Grußfrequenzen offen!

Dieser Blog ist anders. Er ist kurios.

Einerseits findet ihr hier recht persönliche Gedanken, wie in der Kategorie „mein Senf“ oder Lyrik oder eine Reisebeschreibung und dann gibt es andererseits Rezensionen, Kritiken an Film und Hörspiel, Merchandise, Spielzeugen u.a.

Meine Hauptinteressen liegen bei

  • Sherlock Holmes
  • Western
  • Star Trek
  • Star Wars
  • Harry Potter
  • Merchandise
  • Playmobil
  • Superhelden
  • Hörspielen
  • uvm.

Ich schreibe gerne und ein Autor, egal wie „klein“, hat nur einen Sinn, wenn er auch gelesen wird. Darum danke ich Dir, dass Du hier vorbeischaust.

Ab und zu gibt es übrigens mal ein Gewinnspiel dank Unterstützern wie Closeup.de oder Panini. Danke an dieser Stelle dafür!

Wenn ihr nichts verpassen wollt, was hier gepostet wird, könnt ihr euch auch per Newsletter informieren lassen, wenn es etwas Neues gibt. Dazu könnt ihr euch oben rechts anmelden. Aber danach unbedingt in euren SPAM – Ordner schauen! Denn dort wird ein Bestätigungslink auf euch warten (warum auch immer DORT… keine Ahnung).

Nachtrag: Alle NEWS um den Blog landen nach eurem Abo in eurem Spam-Ordner. Ich suche noch nach einer Lösung dafür.

Viel Spaß beim Stöbern!

Matthias

Persönlicher Gruß für die Ohren:

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Begrüßung | Hinterlasse einen Kommentar

Review: Wenn Du König wärst (The Kid who would be King)

Als ich Anfang des Jahres einen ersten Trailer zu „Wenn du König wärst“ sah, wusste ich, dass ich da rein muss. Als 1969er liebe ich Fantasy – Realitäts – Crossover. Das hier hatte nun die Artus-Legende zum Inhalt, Patrick Stewart spielte mit und insgesamt schien der Film ein großer Spaß zu werden.

Man soll nie, nie, niemals vor einem Film in die Kritiken schauen. Der Film schnitt dort zwar recht gut ab, aber gewürzt wurden diese Kritiken mit manigfaltigen „Aber´s“. Der Film sähe aber aus wie fürs Fernsehen gemacht, der Film wäre nur für Kinder gemacht, die Gegenspielerin (Morgana) sei nicht wirklich bösartig und schließlich hörte ich in einem Review auf Youtube den Vorwurf: Was hat der Regisseur eigentlich ganze 8 Jahre lang gemacht?

Obwohl „Wenn du König wärst“ in den allermeisten Filmen zu Recht ab 6 Jahren ist, gibt es doch ein paar horrormäßige Szenen, die nicht für jede/n 6jährige/n was ist. Da sieht man dann flammende Skelette auf flammenden Pferden. Gehörig fieser wird es, wenn Morgana mal nicht in ihrer schönen, sondern in ihrer dämonenhaften Erscheinung auftritt. Leute, die den „Herrn der Ringe“ gesehen haben, kennen solche Kreaturen mehr oder weniger, aber normale 6jähige (hoffentlich?) noch nicht, insofern muss das jeder Papa, jede Mama selbst entscheiden, ob das Kind so was abkann.

Abgesehen davon finde ich, dass der Film in allen Belangen viel Witz, Charme und Intelligenz beinhaltet. Es handelt sich ja um eine UK / USA – Verfilmung. Sie spielt aber in England. Das passt einfach besser zum Inhalt. Im Gegensatz zu vielen TV – Verfilmungen dieser Art, wirkt dieser Film in allen Belangen professionell. Die Schauspieler, allen voran der Sohn von Andy Serkis, Louis Ashbourne Serkis, der eines Tages ein Schwert aus einem Stein zieht und TATSÄCHLICH der neue rechtmässige König von England sein soll. Seine Kämpfe, bei denen er viele Mitstreiter hat, besonders seinen guten Freund Bedders, gespielt von Dean Chaumoo.

Ich muss zugeben, dass das Kino – es handelte sich um eine Nachmittagsvorstellung an einem sehr sonnigen Karfreitag – beinahe leer war. Nur drei Jugendliche tummelten sich vor mir. Aber der Film hinterlies bei mir ein lange anhaltendes Grinsen und ein sehr gutes Gefühl.

Der Anfang gemahnt daran, wie zerrissen unsere Welt heutzutage ist. Auf der anderen Seite werden dem bestimmte Werte entgegengestellt: Erinnert ihr euch daran, wie euch mal erklärt wurde, vermutlich ist es schon hundert Jahre her, das man nicht lügt, das man sich höfflich verhält und einander nicht verrät, dass man gut ist zu denen, die man liebt? Dies sind zufälliger Weise auch die ritterlichen Tugenden, die die „Ritter“ hier lernen müssen, wobei dies der eine mehr als der andere lernen muss, aber am Ende lernen alle etwas. Über Zusammenhalt und darüber wie dumm es ist einander zu mobben genau so wie darüber, wie dumm es ist einander zu hassen, weil wir alle letztlich einander nicht unähnlich sind, mit unseren Ängsten. Ja, wie gesagt, es ist ein kluger Film, kein dummes Fantasy-Spektakel. Dieses im Kino zu sehen lohnt sich, obwohl der Film „nur in 2D“ ist, denn es gibt ab und zu schöne Landschaftsaufnahmen und überhaupt ist er fürs Kino gemacht 😉

Schließlich fragt der neue „König“: Aber es hat sich nichts verändert, die Welt und England sei genau so wie immer! Und Patrick Stewart als alter Merlin antwortet, sie würden noch viel in ihrem Leben kämpfen. Vielleicht nicht immer mit dem Schwert, denn in jedem Kind steckt ein alter, weiser Mann und in jedem alten Mann ein Kind.

