Als sich 1992 die Entdeckung Amerikas zum 500. Mal jährte, wurde diesem Ereignis mit zwei Kinofilmen gedacht. Der eine Film wurde unter anderem von Alexander Salkind (1921 – 1997) produziert, der auch die recht ikonischen Superman – Kinofilme mit dem 2004 verstorbenen Christopher Reeve, produzierte.
Es wird wohl kein Zufall sein, dass auch sein Film – wie „Superman – Der Kinofilm“ von 1978, mit mehr oder weniger bekannten Stars garniert daher kam: Tom Selleck, Marlon Brando, Rachel Ward, Benecio del Toro, Catherine Zeta – Jones kamen darin vor, während Georges Corrafaces den Christopher Columbus spielte. Der Film ist spannend, beinahe ein Mantel- und Degenfilm, und stellt Columbus vor Allem als Helden dar. Als großen Entdecker.
So sehr „Christopher Columbus – Der Entdecker“ seine Berechtigung hat, zumal der Film auch für jüngere Zuschauer geeignet ist, war es doch gut, dass Ridley Scott mit „1492 – Eroberung des Paradieses“ ein realistischeres Bild von Columbus und der genannten „Eroberung“ entwarf.
Gerard Depardieu war ohnehin schon ein großer Name, gerade erst 1990 verkörperte der außerordentlich arbeitsame Schauspieler „Cyrano von Bergerac“ im gleichnamigen, von Preisen überhäuften Film, nach dem Drama von Edmond Rostand.
Ridley Scott wählte sich mit ihm einen charismatischen Schauspieler aus, der zwar äußerlich nicht dem Stereotyp von Christopher Columbus entsprach (einem italienischen Seefahrer in kastilischen Diensten), jedoch den Menschen Columbus mehrdimensional darstellen konnte.
Columbus war Humanist. Er begegnete den indigenen Völkern seines entdeckten Kontinents mit Respekt und lernte sogar von ihnen, wie er es auch in seinen Logbucheintragungen beschrieb. Erst als der spanische Hof (die Königin wird von Sigourney Weaver gespielt, die Ridley Scott Fans bekannt sein dürfte, da sie die „Ripley“ in diversen Alien – Filmen gab) von der Möglichkeit erfuhr, in „Indien“ (in Wahrheit Amerika) könne es Gold geben, begann das grausames Fiasko seinen Lauf zu nehmen. Sollte das christliche Abendland den Ureinwohnern eigentlich Gutes bringen, wir kenne das heute aus unseren Geschichtsbüchern, brachte es in Wahrheit Verderben in mannigfaltiger Form.
So ist diese Verfilmung nichts für schwache Nerven. Was langsam und zunehmend euphorisch beginnt, weist ausgerechnet da Längen auf, wo das Paradies entweiht wird und blutige Grausamkeiten um sich greifen, bis man als Zuschauer selbst droht darin (geistig) unterzugehen.
Das Ende weiß mit einem Detail zu überraschen, nämlich dem, wie es dazu kam, dass Columbus nicht vergessen wurde, obschon er keinesfalls einen kürzeren Weg nach Indien gefunden hatte. Das wir ihn heute alle noch namentlich kennen, hat er nämlich seinem Sohn zu verdanken. Aber ich möchte nichts vorweg nehmen.
Dieser farbenprächtige Film mit der eindringlichen Musik von Vangelis ist anders als der erstgenannte: Kein Heldenepos, aber ein historisches Lehrstück von gigantischem Ausmaß. Gespart hat man hier an Nichts, wie es scheint, was erst recht auf Blu – Ray eindrucksvoll zu sehen ist.
Sehenswert und bei Pidax aktuell auf DVD und Blu-Ray erhältlich.
Superman ist der größte Held aller Zeiten! Er beschützt die Stadt Metropolis und den gesamten Erdball! Die Menschen lieben und verehren ihn! Aber aus den Tiefen des Alls droht eine ungeheuerliche Gefahr: Das Maschinenwesen Brainiac, das ein unfassbares Geheimnis mit Supermans Heimatplaneten Krypton verbindet, kommt nun zur Erde, um den Mann aus Stahl zu bezwingen! Um die Bürger von Metropolis zu retten, bleibt ihm nur eine Wahl: Er muss sich dem überlegenen Feind ergeben! Eine brandneue Story aus der Welt von Richard Donners Kino-Klassikers Superman – Der Film, der „Mutter aller Superhelden-Filme“ – ein Muss für alle Fans des stählernen Helden! Geschrieben von Robert Venditti (GREEN LANTERN, HAWKMAN, FLASH) und in Szene gesetzt von Wilfredo Torres (SUICIDE SQUAD, Jupiter‘s Legacy)! ENTHÄLT: SUPERMAN ’78 1–6 (Pressetext, Panini-Comics).
Persönlicher Eindruck
Ich persönlich habe Christopher Reeve als Superman erst im zweiten Teil im Kino kennengelernt. Erst später sah ich dann auch „Superman – Der Film“, den ich bis heute gerne einmal auf der großen Leinwand sehen würde. Beide Filme nahmen, bei ganz viel Augenzwinkern, den Helden relativ ernst (nicht normal in den 1970ern), was mich damals total begeistert hat.
(c) Panini (c) DC Comics – SUPERMAN 78
Christopher Reeve (1952 – 2004) stellte Superman zudem symphatisch dar. Sein Alter Ego, Clark Kent, trug eine fast zu große Hornbrille und stellte sich ständig irgendwie ungeschickt an. Diese komischen Momente wurden von Lois Lane, gespielt von Margot Kidder (1948 – 2018), meist ignoriert. Sie kannte Clark Kent, ihren Kollegen, eben nur so und fand ihn allenfalls „nett“. In Superman jedoch verliebte sie sich unsterblich, ohne (zunächst) zu bemerken, dass Superman und Clark Kent eine Person sind.
Gene Hackman (geb. 1930) gab einen perfiden Lex Luther. Manchmal wurde seine Rolle überzeichnet und oft, wenn man ihn nicht mehr ernst nehmen konnte, wurde er zur echten Bedrohung.
Klar ist, dass Richard Donner (1930 – 1921) die erste ernstzunehmende Kinoversion von „Superman“ (oder überhaupt eines Comichelden!) auf die Leinwand brachte. Mit Marlon Brando als Supermans Vater (wenngleich Brando seine Rolle eher lustlos gespielt haben soll), wurde „Superman: The Movie“ zumindest aufsehenserregend. Dazu trugen aber auch Namen wie Glenn Ford (Jonathan Kent) und Maria Schell (Vond – Ah) bei.
