Willkommen auf starbase-fantasy.de!

AKTUELLES: Ich musste leider einige Benutzer löschen, weil sich sehr unseriöse Benutzernamen dazwischen befanden. Sollte jemand gelöscht worden sein, der sich hier einfach nur auf dem Laufenden halten wollte: Sorry! Bitte einfach noch einmal, mit einem wohlklingenden Namen und einer seriösen E-Mail-Adresse, anmelden. Danke. 🙂

Wozu dieser BLOG?

Dieser „Nerd-Blog“ stellte euch eine Menge Produkte aus folgenden Bereichen vor:

  • Sherlock Holmes
  • Western
  • Star Trek
  • Star Wars
  • Harry Potter
  • Merchandise
  • Playmobil
  • Superhelden
  • Hörspielen
  • uvm.

Darüber hinaus findet ihr auch diverse #Gewinnspiele: Panini, Hasbro, Revell… Diverse Firmen unterstützen diesen Blog, wofür ich mich herzlich bedanke!

Und was noch – außer Rezensionen?

Im Bereich Kolumnen (https://starbase-fantasy.de/category/sonstiges/) lasse ich mich manchmal darüber aus, was ich über dies und das so denke. Es ist meine persönliche Meinung zu diversen Begebenheiten des Tagesgeschehens.

Der Lyrik – Bereich wird von mir sträflich vernachlässigt. Entschuldigung dafür. Ich schreibe aktuell an einer längeren Geschichte, weiß aber selbst nicht, wohin mich mein schriftstellerischer Weg führen wird. Weiß ich mehr, wird das garantiert hier bekannt gegeben. Erste Eintragungen existieren dennoch:  https://starbase-fantasy.de/category/lyrik/

Auch, wenn ich in der Regel zu den diversen Themen rezensiere, finden sich auch hierzu diverse Einträge, in denen ich mich mit z.B. Raumfahrt, Star Wars oder Sherlock Holmes aus einem persönlichen Blickwinkel aus befasse. Beispiele hierfür:

Star Wars und Disney:

https://starbase-fantasy.de/star-wars-danke-disney-danke/

Jeremy Brett´s Sherlock Holmes

Jeremy Brett´s Sherlock Holmes – eine Erinnerung

Apollo XIII

Apollo 13 – Ein Drama mit „Happy End“

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Oder ihr schaut einfach ab und zu mal rein 😉

Viel Spaß beim Stöbern!

Matthias

Persönlicher Gruß für die Ohren:

 

 

 

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Playmobil goes Star Trek

Playmobil ist großartig!

Playmobil steht und stand immer für hohe Qualität. Ich lernte Playmo in seinen Anfangsjahren kennen und blieb irgendwie dabei, obwohl ich nun schon über 50 Jahre alt bin. Das liegt aber auch daran, dass sich Playmobil weiter entwickelt hat. Die Figuren (Knights, Western und Co.) sind unglaublich detailiiert und durchdacht – so auch die „großen“ Sets wie die „große Löwenritterburg“ (6000), deren Schönheit und deren durchdachter Bauplan für mich zum Standard für alle weiteren Sets wurde.

Die große Löwenritterburg kam damals für rund 140 EUR auf den Markt. Eine beträchtliche Summe, die sich aber komplett rechnet, denn die Burg bot alles, was das Ritterherz begehrte: Thronsaal, Türme, Verlies, Geheimfach, Drachenhöhle, Pferdestall, (interne) Zugbrücke, Tore usw. usf. Die Macher des Sets hatten sich komplett auf die kleine Spielwelt eingelassen. Da führt keine Treppe und keine Leiter ins Nirvana. Man muss sich nicht „denken“, wie ein Ritter von „A nach B“ kommt. Es ginge wirklich, weil die Wege wirklich existieren.

Die Ritter damals waren vor Allem in „gold“ gehalten. Es gab ein schönes Wappen, allerlei Waffen (unterschiedliche Schwerter, Messer, Äxte u.a.) und Helme. Irgendwie sah jeder Ritter anders aus, obwohl sie natürlich alle das gleiche aufgeprägte Grinsen der Playmos tragen. Mehr oder minder.

Wenn ich von der damaligen Ritterwelt zu erzählen beginne, fallen mir viele Dinge ein. Ich komme ins Schwärmen. Nur so viel möchte ich hier – um nicht abzuschweifen – sagen: Die vielen Sets jener Ritterwelt bedienten sowohl die Mittelalter als auch die Fantasy – Fans. Jede/r konnte damit so spielen / sammeln, wie es ihm / ihr beliebte. Vom Magier bis zum Zwerg, vom Drachen bis zum Troll gab es Alles! Und je zu einem wirklich erträglichen Preis!

Diese Burg ist für mich DER Vergleichs“wert“ zu allem, was da noch kommen mag bei Playmobil!

Star Trek – die Überraschung mit Beigeschmack

Als die Nachricht kursierte, Playmobil habe die Star Trek Lizenz aufgekauft und es gäbe nun die Enterprise 1701 für rund 500 EUR, schlugen alle drei Neuigkeiten gleichermaßen ein. Playmobil – Star Trek Lizenz – Enterprise? SUPER! Einerseits und andererseits: 500 EUR! Reden wir nicht lange rum: Der Preis muss mit der teuren Lizenz zu tun haben. Ob die Enterprise nun die Lizenz finanzieren soll, damit dann preiswertere Sets folgen können oder ob die Enterprise so eine Art Vorwarnung ist, dass es ab jetzt – zumindest in der Star Trek Reihe – teurer wird… Keine Ahnung.

Meine Vermutung ist die, dass jetzt tausende von Fans mit sehnsüchtigem Blick verfolgen, dass „ihr“ Raumschiff eingelaufen ist, aber durch den Preis unerreichbar bleibt. Das ist insofern besonders bitter als das Playmobil bisher das „gute Spielzeug für alle „Schichten““ war. Kinder konnten sich von ihrem Taschengeld eine Figur leisten und selbst Eltern mit geringem Einkommen konnten zum Geburtstag oder Weihnachten auch mal ein größeres Set spendieren. Das war bisher der wohltuende Antagonist zu LEGO.

LEGO und ich … das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls hat das LEGO von heute mit dem meiner Kindheit (wo es eine Art analoges Minecraft war) kaum noch etwas zu tun. Lizenzen über Alles! Und die Preise sind gehörig! Die Enterprise, wie sie von Playmobil angeboten wird, bei LEGO wäre sicher nicht preiswerter geworden. Das ist aber nur bedingt ein Lob in Richtung Playmo, denn LEGO ist sehr, sehr teuer! Wenige Steinchen deuten ganze Landschaften und Szenen an, müssen aber teuer bezahlt werden. Klar, die Harry Potter Sets z.B. sehen schon klasse aus, aber der „Preis ist heiß“.

Ich gehe davon aus, dass Playmobil nicht generell teurer wird (und damit seinen guten Ruf gefährdet), sondern dass es entweder eine „Erwachsenen – Reihe“ und eine „Kinder – Reihe“ geben wird oder das es unter den (eher) an Erwachsene gerichteten Merchandise gelegentlich mal teurer wird, aber nicht grundsätzlich, denn beispielsweise die „Ghostbusters“, die „Zurück in die Zukunft“ Sets und Co. blieben ja auch preislich im Rahmen.

