Sherlock Holmes – Das Grauen von Old Hall (Titania)

Man weiß ja inzwischen, was man von einem Sherlock Holmes Hörspiel aus dem Hause Titania zu erwarten hat. Das Label selbst wirbt mit „Titania – atmosphärische Hörspiele“ und ich kann dem nicht widersprechen. Das ist die große Stärke.

Das „Baskerville“ – Rezept

„Hollywood“ – (Synchron-) Stimmen, ein fulminantes Ambiente und passende Musik sind der Mix, den man verlässlich serviert bekommt.

Autor des vorliegenden Falls waren Stephan Bosenius und Marc Gruppe. Beide ersannen hier eine Story, die vor Allem gruselig sein sollte. Mehr noch als im „Hund der Baskervilles“, der Sherlock Holmes Geschichte, die durch die Mischung von Grusel und brillanter Deduktion punkten konnte, legt „Das Grauen von Old Hall“ seinen Schwerpunkt auf das gruselige, das Schreckliche.

Inhalt:

Molly Remayne wendet sich angsterfüllt an den Meisterdetektiv, nachdem in Old Hall, dem Wohnsitz ihres Verlobten, sowohl dessen Vater als auch Bruder offenbar einer übernatürlichen Macht zum Opfer gefallen sind. Tatsächlich finden sich keinerlei Hinweise auf eine natürliche Erlärung der beiden Todesfälle. Doch Sherlock Holmes hat an dem angeblichen Spukphänomen trotzdem seine Zweifel…

Persönliche Bewertung

(c) Titania

Ich mag es, wenn Sherlock Holmes Geschichten gruselig sind. Es ist wie bei alten „Drei ???“ – Abenteuern, die einen einerseits gegruselt haben, doch andererseits natürlich mit einer am Ende nachvollziehbaren Lösung aufwarteten. Die Frage auch dieses Falls ist eher, wie gemordet wurde als wer oder warum. Das wird gen Ende relativ schnell abgewickelt. Im Mittelpunkt steht das „wie“.

Es macht Spaß, mit Holmes und Watson, in das alte Herrenhaus einzuziehen, mit ihnen vor Ort zu erkunden, was es mit den wahrhaft gruseligen Erscheinungen auf sich hat. Langsam werden – Schritt für Schritt – neue Informationen zusammengetragen, bis Holmes das entscheidende Licht aufgeht.

Neben Detlev Bierstedt als Watson und Joachim Tennstedt als Holmes stich besonders Lutz Reichert als Lestrade hervor, der es schafft, Lestrade so darzustellen, wie er immer beschrieben wird. „Nicht die größte Kerze auf dem Kuchen“, wie Holmes im Hörspiel sagt. Doch andererseits dann doch eben „der Einäugige unter den Blinden“.

Doch jegliche SprecherInnen machen hier einen soliden Job, was man bei den Titania Produktionen ja auch nicht anders erwartet.

Es scheint leider etwas in Mode gekommen zu sein, Hörspiele irgendwie grausam enden zu lassen. Ohne zu spoilern möchte ich nur darauf hinweisen, dass die Original – Holmes – Fälle nur extrem selten grausam wurden. Und das meist bei den weniger guten Storys.

Auch wenn das „wer“ und „warum“ – wie gesagt – etwas kurz kommt, ist auch dieses Hörspiel außerordentlich kurzweilig und gelungen.

Mehr zum  Hörspiel findet ihr hier: https://titania-medien.de/album/folge-049-das-grauen-von-old-hall#

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Sherlock Holmes-Neue Fälle CD 51: Ein Schilling für den Tod

Insgesamt gesehen ist es immer eine Freude, ein neues Hörspiel der „neuen Fälle“ von Sherlock Holmes mit Christian Rode und Peter Groeger zu hören. Das vorweg. Ich werde den „neuen Fall“ – den ich als äußerst unterhaltsam bewerte – nun einer Kritik unterziehen. Dabei kommt es zu Spoilern. Man sei also gewarnt.

Nicht ganz der wahre Holmes

So ist mir aufgefallen, dass sich Holmes hier ein wenig atypisch verhält. Beispielsweise, denke ich zurück an die Originalfälle von Sir Conan Doyle, war Holmes selbst immer der Typ, der sich die Leichen genau ansah und in Sekunden erkannte, was mit ihnen los war. Hier jedoch ist es Watson, der an die „Front“ geschickt wird und sich die Leiche/n genau anschauen muss, während Holmes nicht nur nicht zuschaut, sondern sogar den Raum verlässt, weil er sich offenbar ein wenig ekelt. Das passt leider so gar nicht zum Original – Holmes, der vermutlich nach fünf Minuten Betrachtung des Opfers am Tatort schon grundlegende Erkenntnisse zu Eigenarten und Todesart gewonnen hätte und zusätzlich noch Watson hinzugezogen hätte. Holmes ist – in eine Vermittlung verwickelt – nur noch eine „Maschine“. Emotionen sind dann eher rar. Im Hörspiel ist er außerordentlich „menschlich“

Bizarrer Fall – wenn auch spannend!

Auch ist ist dieser Fall wieder außerordentlich bizarr. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, erinnerte mich der Fall eher an den durchaus gelungenen aktuellen „Batman“ – Film (2022) als an eine Original – Sherlock Holmes – Story. Grausig und im Finale ziemlich bizarr gibt es hier einen ganz anderen Ton als in den literarischen Fällen Von Sir Conan Doyle.

Lestrade? Lestrade!

Nichtsdestotrotz kann ich sagen: Dieser Fall fesselt von der ersten Sekunde an. Die SprecherInnen sind in top Form. Schön auch, dass Holmes und Watson einmal wieder mit Lestrade gemeinsam an einem Fall arbeiten. Es kam keine Sekunde Langeweile auf.

Fazit: Das literarische Vorbild ist etwas feiner in seiner Beschreibung von bizarren Grausamkeiten (die dort auch weit seltener vorkommen). Zudem ist der echte Holmes auch viel nüchterner und sogar gewitzter, wenn es um die Betrachtung von Toten geht, als das hier der Fall ist. Trotzdem ist der Fall so spannend und die Sprecher mit so viel Spielfreude dabei, dass man nicht weghören kann. Im Gegenteil: Man möchte wissen, wie es ausgeht. Urteil für diese Folge: Ein durch und durch solides Hörspiel!

