Willkommen auf starbase-fantasy.de!

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Wozu dieser BLOG?

Dieser „Nerd-Blog“ stellte euch eine Menge Produkte aus folgenden Bereichen vor:

  • Sherlock Holmes
  • Western
  • Star Trek
  • Star Wars
  • Harry Potter
  • Merchandise
  • Playmobil
  • Superhelden
  • Hörspielen
  • uvm.

Darüber hinaus findet ihr auch diverse #Gewinnspiele: Panini, Hasbro, Revell… Diverse Firmen unterstützen diesen Blog, wofür ich mich herzlich bedanke!

Und was noch – außer Rezensionen?

Im Bereich Kolumnen (https://starbase-fantasy.de/category/sonstiges/) lasse ich mich manchmal darüber aus, was ich über dies und das so denke. Es ist meine persönliche Meinung zu diversen Begebenheiten des Tagesgeschehens.

Der Lyrik – Bereich wird von mir sträflich vernachlässigt. Entschuldigung dafür. Ich schreibe aktuell an einer längeren Geschichte, weiß aber selbst nicht, wohin mich mein schriftstellerischer Weg führen wird. Weiß ich mehr, wird das garantiert hier bekannt gegeben. Erste Eintragungen existieren dennoch:  https://starbase-fantasy.de/category/lyrik/

Auch, wenn ich in der Regel zu den diversen Themen rezensiere, finden sich auch hierzu diverse Einträge, in denen ich mich mit z.B. Raumfahrt, Star Wars oder Sherlock Holmes aus einem persönlichen Blickwinkel aus befasse. Beispiele hierfür:

Star Wars und Disney:

https://starbase-fantasy.de/star-wars-danke-disney-danke/

Jeremy Brett´s Sherlock Holmes

Jeremy Brett´s Sherlock Holmes – eine Erinnerung

Apollo XIII

Apollo 13 – Ein Drama mit „Happy End“

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Oder ihr schaut einfach ab und zu mal rein 😉

Viel Spaß beim Stöbern!

Matthias

Persönlicher Gruß für die Ohren:

 

 

 

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Sherlock Holmes – neue Fälle (48) und Inspector Lestrade (11) – Review

Nach eine relativ langen Durststrecke kamen endlich wieder neue Hörspiele rund um Sherlock Holmes und Inspector Lestrade aus dem Hause ROMANTRUHE auf den Markt. Hier eine persönliche Bewertung und Kurzvorstellung.

1. Sherlock Holmes – die neuen Fälle – Der Keim des Bösen

Nach dem „Ritual im Moor“ präsentiert das neueste Hörspiel aus der Reihe der „neuen Fälle von Sherlock Holmes“ einen Fall, in dem es um Shakespeare geht. Titel der Folge ist „Der Keim des Bösen“.

Dieses 71minütige Hörspiel, in dem, neben Christian Rode und Peter Groeger als Stammsprecher, auch kurz Erich Räucker (als Kutscher) und Wolfgang Draeger (als Warren Oates) uvm. zu hören sind, ist von Anfang bis Ende spannend. Die Geschichte ist typisch für Marc Freund, dem Autoren des Hörspiels.

Ein unheimliches Internat an der nordenglischen Ostküste. Der Schriftexperte Ned Hurling reist zusammen mit Holmes und Watson dorthin, um ein geheimnisvolles Manuskript zu untersuchen, das angeblich von niemand Geringerem als William Shakespeare verfasst wurde. Doch es hat den Anschein, als läge ein Schatten über dem alten Gemäuer. Gerüchten zufolge verschwinden Menschen spurlos aus dem Stratfort-Internat. Als dann sogar ein Mord geschieht, kommt ein dunkles Geheimnis ans Tageslicht.

Was mir an dem Hörspiel gut gefiel war zunächst einmal das Setting. Holmes und Watson in einem „alten Gemäuer“, in dem es scheinbar spukt. Shakespeare wird regelmäßig zitiert, wenngleich er manchmal vielleicht ein oder zwei Mal zu oft Erwähnung findet.

Spannend ist das Hörspiel von Anfang bis Ende, wobei ich allerdings im Nachhinein nicht so genau weiß, ob es mir gefiel, weil es entfernt an Poe erinnert. Das Drama der Geschichte ist vielleicht eine Spur zu dramatisch für einen typischen Holmes – Fall. Auch hier will ich nichts vorwegnehmen, erinnere jedoch an die Original – Geschichte „The adventure of the priory school“, in dem es ebenfalls dramatische Verwicklungen gab, die aber insgesamt doch eine Spur realer wirkten. Vielleicht wollte Marc Freund aber genau das erreichen: Ein Hörspiel zu schreiben, dass Shakespeare nicht nur zum Gegenstand hat, sondern auch ähnliches Drama zu bieten hat wie Shakespeares Stücke selbst?

Am Ende zählt für mich der Unterhaltungswert und der ist top. Ich werde mich wohl an Rode / Groeger als das „Dreamteam“ Holmes & Watson nie satthören und fürchte jetzt schon, dass der Tag kommen wird, an dem ich das letzte aufgenommene Hörspiel mit ihnen hören werde.

2. Inspektor Lestrade – Der leere Zug

Zugegebener Maßen passt dieser Lestrade nicht zu jenem, den wir aus den Holmes – Verfilmungen kennen. Dort wurde der Inspektor im Wesentlichen als „dumm, aber strebsam bemüht“ gezeichnet, auch in den Originalen von Sir Arthur Conan Doyle ist er eher der „Einäugige unter den Blinden“ als das er der Held einer eigenen Reihe wäre.

