Star Trek Discovery – Mini-Interviews

Trekmovie.com hat dieses Video von „Entertainment Weekly“ ins Netz gestellt. Interessant, die Aussage, dass in dieser Serie „To boldly go…“ nicht nur eine Phrase wäre. Und außerdem, dass die Serie unsere komplizierten, schwierigen und herausfordernde Zeit, in der wir leben, durch das Prisma der Science Fiction reflektieren würde. Ich bin gespannt.

Für mich selbst bin ich besonders gespannt, ob mir diese fremden, „gesichtslosen“ Charaktere, irgendwann mal so viel mehr sagen und ans Herz wachsen werden…

Hier das Video von Trekmovie.com. Die Seite ist für Trekker und Trekkies gleichermaßen wichtig und kann nur empfohlen werden!

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Star Trek – Die „Bibel“

Glaubt ihr an Schicksal? Ich schon. Teilweise. Irgendwie jedenfalls hat mir das Schicksal ein Exemplar der „Bibel“ zu TNG von Gene Roddenberry in die Hände gespielt (und wieder genommen, was okay ist).

Alles, was darin geschrieben steht war relevant für die Serie. Spannend finde ich, dass Data ursprünglich von „unbekannten Aliens“ erschaffen worden sein sollte. Roddenberry fand es wichtig, dass die neuen Schiffe keine reinen Kampfschiffe mehr sind. Es sind Raumschiffe, die ins Unbekannte vorstoßen. Das kann Jahre dauern und da ist es nur logisch, dass Familien dabei sind. Kaum war Rick Berman am Steuer, gab es wieder primär Kampfschiffe und eine Kampfstation… Oder, wie eine Bekannte von mir es einfach ausdrückte: „Das Star Trek von Berman war nicht das Star Trek von Roddenberry!“

Melodrama hat Roddenberry verboten. Drama und Action war okay. Er hat viel Wert darauf gelegt, dass alles, was passiert auch heutzutage glaubhaft wäre. Die Autoren der Geschichten sollten sich immer überlegen, ob sie die Geschichte glauben würden oder die Handlungen der Personen glauben würden, wenn sie HEUTE davon erfahren würden. Die Menschen wären weiter entwickelt, aber wären immer noch Menschen, hätten also Schwächen.

Romulanische und klingonische Kriege hat Roddenberry ebenfalls für TNG auf den Index gesetzt. Das, meinte er, habe es reichtlich in TOS gegeben. Es gäbe da draußen genug neue Spezies.

Hinter allem, was in Roddenberrys „Bibel“ steckt, scheint die optimistische Utopie, der Glaube an den Humanismus.

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Zeit

Zeit

Ich bedaure
verschwiegene Worte,
unbedachte Phrasen,
zurückgehaltene Berührungen,
nie umgesetzte Taten,
missachtete Grenzen,
vermeidbares Leid, kurz:
vergeudete Zeit.

Ich befürchte
mit zunehmenden Jahren
werde ich stets das selbe nur erfahren:

Zurückblickend allein werde ich verstehen,
vorwärts strebend Fehler machen,
versuchen, den rechten Ton und Augenblick zu fassen,
um Falsches zu tun und
Rechtes sein zu lassen.

Besser wäre es wohl still zu stehen
statt mir bei meinen Fehlern zuzusehen!

Erlösung liegt allein im Augenblick,
wo ich dir begegne,
wo wir strahlen und fühlen und sind.

Im Augenblick,
wo die Welt keine Erinnerung,
die schuldig am Gewissen frisst,
noch ungewiss dräuende Zukunft ist.

Wo ich meinem Herzen erlauben kann zu sprechen,
unbedachte Phrasen zu verschweigen,
mich in Berührung kann zu Dir neigen,
Grenzen achtend,
Leid vermeidend.

Ich werde auch künftig Fehler machen,
aber seltener,
das hat mich die Zeit gelehrt:
Leben kann nur,
wer den lebendigen Augenblick verehrt!

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Glücklich sein

Manchmal denke ich, 
dass es wichtig ist, 
Beruf, 
Ansehen, 
Geld, 
Frau 
und Auto 
zu haben,
weil ich dann und
nur dann
– und das sagen auch die Leute! – 
glücklich sein kann.

