

Das Gewinnspiel ist beendet. Bettina W. hat gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! 

Hier könnt ihr ein Set mit Todesstern und Sternzerstörer gewinnen. Herzlichen Dank an Revell / Bandai für das zur Verfügung stellen!

In den Kommentaren gilt es mir folgende (neue) Frage zu beantworten:

Wer ist der Pilot des „Rasenden Falken“ bei der Zerstörung des Todessterns Nr. 2?

a) Han Solo
b) Nien Numb
c) Lando Calrissian

Details und rechtliche Hinweise zum Gewinnspiel:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs.

Die Teilnehmer müssen im Kommentar zu diesem Blogeintrag beantworten, wer der Pilot des „Rasenden Falken“ bei der Zerstörung des zweiten Todessterns gewesen ist. Genaue Fragestellung siehe oben.

(c) Revell/Bandai: Todesstern mit Sternenzerstörer

Tragt diesen in den Kommentar ein (keine Sorge, niemand außer mir sieht das). Bitte auch nicht mindestens eure E-Mail-Adresse vergessen, möglichst schreibt einfach eure komplette Adresse in den Kommentar. Diese Kommentareintragungen werden NICHT veröffentlicht und dienen nur dem Verlosungsprozess!

Das Auslosen funktioniert so: Die Einträge werden nummeriert, danach wird ein Zufallsgenerator aus dem Internet verwendet, der eine Zahl zwischen 1 und der Anzahl der Teilnehmer nennt. Danach richtet sich der Gewinner.

Einsendeschluß ist der 15.02.2021. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Der Gewinner / die Gewinnerin wird nach dem Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von mir per Hermes-Paket verschickt.

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Filme und Merchandise, Gewinnspiele, Rezension, SciFi | Schreib einen Kommentar

Querdenken? Ein paar Gedanken zum Dezember 2020, während der 2. Corona-Welle

Der nachfolgende Text beinhaltet nur meine persönliche Ansicht. Ich kann mich irren, aber so sehe ich es derzeit…

Querdenken oder querfeldein-manipulieren?

Ich wuchs damit auf, dass „Querdenken“ eine Tugend ist. Damit gemeint war: Nicht alles so hinnehmen, wie es ist. Hinterfragen. Analysieren. Ohne Vorurteil ein Urteil bilden. Immer wieder neu.

Mein Vater hatte den zweiten Weltkrieg in Deutschland als Jugendlicher miterlebt. Und machte sich Gedanken. Hinterfragte in einer Zeit, in der Demonstrationen wie heute undenkbar waren, in der wirklich Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder verrieten. Eine perverse Zeit, die wir so nicht wieder brauchen.

Die „Querdenker“ von heute hinterfragen keinesfalls ohne Vorurteil, denn sie wissen schon, was sie glauben wollen, ehe sie hinterfragen. Sie suchen nicht nach „der“ Wahrheit, sondern nach IHRER Wahrheit. Damit tun sie das, was sie ihren „Gegnern“ vorwerfen – nur anders. Wie heißt es doch: „Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.“ (Winston Churchill).

Diese Aussage beinhaltet vieles von dem, was heute in den „sozialen Medien“ schief läuft: a) Jede Seite hat IHRE Statistiken und b) das Zitat ist gar nicht eindeutig von W. Churchill, aber sie haben es auch erstmal hingenommen, nicht wahr? Auf diese Weise wird im Netz manipuliert ohne Ende. Eben nicht quergedacht, sonder querfeldein-manipuliert. Und die manipulierten fühlen sich dann mit ihrem schier unglaublichen Erkenntnissen wie „das auserwählte Volk“, die „Einäugigen unter den Blinden“.

Die Wissenschaft, selbst die objektive Wissenschaft, hatte aber für Fakten bisher kaum genug Zeit. Darum blühen die relativ unhaltbaren „Ideen“ in solchen Massen. Der Mensch will Fakten. Wer Angst hat, will per Verstand Herr der Lage werden. Ganz menschlich. Geht aber nicht – so schnell!

Kinder sind wirtschaftlich (erstmal) entbehrlich…

Als im Frühjahr der Lockdown kam, war ich persönlich überrascht. Wissen Sie auch, warum? Weil ich der Meinung war, in unserer (wenig) sozialen Marktwirtschaft ginge es gar nicht mehr um den Menschen, sondern nur noch um Geld, Kohle, Wirtschaft eben.

„Frau Merkel hat mich da überrascht und mir persönlich ein gutes Gefühl gegeben: Diese Frau, die nicht zu der von mir bevorzugten Partei gehört, hat mehr als die Lobby, also die wirtschaftlichen Interessensgruppen, im Auge. Sie hat auch MICH im Auge, will auch MICH schützen, wenn es – wie in diesem Fall – zu einer Pandemie kommt.“ Dachte ich damals.