Wer im Film die ikonische Musik von John Williams hörte und dabei zusah, wie Kal – El seinen Weg als superstarkes Kleinkind auf der Erde antrat, um zu jemandem zu werden, der sich geschworen hatte, der Menschheit beizustehen, konnte – nach bestandenem Abenteuer – nur begeistert das Kino verlassen. Die Tricktechnik war innovativ und überzeugend, das Drehbuch eine gekonnte Mischung aus einer tiefen Verneigung vor der Comicfigur „Superman“, einer ordentlichen Spur Humor und Wunderglauben, was insgesamt einen äußerst erfrischendes Ergebnis zeitigte.
Die ersten beiden Kino – Teile wurden seinerzeit in einem Stück gedreht und sie gehören auch inhaltlich eng zueinander. Jedoch: Was wäre gewesen, wenn es dazwischen noch einen weiteren Teil gegeben hätte?
Die Comic-Fortsetzung zwischen Teil I und Teil II
Es ist Robert Vendetti und Wilfredo Torres außerordentlich gut gelungen, die richtige Atmosphäre des 1978er – Kinofilms einzufangen. Nicht nur ist dies eine Großstadt in den 1970er – Jahren, wie wir sie aus den Kinofilmen (u.a.) kennen, auch ist der Zeichenstil angelehnt an die Comics jener Zeit.
Zur stimmigen Atmosphäre kommt dann noch, dass die Hauptcharaktere (meistens) sehr gut getroffen werden. Und sie verhalten sich auch so, wie wir es vom Kino kennen.
Und so läuft ratternd eine weitere „Kinofilm – Rolle“ im Kopf an, wenn man den Band öffnet. Man meint, die triumphale Filmmusik von John Williams zu hören und man bekommt „einfach mal so“ einen weiteren Teil der vielleicht besten Superman – Film – Reihe präsentiert.
Weniger Gutes wird ausgeblendet
Nach „Superman – Der Film“ und „Superman II – Allein gegen Alle“ wurden noch „Superman III – Der stählerne Blitz“ und „Superman IV – Die Welt am Abgrund“ gedreht.
Die beiden Filme haben ebenfalls einen eigenen Charme, aber können das Gefühl, einen wirklich großen Kinofilm zu sehen, nicht mehr so gut generieren. Doch da dieser Comic direkt nach dem ersten stattfindet, braucht uns das nicht weiter zu kümmern.
Fazit:
„Superman 78“ ist für die vielen Christopher Reeve Fans auf der Welt ein Geschenk. Endlich kann man wieder in diese äußerst unterhaltsame und atmosphärisch dichte Welt eintauchen, die einige von uns als Kind erstmals erlebten.
Vor Weihnachten wirkte „Strange New Worlds“ (auf Paramount Plus) auf mich wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Jede Folge brachte eine in sich abgeschlossene Handlung, während übergeordnete Handlungen fortgesetzt wurden.
So konnten sich schon in diesen ersten 10 Episoden Beziehungen und Charaktere entwickeln, während man trotzdem wöchtenlich die Befriedigung einer in sich abgeschlossenen Episode erleben durfte.
Die Charaktere sind ähnlich jenen, die ich von der Kirk – Crew meiner Kindheit kenne. Nur in modern. Tatsächlich sind ja auch Pike, Spock, Una und Uhura mit von der Partie!
SNW wirkte von Anfang an frischer, lebendiger und vor Allem weit optimistischer als alles andere, was wir in jüngster Zeit aus dem „Star Trek“ – Universum erleben durften. Ethan Peck übernahm die Rolle von Spock in einer eigenen Weise, die aber gut aufgeht. Ohne Bart (wie in Star Trek: Discovery) sieht er dem Vulkanier nun auch viel ähnlicher.
Endlich ist die erste Staffel nunmehr auf Silberscheibe erschienen, was es jedem ermöglicht, die Serie zu sehen, unabhängig vom Erwerb eines Streamingdienstanbieters.
Die einzenen Folgen wurden mit zusätzlichen, nicht verwendeten Szenen im „Extra“ versehen. Einige dieser Szenen sind so toll, dass ich mich nur etwas ärgere, dass man sich gegen sie entschieden hatte. Manches wäre noch klarer geworden. Zudem sind auf der letzten Scheibe noch ein paar „Behind the scenes“ – Momente verewigt, die auch hinter den Kulissen eine grundsätzlich positive Stimmung erahnen lassen – wenn nicht gerade „Karanthäne“ angesagt ist. Da war ja mal was…. Corona, genau.
Ich kann die Serie und natürlich auch die verschiedenen Inkarnationen der erschienenen ersten Staffel jedem Trekki nur ans Herz legen.
Im Mai 2023 sind zwei neue „SHERLOCK HOLMES“ – Hörspiele aus dem Hause Titania auf den Markt gekommen. Hier stelle ich sie kurz für euch vor.
I. Der Mann im Speisewagen
Philip Hardy wird von vier Personen verfolgt, die offenbar sein Leben bedrohen. Alles nur wegen dieses unsinnigen Schriftstücks, dass ihm der Zufall im wahrsten Sinne zugeweht hat?
Dieser Fall ist spannend vom ersten Moment an. Auch, wenn die verschlüsselte Botschaft schnell gelöst wird, macht es Spaß, Holmes, Watson und auch Lestrade in Aktion zu erleben. Speziell das Zusammenspiel von Watson und Lestrade macht Freude.
Etwas untypisch für einen „echten Holmes Fall“ – so man dieses Maßband anlegen möchte – ist der offenbar große Bekanntenkreis von Holmes und Watson, denn auch, wenn sie ein paar Bekannte hatten, so lebten sie in den Original – Büchern relativ zurückgezogen. Wenn überhaupt, dann hatte Watson ein paar „Freunde“ (man denke zum Beispiel an Percy Phelps in „Der Marinevertrag“ und schließlich wird er ja mit Holmes auch nur durch einen alten Freund bekannt gemacht (in „Eine Studie in Scharlachrot“ ).
Wir erinnern uns jedoch daran, dass es Herman Cyril McNeile, aus dessen Federn die meisten der Titania – Fälle stammen. Obgleich er ein Zeitgenosse von Sir Conan Doyle war, schrieb er seine Fälle nicht über Holmes. Sie werden von Titania den „Holmes´schen Umfeld“ angeglichen.