Hier kannst Du das Hörspiel bestellen: https://www.romantruhe.de/serien/krimi-thriller/sherlock-holmes/sherlock-holmes-die-neuen-faelle/sherlock-holmes-neue-faelle-cd-51-ein-schilling-fuer-den-tod-22349

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Batman: Die Maske im Spiegel – Band I

Wer gerade den Kinofilm „The Batman“ gesehen hat, wird sich eventuell nach mehr Geschichten dieser Art im BatMan – Universum umschauen.

Story, Zeichnungen, Farbe

Ich kann da den ersten Band von „Batman – Die Maske hinter dem Spiegel“ empfehlen, den ich mir für euch angeschaut habe. Die Story stammt von Mattson Tomlin, die Zeichnungen entstanden durch Andrea Sorrentino. Jordie Bellaire kümmerte sich um die Farben.

Mattson ist ein Drehbuchautor, der u.a. den Netflix – Film „Project Power“ (2020) geschrieben hat. Hier ein Trailer des Films:

Sorrentino ist unter anderem bekannt für seine Arbeiten an diversen „Green Arrow“ Comics, „Joker: Killer Smile“, „Batman: The Smile Killer“ uva.

Bellaire möchte ich mit einem Zitat erklären lassen, was sie als „Farbgeberin“ – und andere ColoristInnen – ihren Comics hinzufügen: „Colorists aare the unknown amazing backup singer that makes every track awesome!“ (Wikipedia.org)

Handlung

Alle Drei haben in diesem ersten Teil von „Batman: Die Maske im Spiegel“ offensichtlich hervorragend zusammengearbeitet, denn das „Endprodukt“ kann sich sehen lassen! Die Story zeigt uns – gewollt? – einen Batman / Bruce Wayne, der der aktuellen Kinovariante gar nicht mal so unähnlich ist. Mit und auch ohne seine Maske.

Es geht um seine Identität, wie schon der Titel des Comics vermuten lässt. Der Comic fängt damit an, dass Batman halb tot bei seiner – Bruce Waynes – ehemaligen Therapeutin aufwacht, die ihn wieder zusammenflickt und von nun an regelmäßige Sitzungen erwartet, weil sie Bedenken in Bezug auf seine psychische Gesundheit hat. Wir erkunden also die Psyche von Wayne / Batman und das macht eigentlich immer Spaß.

Brisant genug, aber was noch dazu kommt ist, dass es einen Killer in der Stadt gibt, der sich für Batman ausgibt. Grund genug für den Milliardär, Mr. Wesker, auf die Untersuchung des „Batman – Problems“ Druck auszuüben. Warum hat er wohl etwas gegen den Mitternachtsdetektiv? Auch die Polizisten sind unterschiedlicher Ansicht, doch die mit dem Fall betraute Blair Wong ist klug und will sich erstmal ein klares Bild machen, ehe sie Batman als Verbrecher verfolgt…

Wie schon bei alten Heldengeschichten ist der Ausgang wohl relativ klar (obschon ich ihn (noch) nicht gelesen habe), aber der Weg dahin ist mehr als spannend in Szene gesetzt.

Die Zeichnungen wirken, wie die Farbgebung, durchaus künstlerisch. Die Gesichter wirken, bei aller Sparsamkeit der gezeichneten Gesichtszüge, charismatisch. Dieser Stil hat seinen eigenen Reiz. Besonders schön fand ich, dass auf manchen Seiten große, gezeichnete Hintergründe zu sehen sind, die mit der Handlung verschmelzen, wenn man ihnen Beachtung schenkt.

Fazit:

Wie schon eingangs erwähnt ist dies ein, wenn nicht der Comic, den ich allen Kinogängern empfehlen kann. Spannender Storyanfang, der Lust auf mehr macht. Das ganze anspruchsvoll gezeichnet. Auch, wenn Teil 1 naturgemäß mit einem Cliffhanger endet, so gibt es mittlerweile doch schon Band 2 und 3 und sogar einen Sammelband, den ich allen empfehle, die sofort die gesamte Story lesen wollen, und denen ein Hardcover – Einband nicht so wichtig ist:

https://paninishop.de/batman-superhelden-comics/batman-die-maske-im-spiegel-sammelband-dblcol00

(c) DC Comics und Panini Verlag – Die Maske im Spiegel

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„The Book of Boba Fett“ – Kurzkritik der gesamten Serie

Im „Marvel Cinematic Universe“ schon verschwommen die Grenzen. Alles sollte und soll wie eine Einheit wirken. Das, was in dem einen Kinofilm passiert soll Auswirkungen haben auf diesen oder jenen Charakter. Helden besuchen sich gegenseitig in ihren Filmen, so wie launige Vertreter, die anteasern, dass sie auch noch da sind und bald in einem eigenen großen Film kommen werden.

Ich bin ein alter Marvel – Fan. Mehr DC, zugegeben, aber Spider – Man beispielsweise kam für mich immer gleich nach Batman (und vielleicht noch Superman) und das will schon viel heißen! Allerdings bin ich schnell aus dem „MCU“ ausgestiegen, denn Filme wie „Guardians of the Galaxy“ sind meiner Meinung nach wie Erfrischungsstäbchen (kennt ihr diese hohlen Schokostäbchen mit künstlichem Süßflüssigkram drin?): Hohl und macht gute Laune. Mehr aber nicht. Und dann diese FLUT an Filmen. Jeder noch so kleine Superheld bekam seine eigene Show! Ich wollte aber gar nicht jeden Superhelden kennen! Mir genügten stets drei oder vier, die ich dann so richtig super finden konnte!

Diese Entwicklungen im MCU tangierten mich aber lange nicht, denn ich denke, was mir keinen Spaß macht, macht ja sicherlich vielen anderen Spaß und überhaupt: Jedem das Seine oder Ihre.

