Grußfrequenzen offen!

*Aktuelles Gewinnspiel: http://starbase-fantasy.de/revell-modelle-zu-solo-a-star-wars-story-plus-gewinnspiel/*

*Das „Captain Phasma Comic“ – Gewinnspiel ist VORBEI! Ich erhalte noch reichhaltige Antworten, aber es ging nur bis zum 20.06.20108!!!

Dieser Blog ist anders. Er ist kurios.

Einerseits findet ihr hier recht persönliche Gedanken, wie in der Kategorie „mein Senf“ oder Lyrik oder eine Reisebeschreibung und dann gibt es andererseits Rezensionen, Kritiken an Film und Hörspiel, Merchandise, Spielzeugen u.a.

Meine Hauptinteressen liegen bei

  • Sherlock Holmes
  • Western
  • Star Trek
  • Star Wars
  • Harry Potter
  • Merchandise
  • Playmobil
  • Superhelden
  • Hörspielen
  • uvm.

Ich schreibe gerne und ein Autor, egal wie „klein“, hat nur einen Sinn, wenn er auch gelesen wird. Darum danke ich Dir, dass Du hier vorbeischaust.

Ab und zu gibt es übrigens mal ein Gewinnspiel dank Unterstützern wie Closeup.de oder Panini. Danke an dieser Stelle dafür!

Wenn ihr nichts verpassen wollt, was hier gepostet wird, könnt ihr euch auch per Newsletter informieren lassen, wenn es etwas Neues gibt. Dazu könnt ihr euch oben rechts anmelden. Aber danach unbedingt in euren SPAM – Ordner schauen! Denn dort wird ein Bestätigungslink auf euch warten (warum auch immer DORT… keine Ahnung).

Nachtrag: Alle NEWS um den Blog landen nach eurem Abo in eurem Spam-Ordner. Ich suche noch nach einer Lösung dafür.

Viel Spaß beim Stöbern!

Matthias

Persönlicher Gruß für die Ohren:

 

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HASBRO „Meister der Macht Lichtschwert“ im Test

Das „Meister der Macht“ Lichtschwert ist etwas teurer als die anderen Hasbro – Lichtschwerter. Wir sprechen hier von den Spielzeug – Lichtschwertern, die man ausschieben kann. Ihre Länge ist dabei nicht sehr nahe am Original, aber sie sind relativ robust und reagieren durch Licht & Sound auf Bewegungen und Berührungen. Also ein richtiges Spiel-zeug im Sinne des Wortes. Jedi und Sith, die wissen, dass ein (solches) Lichtschwert nicht so belastbar wie eine Eisenstange ist, können damit legendäre Kämpfe im Kinderzimmer ausfechten.

Für ein übliches Lichtschwert mit Light & Sound (es gibt auch welche ohne, über die ich hier nicht spreche) kann man im Spielwarenladen in der Stadt schon mal so um die 30 EUR ausgeben. Im Internet ggf. um die 10 EUR weniger. Diese üblichen Schwerter haben eine einzige Farbe und den üblichen, bekannten, brummenden Klang, den Lichtschwerter eben so haben.

Das „Meister der Macht“ – Lichtschwert verspricht, es sei ein „4 – in – 1“ Lichtschwert. Eh, moment, wie soll das gehen? Der Griff kann sich ja schließlich nicht ändern! Und jeder Star Wars Fan weiß, dass jeder Jedi und jeder Sith einen anderen Griff an seinem Laserschwert hat. Nein, natürlich kann sich der Griff nicht mit – ändern. Zwar ist auch dieses Lichtschwert Teil der „Blade – Builder – Serie“, die eine gewisse Kompatibilität zwischen den Lichtschwertern ermöglicht (man kann sie teils zusammenstecken), aber der Griff bleibt, wie er ist.

Dafür allerdings sieht er sehr schön aus. Wenngleich wohl im ganzen Star Wars Universum niemand sonst so ein Lichtschwert hat, ist es wenigstens eines der schönsten, das ich je gesehen habe.

Meister der Macht Lichtschwert (Ausschnitt)

Das eigentlich Besondere, was hier gemeint ist,  ist, dass man mittels Knopfdruck die Farbe der Klinge ändern kann:

Grün (Yoda, Stimme aus Episoden I – VI)

Blau (Obi Wan, Episode IV und folgende)

Amethyst-farben (Mace Windu)

Rot (Lord Darth Vader, Episoden IV – VI)

Wenn man einen Helden ausgewählt hat, spricht er zu einem und wenn man dann noch einmal (Anleitung liegt bei) kurz drückt, bleibt man auch bei dem Helden, der gerade gesprochen hat, sprich: Die Farbe ändert sich nicht mehr.

Das weitere Besondere ist, dass der ausgewählte Held zu einem spricht, während man mit dem Lichtschwert „übt“. Nicht ständig, aber alle paar Minuten. So spricht Yoda vom „tiefen Ernst eines Jedi“, Vader meint, man würde schon „höchst beeindruckend kämpfen“ oder man „würde gerade erst beginnen die dunkle Seite der Macht kennenzulernen“ usw.

Was hier so klingt als würden diese Sätze nerven, ist in Wirklichkeit ein großer Spaß, der mir als Erwachsener ein Lächeln zauberte und der manchem Kind das Spiel mit dem „Leuchtstab“ viele Stunden in echter Star Wars Stimmung ermöglichen wird.

Der Preis ist entsprechend auch etwas größer als beim üblichen Lichtschwert. Statt 30 EUR will der Laden in der Stadt für dieses „Meister der Macht“ – Lichtschwert rund 40 EUR (Preis schwankt, je nach Anbieter, aber ca. 40 EUR sind es eigentlich immer). Auch hier lohnt eine Suche im Internet, wobei man aufpassen muss! Es sind billigere Plagiate aus dem fernen Osten unterwegs. Wer Qualität will, die sich zudem noch wirklich anhört wie „Star Wars“, sollte beim Original bleiben. Ist einfach meine Erfahrung.