Das ist jedoch nur ein Detail: Dieses Hörspiel macht Spaß!
II. Geheimsache Styles Court
Sir James Lillybrook kann es sich nicht erklären, dass Staatsgeheimnisse an die Öffentlichkeit kamen. Und dabei werden seine Kollegen und er noch öfter zusammentreten, wieder unter den hohen Sicherheitsstandarts, die aber ja offensichtlich nicht ausreichen. Warum ist das so?
Wieder ist Lestrade (Lutz Reichert) mit von der Partie und wieder macht es Spaß, dem – in diesen Hörspielen – dem Alkohol zugeneigten Lestrade zu erleben, der Watson einmal mehr aufs Korn nimmt. Es gibt ein paar Stellen, wo ich mich wirklich amüsiert habe.
Die Lösung des eigentlichen Falls, der merkbar Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt ist, ist abermals weniger ein deduktiv zu lösender Fall, wie einst beim „Hund von Baskerville“ oder im Fall „Der Dauerpatient“. Dennoch ist es auch dieses Mal die scharfe Beobachtung und Schlussfolgerung von Holmes, die den Fall löst.
Merkwürdig bleibt jedoch, was Holmes am Ende der Story dem Schuldigen vorschlägt, um sich der Justiz zu entziehen. Ich kenne Holmes als jemanden, der vielleicht verzeiht und sogar mal Verbrechern, wie in dem Fall „Abbey Grange“ oder „Der blaue Karfunkel“, dabei hilft zu fliehen, wenn er ihre Motive versteht oder die Folgen einer Verurteilung seiner Ansicht nach nicht im richtigen Verhältnis zum Verbrechen stehen. Dieses Mal jedoch ist ein „Vorschlag“ ganz anderer Art… und erinnert mich an einen „Lord Peter Wimsey“ Fall.
Bewertung: Beide Hörspiele haben großen Spaß gemacht. Watson könnte sich beim Kommentieren jeglicher Sätze, die gesprochen werden, vielleicht mal etwas zurückhalten und ich würde auch gerne mal wieder so einen richtigen, heißt, „klassischen“ Holmes – Fall“ hören, aber die Qualität dieser Hörspiele hier (Sprecher, Musik, Effekte, Story) ist insgesamt sehr gut. Beste Unterhaltung für die Krimi-verwöhnen Ohren.
May, the 4th nähert sich und „Die Rückkehr der Jedi – Ritter“ feiert dieses Jahr sein 40igstes Jubiläum. Es soll sogar Kinovorstellungen geben! Zu dieser Gelegenheit hat Hasbro ein schönes Set vom imperialen Bunker auf Endor auf den Markt gebracht. Mit dabei ist der als Scout – Trooper verkleidete Rebellen – Kommandeur, von dem ich, ich gebe es zu, erst durch dieses Set erfuhr.
(c) Disney, Hasbro – Der Endor – Bunker – Eingang
Wenn wir vom „Bunker“ sprechen, so ist bei diesem Produkt eher der Eingang gemeint, was sich bei diesem Maßstab aber ja fast von selbst versteht. Dieser, teilweise von grüner Vegetation überwucherte Eingang, spielte gegen Ende des Finales von Episode VI eine entscheidende Rolle, wobei speziell das doppelte Tor von Bedeutung war.
Der Bunker – Eingang ist in diesem Set akkurat wiedergegeben und erinnert daran, wie Han Solo und Leia, zunächst vergeblich, bemüht waren, dessen Türen kurzzuschließen.
(c) Disney, Hasbro: Der getarnte Rebellen – Commander
Man muss nur etwas basteln, ehe einem dieses schöne Set zur Verfügung steht, was durchaus Spaß macht. Einmal aufgebaut hat man einen hervorrangenden Hintergrund zum Aufbau von Figuren in einer Vitrine oder auf einem Regalbrett. Zum spielen eignet sich dieses Set nur bedingt, da die Türen über keine Mechanik verfügen. Möglich ist es natürlich trotzdem.
Der Hasbro Star Wars Vintage Collection – Playset Endor Bunker with Rebel Commando (Scout Trooper Disguise) kann in ausgewählten Shops für rund 70 EUR erworben werden, wie zum Beispiel hier:
Ein halbes Jahr nach der Premiere von „Young Sherlock Holmes“ kam der Film, im Sommer 1986, nach Deutschland. In Amerika hatte der Film seine Premiere am 4. Dezember 1985 und ein düsteres, wunderbares Kinoplakat, welches eindeutig zeigte, dass es sich hier um ein Abenteuer des jungen Sherlock Holmes handelte.
Das Kinoplakat in Deutschland war recht vage. Eine Mischung aus Motiven der Aushangbilder, im Zentrum eine „Tempelszene“. Einzig das „Steven Spielberg präsentiert“ ganz oben drüber hätte eventuell locken können, andererseits meinte das potentielle Publikum vielleicht auch, dies sei eine Kinderversion von „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ aus dem Jahre 1984?
Jedenfalls war der Film kein großer Hit. Er kostete 18 Mio. Dollar und nahm in Amerika und Kanada zusammen lediglich 19,7 Mio. Dollar ein. Die Kritiken waren nicht vernichtend, aber auch nicht begeistert. Das dieser Film den ersten „nur CGI – Charakter“ in der Geschichte des Kinofilms beinhaltete, machte mehr von sich reden als der Film selbst. Auch der Soundtrack von Bruce Broughton wurde schnell beliebt und gewann den Saturn Award für den besten Soundtrack.
Das dieser Film kein großer Erfolg war, konnte ich 1986 nicht wissen, was gut so war. Es gab noch keine „social media“ und kein Internet, aus dem ich innerhalb von wenigen Stunden erfahren hätte, dass die „Welt“ diesen Film nicht so wirklich interessant findet.
Mich hat der Film damals begeistert. Das lag daran, dass ich mich mit diesem Holmes (und, zugegeben, Watson) identifizieren konnte, aber auch daran, dass der Film einfach mit viel Liebe zur Figur des Sherlock Holmes und zum viktorianischen London erzählt wurde. Die SchauspielerInnen waren überzeugend, nichts an diesem Film wirkt billig. Durch die speziellen „Waffen“ der „Bösen“ in diesem Film, gab es obendrein auch noch eine Prise Spielberg´schen Horrors.