Trotzdem geil!

Bei aller gebotenen Empörung über den hohen Preis möchte ich aber dennoch kurz mal einen Moment bei der Tatsache verweilen, dass Playmobil die Star Trek Lizenz überhaupt bekommen hat.

Da ich schon als kleiner Junge Star Trek Abzeichen auf einfarbige 1970er – Figuren von Playmobil geklebt habe, kann ich – trotz allem drumherum – trotzdem immer noch freudig grinsen. Grinsen in hoffnungsvoller Erwartung!

Was wäre jetzt alles möglich? Mir fallen unendlich viele Dinge ein. Alleine, was die Original Series angeht: Die Brücke noch einmal extra als Playset, ebenso der Transporter Raum, die Krankenstation und und und. Der „Guardian of Forever“, diverse Außerirdische, Klingonen bei Playmobil! Einzelfiguren mit diversen Outfits, denn – Playmobilfans wissen das – seit einiger Zeit kann man auch Playmobilfiguren unterschiedlich anziehen! Das Galileo – Shuttle könnte erscheinen etc. p. p.

Und diese – kleineren – Sets könnten dann, wenngleich immer noch zu teuer, wesentlich preiswerter werden.

Ich glaube nicht, dass ich der erste bin, der daran denkt. Vielmehr glaube ich, dass ich nur das in Worte fasse, was andere denken.

Und wie ist die Enterprise?

Da ich mir die Enterprise ebenfalls nicht leisten kann, blieb es mir nur, mich in diversen Youtube – Videos schlau zu machen. Gerade, weil ich den Vergleich zu anderen Sets habe (siehe oben: „Burg“), bin ich zwar beglückt, aber nicht überschwänglich, wenn ich daran denke, was ich dort so sah. Woran liegt das?

Zu aller erst wieder am verdammten Preis. Denn wenn ich eine perfekte Ritterburg mit Figuren, Waffen und Ausbaumöglichkeiten für weniger als die Hälfte bekommen konnte, dann möchte ich nun entsprechend viel mehr. Gibt es aber nicht, weil ein Teil der Einnahmen direkt in das schwarze Loch der Lizenzen verschwindet.

Was es gibt ist natürlich dennoch anständig, kann sich sehen lassen. Stabiles Plastik, große Maße, Sound und Lichteffekte, tolle Figuren und Tribbles, die imo nicht so ganz aussehen wie Tribbles.

Die Brücke speziell, begleitet vom typischen Sound, weiß zu gefallen. Sie wurde perfekt getroffen. So auch die Figuren von Kirk, Pille, Spock und Co. Waffen, Kommunikatoren und dergleichen Zubehör verstehen sich – bei Playmo – von selbst. Natürlich sieht das alles auch richtig gut aus.

Im Maschinenraum hört man Scotty fluchen… Ja, der Maschinenraum ist auch sehr gut gelungen. Man bekommt direkt Lust loszuspielen…. Der Maschinenraum sieht cool aus, man kann die Dilithiumzelle herausnehmen, dann erscheint ein Alarm. Alarm gibt es so oder so, wenn man ihn braucht.

Eine spezielle App folgt noch. Es bleibt spannend.

Man kann die schöne, schwere Enterprise aufhängen oder hinstellen. Nice!

Fazit

Otto Normalverbraucher muss ausharren und den Markt beobachten, ob da nun noch mehr kommt – auch für den kleinen Geldbeutel. Das wäre wünschenswert, weil sozialverträglicher und überhaupt nett gegenüber den Fans mit geringem Einkommen.

Die Möglichkeiten für weitere, kleinere Sets sind schier unendlich.

Last but not least sollten wir Playmobil erstmal (wenn auch noch etwas verhalten) dafür danken, dass sie die Rechte gekauft haben. War sicher nicht so leicht. In einem Video bei Youtube sieht man auf einer der Figuren den CBS – Rechte Aufdruck von 2019! Da kann man sich vorstellen, wie lange dieser Wurf geplant wurde. Ob er gelungen ist, kann meiner Ansicht nach noch nicht gesagt werden. Es kommt auf die weiteren Pläne von Playmobil an. Sollte die Marke Star Trek der Mercedes unter den Playmos bleiben, wäre das sehr traurig. Denn Mercedes kann sich kaum einer leisten….

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EUROPA Gruselserie Nr. 8: Frankensteins Nichte – Erbin des Wahnsinns

Es ist unglaublich, wie sehr in den sozialen Medien doch über die neue Europa Gruselserie gelästert wird. Die alten H. G. Francis – Hörspiele stehen unverrückbar auf ihren ehernen Podesten. Sicher auch verdienter Maßen, doch der Moment des Hörspiel hörens ist ein Kunglumerat von vielen Faktoren. Einer davon ist der Hörer selbst. Viele haben wohl ihr „12jähriges Ich“ komplett vergessen und beurteilen alles als nunmehr sehr kritische und abgeklärte Erwachsene – ohne dabei zu bemerken, dass sie andere Meßlatten anlegen als damals!

Erinnerung

Ich persönlich habe die Gruselserie in den 1980ern natürlich auch gesammelt. Es war immer ein großer Moment, wenn ich mit der leeren Hülle in das Ladengeschäft von „Photo Porst“ (der Laden, wo meine Eltern Filme für die Fotokamera erwarben und mein Bruder für seine Super 8 – Kamera) ging, um da dann die passende Kassete gegen mein Taschengeld eintauschen zu können. Heute noch liebe ich die Stimmen von Horst Frank, Brigitte Kollecker und den weiteren namenhaften SprecherInnen.

Nostalgie mag verklären, aber die Hörspiel – Zeiten waren auch eben sorgenfreie Zeiten. Sicher das wesentliche, was man von damals mitnimmt. So ein Gefühl von „alles perfekt“ – Momenten, die sich jede/ r anders mit seinem / ihren Hörspiel eingerichtet hatte. Damals war alles anders – die vielen Hörerinnen und Hörer natürlich auch. Das wird oft vergessen. Und das Andre Minninger nicht schreibt wie H. G. Francis (auch umgekehrt wäre das sicher unmöglich gewesen) liegt in der Natur der Dinge. Aber muss das schlecht sein? Als die neue Europa Gruselserie ausgerufen wurde, hielt ich zu ihr und tue es nach wie vor. „Frankensteins Nichte“ zeigt mir, dass ich der Serie zu Recht meine Treue hielt.

Frankensteins Nichte!

Lässt sich der Lauf der Natur aufhalten? In einer entlegenen Beauty-Klinik in Edinburgh erhoffen zwei alte Studienfreunde ihr jugendliches Aussehen wieder zu erlangen. Doch die Schönheitschirurgin Professor Victoria Stone verfolgt ihre eigenen Pläne und sieht in den zwei Patienten ideal Versuchskaninchen für ein teuflisches Experiment …

Frankensteins Nichte (c) Europa

Gute Gruselgeschichten beginnen oft in der schnöden Realität. Manchmal in einer wenig wünschenswerten und doch wandelt sich die Situation schnell dermaßen, dass man sich wünschte, es wäre noch alles so wie zuvor….