Manchmal bin ich einfach nur –
Glücklich.
Trotzdem.

Und doch, wenn die Leute Recht haben
– und wer wollte ihnen widersprechen? –
mit ihren Gedanken über das Glück,
dürfte ich es nicht sein, denke ich.

Und verschenke so manchmal mein Glück.

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Sherlock Holmes – Das Musgrave Ritual

Hier habe ich mal den Anfang der Kurzgeschichte „Das Musgrave Ritual“ von Sir Arthur Conan Doyle eingesprochen. Glücklicherweise sind die Texte mittlerweile „public domain“… Sollte jemand meinen, das ist nicht so, bitte melden 😉

Wer „nur“ die Serie „Sherlock“ kennt, wird sich wundern, wie ähnlich der „wahre Holmes“ unserem Cumberbatch – Holmes ist… Ich habe es nur angelesen. Wollt ihr mehr? Bitte schreiben 😉

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Regen in Hildesheim

Ich persönlich mag Regen. Den beruhigenden Klang von Regen kann man sonst nur auf Meditations-CDs finden. Nicht ohne Grund. Auch ist es wunderbar bei Regen zuhause im Trockenen zu sitzen, einen Tee zu trinken und sich ein Hörbuch anzuhören. Zum Beispiel.

Aber das Wetter wird immer extremer. Das hängt mit dem Klimawandel zusammen. Ja, viele negieren es immer noch, aber das kümmert die Natur nicht wirklich. Dieser Klimawandel ist anders. Es ist kein natürlicher Klimawandel. Es gab immer schon natürliche Prozesse, in die der Mensch eingegriffen hat und die deshalb anders ausfielen. Wo hat der Mensch noch eingegriffen? Es gibt dutzende von Antworten. Mir fällt spontan das Schweinefleisch ein. Die Schweine werden nicht nur unter menschenunwürdigen Bedingungen gehalten, sondern auch mit Antibiotika gefüttert. Man sorgt dafür, dass sie schnell sehr fett werden, damit „viel dran ist“. Das Ergebnis ist billiges Fleisch, ohne besonderen Nährwert, aber mit mehr Nebenwirkungen als man denkt.

Der Mensch ist sicherlich nicht das weiseste Wesen auf dieser Welt, aber trotzdem – in all seiner Borniertheit – ziemlich intelligent. Das rücksichtslose ausbeuten der Rohstoffe hat aber seinen Preis. Die Natur wird uns Menschen – wenn es dumm läuft – einfach weggespühlen. Oder austrocknen. Je nachdem, wo man lebt. Die Erde wehrt sich. Sie wird überleben, der Mensch eher nicht. Schon Einstein sagte: „Wäre der Mensch eine Maus, hätte er die Mausefalle erfunden!“

Aber wie hängt unser Regen (seit über 2 Tagen Dauerregen, hiesige Flüsse erreichen Rekordhöhen, Gebiete müssen vss. evakuiert werden) mit dem Klimawandel zusammen?

Das wird hier ziemlich deutlich erklärt: http://www.br.de/themen/wissen/wetter-extremwetter-klimawandel-100.html

Ich werde mit Sicherheit noch öfter auf das Thema eingehen. Es gehört für mich zu den brisantesten aktuellen Themen, auch weil es dauernd verschwiegen wird, obwohl wir hier in einer beginnenden Dystopie leben, aber niemand will es wahr haben. Verfilmt würden die Zuschauer kopfschüttelnd und Fingernägel knabbernd vor dem TV sitzen. Aber in der Realität kümmert es…. kaum ein Schwein!

Wenn es doch wen interessieren sollte, dem kann ich dann Herrn Lesch empfehlen:

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All what we see or seem…

… is but a dream within a dream.

Das sagte schon Edgar Alan Poe.

Diese Seite hier sprengt etwas den Anspruch einer „Geek“-Seite. Hier findet ihr meine Gedanken, Gedichte und Geschichten, damit sie nicht in meiner Schublade versauern.

Nur für alle, die sich auch für derlei Dinge interessieren…

Matthias

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Frequencies (australischer Film, 2013)

Was immer im Mainstream in den Kinos kommt: Wir werden ausführlich mit Berichten, Gerüchten und Trailern informiert. Aber dann gibt es noch jene Filme, die eine Botschaft haben, etwas anspruchsvoll(er) sind und – meist unbekannt bleiben. Egal, ob sie dieses Schicksal verdient haben.