Auch, wenn sich Holmes und Watson eigentlich erst im Erwachsenenalter treffen (in „Eine Studie in Scharlachrot“), könnte dies dennoch die „geheime Vorgeschichte“ sein, die eigentliche, wichtige Story, die erklärt, wie Holmes wurde, der er war als Watson ihn im „Barts“, dem „Bartholomews Hospital“, antraf.
Chris Columbus, der Drehbuchautor, orientierte sich bei seinem Drehbuch nicht nur an den Original – Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle, sondern auch an den Werken von Charles Dickens, was u.a. in den äußerst kreativen Namen erkennbar ist. Angeblich soll „Nicholas Nickelby“ speziell ein Vorbild gewesen sein, was die Stimmung in der Brompton School angeht. Columbus machte sich später einen Namen als er Regie beim ersten „Harry Potter“ Film führte, zu dem „Young Sherlock Holmes“ einige Ähnlichkeiten im Stil aufweist. (Man könnte zudem meinen, J.K. Rowling hätte dieser Film irgendwann sehr beeindruckt und beeinflusst… Sucht man nach Ähnlichkeiten, findet man sie auch ;))
Barry Levinson (Regisseur von Rain Man z.B.) führte Regie und neben Spielberg – der sich eigens am Set um eine „britische, korrekte Film – Atmosphäre“ gekümmert haben soll, fungierten die berühmten Kathleen Kennedy und Frank Marshal als ausführende Produzenten.
Unter den Schauspielern befanden sich beispielsweise Anthony Higgins (Der Kontrakt des Zeichners) und Nigel Stock (Waxflatter), der in einer bekannten BBC – Serie den Dr. Watson darstellte, zuletzt mit Peter Cushing als Holmes. Aber auch Patrick Newell, der in einer Sherlock Holmes Serie mit Geoffrey Whitehead und Donald Pickering den Inspector Lestrade gab und in der Granada Sherlock Holmes Serie, in der Folge „Der Dauerpatient“, (ebenfalls und zu Recht) um sein Leben fürchtet, war mit von der Partie.
Jetzt ist der Film von Paramount Pictures endlich auf Blu-Ray erschienen und zwar in einer schicken Steelbook – Edition. Die Verpackung ist wunderschön. Aber wie ist die Bildqualität? Wer sich bei Youtube danach umsieht, wird wenigstens eine vernichtende Kritik zur High Definition Qualität der Blu Ray finden (auf englisch). Was ist da dran? Nachdem ich diese sehr schlechte Kritik gesehen hatte, musste ich die Steelbook Edition natürlich trotzdem haben, und sei es nur als seltenes Sammlerstück. So sind Fans eben 😉
Zu meiner großen Freude konnte ich dann aber auch feststellen, dass die Bildqualität viel besser ist als – nach jener Kritik – erwartet! Okay, dies ist kein sorgfältig restauriertes Bild und wer sich z .B. die Blu-Ray von „Ivanhoe“ (1952) ansieht, der weiß, dass es sogar noch besser ginge, aber gegenüber der DVD – Veröffentlichung ist die Blu – Ray von „Young Sherlock Holmes“ eindeutig ein Schritt nach Vorne. Der Film wirkt solider, das Bild ist detailreicher und wird – in größerer Schärfe und mit deutlicheren Konturen – zu neuem Leben erweckt. Ein Kauf der limitierten Steelbook – Edition lohnt sich also.
Dennoch wird der Film etwas stiefmütterlich behandelt: Keine Zusatzszenen, kein Audio-Kommentar, keine „Behind the Scenes“ – Doku und nicht einmal ein Trailer sind auf der Blu – Ray zu finden! Dabei wäre der Trailer kein Problem gewesen und selbst auf Youtube gibt es zumindest einen Beitrag über den ersten CGI – Charakter im Film, den „Glasritter“. Warum hat man so was nicht mit auf die Blu-Ray gepackt? Auch ein Intereview mit Nicholas Rowe (Holmes) und Alan Cox (Watson) wäre höchst interessant gewesen.
Wie dem auch sei, ich bin sehr glücklich über die Veröffentlichung des Films auf Bluray und werde die Steelbook – Edition hüten wie einen Schatz.
Ray Bradbury (1920 – 2012) veröffentlichte seine „Mars Chroniken“, eine lose zusammenhängende Reihe von dystopischen Kurzgeschichten, im Jahre 1950. Behandelt wird die Kolonisierung des Mars aus verschiedenen Blickwinkeln, wobei der Menschheit ein nicht gerade freundlich anmutender Spiegel vorgehalten wird. Bradbury´s Romane behandeln häufig die Licht- und Schattenseiten der Menschheit, wobei die Schattenseite deutlich stärker ausfällt. So tun seine Science Fiction Geschichten das, was Science Fiction am besten kann: Davor warnen, was geschehen könnte, wenn die Menschheit sich nicht endlich im positiven Sinne weiterentwickelt.
Eine Serie, die jeder kennt, ohne sie zu kennen…
Grob angelehnt an diese Kurzgeschichtensammlung entstand 1979 der TV – Dreiteiler „Die Mars Chroniken“, der im April 1983 im ZDF ausgestrahlt wurde. Diese damals sehr stark verkürzte Version des Dreiteilers war auch die letzte Ausstrahlung, die gezeigt wurde. Bradbury selbst stand dieser Verfilmung kritisch gegenüber.
Ich war jedoch – damals gerade mal 13 Jahre alt – äußerst gespannt auf dies Serie. Das hatte diverse Gründe. Zum Einen gab es da diese ZDF Werbesendung für den „neuen ZDF Zweikanalton“, die häufig am Vormittag lief. Darin gab es eine kuriose und leicht gruselige Szene, in der ein Vater zu seinem „Sohn“ sagt: „You are David and yet you are not!“ usw. Diese Werbesendung lief so oft, dass sie wohl niemand verpasst hat. Ich war natürlich gespannt, wie die dazugehörige Serie wäre.
(c) Pidax – Die Mars Chroniken remastered
Dann war da noch Rock Hudson in „der“ Hauptrolle! Ihn kannte ich vor Allem aus amerikanischen Komödien a´la „Ein Goldfisch an der Leine“ oder auch „Pyjama für Zwei“. Erstaunlich ist, dass er in viel mehr Western und Abenteuerfilmen mitgewirkt hat, und er mir dennoch vor Allem aus jenen witzige Filmen im Gedächtnis geblieben ist. Jene Komödien hatten dafür gesorgt, dass ich den Kerl gerne sah. Aber auch andere bekannte Gesichter sollten mitspielen, wie zum Beispiel Maria Schell oder Barry Morse, den ich als Prof. Victor Bergman, aus „Mondbasis Alpha 1“ kannte.