Orlandos (Nicolas König) Realität ist, dass er „zu seinem 50igste“ Geburtstag von seiner Frau verlassen wurde. Zudem bekam er eine Absage auf eine Bewerbung. Kurz und gut: Orlando ist in einer echten Lebenskrise angekommen. Hier wird in wenigen Momenten ein Charakter erschaffen, der mir zumindest gleich sympathisch war. Sein Kumpel Martin (Helmut Zierl) hat eine top Idee: Auf in die Schönheitsklinik! Aber nicht in irgendeine, sondern in eine, die wahre Wunder verspricht. Auch so einen Typen wie diesen Martin kenne ich. Kennt so einen nicht jede/r?

Da Orlando eh nichts zu verlieren hat, läßt er sich darauf ein. Als sie das alte Schloß, in dem sich die Beauty Klinik befindet, erreichen, hat Martin bereits ein flaues Gefühl in der Magengegend. Auch der etwas merkwürdige „Butler“ des Hauses, Harper (gesprochen von Hans – Peter Korff), schreckt sie nicht ab. Es muss erst schlimmeres geschehen… Aber ich will nicht mehr verraten. Da es sich nicht um Shakespeare handelt, ist die Handlung nicht gerade fett.  Muss sie aber auch nicht sein (war sie auch damals nicht). Nur Spaß machen muss sie und das tut sie auch. Aber aus dem gleichen Grund erzähle ich jetzt nicht mehr, denn ich will euch den Spaß nicht nehmen.

Kein Hörspiel zum Einschlafen!

Technisch ist das Hörspiel absolut gelungen. Die Sprecher sind passend, speziell hervorheben möchte ich dabei Desiree Nick (Victoria Stone), die in die Fußstapfen der von „Draculas Tocher“ treten könnte, was die Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme zwischen geschäftsmäßiger Freundlichkeit und Wahnsinn angeht. Die Musik erinnert wirklich ein wenig an die alten „Horror Pop Sounds“ und wenn am Ende ein spezielles Thema gespielt wird, freut sich das Fan – Herz. Aber ich will auch das nicht verraten.

Mit dem Thema (Midlife – Crisis) wurde ich – 1969 geboren – direkt angesprochen. Die Handlung wird Stück für Stück vor einem ausgebreitet. Die Grausamkeiten der „Beauty Farm“ ebenfalls. Langsam, aber sich wurde ich als Zuhörer Teil des Freunde – Gespanns und als sich alles zuspitzte war ich wirklich mit dabei. Kein Hörspiel zum Einschlafen!

Die Story ist die bisher brutalste. Alles, was man an unangenehmen Gefühlen und Ängsten mit „Krankenhaus“ verbinden könnte, wird hier aufgefahren und in trashiger Horror – Manier verarbeitet. Allerdings bleibt das Hörspiel dabei immer noch in einem unsichtbar gesetzten Rahmen des guten Geschmacks, was ich persönlich befürworte.

Das ich das Hörspiel toll finde, ist sicher klar geworden. Was ich noch extra erwähnen möchte ist das abermals super Design der Hülle. Inlay, der Druck auf der CD selbst – alles passt zueinander. Und aus der Mitte der noch nicht aus der Hülle gelösten CD glotzt die Nichte Frankensteins. Köstlich! Was jetzt noch schön gewesen wäre, wäre ein Gutschein für eine Wellness – Farm 😉

Hier könnt ihr euch den Grusel u.a. ins Haus bestellen:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID151639907.html

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Titania Sherlock Holmes Nr. 46: Der Mann in Gelb

Nach jahrelanger Funkstille erhält Dr. Watson den Brief einer gewissen Marjorie Beaumont, die ihn und Holmes dringend um Hilfe ersucht. Angeblich trachtet eine religiöse Gemeinschaft ihrem Onkel nach dem Leben und peinigt ihn mit Drohbriefen. Nachdem eines Nachts eine mysteriöse Gestalt im Haus des Onkels gesehen wird und ebenso spurlos wieder verschwindet, beschließt Holmes, den vermeintlichen Tatort bei Nacht einmal genauer unter die Lupe zu nehmen …

Dieser Fall erinnert an andere Fälle…

Überrascht las ich auf der Website https://sherlockholmes.fandom.com/de/wiki/Der_Mann_in_Gelb über dieses Hörspiel:

Die Handlung basiert auf der Erzählung The Man in Yellow um den Detektiv Ronald Standish. Im Gegensatz zur Hörspiel-Umsetzung kommen in der Vorlage die Figuren Sherlock Holmes und Dr. Watson nicht vor.

Aber warum war ich so überrascht? Das in der Titania Reihe veränderte Geschichten von Herman Cyril McNeile vorkommen, ist mir ja durchaus geläufig, aber in „Der Mann in Gelb“ „wimmelt“ es nur so von Andeutungen auf andere Holmes – Geschichten! Nach einem frischen Anfang wandert die Story beinahe 1:1 zur Holmes – Short – Story mit den „fünf Orangenkernen“. Die Ähnlichkeit am Anfang ist so stark, dass ich froh war, dass es danach anders weiter ging, weil ich die Originale alle schon viel zu gut kenne. Am Ende wiederum gibt es eine Szene, die stark an eine andere, sehr bekannte, Kurzgeschichte erinnert. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Wie gut ich das Hörspiel fand?

Wenn Dr. Watson am Anfang dieses Falles dermaßen begriffsstutzig ist, dass er quasi vergißt, den Brief in seinen Händen zu lesen, kann man dies am besten ertragen, wenn man sich zu der Szene Nigel Bruce (der Watson in den Rathbone – Filmen) vorstellt. Dann geht es wieder, denn dessen zuweilen ungeschickte Unwissenheit fand ich immer recht amüsant.

Aber ganz ehrlich: So starken Ähnlichkeiten mit bekannten Originalgeschichten möchte ich so „platt“ auch nicht gerne wiederbegegnen.

Von diesen Punkten abgesehen ist dies trotzdem ein frischer, spannender Fall, in dem Holmes erstmals Fingerabdruckpulver verwendet (glaubwürdig? Nun, ich lasse das Leute entscheiden, die in der Biografie von Sherlock Holmes bewanderter sind als ich). Die Sprecher sind hervorragend, die Musik wird treffend eingesetzt und die Effekte runden das klangliche Bild ab. Nicht so gut wie sein direkter Vorgänger, für meinen Geschmack, aber als kurzweiliger „whodunit“ gar nicht mal so schlecht.

Ihr könnt das Hörspiel u.a. hier erwerben:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID151378648.html

 

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Titania Sherlock Holmes Nr. 45: Harry Price und der Fall Rosalie

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir macht Sherlock Holmes immer dann so richtig Spaß, wenn die Fälle ein wenig unheimlich sind. „Der Hund der Baskervilles“, aus den Originalfolgen, ist ebenso mein „Favourit“ wie auch „Die scharlachrote Kralle“ aus den Rathbone – Verfilmungen. Anders als bei dem (Ausnahme bei Jeremy Brett) unrühmlichen Holmes – Film „Der letzte Vampir“, sind in diesen Fällen viele schöne, glaubwürdige Gruselmomente mit einer absolut logischen, nachvollziehbaren und glaubhaften Erklärung auf einer Kette aufgereiht. Der Detektiv lässt sich so wenig (oder weniger) ins Boxhorn jagen wie der Leser bzw. Zuhörer. Aber wie, verdammt, kann es sein, dass…. und dann beginnen sie, die unerklärlichen Vorfälle.