Wenn du König wärst“ fühlt sich in seiner liebenswürigen, fast schrulligen Art, die auch, aber viel weniger als andere Filme, auf CGI setzt, an, wie etwas, was mal aus der Mode kam, aber eigentlich das Zeug dazu hat, wieder in Mode zu kommen – wie auch die Werte, die in dem Film vermittelt werden.


So, das habe ich jetzt als 49jähriger geschrieben. Wäre ich 12, hätte ich das so nicht geschrieben. Dann hätte ich nämlich alles Geld zusammengekramt, um den Film nochmal sehen zu können. Aber ich bin halt keine 12 mehr. 🙂

Und dann gibt es ja immer noch die Blu-Ray eines Tage…

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Allgemein, Filme und Merchandise, Rezension | Hinterlasse einen Kommentar

Greta Thunberg und der Klimawandel

Ich kann Greta Thunberg verstehen. Wer sich mit Klimawandel auseinandersetzt, wird feststellen, dass das, worauf wir da schleichend, aber unerbittlich zusteuern, vergleichbar ist mit einem Weltkrieg. Jedenfalls in seinen Auswirkungen. Vielleicht sogar schlimmer noch, denn nach einem Weltkrieg kann man in einem halben Jahrhundert wieder alles ordnen – mehr oder weniger. Nach dem Klimawandel nicht. Der bleibt. Ist dann quasi wie ein nicht enden wollender Weltkrieg. Forever.

Die Erde wird dann ein höllischer Platz sein. Die einen werden mit Überschwemmungen, die Anderen mit krassen Dürren zu tun haben. Es wird Klimaflüchtlinge geben, die ums Überleben kämpfen und in manchen Gegenden wird das Klima so dermaßen heftig sein, dass die Menschen dort sterben. Nebenbei wird es noch Stürme geben, Inseln und Küstenstädte werden verschwinden.

Um den Brand in Paris wird zu Recht viel getrauert und das Entsetzen der Welt ist völlig angebracht und verständlich. Aber offenbar fehlt es den Menschen an der Fantasie sich vorzustellen, wie viel schlimmer noch die Auswirkungen des Klimawandels sein werden. So schlimm, dass wir uns den Luxus über so einen Vorfall entsetzt zu sein, in 50 + Jahren nicht mehr leisten können. Es wird ums Überleben gehen und Kultur ist ein Bedürfnis, dass weit hinter dem Überleben steht.

Wenn Greta Thunberg nicht versteht, dass wir lieber über Brexit reden als über den Klimawandel hat sie Recht. Es muss wohl irgendjemand etwas am Klimawandel verdienen bzw. an seiner Beachtung NICHT verdienen, denn alles dreht sich bei uns kurzsichtigen Menschen nur ums Geld.

Vielen Dank, Ignoranten. Vielen Dank, Politiker und nur an Gewinnmaximierung interessierte Firmen. Vielen Dank, Menschen, dass ihr euch selbst abschafft. Warum nur musste ich als MENSCH geboren werden? Eine erbärmliche Rasse und was hilft es, wenn große Geister großes schaffen, wenn der Mensch in seiner Gesamtheit zu blöd ist, es zu bewahren?

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Allgemein, My 2 Cents... | Hinterlasse einen Kommentar

Inspector Lestrade – Fall 5 – Rot wie Blut

Das fünfte Abenteuer der „Inspector Lestrade“ – Reihe wirkt frischer, selbstbewuster und ist nun komplett im eigenen Stil angekommen.

Die Musik wirkt manchmal etwas Edgar Wallace – haft. Im Gesamtkontext passt die Musik trotzdem und gefällt mir sogar noch besser als die bisherige; teils zu meiner eigenen Überraschung.

Selten oder nie gab es – sowohl bei den neuen Sherlock Holmes Fällen als auch in den Inspector Lestrade – Fällen – ein Hörspiel mit einer so großen Besetzungsliste. Ich zähle insgesamt 21 -sic!- Sprecher, die hier dabei sind. Darunter, neben Lutz Harder als Lestrade, solche Größen wie Eckart Dux, Bernd Vollbrecht, Jörg Hengstler, Marie-Isabel Walke, Jenny Löffler uvm.

Scotland Yard kommt langsam in der modernen Zeit an. So wird im Laufe dieses Falls eines von diesen supermodernen Röntgenbildern gefertigt und gen Ende fragt Lestrade nach einem Telefon.

Die Geschichte, die hier erzählt wird, klingt (modus operandi) etwas fantastisch, aber nicht völlig unmöglich. In jedem Fall macht es Spaß, Lestrade und seinem Team von Polizisten bei ihrer Ermittlungsarbeit zu folgen. Dieses Team wirkt immer eingespielter. Witzig ist – für mich als Sherlock Holmes Fan – der Moment, in dem Lestrade gefragt wird, ob er „der“ Lestrade sei. Zwar wirkt Lestrade in den Holmes – Fällen stets als „einäugiger unter den Blinden“, hier jedoch wirken die Polizisten und speziell Lestrade durchaus tüchtig und clever, wenngleich Holmes natürlich manchen Fall noch schneller gelöst hätte, wie man annehmen muss.

Schade, dass Rode und Groeger offenbar schon bei diesen Lestrade – Hörspielen nicht mehr als Holmes und Watson zur Verfügung standen. Andererseits ist gerade die Eigenständigkeit und gleichzeitig lose Verwandschaft mit den „neuen Fällen“ von Rode – Holmes und Groeger – Watson – eine postum schöne Art, etwas aus der Zeit der (teils noch ausstehenden) „neuen Fälle“ zu retten und am Leben zu halten.