Ich habe das ja schon einmal in einer anderen Rezension erwähnt, dass sich dieser Lestrade von Holmes und Watson „freigeschwommen“ hat. Holmes, mit seinem Spezialwissen und seinem Super-Gehirn ist sicherlich jemand, in dessen Schatten ein noch so guter Inspector blass aussehen muss.

Die Konzentration dieser Hörspiel – Serie auf „Lestrade ohne Holmes und Watson“ erlaubt einen eigenen, freieren Umgang mit dem Charakter. Es ist dies eine klassische „Polizei – Reihe“, im „Holmes – Kosmos“ angesiedelt.

Lutz Harder als Lestrade, Michael Pink als Inspector Dash, Tino Kiessling spricht den Sergeant McKinstry und Bodo Wolf den Commissioner Hawksley, um nur ein paar mittlerweile bekannte und beliebte Stimmen zu nennen, die auch an dem neuen Hörspiel in ihren Rollen beteiligt sind.

Aber worum geht es eigentlich im neuen Hörspiel?

Dem berüchtigten Schwerverbrecher Terry Whitaker gelingt bei seiner Verlegung in ein Londoner Gefängnis die Flucht. Er hinterlässt eine Spur aus Zerstörung und Leichen. Chiefinspector Lestrade zögert deshalb keine Sekunde, sich an seine Fersen zu heften. Fernab aller Straßen begibt er sich mit seinen besten Männern auf eine Jagd, bei der sein Gegner alle Trümpfe in der Hand zu halten scheint. Aber so leicht lässt sich Lestrade nicht abschütteln…

Andreas Masuth hat diese Geschichte verfasst. Dabei hat er ein Hörspiel verfasst, welches das Team um Lestrade auf gute Weise in den Fokus rückt. Lestrade ist kein Alleingänger, er ist ein Teamplayer. Das unterscheidet ihn wesentlich von Holmes, für den Watson manchmal wie schmückendes Beiwerk scheint (wenn er auch so viel mehr ist, bei Lichte betrachtet, aber weiß das auch Holmes?).

Der Fall selbst beginnt vor Allem recht spektakulär. Ich liebe Krimis mit Zügen, in welcher Weise diese auch immer vorkommen. Der namensgebende Zug hat jedenfalls einen „tollen Auftritt“. Um den Schwerverbrecher Terry Whitaker zu finden ist echte Polizeiarbeit gefragt.

Fazit:

Relativ frei vom literarischen Ur-Holmes etabliert sich mit dieser Folge weiter das bekannte und beliebte Team um Lestrade. Der Fall ist spannend und nicht komplett vorhersehbar. Die Sprecher machen einen guten Job, wie immer. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Han Solo (Hoth), Luke Skywalker (Hoth) – Black Series Hasbro

Luke und Han (Hoth)

Seit einiger Zeit erscheinen in der Black Series von  Hasbro Neuauflagen bekannter Figuren rund um „Das Imperium schlägt zurück“.

Für mich sind die rund 15cm (6 inch) großen Figuren ein perfekter Kompromiss aus den Kenner – Actionfiguren meiner Kindheit und den kostspieligeren Vitrinen – Figuren. Die Black Series Figuren kosten rund 30 EUR (Normalpreis) und man sollte bei ihnen „zuschlagen“, wenn sie zum Startpreis angeboten werden. Einige davon erreichen nach Ende der Produktion ebenfalls recht hohe Preise.

Neben Han Solo (Hoth) steht nun auch Luke Skywalker (Hoth) in einer Vitrine. Es folgt eine kurze Beschreibung.

Hoth made by Hasbro

Jede der Figuren hat ein sehr schön modelliertes Gesicht. Die Kleidung der Figuren von Han Solo und Luke Skywalker sind bis ins Detail nachgebildet. Die gesteppte Winterkleidung etwa oder die Gürtel. Zieht man die blaue Klinge aus dem Laserschwert von Luke, kann man es, quasi mit „eingezogener Klinge“ an seinen Gürtel hängen, was ziemlich gut ausschaut.

Die Kapuze von Han Solo kann man (etwas schwierig) abziehen oder – leichter, indem man den Kopf komplett abzieht (ja, das geht tatsächlich) . Allerdings fand ich, dass Han ohne Kapuze etwas seltsam aussieht. Der Kopf hat sicherlich die richtige Größe, wirkt aber dann irgendwie „zu klein“. Nur meine Meinung.

(c) Hasbro – Han Solo (Hoth)

Die Luke Skywalker – Figur aufzustellen stellte sich als kleines Problem heraus. Nach einer Weile fand ich eine gute Position, aber es ist schade, dass die schönen Figuren einen unterschiedlich guten Stand haben. Sogar ein und dieselbe Figur steht mal gut und mal schlechter, obwohl man die Füße recht gut bewegen und anpassen kann.

Han und Luke tragen übrigens zusätzlich noch Blaster, die man auch praktisch im jeweiligen Holster unterbringen kann.

Fazit

Abgesehen davon, dass manche Figur nur mit viel Überredungskunst auch stehen bleibt, wenn man sie sich in die Vitrine stellt, sehen die Black Series Figuren mittlerweile meilenweit besser aus als jene Kenner Actionfiguren aus der 70er / 80er – Jahre. Die Gesichter sehen den Schauspieler(innen) viel, viel ähnlicher. Die Kleidung wartet mit liebevollen Details auf und auch das Zubehör (wenig, aber treffendes Zubehör) trägt dazu bei, dass man sich mit diesen Figuren ein Stück „Star Wars“ in die Wohnung holt.