Ich stolperte gestern Abend in Maxdome über den Film „Frequencies“. Ich dachte mir: Ich schau mal rein, mal sehen wie lange ich dabei bleibe. Ich sah ihn bis zum Ende an.

Die Geschichte ist lyrisch und passt beinahe nicht in diesen Blog, aber eben nur beinahe. Denn die Welt, die wir dort sehen ist irgendwie futuristisch. Vielleicht ist es auch eher eine parallele Welt. Eine Welt, in der man im Allgemeinen weiß, dass es Menschen mit hohen und tiefen Frequencen gibt. Die ersteren sind die Glückskinder, die klugen, wenngleich emotional ggf. unglücklichen, Kinder, während jene mit tiefen Frequencen zu den Pechvögeln der Gesellschaft gehören, die – so erwartet man es – nichts zu erreichen in der Lage sind.

Nun trifft ein tief frequentes Kind, Zak, u.a. von Daniel Fraser gespiel, auf ein hoch frequentes Kind, Marie, u.a. von Eleanor Wyld gespielt. Einmal im Jahr dürfen sie eine Minute zusammen kommen, denn immer wenn ein dermaßen hoch frequentes Kind auf ein dermaßen tief frequentes Kind trifft, geschieht ein Unglück – ja, natürlich dem tief frequenten….

Die beiden mögen sich, aber ist Liebe im Spiel? Schwer zu sagen, denn Marie kann nichts fühlen. Sie ist zwar super – intelligent, aber vermag es nicht ehrliche Gefühle zu empfinden, sie spielt nur Gefühle. Ihr Lächeln ist echt gruselig.

Eines Tages treffen sie sich weit länger als 1 Minute. Zak scheint die Lösung gefunden zu haben. Er weiß endlich, wie sie länger als 1 Minute beisammen bleiben können.

Das ist jedoch erst der Anfang dieser packenden, lyrischen und gleichnishaften Geschichte, die mehr erzählt als offenbar ist. Sie handelt vom Zuschauer des Films, von der Welt in der wir leben. Sie erzählt von der von uns zivilisierten Menschen frei gewählten Unfreiheit, von maroden Schulsystemen und letztlich auch von der LIebe zu uns selbst.

Mehr zu verraten wäre falsch. Ein ungewöhnlicher Film. Sicher nichts für alle Geeks da draußen, aber doch für einige, da bin ich ziemlich sicher.

Der Trailer bringt nur die grobe Handlung rüber, aber genügt für einen ersten Eindruck…

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Trailer, Trailer, Trailer…

Heute möchte ich euch noch drei Trailer empfehlen, die ihr teils schon kennen mögt, teils noch nicht. Sie behandeln drei große Ereignisse in TV und Kino, die uns 2017 erwarten.

Als Erstes wäre da Justice League. Hier gibt es aktuell einen super Trailer, der viel hoffen lässt…

Als Zweites möchte ich euch den aktuellen Netflix-Trailer von „Star Trek – Discovery“ nicht vorenthalten:

https://www.youtube.com/watch?v=PjPVdbsG4bY

Und last but not least natürlich der letzte Trailer, den wir von „The last Jedi“ zu sehen bekamen:

Viel Spaß beim Anschauen!

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Ein paar flüchtige Gedanken zu Star Wars Episode I – III

Die Prequels lassen mich nicht los….

Klar bin ich nicht nur Star Trek – Fan, sondern auch Star Wars Fan. Und um das gleich mal klar zu stellen: Ich LIEBE „Episode VII“ und finde „Rogue One“….. schwierig. Aber dazu ein anderes Mal.

Als Kind – geboren 1969 – geriet ich genau rechtzeitig in den Sog der ersten und damals einzigen Trilogie um den „Krieg der Sterne“. Mein erster Film war „Das Imperium schlägt zurück“ in einer (insgesamt) 40minütigen Fassung auf Super 8. Später erst lernte ich den ersten Teil im Kino kennen (damals wurden Filme noch im Kino wiederholt) und erst „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ sah ich dann „live“ bei seiner Premiere.