Aber worum geht es in dem Fall eigentlich? Ich zitiere:

Auf einer Festgesellschaft kommt die Frau eines wohlhabenden Bankiers auf schockierende Weise ums Leben. Ein Attentäter tötet sie mit einer Kugel aus dem Hinterhalt. Doch bei der Befragung stellt sich heraus, dass niemand der Anwesenden einen Schuss gehört noch jemanden hat davoneilen sehen. Damit aber nicht genug: Das tödliche Projektil lässt sich trotz gründlicher Leichenschau nicht auffinden. Während Chiefinspector Lestrade mit seinem Kollegen Dash noch über die Art der Waffe grübelt, stirbt eine zweite Frau. Und die Zeugenaussagen sind erschreckenderweise deckungsgleich zum ersten Fall…

Und hier die obligatorische Hörprobe von Allscore:

Erhalten kann man diesen Fall natürlich wieder überall, wo es Hörspiele gibt. Z.B. hier für 6,99 EUR als Download:

https://www.romantruhe.de/mp3/inspector-lestrade-ein-fall-fuer-scotland-yard/mp3-download-inspector-lestrade-5-rot-wie-blut-19686

oder hier als CD für 9,95 EUR:

https://www.romantruhe.de/serien/krimi-und-thriller/inspector-lestrade-ein-fall-fuer-scotland-yard/inspector-lestrade-cd-5-rot-wie-blut-17099

 

 

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Hörspiele, Rezension | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Trailer Star Wars Episode IX – The Rise of Skywalker

In Kürze wird es hier ein Special zum Trailer / Aktuellem geben. Hier der Trailer von Disney via Kinocheck auf Youtube:

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter SciFi | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Star Trek Discovery: Die zweite Staffel – Vollkommen subjektives Feedback eines Fans der ersten Stunde

Ich wuchs mit Captain Kirk auf, mit Spock und Pille und mit einer Serie aus den späten 60iger – Jahren, in denen es futuristisch war, dass die Crew in Schlafanzug-gleichen Uniformen herumliefen. Der Außerirdische Nummer 1 war „Mr. Spock“, der mit den „spitzen Ohren“. Sein Aussehen begeisterte. Der Captain war ein Frauenheld, der Bordarzt ein rauher, aber herzlicher Typ, der in jedem Western ebenfalls einen guten Doc abgegeben hätte. Die Themen hatten in der Regel damit zu tun, dass das „Raumschiff Enterprise“ auf irgendein „Ding der Woche“ stieß und damit umgehen musste. Mal war es eine riesige Hand, die die Enterprise festhielt, dann ein bunter Würfel, mal war es ein junger Typ mit Superkräften, dann eine Zeitreise, ein Spukschloß im Weltall oder kleine, runde bepelzte „Tribbles“, die für – zugegeben – ungeheure Unterhaltung sorgten. Das war lange vor CGI und Pay-TV. Schön, dass ich diese Serie als erste kennelernte und quasi mit den nachfolgenden mit-wachsen konnte.

In den 80igern kam dann die „next generation“, setzte qualitativ etwa da an, wo das „Raumschiff Enterprise“ von einst geendet hatte. Die erste Staffel war für viele noch „grottig“, ich fühlte mich aber schon gut unterhalten. Ja, Riker war dem Kirk ähnlich, Data dem Spock, wie ihm auch Besuch vom (ur)alten Doc „Pille“ McCoy bestätigt wurde, aber der französische Captain mit dem britischen Akzent war von Anfang an überraschend. Sein großer Humanismus, seine zurückhaltende, überlegte Art zeigte: Er war das Beste, was die Sternenflotte je hervorgebracht hatte. Ein Captain par excellence. Besser ging es kaum. Der Klingone Worf an Bord der Enterprise zeigte: In jenem fiktiven Universum, in dem die Rasse mit den Bärten und / oder Stirnwülsten die erbitterten Feinde der Föderation gewesen waren, bewegte sich was. Und zwar in die RICHTIGE Richtung. Kein Wunder, dass ich die Serie, die ab Staffel 3 komplett zu sich selbst gefunden hatte und besser und besser wurde, seinerzeit als meine „tägliche Dosis positives Denken“ bezeichnete.

Nach dem Tod von Gene Roddenberry, dem bekannten Erfinder von „Star Trek“, wie das Ganze in Amerika von Anfang an hieß (der Name etablierte sich erst durch die Kinofilme in Deutschland), übernahm damals Rick Berman, dem man viel anlastete. Teils vielleicht zurecht, denn sein Deep Space Nine war so gar nicht das, was sich Roddenberry je erträumt hatte. Er war stets der Ansicht gewesen, dass Religion in Star Trek nichts zu suchen hatte und das Krieg nie eine Lösung wäre. Er setzte darauf, dass die Menschen der Zukunft bessere Lösungen finden konnten. Und so mochte es ja auch sein, aber Berman erkannte, dass die Zuschauer eine friedliche Zukunft langeweilig finden. Oder war es nur eine These? Jedenfalls fanden DS9, Voyager und die „back to the roots“-Serie „Enterprise“ eine Menge Fans. Ich verfolgte natürlich alles, was den Namen „Star Trek“ trug, mal begeistert, mal entgeistert…

Nach „Star TrekVI“, dem letzten großen Kinofilm der alten Crew folgten vier Filme mit Picard und drei mit einem neuen Kirk und seiner Crew. Aber im Kino wurde es immer zweidimensionaler. Trotz (später) „3D“. Filme mit mehr oder weniger Unterhaltungswert waren das schon, aber die Seele, der Geist, das Herz von Star Trek, seine Philosophie, der Humanismus, die Toleranz etc., wurden in den Kinofilmen kaum zelebriert.