(c) Hasbro: Luke Skywalker (Hoth)

Nun heißt es: Zugreifen, solange der Vorrat reicht! Denn leider sind manche der Black Series Figuren all zu schnell vergriffen. Im Moment bekommt ihr sie noch u.a. auf der Website swblackseries.de für ca. 25 EUR pro Stück. Aber auch auf emp.de kann man fündig werden, um nur zwei Internet – Läden zu nennen.

In Kürze werde ich euch vom neuen Black Series OBI WAN KENOBI und REY (DARK VISION) berichten.

Bis dahin: Möge die Macht mit euch sein!

 

 

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Der junge Sherlock Holmes – eine neue Hörspielserie, die Spaß macht!

Der junge Mr. Holmes

In den 1980ern gab es eine Spielberg – Produktion, die im Original den Titel „Young Sherlock Holmes“ trug und die Begegnung von Holmes und Watson in die Tage ihrer Jugend verlegte. Das unheimliche Abenteuer, welches ein wenig an Indiana Jones erinnerte, wurde ein kleiner, aber feiner Erfolg, von dem man in der Holmes – Szene noch heute gerne spricht.

Auch aus dem Hause Granada TV – dem Studio, welches später den legendären Jeremy Brett zu einem DER Sherlock Holmes  – Darsteller machen sollte – gab es eine Serie, die sich mit den Abenteuern einer jüngeren Version von Sherlock Holmes drehte. Acht Folgen umspannte die Serie mit Guy Henry, die aus der Feder von Gerald Frow stammte (und damals teils in Form von Romanen beim Kosmos – Verlag erschienen).

Last but not least nahm sich Andrew Lane in Form von Romanen der Abenteuer des jungen Holmes an.

Der junge Sherlock Holmes – Die Hörspielserie

(c) floff-publishing

Hörspiel – Fans bekommen seit einigen Wochen einen neuen, frischen Ansatz präsentiert, der von Florian Fickel und David Bredel stammt. Die bisher nur im Stream erhältlichen Folgen (bisher ist nur Teil 1 ist als CD erhältlich) tragen denn auch den Haupttitel: „Der junge Sherlock Holmes“, wobei die ersten vier Abenteuer wie folgt heißen:

Der Maskierte vom East End

Die Königin der Ratten

Die Legende von Sprungfeder – Jack

Das Phantom von Old Bailey

Eigentlich, so erzählt Florian Fickel, sollte es damit erledigt sein. Mehr als vier Folgen waren nicht geplant. Dabei passt doch alles bei diesen Hörspielen, begonnen von der schönen Eingangsmelodie, die man auch nach dem Hörspiel noch vor sich hin – summen kann, über die guten Sprecher, bis zu den gut durchdachten Skripten.

Das die Skripte wirklich gut sind, liegt wohl besonders daran, dass David Bredel ein ausgemachter Sherlock Holmes Fan ist. Das merkt man den Hörspielen an, denn obwohl die Geschichten neu erdacht sind, ist das „Setting“ passend und auch für Fans des Detektivs, nachvollziehbar.

So ist es schön anzuhören, wie Sherlocks Erziehung beim Vater ablief, wie sich Sherlock und sein Bruder Mycroft necken, wobei er aber auch von diesem in seinen Gaben gefördert und gefordert wird oder zu erleben, wie Sherlock eine Freundschaft zu einem anderen „Sidekick“ – nicht Watson – eingeht, wobei ihm der Zugang zur Logik auch hier näher liegt als der zu freundschaftlichen Gefühlen oder Gefühlen überhaupt.

Als Rezensent diverser Hörspiele kann ich sagen, dass es selten vorkommt, dass eine Hörspiel – Reihe so „in sich stimmig“ ist wie diese.

Die angenehme Stimme von Norbert Langer – als älterer Holmes – ist der perfekte Anfang für ein jedes Abenteuer. Schön zu hören, wenn der alte Holmes seinen ebenfalls alten Freund Watson, brieflich an den Erinnerungen seiner Jugend, teilnehmen lässt.

Charles Rettinghaus als Vater von Sherlock ist ebenfalls eine gute Wahl, ist Rettinghaus den Holmes – Fans doch bestens als Synchronstimme für Robert Downey Jr. bekannt, der ja ebenfalls Sherlock Holmes spielte.

Dirk Petrick, Sebastian Fitzner und Roman Knitzka sprechen die Hauptdarsteller, doch es kommen natürlich in jeder weiteren Folge auch neue Stimmen dazu. Die jungen Stimmen sind top besetzt. Jeder einzelne Sprecher überzeugt.

Fazit

Ein eindeutige Empfehlung von mir für diese tolle Hörspielumsetzung, die übrigens völlig auf Grausamkeit und literweise Blut verzichtet und somit sowohl für ihrerseits jugendliche als auch ältere Holmesianer gehört werden kann.

Noch im Sommer können wir mit der fünften Folge im Stream rechnen. Teil 2 kommt nun auch als CD auf den Markt, nachdem es den ersten Teil bereits auf CD gibt.

Hier könnt ihr die Folgen hören:

https://lnk.to/DerJungeSherlockHolmes

Hier gibt es die erste CD zu kaufen:

 

 

 

 

 

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Die Abenteuer des Robin Hood – König der Vagabunden

Robin Hood ist der vielleicht älteste Superheld, den die Welt je gesehen hat. Noch älter als Sherlock Holmes, geschweige denn als Superman, Batman und Co.