Bei Star Wars bahnt sich aber nun das gleiche Drama an. Ich will bei einem „Essens – Vergleich“ bleiben: Mischt man Vorsuppe, Hauptmahlzeit und Nachspeise, kann das sicher gut schmecken, aber der charakteristische Geschmack jedes einzelnen Gerichts geht verloren!

Und so fühlte sich „The Book of Boba Fett“ nicht nur nach Mando an, es war auch Mando drin!

Dazu kommt diese unsagbar langsame Erzählweise, die mich schon bei Mando gestört hat. Ja, das hat auch was für sich, klar. Hätte ich aber lieber einen 2 Stunden Film, wo Boba in der ersten Stunde dem Sarlacc entflieht und bei den Tusken lernt, was Gemeinschaft bedeutet und in der zweiten Hälfte der Teil mit dem Pyke – Clan folgt? JA! Natürlich hätte ich so was lieber gehabt!

Kein Problem habe ich mit Boba Fetts Charakterentwicklung. Das ein Typ, der fast vom Sarlacc verdaut wurde und dann von Tusken erst versklavt und dann gelehrt wurde, was Zusammenhalt bedeutet, nicht mehr der coole Einzelgänger ist, leuchtet mir ein. Eine Boba Fett Serie zu Zeiten der Original – Trilogie hätte dennoch ihren ganz eigenen Reiz!

Last but not least ein Problem, für das aber niemand wirklich was kann: Als ich in den 1980ern mit Star Wars in Berührung kam (The Empire Strikes Back), war die weit entfernte Glaxie ein unheimlicher Ort, in dem alles möglich war.  Durch die Serien, die noch kommen werden, werden wir so nah in jeden Mythos hinein zoomen, dass wir sogar die Poren auf dem Gesicht des alten Ben Kenobi erkennen werden. Mit anderen Worten: Star Wars wird entmystifiziert. Nicht nur mit bunten Motorrädern und irdischen Fleischhallen, sondern auch mit dem gnadenlosen Auserzählen jeder Anmerkung, die irgendein Bantha mal in einem Nebensatz fallen lies!

Ich bleibe natürlich trotzdem dabei. „The Book of Boba Fett“ hat mir im Allgemeinen trotz allem sehr gut gefallen (besser als „Mando“) und (Ironie!) gerade die „Mandalorianer Folge“, in der Luke Skywalker ausführlich zu sehen war, hat mich auf eine potentielle „Jedi Academy“ – Serie heiß gemacht.

Aber ich bin nicht so heiß auf irgendeine Star Wars Serie, dass ich dabei vergessen werde, was für mich Star Wars ursprünglich einmal war. Ein galaktisches Weltraum – Märchen, dass einen großen Teil seiner Faszination daraus bezog, dass man eben nicht alles darüber wusste – auch nicht darüber, wer mit wem bekannt ist und woher….

So, das war mein Senf dazu 🙂

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Adventskalender von Playmobil: Back to the Future III

Auf in den Wilden Westen mit Marty McFly und Doc Brown! Mit den Charakteren aus den Jahren 1955 und 1885 sowie Zubehör zum Umrüsten des DeLoreans (Art.Nr. 70317 – separat erhältlich) für die nächste Zeitreise. Bonus für echte Fans: exklusives Diorama mit vier verschiedenen Filmschauplätzen sowie Sammlerpostkarte enthalten.

Zeitloser Adventskalender

Nicht nur zur Weihnachtszeit wird dieser Adventskalender, der aktuell für nur 21,99 EUR auf Playmobil.de zu haben ist, den Fans der berühmten Trilogie Spaß bereiten.

In den 24 Türchen befinden sich die beliebten und bekannten Charaktere des dritten Teils, der im Wilden Westen stattfand.

In diesem Adventskalender gibt es insgesamt vier Szenen, die durch Papp – Panorama – Bildern dargestellt werden und zu denen es Figuren und spannendes Zubehör gibt.

Fangen wir bei den Figuren an.

Marty und Doc Brown sind hier zwei Mal dabei. Einmal in ihrer Version von 1955 und dann noch in ihrem 1895er Stil, wobei Marty seine an Clint Easwood erinnernde Kleidung samt Ofenklappe trägt und der gute alte Doc Emmet Brown einen langen Staubmantel. Buffort Tannen sieht, dank gestutzem Bart und zusammengezogenen Augenbrauen, genau so einfältig wie arrogant aus, wie im Film. Clara Clayton ist eine Zier mit ihrem Hütchen und den Handschuhen. Jede einzelne Figur wurde liebevoll nach dem Kinofilm gestaltet. Das gilt auch für den Hund Copernicus, der sogar einen Schutzhelm trägt.

Playmobil Adventskalener 2021

(c) Playmobil
Adventskalender 2021 – ein zeitloses Vergnügen

Zu den Figuren gehört noch allerlei Zubehör. Besonders eingehen will ich dabei auf das teils goldene Gewehr vom „Western Doc“, dass einfach toll ausschaut und so nie zuvor bei Playmobil zu bekommen war. Aber auch die Kamera sieht klasse aus. Als kleiner Bonus ist sogar das geschossene Foto (nachgestellt mit Playmos) aus dem Film dabei. Ihr wisst schon: Das mit der Rathaus – Uhr 😉

 

Reichhaltiges Zubehör

Außerdem sind einige Teile dabei, für die man ganz klar die Zeitmaschine selbst, den Delorean (https://www.playmobil.de/back-to-the-future-delorean/70317.html) benötigt. Hier kann man die Reifen austauschen und ein „Extra“ auf die Kühlerhaube klemmen. Richtige Schienen sind leider nicht dabei.

