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INHALTSANGABE
von starbase-fantasy.de

Auf diesem Blog findet ihr vor allem Rezensionen, aber auch Gedichte, kreative Texte, Gedanken. Die wichtigsten zwei Kategorien sind:

Rezensionen:

Hörspiele, DVD – Veröffentlichungen, spannendes Merchandise… Hier findet ihr die Sammlung meiner Reviews.

https://starbase-fantasy.de/category/rezensionen/

Gedichte und kreative Texte:

Einige meiner subjektiven, kreativen Texte (die sich zuweilen sogar reimen). Geht ihr über diesen Link, finden sich auch Texte, die ich eingesprochen habe. Dies sehen / hören zu können, müsst ihr auf den Titel jeweils noch einmal klicken. Hier geht´s zur “Lyrik”:

https://starbase-fantasy.de/category/lyrik/

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Alle neuen Veröffentlichungen findet ihr immer auf dieser ersten Seite (im Anschluss). Alles nicht erwähnte unter den Kategorien (oben und rechts).

Viel Spaß beim Stöbern!
Matthias

 

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Bin ich zu alt geworden für Star Trek? (beinhaltet Spoiler)

Seit einer Weile muss ich im September immer an Star Trek denken. Klar, mag sein, dass der Star Trek Tag damit zu tun hat. Da wird man ja quasi daran „erinnert“, dass es Star Trek gibt. Außerdem habe ich im September Geburtstag. Letztes Jahr machte ich mir den Spaß, mir alle möglichen Merchandises rund um „mein Star Trek“ zu wünschen.

Was ist “mein Star Trek”?

„Mein Star Trek“ ist das der ersten Stunde. Dabei achte ich „TNG“ sehr. „TNG“ nahm die losen und teils recht kurzen Fäden der ersten aller Star Trek Serien auf und webte daraus einen wunderschönen Teppich.

Am Anfang war alles recht „roh“, ungeschliffen, nur wenig formuliert. Mehr angedacht als zu Ende gedacht. Zum Beispiel die „Prime Directive“, die Kirk zum Albtraum für das „Department of temporal Investigations“ machte. Die Masken gaben mehr eine „Ahnung“ davon, dass wir es mit Aliens zu tun haben. Es gab eben nicht so viel Geld und Möglichkeiten. Da musste teils auch die Fantasie des Zuschauers ran. „Horta“ ist, aus Sicht eines heutigen, jungen Fernsehzuschauers, lediglich ein hässlicher Teppich, unter dem sich jemand versteckt, der herumkrabbelt. Aus damaliger Sicht war Horta jedoch ein fremdartiges, eigentümliches Alien. Bedrohlich auf den ersten Blick, bemitleidenswert auf den zweiten Blick.

Die Serie drehte sich zwar immer um irgendeine außerirdische Rasse, Zeitanomalie oder dergleichen, jedoch ging es dabei stets um zutiefst menschliche Themen von „Jedermann“. Das machte die Serie aus. Schon in den ersten Stunden und nicht erst seit „TNG“.

Übrigens fand ich letztes Jahr tatsächlich ein paar Sachen, die ich mir zu meinem Geburtstag zusammen – wünschen konnte. Figuren von MEGO und Diamond Select hatte, obschon nicht auf deren Website vertreten, abermals den TOS Communicator herausgegeben (der innerhalb eines Jahres vergriffen und mindestens doppelt so teuer geworden ist). Der DS Tricorder ist seit Langem ausverkauft. Naja, außer man zahlt rund 200 EUR dafür! Das zeigt deutlich, wie kultig, wie beliebt und gefragt Merch um die erste Serie ist.

Keine Ladenhüter!

Mein Problem mit dem unterhaltsamen, neuen Star Trek

CBS / Paramount Plus konzentriert sich vor Allem auf das jugendliche Publikum. Wenn ich mich alt fühlen will, sehe ich mir an, was heute als „Star Trek“ gezeigt wird. Allem voran „Lower Decks“. Drei Mal unternahm ich den Versuch die erste Folge komplett zu sehen, drei Mal scheiterte ich. Geht es wirklich nur mir so, dass dieser schrille, stark selbstironische Humor, wenig unterhaltend, dafür aber eine Spur zu weit gegen die „Star Trek Ehre“ geht? Humor ist Geschmackssache. In anderen Kontexten habe ich teils tief schwarzen Humor, aber hier versagen meine „Humor – Programme“.

Nicht alles muss jedem / jeder gefallen. Klar. Schade ist es aber trotzdem, denn obwohl ich seinerzeit „Deep Space Nine“ bereits für eine Abkehr von reinem Star Trek hielt (bekanntermaßen kamen generell mehr Krieg und Konflikte in die Star Trek Handlungen, nachdem Rick Berman den verstorbenen Gene Roddenberry abgelöst hatte), gefiel mir die Serie als spannende Erweiterung des Star Trek Kosmos dann doch. Auch die Nachfolgeserien, von denen „Enterprise“ zu Unrecht als eine der schlechteren gilt. “Lower Decks” jedoch liegt für mich zu weit ab von dem, was ich noch als “Star Trek” durchgehen lasse. Just my two cents. (Niemand soll denken, ich hätte keinen Humor: “Galaxy Quest” ist meiner Ansicht nach die gekonnteste, witzigste Persiflage auf “Star Trek”, die es gibt!).

