Star Trek Discovery – Folge 5: „Choose your pain“

Diesen Text habe ich für Trekzone.de verfasst. Trekzone.de sucht noch Autoren! Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir oder bei Trekzone.de melden!

Nun Inhalt und Kritik der Folge:

In der fünften Episode von Star Trek: Discovery geht es vor Allem um eine Rettungsaktion Captain Lorcas.

Er wird nämlich von den Klingonen gekidnappt und verhört. Doch nicht die Informationen, die er ausplaudert stehen im Mittelpunkt, sondern sein Aufenthalt bei den Mitgefangenen. Darunter ein loyaler Sternenflottenangehöriger (Ash Tyler, gespielt von Shazed Latif) sowie ein gewisser „Harry Mudd“ (Rainn Wilson). Mudd ist hier weniger der untersetzte, so lustige wie erfolglose Gauner aus der Original Serie, sondern ein gewissenloser Verräter, der keine Probleme damit hat, seine Mitgefangenen für die Klingonen auszuspionieren. Immer wenn die Klingonen in den Gefängnistrakt kommen und sagen: „Wähle deinen Schmerz“, kann man sich einen Mitgefangenen aussuchen, der die eigenen Prügel abbekommt. So wollen die Klingonen der Möglichkeit aus dem Weg gehen, die Gefangenen könnten untereinander kollaborieren. Aber genau das geschieht letztlich zwischen Tyler und Lorca, was ihren Teil der Flucht ermöglicht, wobei sie den Verräter Mudd zurücklassen.

Damit die „Kavallerie“ in Form der U.S.S. Disovery zur Stelle ist, muss sie jedoch ihren Sporenantrieb verwenden. Das bringt uns zu der zweiten Schiene der Handlung. Burnham ist es nämlich aufgefallen, dass der „Ripper“ oder „Tardigrad“ darunter leidet, ja zu sterben droht, wenn man ihn weiter für den Sporenantrieb verwendet. Das berichtet sie Saru, der in der Abwesenheit von Lorca den Stuhl des Captains einnimmt. Offenbar ist er von seinen Emotionen gegenüber Burnham einerseits und der für ihn neuen Rolle des Captains überfordert. Seine Entscheidung, den Tardigrad weiterhin einzusetzen, was zwangläufig zu seinem Tod führen wird, stößt auch bei Wissenschaftler Stamets auf Kritik, die er aber ihm gegenüber für sich behält. Bei dem entscheidenden „Sporensprung“ zur Rettung Lorcas setzt er sich selbst für den Tardigrad ein, der aufgrund der Verwendung als Teil des Antriebs, in eine Art Starre verfallen ist, weil er kurz davor ist zu sterben. Hier enthüllt sich auch die homosexuelle Verbindung zwischen Stamets und den von Wilson Cruz gespielten Dr. Hugh Culber, der sich Sorgen um seinen Partner gemacht hat.Der Tardigrad wird in Freiheit gesetzt und regeneriert sich…

Kritik:

Während die Serie mit der Folge 3 richtig Fahrt aufnahm, gibt es in den Folgen 4 und 5 keinen großen Fortschritt, was Spannung und „Neues“ angeht. Dabei wird immer noch eine hohe Qualität bewahrt, keine Frage.

Der Star der Folge ist sicherlich Harry Mudd, den TOS-Fans natürlich gut kennen. Dieser Harcourt Fenton Mudd hat noch wenig mit dem zu tun, den wir in den TOS Folgen zu sehen bekamen oder – chronologisch gesehen – bekommen werden.

Die Tardigrad-Story ist wohl eine Analogie auf die Tierversuche in unserer Zeit. Obwohl am Tardigrad viele moralische Fragen aufgeworfen und bis zu einem gewissen Grad auch zufriedenstellend gelöst wurden, fehlte mir in der Folge eine deutliche Zurechtweisung / Erkenntnis von Saru. Zwar erkennt er wohl später seine Fehler, aber er verzeiht sie sich auch sehr schnell. Immerhin war er kurz davor, den Tardigrad zu töten, um Captain Lorca zu finden. Gerade in der Sternenflotte / Föderation ein Denken, das längst Geschichte sein sollte. Auch fehlte mir ein Hinweis darauf, dass Sarus Volk doch selbst stets Opfer war und das er nun den Tardigrad bereit wäre zu opfern, wurde kaum erwähnt. Als Saru bereit war die in eine Art Starre gefallene Kreatur zu „reanimieren“, um sie dann zu opfern, was sicher eine große Qual für das Tier gewesen wäre, verlangte ein Teil von mir nach Sühne, die es kaum gab. So gab es hier hoch-moralische Themen, die nicht komplett ausgelotet wurden.