Ich zähle hier einmal das gesamte Zubehör auf:

1 Pferd; Zubehör: 3 Dynamitstangen, 1 Sprengbox, 1 Grabstein, 1 Laterne, 1 Grubenhelm mit Lampe und Riemen, 1 Westernhut weiß, 1 Halstuch, 1 Paar Armmanschetten, 1 Brief aus dem Jahr 1885, 4 Weißwandreifen (inkl. Felgen), 1 Röhrencomputer mit Gehäuse, 4 Klebepunkte, 2 Armbanduhren. 1 Hut, 3 Revolver, 1 Grünpflanze, 1 nostalgische Kamera mit Stativ, 1 Gewehr, 1 Bilderrahmen mit Turmuhr-Foto, 1 Montana-Hut, 1 Hut braun, 1 Poncho, 1 Gürtel mit Holster, 1 Pistole, 1 Westernsattel, 1 Halfter, 1 Zügel, 1 Lasso, 1 Westernhut braun, 1 Reisetasche, 1 Damenhut, 3 Superzündis, 1 4-teiliges Diorama mit Filmschauplätzen, 1 Postkarte

Fazit

Mit diesem Adventskalender aus dem vergangenen Jahr ist Playmobil mal wieder ein großer Wurf gelungen. Was ich an diesem Set so besonders finde ist, dass die Charaktere gut erkennbar sind – und das liegt nicht alleine an ihrer Kleidung! Nimmt man sich noch die bekannte Westernwelt von Playmobil „zur Hilfe“, kann man sich mühelos neue Abenteuer des Zeitreise – Teams im „wilden Westen“ ausdenken.  Und noch etwas ist toll: Es gibt jetzt Sets aus allen drei Teilen!

Persönlicher Wunsch

Jetzt wünsche ich mir Sets zu „E.T. – Der Außerirdische“ – mit Gertie, Eliott, dem großen Bruder, einigen Fahrrädern und dem Raumschiff… Man wird ja noch träumen dürfen 🙂

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Sherlock Holmes 50: Im Zeichen des Vollstreckers

Aus dem Gefängnis von Dartmoor ist der berüchtigte Verbrecher Stanford Shaw entkommen. Der ehemalige Polizeibeamte richtete Verbrecher, die durch die Maschen des Gesetzes geschlüpft sind. Schon bald geschieht ein entsetzlicher Mord. Der junge Inspektor Ryan Briggs hat alle Hände voll zu tun. Wie gut, dass ihm da der große Detektiv Sherlock Holmes und sein treuer Freund Doctor Watson zur Seite gestellt werden. Doch auch sie haben es nicht leicht im Kampf gegen einen Mörder, der keine Skrupel kennt.

Christian Rode und Peter Groeger sprachen hier einmal mehr die Rollen von Sherlock Holmes und Dr. John Hamish Watson. Alles an diesem Hörspiel ist routiniert. Neben den Stammsprechern bekommen wir die passende, bekannte Soundkulisse, die vertraute Hintergrundmusik, professionelle Sprecher in weiteren Rollen und einen Fall, der bis zum spannend inszenierten Ende hin, zu unterhalten weiß.

Im Zeichen des Vollstreckers (c)Allscore

Es ist ein Geschenk an die Fans, dass Rode und Groeger nun schon insgesamt 110 Sherlock Holmes Hörspiele bestritten und uns – nach ihrem überraschenden Tod – so viel Gutes hinterlassen haben (die Originale und jene aus dem Hause Allscore).

Da wir auf der Zeitleiste nicht stehen geblieben sind, gibt es Veränderungen! In den Original – Geschichten von Sir Conan Doyle gab es nur wenige Geschichten, die jenseits des Jahrhundertwechsels handelten. Sherlock Holmes Abenteuer funktionieren im „Droschken und Gaslicht“ – Setting einfach besonders gut. Für dieses Hörspiel verabschiedete man sich von den Droschken. Automobile halten vollends Einzug und neben Inspector Lestrade gibt es für den Polizeiapparat einen Neuzuwachs, wie das auch im echten Leben wäre. Auf der einen Seite geht die Hörspielserie damit neue Wege und entfernt sich damit von vertrautem Terrain, auf der anderen Seite erhalten wir endlich einmal eine Antwort auf die Frage, wie es mit Holmes und Watson wohl zu Anfang des 20. Jahrhunderts weiterging. Das ist ein Detail, auf das ich auch bei kommenden Abenteuern besonders achten werde.

Fazit: Insgesamt liegt mit dem 50. Fall hier eine routinierte Produktion vor, die hörenswert ist. Nebenbei kommt Holmes im 20. Jahrhundert an.

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Sherlock Holmes: Die geheimen Fälle 48 – Der Gezeitenstrom

Kurz vor Weihnachten, am 23.12. 2021, erschien im Titania – Verlag das Hörspiel „Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle: Der Gezeitenstrom“.

Inhaltsangabe:

„Der aufgrund seiner mürrischen Art allseits unbeliebte und verhasste Mr. Yarrow wird ertrunken an seinem bevorzugten Angeplatz am River Ling, dem Gezeitenstrom, aufgefunden. Zunächst geht man von einem Unfalltod aus, alsbald deutet aber alles auf Mord hin. Allzu schnell wird ein junger Verdächtiger verhaftet. Und obwohl der Meisterdetektiv diesen für unschuldig hält, findet er zunächst keine Spur zu einem anderen Täter…“

Mr. Davidson sucht Holmes und Watson im Savoy auf, wo diese gerade mit einem guten Essen die Aufklärung eines Falls feiern. Er berichtet bestürzt von dem Tod des in seiner Ortschaft sehr unbeliebten Mr. Yarrow. Nicht so sehr dessen Tod erschüttert ihn als vielmehr die Annahme der Polizisten vor Ort, dass er von einem äußerst sympathischen, jungen Mann, getötet worden sein soll. In der Tat gibt es eindeutig belastende Indizien, die diesen als Täter kennzeichnen. Vielleicht zu eindeutig?

Cover der Hörspielfolge „Der Gezeitenstrom“ (c) Titania

Es ist, wie immer, eine Freude, Joachim Tennstedt und Detlev Bierstedt, als Holmes und Watson zu hören. Wieder einmal ist es ein auditives „Holmes goes to Hollywood“, wobei mir ein Malkovich oder ein Clooney vor Augen kamen als ich den Fall anhörte.

Die Adaption einer Kriminalgeschichte von Cyrill McNeile ist hervorragend gelungen. Die ganze Geschichte wirkt von Anfang an als sei sie der Feder von Sir Conan Doyle entsprungen.