(c)Hasbro

 

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Ein viel zu heißer Tag (Western Mini Story)

von Matthias Wieprecht

Es war einer von diesen Tagen an denen einem der Schweiß über die Stirn rinnt, wenn man über ein schwieriges Thema nachdenkt. Die Kühe auf den Weiden muhten erschöpft. Einige waren schon an Hitzschlag gestorben. Der Hufschmied hatte es sich in einer kühlen Ecke seiner Werkstatt gemütlich gemacht, nachdem er die Preise auf der Aushang-Tafel dermaßen erhöht hatte, dass niemand es wagen würde, ihn zu belästigen, wenn nicht das Leben des Pferdes davon abhängen würde.

John Johnson stand auf dem Absatz des Hotels, direkt vor dem Saloon. Hinter ihm schwankten noch die Türen. Er spürte, wie ein Schweißtropfen langsam, dann immer schneller über seine Stirn, schließlich seine Nase kroch. Aus einer anderen Pore sprang ein weiterer Tropfen geradezu heraus und folgte dem Ersten. Seine Hose klebte jetzt schon widerlich. Zudem war ihm sehr mulmig in der Magengegend. Unsicher tasteten die Finger seiner rechten Hand nach dem Revolver in seinem Halfter. Wie er ihn fühlte, erinnerte er sich an seine Kindheit. Damals als Tom und er „Cowboys“ spielten. Mit Platzpatronen. Er hatte noch nie einen Menschen getötet. Heute würde er auf Tom, seinen Bruder, schießen müssen – oder selber sterben.

Molly Cartwright sah teilnahmslos aus ihrem Hotelzimmer herunter. „Was für ein Feigling“, dachte sie. Ihr war es egal, ob sie ihm oder seinem Bruder gehören würde. Der wilde Westen war ein hartes Pflaster. Nachdem ihre Eltern vor zehn Jahren nach Amerika gekommen und zwei Stunden nach Ankunft in Philadelphia von Wegelagerern erschossen worden waren, kam es ihr nur darauf an zu überleben. Niemand konnte ihr daraus einen Vorwurf machen. Niemand tat es. Tief in ihrem Innersten verachtete sich Molly Cartwright dafür, sich selbst aufgegeben zu haben, nur, um zu überleben.

„Du kannst es dir noch überlegen, Tom!“ sagte Pfarrer Brady. „Er hat sie beleidigt, Hochwürden, er meinte, sie würde ihn lieben!“ rief er wütend vor sich hin. Er war ganz in schwarz gekleidet. Ein Freudenfest wäre das heute nicht, nein, sicherlich nicht. Schwarz wäre gottgefälliger, meinte er, der er bei Pfarrer Brady sozusagen „in der Lehre“ war, denn viele Pfarrer gab es hier nicht. Brady war ein Ire von gesunder Gesichtsfärbung und natürlich roten Haaren, die sich um sein fleischiges Antlitz kräuselten. Für seinen gewaltigen Appetit war er doch recht schlank. Er hatte ein Feuer in seinen blauen Augen und auf der Kanzel konnte er so eindrucksvoll predigen wie Petrus selbst. Jedenfalls behaupteten das die Cowboys, wenn sie nach der Predigt in den Saloon gingen, um einen Whiskey zu trinken oder zwei, ehe sie heimkehrten. „Zu töten ist eine Sünde, Tom!“ rief Brady nun voller Zorn und mit weit ausgerissenen Augen. Tom sah ihm eine Weile in die Augen, dann blickte er zu Boden. „Dann beten sie für mich, denn meine Seele ist verloren“, sagte er und verlies, mit Gürtel, Halfter und Revolver das Haus.

„Die beiden Brüder waren früher unzertrennlich.“ erklärte der Barkeeper im Saloon dem Fremden, der an diesem Tag zufällig in die Stadt gekommen war. Er hatte das ganze Getuschel in der Stadt und besonders im Saloon bemerkt und offen nachgefragt. Der Fremde hatte einen gewaltigen Bart, der von weißen Strähnen durchdrungen war und der insgesamt gekleidet war wie ein Trapper. „Ich kenne sie schon lange. Ein Jammer, dass sie sich heute töten müssen.“ „Das ist wirklich ein Jammer“, sagte der Trapper und schüttelte den Kopf. „Und dann auch noch wegen einer Frau.“ „Was haben sie denn dagegen, sich wegen einer Frau zu töten?“ fragte ein junger Mann, der Sohn des Hufschmieds, trotzig und spielte mit der Hand an seinem Colt herum, doch der Nebenmann, John Hughes, der Gemischtwarenhändler, zog ihm seinen Hut tief ins Gesicht. „Dafür bist du noch zu grün hinter den Ohren!“ sagte er und alle lachten – außer dem Barkeeper. „Sie kenne die Beiden wirklich schon lange, was?“ sagte der Trapper, vielleicht um etwas Mitgefühl zu zeigen. „Sie saßen – als sie klein waren – da drüben am Klavier und spielten immer mit … oh, Moment mal!“ Dann holte er sich eine kleine Leiter und holte aus einem Nebenschrank eine Kiste hervor, die recht verstaubt war. Er öffnete sie und holte zwei Zinnsoldaten heraus. „Damit spielten sie! Hatten sie aus ihrer Heimat, aus England, mitgebracht.“

John Johnson sah Tom nur etwa 300 Meter entfernt. Spät war er nie gewesen. Er wusste ganz genau, dass er heute sterben würde und, so merkwürdig das auch klingt, machte sich am meisten Sorgen darum, ob er seinen Bruder verletzen würde.

Wenig später standen sie sich gegenüber. Im Staub, der sogar zwischen den Zähnen knirschte und den sich mit dem Schweiß des Körpers mischte, um wie eine zweite Haut auf Händen, Hals und Gesicht zum Liegen zu kommen. Tom und John sahen sich lange an. Jeden Moment war es soweit. Tom merkte plötzlich, dass es ein verrückter Fehler wäre zu schießen, John sah die Frau, die sich unter die aufkommende Menge von Zuschauern gemischt hatte, und ihm wurde plötzlich klar, dass er seine Liebe nie wirklich von ihr erwidert worden war!

Vielleicht wäre der Schuss gefallen. Aber dazu kam es nicht, denn der Trapper stellte sich zwischen die Brüder, in seinen Händen hielt er die Kiste mit den Zinnsoldaten.

„Sie stehen im Weg, Sir“, sagte Tom und wunderte sich über seine augenscheinliche Selbstsicherheit.

Der Trapper hatte eine laute Stimme. „Kommt her, seht euch das hier an und wenn ihr euch dann noch töten wollt, nur zu!“ sagte er.