Spannend, weil unmerklich, ist der Wechsel der Sicht gegenüber dem Tardigrad. Zuerst wirkt er einfach noch schrecklich, dann empfindet man Mitleid für ihn. Nicht nur die Crew wechselt die Sicht, der Zuschauer auch.

Das selbstverständliche Vorkommen einer homosexuellen Beziehung innerhalb der Crew wird im heutigen Amerika für mehr Aufsehen sorgen als in Deutschland, nehme ich an. Da Star Trek stets für offenes, vorurteilsfreies Denken war, begrüße ich diesen Schritt. Gerade das nebensächliche, authentische an der dargestellten Beziehung gefällt mir.

Die Unterschiedlichkeit der Menschen kann die Menschheit bereichern oder bedrohen. Es kommt auf den Blickwinkel an. Der Blickwinkel Star Trek´s mag manchmal etwas mit Weichzeichner verklärt sein, aber positiv in die Zukunft zu blicken tut heute wirklich sonst keine (mir bekannte) Serie mehr. Es ist geradezu so als wenn wir – im wirtschaftlich relativ reichen Westen, die wir schon lange keinen Krieg mehr erleben mussten – das Negative in unseren Fernsehserien, unseren „Träumen“ herbeisehnen. Star Trek hält die Fackel für das Positive hoch, bei aller neuen Härte in den Folgen, wie sie sich in blutigen Kampfszenen zeigen.

Am Ende der Folge schwenkt die Kamera bei einer plötzlich bedrohlicher werdenden Musik, auf einen Spiegel zu. Könnte das ein Hinweis auf die von Jonathan Frakes angekündigte „Mirror Universe“-Folge sein?

Die nächsten Folgen lauten, wie auf der Website von „Robots and Dragons“ angegeben:

Episode 1.06 „Leathe“ (22.10.)

Episode 1.07. „Magic To Make The Sanest Man Go Mad“ (29.10.)

Episode 1.08 „Si Vis Pacem, Para Bellum“ (05.11.) und

Episode 1.09 „Into The Forest I Go“ (12.11.).

 

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Justice League – der neue deutsche ! Trailer

Der aktuelle Justice League Trailer wurde synchronisiert.

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Der wilde Westen „nebenan“: Kurztrip nach Pullman City

Als ich mit meinem Sohn (11 Jahre jung) an der Kasse die Hälfte des Eintrittsgeldes bezahlt hatte (es war an einem Freitag) und um die Ecke ging, befand ich mich – mir nichts, dir nichts – im „wilden Westen“.

Mit dem Planwagen durch den kleinen wilden Westen

Da waren viele Gebäude aneinandergereiht, auf deren terassen-artigen Holzböden man laufen konnte, wenn man nicht direkt von der einen zur anderen Seite flanieren wollte – an jenem Tag ging das übrigens nur durch Matsch. Aber das war okay so. Es musste Matsch sein. Eine matschige Straße an verregneten Tagen, eine staubtrockene im Sommer. Wilder Westen eben. Nichts gepflastert. Eine Stadt, die, wie eine Wurzel, in die Erde gesetzt wurde.

Wild West Show

Natürlich gibt es in den vielen Läden viel zu sehen, natürlich hat man – es ist ja immer noch Tourismus – auch die Möglichkeit, sein Geld für Hüte, Tassen und vielerlei Andenken zu lassen. Am Schönsten dabei war für uns das gemeinsame Foto, für das wir von einer freundlichen Dame mit viel Sachverstand in zeitgenössische Kleidung gesteckt und abgelichtet wurden.