Einer der „Macher“ hinter den jüngsten Kinofilmen war Alex Kurtzman. Ich gebe zu, ihm skeptisch begegnet zu sein, denn der andere Typ, der verantwortlich für die Drehbücher war, Roberto Orci, war der eigentliche Star Trek Fan, hatte eher Ahnung davon, was Roddenberry zeigen wollte als dieser einst an seinem Expose zu „Star Trek“ feilte. Das wurde in Nebensätzen immer wieder auf Trekomovie.com und auf anderen Seiten erzählt. Ausgerechet Kurzman und nicht Orci sollte das (Haupt)ruder für „Discovery“ übernehmen. Aber auch der Sohn von Gene Roddenberry, der „Star Trek II“ – Autor Nicholas Meyer, die großartige „Voyager“ – Autorin (sie schrieb, was nach der Serie passierte) Irsten Beyer etc. sollten mit von der Partie sein. Ich war gespannt.

Dann kam Star Trek: Discovery, die erste Staffel. Eierköpfige Klingonen, seltsame, neuartige Raumschiffe, ein Sporenantrieb, von dem vorher nie die Rede gewesen war, standen einer neuen, frischen Crew, atemberaubenden Effekten und Geschichten gegenüber, die, so eigen sie mir auch erst erschienen, doch immer wohlüberlegt wirkten. Während ich manchmal bei den letzten Folgen von Voyager beispielsweise das Gefühl hatte, man hätte recht unüberlegt etwas aufs Papier gebracht, um es rechtzeitig drehen zu können, wirkten schon die ersten Drehbücher von „Discovery“ sehr überlegt und mit viel Liebe erschaffen. Dennoch stellte sich bei mir erst nur ein Gefühl von „Ja, das ist guter Science Fiction, aber ist das auch Star Trek?“ ein. Ich blieb der Serie am Ende der ersten Staffel zwar gewogen, aber war auch skeptisch.

Dann begann Staffel 2. An dieser Stelle muss ich tief Luft holen. Der Grund, warum ich bisher nichts über diese Staffel schrieb, liegt (auch) daran, dass ich aus der Begeisterung nicht herauskomme. Die Serie lässt mir keinen Moment, mich zu sammeln, die vielen Handlungsstränge, Charakterentwicklungen, Twists und Überraschungen halten mich so dermaßen „in Atem“, dass ich kaum reflektieren kann.

Die – absolut genialen – TNG-Folgen beinhalteten jeweils nur ein Thema, das gemächlich und gut überschaubar behandelt und in der Regel auch gelöst wurde. Gute Folgen hinterließen ein Gefühl von Erkenntnis oder dienten als Inspiration für den Alltag, was mich betrifft. „Discovery“ hingegen schleudert in jeder Folgen so viele Themen heraus, dass es sich wie ein wilder Ritt anfühlt, eine Folge zu sehen. Genau das macht mir aber auch so einen Spaß daran!

„Discovery“, speziell hier in der zweiten Staffel, hat mich total gepackt. Das IST Star Trek und vielleicht mehr als irgendeine Serie zuvor. Wobei das unfair gegenüber der TOS – Serie ist, die ja den Grundstein legte.

Begonnen mit der Begegnung mit der Enterprise 1701, dem Kennenlernen von Captain Pike, später Spock sowie der Sektion 31 in ihren Anfangszeiten, auf der rein formalen Ebene, inhaltich spielend mit Begriffen wie Zeitreisen, Toleranz, Selbstbestimmung und „über sich hinauswachsen“, der „gleichgeschlechtlichen Liebe“ sowie der Aufopferungsbereitschaft ganz besonderer Menschen bis hin zum „Feiern“ der Star Trek Historie in der „Ersten Zeitlinie“, bietet diese Serie nunmehr alles und mehr als ich erwartet hätte.

Ja, ich bin begeistert. Ich bin begeistert, wenn auf Thalos IV die selben Soundeffekte erklingen wie in der Original-Serie, wenn ich diesen Planeten und seine Bewohner überhaupt mal wieder sehe, bin ich schon fasziniert. Auch ist es genial, dass ich nun die Möglichkeit habe, Captain Pike in Aktion zu sehen. Schon in den J. J. Abrams – Filmen spielte dieser Charakter eine wichtige Nebenrolle, aber in „Discovery“ weiß er – nun als „der“ Captain! – mit einer Mischung aus Kirks Cowboydiplomatie und der Überlegenheit von Picard zu erfreuen, so dass ich Lust bekommen habe, die „ersten Abenteuer der Enterprise“ mit Captain Pike zu verfolgen, würde es diese zu sehen geben.

Aber auch zu erleben, dass die Sektion 31 hier eine Rolle spielt, dass auch ein Ort wie Boreth vorkommt, so dass ich – als alter Hase – mich auf diese Weise zu der Serie eingeladen fühle, begeistert mich genau so sehr wie zu sehen, dass mein 13jähriger Sohn diese Serie als die aktuell beste bezeichnet, die er kennt.

Letzteres zeigt, was „Star Trek – Discovery“ aktuell leistet. Nämlich einen Bogen über die Generationen zu schlagen. Anders als die letzten Kinofilme, die nicht schlecht waren, aber vor Allem Mainstream sein wollten und es vermieden, die Hardcore-Fans als Zielpublikum anzuvisieren, schafft es „Star Trek – Discovery“ sie alle zu umarmen: Die neuen und die alten Fans – und jene, die noch gar nicht wissen, dass sie gerade zum Trekkie werden.

Ich kann es nicht differnzierter sehen. Wer sich verliebt, ist eh nicht mehr objektiv. Und in diese Serie habe ich mich verliebt. Hoffe, es bleibt so, aber im Moment bin ich einfach nur Feuer und Flamme für „Discovery“. Und das ist es doch, was einen Fan ausmacht, oder?