Doch so gut, wie die Politik – allen Unkenrufen zum Trotz – reagiert hat, so dumm handelt sie, wie ich das beurteile, heute. Denn inzwischen dauert die Pandemie schon so lange, dass die wirtschaftlichen Interessen tatsächlich langsam, aber sicher mehr Bedeutung bekommen als Du, Dein Nachbar oder ich. So jedenfalls stellt es sich mir dar. Wie sonst soll man diese Mischung aus Härte und Lockerheit in Deutschlands Corona-Management deuten? Da rangeln doch offenbar Interessen. Das Ziel: „So viele gesund über die Pandemie helfen wie möglich“ scheint nicht mehr deutlich zu sein.

Die Politiker haben nicht vor uns zu versklaven, uns Chipimplantate einzuimpfen oder dergleichen. Mag sein, ja, dass die Pharmaindustrie last but not least mit am Corona-Virus gebastelt hat. Eine gewagte Überlegung, aber wer weiß? Doch statt sich mit solch abstrusen oder doch wenigstens unbeweißbaren Hirngespinsten aufzuhalten, sollten wir aufpassen, ob unsere Politiker weiterhin uns, das Volk, schützen und wann es zum Kippen hin zum Mehrinteresse an der Lobby kommt: DA sollte dann demonstriert werden!

Wenn mein Sohn sich in einen überfüllten Bus zur Schule quetschen muss, um dann im kalten Klassenzimmer bei geöffneten Fenstern mit Abstand und Maske zu sitzen ist klar, dass Kinder auch heute noch, wenigstens erstmal, relativ entbehrbar sind, wenn es um die Wirtschaft geht. Traurig.

(Aber im Abstand essen gehen ist verboten… aber ich will nicht zu weit ausholen… es passt einfach vorne und hinten nicht…).

In diesem Jahr wurde immer wieder gewarnt, dieser Virus sei auch für junge Menschen, auch für Kinder gefährlich. Haben die ach so klugen „Querdenker“ gar nicht gemerkt, dass diese Äußerung nun verändert wurde in: „Ach, so schlimm kann das bei Kindern gar nicht sein“? Warum ist das wohl so? Ist doch klar: Kinder sind wirtschaftlich eher unwichtig. Die Eltern sind wichtig, müssen wieder zur Arbeit gehen können und dazu ist es nötig, die Kids abgeben zu können.

Unsere familienfeindliche Politik, die Eltern und Kinder in den entscheidenden Jahren der Erziehung in vielen Familien voneinander trennt, weil eben häufig BEIDE arbeiten gehen MÜSSEN, um finanziell über die Runden zu kommen, macht es anders gar nicht möglich. Eigentlich müssten die Kinder jetzt daheim bleiben. Totaler Lockdown für ein paar Wochen. Wenn unsere Politiker dem Robert Koch Institut glauben und die Fakten stimmen, dann wäre das die einzig glaubwürdige Politik.

Aber: Unsere Politiker wollen nunmehr immer weniger uns schützen, sondern zunehmend die Wirtschaft und das nicht zum Wohl des Einzelnen, sondern zum Wohl der Lobby! Ich wäre froh, wenn ich in den kommenden Zeiten vom Gegenteil überzeugt werden könnte und beobachte…

…und komme zu einer interessanten Idee: Könnten einige der „Querdenker“ Teil der Lobby sein und dafür sorgen, dass solche – für die Lobby recht angenehmen – Lockerungen von Teilen der Bevölkerung unterstützt werden? Frei nach dem Motto: „Der Virus ist eh nur ausgedacht“? Wäre ja mal raffiniert. Mein Gott, so leicht ist es zu theoretisieren! Mea culpa!

Unter Druck

Ich weiß nicht alles und glaube nicht alles, aber wenn mir etwas klar ist, dann dies: Unter Druck wird man sich seiner eigenen Schwächen bewusst. Ob man will oder nicht.

Corona, egal woher das Zeug kommt, setzt unser Land unter Druck und egal, wie gut unsere Demokratie auch sein mag: Wenn es Schwächen gibt, werden diese unwiderbringlich offenbar werden, wenn die Pandemie weiter anhält.

Ich glaube an unsere Demokratie. Trotz der vielen Dummköpfe, die sie ausnutzen und sich nicht einfach, wie die Nachkriegs-Generation, ihrer Existenz erfreuen. Ich weiß, die Politiker, die gerade im Amt sind, können es besser als sie es im Moment tun. Die Lobby ist das eigentliche Problem, dass sie daran hindert ihr volles, gutes Potential zu entfalten.

Meine These: Die Krise kann die Demokratie stärken und die Lobby schwächen oder der Demokratie schaden und die Lobby stärken.