Danach munkelte man etwas von einem Prequel, in dem es um Anakin und Obi-Wan gehen solle. Dieses „Munkeln“ begann sogar schon recht bald und nicht erst als George Lucas sich sicher war, doch noch mal eine Schippe drauf zu legen! Schon in den 80iger Jahren war davon zu lesen, dass ursprünglich 9 Teile geplant waren, eben drei Trilogien.

Die erste Trilogie also erzählte so manches aus jener Zeit der späteren Prequels. In „A new hope“ wurde von den Klon-Kriegen berichtet. Obi-Wan erzählt von „zivilisierteren“ Tagen der „alten Republik“ und nennt Anakin „einen Freund und hervorragenden Piloten“. Leia erinnert sich in „Rückkehr der Jedi-Ritter“ dunkel an ihre Mutter, während sich Luke nicht an sie erinnern kann. Kurz und gut, schon in der ersten Star Wars Trilogie gab es die losen Enden der Geschichte, die GL in den Prequels erzählen wollte.

Was ich vermisst habe oder schlicht falsch war….

Mein Problem – und ich bin echt kein Erbsenzähler! – mit den Prequels ist…. NICHT, dass man Anakin zunächst als Kind sieht, NICHT, dass es in Episode II auch eine Liebesgeschichte gibt, ABER, dass die Prequels nicht zu den mageren Infos passen wollen, die man in der ersten Trilogie von jener Zeit berichtet und das vieles unschlüssig daher kommt.

Hier ein paar Beispiele.

1. Obi-Wan nannte Anakin in ANH einen Freund. Ist er das in „Revenge of the Sith“? War er das zuvor? Ich denke, viele stellten sich diesen kampferfahrenen Pilotenfreund von Obi-Wan anders vor, stellten sich eine richtig schöne „Bromance“ vor, aber das sei nur am Rande erwähnt. Jetzt kommen die richtig schweren Dinger….

2. Leia erinnert sich an ihre Mutter, Luke nicht. Warum das? Fans auf aller Welt suchten und fanden an den Haaren herbei gezogene Theorien. Meine persönliche Meinung: George Lucas kannte sein eigenes Werk nicht als er den Tod von Padme im Drehbuch beschrieb!

3. Obi-Wan legte seinen Namen „noch vor Lukes Geburt“ ab. Okay, klar. Eh, und wann soll das gewesen sein? Und warum? Und wenn dies zu seinem Schutz geschah, wäre es da nicht besser gewesen, sich WIRKLICH anders zu nennen statt nur aus einem „Obi-Wan“ einen „Ben“ zu machen?

4.  Die Midichlorianer. Eine unnötige, in den Originalen nie erwähnte Art, die Macht zu erklären.

5. Der schnelle Wechsel zur dunklen Seite der Macht. Anakin rastete ja schon in Episode II maßlos aus. Im Prinzip war er da schon auf der dunklen Seite. Nicht jedoch, weil ihn der Imperator in Spe dazu verleitet hätte, sondern weil zufällig die Sandleute daher kamen und seine Mutter folterten. Wäre es nicht sinnvoll gewesen zu zeigen, wie Anakin von Palpatine langsam in den (Größen)wahn getrieben wird? Dann hätte sich Anakin auch nicht in Episode III so schnell entscheiden müssen: Eben noch will er dort die Republik schützen, im nächsten Moment nennt er Palpatine den „Meister“ und kniet vor ihm nieder und tötet die jungen Padawane!? Was? Ehrlich, ja, das  hätte ich nicht mal Anakin zugetraut. Und vor Allem habe ich es ihm nicht abgekauft. Anakin Skywalker wird in den Episoden II und III wie ein Psychopath dargestellt. Da ist keine Reife, keine Weisheit, keine „Macht“. Die Verführung zum Bösen ist gar nicht nötig, weil er schon selbst dermaßen durchgeknallt ist, dass ein Funken genügt um ihn zum Bösen zu verleiten! Enttäuschend!