Discovery und Picard

Neben „Lower Decks“ kamen dann noch die Serien „Discovery“ (jene sogar als Erstes) und „Picard“ in diverse Streaming – Angebote. Dazu will ich auch noch ein paar Worte verlieren:

Ich fand es immer gut, wenn zwischen den herkömmlichen Spezies homosexuelle Beziehungen ganz natürlich dargestellt wurden. Oder – ganz anderer Lebensbereich –  Menschen im Rollstuhl als vollwertige angesehen wurden. Oder psychisch beeinträchtige Menschen (Barclay) ihre Stärken in die Crew einbringen konnten. Oder ein Blinder (LaForge) Chefingenieur war.

Das war selbstverständlich in der von Roddenberry erdachten Zukunft, dass niemand mehr aufgrund seiner Veranlagung oder Beeinträchtigung diskriminiert wird. Für ALLE war Platz im Star Trek Universum! Das Gute daran war das „Selbstverständliche“: In Discovery jedoch werden die gleichgeschlechtlichen (und andere) Persönlichkeiten zum Aushängeschild der Serie.

Wenn der eine oder andere Kuss zwischen Dr. Culver und Paul Stamets in den ersten beiden Staffeln noch natürlich wirkt und zum Reflektieren über Homosexualität einlädt, so ist das Einbeziehen von Trans – Charakteren ab Staffel 3 keinesfalls eine schlechte Sache an sich, wird aber so dermaßen demonstrativ in den Vordergrund gestellt, dass die oben gelobte Natürlichkeit verloren geht: Es riecht und schmeckt nach “politischer Korrektheit” des heutigen Amerika und nicht mehr nach dem fortschrittlichen Umgang  mit diversen Charakteren in der besseren Welt der Roddenberry´schen Zukunft! Paramount scheint mehr auf den mutmaßlichen Zeitgeist zu setzen, um fortschrittlich zu WIRKEN statt es einfach zu SEIN. Aber das ist nur die Ansicht des vielleicht simpel zu alten Autoren dieser Zeilen. 😉

Während „Lower Decks“ wohl darauf abzielt, dass wir Star Trek lieben, aber nicht zu ernst nehmen (sollen), bereitet „Discovery“ einen Weg für ein Star Trek, in dem Minderheiten überrepräsentiert werden. So jedenfalls nehme ich das wahr. Ich finde es spannend, wenn die vulkanische Lehre des IDIC auf Star Trek Anwendung findet, finde es aber schade, wenn ich meine Themen, der ich ein Durchschnittsmensch bin, nicht mehr abgebildet finde. Star Trek und speziell “die nächste Generation” war für mich seinerzeit inspirierend für den Alltag, was ich von den neuen Serien bisher leider nicht sagen kann.

„Picard“, speziell die zweite Staffel, vermochte mich sehr gut zu unterhalten, jedoch fragte ich mich in Staffel 2,  wo Robert, der Bruder vom jungen Picard geblieben ist. Und zudem dachte ich mir immer, Jean – Luc Picard hätte eine unberührte, heile, “geerdete” Kindheit gehabt. In Roddenberrys Zukunft gibt es nicht nur Heilung für körperliche Probleme, sondern auch für psychische! Wie konnte es da soweit kommen?

Wieder erhalten wir hier eine Handlung mit guten, unterhaltsamen Ansätzen, jedoch geschrieben von Leuten, die wohl das TV – Business, aber nicht Star Trek verstehen: Sie sind vermutlich in ihrem Geist nie in La Barre gewesen, haben sich nie mit dem jungen Picard und dessen Bruder unterhalten, ehe sie sich daran setzten, die Kindheit von Picard so gruselig wie spannend, in Szene zu setzen.

Was früher besser war…

Überhaupt frage ich mich, warum es seit einer Weile nur noch darum geht, die Welt oder den Weltraum zu retten. Wohin sind die kleinen, menschlichen Geschichten gegangen?

Hätte ein Reginald Barclay bei Discovery überhaupt noch das Vermögen, Aufmerksamkeit zu erringen? Hätte man ein Ohr für seine Probleme und Wahrnehmungen?

Ich erinnere mich an die Schlägerei zwischen Picard und Robert, seinen Bruder, in jener Folge, in der es einfach nur um Familie und das Bewältigen von Vergangenheit geht. Eine der besten Star Trek – TNG – Folgen, in der es nur um kleine, menschliche Themen ging und genau deshalb so gut war.

Wenn ich eingangs die erste Serie – TOS – erwähnte, dann denke ich gerne an die unendlichen Schlagabtäusche zwischen Kirk, Spock und Pille, wobei Spock stets die Ratio repräsentierte und McCoy das Gefühl, während Kirk sich beider Sichtweisen zu unzähligen Herausforderungen annahm, um den goldenen Mittelweg zu gehen. Ein Vorbild, auch für das Leben eines durchschnittlichen Fernsehzuschauers.

Nicht nur in der Original – Folge von “Weltraumfieber”, auch in “Star Trek III” und vielen anderen Folgen werden die Werte wahrer Freundschaft und Menschlichkeit gelobt.

Das ist “mein Star Trek”!