Remastered und mit dem Charme der 1970er
Bei Pidax sind die Folgen stark überarbeitet – und komplett! – erschienen. Das Bild und der Ton waren noch nie so gut, speziell die nun wunderbar detailreichen Matte Paintings sehen einfach toll aus. Die Farben wirken stärker, teils sogar leicht anders als zuvor. Optisch ist das jetzt ein Genuß und man kann leicht über die offensichtlichen Spielzeug – Modelle hinwegsehen, die jetzt mehr denn je als solche entlarvt werden. Ist ja klar: Je besser die Auflösung, desto mehr werden auch solche Details deutlich.
Das die Serie so sehenswert ist, liegt vor Allem daran, dass sie einen ganz eigenen 70iger / 80iger Jahre – Charme versprüht. Die mitreißende Musik von Stanley Myers (die kaum noch auf CD zu haben ist), die Kleidung, das Design – alles wirkt auf eine einnehmende Weise „Retro“.
Dystopie, aber unterhaltsam
Die Geschichte ist nicht gerade das, was man sich ansehen sollte, wenn man sich besser fühlen will, denn ähnlich wie in den Vorbilder von Bradbury, an die man sich hier vage anlehnt, wird der Mensch hier in vielen unschönen Facetten dargestellt. So stimmt die Serie nachdenklich.
(c) Pidax – ein optimistischer Colonel Wilder
Dabei beginnt alles eigentlich sehr optimistisch, denn die erste Reise zum Mars steht an. So berichtet die erste Folge von den „Expeditionen“ (auch Titel der Folge 1). Colonel Wilder möchte den Mars für die Menschen gewinnen, jedoch verlaufen die ersten Missionen ganz anders als erwartet… Schließlich macht er sich selbst auf den Weg. Jede einzelne Mission wird von den Charakteren getragen und von deren „Chemie“ untereinander…
Folge 2, „Die Kolonisten“. Hier die Inhaltsangabe von der Website fernsehserien.de: Colonel Wilder und seine Crew besiedeln den „Roten Planeten“ Mars. Scheitert die Kolonisation am Unvermögen der Irdischen, unter neuen Bedingungen die alten Fehler abzulegen? Oder sind geheimnisvolle Kräfte im Spiel? Die Pater Peregrine und Stone verfolgen eine Spur. Das Ehepaar Lustig such indes nach seinem verschollenen Sohn David. Er taucht auf – und verschwindet. Nur ein Spuk? (Text: Hörzu 13/1983, S. 69)
Folge 3, „Die Marsianer“: Nur wenige Siedler blieben auf dem Mars. Die meisten sind auf die Erde zurückgekehrt, wo inzwischen der Atomkrieg ausgebrochen ist. Colonel Wilder verschweigt dem alten Hathaway das schreckliche Ende irdischen Lebens. Als er die Frau und die Tochter Hathaway trifft, traut er seinen Augen kaum: Vor zehn Jahren hatte er sie zuletzt gesehen. Und doch sind sie nicht gealtert. Hatten die Frauen Kontakt mit Marsianern? (Text: Hörzu 13/1983, S. 77)
Übrigens spricht Friedrich Schütter (Lorne – Greene Sprecher), immer wieder einleitende oder kommentierende Texte, während Gert Günther Hoffmann (bekannt u.a. als DIE Stimme von Captain Kirk) den Colonel Wilder synchronisiert hat.
Fazit: Mit der Neuauflage der „Mars – Chroniken“ von PIDAX erhalten wir die bisher audiovisuell beste Bearbeitung der SciFi-Serie aus den 1970ern. Wie gut oder schlecht sie damals auch abgeschnitten haben mag: Heute ist sie ein Leckerbissen für nostalgische SciFi-Fans.
Am Pfingstsonntag, dem 13. Juni 1886, kam Ludwig II. von Bayern unter ungeklärten Umständen im Würmsee zu Tode. Auch Prof. Dr. Bernhard von Gudden, sein behandelnder Psychiater, fand im nicht allzu tiefen Wasser den Tod. Die Ermittlungsergebnisse des Meisterdetektivs Sherlock Holmes diesen Fall betreffend, wurden bis heute unter Verschluss gehalten und hiermit nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (Verlagstext).
Generell finde ich die TITANIA – Hörspiel – Serie um „die geheimen Fälle des Meisterdetektivs“ äußerst reizvoll. Die Sprecher, oft aus dem Synchronschauspieler – Bereich, die passende Musik und reichhaltigen Hintergrundgeräusche erzeugen regelmässig ein bestes Beispiel für „Kopfkino“ und zwar so, wie es Holywood nicht besser erzeugen könnte. Entsprechend habe ich schon oft berichtet.
Auch das 50. Hörspiel weist diese Charakterzüge auf, aber es holt mich leider nicht so ganz ab. Der Grund ist ganz einfach: Ich bin sehr wohl ein Fan von Sherlock Holmes, jedoch nicht von Ludwig II. Ich weiß, nicht zuletzt von meinem Bruder, der vor vielen Jahren nach Bayern zog, dass Ludwig II. dort ein wahrer „Kult“ ist, also ähnlich wie Sherlock Holmes überall auf der Welt.
Marc Gruppe ist tief in die Historie eingetaucht, um dieses 2CD – Hörspiel zum Leben zu erwecken. Zugegebener Maßen ist es durchaus kurzweilig, dem Geschehen zu folgen. Ein wenig so als würde man an einer äußerst lebendigen Geschichtsstunde teilnehmen, die einen zum Zeugen von Geschehnissen macht, die geschichtlich mitunter äußerst brisant und spannend sind. Vielleicht ist es so gewesen!
Jedoch bin ich wohl ein zu großer Traditionalist, was „Sherlock Holmes“ angeht. Ich fand seinerzeit die Folge „Mayerling“ zwar etwas exotisch, aber durchaus spannend. Nun abermals mit „Geschichtsstunden aus dem deutschsprachigen Raum“ unterhalten zu werden, wird dem Einen gefallen, dem Anderen weniger. Ich persönlich würde es jederzeit vorziehen einen ganz normalen Mordfall im nebelverhangenen London und dessen Aufklärung zu folgen als – im Kopf – nach Bayern zu reisen…. Aber das ist Geschmackssache.