Ich persönlich liebe an den Sherlock Holmes Fällen – den Originalen wie auch den Pastiches – einerseits „gruselige“ Fälle, andererseits jene, in denen ein Unschuldiger kurz vor der Verurteilung steht und alles gegen ihn spricht. Ähnlich wie bei „Der Baumeister von Norwood“ von Sir Arthur Conan Doyle, steht auch hier das Leben eines jungen Mannes auf dem Spiel. Alles spricht gegen ihn und es sieht mit der Zeit sogar immer düsterer für ihn aus.

Was mir auch an diesem Hörspiel aus dem Hause Titania so gut gefiel war schon die Cover – Gestaltung von Ertugrul Edirne. Dann die klangliche Atmosphäre, die von Anfang an auf hohem Niveau eine Umgebung schafft, die es mir leicht gemacht hat, mich ins viktorianische Zeitalter versetzt zu fühlen – und schließlich die Spielfreude der SprecherInnen sowie deren Auswahl, denn es ist bei Hörspielen ja immer wichtig, dass die Stimmen sich nicht zu ähnlich sind.

Rolle Sprecher
Sherlock Holmes Joachim Tennstedt
Dr. John H. Watson Detlef Bierstedt
Mervyn Davidson Nicolas König
Mr. Stapleton Helmut Zierl
Sergeant Grayson Herbert Tennigkeit
Dr. Granger Bernd Kreibich
Christopher Stern Jonas Minthe
Mr. Vickers Patrick Bach
Mr. Briggs Peter Weis
Mr. Yarrow Horst Naumann
Richter Bodo Primus
Mann Marc Gruppe
Mrs. Yarrow Sigrid Burkholder

(kopiert aus: https://sherlockholmes.fandom.com/de/wiki/Der_Gezeitenstrom)

Gerade in diesen verregneten Wintertagen gibt es kaum etwas Besseres als sich mit einem Fall von Sherlock Holmes vor dem (imaginären?) Kamin zurückzuziehen. Kurzweilige Unterhaltung garantiert!

Die physische CD oder auch die MP3 könnt ihr u.a. hier für rund 7 EUR erwerben:

https://www.amazon.de/s?k=sherlock+holmes+der+gezeitenstrom&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=48TWFEXC4ZUP&sprefix=sherlock+holmes+der+gezeitenstrom%2Caps%2C82&ref=nb_sb_noss_1

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Star Wars – Die Offizielle Geschichte (NEUAUFLAGE 2021)

Kürzlich erschien bei DK „Star Wars – Die offizielle Geschichte“ und zwar in einer Neuauflage. Das über 370 Seiten dicke Buch ist prall mit Informationen und Bildern rund um die Star Wars Saga bis Anfang 2021 gefüllt. Sie umschließt damit die gesamte Skywalker – Saga, die 2019, mit „The Rise of Skywalker“, ihr offizielles Ende fand. Es ist „das“ perfekte Weihnachtsgeschenk für lesende „Warsler“!

Zeitreise in die Vergangenheit

Das informative Werk beginnt sogar noch vor den Dreharbeiten an „Star Wars – Episode IV“. Damit es nicht langweilig wird, sich eng geschriebene Sachbuchtexte durchzulesen, setzt die offizielle Geschichte“ auf Zeitungsartikel – artige Sequenzen, die üppig mit Illustrationen angereichert wurden.

Dabei wird jedoch nicht nur auf die üblichen Fakten rund um die Verfilmungen Rücksicht genommen, die Artikel vermitteln einem vielmehr auch den Zeitgeist rund um die Entstehung der Filme. Welche großen Kinohits gab es z.B. in den 1970ern und hatten ggf. einen Einfluß auf die Saga? Was passierte auf der politischen Bühne der Welt? Und wenn man es kaum erwartet findet man auch mal ein zweiseitiges schönes Bild, z.B. eines vom Konzeptzeichner Ralph McQuarrie (auf den Seiten 36 und 37) oder die 2006 in den U.S.A. erschienenen Briefmarken, und es lohnt sich durchaus auf den unteren Rand der Seiten zu schauen. Da wird – wie in einem Live-Ticker – die Weltgeschichte dargestellt: „Montagsdemonstration in Leipzig – Erich Honecker tritt zurück – Demonstranten stürmen Stasi – Zentrale“ z.B. auf den Seiten 135/136. So wird das Buch zu einem allumfassenden „Zeitgeist – Fänger“: Darin eingebettet und immer im Zentrum bleibt natürlich die STAR WARS SAGA.

Palpatines Message und andere Kuriositäten…

Die Neuauflage zur „offiziellen Geschichte“ (c) DK, Lucasfilm

Pablo Hidalgo, Kirsten Beyer und die weiteren AutorInnen sparen nicht mit bemerkenswerten Fakten. So heißt es z.B. auf Seite 362, dass Palpatines „Stimme aus dem Jenseits“, die im Eingangstext von Episode IX erwähnt wird, während eines Events um das Game „Fortnite“ am 14.12.19 zu hören war!

Der Nerd in mir konnte es natürlich nicht sein lassen und begab sich im Internet gleich auf die Suche nach dieser Message von Palpatine.  Ich füge sie unter der Rezension ein. Und das ist nur ein Beispiel, wie dieses Buch Wissenslücken schließen oder an schon wieder vergessenes erinnern kann.

Auf Seite 362 wird z.B.berichtet, dass Coca Cola am 9.12.19 Flaschen mit leuchtenden Laserschwertern auf dem Etikett heraus. Direkt daneben findet sich die Information, dass die Firma Love Your Melon am 11.12.19 eine Kooperation mit Lucasfilm ankündigte: Sie wollten Star Wars Beanies herausbringen, um durch den Erlös krebskranken Kindern zu helfen.

Die beiden erwähnten Texte sind nur sehr klein und beiläufig, zeigen aber den ausgefallenen und spannenden Stil der „offiziellen Geschichte“, die nicht nur hilft, sich daran zu erinnern, was „damals“ alles so passierte, sondern auch, was man „damals“ gar nicht wusste, das es passierte!