 

Hoffnung

Im Gespräch mit befreundeten Star Trek Fans verteidige ich in der Regel auch das neue Star Trek. Weil ich es lieben will! Weil Star Trek mir in meinem Leben so viel Gutes gab und ich es ablehne zu klagen. Es gibt genug Dinge im Leben, über die man klagen kann… Dennoch kann ich den Argumenten meiner Kontrahenten im Gespräch teilweise nur Recht geben, wenn ich es recht bedenke. Das neue Star Trek ist perfekter denn je, aber die Seele fehlt – wenigstens zum Teil.

Bisher.

„Strange new worlds“ wird uns die Abenteuer mit Captain Pike, dem Vorgänger von Kirk, präsentieren und ist für mich, der ich fast so alt bin wie Star Trek selbst, zum „Rettungsanker“ geworden. Diese Serie wird für mich entscheiden, ob ich mich noch dem aktuellen „Star Trek“ in gleicher Weise verbunden fühle, wie in den letzten 50+ Jahren.

Als ich kürzlich “Star Trek II  – Der Zorn des Khan” in der Director´s Cut Version im Kino sah (im Rahmen des Filmfests), berührte mich das zutiefest. Ich hatte diesen Film erstmals gesehen als ich etwa 13 Jahre alt war. 1982. Damals beschäftigten mich mehr die Alpha Ceti Aale und die Raumschlacht im Mutara Nebel als die sonstige Handlung, heute, mit 53, erkannte ich, warum Star Trek seinerzeit wieder zu sich gefunden hatte! Neben der Verfolgungsjagd durch die Galaxis zwischen Khan und Kirk ging es um zutiefst menschliche Themen. Um Freundschaft etwa und um das älter werden. Menschliche Themen sind ein wichtiger Bestandteil der “Star Trek Formel”. So wenigstens ist “mein Star Trek”, für das ich in der Tat nie zu alt sein werde.

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Happy Birthday, Star Trek!

Es war einmal vor gar nicht so sehr langer Zeit als im Jahre 1966 eine neue TV – Serie anlief. Es war eine Zeit, in der die Menschen in Amerika und auch überall sonst, wo man fernsehen konnte, fast nur nüchterne, sachliche, vielleicht auch mal sportliche, aber in der Regel sehr fantasielose und erwachsene Dinge sehen konnte. Oder totalen Blödsinn, der offenbarte, für wie beschränkt einen die Fernsehanstalten wohl hielten.

Diese neue Serie war erstmal vor Allem aufregend, weil sie neu war. Neu im Sinne von, „So was gab es noch nie! Zumindest nicht in dieser Art!“ Die Serie drehte sich um ein Raumschiff, dass in einer „5 Jahres – Mission“ unterwegs war, um „neues Leben und neue Zivilisationen zu finden“,

In der Zeit der Gemini – Missionen, die Wegbereiter einer unglaublichen, nie für möglich gehaltenen Reise zum Mond, sein sollte, fragte sich vermutlich so manche Zuschauerin und mancher Zuschauer unterschiedlichen Alters, ob das hier die Zukunft sein könnte. Das war aufregend.

Unerwarteter Weise gab es in dieser Zukunft offenbar keine irdischen Konflikte und auch keinen Rassismus mehr. Diese Themen waren einfach keine Themen mehr.

Vor Allem aber machte diese Serie Spaß! Denn jede Folge zeigte uns ein neues „Ding“, einen neuen Alien oder sonst irgendwas unheimliches, fremdartiges.

Auf ganz subtile Art vermochte es diese Serie jedoch, die Zuschauer zum Träumen einzuladen, zum Träumen von einer neuen Zukunft, einer besseren Zukunft, in der es die Menschheit eben nicht immer wieder verbockt, sondern über sich hinauswächst.

1966 war das Geburtsjahr von „Star Trek“ und in Deutschland erfasste die Zuschauer etwas später ganz ähnlich die Begeisterung an dieser Serie, ganz gleich was im fernen Amerika das Studio über eine weitere Staffel hielt. Ja, selbst das Wort „Staffel“ war damals in Deutschland ganz unbekannt.

Wir alle wissen, dass die Idee von „Raumschiff Enterprise“ weitere Kinofilme und Serien zur Folge hatte.

Heute ist „Star Trek“ selbst eine Wissenschaft für sich. Es gibt Spezialisten, die Widersprüche in Folgen, Besonderheiten und „historische“ Ereignisse kennen. Viele Fans meinen zu wissen, was echtes Star Trek ist und kein Fan kann von sich sagen hier stets der in der Serie gepriesenen Toleranz gefolgt zu sein, wenn es darum ging, den eigenen Standpunkt zu vertreten, (wenngleich ich mich selbst eher als jemanden sehe, der “genießt und schweigt”).

Ich erinnere mich gerne an die Serie als sie noch neu war. Eine von vielen Serien, die am Sonntagabend lief und mich auf so vielfältige Weise unterhielt, das ich dies erst mit der  Zeit wirklich begreifen konnte.

Ich hoffe, Star Trek wird noch lange leben. Noch mehr wünsche ich mir, dass unsere Realität jener Fiktion ein klein wenig näher rückt.

Happy Birthday, Star Trek! Happy Birthday, Kirk, Pille, Scotty und Uhura, Chekvo und Sulu und wie ihr nicht alle heißt. Auch die Redshirts sind gemeint.