Während sich die Legende von Robin Hood über die Jahrzehnte änderte, veränderte sich auch die Art und Weise, von seinen Heldentaten zu erzählen. Bereits 1908 entstand der erste „Robin Hood“ – Film. Weitere (Stumm)filme in schwarz – weiß folgten.

Die nach wie vor bekannteste Verfilmung ist zweifelsfrei diejenige mit Errol Flynn, Olivia De Havilland und Basil Rathbone. Obwohl „Die Abenteuer des Robin Hood“ ein Film aus dem Jahre 1938 ist, verströmt der Tonfilm durch farbenprächtiges Technicolor, eine absolut passende Filmmusik von Erich Wolfgang Korngold, ein spannendes Drehbuch und großartige Schauspieler, noch heute einen ganz eigenen Charme.

(c)Pidax /Warner- Robin Hood (Errol Flynn)

Zu Anfang milde lächelnd, später staunend sah ich mir die Blu – ray des berühmten Films an, die jetzt bei PIDAX erschienen ist. Noch viel farbenprächtiger und detaillierter kann man ihn jetzt genießen. Manchmal entzaubert der Schritt zur höheren Auflösung auf Blu – ray einen Film, macht deutlich, ob ein Film liebevoll oder flüchtig gedreht wurde. Im Fall dieser Robin Hood Verfilmung wird noch offenkundiger, dass „Die Abenteuer des Robin Hood“, der so eine Art „Star Wars“ der späten 1930er Jahre war, eine wirklich große, sehr große Produktion war, bei der man weder Mühen noch Kosten gescheut hat. Natürlich ist es ein alter Film, aber es ist ein alter Film, der sehenswert geblieben ist. Ein Kultfilm.

(c)Pidax/Warner – Die Blu – ray bietet ein optisches Erlebnis

Im opulenten Bonus – Teil wird die Entstehungsgeschichte des Films en detail erzählt. Dabei werden die Hauptdarsteller vorgestellt, es gibt sogar Outtakes, in denen u.a. nicht verwendete Szenen gezeigt werden. Die Boni der Blu – ray gehen sogar soweit, dass Rahmenprogramm zu zeigen, welches damals dem Kinopublikum gezeigt wurde!

Diese Veröffentlichung erfreut das Herz eines jeden Cineasten, der diesen Film noch nicht in High Definition gesehen hat.

Natürlich könnt ihr diese, wie auch viele andere Veröffentlichungen von Pidax, u.a hier erwerben:

http://pidax.de

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Erich Schellow´s Sherlock Holmes bei PIDAX

Dieser deutsche Holmes ist zunächst einmal daran zu erkennen, dass er Watson „duzt“ und Watson „duzt“ ihn. Statt eines Deerstalkers trägt er eine karierte Melone im „Deerstalker Stil“. So etwas habe ich noch nie gesehen und ich gehe davon aus, dass diese „Mode“ nur für diese Verfilmung erdacht wurde.

Ein Fallbeil, zur Abschreckung, hängt über dem Eingang der Baker Street Wohnung, die im Übrigen passend eingerichtet ist. Die komplette Serie stammt aus den Jahren 1967 – 1968 und wurde in schwarz – weiß gedreht.

Schellow, der Holmes-Darsteller, ist ein guter Sherlock Holmes. Kühl, berechnend, mit klassischen Gesichtszügen, hoher Stirn und „Adlernase“; ganz so wie das Original aus den Büchern.

Der Watson (Paul Edwin Roth) ist aufgrund seiner Physiognomie (und des Whiskeys in seinem Regenschirm – Stock) ein so großer physiognomischer Gegenentwurf zu denen, die man aus den englischen und amerikanischen Verfilmungen kennt, dass man zunächst etwas Zeit braucht, um mit ihm warm zu werden. Sein ovaler Kopf, die eher schlanke Gestalt ähneln so gar nicht einem Nigel Bruce, aber auch nicht Edward Hardwicke oder Nigel Stock. Er ist ein „Typ“, aber nicht der typische „Dr. Watson“ – Typ. Die Stimme von Roth ist äußerst angenehm, man kennt die Stimme aus anderen Filmen und Hörspielen jener Zeit.

(c) Pidax

Nicht nur das schauspielerische Talent von Schellow überzeugt, auch das von Paul Edwin Roth und der übrigen Mitspieler. Erstaunlich scharfzüngig präsentiert sich die Mrs. Hudson, gespielt von Manja Kafka. Bei beinahe jedem Auftritt hat diese Mrs. Hudson einen hintergründigen, humorvollen, gelegentlich beinahe garstigen „Spruch“ auf der Zunge. Auch dies ist ganz anders als im Original und in allen anderen bekannten Verfilmungen. Selbst bei Rosalie Williams (der Mrs. Hudson aus der Jeremy Brett Serie) sind „Sprüche“ eine absolute Seltenheit. Natürlich… bei „Sherlock“ ist das wieder anders. Im Original gehört Mrs. Hudson zur „Einrichtung“ der Baker Street 221 B. Man erlebt sie selten, aber sie ist da, wie ein guter Geist.