Im „Yukon Saloon“ gab es ein rustikales Steak mit Bacon und Bratkartoffeln  bzw. mit Pommes für den Sohn. Später, nach der 45minütigen kurzweiligen Wild West Show auf der Main Street, gönnten wir uns im Big Moose Saloon einen warmen Kakao bzw. ich einen heißen Kaffee, um uns etwas aufzuwärmen. Die Atmosphäre stimmte überall. Die Macher hinter Pullmann City wissen genau, was zu tun ist, damit man sich selbst dann noch im „wilden Westen“ fühlt, wenn man an einer aufgeblasenen Hüpfburg vorbeigeht oder an anderen Besuchern in alltäglicher Kleidung.

Im Sheriff´s Office

Getragen wird das natürlich auch von den vielen Hobbyisten, die sich zeitgenössisch kleiden und vom ebenso geschmackvoll angezogenen Personal. Schon im Town – Office am Anfang, wo wir die Marken für die Kutschfahrt erhielten – stand uns ein hemdsärmeliger junger Mann gegenüber, der aus einem X-beliebigen Western hätte stammen können.

Ein Teil des Teams hinter Pulman City

Die Kutschfahrt selbst war – mit allem Knirschen und schaukeln – eine echte kleine Zeitreise. Eine interessante Erfahrung war das allemal.

Manches freilich muss in Pullmann City kleiner sein als in Echt, so der Yukon River, der im Original über 3000 km lang ist und hier nur mit einem Gewässer angedeutet wird, in dessen Nähe man Gold waschen kann. Natürlich kein echtes Gold, aber das tut dem Zauber keinen Abbruch.

Am „Yukon – River“ (fast)

Später, bei meiner Recherche, erfuhr ich, mit wieviel Mühe Pullman City´s „Macher“ daran gegangen waren, um eine echte, amerikanische Kirche zu überführen und texanische Longhorns ansässig zu machen! Oder welch große Rolle Pulman City für die Squaredance- und Country-Szene spielt!

Texanische Longhorns

Wer sich für Western begeistern kann, bereit ist echten „Typen“ zu begegnen – begonnen bei der attraktiven, dunkelhaarigen Hutverkäuferin bis hin zum etwas „nüchternen“ und „direkten“ Zierwaffen-Verkäufer, wer ein wenig Fantasie mitbringt und die richtige Einstellung, kann hier in der Tat erleben, dass Pullman City eine Insel im Herzen des Harz ist, wie es in dem Lied auf der Website heißt. Diese „Insel“ führte und verführte uns in den Wilden Westen und in jene Zeit, in der alles einfacher, klarer, erdiger war. Mit dem Luxus freilich, dass die Schattenseiten jener Zeit ausgeblendet werden durften. Von Krankheiten, Zahnbehandlungen ohne Betäubung und dergleichen war hier natürlich nicht die Rede.

Der größte Saloon vor Ort

Kürzlich sagte mir mein Sohn, er müsse immer lächeln, wenn er das Bild von uns sehen würde. Er als Gentleman-Pokerspieler, ich als echter Cowboy, mit Gewehr in Händen. Ich verstehe ihn nur all zu gut, mir geht es ähnlich.

Denn als wir jene Western-Stadt verließen, da war uns klar: Pullman City wird uns wieder sehen. Was wir neben Hut und Foto mitbrachten war nämlich unbezahlbar: Eine wunderschöne Erinnerung und eine tiefe Sehnsucht nach baldiger Rückkehr. Jedes Jahr einmal, haben wir uns vorgenommen. Schön wäre es auf jeden Fall!

 

 

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Star Wars – Episode VIII – Hauptplakat enthüllt!

In vielen Kinos läuft heute der Vorverkauf für die Kinotickets von „Episode VIII“ an. Da heute auch der neue Trailer zu sehen ist und das Kinoplakat enthüllt wurde, scheint die Werbe-Maschinerie nun langsam auf Hochtouren zu laufen.

Hier das Hauptplakat, welches sich merklich von sämtlichen Vorgängern abhebt, was vor Allem an der ungewöhnlichen Farbgebung liegt.

Hauptplakat zur Episode VIII der „Krieg der Sterne“-Saga

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NEUER Star Wars – Episode VIII Trailer

Rian Johnson warnte davor, sich den Film anzusehen, aber wie könnte man als Fan anders? Ich war so von diesem Trailer weggeblasen, dass ich ihn gleich drei Mal ansah. Hier ist er:

 

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Luke wird anders sein, der Film wird anders sein…

Wenn ich zurück an 2015 denke, dann erinnere ich mich: Wir wurden angeheizt in „Das Erwachen der Macht“ zu gehen als wären wir tiefgekühlte Steaks, die in vier Minuten durchgegrillt sein müssen. Star Wars war „everywhere“. Fast nervte es schon den Fan in mir. Es war grenzwertig.