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Filme und Merchandise, Rezension, SciFi | Hinterlasse einen Kommentar

John Cleese – Sherlock Holmes…

… oder der sonderbare Fall vom Ende der Zivilisation wie sie uns bekannt ist, ist ein typischer „John Cleese“ („Monty Phyton“) Film, den ich als „herrlich albern“ bezeichnen möchte. Ernst nehmen darf man diese Komödie in keinem Moment, außer man möchte sich dabei selbst überraschen, wie man auf die Schenkel klopft und lachen muss.

Der Humor von Cleese, der hier den berühmten Detektiv spielt (oder einen Nachfahren, der in den 70igern in der Baker Street wohnt), wird durch die sich selbst /zu Unrecht/ ernst nehmende Art seines Watson, gespielt von Arthur Lowe, wunderbar abgerundet.

Ihr wart der Meinung, Nigel Bruce´s Watson sei zu „Slapstick-haft“ gewesen, zu „dumm“? Dann schaut euch diesen Film an, das wird eure Meinung ändern. Arthur Lowe spielt den Watson so überzogen, dass es schon wieder Spaß macht.

Die Pointen der Geschichte vorweg zu nehmen wäre unfair. Nur so viel: Wenn ihr diesen Film gesehen habt, werdet ihr des Öfteren mal „Großer Gott!“ sagen, wenn es passt. 😉

Mrs. Hudson ist hier ausnahmsweise kein „altes Mütterchen“, sondern ein „heißer Feger“, besonders für die damalige Zeit. Gespielt von Conny Booth.

Überhaupt kann der Holmes- Krimi- UND / ODER SciFi-Fan hier einige (wenn auch kurze) Wiedersehen feiern. So spielt Joss Ackland, bekannt aus der Sherlock Holmes – Reihe mit Jeremy Brett  („Das Haus bei den Blutbuchen“) den amerikanischen Präsidenten, Stratford Johns, bekannt aus der von mir rezensierten Serie „Task Force Police“ (ebenfalls bei PIDAX erhältlich), ist auch mit von der Partie und Nick Tate, allen Fans von „Mondbasis Alpha 1″ bekannt, ist auch mit von der Partie.

Wer den Humor von John Cleese mag, wird hier bestens versorgt. Ich zumindest habe mich köstlich amüsiert.

Und inwiefern muss man dieses Werk als Sherlock Holmes Fan besitzen? Das ist eine vortreffliche Frage, die ich nicht so ganz beantworten kann. Ich denke aber, da es sich um wahrlich britischen Humor handelt, der „den“ britischen Detektiv behandelt, und das zu einem relativ kleinen Preis: Ja, doch, diese DVD gehört in jede Sammlung. 🙂

Kaum mehr nötig es zu erwähnen, wurde auch diese Sherlock Holmes – Verfilmung von PIDAX veröffentlicht. Bestellen könnt ihr den Film auf der Website von Pidax.de für nur 11,90 EUR: https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Sherlock-Holmes-oder-Der-sonderbare-Fall-vom-Ende-der-Zivilisation::1504.html

Natürlich könnt ihr sie auch auf Amazon.de kaufen oder im üblichen Fachhandel.

 

(c) Pidax.de

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Filme und Merchandise, Rezension | Hinterlasse einen Kommentar

Echt abgefahrenes fast Gedicht inklusive Fehlern

Guten Morgen, ich steh auf, du weißt nicht

ich weiß nicht

haben alle keinen Plan

wir wissen ganz genau das, was man uns erzählt

und was wir meinen, es läuft so viel schief, das ist egal,

ich gehe heute abend schlafen, morgen früh da stehe ich auf,

ich seh die frau im kurzen kleid, denk daran, ob sie mich und ich

doch nein es geht weiter, menschen schreiten in massen,

der bahnhof quillt über und weiter weiter weiter

Gequält von den vielen Informationen, denen wir nicht vertrauen,

es heißt nehmt mehr, immer mehr immer mehr,

verzehrt euch nach den neuen waren, kauft kauft kauft!

Abgelenkt und beruhigt doch mal die demonstranten oder die, die ihnen zusehen,

tut als sei das ganz normal, aussitzen bloß nicht drauf schauen.

Waffen liefern in andere länder die großstelltaste am anfang eines satzes klein setzen.

Ich weiß nichts, ihr auch nicht, wir stehen und gehen wir laufen und springen, humpeln und

der arzt sieht dir in den rachen, sag AAAAAAAAAhhhhhhhhhh.

Es ist schon so, es ist schon so.

Es ist schon so, es ist schon so.

Es ist schon so, es ist schon so.

Punkt, weil ein Punkt daher gehört, nun klage nicht, kleine Blume, du wirst eh sterben.

Punkt, weil ein Punkt hierhin gehört, weil es nicht so weiter geht.

Irgendwann ist mal

Schluß.

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Lyrik | Hinterlasse einen Kommentar

Vertrauen

Manchmal bedeutet Leben den Mut aufzubringen,
Schritte ins Leere zu setzen,
einfach, weil man glaubt.

1

Die Frau stand dort und lächelte. Es war ein sonniger Tag. Die Wellen ergossen sich im Atem der See über den Strand. Ihr Schal schlingerte im leichten Wind. Es war ein blass – blauer Seidenschal. Sie trug eine Sonnenbrille. Alles wirkte so natürlich.

Der Fotograf rief: „Ja, noch mehr lächeln, denke an etwas schönes! Gut so. Ja, perfekt, jetzt noch etwas von der Seite!“

Die Frau setzte ihre Sonnebrille ab. Die Fotosession war vorüber. Die Falten zeigten ihre Erschöpfung. Sie lies sich auf den Sand fallen. Ilona, eine kleine dicke Frau in einem viel zu engen lila-farbenen Kleid, kam zu ihr. Ilona hatte das Down-Syndrom. Sie war ihre Tochter. „Dir fehlt etwas!“ sagte sie. „Du bist unglücklich!“ Dabei streichelte sie den Arm ihrer Mutter. Jetzt lächelte die Frau wirklich. Eine Träne rollte über ihre Wange als sie Ilona ansah.