6. Die asketischen, „dummen“ Jedi-Meister. Als ich in Episode I den Rat der Jedi sah, war ich begeistert. Im weiteren Verlauf der Filme jedoch zeigt sich, dass diese Jedi kaum was drauf haben. Sie können zwar besser mit ihren Lichtschwertern rumfuchteln als man es je zuvor gesehen hat, sogar Yoda wird da zum kampferprobten Springball, aber was Weitsicht angeht, was die wirklich beeindruckende Macht angeht, wie sie in „Das Imperium schlägt zurück“ gezeigt wurde, haben diese Jedi nicht wirklich viel Ahnung. Palpatine ist einfach zu stark. Echt jetzt?

Und dann das Verbot jemanden zu lieben… Oh mein Gott! Warum zum Imperator soll es denn bitte Jedis verboten sein zu lieben oder zu heiraten? Ach so, ja, um den Plot komplizierter zu machen! Anakin soll merken, dass er sich in seiner Liebe zu Padme niemandem anvertrauen darf. Nicht mal seinem „besten Freund“ Obi-Wan. Klar. Und das er umgeben ist von blinden Jedi-Meistern, die eh nichts spüren können, hilft dabei natürlich, seine Liebe geheim zu halten… Ächz!

7. Obi-Wan lässt Anakin brennen als dieser seinen fatalen Angriff ausgeführt hat. Angeblich, weil Jedi keine unbewaffneten Gegner angreifen, aber wäre es nicht viel stilvoller gewesen, wenn Anakin schlicht aus Obi-Wans „Zugriffsbereich“ gestürzt wäre? Ggf. einen Abhang hinunter, wo Obi-Wan nicht hin konnte? Ich jedenfalls habe meine Probleme mit einem Jedi, der seinen angeblich „besten Freund“ (auch, wenn der ihn sehr enttäuscht hat) nicht nur brennen sieht, ohne ihm zu helfen, sondern ihm dabei auch noch eine Standpauke hält.

Und warum nicht einfach vergessen?

Viele von uns, die mit der ersten Trilogie aufgewachsen sind, haben sich haarklein vorgestellt, wie so ein Prequel auszusehen hätte. Das hat es George Lucas nicht leicht gemacht. Er konnte es den Fans nicht Recht machen. Klar. Aber was ich erwartet hätte, wäre a) dass die Prequels zu den Sequels inhaltlich wirklich passen und b) dass die Charaktere stimmig und glaubwürdig handeln. Sehr gerne hätte ich mit Anakin mitgefiebert, aber all zu oft bemerkte ich während der Filme, dass Anakin hier einem schlechten Drehbuch-Entwurf entstammte und leider kein durchweg glaubwürdiger, vielleicht sogar erst noch sympathischer Typ war, dessen Verführung mich – den Kinobesucher – mitleiden lässt.

Wären da nicht so viele schöne, atemberaubende Momente in den Prequels, würde ich sie schlicht vergessen, aber sie sind ja nicht nur schlecht.  Die Kostüme, Sets, die Filmmusik, die schauspielerische Leistung einiger Beteiligter, die Lichtschwert-Kämpfe, Grundzüge der Handlung und die Tatsache, dass dies überhaupt Filme sind, die zum Star Wars Universum gehören, machen es schwer, sie einfach zu vergessen.

Ich wünschte mir nur, George Lucas hätte sich vor seiner Arbeit an den Drehbüchern die alte Trilogie angeshen, sich alle Notizen über Szenen gemacht, die von der Zeit der Prequels berichten und hätte sich erst DANN an den Schreibtisch gesetzt um loszuschreiben.

Lichtblick

Ausgerechnet „Rogue One“, der Film, mit dem ich meine Probleme hatte, ist für mich ein Lichtblick, weil er – mehr als es die Prequels je vermochten – die Zeit der „alten Republik“ mit der Zeit der „neuen Hoffnung“ verknüpft. „Rogue One“ zeigt eine noch wirre Rebellen-Allianz, die im wahrsten Sinne recht kopflos agiert. Erst als später Prinzessin Leia dazu kommt, wird die Allianz geeint. Okay so stelle ich mir das jedenfalls vor.

Und was jetzt?

Jetzt schaue ich mir erstmal „Die Rache der Sith“ an. War trotz Allem (und ich werde wieder schimpfen, wenn Anakin so plötzlich unterwürfig wird oder Obi Wan seinem „Freund“ keinen Gnadenstoß gibt, während er Feuer fängt….) ein richtig guter Film…

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