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Director´s Edition von Star Trek – The Motion Picture auf 4K


“Star Trek I” – Der Unvollendete

Am 8. September 2022 erscheint eine Remastered-Version von “Star Trek: Der Film – The Director’s Edition” auf Blu-ray beziehungsweise 4K Ultra HD inklusive Bonusmaterial. Wir haben uns die Geschichte der “Director’s Edition” mal etwas genauer angesehen.

Als Robert Wise, der Regisseur von “Star Trek: Der Film” (“Star Trek: The Motion Picture”), Ende der 90er-Jahre Wind davon bekam, dass man begonnen hatte, alte Film zu überarbeiten, sagte er: “Wenn irgendein Film so was bräuchte, dann ‘Star Trek’”, womit er natürlich seinen “Star Trek”-Film meinte.

Aber was war so schief gelaufen bei diesem Film? Robert Wise war ein erfahrener Regisseur, sowohl verantwortlich für “Der Tag, an dem die Erde stillstand” als auch für die Verfilmung des Broadway-Musicals “West Side Story”. Er hatte alles minutiös vorbereitet, doch dann geriet das ganze Projekt unter Druck.

“Am Schluss wurde es so hektisch, dass der Cutter fehlende Frames oder Elemente am Anfang oder Ende einer Aufnahme gar nicht bemerkte.[…] oder wenn die Kamera sich nicht mehr bewegte. Das gab nur ein leichtes ruckeln. Alle waren einfach völlig ausgelaugt.“ (Douglas Smith, Kameramann (“Star Trek: The Motion Picture”))

Robert Wise und Todd Ramsey, der Filmeditor, konnten sich den Film nie zusammen ansehen, ehe dieser in die Kinos kam. So sehr der Film auch erwartet wurde, so klar war auch, dass er pünktlich in die Kinos kommen musste. Koste es, was es wolle – inhaltlich und qualitativ!

Die Postproduktion wurde schlicht nicht abgeschlossen, sondern einfach für “beendet” erklärt. Ein unfertiger Film kam also in die Kinos. Beim Zuschauer stellte sich – neben dem überwältigendem Gefühl, die Enterprise nun auf der großen Leinwand zu sehen und dazu einen genialen Soundtrack von Jerry Goldsmith zu hören – ein vages, nicht genau zu bezeichnendes Gefühl eben jener “Unfertigkeit” ein.

“Star Trek I” – Der “Director´s Cut”

“Ich wollte eine endgültige Fassung. Ich ging zu Paramount, um zu sehen, ob das ok wäre. Sie sagten, ja, das wäre okay. Daran habe ich mit Mike Matessino gearbeitet. Ich machte das,was damals meine endgültige Fassung hätte sein sollen.“ (Robert Wise, Regisseur “Star Trek: The Motion Picture”)

“Alles musste mit der Fassung von 1979 zusammenpassen. Das war die Weisung, die wir mit Daren zu Beginn diskutierten. Was immer wir produzierten, es musste passen. Wir wollten sicherstellen, dass alle neuen Effekte, die in den Film kamen, auch im Jahre 1979 hätten produziert werden können.“ (David C. Fein, Produzent “Star Trek: The Motion Picture – The Director’s Cut” (2001))

Um den 2001 auf DVD erschienenen “Director ́s Cut” anzufertigen, war viel Arbeit notwendig. Das Team organisierte sich zunächst die originalen Storyboards. Sie erhielten auch das Modell der Enterprise, welches seinerzeit verwendet wurde, um sich anzusehen, wie bei der Tricktechnik in den 70ern das Licht gewirkt hätte, wenn man es nun digital erstellte. Nichts sollte zu “sauber” aussehen oder schlicht unzeitgemäß sein.

Eine der ersten Szenen, die deutlich umgestaltet wurde, ist jene auf Vulkan. Spock schützt seine Augen vor der Sonne. Doch einen Schnitt weiter sind Sterne am schwarzen Himmel zu sehen, jedoch keine Sonne. Seltsam eigentlich. Nun wurde ein rötlicher Himmel eingefügt und einige recht beeindruckende Monumente, die nun viel deutlicher unterstreichen, dass es sich nicht nur um den Planeten Vulkan handelt, sondern um die Oberfläche eines Planeten mit einer reichen, uralten Kultur. Diese Ergänzungen decken sich mit dem Original-Storyboard und geben nun wieder, was ursprünglich geplant war.

Ein weiteres Beispiel für die Verbesserung des Originals ist eine Szene in San Francisco. Kirk landet in einer (Matte-Painings sei Dank) recht ansprechenden Station. Eine Menge Leute sind unterwegs, aber auf der rechten Seite, neben dem landenden Shuttle, steht lediglich eine Mauer. Diese wurde nun gekürzt und man sieht, dass da ein Shuttle der Originalserie fliegt! Die Einstellung wirkte runder, lebendiger.

Der “Director´s Cut” von 2001 ist – durch das späte Abschließen der Postproduktion – die definitive Version von “Star Trek: Der Film”. So hätte der Film ins Kino kommen sollen! Einiges macht nun mehr Sinn. Längen wurden geschnitten und neue Szenen hinzugefügt, damit alles runder wirkt.

“Star Trek I” – So klar wie nie!