Sie sahen sich die Zinnsoldaten an, sie staunten und lachten und verfielen in viele Erinnerungen, bis Tom sagte: „Heute ist es eh zu heiß für ein Duell, oder?“ „Ja, genau“, sagte John, „verschieben wir es auf … irgendwann.“

Molly Cartwright stand wütend und bebend vor ihnen.

„Was immer du brauchst – von uns bekommst du es nicht.“ sagte John.

Als John, Tom und der Barkeeper dem Trapper danken wollten, war er jedoch wie vom Erdboden verschluckt. Er war ein Geist, sagen die Einen. Er war ein guter Reiter, der keine Spuren hinterlassen konnte, sagten die Anderen. Aber seien wir ehrlich. Es blieb bis heute ein Rätsel, woher er kam und wohin er verschwand.

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Das Bild – ein Gedicht

Ein Maler malt

Sein Bild ist weiß.

Die Zeit so reich.

Alles hat er vor sich.

Ein Maler malt.

Das Bild halb voll,

Die Zeit wird knapp.

Wird es je wie geplant?

Ein Maler malt,

Seine Haare weiß.

Die Zeit bald vorbei.

Er ruft seine Enkel.

Seht, das ist mein Leben.

Heute würde ich es anders malen.“

„Aber“, sagt der Enkel. „Die Farben strahlen so schön!“

Der Maler lächelt – halb in sich hinein.

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Inspector Lestrade – Ein Fall für Scotland Yard 3/3 – Eine Kugel für den Liebsten

Das Hörspiel weist erstaunlich viel Eigenständigkeit auf. Wirken die ersten zwei Teile noch etwas darum bemüht, den eigenen Stil zu finden (oder den Holmes-gewohnten Zuhörer an den „Lestrade-Stil“ zu gewöhnen), wirkt „Eine Kugel für den Liebsten“ so als wenn der Autor (Andreas Masuth) plötzlich genau wüsste, in welche Richtung die „Lestrade Abenteuer“ führen sollen.

Ja, ich schreibe bewusst, „DIE“ Lestrade – Abenteuer, denn obwohl die ersten Abenteuer mit 1/3 bis 3/3 nummeriert waren und dadurch andeuteten, dass es nie mehr als diese drei Hörspiele geben würde, lässt sich im Innenteil der CD erkennen, dass ein Teil 4 im Oktober erscheinen wird. Auf romantruhe.de wird sogar schon ein vierter Teil in Aussicht gestellt.

Sollte sich die Qualität und Eigenständigkeit so weiter entwickeln, wie dieser Teil es in Aussicht stellt, kann ich das nur begrüßen.

Vielleicht war es von Anfang an nicht geplant, in diesem dritten Teil Rode und Groeger als Holmes und Watson brillieren zu lassen, vielleicht wurden die Aufnahmen aber auch nach ihrem überraschenden Tod Anfang dieses Jahres getätigt, in jedem Fall kommt das berühmte Gespann aus der Baker Street dieses Mal nicht zu Gehör.

Im Innenteil des Covers findet sich eine Danksagung an Christian Rode, Peter Groeger und Gerald Paradies. Alle Drei waren bekannte, wunderbare Stimmen, wobei Letzerer z.B. in der Sherlock Holmes (neue Fälle) – Folge „Die Untoten von Tilbury“ zu hören war. Er verstarb im Juni 2016, offenbar dem Produktionsjahr des Hörspiels, um das es hier geht.

Es tut dem Hörspiel meiner Ansicht nach jedoch gut, dass die auch von mir geliebten Holmes und Watson nicht auftauchen. Nur so kann Lestrade sich entfalten und ganz der Star sein und nicht nur der Nebendarsteller mit Extra-Spielzeit.

Die Story ist einfach gestrickt, aber fesselnd. Im Mittelpunkt steht ein Attentat auf den Premierminister. Nur knapp entgeht er einem Angriff auf sein Leben und somit tun sich viele Fragen auf. Ist es ein politischer Gegner? Ist es ein Mann, ist es eine Frau?

Die Geschichte ist, wie erwähnt, eher einfach gehalten, enthält kein „Ei des Columbus“, aber das hat mich nicht gestört, denn die Frage ist immer wie eine Geschichte erzählt wird. Die Dialoge zwischen Lestrade (Lutz Harder) und seinen Kollegen, sowie seinem Vorgesetzten Hawksley, der fantastisch von Bodo Wolf gesprochen wird, machen einfach Spaß. Dieser war mir zumindest nicht nur als Synchronstimme des Arztes in der Serie „Downtown Abbey“ bekannt, sondern als meiner Ansicht nach die beste aller Joker – Stimmen seit Joker eine deutsche Stimme hat. Siehe auch die Arkham – Gaming – Reihe.

Eckhard Dux und Helmut Krauss sind in kleineren Nebenrollen zu hören. Immer wieder schön, von ihnen zu hören.

Summa sumarum entwickelt sich die Reihe in eine hervorragende Richtung. Das Hörspiel bietet Kurzweil und lässt mich nur mit einer Frage zurück: Funktioniert das, was man am Ende erlebt, wirklich?

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Petrocelli – Eine Retro – Krimiserie auf DVD

Mein Vater war ein großer Fan vieler Krimiserien. Detektiv Rockford, Conan, Inspektor Colombo, Kojak, Starsky und Hutch und Konsorten waren regelmäßig Gast auf unserem zunächst noch – bis Anfang der 80iger Jahre – „schwarz weiß“ TV Gerät. Übrigens: Ohne Fernbedienung! Auch das kam erst später.

Während jedoch die Erstgenannten fast alle noch hin und wieder auf verlorenen Sendeplätzen zu sehen sind, weiß von Petrocelli heute niemand mehr etwas. Meine Kinder reagierten auf Petrocelli als würde ich ihnen ein neues Gemüse vorstellen. Traurig, traurig. Höchste Zeit, sich die Serie einmal wieder anzusehen. Aber wo? Aber wie?

Glücklicherweise erschienen die ersten zwei Staffeln auf DVD in aufbereiteter Bildqualität, die sich sehen lassen kann. Zwar ist der Ton – wie damals – in Mono, aber das stört gar nicht.