Worum geht es?

„Harry Price und der Fall Rosalie“ ist ein neuer Fall aus dem Hause Titania, in dem Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt sich als Holmes und sein getreuer Begleiter, Watson, ein Stelldichein geben.

Der berühmte Geisterjäger Harry Price hat in seiner Karriere bereits unzählige Trance-Medien des Betrugs überführt. Als bei einer Séance in einer feudalen Stadt-Residenz der Geist eines Mädchens namens Rosalie beschworen wird, und Price keinerlei Merkmale einer Täuschung aufdecken kann, beschließt er, die Herren aus der Baker Street 221b um ihre Mitarbeit zu bitten. Der Meisterdetektiv soll herausfinden, ob Harry Price nicht vielleicht doch einem Betrug aufgesessen ist…

Wie ist das Hörspiel?

Harry Price wird hier von Hans – Georg Panczak gesprochen, ja genau, der Synchronstimme von Luke Skywalker und vielen anderen. Dieser Stimme kann man genüßlich lange lauschen, ohne das es langweilig wird. Muss man aber auch, denn ehe sich Holmes den Tatort vornimmt, wird Watson und dem Detektiv recht ausschweifend erklärt, welch wundersame Erfahrungen er mit dem Geist Rosalie sammeln durfte. Dadurch wird der Zuhörer selbst „Zeuge“ des Geschehenen. Viele Sherlock Holmes Storys – auch die Originale – haben einen großen einführenden Teil – oder gar einen zweiten Teil, der die Hingergründe im Nachhinein durchleuchtet – wie bei der „Studie in Scharlchrot“.

In diesem Fall wurde ich, wie einst beim „Hund“ oder der genannten „scharlachroten Kralle“ ausnehmend gut unterhalten. Auch die weiteren Sprecher (Cornelia Meinhardt, Rainer Gerlach, Maximiliane Häcke, Daniela Thuar, Jannik Endemann, Tom Raczko) überzeugen allesamt, die Effekte und die Musik sind, wie gewohnt, gut eingesetzt worden.

Es ist jedoch die Story, das Skript des Hörspiels (von Marc Gruppe selbst), welches mir speziell gut gefällt. Die Spannung wird langsam aufgebaut und da es ein Experte ist, der hier zu Holmes kommt, hat nicht nur Holmes, sondern auch der Zuhörer Grund zur Annahme, dass die Erklärung verwundern wird. Wenn es eine gibt.

Dieses Hörspiel könnt ihr u.a. hier erhalten:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID152341080.html

 

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Wir nahmen ein paar Sets von Playmobil PRINCESS unter die Lupe!

Meine Stieftochter  begeisterte sich für die „Princess – Reihe“ von Playmobil. Grund genug, mich – mit ihr gemeinsam – daran zu machen einige der Sets genauer unter die Lupe zu nehmen.

So „untersuchten“ wir die Playmo – Sets Nr. 70454 (Ankleidezimmer mit Badezimmer), 70452 (Musikzimmer), 70455 (Speisesaal) und 70450 (Reitunterricht im Pferdestall).

Das Design der Princess – Reihe wird von den Farben Rosa, Lila und Gold dominiert, aber es gibt interessante Varianten und Abweichungen der Farbgebung. Was für alle Sets gilt ist die große Detailtreue, tolle Muster auf den Kleidern (man bedenke: die ersten Playmos waren einfarbig!) und eine große Menge an teils sehr kleinem Zubehör. Ich empfehle, speziell für die ganz kleinen Teilen, von Anfang an einen Karton oder eine der Kunststofftüten, die in den Sets dabei sind, zum Verwahren zu verwenden.

Spannend ist auch, dass man es geschafft hat, den Figuren durch unterschiedliche Gesichter auch unterschiedliche Charaktere zu verleihen. Und nun geht es etwas genauer ans Detail…

70454 – Ankleidezimmer mit Badezimmer

Meine Stieftochter wusste nicht genau, was sie bekommt. Als ich ihr das „Ankleidezimmer“ – Set zeigte sagte sie: „Ich habe gehofft, dass es das ist!“

Ankleidezimmer mit Badewanne

Nun bin ich – kommend aus der Playmobil-Fraktion „Ritter, Westernhelden und Spaceabenteuer“ etwas skeptisch an die Princess – Sets gegangen, wurde aber überrascht, dass es sich anfühlt als würde man den Teil einer „echten“ Welt aus dem Karton schütteln. Aufgebaut sieht das Set, das gilt übrigens für alle genannten, einfach toll aus. Das meinte auch Virginia, nachdem wir es aufgebaut hatten: „Tolles Set!“

Die Garderobe mit den Kleidern, die man dort aufhängen und der mitgelieferten Figur (Prinzessin Sally) auch anziehen kann, Perücken auf „Modeköpfen“, die man ebenfalls wechseln kann, die an eine Muschel erinnernde Badewanne, der Paravent, der goldene Spiegel – das alles wirkt wertig und außerordentlich schön. Aber die Leute von Playmobil haben auch ans Detail gedacht. Handtuchhalter mit Handtüchern sind auch dabei.

Ein in der Tat königliches Umkleidezimmer. Der Clou: Ein Mini-“Quietsche – Entchen“ für die Badewanne! Kann zwar nicht quietschen, ist aber super süß, wie wir beide befanden (und schon habe ich wieder das Quietsche – Entchen – Lied von Ernie im Kopf…)…

(c) Playmobil – Badezimmer aus dem Set 70454

70452 – Das Musikzimmer

Wusstet ihr, dass es zur Grundausbildung einer Prinzessin gehört, ein Musikinstrument zu erlernen? So steht es jedenfalls in der Beschreibung dieses Sets auf Playmobil.de. Die Vorstellung, ein Musikzimmer zu haben, in dem diverse Instrumente stehen, war tatsächlich immer mein Traum – speziell als ich noch jünger war und so fand ich dieses Set von Anfang an spannend.

Das Musikzimmer (c)Playmobil

Meine Stieftochter befand, dass der Karton ziemlich schwer zu öffnen sei. Ich half ihr dabei. Hervor kamen die Prinzessin Nadja, zusammen mit einer weiteren Prinzessin, die sehr elegante Kleider tragen.

Mit Kontrabass, Geige, Harfe und Blockflöte, kann man sich schon viel an Musik vorstellen, die da gespielt wird. Mit dabei sind auch goldene Notenständer mit Notenbüchern. Etwas schwierig, fand meine Stieftochter, war das Anbringen der Polster auf dem Sessel und dem Fußteil. Das übernahm ich dann und musste ihr recht geben, dass das nicht ganz so einfach war.

Insgesamt ein hübsches Set, dass dazu einlädt, nebenher vom Smartphone die entsprechende Musik einzuspielen, die die Figuren gerade spielen mögen.