Wenn die „Offizielle Geschichte“, die in der Neuauflage auch optisch was hermacht, eine Schwäche hat, dann ist es vielleicht eine mangelnde Tiefe, so wird das Ende der Skywalker Saga lediglich festgestellt, mit einem fast fließenden Übergang zu „The Mandalorian“. Auf den letzten beiden Seiten wird die Buchreihe um die „hohe Republik“ vorgestellt und die zu erwartende Serie „The Book of Boba Fett“ angeteasert.

Fazit:

„Star Wars – Die offizielle Geschichte“ gehört zu den Büchern, die man als Star Wars Fan selbst dann im Schrank stehen haben sollte, wenn man sonst kein Buch zu Star Wars im Schrank stehen hat. Es ist kurzweilig, höchst informativ und hat einen hohen „wieder zur Hand nehm“ – Wert. Mit diesem Buch kann man sich nicht nur mit „Fakten um den Film“ befassen, sondern man kann in vergangene Zeiten eintauchen. Es ist so eine Art „Denkarium“ (Grüße an Harry Potter!) für Star Wars Fans.

Erwerben kann man es direkt bei DK oder bei allen Buchläden diesseits und jenseits des Internets für 39,95 EUR.

https://www.dorlingkindersley.de/buch/ryder-windham-pablo-hidalgo-daniel-wallace-kristin-baver-star-wars-die-offizielle-geschichte-neuausgabe-9783831042289

Viel Spaß mit Palpatines Message…

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Zwei Weihnachtsgeschenke für den Star Trek Fan (2021)

I. „Star Trek – The Next Generation – Die U.S.S. Enterprise 1701 D“ von Ben Robinson (Cross Cult)

Als ich im Sommer diesen Jahres Original Series sah, wünschte ich mir wieder so ein Buch, wie ich es nach der Kino – Sichtung von „Star Trek II“ in den 1980er Jahren – selbst schreiben wollte (ohne jedoch die Kenntnisse zu haben): Ein Buch, in dem einfach „alles“ erklärt wurde. Nicht aus Sicht der Produzenten, der Filmkritiker, sondern so als wenn die Föderation wirklich existieren würde.

Vorgeschichte…

Zu meiner Freude war so ein Buch mittlerweile erschienen. Ein Buch, dass es mir ermöglicht mich Hals über Kopf in die Star Trek Welt zu stürzen, während ich mir Pikes Quartier, den Transporter – Raum, den berühmten Captain´s Chair ebenso näher betrachten konnte wie die verschiedenen Phaser – Typen und Rang – Abzeichen etc. Das Buch, von dem ich rede, war jedoch leider nur auf englisch erschienen. Es heißt „Star Trek – The U.S.S. Enterprise NCC-1701 & 1701-A – Illustrated Handbook“. Von wem anderes als von Ben Robinson kann es veröffentlicht worden sein? Dem Ben Robinson, der auch hinter der bekannten Eaglemoss – Modell – Reihe steht.

Robinson, Sohn einer Lehrerin und eines TV-Produzenten, verrät u.a. auf der amerikanischen Memory-Alpha Website, er sei von frühester Jugend an ein Fan der Original Serie gewesen. 1997 arbeitete er als freier Mitarbeiter für den Verlag Midsummer Books, wo er für GE Fabbri arbeitete und, zusammen mit anderen namenhaften Star Trek Autoren ,wie Judith und Garfield Reeves-Stevens, die berühmten „Star Trek Fact Files“ (mit-)veröffentlichte.

So vermag es auch nicht zu verwundern, dass in dem genannten Buch einige Illustrationen direkt aus den „Fact Files“ entommen wurden.

Meine Hoffnung war, nachdem ich gesehen hatte, wie informativ und immersiv das „illustrated handbook“ der ersten (im TV) „Enterprise“ ist, dass diese Reihe auch einmal auf Deutsch erscheinen würde.

Mein Wunsch wurde erhöhrt!

Manchmal ist es schon komisch, wie der Zufall so spielt, denn just nachdem ich diesen Gedanken gedacht hatte, kündigte der deutsche Cross – Cult – Verlag an, dass das „iilustrierte Handbuch“ der Enterprise 1701 D erscheinen würde. Nicht Kirks Enterprise, aber, hey, was nicht ist… 😉 

Und dann bin ich natürlich auch Captain Picard Fan, der die Star Trek Fackel von Kirk und Co. so grandios weitertrug. So halte ich hier stolz das Prachtexemplar des „illustrierten Handbuchs“ in meinen Händen und kann sagen, dass es genau so wunderschön geraten ist, wie die englische Variante des Handbuchs zur „1701“ von Kirk.

Jedoch scheint mir die deutsche Ausgabe, die zwar einen Schutzumschlag vermissen lässt, um einiges besser gebunden zu sein. Die Qualität der Bindung entscheidet mit darüber, wie lange man an einem Buch Freude haben kann und es sind schon richtige „Bauklötze“ von Büchern erschienen, die von Anfang an nicht darauf geeicht waren, lange ihre Bindung halten zu können. Aber das ist ein anderes Thema. Was ich sagen will: Die rein „stoffliche“ Qualität dieses Buchs übertrifft das Original!

Star Trek The Next Generation – NCC 1701 D – Illustriertes Handbuch (c) Cross-Cult

Auf 213 Seiten (es gibt sowohl ein Inhaltsverzeichnis als auch ein Register!) werden unzählige beeindruckende Bilder von Picards Enterprise und vielem mehr präsentiert. Stell Dir vor, Du würdest in Picards Zeit leben und wolltest ein Buch über die Enterprise 1701 D lesen. Hier hast Du es!

Die Enterprise wird dezidiert bis ins kleinste Detail erklärt. Begonnen bei den Vorgängern, über die Außenhülle, die auf mehreren Seiten erklärt wird, dem strukturellen Aufbau des Raumschiffs, die Navigation, die Untertassensektion, den Hauptmaschinenraum, diverse Monitore, die Uniformen bis hin zum kleinsten Ausrüstungsgegenstand in der Krankenstation wird alles unter die Lupe genommen.