Diese relativ harten Worte tun mir aber auch schon wieder leid, da sie nun geschrieben worden sind: Ich kann nur ahnen, wie viel Mühe in die Recherchen zu diesem Hörspiel eingeflossen sein mögen! Abgesehen davon ist es ja abermals ein gelunges Hörspiel! Nur eben – aus meiner Sicht – kein richtiger „Holmes“.
Dieser klärt jedoch den „Fall Ludwig II – Der Tod im Würmsee“ durchaus nach Holmes – Art auf. Joachim Tennstedt ist dabei – wie auch Detlev Bierstedt – so professionell wie eh und je. Überhaupt können alls SprecherInnen überzeugen.
Fazit: Normalerweise fällt es mir sehr leicht, die Titania – Holmes – Hörspiele zu rezensieren, wenn es sich um übliche „Sherlock Holmes“ – artige Hörspiele handelt. Dieses sehr gut recherchierte Hörspiel um den Tod von Ludwig II. hat einen ganz eigenen Reiz und ist durchaus als kurzweilig (und sogar noch lehrreich) zu bezeichnen. Dennoch fehlt mir persönlich eine Prise vom „Ur – Holmes“, dem Kerl, der im Londoner Nebel Spuren sichert und Lestrade durch die Blume erklärt, wie überlegen er ihm ist. Also: Ein sehr gelungenes Hörspiel, ein nicht ganz so starkes „Holmes“ – Hörspiel. Das wäre meine persönliche Wertung.
Wer jedoch Holmes UND Ludwig II. verehrt, für den ist dieses Hörspiel ein absolutes Muss!
„Das Hörspiel war ursprünglich bereits für den 27. Mai angekündigt wurden, doch führten Flutschäden im Juli 2021, bei dem auch das Studio in Mitleidenschaft geraten war, sowie Corona-Erkrankungen von Marc Gruppe und Stephan Boseniusim im Frühjahr 2022 zu mehreren Verschiebungen, wodurch sie erst nach Folge 54 erschien.“
Ein paar Gedanken von mir zur „Meditation“. Der Text basiert – wie sollte es anders sein – auf meinen Erfahrungen und ist somit rein subjektiv. Ich bin kein Arzt und habe keine Ahnung von Medizin. Natürlich übernehme ich auch – muss man ja heute schreiben – keine Verantwortung dafür, falls jemand z.B. mit einem unverarbeiteten Trauma eine Meditation startet. Das sollte man nicht tun bzw. nur mit fachlicher Begleitung. Aber ansonsten halte ich Meditation für eine echt coole Sache… wie ihr hier lesen werdet:
Was wir denken…
Eltern geben uns nicht immer das Rüstzeug mit, um uns wertvoll zu fühlen und geduldig und liebevoll mit uns selbst umzugehen.
In einer Leistungsgesellschaft, in der materielle Güter als die wahren Glückbringer gelten, gilt das Individuum vor Allem als potentieller Käufer. Käufer sollen nicht glücklich sein, sie sollen bedürftig sein. Bedürftig nach mehr Waren, die (eigentlich ja nicht) glücklich machen (sollen).
Im Alltag verstrickt man sich zudem noch oft mit den Themen anderer. Das geht ganz schnell. Dein Chef kommt rein (der letzte Nacht schlecht geschlafen hat) und brüllt dich an, dass du deine Arbeit besser machen sollst. Schon ist dein Herz von Wut erfüllt, während du dich gleichzeitig mehr anstrengst. Sehr plakativ, ich weiß. Aber so was kann es in Schattierungen überall geben. In Beziehungen, Freundschaften, im Bus, wenn Dich wer anpöbelt etc.
All dies und mehr erzeugt Stress.
Meditation hilft gegen Stress. Und mehr.
Meine Erfahrung mit der Meditation
In der Meditation konzentrieren wir uns vor Allem erstmal auf den Körper, auf die Atmung und beobachten die Gedanken, die kommen und gehen. Nach einigen Minuten lösen wir uns zeitweise von den Dingen, die nicht „zu uns“ gehören.
Wenn das Rollenverständnis, welches Dein/e Partner/in von Dir hat, eigentlich gar nichts mit Dir zu tun hat z.B., kannst Du das in der Meditation wahrnehmen. Du spürst dann zunehmend, wer Du wirklich bist. Du kannst da auch fühlen, dass der Chef (siehe oben) ein Problem hat, dass nichts, aber auch gar nichts, mit Dir oder Deiner Leistung zu tun hat. Vieles perlt ab…
Irgendwann, nach einigen Minuten, kehrt Stille ein. Frieden. Versöhnung mit sich und dadurch mit „der Welt“, in der man lebt. Dann kommen wieder die Gedanken hoch, etc., bis irgendwann wirklich innere RUHE einkehrt. Meistens 😉 Dazu mehr unten, aber insgesamt stimmt das schon so.
Meditation ist kein „Wunderkraut“. Es heilt nicht alles, es macht das Leben aber viel einfacher und bewusster. Jemand, der eine chronische Erkrankung hat, wird eventuell früher spüren, wann er sich so und so verhalten sollte, weil die Krankheit wieder aktiv wird. Jemand, der zur Depression neigt, wird vermutlich früher spüren, dass sie wieder im Anzug ist. Im Alltag wird die „Zündschnur“, die uns zur „Explosion“ oder – je nach Veranlagung – „Implosion“ führt, länger und länger.
Und was die oben erwähnten Überzeugungen angeht, werden auch diese liebevoll einer neuen Bewertung unterzogen. Bin ich wirklich so ein „Versager“, wie es Onkel Otto mal gesagt hat oder bin ich wirklich so „stark“, wie es Oma Trude immer meinte? Darf ich nicht auch mal schwach sein? Bin ich nicht viel stärker als andere immer dachten? Und so weiter.
Klappt das immer?
Im Alltag funktioniert die „tiefe meditative Versenkung“ unterschiedlich gut. Es gibt Tage, wo man meint, gar nicht richtig in die Meditation gekommen zu sein. An anderen Tagen rutscht man nahezu hinein und alles ist gut. Die Spannbreite der Möglichkeiten ist groß. Aber es ist – wie das autogene Training – ein Vorgang, der nie ganz abgeschlossen ist. Jedes Mal, egal, wie müde ich beim meditieren war oder wie angeschlagen, fühle ich mich danach zumindest „ein wenig fokussierter“. Habe weniger das Gefühl als vorher, „neben mir“ zu sein.