Aber der Film kam in dieser überarbeiteten Version bisher nur auf DVD heraus. Das war 2001 (Region 1) beziehungsweise 2002 (Region 2)! Also in einer Zeit, in der riesengroße
Flachbildschirme nur für wenige erschwinglich waren. Damals hätte auch niemand gewusst, was “4K” sein soll. Und so kam es zur “Director´s Edition” von 2022:

“Dank der wunderbaren Leute im Paramount Archiv und ihren Recherchen sowie Gene Kozickis Recherche für uns begannen wir mit einem 4K-Scan-Negativ, den Negativen, die damals tatsächlich benutzt wurden. Davon ausgehend setzten wir neue Negative aus exakten digitalen Kopien zusammen und erstellten so eine digitale Version des Films.” (David C. Fein, Produzent “Star Trek: The Motion Picture – The Director’s Edition”)

Und die kann sich sehen und hören lassen! Ich kann von der Bildqualität gar nicht genug schwärmen. Seht es euch am besten selbst an. Nur so viel: Ich hatte lediglich die Möglichkeit die Blu-ray mit High Definition (nicht die 4K-Variante) anzusehen. Ein absolut klares, feines Bild, wie man es heutzutage nur erhoffen kann.

Gewinnspiel!

Es gibt drei Varianten der “directors edition” auf Deutsch:

  1. Star Trek: Der Film – The Director ́s Edition in 4K (zwei Discs, Film und Bonus) für 24,99 EUR.
  2. Star Trek: Der Film – The Director ́s Edition als Einzel-Blu-ray (1 Disc) für 12,99 EUR.
  3. Star Trek: Der Film – The Director ́s Edition – The Complete Adventure für 74,99 EUR. Hierin enthalten sind:
    • Zwei 4K Ultra HD-Discs und drei Blu-ray-Discs für den ganz großen Fan des Films.
    • Dieses Limited-Edition Collector’s Set enthält alle Inhalte auf der Blu-ray Bonus-Disc wie in der Star Trek: Der Film – The Director ́s Edition sowie eine zusätzliche 4K Ultra HD-Disc mit der ursprünglichen Kinofassung von Star Trek: Der Film.
    • Das Set enthält insgesamt fünf Discs und wird in einer edlen Sonderverpackung zusammen mit exklusiven Sammlerstücken präsentiert, darunter Poster, Artcards, Stickersheet, ein 16-seitiges Booklet und vier Computer-Aufkleber.Die ersten beiden Varianten gibt es hier zu gewinnen!Schickt mir einfach einen Grund, warum gerade ihr hier gewinnen wollt an info@trekdinner-hildesheim.de.Einsendeschluß ist der 11.09.22. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per
      E-Mail unterrichtet.

      Der Gewinner / die Gewinnerin wird nach dem Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis ist nur einmal verfügbar und wird direkt von mir verschickt.

      Danksagung: Ich habe diesen Beitrag ursprünglich für Trekzone.de geschrieben, wo er mit den abgebildeten wunderbaren Bildern, in Zusammenarbeit verfeinert wurde. Dank also an Trekzone.de, eine der besten deutschsprachigen Webseiten in Sachen Star Trek!

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KUNG FU – die komplette TV – Serie auf DVD (Pidax)

Natürlich erinnern sich alle, die es miterlebt haben, an den Song „Kung Fu Fighting“ und bringen ihn unmittelbar mit der David Carradine Serie in Verbindung. Der Song von Carl Douglas hatte aber eigentlich gar nichts mit der Reihe zu tun und wurde nur in der deutschen Version im Nachspann gespielt.

Worum geht es in der TV-Serie?

Kwai Chang Caine tötete während einer ungewollten Auseinandersetzung ein Mitglied der
chinesischen Kaiserfamilie. So ist er gezwungen, China zu verlassen und macht sich auf den Weg nach Amerika.

In jeder Folge wird uns eine Art „Western“ präsentiert, denn diese Serie handelt im „wilden Westen“. Es gibt Schießereien, Kopfgeldjäger und alle möglichen anderen Typen, denen man auch in anderen Westernserien begegnen kann. Doch dadurch, dass Caine ein
buddhistischer Mönch ist, bekommt diese Serie ihre spezielle Note: Da, wo „echte
Revolverhelden“ längst die Knarre gezogen hätten und ihr feindseliges Gegenüber über den Haufen geschossen hätte, erinnert sich Caine an eine Lehre aus seiner Zeit in der
„Klosterausbildung“ und wendet seine damaligen Lehren unmittelbar an.

So erscheint er bisweilen auf den ersten Blick zu passiv, ja, fast feige, doch gibt es genug
Situationen, in denen er sich dazu gezwungen sieht, sein Kung Fu – Können anzuwenden,
dann zum Erstaunen der Betroffenen und der Zuschauer. Als buddhistischer Mönch brüstet er sich jedoch nie damit, wie toll er die Ganoven zusammenschlagen kann – das Gegenteil ist der Fall. Eine friedliche Lösung hätte er vorgezogen.

Ihr seht schon, diese „Western – Serie“ ist anders als die anderen. Ein friedliebender Mönch im wilden Westen, das hatte eine Menge Unterhaltungswert – damals (1972 – 1975) wie heute.