„Du bist wunderbar.“ sagte sie zu ihrer behinderten Tochter, die zurück lächelte.

Der Fotograf kam auf die Frau mit der Sonnenbrille zu. Er trug einen schwarzen Vollbart und lange Haare. Sein Körper war schlank, wenn auch nur etwas durchtrainiert.

„Hier ein erster Druck. Das wird natürlich besser, wenn ich es bearbeitet habe.“

Die Frau nahm die Fotos in ihre Hände und sah sie desinteressiert an. Eines jedoch erfeute. Ilona hatte sich auf dem Bild im Hintergrund verirrt.

„Oh, sorry, das kommt natürlich weg.“ meinte der Fotograf.

„Kann ich es behalten?“ fragte die Frau und es schwang ein tiefer Wunsch in ihrer Frage mit.

„Ja, klar“, sagte er Fotograf.

„Danke.“

Ihre Blicke trafen sich und erweckten in dem Fotografen etwas. Vielleicht den Wunsch, seiner Sehnsucht zu folgen, es endlich zu wagen.

„Kaffee trinken? Heute abend?“ fragte er, wobei sein ganzer Körper angespannt wirkte.

Die Frau lächelte abermals. Entschuldigend, das sah er gleich.

„Ich muss mich heute Abend….“ begann die Frau und verbesserte dann ihre Worte: „Ich bin bei Ilona.“

„Geh ruhig!“ sagte Ilona, die immer noch neben ihrer Mutter saß und dem Gespräch gefolgt war. „Der Mann will dich küssen!“ Sie lachte und klatschte in die Hände. Der Fotograf wurde rot. Die Frau musste ein Lachen unterdrücken. Sie sah etwas verlegen zu Boden. Dann sah sie auf.

„Bei mir. Heute abend. 19 Uhr. Wir können uns Pizza bestellen. Nur essen und trinken. Mehr nicht. Und sie“, dabei nahm sie den Arm ihrer Tochter und streichelte ihn, „ist auch da!“ sagte sie nun bestimmt und deutete mit ihrem Blick auf Ilona.

„In Ordnung!“ war die erleichterte Antwort des bärtigen Fotografen. „Fantastisch!“

2

Die Frau fasste mit ihrer rechten Hand an ihre linke Schulter. Ihr Oberteil war schulterfrei und sie hatte nicht damit gerechnet, dass es abends so kühl werden würde.

„Es ist wunderschön hier.“ sagte Sam, der Fotograf und erschien hinter ihr auf dem Balkon. Sie sahen direkt über die Dünen bis aufs Meer, das bis hier hin zu hören war. Ein rötlicher Himmel wurde langsam dunkel. Erste Sterne erschienen zaghaft am Firmament. Weit in der Ferne sammelten sich einige Wolken.

Er rückte näher an die Frau heran und küsste sie. Sie wehrte sich nicht. Sie lies den Kuss zu, ohne ihn zu begrüssen, ohne ihn abzuwehren. Diese Unentschlossenheit irritierte Sam.

„Etwas ist falsch, oder?“ fragte er.

Sie sah besorgt auf den Tisch im Inneren der Wohnung, der vor der Balkontür stand. Kerzen waren dort noch entzündet, die Pizzapackungen lagen herum, Reste von Getränken.

„Ja.“ sagte sie. „Viel ist falsch.“

Er sah sie verletzt an, was nicht unbemerkt an ihr vorbei ging.

„Es liegt nicht an dir!“ beeilte sie sich zu erklären. „Es ist diese Welt. Alles mögliche in dieser Welt ist falsch. In der großen und auch in meiner kleinen Welt.“

Dann seufzte sie.

Sie ging hinein, setzte sich auf den Platz Ilonas, die bereits im Bett lag und schlief. Sam setzte sich auf ihren Stuhl, ihr schräg gegenüber und nahm, er konnte es kaum glauben, ihre Hand in seine Hand. Dann sah er ihr ermunternd in ihre Augen. Also erzählte sie weiter: „Dieses ganze Leben ist ein einsamer Ort.“ sagte sie. „Ich glaube nicht, das wir je ganz begreifen werden, worum es hier geht. All das!“

„Was meinst du?“ fragte Sam und es war ihr klar, dass er echtes Interesse daran hatte, sie zu verstehen. Es ging ihm um mehr als darum, sie ins Bett zu bekommen oder etwas in der Art.

Ihr Blick streifte den unordentlichen Tisch.

„Seh dir das hier an. So ist mein Leben. Ich begann einmal als Kind, das war der leere Tisch. Ich war damals noch frei von Vorurteilen. Ich hatte eine behütete Kindheit, eine herrlische Zeit voller Freude, Harmonie und …. alles war perfekt, obwohl es alles andere als das war. Es fühlte sich rund an, so rund, dass es gar nicht nötig war nachzufühlen.“

„Dann“, sagte er, „kam die Pizza.“

Sie lächelte, erfeut, dass er ihre Analogie verstehen konnte.

„Genau“, sie hörte sich kurz lachen, „dann kam die Pizza. Ich wurde erwachsen. Fragen stellten sich, erste Liebe. Ich habe gleich meine erste Liebe geheiratet.“

„Was ging schief?“ fragte er. „Alles.“ sagte sie. „Bis auf meine Tochter.“

Sein Blick zeigte Zweifel und das Bemühen darum, sich diesen nicht anmerken zu lassen.