Im Vergleich dazu gibt es in diesem Jahr recht wenig Star Wars Werbung. Den neuen Trailer werde ich gleich noch in einem Extra-Eintrag vorstellen.

Das Einzige, was es in diesem Jahr NEUES gibt ist – augesprochen von Dailsy Ridley, John Boyega und dem neuen Regisseur (Rian Johnson) selbst:

  1. Luke wird ANDERS sein als man es erwartet und
  2. Der Film wird ANDERS sein als man SW kennt.

Was 1. angeht, so habe ich schon damals, direkt nach Episode VII, daran gedacht, wie es Luke wohl nach dieser langen Zeit (sind es 30 oder 40 Jahre?) ergeht. Er hat sicher in der Macht wahrgenommen, dass Han, sein guter Kumpel, gestorben ist und er wird wissen, dass er indirekt daran schuld ist. Schließlich hat er dessen Sohn auf die falsche Seite der Macht kommen lassen. Das hat, ganz nebenbei, dafür gesorgt, dass es zu einem Streit und einer Trennung zwischen dessen Eltern – Han und Leia – und Ben „Kylo“ Solo kam.

NATÜRLICH ist somit Luke „ach wie ist die Welt so schön“ – Skywalker nicht mehr der von damals. Wie sollte es anders sein?

Rian Johnson hat ja nicht gesagt: Er wird eine rote Nase tragen und sich out of character verhalten, sondern das Gegenteil ist der Fall: Lukes Geschichte müsse man einfach glaubhaft weitererzählen. Glaubwürdigkeit ist Rian Johnson wichtig.

Aber was für ein Mini-Brain müsste man haben, wenn man glauben würde, ein Charakter würde sich nach so langer Zeit nicht geändert haben?

Nebenbei bemerkt: Als Star Trek – The motion picture erschien, hat man dem Film vorgeworfen, dass die Charaktere sich nach all der Zeit kaum verändert hätten…. Wie man es macht, macht man es falsch…

2. Der Film wird ANDERS. Zum Einen denke ich: Klar wird er das, ist ja auch ein anderer Film. Aber ich habe aufgehorcht als Daisy Ridley erzählt hat, dass ein paar Leute den Rohentwurf sahen und gesagt haben: „Ja, der war anders.“ Würde ich jemandem eine neue Freundin vorstellen und die Antwort wäre nicht: „Wow, die ist nett“ oder „Oh Mann, was für ein Drache!“, sondern „Die ist anders…“, so könnte man es – rein gefühlt – auch mit „Die war aber seltsam“ übersetzen, oder?

Ich fand Episode VII klasse, aber bin nun akut gerade etwas skeptisch geworden, was Episode VIII angeht. Zum ersten Mal und das ist vielleicht auch gut so. VII war für mich ein Glücksfall. Dem Film wurde vorgeworfen zu nostalgisch zu sein, sich zu sehr an der original Trilogie zu orientieren, aber genau das war es, was mich gepackt und fasziniert hat. Irgendwo schrieb einmal jemand in einen Kommentar? „Na und? Lieber ein schlechtes Remake von Episode V als ein schlechter neuer VIII“ und genau das sehe ich auch so.

Trotzdem bleiben wir bei den Fakten: Alles was wir wissen, wirklich WISSEN ist, „er wird anders…“

Nachtrag.

Ich sah gerade den Trailer zu Episode VIII. Vielleicht ist es doch ein „gut anders“. Ja, ich bin mir  ziemlich sicher…

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Battlefront II Beta – meine Meinung

Die Beta lief (für Vorbesteller) seit letztem Mittwoch bis heute. Eine „open Beta“ für alle wurde es dann am Freitag.

Die Beta lieferte eine Kostprobe des neuen Battlefront. Ich persönlich mochte sowohl die alten „Star Wars – Battlefront“ – Games von Lucasarts als auch das von EA 2015 veröffentlichte Spiel.