Besonders spaßig: Eine Liste, die exakt anzeigt wie viele Stunden man bei welcher Geschwindigkeit (Warp) bis zum nächsten Stern unterwegs ist (Seite 39). Diese Liste ist ein gutes Beispiel dafür, dass dieses Buch sich weniger wie Merchandise anfühlt als wie ein Stück Geschichte.

Eigene Kapitel befassen sich mit dem Impusantrieb, den Manövriertriebwerken, dem EPS – Netzwerk oder den Trägheitsdämpfern. So abstrakt diese Begriffe auch klingen mögen: Durch gute Erklärungen (die sehr gut von Björn Sülter und Claudia Kern übersetzt wurden!), allerlei Illustrationen und Schemata wird dem Leser erklärt, was er immer über diese ihm längst vertrauten Begriffe wissen wollte.

Wer sich mit diesem Buch befasst, wird die Serie „Star Trek – The next generation“ anders erleben, weil er / sie nun mitreden kann.

Danke, Cross – Cult! Gibt es noch mehr davon?

Es ist mehr als löblich, dass sich Cross – Cult an diese großartige Veröffentlichung gewagt hat und so das TNG – Fan – Herz auch im 21. Jahrhundert noch einmal höher springen lassen kann.

Unnötig zu sagen, dass dies ein geniales Weihnachtsgeschenk für alle TNG Fans ist, die sich bisher zurückhalten konnten oder schlicht noch nicht wissen, was da auf dem deutschen Büchermarkt erschienen ist.

Am Ende wünsche ich mir nur noch, dass dieses Buch einen dermaßen großen Erfolg feiert, dass auch die Folgebände erscheinen werden, denn von Kirk bis Janeway gibt es für jede Serie auf englisch einen Band! Wie schön wäre es, wenn sie alle auf Deutsch erschienen!

Das illustrierte Handbuch zur Enterprise D von Captain Jean – Luc Picard könnt ihr überall kaufen, wo es Bücher gibt. (Preis: 29,99 EUR). Natürlich auch auf der Website von Cross-Cult, wo es noch ein paar weitere Ansichten des Buchs gibt:

https://www.cross-cult.de/titel/star-trek-sachbuch-illustriertes-handbuch-die-u-s-s-enterprise-ncc-1701-d-captain-picards-schiff-aus-star-trek-the-next-generati.html?titel_medium=9

II. STAR TREK: Raumschiff Enterprise –  die limitierte Complete Steelbook Edition

Für mich begann meine Leidenschaft für Star Trek mit „Raumschiff Enterprise“. Ja, ich bin alt genug gerade noch erlebt zu haben, wie die Enterprise über den Bildschirm des ZDF raste. Captain Kirk wurde damals einer meiner großen Helden (neben Captain Future Luke Skywalker) und ist es heute noch.

Neue Auflage mit neuem Design!

Die Serie wurde gerade noch einmal neu aufgelegt – und zwar in schicken, limitierten Steelbooks! Etwas kompakter als die vorherige Veröffentlichung auf Blu – Ray, gibt es die drei Staffeln jetzt in drei neu gestalteten Steelbooks, die richtig hübsch geworden sind. Um Platz zu sparen liegen im inneren, wo es ebenfalls eine schöne Illustration der Helden des Raumschiffs Enterprise zu sehen gibt, die Blu – Rays übereinander. Darum ist das Set auch so kompakt.

Star Trek TOS – Steelbook Edition (c) Paramount

Diese Ausgabe ist einerseits etwas für Sammler, andererseits auch für alle, die sich bisher noch gescheut haben, Geld für die bekannte Serie auszugeben.

Pressetext:

Unendliche Weiten … Season 1 Gehen Sie mit der Crew der original USS Enterprise auf ihre wagemutige fünfjährige Mission, in der sie dorthin gelangen, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Enthalten sind Episoden wie „Spock unter Verdacht“, „Ganz neue Dimensionen“, „Horta rettet ihre Kinder“ und die von Kritikern hochgelobte Folge „Griff in die Geschichte“. Season 2 Das

zweite Jahr der Reisen von Captain James T. Kirk und der Crew des Raumschiffs Enterprise! Begleiten Sie sie auf ihren Abenteuern, die Science-Fiction-Fans auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten faszinieren. Die Lieblingsepisoden dieser Season umfassen „Weltraumfieber“, bei der Spock gewalttätige Gefühle erlebt, „Schablonen der Gewalt“, bei der Kirk auf außerirdische Nazis trifft, und natürlich: „Kennen Sie Tribbles?“

Neues Design (c) Paramount (c) MW

Season 3 Diese dritte und letzte Staffel der „Star Trek“ Originalserie umfasst die denkwürdige Episode, in der Spocks Gehirn gestohlen wird, die tödliche Nachstellung des Duells am O.K. Corral und den Klassiker „Das Spinnennetz“. Ebenfalls enthalten ist die ursprüngliche „Star Trek“ Pilot-Episode „Der Käfig“ in beiden Versionen.

Einfach schön anzusehen!

Es dürfte bekannt sein, wie phänomenal die Überarbeitung der Serie gut getan hat. Die Farben sind extrem viel deutlicher und die Spezialeffekte wurden digital mit damals zu kostspieligen, aber möglichen Effekten ersetzt. Seither sieht die Serie, zumal auf Blu-Ray, so gut aus wie nie. Dem Nostalgiker wird indes die Möglichkeit gewährt, sich die Folgen im Original, mit den ursprünglichen Effekten, anzusehen.

Reichhaltiges Zusatzmaterial, wie Interviews, Kommentare und Trailer, runden die Packung ab. Auch dies, so scheint es mir, ist für jeden Fan, der noch nicht in Besitz der Reihe ist und natürlich für jeden Star Trek Sammler, ein tolles Weihnachtsgeschenk!

Aktueller Preis bei Saturn: 99,99 EUR. (Stand November 2021)

https://www.saturn.de/de/product/_star-trek-raumschiff-enterprise-complete-boxset-limitiertes-steelbookr-blu-ray-2755373.html

Das DVD – Set ist um einiges günstiger mit 42,99 EUR. (Stand November 2021):

https://www.saturn.de/de/product/_star-trek-raumschiff-enterprise-complete-boxset-science-fiction-dvd-2209484.html

 

 

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„Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe!“ (Support your local Sheriff) bei Pidax erschienen!