Der Charme der Serie ist sicherlich ein Pluspunkt „oben drauf“. Es ist eine echte 70iger Jahre Serie. Die Mode, der Humor, ja, auch das Rollenverständnis zwischen Mann und Frau ist hier „70iger Jahre“. Rührend anzusehen, wie seine Ehefrau sich sofort dran macht, ihr bescheidenes Heim (ein Wohnwagen) gründlich zu säubern, neue Decken zu kaufen etc., damit die aus Italien kommende Mutter von „Tony“ Petrocelli auch einen guten Eindruck bekommt. Nachdenklich – in Sachen „Rollenverständnis – mag stimmen, dass die Darstellerin von Maggie Petrocelli (Susan Howard) durchaus attraktiv daher kommt, aber weniger „perfekt“ aussieht als die TV – Frauen unserer Tage: Im gleichen Maße, wie die Gleichberechtigung in den Handlungen beliebter Serien wie „Star Trek – Discovery“ etc. Einzug hielt, präsentieren doch gerade moderne Serien auch ein weibliches Schönheitsideal, dass weitestgehend unerreichbar oder sogar ungesund ist. Damals war das noch anders. Das nur am Rande.

Petrocelli – das ist zum Einen eine Reihe von Fällen, in denen er sich selbst als Anwalt beinahe hoffnungslosen Fällen widmet. Meist – aber nicht immer – handelt es sich um zu Unrecht beschuldigte hübsche Frauen. Dabei muss er als Anwalt wahre Detektivarbeit leisten und manchmal überführt er sogar seine eigene Klientin / seinen eigenen Klienten, die / der nur halbherzig mit der Wahrheit umging.

Zum Anderen geht es aber auch um Petrocelli selbst. Seine junge Frau und er wollen sich– so beginnt die Serie – eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Er verdient wenig und will sich erst einen Namen machen. Aufs „Land“ gezogen ist er, weil er in der Großstadt zu große Konkurrenz hat. Das er Harvard – Student war beeindruckt manche, andere werden davon eher abgestoßen. Überhaupt ist das Völkchen in der Gegend in die er gezogen ist teils sehr eigenwillig, was sich immerhin etwas ändert, nachdem er sich einen Namen als guter Anwalt gemacht hat. Obwohl die Serie in den 70igern spielt, erinnert sie in manchen Teilen an alte Western, in denen es nur einen gibt, der an das Recht glaubt, während alle anderen bestechlich sind.

Dabei ist jede Folge etwas anders. Beispielsweise in der Episode „Unschuldig schuldig“ haben wir es mit einer psychisch kranken Frau zu tun, die nicht bestreitet ihren Mann getötet zu haben. Doch wie kan Petrocelli ihr helfen? Sie kann sich ja nicht mal an alles erinnern. Die Folge ist drastisch und erinnert ganz entfernt an „Hitchcock“.

Was in allen Folgen gleich ist: Der jeweilige Tathergang wird aus verschiedenen Perspektiven gezeigt, was den Zuschauer unmittelbar am Wahrheitsfindungs – Prozess beteiligt. Erinnert etwas an „Die letzten Jedi“, aber das nur am Rande. Dabei scheint am Anfang die Schuld des Angeklagten ganz sicher und unbestreitbar zu sein. Darin liegt der eigentliche Reiz der Folgen.

In „Tod eines Freundes“ trifft Star Trek auf Star Wars: Hier spielt William Shatner den Angeklagten, Adam North und Harrison Ford hat eine Nebenrolle inne, einen Freund des Ermordeten. Außerdem spielt Dana Elcar Petrocellis Gegenspieler vor Gericht. Er ist u.a. bekannt aus „Matlock“, „2010 – das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen“ und Knight Rider.

Die Hauptpersonen der Serie, Anthony J. Petrocelli (Barry Newman), Maggie Petrocelli (Susan Howard) und ihr Gehilfe Pete Ritter (Albert Salmi) bilden eine eigentümliche, familiäre Einheit. Die Fälle machen Spaß, die Hauptpersonen werden zur TV – Familie, an der wir dank DVD nun in 44 Folgen, teilhaben dürfen.

Der Preis pro Staffel liegt bei rund 30 EUR

https://www.amazon.de/Petrocelli-Staffel-1-7-DVDs/dp/B01LW9H6K3

Petrocelli  (c) Alive-ag.de

P.S.: Nicht PetroSELLI, PetroCELLI! 😉

 

 

 

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Revell Modelle zu „Solo – A Star Wars Story“ PLUS Gewinnspiel!

Ich bin ein großer Fan von „Solo“, wie ich es schon oft gesagt und geschrieben habe. So ist es kein Wunder, dass ich mich darüber gefreut habe, dass (wenigstens) ein paar Snapfix – Modelle zum Film von Revell erschienen sind.

Es ist sehr schade, dass es von Revell keine „großen“ Modelle mehr zu geben scheint, jedenfalls nicht zu den aktuellen Filmen. Ich war allerdings ziemlich geschockt als ich vor Kurzem in einen Spielzeugladen ging und dort alles von Revell entfernt worden war. Warum? Modelle zu bauen, egal ob es Dreimaster oder Snapfix-Raumschiffe sind, macht riesig Spaß. Mit einigem Stolz kann man am Ende auf sein Erzeugnis sehen. Aber das ist es vielleicht: Nie war eine Zeit kommerzieller ausgerichtet. Kommerziell bedeutet auch, dass man alles vorgesetzt bekommt. Fertig natürlich. Schade, schade, kann ich da nur sagen, Leute.

Nun zu den drei Modellen, die ich euch hier präsentieren werde.

Ihr findet die Modelle auf dieser Revell – Website, wo ihr sie auch bestellen könnt:

https://www.revell.de/produkte/star-wars/star-wars-solo/

(alle Bilder (c) Revell)

Die Modelle kosten je 24,99 EUR.

Der Zusammenbau ist denkbar einfach und richtet sich besonders an Anfänger des Modellbaus, die nach dem  Zusammenbau, der schnell gehen soll, auch damit spielen wollen. Da sind Light & Sound auf Knopfdruck sehr willkommen.

Allerdings hat jedes Modell seine eigenen Tücken, die von Kennern sehr leicht zu meistern sind, aber für blutige Anfänger zum Bruch eines kleinen Teils führen könnten.