70455 – Speisesaal

Der Speisesaal hat viele, viele Kleinteile dabei. Beim gemeinsamen Zusammenbauen fiel mir auf, dass da die Geduld meiner Stieftochter etwas nachließ und sie mehr Unterstützung benötigte. Die vielen kleinen Löffel, Messer und Gabeln sehen toll aus. Selbst diesen kleinsten Teilen hat Playmo noch einen eigenen Charme verliehen, aber natürlich laden diese auch dazu ein, verloren zu gehen. Entsprechend denke ich, entweder man lebt damit oder man bestellt gleich auf der Playmobil – Website genug Ersatz-Besteck 😉

Das Speisezimmer

Als ich mir die Figuren und ihre Bekleidung genauer ansah, war ich begeistert von den Möglichkeiten, die es heute gibt und fragte mich, wieso die Ritter vergleichsweise stiefmütterlich behandelt wurden. Natürlich sahen die Löwenritter schon viel besser aus als die aus den 1970er Jahren mit ihren Topfhelmen, aber diese Prinzessinnen hier sehen richtig, richtig toll aus. Ansehen, selbst ein Bild machen! Kann ich da nur empfehlen.

Tisch, Geschirr, Beistelltisch, Korb mit Früchten… alles dabei, wie man sich das vorstellen kann. Erstmal aufgebaut ist dies genau das, was man sich unter einem „königlichen Speisesaal“ vorstellt. Nur wäre bei den Rittern gewiss ein Braten auf dem Tisch gelandet. Die Prinzessinnen ziehen die vegane Ernährung offenbar vor. Was ja auch nicht per se falsch ist.

(c) Playmobil – Der Speisesaal

70450 – Reitunterricht im Pferdestall

Das ist so ein Set, dass man am Besten aufbaut, wenn man sich wirklich Zeit nehmen kann. Seht ihr die Reihen wohl gepflegter, rund geschnittener Bäumchen am Rand – links und rechts? Ja, die brauchen am meisten Zeit beim Aufbau. Sehen dann natürlich auch entsprechend schön aus und geben dem „Reitunterricht“ ein passendes Ambiente.

Der Reitstall

Der „Stall“ selbst wird eher angedeutet, kommt aber mit kleinen, praktischen Schubladen, die man sowohl dafür verwenden kann, dass die Pferde daraus fressen als auch um später das wieder reichhaltige Zubehör darin zu verstauen.

Für die Pferde gab es wohl nie so viel Zubehör wie in diesem Set! Neben den normalen Sätteln und dem üblichen Zaumzeug, sind auch diverse Bürsten dabei, um das Fell der Pferde zu pflegen. Jeder Sattel wird zuvor von einer Pferdedecke unterlegt (sehe ich zum ersten Mal, dass das geht) und es gibt sowohl „normale“ Sättel als auch Damensättel – und natürlich Äpfel, Stroh und dergleichen zum Fressen für die Pferde.

Die beigefügten Figuren sind Prinzessin Pina und der König.

Beschreibung auf der Playmobil-Seite: Der Pferdestall und natürlich die Pferde, das ist Pinas Welt. Hier fühlt sie sich wohl und verbringt am liebsten den ganzen Tag bei ihren geliebten Tieren. Als königliche Reitlehrerin untrrichtet sie die Prinzessinnen im Reiten und lehrt sie alles wichtige über Pferdepflege und den richtigen Umgang mit den stolzen Vierbeinern. Eine echte Prinzessin reitet natürlich mit Damensattel, aber das kann eine Herausforderung sein. Doch für Pina sind auch schwierige Fälle kein Problem, sie findet stets eine Lösung.

Dieses Set vermittelt weniger den Eindruck eines Pferdestalls, sondern mehr den einer weitläufigen Pferdekoppel. Genau das gefällt mir daran, denn ein normaler Pferdestall, wie – z.B. damals bei der Playmobil „Silver Ranch“ – sieht zwar auch toll aus, bietet aber weit weniger Spielmöglichkeiten. Zudem soll dieser spezielle Stall ja zum Schloss passen. Alles soll weit und groß sein. Gemacht für „Prinzessinnen“, die in ihrer eigenen Welt tolle, grenzenlose Abenteuer erleben können.

Fazit.

Meine Stieftochter ist begeistert. Das alleine könnte als Fazit stehen bleiben. Natürlich will sie (immer noch und vielleicht sogar mehr als zuvor) das große Schloss haben. Naja, mal sehen, ob das Weihnachten auch noch so ist… 😉

Als Erwachsener, der Playmobil irgendwie immer noch gewogen ist, bin ich begeistert davon, was auch speziell für Mädchen, die gerne „Prinzessinnen“ spielen, von Playmobil entwickelt wurde. Playmobil hat sich weiterentwickelt. Die Kleider der Prinzessinnen, ja, die Charakterisierung einzelner Figuren, ist inzwischen gelungen. Das Zubehör ist bis zum Quietsche-Entchen liebevoll durchdacht. Das Ergebnis von Kreativen, die man kreativ sein lässt, wie mir scheint. Gut so!

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Batman – Joker War: Ein Eindruck

Ich geriet relativ unvermittelt in den „Joker War“. Das Problem ist, dass ich davon ausging, dieser Comic sei eine in sich abgeschlossene Handlung. Das ist sie nicht. Dies ist ein Teil einer extrem großen Geschichte.

Verwirrung: Worum geht es hier?

Mein erster Eindruck war der, dass es in Gotham so eine Art Bürgerkrieg gibt, angeführt vom Joker selbst. In vielen kleinen Geschichten werden einem Kabinettstückchen von Geschehnissen vorgespielt, die während dieses Durcheinanders in Gotham passieren.

Dieser Comic richtet sich dabei in erster Linie nach den „Rebirth“ – Veränderungen, also jenen, die mit dem „Neustart“ von Batman unter dem Label „Rebirth“ eingeführt worden sind.

(c) Panini, DC Comics – Cover von „Joker War“

In der ersten Story besucht Joker den gefangenen Bane im Arkham Asylum. Die schön düster gezeichnete Story lebt davon dem Leser Jokers neue Einstellung zum Schurken Bane darzulegen. Mehr ist es eigentlich nicht, was hier geschieht.

Diese kleine Geschichte bekommt mehr Gewicht, wenn man weiß, dass in diesem „Rebirth“ – Universum Bane derjenige war, der Alfred Pennyworth vor den Augen von Damian Wayne (neuer Robin) tötete. Danach übernahm der Joker mit seinen Clowns die Stadt – und zwar mit dem vorrangigen Ziel, Bruce Waynes Andenken zu schädigen und sein Waffenarsenal zu übernehmen.

Eine weitere Änderung ist die, dass der Joker Wayne Enterprises übernahm und sein neuer Wegbegleiter „Punchline“ ist.

In einer weiteren Story begegnen wir Lucius Fox und seiner Familie in diesen düsteren Zeiten und auch Red Hood und Poison Ivy bekommen ihre Story. Die letzte kleine Geschichte ist eine Erinnerung von „Gunstmith“ an eine Begegnung mit Batman. Die hat mir am Besten gefallen, vielleicht weil sie auch zu jeder anderen Zeit in jeder anderen Ära so hätte stattfinden können. Eine Geschichte, die spannender noch wirkt, wenn man sich die Einstellung des ehemaligen amerikanischen Präsidenten zum Gebrauch von Waffen anschaut…

Problem und Reiz von „Joker War“

Das eine Problem, dass ich mit „Joker War“ hatte war nicht, dass die Zeichnungen schlecht gewesen wären. Diese waren wieder sehr künstlerisch und abwechslungsreich. Die Geschichte hätte für mich mehr Zusammenhalt, einen logischen, verbindenden Faden benötigt. Diesen mag es auch geben, doch ist es dazu nötig, sich viele kleine Geschichten aus diversen Heftreihen um den Mitternachtsdetektiv zusammenzutragen, um ein ganzes Bild zu erhalten. Das ist das eine Problem, dass ich mit diesem Comic, welches ansonsten gut zu unterhalten vermag, hatte.