Western – Fans kennen sie alle: die kühlen Revolverhelden, wie sie durch Yul Brynner und Steve McQueen in „Die glorreichen Sieben“ dargestellt worden sind oder die durch Clint Eastwood und Co, zumeist in den 1950 Jahren bis in die 1980er hinein.

Aber auch die neueren Western, wie die Christian Bale – Verfilmung von „Todeszug nach Yuma“ oder der Kevin Costner – Film „Open Range“ können sich sehen lassen.

Westernhelden jeder der genannten und unzähliger weiterer Verfilmungen sind einfach cool. Verschwiegen, manchmal brutal, immer jedoch berechnend laufen sie durch die staubigen Straßen von Städten und sorgen auf ihre eigene Weise für Recht und Ordnung.

Western und Komödie – geht das?

Es gibt zwar nur noch wenige neue Western, aber sterben wird das Genre wohl nie – und das ist gut so. So, wie mystifizierte und romantisierte Ritter- und auch Piratenfilme etwas ungemein anziehendes haben, so weiß auch der Western zu gefallen. SIe haben nichts mit der Realität zu tun, müssen sie auch nicht.

Dennoch: Wer eine ganze Reihe von Western gesehen hat, dem verlangt es irgendwann einmal, sich vom Staub der sandigen Wüste Nevadas, den kalten Nächten in den Canyons und den Schießereien in Dodge City zu erholen. Verdammt, gibt es hier denn wirklich so gar nichts zu lachen im „wilden Westen“?

Doch es gibt sie tatsächlich: Komödien wie „Blazing Sattles“ von Mel Brooks oder „City Slickers“. Doch nur eine Western – Komödie trifft meiner Meinung nach den rostigen Nagel auf den Kopf: „Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe!“

Turbulent – verrückt und immer noch nahe am klassischen Western

Im Original heißt der Film „Support your local Sheriff“. Die James Garner – Verfilmung aus dem Jahre 1969 hat auch einen coolen Helden. Doch da, wo sich ein Yul Brynner oder ein Clint Eastwood eingemischt hätten, da hat Revolverheld McCullough nur eines im Sinn: Sich heraushalten. Denn er ist eigentlich nur auf der Durchreise nach Australien und will jeglichen Konflikten aus dem Weg gehen. Das macht ihn von Anfang an sympathisch, zumal er dies mit einer gewissen provokanten Selbstverständlichkeit tut.

Bei seiner Reise nach Australien  kommt er in eine sündige Goldgräberstadt, in der es bisher kein Sheriff aushalten konnte. Oder überlebte. Da er nunmal leider Geld und Unterkunft benötigt, solange er dort verweilt, übernimmt er den „Job“ mit sehr ausgefallenen Mitteln, bei der sich ein unerwartetes Können mit dem Schießeisen mit einer absurden Kreativität (Stichwort: Gefängnisgitter) und Kaltschneuzigkeit verbindet.

Das bekommt zuerst einmal die Danby – Bande zu spüren und niemand geringeres als Bruce Dern spielt Joe Danby. Kein weiteres Wort zu dieser Bande, außer vielleicht, dass sie an die Daltons aus der Comicreihe „Lucky Luke“ erinnern.

Die Danby – Bande im Konflikt mit dem Sheriff (c) PIDAX

Übrigens steht McCullough ein tatkräftiger, naja, sagen wir mal, ein nicht ganz gescheiter, aber ehrenwerter Helfer zur Seite. Jake wird von „Spiel mir das Lied vom Tod“ – Jack Elam (1920 – 2003) gespielt.

Echte Spielfreude am Set

Die Komödie, die von William Bowers geschrieben und von Regisseur Burt Kennedy gedreht wurde, ist ein Feuerwerk von Gags. Manchmal sind es Wortwitze, manchmal Slapstick – Einlagen. Dabei ist das ganze Ensemble mit so einer großen Spielfreude dabei, dass der ganze 93minütige Film einem wie ein einziger großer, toller Witz vorkommt. Nie wieder wurde seither das Western – Genre so einfallsreich aufs Korn genommen. Oft sind gerade Western – Komödien derart übertrieben und absurd, dass man den „Western“ unter der nach Lachern heischenden Oberfläche kaum noch erkennt. In „Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“ glaubt man in jeder Minute es mit einem waschechten 1960er – Western zu tun zu haben. Er ist nur unerwartet anders.

Das für die Hauptrolle James Garner (1928 – 2014) gewählt wurde, war vermutlich direkt beabsichtigt, denn der trockene Humor wirkt wie auf seinen Leib geschneidert. Der Schauspieler, den man aus diversen Komödien mit Doris Day kennt und der mit der Serie „Detektiv Rockford“ berühmt wurde, spielte auch in zwei recht kurzweiligen Western – Serien um den Cowboy „Maverick“ mit, die beide bei Pidax erhältlich sind: https://www.pidax-film.de/advanced_search_result.php?keywords=maverick.

„Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“ ist kürzlich auf DVD und sogar Blu Ray bei Pidax in prima Bildqualität erschienen:

https://www.pidax-film.de/advanced_search_result.php?keywords=auch+ein+sheriff+braucht+mal+hilfe

Noch erwähnenswert dazu…

Es gab später noch eine „Fortsetzung“ oder besser: Eine aternative Geschichte nach selbem Rezept: „Support your local gunfighter“ (deutscher Titel: Latigo). Hier spielen wieder sehr viele Schauspieler aus „Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“ mit. Ob es am Drehbuch lag – dieses mal wurde es von James Edward Grant geschrieben, ist schwer zu sagen, aber der Film wirkt wie ein laues Lüftchen im Vergleich zum „Sheriff“ – Film. Da James Garner natürlich immer sehenswert ist und auch Jack Elam u.a. wieder mit dabei ist, ist der Film natürlich trotzdem sehenswert, aber man sollte nicht so viel wie vom Vorgänger erwarten.

Fazit: „Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe“ ist der lustigste Western aller Zeiten: Anschauen!

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