So sind die Ständer der Imperial Patrol Speeder vorsichtig, mit einer gekonnten Mischung von Vorsicht und starkem Druck einzusetzen. Bei Hans Speeder muss man das Vorderteil der Kühlerhaube unbedingt richtig herum anbringen, denn sonst klappt es nicht wirklich. Die Anleitung muss genau befolgt werden. Wie immer bei Snapfix lohnt sich imo das Kleben der Teile, die sonst zwar fest genug sitzen, aber auch wieder herausfallen könnten, wenn man wirklich mit dem Modell spielt. Klar: Wenn man sich für das Kleben entscheidet, sollte man sich sicher sein, dass die angebrachten Teile auch richtig herum angebracht wurden.

Für Kenner dauern die Modelle ca. 10 – 20 Minuten, für Anfänger etwas mehr. In jedem Fall ist die Mühe der Rede nicht wert. Das Ergebnis ist schön!

Wer sein Modell noch etwas verwittert aussehen lassen möchte, kann dies tun, indem er (oder sie) einen Borstenpinsel verwendet. Diesen in eine Mischung von VIEL Verdünner und wenig !!! Schwarz oder Grau tunken und dann entgegen der Fahrtrichtung auftragen. Überflüssiges mit einem Tuch (entgegen der Fahrtrichtung) abtupfen / – wischen. Der Effekt wäre in Etwa dieser hier:

Hans Speeder leicht verwittert

Ich habe diese Methode hier erstmals durchgeführt. Leider hatte ich keinen Verdünner, sondern nur Nagellackentferner. Diesen kann ich nicht ! als Ersatz empfehlen, weil er das Plastik angreift! Bei diesem Modell waren mir stumpfe Stellen (statt Hochglanz) sogar recht, aber bei anderen mag dies sehr schlecht daher kommen. Außerdem können sich in den mit Nagellack aufgeweichten Plastikstellen Fuseln vom Tuch verfangen. Nehmt also am Besten den Original Revell Verdünner, da könnt ihr nichts falsch machen.

Wer von euch einen „Hans Speeder“ gewinnen will, kann dies hier tun.

Um zu gewinnen, schreibt mir maximal drei Sätze, die eurer Meinung nach EHRLICH eurer Meinungen vom Film (A Star Wars Story: Solo) entsprechen.

Ich behalte mir vor einige der Meinungen mit Namenskürzel (also quasi anonym, z.B. „M.W. aus H.“) hier zu veröffentlichen. Wer teilnimmt, ist damit einverstanden.

Wer teilnimmt, ist auch damit einverstanden, von mir per E-Mail über einen eventuellen Gewinn informiert zu werden. 

Schreibt diese Sätze bis zum 15. August 2018 an: Gewinnspiel@starbase-fantasy.de 🙂 Betreff: HAN!

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt, daher bitte in der Woche nach dem 15.08.2018 auch euren SPAM-Ordner überprüfen: Gewinner-Mitteilung erfolgt binnen 1 Woche nach Ende des Gewinnspiels. Diese dann kurz bestätigen.

Rechtliche Hinweise:

Veranstalter bin ich (Matthias Wieprecht), zu erreichen über die Kommentare dieses Blogs sowie unter der E-Mail Gewinnspiel@starbase-fantasy.de.

Die Teilnehmer müssen eine E-Mail an Gewinnspiel@starbase-fantasy.de schicken und darin in maximal drei Sätzen beschreiben, wie sie den Film „Solo: A Star Wars Story“ fanden.

Einsendeschluß ist der 15.08.2018. Die Gewinner werden binnen 1 Woche per E-Mail unterrichtet.

Die Gewinner werden nach dem  Zufallsprinzip ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Preis ist nur 1x verfügbar und wird von mir per Hermes oder DHL versendet.

Sollte sich ein Gewinner nicht binnen 1 Woche nach Bekanntgabe melden, wird ein weiterer Gewinner gezogen, der den Preis dann erhält. Der vorherige wird darüber in dem Fall aber unterrichtet.

 

 

 

 

 

 

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Star Trek News

Bisher ging es in meinem Blog vor Allem um die Galaxis, weit weit entfernt…., aber nicht um Star Trek. Warum ist das so?

Während der ersten Staffel von ST:DIS (Star Trek – Discovery) habe ich regelmässig auf Trekzone.de über aktuelle Folgen geschrieben. Allerdings – so frisch und stark, wendungsreich und verstrickt – jene in der prime Timeline spielende Serie auch sein mag, kam bei mir doch nicht so das rechte Star Trek Feeling auf. Fast, aber nicht ganz. Das hatte viele Gründe, aber darum soll es hier nicht gehen.

Hier geht es darum, dass ich mich frage, ob Star Trek wieder so stark werden wird, wie sie es kurz vor dem neuen Jahrtausend war? Wir erinnern uns: Star Trek – The next Generation begann Mitte der 80iger Jahre und ging bis Mitte der 90iger Jahre mit sieben erfolgreichen Staffeln. Das hatte Deep Space Nine zur Folge und schließlich auch Star Trek: Voyager und Enterprise. Enterprise war denn auch der Schwanengesang der zweiten großen Star Trek Ära, nach der TOS – Zeit im TV und im Kino, wobei sich letzere noch mit der TNG – Kino – Ära überschnitt (durch Kirk, Scotty und Chekov in Generations), deren ruhmloses Ende durch die geringe Besucherzahl von „Star Trek: Nemesis“ generiert wurde. (Ja, in gewisser Weise haben die Fans auch zum Ende der TNG – Ära beigetragen, aber die Berman´sche Methode, das Franchise massentauglich zu machen war auch nicht unschuldig… wieder ein anderes Thema, wenngleich es mir in den Fingern juckt darüber zu schreiben. Ein anderes Mal…).

Danach blieb es lange ruhig, bis 2009 „Star Trek“ von J. J. Abrams ins Kino kam, mit zwei weiteren Nachfolgern.

Der letzte Kinofilm „Star Trek beyond“ war mittelmäßig erfolgreich. „Paramount“ meinte, er käme quasi „als Geschenk für die Fans“ zum 50. Jubiläum von Star Trek in die Kinos. Tatsächlich war das wohl eher ein terminlicher Zufall, der dann als „Geschenk für die Fans zum Jubiläum“ umgedeutet wurde. Auch das Marketing zum Film zeigte deutlich, dass nicht der durchschnittliche Fan, sondern der durchschnittliche Kinobesucher im Allgemeinen die Zielgruppe war. Während Star Wars einigen zu viel „Fanservice“ betreibt (wofür ich persönlich dankbar bin), blieb dieser beim neuen Star Trek stets aus.