Autogenes Training – Unterschiede
Das autogene Training, wo ich es gerade erwähnt habe, ist eine effektive, vergleichsweise einfache Möglichkeit, sich selbst zu beeinflussen, um primär ruhiger zu werden (man kann sich aber auch „einreden“, nicht mehr rauchen zu wollen… Es ist eine Art „Selbsthypnose“!).
Ich habe auch autogenes Training vor Jahren gelernt und greife – bei allen guten Erfahrungen mit der Meditation – immer mal wieder darauf zurück. Beispielsweise beim Zahnarzt, wenn ich ruhig da liegen muss und am Liebsten schreiend herumlaufen würde 😉 Aber auch Meditation habe ich beim Dentisten schon angewandt. Sich auf die Gegenward zu konzentrieren sorgt beim Zahnarzt z.B. dafür, dass man die alptraumhaften Geschichten von großen Schmerzen und groben Bohrern, die man sich selbst erzählt (wenn man das „katastrophieren“ mal unbewusst gelernt hat), mit der simplen Realität ersetzt, die normalerweise nicht so schlimm ist. Wenn doch: Wechselt den Zahnarzt!
Warum es so schwer fällt anzufangen, obwohl es so einfach (und nötig!) ist
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich das Internet, das sich immer feiner darauf einsstimmt, meine Bedürfnisse zu ermitteln und mir entsprechende Artikel und Werbungen anzubieten, mehr ablenkt als es gut ist. Wir leben generell in einer Welt, in der es unglaublich schwierig ist, „bei sich zu sein“.
Nüchtern werden immer wieder neue Statistiken von noch mehr psychischen Erkrankungen in der westlichen Zivilisation veröffentlicht, aber in den Schulen lernt man zwar, wie man Wurzeln zieht und welche Erdschichten unser Globus hat, aber nicht, wie man in dieser nach Aufmerksamkeit heischenden Welt zu sich kommt und bei sich bleibt, um z.B. konzentriert lernen und mit dem Alltag besser klar kommen zu können. Aber gut, das Schulsystem ist eh anachronistisch…
Was ich sagen will ist, dass die Meditation, die nichts kostet als ein paar Minuten Zeit und ein wenig Disziplin, Dir vermutlich genau das geben kann, was Du wirklich brauchst (auch, wenn Du es nicht weißt) und was Dir kein internetkaufhaus je anbieten wird.
Das Internet wird Dir höchstens Bücher, Kissen, Sitzbänkchen, DVDs …. ach, Du weißt schon, alles, was man kaufen kann, anbieten. Aber es kommt gar nicht darauf an, sich zu „stylen“, während man meditiert und schick auszusehen und das beste Räuchergefäss zu haben, sondern es geht ganz einfach nur ums dasitzen, wahrnehmen, atmen. 25 Minuten am Tag. Wie viel mehr gehen die Raucher/innen am Tag rauchen (ohne die erhoffte Ruhe zu erlangen)?
Dies alles ist „nur“ meine Sicht und Erfahrung. Ich bin kein Arzt. Seltsamerweise habe ich auch noch nie von einem Arzt gehört: „Machen Sie doch mal Meditation!“ …
Ein praktischer Hinweis, falls Du es probieren willst…
Obwohl das meditieren eigentlich von der Sache her sehr einfach ist und das Internet überbrodelt von Beschreibungen, möchte ich das kostenfreie Online Seminar auf Zen-kloster.de empfehlen:
https://zen-kloster.de/seminare/alle
Ich meine das dort angegebene Seminar, welches über Zoom läuft. Das Sitzenim Lotussitz oder generell am Boden wird von Meditierenden präferiert. Von mir allerdings nicht 😉 Ich sitze auf einem einfachen, harten Stuhl, das geht für mich so am Besten. Wenn ihr Rückenprobleme habt oder nicht 25+ Minuten am Boden sitzen könnt oder wollt, solltet ihr euch vor dem Simnar einen Stuhl bereitstellen.
Wer noch mehr über Anfänge wissen will, dem empfehle ich dieses Video:
„Leider“ (aber vielleicht bin ich noch zu unwisssend ;)) wurde in den Ländern, die uns das Geschenk der Zen-Meditation gemacht haben, die Meditation selbst zum Gegenstand von Lehren und teilweise komplizierten Vorstellungen. Meiner Ansicht nach widerspricht dies dem sehr, sehr einfachen Zen – Gedanken. Vielleicht denke ich in zehn Jahren aber auch anders darüber.
Natürlich könnt ihr auch bei eurer VHS oder Familienbildungsstätte nach einem „Meditations“ – Kurs suchen.
Bevor „Strange new worlds“ auf den heimischen Fernsehgeräten gesendet wurde, war bei mir eine innere Leere in Bezug auf die Star Trek Serien entstanden, die aktuell so liefen. Zwar sollte die vierte Staffel von „Discovery“ unerwartet bei mir punkten (ich berichtete darüber), aber das war noch gar nicht so klar. So wandte ich mich der ORIGINAL SERIES zu, meiner persönlichen „Mutter von Star Trek“. Mit der Serie war ich aufgewachsen und ich sah mich nach Merchandise und Buchmaterial um, , welches mich beim Wiederentdecken der Serie begleiten könnte.
Dabei stieß ich auf „Star Trek Chronik, Teil 2“, geschrieben von Björn Sülter (“Es lebe Star Trek”) sowie Reinhard Prahl (“Es lebe Captain Future”) und Thorsten Walch (“Es lebe Star Wars”, “Es lebe Captain Future”). Das Buch gefiel mir ausnehmend gut. Es verband die Historie hinter den Kulissen mit einer Besprechung der einzelnen Folgen und rundete das ganze noch mit Interviews, Romanvorstellungen (es gibt sogar einen Anhang zum Thema) und Fanfilm – Vorstellungen ab. Seit ich mir das Buch beschafft hatte, liegt es an meinem Bett: Es ist hervorragend zum schmökern geeignet. Nicht nur, wenn man sich altes Wissen in Erinnerung rufen möchte, sondern auch, wenn man feststellen will, dass man „doch nicht“ alles wusste und kannte. Für mich persönlich war das lange Kapitel über die Romanserie „Star Trek: Vanguard“ ein besonderer Spaß.
Da für mich jede „echte“ Star Trek Serie als stillen (aber wahren) Hauptcharakter „die“ (oder eine) „Enterprise“ im Mittelpunkt hat, war für mich natürlich auch Band 1 der Chroniken von großem Interesse, auch, weil Band 3 bereits angekündigt worden war („The next generation“) und der Vollständigkeit halber.