 

Insgesamt gibt es 6 Episoden, die sich allesamt nach den Orignalstorys von Sir Arthur Conan Doyle richten:

Das gefleckte Band

Sechsmal Napoleon

Die Liga der Rothaarigen

Die Bruce Partington Pläne

Das Beryll – Diadem

Das Haus bei den Blutbuchen

Die Drehbücher wurden von Giles Cooper, Anthony Read, Nicholas Palmer und Vincent Tilsey verfasst. Diese Autoren wurden sehr gut ausgewählt. Giles Cooper zum Beispiel hatte schon für die Vorgänger – Serie der Peter Cushing– Adaption der Sherlock Holmes Fälle, jene mit Douglas Wilmer als Detektiv, einige Drehbücher verfasst. Während Cooper zuerst für Wilmer, dann für Schellow schrieb, war dies bei Anthony Read genau anders herum. Er verfasst das Drehbuch für „Die Liga der Rothaarigen“ für Wilmers Nachfolger (Peter Cushing) und alsdann für die Schellow – Verfilmung der gleichen Story. Read schrieb später u.a. für Dr. Who, Die Profis und „Die Bande aus der Baker Street“ (The Baker Street Boys), einer weiteren Serie, die wir hoffentlich einmal von PIDAX veröffentlicht sehen werden.

Wer dieses leicht skurrile und unterhaltsame Kleinod deutscher Fernseh – Kultur sein Eigen nennen will, kann alle sechs Episoden bei Pidax für 16,90 EUR erwerben.

Siehe:

https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Sir-Arthur-Conan-Doyle-Sherlock-Holmes::2106.html

 

 

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Princess Leia (Hoth) – Black Series

Wie für viele Star Wars Fans ist auch für mich „Das Imperium schlägt zurück“ ein Paradebeispiel dafür, wie Star Wars aussieht, wenn es richtig, richtig gut ist. Besser ist kaum möglich. Schlachten im Schnee, ein schicksalhaftes Laserschwert – Duell in einer Wokenstadt, der ominöse, gruselige Imperator und und und. Ich muss euch nicht erzählen, was in dem Film, den viele auswendig kennen, alles passiert. Wer es mag, wird es ehedem nicht vergessen.

Die Prinzessin war schon in Episode IV – „Eine neue Hoffnung“ – reizend. Die kleine, tapfere Frau mit der scharfen Zunge („So klein und schon bei den Sturmtruppen?“) wirkte, was die Kleidung anging, erstaunlich grazil in ihrem langen, weißen Kleid. Eine echte Prinzessin eben.

Leia (Hoth) – Hasbro

In Episode V lernen wir sie viel taffer kennen. Hier trägt sie praktisch und doch immer noch reizend, ihre Haare zu einem Kranz gebunden, während sie eine Rebellensoldaten – Uniform trägt. Carrie Fisher war eine Frau, die in jedem Outfit äußerst attraktiv und präsent wirkte. Ich persönlich mag jedoch ihr „Hoth Outfit“ besonders, weil ich alles rund um den „Eiswürfel – Planeten“ mag. Die Snowtrooper sehen besser aus als die normalen Stormtrooper, die Rebellen wirken in ihren Uniformen auf Hoth ebenfalls viel cooler und – ja – auch die Prinzessin. Wie kühl sie ist merkt besonders Han Solo, doch während sie sich noch anfangs in den Gängen von Echo Basis mit Han streitet wissen wir, es wird in diesem Film zu jenem legendären „Ich liebe dich“ – „Ich weiß!“ – Moment kommen.

Kein Wunder, dass ich – Warsler, der ich bin – unbedingt die Black Series Figur der Prinzessin im Hoth Outfit haben musste.

Leia (Hoth) von Hasbro – Black Series

Ich finde, dass es Hasbro hier wieder mal gelungen ist das Gesicht UND die Kleidung sehr gut herüber zu bringen. Mit dabei ist auch ein wenig Zubehör, wie die Schutzbrille und die Waffe, die man kennt.

Erhalten kann man die Figur u.a. auf Amazon.de, Toyspalace.com und fantasywelt.de.

 

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Batman – Die Nächte von Gotham (Panini)

Endlich mal wieder ein Batman – Band, der alleinstehend funktioniert. Als ich in den späten 70er Jahren (kaum noch vorstellbar, ich weiß) zu Batman kam, da gab es vorrangig solche „Kurzgeschichten“ – Bände. Hier sind zehn solcher Leckerbissen vereint. Ursprünglich stammen sie aus der Reihe „Gotham Nights“.

Schon der Titel – „Nächte von Gotham“ – sprach mich an. Was kann ich mir nicht alles darunter vorstellen. Wollt ihr einmal eine Nacht in Gotham verbringen? Ich auch nicht, aber zusehen? Gerne. Genau das konnte ich bei diesen tollen Storys.

Großartig gezeichnet wurde hier von Jim Lee, Mirko Kolac, Ryan Benjamin, Viktor Bogdanovic, Tom Lyle und Neil Edwards. Allen gemeinsam ist ein lebendiger, fließender, realistischer und dunkler Look.

Ich gebe nun eine ganz, ganz grober Übersicht, um was es in diesem Comicband geht. Macht euch am Besten selbst ein genaues Bild 🙂

(c) Panini und DC – Comics

Ich war überrascht, dass die ersten zwei Comics außerordentlich patriotisch beginnen. Sie erhielten den Titel „Ehrenmedaille“. Hier geht es einmal um berühmte Worte, die eine Batman – Story begleiten und erst im letzten Bilder“kästchen“ wird erklärt, was es mit diesen Worten auf sich hat.

Außerdem geht es um eine bekannte Superheldin, die zur Bat – Familie gehört und die wir hier mal von einer privaten und neuen Seite kennenlernen.

Schließlich muss sich Batman – in „Miese Schauspieler“ – Clayface stellen. In „Gesetz des Dschungels“ begegnet Batsi der verführerischen und tödlichen „Poison Ivy“. Wiewohl ihr Ansinnen nachvollziehbar ist: Ihre Methoden sind zweifelhaft…Schließlich gibt sich in dieser Sammlung guter Unterhaltung auch der Joker ein Stelldichein.