Dann kam nun letztes Jahr Discovery. Die sehr moderne, innovative Serie, die vor Allem wohl noch einige Mühe darin investieren wird, sich glaubhaft in die prime Timeline einzufügen, wurde via Netflix finanziert und zeigte sich als so erfolgreich, dass nun noch mehr Star Trek produziert werden soll!

Dabei gibt es leider vor Allem GERÜCHTE. Diese teils unbestätigten oder nur teilweise und vage bestätigten Gerüchte sind zum Teil der Grund für mich, diesen Text zu schreiben. Das geniale (für mich) ist dabei, dass offenbar Patrick Stewart irgendwie in eine der Produktionen (es wird zwei von CBS geben (CBS ist verantwortlich für Star Trek im TV, Paramount für Star Trek im Kino), involviert sein wird. Auch wird spekuliert, es werde sich um eine „Starfleet Academy“ Serie handeln. Picard als Admiral und Lehrer an der Akademie? Ich hätte mir so was schon für die Kinofilme der TNG – Ära gewünscht. Wäre aber auch jetzt noch genial. Die zweite, genauer gesagt neben DIS DRITTE Serie ist noch weitgehend unbekannt.

Sicher ist außerdem, dass es zwei weitere Star Trek Kinofilme geben wird. In dem einen wird der Vater von Kirk (George Kirk) eine gewichtige Rolle spielen, in dem anderen wird Quentin Tarantinos Filmidee (was immer das sei) von Bedeutung sein.

Ich fasse zusammen:

Star Trek: Discovery wird fortgesetzt.
Star Trek: Academy (oder wie auch immer es heißen wird), wird vss. mit Patrick Stewart an den Start gehen (spekulativ)
Star Trek: ??? kommt auch noch (hier ist alles ungewiss)
Star Trek: Kinofilm 1 (mit Kirks Vater) kommt.
Star Trek: Tarantinos Special kommt auch noch.

Vielleicht ist die per se erfolgreiche Star Wars Reihe wieder einmal „Schuld“ für einen neuen Star Trek Boom? So war es ja schon beim ersten Kinofilm in den 70iger Jahren, wo sich ein Paramount – Macher fragte: „Was haben wir, was im Weltraum spielt? Wie können wir auf der Star Wars Welle mitschwimmen?“

Grundsätzlich bin ich verhalten erfreut. Wenn ich allerdings lese, dass Tarantino bei den Kinofilmen mitmischt, dann lässt mich das bei Weitem skeptischer werden als wenn ich von Stewarts Beteiligung lese. Was ihn angeht, so muss ich es einfach loswerden. Ein schönes, sonores: MAKE IT SO!

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Die Parkbank

Der Frühnebel wurde sanft von den Sonnenstrahlen des Morgens vertrieben. Ich stand da, wo man im Park genau auf den Fluß sehen konnte. Rechts und links von mir waren Bäume. In der Ferne tummelten sich wenige Menschen, die noch zu dieser frühen Stunde joggen wollten. Ich setzte mich auf die Parkbank, die direkt vor mir stand. Wie schön war das Glitzern des Wassers in der Sonne!

Hätte ich mich doch nur nicht so einsam gefühlt. Der Soundtrack meines Lebens fühlte sich an wie ein Moll – Stück von Mahler oder das Adagio von Samuel Barber. Dabei mochte ich doch auch Jazz recht gern! Ja, wie wäre es wohl, wenn meine Lebensmelodie jazzig wäre?

Mein Bein schmerzte wieder. Es war ein auszuhaltender Schmerz. Ein ärgerlicher Schmerz, aber keiner, der mir den schönen Morgen verderben konnte. Chronische Schmerzen sind einfach ein Elend. Die Gesunden, wie ich alle Menschen ohne chronische Erkrankungen nannte, wussten gar nicht, wie gut es ihnen ging.

Ein Vogel landete vor mir auf dem Boden. Er sah sich keck um und suchte wohl nach einem Wurm, fand aber keinen. Er sah klein und einsam aus. Vielleicht projezierte ich meine Befindlichkeit aber auch nur auf den kleinen Vogel. Mein Gott, mein Psychiater, Dr. Rogers, hätte seine Freude gehabt. Ich identifizierte mich mit einem kleinen Vogel!

Eine junge Frau lief auf meine Parkbank zu, setzte sich hin. Sie trug Ohrstöpsel, atmete schwer, woraufhin sich natürlich ihre Brust hob und senkte. Es war wie in einem billigen Liebesroman und ich spann die Gedanken weiter.

„Entschuldigen sie, haben sie ein Kaugummi?“

„Ja, ich habe tatsächlich ein Kaugummi. Hier. Woher kommen sie?

Aber sie hatte Ohrstöpsel in ihren Ohren. Ich sprach einfach trotzdem, wollte Dr. Rogers stolz auf mich machen, wenn ich ihm von diesem kleinen Experiment erzählte.

„Wollen wir irgendwo einen Kaffee trinken gehen?“ rief ich sie an. Sie zog einen Stöpsel aus dem Ohr. „Sorry? Kaffee? Ne, danke, trinke nur Wasser.“

„Aber …ich kann Ihnen auch ein Wasser ausgeben!“

„Sie wollen ja nur mit mir im Bett landen. Danke nein. Tschüß Opi!“

Dann lief sie weg.

Ich betrachtete das glitzernde Wasser.

„Opi“, sagte ich vor mich hin. „Was denkt sie, wer ich bin? Ich bin 48, nicht 480!“ Es beschäftigte mich noch sehr, aber ich lobte mich dafür, sie angesprochen zu haben. Dr. Rogers hätte jetzt einen Grund, mir weiterhin zu sagen: „Warten sie es doch einfach ab, das wird schon!“ Mir war natürlich klar, dass Rogers für mich log und nett war. Das war an sich schrecklich, aber ich mochte es. Es hielt mich manchmal aufrecht.