Das alte BF II von Lucasarts erlebt im Schatten des neuen Battlefront II eine Renaissance, indem z.B. Steam und gog.com jetzt eine Version des alten BF II vorstellt, das den Multiplayer-Modus erneut ermöglicht. Natürlich „nur“ für PC, aber trotzdem eine geile Sache, zumal das alte Battlefront 2 z.B. bei gog.com aktuell (09.10.2017) für nur 3,39 EUR statt 8,49 EUR angeboten wird (https://www.gog.com/game/star_wars_battlefront_ii)

Doch zurück zur Beta des neuen EA-Produkts.

Optisch ist dieser Teil so atemberaubend wie schon sein Vorgänger. Hier und da wurde noch eine Schippe draufgelegt. Man hat ja schon im ersten Teil der neuen Reihe z.B. Jabbas Palast oder Theed City recht nahe am Original sehen dürfen. Alleine durch die Genauigkeit der Orte, die mit vielen Eastereggs angefüllt sind, konnte das erste Game bei mir zumindest ins Bulls Eye treffen. Star Wars Stimmung pur, die auch den Cineasten in mir befriedigte. Nun konnte man in der Beta von Teil 2 den Theed-Palast erstürmen und vorher durch Theed-City laufen oder eine Mission in Maz Katanas „Schloss“ erleben. Optisch gibt es da nichts zu meckern, da punktet das Spiel ganz klar.

Nicht so toll waren ein paar Bugs. Da läuft man durch Mitspieler hindurch als wären es Geister. Einml steckte ich plötzlich im Boden fest. Solche „Ausrutscher“ sind selten und verzeihbar, zumal es ja noch „nur“ eine Beta ist.

Bei Battlefront I (2015) habe ich mich vom letzten auf einen der ersten bis mittleren Plätze gekämpft. Bei der Beta des zweiten Teils durfte ich mich wieder an „damals“ erinnern, denn in der Regel lebte ich pro Leben wieder nur so zwei, drei Sekunden. 24 Stunden / Tag – Spieler schienen viele unterwegs zu sein oder auch liebevoll von mir „die Verrückten“ genannt, womit ich meinem Frust über meine offensichtlichen Schwächen im Spiel gegenüber jenen „Verrückten“ Luft machen konnte. Kritik am Spiel kann ich hier insofern jedoch vergeben als dass NOCH Spieler unterschiedlichen Könnens gegeneinander antreten. Das hatte man bei Teil 1 mit der Zeit schön austariert. Ich weiß gar nicht so genau wie, aber im ersten Teil tritt man in der Regel gegen Spieler ähnlichen Könnens an.

Die Waffen, die man in Theed-City verwenden kann sind teils recht gewöhnungsbedürftig. Man muss sie regelmäßig abkühlen, was dann schon oft ausreicht um wieder getroffen zu werden. Andere, wie die Minigun der schweren Truppen, brauchen viel Zeit um in Gang zu geraten und richten dann doch verhältnismäßig wenig aus. Während man den Gegner manchmal sekundenlang unter Beschuss nehmen muss, da mit er tot ist, genügt bei anderen Waffe nein einziger Schuss und man ist erledigt. Man sollte davon ausgehen, dass die Waffen, die man in Takodana verwendet (die Mission handelt zur Zeit von „Erwachen der Macht“) um einiges ausgereifter sind als jene, die es zur Zeit der „alten Republik“ gab. Leider hatte ich nicht diesen Eindruck, hier sollte nachgebessert werden. Ich hoffe, es wird viele neue Waffen geben, damit für „jeden was dabei ist“.

Ich persönlich habe die Powerups vermisst. Dadurch dass sprichwörtlich jede/r sich in Battlefront I (2015) ein Powerup oder ein Helden-Zeichen“ schnappen konnte, konnte jeder zum Helden werden oder in den kurzzeitigen Besitz von starken „Einmal-“Waffen (Thermal-Imploder, Automatikgeschütz z.B.) kommen. Das neue System ermöglicht es nur dann zum Helden zu werden, wenn man gut genug ist. Hier ist das Problem, dass man in der Regel als durchschnittlicher bis eher schlechter Spieler nie dazu kommt auch mal ein Held zu sein, was frustrierend ist. Wenn man bei diesem System bleibt, was zu erwarten ist, sollte hier zusätzlich zu den verdienten Punkten auch etwas Glück mit ins Spiel bringen.