„Doch“, bekräftigte sie erneut. „Ihre Behinderung ist mir ein Trost.“

„Ein Trost?“ fragte er ungläubig und eine leichte, warme Windböe kam von draußen herein. „Ja, so komisch das klingt. Nachdem Jerome mit mir Schluss gemacht hatte stand meine Welt Kopf. Ilona zeigte mir, dass es nicht wichtig ist, irgendwelchen Erwartungen zu genügen, sondern dass das eigentliche Geschenk das Leben selbst ist und das ich so sein darf wie ich bin.“

„Aber nun verstehe ich die Analogie nicht mehr. Wenn das hier ein Gleichnis wird, käme jetzt der unordentliche Tisch, nachdem wir unsere Pizzen gegessen haben.“

Ein weiterer Windhauch wehte herein und nahm zwei Servietten mit sich, trug sie weiter in den Raum hinein. Sie ignorierten das. Am Firmament braute sich ein Gewitter zusammen, denn es zogen, immer dunkler werdende Wolken auf.

„Ilona erweckte mich wieder zum Leben als ich mich tot glaubte, verlassen von Gott und der Welt. Nur … ich werde nie wieder einem Menschen Glauben schenken können. Ich vertraue nicht mehr. Niemandem. Außer ihr. Und das ist unfair, denn sie hätte es verdient, frei zu sein. Durch sie wurde ich wieder ein Mensch, nahm ich mich wieder als Mensch wahr. Sie ist meine Stütze, auch, wenn ich sie pflege.“

„Aber du vertraust niemandem mehr?“

Sie nickte langsam und sah betrübt in die Leere, dann folgte ihr Blick ihrer Hand, die in seiner ruhte. Sie überlegte, sie wegzuziehen, sah ihn deutlich an. Nun zog er die seine weg, worauf sie ihren Körper versteifte.

„Klingt auch nicht besonders fair, finde ich. Nur weil einer mit Dir …“ begann Sam.

„Ich habe Angst, Sam.“ schrie die Frau nun beinahe, selbst überrascht von der Gewalt ihrere Stimme. So setzte sie ihren Satz flüsternd fort: „Eine Höllenangst. Vor dem was passiert, wenn ich mich erneut verliebe. Ich habe Angst vor dem, was passiert, wenn ich erneut erlebe, was ich einmal erlebte. Wie kann ich jemandem, wie kann ich Dir Vertrauen schenken?“

Sam sah etwas hilflos in die Flamme der Kerze, die auf dem Tisch stand und brannte.

„Gar nicht.“ sagte er und wunderte sich darüber wie nüchtern das klang. „Du musst mir nicht vertrauen. Aber vielleicht erlaubst du mir, dass ich deine Hand nehme und mit dir einen Schritt in die Richtung der Brücke mache, die dich vom Leben trennt.“

Sie stand wie hypnotisiert und tief im Gedanken auf und ging wieder auf den Balkon, ohne etwas zu sagen. Der Wind frischte weiter auf und eine tiefschwarze Wolke hatte sich über dem Meer gesammelt. Sam trat hinter sie und umfing sanft ihre Taille mit seinen Armen. Sie spürte seine Nähe, die Wärme, die wohltuend war. Sie musste an die Wärme eines Feuers denken, die alles verbrennen, aber auch an kalten Winterabenden Wärme spenden konnte.

Ein Blitz fuhr vom Himmel ins Meer, welches immer aufgewühlter wurde. Wellen verdrehten und erhoben sich in der Ferne, um dann wieder auf die Wasseroberfläche zu klatschen. Es hörte sich an wie ein einziges Grollen, dass sich mit dem Geräusch leisen Donners vermischte.

„Ich weiß, dass du dir gerade überlegst, ob du das zulassen willst oder nicht.“ sagte Sam, wie er sie so hielt, „Glaube mir, wenn ich sage, dass es mir nicht anders geht. Ich habe auch Menschen verloren, die für mich alles bedeutet haben und das auf eine sehr unschöne Art. Ich weiß, dass Menschen, gerade die, die einen lieben, schmutzige, böse Dinge sagen können, die einen tief ins Herz treffen.“

Da drehte sie sich um und legte ihre rechte Hand auf seine linke Wange. Sie sah ihm in die Augen, tief und intensiv, bis sie genug Vertrauen aufbrachte, sich fallen zu lassen.

3

In den frühen Morgenstunden schien die Sonne von einem wolkenfreien Firmament durch die Scheibe der Balkontür in das Wohnzimmer der Frau. Der Tisch glänzte und war leer. Sie hatten aufgeräumt, bevor Sam gegangen war. Nun war er so leer wie eine Leinwand, so leer wie eine neue Seite in einem Tagebuch. Und in der Ferne hatte sich das Meer beruhigt.

Die Frau stand dort und lächelte. Es war ein sonniger Tag. Die Wellen ergossen sich im Atem der See über den Strand. Ihr Schal schlingerte im leichten Wind. Es war ein blass – blauer Seidenschal. Sie trug keine Sonnenrbille. Ihre Augen strahlten, ganz natürlich, ganz von selbst.

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Allgemein, Lyrik | Hinterlasse einen Kommentar

Die neuen Fälle Nr. 40: Die Speise der Götter / Wie gut sind die „Neuen Fälle“ eigentlich?

In einem Interview sagten Christian Rode und Peter Groeger einmal, dass die „neuen Fälle“, die sie zu jener Zeit einsprachen, ihrer Ansicht nach sogar noch besser seien als die von Sir Arthur Conan Doyle.

Ich habe oft über diese Äußerung, sie ging von Herrn Groeger aus, nachgedacht. Während ich die ersten Fälle – in den Abenteuern, den Memoiren und der Rückkehr des Sherlock Holmes – allesamt sehr gut finde, sind unter den späten Werken Conan Doyles einige, die nicht dieses hohe Maß erreichen. Man denke nur an die „verschleierte Mieterin“!