Eine ältere Dame setzte sich neben mich. Ihre verwässerten, blauen Augen waren sicher einmal wunderschön gewesen. Überhaupt konnte ich in ihr das schöne Wesen entdecken, dass sie einmal gewesen war.

„Darf ich ihnen eine Frage stellen?“

„Gewiss doch, junger Mann!“

Junger Mann! Die Frau hatte jetzt schon einen Pluspunkt bei mir gewonnen.

„Warum ist es heute so schwierig, eine Frau kennenzulernen.“

Die Frau sah mich nachdenklich an, schaute an mir hinauf und herab, dann setzte sie sich etwas zurück, fasste dabei ihre Handtasche wie ein Kind einen Teddy greifen würde, wenn es etwas möglicherweise „Verbotenes“ sagen wollte, aber dann sagte sie es:

„Veränderungen, wenn sie mich fragen. Früher konnte man jemanden beim Tanz-Tee kennenlernen, später in der Disco. Aber diese Zeiten sind vorbei. Der Kommerz hat alles im Griff. Die Partnerschaftsportale im Internet zum Beispiel. Hauptsache Geld verdienen – mit allen Bedürfnissen dieser Welt. Das haben wir vom totalen Kapitalismus.“

„Sind sie links eingestellt?“ fragte ich sie und sie lachte herzlich.

„Links und jüdisch bin ich auch.“ lachte sie herzlich.

Wir lachten beide, obwohl ich gar nicht so recht verstand, warum. Es war vermutlich ihre heitere Art, die sie sich im hohen Alter noch bewahrt hatte.  Dann sah sie flüchtig auf ihre Uhr.

„Ich muss nun leider weiter. Ein Arzttermin…“

Ich wünschte ihr einen schönen Tag.

Dann stand ich auf und ging zum Ufer des Flusses. Die Sonne war nun höher gestiegen und begann heiß auf die Erde hinabzuscheinen. Der Verkehr in der Ferne war lauter geworden. Ich konnte Autos sehen, die scharenweise an die Ampeln fuhren und dann weiter, immer weiter. Ich pfiff vor mich hin, wobei ich an die lebensfrohe Dame dachte, mit ihrer linken Einstellung.

Dann setzte ich mich wieder auf die Bank. Eine Weile setzte sich niemand mehr dazu.

Es mochte so gegen 13 Uhr gewesen sein als ein Schuljunge kurz auf der Bank Platz nahm. Er mochte so 12 Jahre alt sein. Er war dunkelblond, leicht untersetzt und hatte ein schönes, pfiffiges Gesicht.

„Sag mal, darf ich dich was fragen.“

„Fragen sie doch“, sagte er.

„Ist es in deinem Alter auch schwer, eine Fr… ein Mädchen kennenzulernen?“

Der Junge wurde rot und starrte auf den Fluß. Dann stand er schnell auf und ging zehn Schritte weiter, ehe er sich umdrehte und sagte: „Erstens soll ich nicht mir Fremden reden und … ja na klar ist das schwierig. Wenn man ihnen sagt, dass man sie mag, sind sie gekränkt, wenn man es nicht tut auch.“

Dann ging er schnell weiter.

Vielleicht hatte er ja Recht. Aber waren alle so?

Ich unterbrach den Tag indem ich den Park kurz verlies und mir einen Hamburger kaufte. Nicht gesund, aber jetzt genau richtig. Dann kam ich zurück zur Bank und sah schon aus der Ferne, dass sich ein Pärchen in den zwanzigern darauf gemütlich eingerichtet hatte. Sie küssten sich leidenschaftlich und hemmungslos. Ich war voller Neid und Faszination. Mein Gott, dass musste so schön sein!

Dann sahen sie zu mir herüber.

„Geh weg, du alter Spanner!“ rief der Mann. Ich ging und streunerte noch etwas länger über den Park. Wie vielen Menschen ich da begegnete! Müttern mit Kinderwagen, Leute in Rollstühlen, Anzugträger und immer wieder Jogger. Ich kehrte in einem kleinen Kaffee ein, dass sich gegenüber dem Parkeingang befand.

Direkt als ich es betrat, bezog sich der Himmel und es begann zu regnen. Mir fiel gleich die Frau direkt am Nebentisch auf. Sie trug ihre schwarzen Haare zu einem Pferdezopf gebunden und sah immer wieder unschlüssig zum Fenster.

„Darf ich ihnen etwas ausgeben?“ fragte ich sie.

Sie sah mich verwirrt an, meinte dann distanziert, aber nicht unfreundlich: „Nein, danke. Mein Bus kommt jeden Moment.“

Ich nickte und bestellte einen Kakao.

Ihr Bus kam rasend schnell. Das Wetter wurde wieder sonnig und ein Regenbogen erschien am Himmel, der wirklich beeindruckend aussah. Vielleicht, dachte ich, würde er bedeuten, dass ich nun die richtige Frau für mein leben finden würde?

Ich ging wieder zurück zu der Parkbank. Sie war abermals leer. Der Himmel wurde schon etwas dunkel, ich konnte sogar den Mond schon entdecken, obwohl es erst später Nachmittag war. Nun setzte sich abermals eine Frau neben mich. Auch sie trug ihre Haare zu einem Pferdeschwanz, aber sie hatte blonde Haare. Ich sagte nichts, sie auch nicht. Ich genoss diese Ungewissheit und die damit verbundene Möglichkeit, keinen Korb zu bekommen.

ENDE

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Presseinformation: 20 Jahre Harry Potter (Lesungen in Hamburg, Berlin und München)

20 Jahre Harry Potter

„Auf nach Hogwarts!“ – Drei große Jubiläumslesungen mit Rufus Beck

 „Auf nach Hogwarts!“ heißt es für alle Harry-Potter-Fans am Wochenende rund um den 1. September: Zum 20jährigen Harry-Potter-Jubiläum in Deutschland liest der Schauspieler und Stimmenmagier Rufus Beck erstmals nach vielen Jahren wieder live vor großem Publikum aus den Harry-Potter-Büchern. Zu erleben ist er bei drei Lesungen in Hamburg (31.8.2018), Berlin (1.9.2018) und München (2.9.2018). Gastgeber sind der Carlsen Verlag, der Hörverlag und Audible in Kooperation mit Heymann, Thalia und Hugendubel.