(c)Panini, DC Comics: Der Joker ist wieder da!

Das Andere ist freilich, dass ich Batman in den 1980ern, der Bronze – Ära, kennenlernte. Ich wehre mich nicht gegen Veränderungen, jedoch ist der Joker War an sich nur für jene brillant, die ihn lieben. An Comics wie „Das lange Halloween“ kommt die Story jedoch schon rein inhaltlich nicht heran, soweit ich das einschätzen kann. Es ist das bekannte „Joker gegen Batman“ – Ding in „richtig, richtig verrückt und krass“. Extrem spaßig, aber nicht mehr.

Bei näherer Betrachtung fällt mir auf, dass dieser Comicband jedoch wirklich nur kurze Schlaglichter auf kleine Ereignisse rund um den „Joker War“ wirft. So ist er ein wenig wie ein Brotkrumen, dem man entweder folgt und sich weitere Bände zum Event „Joker War“ kauft – oder eben nicht. Wer begierig und gespannt alles einsammelt, was er oder sie zum „Joker War“ finden kann, wird hier, im Blick auf das große Ganze, vermutlich Details und Inhalte als wertvoll erachten, die mir, als Leser, der zum ersten Mal mit diesem Comic mit dem „Joker War“ in Berührung kam, eher unbedeutend erscheinen.

Zu guter Letzt will ich die Künstler des Bandes jedoch loben, denn sie haben – Inhalte und Veränderungen hin oder her – sehr gute Arbeit geleistet! James Tinyon IV, John Ridley, Guillem March, James Stokoe u.a.

Abschließendes Fazit: Macht jedem Batsi – Fan Spaß (obwohl Batman selbst nur Gaststar ist), jedem „Joker War“ Fan noch mehr Spaß, hat aber – für sich als Einzelband gesehen – wenig Tiefe.

Für 13 EUR jedoch mag das angehen. Erhältlich u.a. hier: 

https://paninishop.de/joker-superhelden-comics/batman-sonderband-joker-war-dbatsb009

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Sherlock Holmes Zeichentrick – Filme bei PIDAX

Burbank Films Australia begann 1982 eine Reihe von Klassikern der Weltliteratur als Zeichentrick – Veröffentlichung zu verfilmen. Große Werke von Charles Dickens, Alexandre Dumas, Lewis Carrol u.a. große Autoren wurden ebenso hierfür verwendet wie auch die vier Sherlock Holmes Romane von Sir Arthur Conan Doyle.

Unter den Titeln „Ein Traum in Rot“, „Im Zeichen der Vier“, „Der Hund von Baskerville“ und „Im Tal der Angst“ wurden ihre literarischen Vorbilder in Zeichentrick umgesetzt. Im Original lieh der renommierte Schauspieler Peter O´Toole (1931 – 2013)Sherlock Holmes seine Stimme, während Watson vom weniger bekannten, aber passenden Earle Cross gesprochen wurde.

(c) Pidax, Burbank Films – Sherlock Holmes

Interessant in diesem Zusammenhang mag sein, dass O´Toole eigentlich den Holmes zu Lawrence Olivier als Watson in dem Film „Mord an der Themse“ (Murder by decree, 1979), spielen sollte. Er hatte aber persönliche Differenzen mit Olivier und so wurden Christopher Plummer (1929 – 2021) und James Mason (1909 – 1984) kein weniger guter Ersatz. Aber das ist eine andere Geschichte…

Pidax veröffentlichte vor einiger Zeit die von Friedrich Schönfelder wunderbar gesprochenen Sherlock Holmes Kurzgeschichten auf CD. Diese wurden, ebenfalls in den 1980er Jahren, im Radio gesendet. Inzwischen sind sie nicht mehr im PIDAX Programm gelistet, aber noch bei u.a. Amazon käuflich: https://www.amazon.de/Sherlock-Holmes-Friedrich-Schoenfelder-Kriminalgeschichten/dp/B07HQ9XX79

Warum ich darauf verweise? Nun, Schönfelder, (1916 – 2011), der ohne Weiteres auch den Edward Hardwicke – Watson der berühmten Granada – Serie meisterhaft vertont hätte (hätte man ihn dafür engagiert) – ist auch die deutsche Stimme des Dr. Watson in der hier vorgestellten Zeichentrick“serie“!

Horst Stark (geb. 1934 in Hamburg) synchronisierte indes den Sherlock Holmes. Stark ist jedem Hörspiel – Fan bekannt, er sprach u.a. unzählige Rollen für das Label EUROPA und wurde auch im Synchron eingesetzt, wobei die Zeichentrickreihe nur ein Beispiel seiner Kunst darstellt. Seine markante Stimme ist einmalig und – ähnlich wie jene von Christian Rode (1936 – 2018) – absolut passend für den Meisterdetektiv.

(c) Pidax, Burbank Films -Bobbys bzw. Polizisten

Für damalige Verhältnisse ist dies eine ansehnliche Serie. Kein Wunder, dass Burbank Films Australia später (unter dem Namen „Burbank Animation Studios“) mit für so tolle Zeichentrickfilme wie „Anastasia“ und Disneys „Schöne und das Biest“ , verantwortlich zeichneten. Die Holmes – Reihe ist dabei als Anfangswerk der Firma zu sehen, deren Stil eindeutig 1980er Jahre – Stil präsentiert, was gut ist, aber auch Geschmackssache ist.

 

Die Begleitmusik ist ebenfalls adäquat und besser als mancher „Soundtrack“ aktueller Sherlock Holmes Hörspiele.

Die Geschichten wurden natürlich stark gekürzt, sonst wäre man kaum auf je ca. 40 Minuten gekommen. Verfilmungen jener Romane mit echten Darstellern verdoppelten leicht diese Laufzeit.

Was man sich hätte ersparen können wäre sicher gewesen, dass sich Holmes und Watson nicht etwas Duzen, auch nicht Siezen, sondern sie reden sich mit „Ihr“ und „Euch“ an, wie im Mittelalter unter Adeligen. Das ist nervig, weil unpassend. Auch, dass z.B. der schottische Inspektor aus dem Fall „Im Tal der Angst“ sich anhört wie ein Araber ist der etwas missglückte Versuch, den schottischen Akzent auf das Deutsche zu übertragen. Auf diese Weise ist die deutsche Tonspur nicht nur schön anzuhören, weil: Tolle Sprecher! Sondern auch stellenweise unfreiwillig komisch.

Zum Glück kann man aber wechseln zwischen dem englischen Original, in dem die Musik weit mehr im Vordergrund ist als im Deutschen, wo sie dezenter daher kommt, und der deutschen Tonspur. Je nach Geschmack.