Die sonstigen Powerups wie z.B. automatische Geschütze etc. gehören in der Beta nur zu einer bestimmten Soldatenklasse. Weitere Karten, die man sich in Teil 1 einfach nehmen oder erspielen konnte, können nun auch erspielt werden oder für bares Geld gekauft werden. Das ist ein großer Kritikpunkt am neuen Spiel. 

Es ist nicht möglich, mit seinen Mitspielern zu spawnen. Das heißt zu „erscheinen“ / ins Spiel kommen. Zufällig wird man mit drei anderen, die gerade gestorben sind, zusammengewürfelt und wieder ins Spiel geschickt. Aber was ist, wenn man mit bestimmten Leuten, Freunden etwa, spielen will? Wenn man mit ihnen in einem Team sein will? Das funktioniert aktuell nicht. Man erscheint auch ganz beliebig, nicht etwa beim Partner, mit dem man zusammen spielen will, sondern irgendwo auf der Map. Beim Vorgänger war es möglich auszuwählen, ob man an einem beliebigen Ort der Map oder beim Partner erscheinen (spawnen) will.

Was den Controller angeht: Das Rollen (Fallübung vorwärts, seitlich) ist nun viel leichter. Der Rest ist sehr ähnlich geblieben.

Fazit. Für mich zeigt die Beta ein optisch glänzendes, im Detail jedoch unfertiges Spiel, bei dem man vielleicht zu vielen „Motzern“ unter den Fans Gehör geschenkt hat. Der Vorgänger gefiel mir in mancher Hinsicht in Bezug auf Powerups, spawnen beim Partner, Ausgeglichenheit der Fähigkeiten der Gegner und der Waffen besser. Dabei sind einige der neuen Ideen gut, aber noch nicht ausgereift. Die Spielfreude ist getrübt, wenn man nie Held sein darf, weil man nicht gut genug ist, stets nach drei, vier Sekunden erschossen wird, weil die Waffe erst noch abkühlen muss und man merkt, dass man zig Jahre nach der alten Republik noch immer mit den gleichen antiquierten Waffen kämpft, die nur anders aussehen, aber nicht besser sind als die alten.

Ich bin natürlich auch ein Gewohnheitstier. Und kein ausgemachter Ego-Shooter. Aber ich freue mich schon auf Battlefront II!

Möge die Macht mit dem Spiel – und besonders seinen Fans sein!

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Pressemitteilung Star Wars – die letzten Jedi – TRAILERankündigung!

In gut zwei Monaten hat das sehnsüchtige Warten auf das neue Abenteuer aus einer weit, weit entfernten Galaxis ein Ende, doch die besten Plätze können sich Fans bereits jetzt sichern: Denn am Dienstag, 10. Oktober um 7 Uhr beginnt der Vorverkauf für Kinotickets zu STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI.

Alle teilnehmenden Kinos finden Sie im Laufe des Dienstags unter folgender Website: deinkinoticket.de/dieletztenjedi

Ab Dienstag gibt es nicht nur die ersten Tickets, sondern auch weitere spektakuläre Einblicke in die größte Saga aller Zeiten: Wir freuen uns Ihnen den offiziellen Trailer zu STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI anzukündigen, den Sie ab Dienstagvormittag aufwww.disney-ontent.de und www.youtube.com/StarWarsDE finden.

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Mutter Natur gibt uns eine letzte Chance

Ich finde es unheimlich effektiv, wie „Mutter Natur“ mit uns Menschen verfährt. Als Kind dachte ich nicht daran, wo Plastiktüten bleiben oder wohin der Rauch aus den Schornsteinen der Fabriken weht. Heute weiß ich viel mehr darüber, wenn auch nicht alles. Aber was ich begriffen habe ist, dass die Erde in der Tat wie ein Lebewesen reagiert. Langsam aber sicher bekommen wir die Rechnung für unsere Untaten.

Dabei ist „Mutter Natur“, trotz aller Überschwemmungen, Orkane und Dürren, noch immer relativ gnädig, denn die Vertreibung aus dem Paradis – und nichts anderes ist die Erde an sich – geschieht langsam. So langsam in der Tat, dass der „Homo Sapiens“, der „weise Mensch“ sich seiner Weisheit bedienen könnte, um Schlimmeres aufzuhalten.