„Kung Fu“ ist eigentlich die chinesische Bezeichnung dafür, etwas – eine Fähigkeit etwa –
durch harte Arbeit erreicht zu haben. Der Begriff wird in China für alle Künste verwendet. Im Westen jedoch bezeichnet der Begriff eine Reihe von Kampfkünsten, wie das „Wing Tsun (Kung – Fu)“ oder das „Shaolin Kung – Fu“.

Die Serie sorgte für große Begeisterung an asiatischen Kampfkünsten im Westen.
In der seinerzeit sehr beliebten und erfolgreichen Serie traten große Stars auf, darunter
Harrison Ford, William Shatner, Jodie Foster und Leslie Nielsen.

Gesamtbox

Es ist wieder einmal PIDAX zu verdanken, dass die Serie jetzt in einer Gesamtbox vorliegt.
Ungekürzt und in wirklich guter DVD – Qualität. Die früher nicht gezeigten Szenen wurden deutsch untertitelt.

Caine (c) Pidax

Als Bonusmaterial findet sich:

„From Grasshopper to Caine“ – Wie Kung Fu entstand, “

„Tao of Caine“ – Hinter den Kulissen”

„Zen & Now“: Ein Dinner mit David Carradine und Freunden.

Die Gesamtbox kann man aktuell zu einem Preis von 49,90 EUR erwerben. Sie beinhaltet
insgesamt 11 DVDs.

https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Kung-Fu-Komplettbox::2405.html

Kung Fu – wie es weiterging

Mitte der 1980er Jahre gab es einen Kinofilm, „Kung – Fu: der Film“, in dem ein gealteter Kwai Chang Caine seinen Sohn trifft. Und den Vater desjenigen, den er seinerzeit in China getötet hatte und der nun auf Rache aus ist.

Die TV- Serie „Kung Fu: Im Zeichen des Drachen“ wurde in den 1990er – Jahren im TV
gezeigt und war eine spannende Serie, in der es um den Enkel von Caine (aus der ersten
Serie) geht. Er unterstützt seinen Sohn Peter, der Polizist ist. Jedoch begegnet er nicht nur
üblichen Ganoven, sondern auch Personen, die sich in der „Shaolin Mystik“ auskennen.
David Carradine ist natürlich auch hier wieder in (s)einer Hauptrolle zu sehen.

Die Serie hatte einen ganz eigenen Charme, jedoch wurde in Deutschland bisher nur die
erste Staffel veröffentlicht und ist aktuell nicht mehr (neu) erhältlich.

Fazit zur ersten “Kung Fu” – Serie

In meiner Kindheit in den 1970er Jahren gehörte diese Serie zu einer, die mich stark beschftigte. Auf dem Schulhof wurde zwischen uns Jungs natürlch nur mit angeblichem Kung Fu – gerade aus der Serie “gelernt” – angegeben. So halbherzige Tritte oder etwas in der Art… Aber was mich beschäftigte, waren die Lehren, an die sich Caine in den Rückblenden erinnerte. Sie waren oft fremdartig und ich habe festgestellt, dass ich viele davon erst heute verstehe.

Kung Fu brachte eine fremde Kultur in einem als “Western” getarnten Gewand in unsere Familien. Die Serie war mein erster Kontakt mit asiatischer Kampfkunst. Als ich später Judo, Karate, Jiu – Jiutsu und auch Wing – Tsun kennenlernte, schwebte der “Geist” von Caine irgendwo mit mir, bildhaft gesprochen. Es ist weniger das coole als das weise, was mich stets an diesen Kampfkünsten beeindruckt hat. Es geht nicht nur um “Muskeln”, auch darum, die innere Energie klug einzusetzen, innerlich wie äußerlich biegsam zu sein wie ein Baum im Wind und geschickt die Kraft des Gegners gegen ihn selbst zu verwenden. Das wurde auch in dieser Serie schon ganz gut veranschaulicht.

Die Serie hat also einen nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht und als ich sie nun wieder gesehen habe, faszinierte sie mich eher noch mehr als damals. Freilich ist das Kung Fu von David Carradine nicht den wirklichen Shaloin – Mönchen würdig, aber das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig.

Sie atmet die 1970er Jahre und ist gleichzeitig zeitlos. Ein eigenwilliges Juwel in der endlos scheinenden Weite an TV-Serien. Man sollte sie kennen.

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Momentchen

Jeder Augenblick ist kostbar. Ein Gedicht aus meiner Jugend…

(c) Matthias Wieprecht

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Konsum

Fast ein Weihnachtsgedicht.

Danke an Dids für das Bild, siehe Youtube – Beschreibung des Videos.

Gedicht (c) Matthias Wieprecht

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Licht und Schatten

Es ist schwierig älter zu werden, ohne dazu zu lernen…

(c) Matthias Wieprecht

 

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Der Stuhl – Gedicht

Ein Text über Männer und Krieg.

(c) Matthias Wieprecht

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Sherlock Holmes – die geheimen Fälle… Nr. 51: Was das Feuer übrigliess

Am Anfang dieses Hörspiels wird sich der eine oder andere Sherlock Holmes Fan die Augen reiben – oder besser die Ohren spitzen, denn anfangs wirkt er verblüffend ähnlich zu der Kurzgeschichte „Das Haus bei den Blutbuchen“ von Sir Conan Doyle, in der eine Hausangestellte – hier weiblich – exakt nach ihrem Äußeren ausgesucht wird und dies, wie sollte es anders sein, aus niederen Motiven.