Wer im Detail wissen will, worin sich die Filme von den literarischen Originalen unterscheiden, dem empfehle ich das Sherlock Holmes Wiki: https://sherlockholmes.fandom.com/de/wiki/Meisterwerke_der_Weltliteratur

Lange Zeit gab es die vier Filme auf einzelnen, teils überteuerten, Videokassetten. Dank Pidax endlich auf DVD für nur 16,90 EUR.

https://www.pidax-film.de/Gesamtkatalog/Sherlock-Holmes-Trickfilm-Collection-4-Filme::2109.html

 

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Sherlock Holmes – neue Fälle (48) und Inspector Lestrade (11) – Review

Nach eine relativ langen Durststrecke kamen endlich wieder neue Hörspiele rund um Sherlock Holmes und Inspector Lestrade aus dem Hause ROMANTRUHE auf den Markt. Hier eine persönliche Bewertung und Kurzvorstellung.

1. Sherlock Holmes – die neuen Fälle – Der Keim des Bösen

Nach dem „Ritual im Moor“ präsentiert das neueste Hörspiel aus der Reihe der „neuen Fälle von Sherlock Holmes“ einen Fall, in dem es um Shakespeare geht. Titel der Folge ist „Der Keim des Bösen“.

Dieses 71minütige Hörspiel, in dem, neben Christian Rode und Peter Groeger als Stammsprecher, auch kurz Erich Räucker (als Kutscher) und Wolfgang Draeger (als Warren Oates) uvm. zu hören sind, ist von Anfang bis Ende spannend. Die Geschichte ist typisch für Marc Freund, dem Autoren des Hörspiels.

Ein unheimliches Internat an der nordenglischen Ostküste. Der Schriftexperte Ned Hurling reist zusammen mit Holmes und Watson dorthin, um ein geheimnisvolles Manuskript zu untersuchen, das angeblich von niemand Geringerem als William Shakespeare verfasst wurde. Doch es hat den Anschein, als läge ein Schatten über dem alten Gemäuer. Gerüchten zufolge verschwinden Menschen spurlos aus dem Stratfort-Internat. Als dann sogar ein Mord geschieht, kommt ein dunkles Geheimnis ans Tageslicht.

Was mir an dem Hörspiel gut gefiel war zunächst einmal das Setting. Holmes und Watson in einem „alten Gemäuer“, in dem es scheinbar spukt. Shakespeare wird regelmäßig zitiert, wenngleich er manchmal vielleicht ein oder zwei Mal zu oft Erwähnung findet.

Spannend ist das Hörspiel von Anfang bis Ende, wobei ich allerdings im Nachhinein nicht so genau weiß, ob es mir gefiel, weil es entfernt an Poe erinnert. Das Drama der Geschichte ist vielleicht eine Spur zu dramatisch für einen typischen Holmes – Fall. Auch hier will ich nichts vorwegnehmen, erinnere jedoch an die Original – Geschichte „The adventure of the priory school“, in dem es ebenfalls dramatische Verwicklungen gab, die aber insgesamt doch eine Spur realer wirkten. Vielleicht wollte Marc Freund aber genau das erreichen: Ein Hörspiel zu schreiben, dass Shakespeare nicht nur zum Gegenstand hat, sondern auch ähnliches Drama zu bieten hat wie Shakespeares Stücke selbst?

Am Ende zählt für mich der Unterhaltungswert und der ist top. Ich werde mich wohl an Rode / Groeger als das „Dreamteam“ Holmes & Watson nie satthören und fürchte jetzt schon, dass der Tag kommen wird, an dem ich das letzte aufgenommene Hörspiel mit ihnen hören werde.

2. Inspektor Lestrade – Der leere Zug

Zugegebener Maßen passt dieser Lestrade nicht zu jenem, den wir aus den Holmes – Verfilmungen kennen. Dort wurde der Inspektor im Wesentlichen als „dumm, aber strebsam bemüht“ gezeichnet, auch in den Originalen von Sir Arthur Conan Doyle ist er eher der „Einäugige unter den Blinden“ als das er der Held einer eigenen Reihe wäre.

Ich habe das ja schon einmal in einer anderen Rezension erwähnt, dass sich dieser Lestrade von Holmes und Watson „freigeschwommen“ hat. Holmes, mit seinem Spezialwissen und seinem Super-Gehirn ist sicherlich jemand, in dessen Schatten ein noch so guter Inspector blass aussehen muss.

Die Konzentration dieser Hörspiel – Serie auf „Lestrade ohne Holmes und Watson“ erlaubt einen eigenen, freieren Umgang mit dem Charakter. Es ist dies eine klassische „Polizei – Reihe“, im „Holmes – Kosmos“ angesiedelt.

Lutz Harder als Lestrade, Michael Pink als Inspector Dash, Tino Kiessling spricht den Sergeant McKinstry und Bodo Wolf den Commissioner Hawksley, um nur ein paar mittlerweile bekannte und beliebte Stimmen zu nennen, die auch an dem neuen Hörspiel in ihren Rollen beteiligt sind.

Aber worum geht es eigentlich im neuen Hörspiel?

Dem berüchtigten Schwerverbrecher Terry Whitaker gelingt bei seiner Verlegung in ein Londoner Gefängnis die Flucht. Er hinterlässt eine Spur aus Zerstörung und Leichen. Chiefinspector Lestrade zögert deshalb keine Sekunde, sich an seine Fersen zu heften. Fernab aller Straßen begibt er sich mit seinen besten Männern auf eine Jagd, bei der sein Gegner alle Trümpfe in der Hand zu halten scheint. Aber so leicht lässt sich Lestrade nicht abschütteln…

Andreas Masuth hat diese Geschichte verfasst. Dabei hat er ein Hörspiel verfasst, welches das Team um Lestrade auf gute Weise in den Fokus rückt. Lestrade ist kein Alleingänger, er ist ein Teamplayer. Das unterscheidet ihn wesentlich von Holmes, für den Watson manchmal wie schmückendes Beiwerk scheint (wenn er auch so viel mehr ist, bei Lichte betrachtet, aber weiß das auch Holmes?).

Der Fall selbst beginnt vor Allem recht spektakulär. Ich liebe Krimis mit Zügen, in welcher Weise diese auch immer vorkommen. Der namensgebende Zug hat jedenfalls einen „tollen Auftritt“. Um den Schwerverbrecher Terry Whitaker zu finden ist echte Polizeiarbeit gefragt.

Fazit:

Relativ frei vom literarischen Ur-Holmes etabliert sich mit dieser Folge weiter das bekannte und beliebte Team um Lestrade. Der Fall ist spannend und nicht komplett vorhersehbar. Die Sprecher machen einen guten Job, wie immer. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Han Solo (Hoth), Luke Skywalker (Hoth) – Black Series Hasbro

Luke und Han (Hoth)

Seit einiger Zeit erscheinen in der Black Series von  Hasbro Neuauflagen bekannter Figuren rund um „Das Imperium schlägt zurück“.

Für mich sind die rund 15cm (6 inch) großen Figuren ein perfekter Kompromiss aus den Kenner – Actionfiguren meiner Kindheit und den kostspieligeren Vitrinen – Figuren. Die Black Series Figuren kosten rund 30 EUR (Normalpreis) und man sollte bei ihnen „zuschlagen“, wenn sie zum Startpreis angeboten werden. Einige davon erreichen nach Ende der Produktion ebenfalls recht hohe Preise.