Selbst Querdenker (ohne „Gänsefüßchen“) ende ich diese Gedanken mit einer zeitlosen Weisheit: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ (Sokrates)

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Kolumne | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Der „Back to the Future“ – Adventskalender von Playmobil MIT GEWINNSPIEL!

Zurück in die Zukunft – der Adventskalender!

Wisst ihr noch, wie ihr als Kind die Zeit nicht abwarten konntet, bis es endlich Weihnachten war? Ich erinnere mich daran und auch daran, wie ich damals schon mal einen Adventskalender vor seiner Zeit gekillt habe 😉

Wer die Zeit nicht abwarten kann, am liebsten gar eine Zeitreise unternehmen würde, dem kann ich nur den Playmobil „Back to the Future“ Adventskalender empfehlen. So ziemlich der coolste Adventskalender, seit Playmobil welche herausbringt, denke ich.

Aber schauen wir uns das gute Stück genauer an. Okay, es kostet mehr als der Schokoladenkalender meiner Kindheit. Aber wen wundert´s? Kommt es doch mit so viel hochwertigem Playmo, wie ich seinerzeit unter dem Weihnachtsbaum vorfand. Für etwa 34 EURO bekommt ihr die Front des Rathauses von Hill Valley.

Echte „Zurück in die Zukunft“ Fans haben sich bestimmt schon den Delorean – hüstel – ich meine natürlich die ZEITMASCHINE von Marty McFly und seinem Freund und Mentor Doc Emmet Brown besorgt. Wenn nicht, passt dieser (etwa 48 EURO https://www.playmobil.de/back-to-the-future-delorean/70317.html) zum Adventskalender perfekt dazu, denn sogar die brennenden Bremsspuren sind mit dabei, die der umgebaute Delorean hinterlässt.

Aber was ist noch alles dabei? Eine MENGE. Die Zeitreise zwischen 1955 und 1985 kann stattfinden. Ganze sieben Figuren (1985er Marty mit Jennifer Parker sowie Marty im Schutzanzug mit Dr. Emmett Brown im Schutzanzug, Emmet Brown 1955, wie er sich am Seil von der Rathausuhr herablässt und auch Marty 1955 mit einem Scateboard und einem passenden Biff Tannen, der grimmig schaut und ihm einen „Hallo McFly, ist jemand zuhause?“ geben will.

Details wie hübsche Straßenlaternen, Rucksäcke, Taschen, Zeitungen, eine Parkbank und dergleichen runden das Diorama ab, welches entsteht, wenn der Adventskalender leer und die Zeitreise vom 01. Dezember zum 24. Dezember vollendet sein wird. Sagte ich „Diorama“? Ach ja, es soll ja auch Kinder geben, die wild hinter dem Spielzeug her sind: Spielen kann man mit dem Set garantiert auch sehr gut (egal wie alt man ist) 😉

Ich will nicht wissen, welche exorbitanten preislichen Höhen dieser Kalender bekommen wird, wenn wir weiter in die Zukunft reisen. Es gibt leider keinen „Sport – Almanach“ aus der Zukunft für Spielzeug 😉

Gewinne den Adventskalender!

Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Nicole S.! Herzlichen Glückwunsch an Nicole!

Back to the Future Adventskalender (c) Playmobil

Wer von euch diesem absolut nerdigen, coolen Adventskalender nicht kaufen, sondern GEWINNEN will, der kann das hier tun! Also theoretisch, wenn er oder sie Glück hat 😉

Ihr müsst mir nur eine Frage beantworten, die für Fans kein Problem sein sollte:

Die Darstellerin der Frau, die in „Zurück in die Zukunft III“ Doc Browns große Liebe wird, spielte schon zuvor einmal in einem Zeitreise – Film mit.

Die Frage ist: Wie lautet dieser Film (deutscher Titel)?

Der Gewinn wird in der ersten Dezemberwoche verschickt, ja, etwas spät, aber nicht wirklich zu spät. Und was bedeutet schon Zeit? (Okay, lasst mir den schlechten Witz durchgehen…). Ich verspreche, ich gebe mir Mühe, dass ihr ihn schnell erhalten werdet, wer immer „ihr“ auch sein wird.

Alles weitere erfahrt ihr hier:

Rechtliche Hinweise zum Gewinnspiel:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs.

Die Teilnehmer müssen im Kommentar zu diesem Blogeintrag beschreiben, wie der „Zeitreise – Film“ heißt, in dem die Darstellerin der großen Liebe von Doc Brown, noch mitgespielt hat. Der Titel des Films ist gefragt. Tragt diesen in den Kommentar ein (keine Sorge, niemand außer mir sieht das). Bitte auch nicht mindestens eure E-Mail-Adresse vergessen, möglichst schreibt einfach eure komplette Adresse in den Kommentar. Diese Kommentareintragungen werden NICHT veröffentlicht und dienen nur dem Verlosungsprozess!