Doch gerade als ich anfing zu glauben, dies sei eine Homage, Persiflage oder sonstige Variation der genannten Kurzgeschichte, da erinnerte sie mich glatt entfernt an Robert Louis Stevensons „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.

Die Geschichte, die Marc Gruppe verfasst hat, wird dann jedoch erfrischend eigenständig und führt das hörende Publikum in einen spannenden Fall, bei dem Holmes und Watson sich viel Mühe geben müssen, um die schlimmste Greueltat zu verhindern. Ob sie es schaffen?

Dies kann man am Besten erfahren, wenn man sich das Titania – Hörspiel „Was das Feuer übrigliess“ aus der Reihe „Sherlock Holmes – die geheimen Fälle des Meisterdetektivs

Der 51. Fall, der hier mit Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes und Detlev Bierstedt als Dr. Watson vertont wurde, ist wie gewohnt mit zahlreichen Effekten und Musik unterlegt, womit sich wahres „Kopfkino“ einstellen kann. Dafür ist diese Reihe ja bestens bekannt.

Ich hatte großen Spaß mit dem Hörspiel und überlege noch, ob das daran liegt, weil oder trotzdem mir der Anfang so verdächtig bekannt vorkam. Vermutlich liegt es am Ehesten am spannenden Ende.

https://titania-medien.de/album/folge-051-was-das-feuer-uebrigliess

 

 

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Merlin – die neuen Abenteuer

Worum es geht

Auf ganze fünf Staffeln hat es die britische NBC / BBC Serie aus den Jahren 2008 – 2012 namens „Merlin – die neuen Abenteuer“ gebracht. Merlin (Colin Morgan) ist natürlich der Zauberer aus der Artus – Legende. Jedoch ist er hier erstmal nur ein junger Mann, der seine Zauberkräfte verbirgt, weil König Uther das zaubern verboten hat. Wer zaubert, wird geköpft.

So schickt ihn seine Mutter aus seinem Dorf, weil er dort sonst zu sehr auffällt und vielleicht einmal verraten wird. Das will sie natürlich verhindern. Sie schickt ihn daher zu einem Freund, nämlich zum alten Gaius (Richard Wilson), der früher einmal selbst gezaubert hat, nun jedoch – „geläutert“ – am Hofe von König Uther den Heiler gibt.

Da Merlin seine Zauberkräfte kaum beherrscht und zudem Gaius vor den Folgen eines Sturzes von einer Leiter retten möchte, wird Gaius sehr schnell Zeuge seiner Fähigkeiten. Jedoch verrät er ihn nicht. Im Gegenteil. Das zaubern wird ihr gemeinsames Geheimnis. Merlin soll sich möglichst unauffällig in Camelot verhalten, so der Rat von Gaius.

Schon bald jedoch stößt Merlin ausgerechnet mit dem Kronprinzen, Arthur (Bradley James) zusammen und fordert ihn sogar zum Kampf heraus, weil er dessen arrogante Art mit anderen umzugehen nicht leiden kann. Wer jedoch hätte gedacht, dass Merlin schon bald die Möglichkeit dazu erhält – und sie auch nutzt – ihm, Artus, das Leben zu retten? Aus Dankbarkeit dafür, dass er das Leben seines Sohnes gerettet hat, setzt er ihn als Diener von Arthur ein.

So kommt es, dass Artus, der eigentlich nicht auffallen sollte, nun täglich bei Hofe seinen Dienst verrichtet. Dabei lernt er auch die freundliche Ziehtochter von Uther, Morgana (Katie McGrath) und deren Dienerin Gwen (Angel Coulby) kennen.

Wer die Original – Sage kennt, wird spätestens jetzt stutzig werden. Gwen, soll das etwa Guinever aus der Sage sein? Ist es nicht seltsam, dass sie hier eine Dienerin ist?

Und genau da beginnt der eigentliche Spaß der Serie.

Die Arthur – Legende einmal anders

Die Stützpfeiler der Arthur – Legende werden während der Serie durchaus eingehalten und so steht im Prinzip auch schon vieles fest, jedoch wird mit den Charakteren der Sage hier gespielt. Das sorgt für ein gewisses Element der Unsicherheit. Im Prinzip weiß man, was geschehen wird, so man die Sage kennt, aber hier kann es doch alles ein klein wenig anders ausfallen.

Was ebenfalls zur außerordentlichen Spannung der Serie beiträgt ist, dass diese Serie uns die Sage um König Artus und die Ritter der Tafelrunde so erzählt, wie wir sie uns vielleicht, mehr oder minder, als Kinder ausgemalt hatten, ehe wir sie – meist durch eine Hollywood – Verfilmung – kennenlernten. Sagen wir es frei heraus: Die Original – Sage ist, besonders in der alten Version von Chretien de Troyes, nicht unbedingt zeitgemäß erzählt. Ehren sollte man sie für die Grundzüge der Geschichte und dafür, dass die Sage überhaupt überliefert wurde zu einer Zeit, wo kaum jemand schreiben konnte. Die wohl origialgetreueste Version von Artus im Film findet man in John Boormans “Excalibur”, der sowohl das faszinierende zeigt als auch das, was uns heute merkwürdig an der Originalsage vorkommt.