Die in diesem Band vereinten Short Storys sind Spotlights, die kurz in die eine Ecke, dann in die andere der finsteren Straßen von Gotham gerichtet werden.

Fazit:

Für jede/n Leser/in ist etwas dabei. Ich persönlich mochte jede Geschichte, wenngleich ich die ersten Beiden eine Spur zu nationalbewusst fand. Ursprungsland ist numal Amerika und dort geht man mit Patriotismus anders um. Schön, dass hier nichts – „für den deutschen Leser“ – verändert wurde. Hat man die ersten zwei Storys gelesen, die übrigens sehr schön gezeichnet sind, wie alle in diesem Band enthaltenen Geschichten, kommen wir etwas mehr in Gefilde, die sich vertraut anfühlen.  Von da an ist es wie „nach Hause kommen“. Diesen Batman kenne ich, den mag ich und seine Abenteuer erlebe ich gerne mit. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, denn mir ist Batman manchmal schon eine Nummer zu dunkel und psychotisch. Ich hoffe, es werden weitere solcher „Short Story Sammlungen“ folgen, die vielseitig, dunkel, aber auch mit „Grautönen“ daher kommen.

Wo für 18 EUR zu bekommen? Zum Beispiel hier: 

https://paninishop.de/batman-superhelden-comics/batman-die-naechte-von-gotham-ddcpb191

oder im Bahnhofs-Buchhandel oder in großen und kleinen Internet – Kaufhäusern und Comic – Shops.

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EUROPA Grusel 7 – Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze

„Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze“ ist ein weiteres Hörspiel von Andre Minninger und die siebte Folge der neuen Grusel – Reihe bei Europa.

Kurze Inhaltsangabe mit leichten Spoilern (ohne das Ende vorweg zu nehmen):

Michael Prelle gibt einen angenehmen Erzähler ab. Wir werden Zeuge, wie Hattie und Henry Miller (Elga Schütz und Eckard Dux) von einer Feier heimwärts fahren. Hattie sitzt am Steuer, denn Henry hat einen über den Durst getrunken. Da steht plötzlich eine ältere Dame (Elke Reissert) auf der Fahrbahn, die sich partout weigert, wieder zurück in ihr Seniorenheim zu gehen.

Hattie ist couragiert genug, der Dame, mit Namen Blanche Cooper, zur Seite zu stehen und sich auch der Heimleiterin, Mrs. Summer (Judy Winter) gegenüber zu behaupten. Sie wittert schon bald eine unheimliche Geschichte hinter dem Verschwinden einer Mitbewohnerin von Blanche Cooper.

Während ihrer Nachforschungen, bei denen sie (mehr oder weniger freiwillig) von ihrem Ehemann unterstützt wird, trifft sie auch auf jene Aufzeichnungen des Pflanzenkundlers Brighton (Wolfgang Pampel). Schlagartig wird ihr klar, dass sich im Altersheim eine Tragödie zuspitzt…

Bewertung

Hattie und Henry Miller sind ein tolles Team, die alleine schon aufgrund ihrer guten Chemie für Unterhaltung sorgen. Judy Winter wieder zu hören hat Spaß gemacht. Ich kannte sie schon als „Thora“ in den Perry Rhodan Hörspielen und wer hätte die „Insel der Zombies“ je vergessen können, der sie einmal gehört hat? Wolfgang Pampel (sehr gut besetzt!) ist eine Klasse für sich und hebt das Hörvergnügen noch einmal um einiges an.
Es sind also gute Sprecher vorhanden, die auch einen wirklich guten Job abliefern.

Mir fehlte in dieser Folge jedoch ein wenig das Gruselige. Es ist vermutlich schwierig, die für das EUROPA – Label typische Art von „Grusel“ zu produzieren. Die Grusel – Klassiker von H. G. Francis, die sich die neue Reihe zum Vorbild genommen hat (wie man z.B. am sehr gelungenen Design der CD – Cover sehen kann), waren weder besonders blutig noch musste man sich i.d.R. groß Erschrecken. Sie erzeugten in kurzen, knackigen Hörspielen schon sehr früh Grusel, der sich dann bis zum Ende zuspitzte.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, dass die Retro – Fans von einst die neuen Folgen nicht mit den Alten vergleichen würden. Vielmehr sollte man genau darauf aufbauen und sich bezüglich des Aufbaus der „Originale“ inspirieren lassen. Möglicherweise sollte man auch in Maßen der Tatsache Rechnung tragen, dass viele Hörer dieser Hörspielreihe 40+ Jahre alt sind. Ich bin definitiv gegen eine Verrohung oder Zunahme an Grausamkeit oder dergleichen, aber es darf ruhig ein wenig mehr gruseln als damals… und ehrlich gesagt hatte ich bei „Insel der Zombies“ damals richtig Angst, während ich nach dem „Schloss des Grauens nur mit Zureden Kartoffeln aus dem Keller holte 🙂 Nach „Mondära“ wäre ich weniger ängstlich gewesen, das ist einmal sicher…

Sowohl für die Idee der Serie an sich und der einzelnen Hörspielen im Speziellen kann man Andre Minninger gar nicht genug danken. Die Schuhe von H. G. Francis auszufüllen war vielleicht nie seine Absicht, aber nun hat es sich so ergeben, dass in vielen sozialen Netzwerken über alle Maßen verglichen wird. Die Fähigkeit sich auf Neues einzulassen könnte bei so manchen Fans besser ausgeprägt sein. Andererseits würde auch ich mich freuen, wenn zukünftige Folgen weit gruseliger wären. Wie wäre es mit einem / einer Co-AutorIn? Auch wären Fortsetzungen zu den alten EUROPA – Hörspielen spannend! Ich selbst hätte da eine Idee bezüglich einer Rückkehr zu dem Schloss des Schergen Tonis 🙂

Fazit:

„Mondära – Im Todesgriff der Würgepflanze“ unterhält durch teils sehr gute SprecherInnen und einem guten Drehbuch, wird aber zu langsam gruselig.