Die „neuen Fälle“ waren, wie ich das sehe, immer von gehobener handewerklicher Qualität (Aufnahme, Sprecher, Musik, Covergestaltung etc.), während mich die Skripte nicht immer im gleichen Maß fesselten – bisher! Fälle wie „Das Haus auf dem Hexenhügel“ begeisterten mich stets mehr als „Die siebzehn Salutschüsse“ – zum Beispiel, aber das ist auch Geschmackssache. Ich mag es einfach nicht zu „plakativ brutal“.

Hervorragende Sprecher wie Jürgen Thorman, Eckart Dux, Thomas Danneberg, Thomas Petruo und Co. waren immer mit dabei und quasi die Geheimzutat zu den ohnehin hervorragenden Sprechern Christian Rode und Peter Groeger, die beide 2018 von uns gegangen sind und eine große Lücke hinterlassen haben.

Zuletzt genannte entwickelten im Laufe der Zeit eine eigene Chemie, ein miteinander, dass wie von selbst lief. Ein (noch so gutes) Drehbuch schien beinahe nicht mehr notwendig zu sein. In den „neuen Fällen“ nahmen sich die großen Sprecher immer mehr Freiheiten. Nicht alle Fans mochten das, aber einige. So wie Cumberbatch einen speziellen Holmes darstellte, so taten dies Rode und Groeger schon zu Maritim – Zeiten, um dann in den „neuen Fällen“ mit noch mehr Freiheiten durchzustarten. Insofern mag die oben genannte Äußerung eine gewisse Berechtigung haben. Aus Sicht des Sprechers, der nun mit mehr kreativer und künstlerischer Freiheit seine Rolle sprechen konnte, sind die neuen Fälle  – im Vergleich zu den klassischen Doyle-Fällen, sicherlich ein Gewinn. Ein Gewinn für die Sprecher und für den Fan der Sprecher allemal.

Bezüglich der kreativen Freiheiten konnten  auch die Autoren der Skripte, allen voran Andreas Masuth, Eric Niemann und Marc Freund, zeigen, was sie können. So entstanden Geschichten, die Sir Conan Doyle vermutlich so nie geschrieben hätte, die aber dennoch ihren Reiz haben. In „Das Geheimnis von Baskerville Hall“ kehren Holmes und Watson zurück in die Heimat des gefährlichen Hundes, im „Haus auf dem Hexenhügel“ dürfen wir eine Mischung aus Themen von Edgar Alan Poe und Sherlock Holmes erleben…

Es ist ein Geschenk, dass wir immer noch weitere Hörspiele der Reihe hören dürfen, deren Ende noch nicht erreicht ist. Auf der Website von Romantruhe.de werden noch Folgen bis Nr. 47 ausgewiesen. Aktuell erschien gerade Fall Nr. 40: Die Speise der Götter.

https://www.romantruhe.de/audio/krimi-und-thriller/

Holmes und Watson sollen in dem aktuellen Fall nicht etwa eine Katze wiederfinden oder einen entlaufenen Hund, sondern ein Gewürz! Die entwendete, einzigartige Wurzel soll aus den weit entfernten Kolonien stammen – und dem Koch Weltruhm einbringen. Im Laufe der Ermittlungen wird bald klar, dass nicht nur ein Gewürz gestohlen, sondern auch ein Mann getötet wurde. Er hat sich zu Tode gegessen! Dieser schauderhafte Fall ist hervorragend geeignet, um sich bei einer begonnenen Diät Mut zu machen, sollte aber nicht in den Weihnachtstagen oder nach einem opulenten Mahl genossen werden 😉

Das Cover wurde, wie gewohnt, ansprechend von Lidia Beleninova, gestaltet und die Sprecher sind wieder vom Feinsten. Neben Rode und Groeger treten auf: Bernd Vollbrecht, Udo Schenk, Peter Weis, Gabriele Schramm, Reent Reins, Martin Kautz, Tino Kiessling und David Wittmann.  Natürlich darf auch Lutz Harder als Inspektor Lestrade nicht fehlen. Denn an diesem Fall wollen Holmes und Lestrade sich gegenseitig ihre Methoden erklären.

Ich kann den Anhängern von Christian Rode und Peter Groeger den „neuen Fall“ wieder nur empfehlen und denke jetzt schon mit Bangen an die Zeit nach Nr. 47, sollte diese Folge dann die Letzte sein. Noch aber können wir uns der Reihe erfreuen.

Harder´s Lestrade hat zudem auch eine eigene Serie. Gespannt können wir darauf warten, dass am 12. April 2019 der Fall „Rot wie Blut“, aus der Reihe um den Inspektor, erscheinen wird.

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Hörspiele, Rezension | Hinterlasse einen Kommentar

Sherlock Holmes-Neue Fälle CD 39: Der Tod des Henkers

Wenn Sherlock Holmes und Dr. Watson auf H. G. Wells treffen, ist das an sich schon bemerkenswert. Dazu kommt es noch zu einer Wette. Ein widerlicher Literaturkritiker und Wells gehen eine Wette ein: Kann Wells es schaffen, eine Geschichte um das „perfekte Verbrachen“ zu schreibe?

Noch während er dies tut, geschieht ein Mord an jenem Literaturkritiker – vielleicht ein perfekter Mord? Ist möglicherweise H. G. Wells selbst der Mörder?

Dieser „neue Fall“ bietet natürlich wieder eine Reihe großer Stimmen, allen voran Rode und Groeger. Aber auch Giganten des Hörspiels wie Jürgen Thorman, Lutz Harder, Lothar Blumhagen und Manfred Lehmann sind mit von der Partie.

Ein ungewöhnlicher Fall mit unerwartetem Ausgang!

https://www.romantruhe.de/serien/krimi-und-thriller/sherlock-holmes/sherlock-holmes-die-neuen-faelle/sherlock-holmes-neue-faelle-cd-39-der-tod-des-henkers-15439

(c) Romantruhe Audio

 

Teilen erwünscht...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Veröffentlicht unter Audio, Hörspiele, Rezension | Hinterlasse einen Kommentar