Stellten wir uns als Kinder jedoch nicht immer Drachen, Ungeheuer, Kobolde, Hexen und Zauberer vor, wenn wir von den “Rittern der Tafelrunde” erfuhren? Wo sind die Heldentaten, in denen wir unsere Helden gegen echte Gefahren antreten sehen? Diese Serie hat all das. Speziell ein Drache wird zu einem Weggefährten von Merlin. Er teilt ihm auch mit, dass Merlins Aufgabe darin besteht, das Leben von Arthur zu schützen.

Das ist der dritte Punkt, der diese Serie so großartig macht. Merlin wird zum geheimen Lebensretter von Arthur – und das nicht nur einmal. Dabei gelingt es ihm immer wieder völlig teilnahmslos am Geschehen und zuweilen gar nutzlos zu erscheinen.

Dennoch entwickelt sich eine rauhe Freundschaft zwischen Merlin und Arthur, die mit der Zeit viel tiefer geht. Oberflächlich gibt es stets „dumme Sprüche“, aber eigentlich halten sie eine Menge voneinander.

Man hat sich bewusst dafür entschieden, Menschen mit dunkler Hautfarbe mit einzubauen. Sogar Gwen fällt darunter. Im Mittelalter gab es in Europa vermutlich keine Menschen mit dunkler Hautfarbe (zumal als Ritter). Insofern nimmt sich die Serie eine gewisse Freiheit, passt sie auch in dieser Hinsicht – neben der erzählerischen – unserer Zeit an.

Und warum auch nicht? Sicherlich hat auch manch „farbiges“ Mädchen und manch „farbiger“ Junge einst davon geträumt, Ritter oder Königin in Camelot zu sein und findet sich nun in dieser Serie wieder.

Erste Staffel zu Ende sehen! Der Rest kommt von selbst!

Sämtliche Schauspieler vermögen zu überzeugen. Zusammen sind sie einfach großartig. Die Chemie zwischen allen Protagonisten stimmt einfach.

Dennoch muss man die Serie erst kennenlernen, ehe sie so wirklich Spaß macht. Die ersten Folgen der ersten Staffel sind für sich zwar spannend und witzig aber sie fühlen sich noch nicht nach „Epos“ an, noch nicht nach großer, gewaltiger Legende, die einen nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Weinen zu bewegen vermag. Aber all das kommt im Laufe der folgenden Staffeln. Man bekommt in manchen Episoden sogar richtig großes Kino geboten

Wer die Original – Sage kennt, wird die Serie mit der Zeit umso mehr zu schätzen wissen, da sie gekonnt dafür sorgt ganz anders, aber trotzdem genauso zu sein. Es ist ein wenig als würde man eine „wahre Geschichte“ sehen. „So war es wirklich“.

DVDs, Soundtracks, Figuren…

Wer skeptisch ist, kann sich die Folgen auf Netflix ansehen. Polyband hat jedoch auch dankenswerter Weise sämtliche Staffeln auf DVD veröffentlicht. Diese DVDs sind für „wahre Fans“, denn sie beinhalten nicht nur die Serie, sondern auch einen Haufen Zusatzmaterial. Eine Menge Interviews, „Behind the scenes“ und Making of´s laden dazu ein, die Entstehung der Serie und die darin vorkommenden Schauspieler besser kennenzulernen.

https://polyband.de/ceemes/page/show/964/search=merlin

Eine halbe Staffel auf DVD kostet etwa 15 EUR beim bekanntesten Internet – Kaufhaus.

Merlin (c) Polyband, NBC, BBC

Zudemist zu den ersten vier Staffeln der Soundtrack von Rob Lane und anderen veröffentlicht worden. Angeblich sei die Filmmusik für Staffel 5 alleine aus dem bestehenden Material entstanden, daher gab es nie einen fünften Soundtrack. Während sich die physischen CDs nur noch zu erhöhten Preisen finden lassen, kann man die MP3s z.B. bei Amazon für rund 10 EUR bekommen.

Seinerzeit kamen auch eine Handvoll Figuren auf den Markt, die an jene von Hasbro zu Star Wars erinnern. Diese findet man ggf. auf Ebay.

Fazit

„Merlin – die neuen Abenteuer“ erfreut sich einer großen Fangemeinde, die immer noch hofft, dass es nach dem Ende der Serie doch noch weitergeht. Ich persönlich hatte immer das Gefühl, dass die Serie wirklich gut durchgeplant worden ist – von Anfang bis Ende. Und das Ende ist stimmig. Es zahlt sich doch immer wieder aus, eine Geschichte komplett zu kennen, ehe man sie verfilmt, nicht wahr, DISNEY! (-> Star Wars Sequels!)…

Eine Fortsetzung der Serie macht meiner Ansicht nach weniger Sinn. Spannend wären allerdings Kinofilme, die die Geschichten zwischen den Staffeln erzählten. Hier könnte man noch mehr von den Abenteuern der Ritter der Tafelrunde erzählen. Aber daran scheint kein Studio Interesse zu haben. Schade eigentlich.

So bleibt mir nur, die Serie immer wieder mal von vorne zu sehen, die mittlerweile in einen in Vergessenheit geratenden Edelstein mutiert , weswegen ich dieser fantastischen Serie hier diese Zeilen widme und vor so viel Kreativität und Liebe zu Handlung, Setting und Charakteren nur den Hut ziehen kann.

Für Camelot!

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