Einsendeschluß ist der 27. 11. 2020. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Der Gewinner / die Gewinnerin wird nach dem Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von mir per Hermes-Paket verschickt.

VIEL GLÜCK!

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Allgemein, Gewinnspiele, Playmobil, Rezension | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Sherlock Holmes und das Halsband des Todes (PIDAX)

Das mit einem Fluch belegte Halsband von Kleopatra ist verschwunden. Scotland Yard ist auf die Hilfe von Meisterdetektiv Sherlock Holmes angewiesen. Der lässt sich von seinem Intimfeind Professor Moriarty nicht täuschen und bringt das Halsband wieder zurück …

„Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“ (1962/scharz – weiß) entstand zur Hochzeit der deutschen Edgar Wallace Verfilmungen. Das man bemüht war auf den Zug mit einem „deutschen Holmes“ aufzuspringen (auch, wenn der Hauptdarsteller Brite war), scheint offensichtlich.

Die Musik von Martin Slavin hat an dem „Wallace Flair“ des Streifens einen großen Anteil, aber natürlich auch die deutschen Darsteller. So spielt Hans Söhnker den Professor Moriarty, Hans Nielsen gab den Inspektor Cooper (und spielte tatsächlich in zwei weiteren Edgar Wallace Filmen im Jahre 1962 und 1963 mit). Aber auch Senta Berger (Ellen Blackburn) und Ivan Desny (Paul King) sind mit von der Partie.

Sherlock Holmes in seinem Element (c) Pidax

Für Sherlock Holmes und Dr. Watson suchte man sich Christopher Lee und Thorley Walters aus. Berühmtheit erlangte der spätere Saruman (Herr der Ringe) und Count Dooku (Star Wars) – Darsteller, Christopher Lee, als Graf Dracula und zwar unter Regie von Terence Fisher, der auch für „Das Halsband des Todes“ Regie führte. Drehbuchautor war Curt Siodmak.

Die bei Pidax veröffentlichte DVD dieses Films kommt „remastered“ in kontraststarkem, klaren schwarz – weiß. Schade eigentlich, dass der Film nicht in Farbe gedreht wurde.

Der Film leidet in erster Linie daran, dass man ihn brachial zu einem „Wallace“ machen wollte. Aus heutiger Sicht ist das aber sogar ganz amüsant, nämlich zu sehen, wie man seinerzeit diesen Film anlegte. Weiß man darum, wird man gut unterhalten.

Weiß man nicht darum, könnte einen die betont flotte Musik stören. Zudem wird man sich eventuell fragen, weshalb dieser Watson so übertrieben tolpatischig ist. Man nahm dies Nigel Bruce, dem Watson von Rathbone´s Holmes, viel eher ab. Bei Nigel Bruce wirkte die „Stoffeligkeit“ irgendwie liebenswert natürlich. Dieser Watson jedoch wirkt wie ein Slapstick – Schauspieler. In den Wallace Filmen gab es aber ja ebenfalls immer eine Prise Humor…

Nicht zu vergessen: Es gibt einige Anachronismen im „Halsband des Todes“. Offenbar noch vor den Jack the Ripper Morden (1888) spielend, ist es seltsam, was für Automarken es schon gab…

Holmes und Watson lauschen am Kamin (c) Pidax

Christopher Lee indes ist ein so guter Holmes, dass es eigentlich schade ist, dass er lediglich viele Jahre später den alten Holmes spielte. Er alleine schon „rettet“ den Film vor dem Untergang, wobei auch alle anderen Schauspieler durchweg mindestens „gut“ sind.

Und so sah ich mir diesen Film schließlich doch sehr gerne an. Ich erinnere mich daran, wie ich ihn erstmals im Jahre 1987 sah. Damals – „100 Jahre Sherlock Holmes“ – gab es im Fernsehen eine Serie von Filmen um den großen Detektiv. Ich freue mich, dass es den Film nun bei Pidax, etwas aufgefrischt und mit einem interessanten Beiblatt zum Film, für rund 12 EUR zu kaufen gibt.

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Sherlock-Holmes-und-das-Halsband-des-Todes::1949.html

Die beiden anderen, späteren Filme mit Lee als Sherlock Holmes, sind übrigens ebenfalls bei Pidax erschienen. Hier könnt ihr beide Filme für 14,90 EUR erhalten:

https://www.pidax-film.de/SONSTIGES/Sherlock-Holmes-Die-goldenen-Jahre-Gesamtedition::1025.html

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Email this to someone
email
Share on Xing
Xing
Veröffentlicht unter Filme und Merchandise, Rezension, Sherlock Holmes | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Schreib einen Kommentar