(Foto: (C) Oliver Jung)

 Seit Erscheinen des ersten Bandes der Harry-Potter-Serie ist der 1. September ein herausragendes Datum für Millionen Potterheads weltweit. Denn dann kehren alle Zauberschüler der magischen Welt zurück in die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei:  Auf ins neue Schuljahr, auf zu neuen Abenteuern – auf nach Hogwarts!

 Der Aufruf klingt daher wie ein Nachhausekommen in den Ohren aller, die Harry Potter gelesen und gehört haben und immer wieder lesen und hören. Fans, Familien und Wegbegleiter können an diesem besonderen Wochenende mit der Stimme von Rufus Beck in die Welt von Harry, seinen Freunden und seinen Gegenspielern eintauchen.

 „Ich freue mich sehr, dass ich nach langer Zeit wieder live und vor Publikum aus den Harry-Potter-Büchern lesen kann“, sagt Rufus Beck. „Harry Potter erinnert mich an meine eigene Internatszeit und wie wichtig es ist Freunde zu haben, die mit einem durch dick und dünn gehen. Wenn ich bei einer Live-Lesung in die strahlenden Augen der jungen Zuhörer blicke, weiß ich, dass ich keinen besseren Beruf wählen konnte.“

 Termine und Veranstaltungsorte:

31.08., 19:00 Uhr: Kulturkirche Altona, Bei der Johanniskirche 22, 22767 Hamburg

01.09., 19.00 Uhr: Theater im Delphi, Gustav-Adolf-Str. 2, 13086 Berlin

 02.09., 18:00 Uhr: Reithalle, Heßstraße 132, 80797 München

 Tickets im Vorverkauf sind ab 25.06.2018 über folgende Buchhandlungen erhältlich:

 für die Veranstaltung in Hamburg: Buchhaus Heymann

für die Veranstaltung in Berlin: alle Berliner Thalia Filialen

für die Veranstaltung in München: Buchhandlung Hugendubel

 Der Eintritt beträgt 15 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre zahlen ermäßigt 10 Euro.

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Nach „Solo“ Flop keine „Star Wars Story“ mehr?

Wie die Website collider.com berichtet, wurden die Arbeiten an den kommenden Star Wars Story – Episoden eingestellt. Grund ist der finanzielle Flop von „Solo“.

Laut IMDB hat der Film $300,000,000 gekostet. Er brachte insgesamt aber bisher „nur“ $343,297,558 weltweit ein. Manch einer würde sich über so einen Gewinn freuen, doch Disney ist von Filmen wie „Das Erwachen der Macht“ oder „Rogue One“ ganz anderes gewohnt.

Als Reaktion hat nun Lucasfilm / Disney die Produktion der Anthologie-Filme von „Boba Fett“ und „Obi Wan“ eingestellt. Auch die geplanten zwei weiteren Solo – Spinoffs wurden zunächst gestrichen. Ob Rian Johnsons geplante Trilogie betroffen sein wird, ist unklar.

Auch auf collider.com wird vermutet, dass der eher geringe Erfolg des Star Wars Films mit seinem Erscheinen im MAI statt im Dezember zu erklären ist. In der Tat macht das Sinn, denn die Zuschauer waren es gewohnt, zu Weihnachten neben den sonstigen Geschenken in jedem Fall einen neuen Star Wars Film zu entdecken. Wie heiß wärest Du auf ein Weihnachtsgeschenk, nur fünf Monate nach Weihnachten und mitten im Sommer?

Viele sogenannte „Fans“ haben den Film aus Protest gegen „The last Jedi“ nicht angesehen und dann gibt es natürlich noch die „Hater“, die einfach alles niedermachen wollen, was ihrer Art von Star Wars widerspricht…

Betrachte ich mir das Marketing von Lucasfilm seit „Rogue One“, so scheinen mir die Leute bei Disney / Lucasfilm zu selbstsicher geworden zu sein. Ein prominenter Analyst (siehe auch https://www.cbr.com/solo-a-star-wars-story-analyst-poor-marketing/) stellte fest, dass ein gravierender Grund für das schlechte Abschneiden des an sich guten Films mit dem Marketing zu tun hatte.  So wurde der erste Trailer zu „Rogue One“ 247 Tage vor dem Film gezeigt, der erste von „Solo“ erst 108 Tage zuvor. Das mag auch mit „The last Jedi“ zu tun haben, denn 247 Tage sind umgerechnet 8,12 Monate. Hätte man den ersten Trailer von „Solo“ 8 Monate zuvor gezeigt, wäre das folglich noch vor dem Erscheinen von „TLJ“ gewesen! Und wieder zeigt sich, wie ungünstig der Mai-Termin war!

Das Lucasfilm alles in Sachen „Star Wars“ überdenkt kann nicht falsch sein. Alleine schon, dass Rian Johnson die von Kasdan und Abrams vorgeschlagene Storyline der „Hauptepisoden“ verlassen durfte und man wohl bei Lucasfilm der Meinung ist, alles was „Star Wars“ im Titel hat, verkauft sich ohne Mühe von selbst, schmeckte auch mir nicht. Lucasfilm hatte und hat es in der Hand, Star Wars zu einer großen Sache oder zu einer alltäglichen Sache zu machen. Die Magie von 2015 hat Lucasfilm für gegeben hingenommen und sich dann nicht weiter um sein Produkt bemüht, so wie ein Schüler, der eine 1+ im Zeugnis hat und meint, sich dann keine Mühe mehr geben zu müssen (bezüglich Kontinuität, Stimmung in den Haupt-Filmen im Speziellen und das Marketing im Allgemeinen).

Schade nur ist, dass ausgerechnet „Solo“, dieser frische Film, der auf der Website „Rottentomatoes“ ein 65%iges „Liked it“ bekommen hat und der von so gut wie niemandem als schlecht bezeichnet wird, der ihn wirklich gesehen hat (und nicht nur aus Prinzip schlecht fand), den Grund dafür liefert.

Ich hoffe, dass sich jetzt die richtigen Leute in Hollywood an einen Tisch setzen und Star Wars retten – und immer, wenn etwas gerettet werden muss, war J. J. Abrams am Besten. Seien wir also zuverichtlich. Episode IX könnte alles retten. Die Frage ist nur, wird die Episode IX eine „Titanic“ oder eine „Apollo XI“?

 

 

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