Ich kann das Hörspiel aufgrund seiner unterhaltenden Qualitäten empfehlen, jedoch nicht für seine gruseligen Qualitäten.

 

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Mord an der Themse (Murder by Decree) – 1979: Eine Betrachtung

Diesen Text schrieb ich zu Ehren Christopher Plummer (1929 – 2021), dessen Sherlock Holmes Darstellung mich maßgeblich für dieses (eines meiner liebsten) Interessengebiete (eben SHERLOCK HOLMES), einnahm. 

Ich habe mir – aufgrund des Todes von Christopher Plummer – „Mord an der Themse“ erneut angesehen und mich gefragt, was mich an diesem Film damals, in der Anfangszeit meiner Begeisterung für Sherlock Holmes, an diesem Film so begeistert hat.

Da sind zunächst einmal die grandiosen Aufbauten / Modelle des alten London zu nennen. In den großen Aufnahmen sieht z.B. das House of Parliament, im Vorspann gar die Skyline der gesamten Stadt, genau so aus, wie ich es mir das viktorianische London  immer vorgestellt hatte. Nebelig, sehr groß und unheimlich. Dazu kommt sicherlich noch die Spannung erzeugende Musik. Emotional ist das Setting also perfekt.

Ohne gute Darsteller wäre der Film dennoch höchstens mittelmäßig. Aber dieser Film brilliert mit einer ganzen Garde an hochklassigen Schauspielern. Nicht nur Holmes selbst wurde mit einem sehr guten Schauspieler besetzt, Christopher Plummer eben, die Liste der hervorragenden Schauspieler setzt sich gleich bei Dr. Watson fort, mit (dem recht betagten) James Mason,  des Weiteren Donald Sutherland, John Gielgud, Anthony Quayle, Genevieve Bujold uvm.

Sherlock Holmes wird hier in vielerlei Szenen dargestellt, die geradezu der Feder des Zeichners Sidney Paget entstammen könnten – und in Teilen tatsächlich exakt so dargestellt wurden! Etwa wenn Holmes Watson in der Frühe weckt, sich als Schornsteinfeger verkleidet hat oder Violine spielt.

Last but not least ist die Thematik des „Jack the Ripper“ der „Klassiker“ unter den viktorianischen Morden.

Natürlich werden hier Klischees bedient, aber warum nicht? Optisch, akustisch und inhaltlich ist dies ein brillanter Sherlock Holmes Film. Freilich – der Zeit entsprechend – schon etwas blutiger als in früheren Darstellungen und – streng genommen – sogar blutiger als die meisten Original – Geschichten. Dabei muss man der Story aber zu Gute halten, dass es immerhin um den Ripper geht und damit natürlich um wirklich grausame Morde!

Plummer´s Darstellung wird vorgeworfen, er sei zu emotional für Sherlock Holmes. Das ist – aus dem Zusammenhang gerissen – auch so, streng genommen. Doch zu diesem Holmes in dieser Situation, in der er in dem Film weint, passt es! Plummer´s Holmes ist ja nicht den ganzen Film durch hoch – emotional, sondern lediglich in einer bestimmten Situation, die in der Tat selbst für seine Verhältnisse ungemein emotional war. Es passt einfach.

Dieser Holmes ist insgesamt mehr der „Gentleman“ – Typ von Sherlock Holmes, mehr wie ein Rathbone oder sogar ein Whitehead, weniger ein Brett oder ein Cumberbatch. Wiewohl es spaßig sein kann, einen eingebildeten oder einem exzentrischen Holmes zu verfolgen, ist mir diese Art von „eher zivilisertem“ Holmes „am Ende des Tages“ die Liebste. Plummer´s Holmes ist frisch, fit, humorvoll, sarkastisch und sogar schadenfroh. Weit entfernt von einem von Drogen abhängigen oder abgehobenen Typen. Ein Mensch, nur eben ein brillanter Mensch.

Masons Watson ist ein ernster, hilfreicher Watson, wie er es auch in den Originalen ist. Der Altersunterschied zwischen Masons Watson und Plummers Holmes ist beinahe zu groß, aber noch kann man den beiden ihre Rollen, auch, was das Alter angeht, abnehmen. Ihr Zusammenspiel erinnert an das eines alten Ehepaares. Diese beiden kennen sich schon lange, das ist offensichtlich.

Alleine das Finale wirkt für mich etwas unorganisch (Verfolgungsjagd, Pause, Verfolgungsjagd, Pause…). Letzthin aber bringt es eine plausible, wenn auch unwahrscheinliche, Lösung für die Ripper – Morde und einen runden, emotionalen Abschluss eines denkwürdigen Films.

Ich wünschte mir, man würde auch heute noch einmal so eine große Riege guter Schauspieler zusammentrommeln und möglicherweise sogar eine groß angelegte, atmosphärisch dichte und historisch angehauchte Verfilmung sowohl der Originale als auch neuer Fälle, umsetzen.

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Eisige Zeiten – Batman Rebirth Band Nr.. 8

Was ist alles drin im Band Nr. 8?