Neben Han Solo (Hoth) steht nun auch Luke Skywalker (Hoth) in einer Vitrine. Es folgt eine kurze Beschreibung.

Hoth made by Hasbro

Jede der Figuren hat ein sehr schön modelliertes Gesicht. Die Kleidung der Figuren von Han Solo und Luke Skywalker sind bis ins Detail nachgebildet. Die gesteppte Winterkleidung etwa oder die Gürtel. Zieht man die blaue Klinge aus dem Laserschwert von Luke, kann man es, quasi mit „eingezogener Klinge“ an seinen Gürtel hängen, was ziemlich gut ausschaut.

Die Kapuze von Han Solo kann man (etwas schwierig) abziehen oder – leichter, indem man den Kopf komplett abzieht (ja, das geht tatsächlich) . Allerdings fand ich, dass Han ohne Kapuze etwas seltsam aussieht. Der Kopf hat sicherlich die richtige Größe, wirkt aber dann irgendwie „zu klein“. Nur meine Meinung.

(c) Hasbro – Han Solo (Hoth)

Die Luke Skywalker – Figur aufzustellen stellte sich als kleines Problem heraus. Nach einer Weile fand ich eine gute Position, aber es ist schade, dass die schönen Figuren einen unterschiedlich guten Stand haben. Sogar ein und dieselbe Figur steht mal gut und mal schlechter, obwohl man die Füße recht gut bewegen und anpassen kann.

Han und Luke tragen übrigens zusätzlich noch Blaster, die man auch praktisch im jeweiligen Holster unterbringen kann.

Fazit

Abgesehen davon, dass manche Figur nur mit viel Überredungskunst auch stehen bleibt, wenn man sie sich in die Vitrine stellt, sehen die Black Series Figuren mittlerweile meilenweit besser aus als jene Kenner Actionfiguren aus der 70er / 80er – Jahre. Die Gesichter sehen den Schauspieler(innen) viel, viel ähnlicher. Die Kleidung wartet mit liebevollen Details auf und auch das Zubehör (wenig, aber treffendes Zubehör) trägt dazu bei, dass man sich mit diesen Figuren ein Stück „Star Wars“ in die Wohnung holt.

(c) Hasbro: Luke Skywalker (Hoth)

Nun heißt es: Zugreifen, solange der Vorrat reicht! Denn leider sind manche der Black Series Figuren all zu schnell vergriffen. Im Moment bekommt ihr sie noch u.a. auf der Website swblackseries.de für ca. 25 EUR pro Stück. Aber auch auf emp.de kann man fündig werden, um nur zwei Internet – Läden zu nennen.

In Kürze werde ich euch vom neuen Black Series OBI WAN KENOBI und REY (DARK VISION) berichten.

Bis dahin: Möge die Macht mit euch sein!

 

 

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Der junge Sherlock Holmes – eine neue Hörspielserie, die Spaß macht!

Der junge Mr. Holmes

In den 1980ern gab es eine Spielberg – Produktion, die im Original den Titel „Young Sherlock Holmes“ trug und die Begegnung von Holmes und Watson in die Tage ihrer Jugend verlegte. Das unheimliche Abenteuer, welches ein wenig an Indiana Jones erinnerte, wurde ein kleiner, aber feiner Erfolg, von dem man in der Holmes – Szene noch heute gerne spricht.

Auch aus dem Hause Granada TV – dem Studio, welches später den legendären Jeremy Brett zu einem DER Sherlock Holmes  – Darsteller machen sollte – gab es eine Serie, die sich mit den Abenteuern einer jüngeren Version von Sherlock Holmes drehte. Acht Folgen umspannte die Serie mit Guy Henry, die aus der Feder von Gerald Frow stammte (und damals teils in Form von Romanen beim Kosmos – Verlag erschienen).

Last but not least nahm sich Andrew Lane in Form von Romanen der Abenteuer des jungen Holmes an.

Der junge Sherlock Holmes – Die Hörspielserie

(c) floff-publishing

Hörspiel – Fans bekommen seit einigen Wochen einen neuen, frischen Ansatz präsentiert, der von Florian Fickel und David Bredel stammt. Die bisher nur im Stream erhältlichen Folgen (bisher ist nur Teil 1 ist als CD erhältlich) tragen denn auch den Haupttitel: „Der junge Sherlock Holmes“, wobei die ersten vier Abenteuer wie folgt heißen:

Der Maskierte vom East End

Die Königin der Ratten

Die Legende von Sprungfeder – Jack

Das Phantom von Old Bailey

Eigentlich, so erzählt Florian Fickel, sollte es damit erledigt sein. Mehr als vier Folgen waren nicht geplant. Dabei passt doch alles bei diesen Hörspielen, begonnen von der schönen Eingangsmelodie, die man auch nach dem Hörspiel noch vor sich hin – summen kann, über die guten Sprecher, bis zu den gut durchdachten Skripten.

Das die Skripte wirklich gut sind, liegt wohl besonders daran, dass David Bredel ein ausgemachter Sherlock Holmes Fan ist. Das merkt man den Hörspielen an, denn obwohl die Geschichten neu erdacht sind, ist das „Setting“ passend und auch für Fans des Detektivs, nachvollziehbar.

So ist es schön anzuhören, wie Sherlocks Erziehung beim Vater ablief, wie sich Sherlock und sein Bruder Mycroft necken, wobei er aber auch von diesem in seinen Gaben gefördert und gefordert wird oder zu erleben, wie Sherlock eine Freundschaft zu einem anderen „Sidekick“ – nicht Watson – eingeht, wobei ihm der Zugang zur Logik auch hier näher liegt als der zu freundschaftlichen Gefühlen oder Gefühlen überhaupt.

Als Rezensent diverser Hörspiele kann ich sagen, dass es selten vorkommt, dass eine Hörspiel – Reihe so „in sich stimmig“ ist wie diese.

Die angenehme Stimme von Norbert Langer – als älterer Holmes – ist der perfekte Anfang für ein jedes Abenteuer. Schön zu hören, wenn der alte Holmes seinen ebenfalls alten Freund Watson, brieflich an den Erinnerungen seiner Jugend, teilnehmen lässt.

Charles Rettinghaus als Vater von Sherlock ist ebenfalls eine gute Wahl, ist Rettinghaus den Holmes – Fans doch bestens als Synchronstimme für Robert Downey Jr. bekannt, der ja ebenfalls Sherlock Holmes spielte.

Dirk Petrick, Sebastian Fitzner und Roman Knitzka sprechen die Hauptdarsteller, doch es kommen natürlich in jeder weiteren Folge auch neue Stimmen dazu. Die jungen Stimmen sind top besetzt. Jeder einzelne Sprecher überzeugt.

Fazit

Ein eindeutige Empfehlung von mir für diese tolle Hörspielumsetzung, die übrigens völlig auf Grausamkeit und literweise Blut verzichtet und somit sowohl für ihrerseits jugendliche als auch ältere Holmesianer gehört werden kann.

Noch im Sommer können wir mit der fünften Folge im Stream rechnen. Teil 2 kommt nun auch als CD auf den Markt, nachdem es den ersten Teil bereits auf CD gibt.

Hier könnt ihr die Folgen hören:

https://lnk.to/DerJungeSherlockHolmes

Hier gibt es die erste CD zu kaufen:

 

 

 

 

 

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