Daran genau gebricht es dem Menschen bisher. Zwar erkennen unsere Wissenschaftler mit erschreckender Genauigkeit, warum wir Menschen den aktuellen Klimawandel – der an sich natürlich ist – um ein vielfaches anheizen, eben durch den „Rauch aus unseren Schornsteinen“, um im Bild zu bleiben.

Fische, die mit Plastik verseucht sind, sind auch so ein unschönes Beispiel dafür, dass der Mensch als Teil der Nahrungskette, an sich immer noch mit der Natur ko-existierend, sich aber für außenstehend haltend, die Rechnung serviert bekommt. Das wird immer deutlicher und wird auch noch deutlicher werden. Dafür braucht es – was mich betrifft – keiner Wissenschaft, aber selbst unseren Wissenschaftlern glaubt man ja nicht mehr. Man glaubt, was man will.

Manch einer meint, der Klimawandel sei eine Verschwörung. Nur: Wozu? Manch einer meint ja auch, die Mondlandung hätte nie stattgefunden. Wozu dann gleich mehrere riskieren? Wäre man dann nicht froh gewesen, die EINE so hinzubekommen, dass die Tausenden von Mitarbeiter dicht hielten? Manche glauben sogar im Jahre 2017, die Erde sei flach. Ich frage hier nicht, „warum sollte man das tun?“ – denn das ist mir zu dumm.

Der Homo Sapiens wird also aussterben, wenn es so weiter geht und er sich nicht endlich am Riemen reist. Der Mensch befindet sich immer in einer Komfortzone. Ich auch. Natürlich. Jeder hat so was. Und wenn man dann so was hört, meint man, das wäre die ferne Zukunft. Aber die SciFi-Zukunft, die Dystopie ist schon da! Schon heute gibt es die ersten Klimaflüchtlinge, die vor Kurzem noch als „eines Tages“ von Harald Lesch vorausgesagt wurden! Sicher ist dies erst der Anfang. Welche Ironie! Viele, die heute über Kriegsflüchtlinge fluchen, werden in wenigen Jahren zu Klimaflüchtlingen und dann müssen sie mal erleben, wie das so ist…

Heute heißt es ganz klar: Entweder wir ändern etwas, passen uns an – denn so hat die Menschheit immer überlebt! – oder wir gehen vor die Hunde.

Das Zähe am Änderungsprozess liegt meiner Meinung nach ganz klar bei den Reichen, die kein Geld verlieren wollen. Wer mit Öl spekuliert, will z.B.  kein Elektroauto und sorgt auch dafür, dass es schlecht gemacht wird, investiert nicht in bessere Elektroautos in der Zukunft, sondern redet sie schlecht. Nur als Beispiel. Aber wie schlecht ist eigentlich das Öl-Auto? Schlecht genug, will ich meinen. Ja, wir forcieren den Klimawandel, aber es darf sich nichts ändern, weil sonst Spekulanten baden gehen… damit wir eines Tages alle baden gehen in der echten Welt…

Ich will mich aber nicht in Beispiele verrennen, nur eines ist klar: Es ist höchste Zeit für eine Änderung unseres gesamten Denkens, es ist Zeit, das wir beginnen achtsam mit der Natur umzugehen, weil wir begreifen, dass wir immer noch ein Teil davon sind! Was ihr geschieht, geschieht auch uns! Was das betrifft, waren uns die Naturvölker längst voraus. Wer davon mehr wissen will, kann im Internet nach der berühmten Rede des Häuptlings Seattle suchen. Aber wenn die Worte dort zu aufrüttelnd sind, kann man sich ja immer noch sagen: Vielleicht ist das ja auch eine Fälschung! Als wäre mit dieser Unterstellung der Wert der Weisheit auch noch angekratzt!

Ich erwarte von der Politik, dass sie ihre Aufgaben wahr nimmt, von jedem Bürger, dass er seinen kleinen umweltfreundlichen Teil tut, öfter mal sein Auto teilt, Busse nimmt, zu Fuß geht etc. Manche meinen, es würde nichts ändern, wenn man seine Plastiktasche öfter verwendet. Aber es ändert viel! 1) weniger Plastik im Müll. 2) DEIN Bewustsein für die Umwelt!