Die Geschichten der hier abgedruckten Comics (Batman 51 – 57) hat sich Tom King ausgedacht. Der Zeichenstil variiert, da unterschiedliche Zeichner – Mark Buckingham, Tony S. Daniel, Lee Weeks und Matt Wagner – am Werk waren.

(c) Panini – Batman Paperback 8 – Eisige Zeiten

Im Einzelnen sind es die folgenden Comics, die ihr im achten Band finden könnt:

Eisige Zeiten – Teile 1 – 3,

Der bessere von uns

Die Spur der Bestie 1 – 2

und schließlich

Die Spur der Bestie, Finale


Gedanken zum achten Band der Rebirth – Reihe

Als jemand, der schon länger keinen Batman – Band mehr gelesen hat, war ich relativ frei von Erwartungen. Faszinierend fand ich, dass ich die 172 Seiten wie im Flug durchgelesen habe und mir dabei keine Sekunde langweilig war. Das vorweg.

Ich bekam gerade noch mit, dass die Hochzeit von Batman und Catwoman geplatzt war … und nun folgt also dieser achte Band. Worum geht es? Bruce Wayne wird als Geschworener für die Jury eines Gerichts berufen (und hat sich hier vermutlich sogar eingekauft… aber wer weiß das so recht…). Angeklagt ist Mr. Freeze. Als Bruce Wayne setzt sich der nächtliche Held für Freeze und damit in gewisser Weise gegen Batman ein.

Die erste Story ist relativ gegenstandslos. Es passiert – letzten Endes – relativ wenig. Die Situation ist allerdings reizvoll: Wayne „gegen“ Batman! Als Leser wissen wir, dass Wayne auch Batman ist, die anderen Mitglieder der Jury jedoch nicht. So bekommt manches, was Wayne sagt, um Freeze zu entlasten, ein viel tieferes Gewicht, was besonders deutlich wird, wenn Wayne von seiner Zeit nach dem Raubmord an seinen Eltern berichtet. Was er der Jury erzählt ist nichts anderes als das, was wir lesen, aber wir bekommen dabei andere Bilder präsentiert. Sehen, wie sein „Batman“ die Art ist, wie er mit dem Mord an seinen Eltern umgeht.

Die erste Geschichte schon bietet manch vage Andeutung – etwas, was sich durch alle Comics zieht. Der „Fall Mr. Freeze“ ist einer, an dem Batman auch später im Band noch arbeitet, aber wir erfahren nur sehr wenig, worum es dabei geht. Was ist wirklich mit den drei toten Frauen geschehen, für deren Mord Freeze verantwortlich sein soll? Auch nach der letzten Seite „Eisige Zeiten“ wird dieser Wissensdurst nicht gestillt. Oder wurde dies schon in einem der Vorgänger erklärt? Ich weiß es nicht.

Auch „Der bessere von uns“ setzt dieses Andeuten von Umständen, ohne konkret zu werden, fort. Eine kreativ erzählte Story um die Beziehung zwischen „Vater“ Wayne / Batman und „Sohn“ Grayson / Robin.

Hier begegnen wir Dick Grayson als Nightwing, der versucht seinen Freund Batman aufzumuntern, da dieser – auch, wenn er nicht darüber spricht – immer noch nicht über Catwoman hinweg ist. An einer Stelle wird Nightwing jedoch schwer verletzt – oder ist er sogar tot? Ein Krankenwagen wird gerufen und wir erleben, wie sich Batman konsequent und erbittert auf die Suche nach dem russischen Mörder macht.

Echt seltsam. Zwei Szenen, die mich gestört haben:

Im zweiten Teil des Bandes gibt es zwei Dinge, die mich – wenn auch nur leicht – verstörten: Der Schurke Canto, der sich darauf freut, Batman langsam aufzuschneiden, und sich dabei daran zu laben, dass dieser dabei lange bei Bewusstsein sein wird – und die bildliche Darstellung des russischen Märchens, „Die Tiere in der Grube“, das es tatsächlich gibt. Am Ende reißt sich das Schwein selbst den Bauch auf, weil es glaubt, sich an den eigenen Gedärmen satt essen zu können… Kein Kommentar. Schon das Vorbild ist sicherlich merkwürdig, aber die niedliche Bildumsetzung einer solchen Geschichte ist gelinge gesagt „eigentümlich“.

Mein Fazit

Am Ende der letzten Seite angekommen hatte ich ein paar Stunden feine Bat – Unterhaltung und ich merke, dass ich neugierig darauf bin, wie und wann es weiter geht.

Die Zeichnungen haben mich, wie die Geschichten selbst, trotz dieser Merkwürdigkeiten in ihren Bann gezogen. Ich frage mich immer noch, was mich daran fasziniert hat, denn de facto gibt die Handlung nicht so wahnsinnig viel her. Da ist ein Batman, der Selbsterkenntnisse hat, ein Batman, der von seinem Ziehsohn ermuntert wird, wobei dieser Ziehsohn verletzt wird (wenigstens das) und schließlich erledigt Batman den Attentäter (wobei übrigens auch er einen gewissen Hang zum Sadismus zeigt). Das ist alles.

Aber es ist die besondere Stimmung jeder einzelnen Seite, die Winkel in denen gezeigt wird, was gezeigt wird, die Intensität des gezeigten, die Verbindung von Wort und Bild, die sich so trefflich ergänzt. Irgendwie klappt das einfach.

Und wenn ich mich schon jetzt auf Band 9 freue, dann zum Einen um die schnöde Fortsetzung und Antworten zu erfahren. Zum Anderen um herauszufinden, was verdammt noch mal so faszinierend an diesen neuen Batman Comics ist!

Band 8 bekommt ihr u.a. hier:

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