Ein dicker Wälzer voller Überraschungen
Band 1 wirkt physisch dicker als Band 2, was mich wundert, denn es sind de facto nur zwei Seiten mehr. Ein Phänomen, dem ich noch mal nachgehen werde, aber Fakt ist Fakt. (Anmerkung: Inzwischen weiß ich, dass man beim ersten Band noch dickeres Papier verwandte. Der „TNG“ Band kommt mit 750 Seiten daher, von daher war es sinnvoll auf dünneres Papier umzustellen, welches aber immer noch von guter Qualität ist).
Das Buch ist wieder von den oben erwähnten Autoren geschrieben worden. Man merkt ihnen an, dass sie leidenschaftliche Star Trek Fans sind. Ihr Erzählton ist locker, was Spaß macht. Man könnte die Hintergrundgeschichte zur letzten Star Trek Serie der „Rick Berman Ära“ auch viel trockener schreiben.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ich mich damals auf die neue Serie freute. Mit „the next generation“ war ein großer Wurf gelungen. Niemand hatte sich Ende der 1980er Jahre vorstellen können, dass die Welt einmal eine neue Enterprise-Crew sehen und lieben würde. Die Produzenten waren fleissig und wollten dieses schiere Glück nicht aufgeben. Serie folgte auf Serie. Star Trek Fans fühlten sich damals wie „die Made im Speck“, aber, wie es auch Thorsten Walch in seinem Vorwort des Buchs beschreibt: „Nach Star Trek: Voyager, das oft wie eine „Over-Next Generation“ daherkam, brachte Star Trek: Enterprise frischen Wind mit einer gehörigen Prise Retro-Charme in ein Franchise, dessen Fans durch die jahrelange Ausstrahlung gleich zweier Star Trek – Shows und einer parallel dazu laufenden Kinofilmreihe an diesem Zeitpunkt schlicht übersättigt waren.“
„Star Trek: Enterprise“ sollte anders sein. Ein neuartiges Intro mit einem Popsong als Soundtrack,… alles sollte sich mehr nach „NASA“ anfühlen, erdiger sein. Wir gingen zurück in die Zeit, wo man in der Raumfahrt noch wirklich was völlig Neuartiges entdecken konnte!
Was uns das Buch zu bieten hat
Frischer Wind musste also definitiv daher kommen: Die Kinofilme waren in ihrem „Star Trek Feeling“ sehr unterschiedlich. Voyager empfand ich ähnlich wie Thorsten Walch und Deep Space Nine als kontrovers. Dies war eine toll geschriebene Serie, die sich gerade auf der erzählerischen Ebene viel getraut hat und tolle Folgen hervorbrachte, keine Frage! Aber im Mittelpunkt stand ein unvermeidbarer, schmutziger Krieg. Die Menschheit, die nach Roddenberry so viel gelernt hatte, versagte und kannte wieder keine bessere Antwort auf einen Aggressor als Kampf und Auseinandersetzung. Ich meine: Die Klingonen waren so interessant, weil sie auch verbündete werden konnten. Das Dominon war ähnlich böse wie das galaktische Imperium, was nach meinem Empfinden kein „Star Trek“ mehr war. Angeblich sollten die Warp-fähigen Völker doch auch eine gewisse Intelligenz, Weisheit und Friedfertigkeit besitzen. Fehlanzeige!
Mit „Star Trek: Enterprise“ (der Titel wurde im Laufe der Serie von „Enterprise“ auf „Star Trek: Enterprise“ geändert, damit es auch der letzte kapiert, dass das eine echte Star Trek Serie ist), kam nun etwas aus der Pre-Kirk-Ära.
Detailiiert und mit Witz erzählt das Autorenteam von „Die Star Trek Chronik 1“, wie genau es zu der Serie kam, die auch ganz anders hätte aussehen können, vom Casting und der Synchronisation.
An dieser Stelle bekommt Ralph Sander, Autor des ersten deutschen Nachschlagewerks („Das Star Trek Universum – keine Übersetzung, sondern ein Original!) das Wort und erhält die Gelegenheit, über die alten Zeiten und seine Rolle bei der Synchronisation der Serie zu erzählen.
In Kapitel 4 werden die einzelnen Episoden der insgesamt 4 Staffeln vorgestellt. Die Storys selbst werden kurz dargestellt, um schnell wieder beim Leser präsent zu sein, dann folgen jeweils ausführliche Besprechungen mit informativen Infos. Was ich auch schon in Band 2 hilfreich fand (gerade jetzt, da ich mir die Serie gerade erneut zu Gemüte führe), sind die Bewertungen der Folgen. Mit einem Blick kann ich sehen, wie zumindest das Autorenteam die Folgen bewertete. Also als langweilig, super oder faszinierend.
Aufgelockert werden die Vorstellungen der Folgen mit verschiedenen Zwischenspielen: „Fun Facts“, „Erinnerungen eines Klingonen“ (ein Interview mit John G. Hertzler), „Facts or Fiction?“ und „verlorene Episoden“ (nur vier Seiten, aber sehr informativ und spannend).
An dieser Stelle hätte dieser Band eigentlich schon seinen Zweck – den einer Chronik – erfüllt, aber es kommt noch mehr, was wirklich spannend ist, weil die Serie ja nun auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat: „Was wurde aus den Stars?“ ist ein weiteres Kapitel.
Desweiteren werden die Alienvölker in „Star Trek: Enterprise“ vorgestellt, es geht um „Kontroversen“ bezüglich der Serie, die „Rettungskampagne“, die – neben einer ähnlich bei Star Trek: TOS – auch bei dieser für immerhin eine weitere Staffel sorgte, das „Extended Universe“ (Romane um ENT, inklusive eines Interviews mit Markus Rohde von Cross Cult) und auch der deutsche Klingonisch – Experte, Liven L. Lithaer, kommt zu Wort.
Fazit:
„Die Star Trek Chronik – 1“ ist mehr als eine Zusammenfassung von Internet – Wissen, es ist eine kompakte, ja genau, CHRONIK. Wer im Jahre 2023 aktuell einen Rückblick in die fünfte Star Trek Serie werfen möchte, kann mit dem Kauf dieses Buchs nichts falsch machen. Es kostet nur 14,80 EUR und ist im Verlag „iFuB“ (in Farbe und bunt) erschienen.