Die Mutter Natur gibt uns eine Chance, eine letzte. Falls sie eines Tages unsere Knochen finden, sollen sie nicht sagen können, dass es sich hier um den „Homo Stultum“ handelte, den närrischen Menschen.

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Star Trek: Discovery – Episode 3 (Kurz-Review MIT Spoilern)

Star Trek: Discovery – Folge 3: Context is for Kings

Wenn der zweiteilige Pilotfilm bereits recht ansehnlich war, so ist in dieser Epiosde bereits zu spüren, warum „Star Trek – Discovery“ so viel Zeit gebraucht hat, um umgesetzt zu werden.

Da wäre zum Einen die Charakterzeichnung von Burnham. Diese ist – nach den Ereignissen rund um den Pilotfilm – nach einem halben Jahr in der ganzen Föderation als „die Meuterin“ bekannt, als die Frau, die den Krieg sozusagen angezettelt hat. Sie selbst scheint das genau so zu sehen. Sie möchte einfach ihre Strafe in Ruhe absitzen, weil sie meint, diese zu verdienen.

Auf dem Weg zur von Andorianern geleiteten Strafmine, wird der Gefangenen-Transporter jedoch Opfer eines Zwischenfalls, der recht mysteriös ist. Die Gefangenen werden von der Discovery gerettet, auf der es unheimlich zugeht.

Die recht unbeliebte, ja, berüchtigte Burnham begegnet dort auch Saru, der nunmehr erster Offizier ist, und Captain Lorca. Während Saru ihr mit einer Mischung aus Furcht und Respekt begegnet, scheint Lorca in ihr ein gewisses Potential zu sehen. Zwar wird das nie bestätigt, aber Burnham vermutet vielleicht nicht ganz zu Unrecht, dass es kein Zufall ist, der sie auf die Discovery gebracht hat.

Lorca teilt Burnham dem Maschinenraum zu, wo sie auf den Wissenschaftler Paul Stamets trifft, der sie nur ungern in die Geheimnisse seiner Forschung einweist.

Schon zu diesem Zeitpunkt gibt es mehr Spannungen zwischen Burnham und der Crew sowie dem Mitgefangenen des Transporters als es je zwischen Maquis und Föderationsangehörigen auf der Voyager gab. Alles sehr überzeugend dargestellt.

Die gute erste Hälfte der Folge steht einerseits im Zeichen jener Spannungen, andererseits wird in Frage gestellt, was für streng geheime Forschungen auf dem Schiff von Lorca unternommen werden.

Dann begegnen sie einem Schwesterschiff, auf dem sie grausam verstümmelte Crewmitglieder und Klingonen finden. An Bord ist ein brutales, großes Tier, dem sie nur mit Mühe entgehen.

An dieser Stelle wird klar, dass sich „Star Trek: Discovery“ an erwachsene Zuschauer wendet, nicht an „die ganze Familie“. Doch werden die Verstümmelugen nicht als Selbstzweck gezeigt, sondern weil sie Zeugnis davon ablegen, wie grausam jenes Tier offenbar ist.

Burnham bekommt die Chance als Crewmitglied an Bord weiter tätig zu sein. Die Möglichkeiten Lorcas sind merkwürdig weitreichend. Nach einem Wortgefecht und ein paar Argumenten, nimmt sie an.

In der letzten Szene zeigt sich, dass Lorca an Bord der Discovery jene Tiere hält, die wohl auch auf dem Schwesterschiff für die Verstümmeltungen gesorgt haben.

Obwohl es Burnham ist, die ihr Vertrauen durch die Metuerei verspielt hat, ergibt sich die Frage, ob es Lorca ist, dem man hier nicht trauen kann…

Fazit: Diese Folge ist mitreißend, unheimlich und spannend. Die Charaktere sind glaubwürdig, die Geschichte fühlt sich groß an. Wir bekommen nur einen „Zipfel“ davon zu sehen und schon das ist beeindruckend. Wer nach den Pilotfolgen schon mehr sehen wollte, wird die vierte Folge mit Sehnsucht erwarten.

Ich bin erstaunt, wie rasend schnell diese neue Star Trek Serie nun Fahrt aufnimmt und bin gespannt, ob es so weiter gehen wird.

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