Ein Klassiker aus Batmans Anfangstagen, in dem sein erstes Aufeinandertreffen mit dem Joker neu erzählt wurde! Der Joker schlägt zum ersten Mal zu und nimmt sogar Bruce Wayne ins Visier. Plus: Batman und Green Lantern Alan Scott ermitteln in einem Fall, der Jim Gordon in tödliche Gefahr bringt
Warum ich den Comics lesen musste….
Ich fand den Comic „Der Mann, der lacht“ von Anfang an spannend, noch ehe ich ihn wirklich gelesen hatte, weil es hier um die erste Begegnung zwischen Batman, man kann auch sagen zwischen Gotham, und den Killerclown geht. Generell finde ich Batman – Comics, die in der Anfangszeit gelegen sind, unheimlich gut, weil sich hier alles noch „frisch“ anfühlt. Sowohl Batman als auch seine oft bizarren Gegner sind noch wirklich beeindruckend oder erschreckend, während ein Batman in späteren Jahren nur wenig über das Erscheinen des Jokers, des Pinguins oder von Two-Face etc. überrascht ist. Auch die Reaktionen der Polizei oder der Bevölkerung auf Batman geht eher in die Richtung: „Ah, da ist er wieder!“ als eines „Wow, das ist er also! Der Batman!“, wie das in früheren Jahren der Fledermaus der Fall war. So auch hier.
(c) Panini, DC
Ein deutlich erwachsener Comic
„Der Mann, der lacht“ beginnt grausam. Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass das hier nichts für Kinder ist. Es ist ein Erwachsenencomic. In einem verlassenen Haus findet die Polizei einige Stadtstreicher, denen hier offenbar jemand mit irgendwelchen Chemikalien versucht hat, ihnen ein „Lächeln“ aufs Gesicht zu zaubern. Was in der Regel ziemlich schief ging und so starren einen hier kalkweiße Leichen an, deren Lächeln auch die Folge von Schmerz gewesen sein könnte. Gordon zu einem Polizisten: „Wie viele davon gibt’s da drin?“ „Mindestens acht oder neun. Kann´s nicht genau sagen, Captain.“
Danach hängt Gordon seinen Gedanken nach, während er sich in dem verfallenen Haus umschaut. Diese Gedanken-Momente ziehen sich durch den ganzen Comic und beziehen sich teils auch auf die Gedanken von Batman. Ich finde so etwas immer sehr schön, weil ich dadurch den Personen der Story viel näher bin.
Batman und Gordon
Dann erscheint Batman. Batman, mit dem sich Gordon lieber noch etwas abseits von den anderen Polizisten trifft, der diesem aber offenbar schon fraglos vertraut. „Was denkst du?“ fragt ihn Gordon. Batman antwortet: „.. dass das hier erst der Anfang ist.“ Gordon darauf: „Na super…“ Genau diese Art von Dialogen mag ich ebenfalls. „Galgenhumor“. Aber Batman und Gordon stehen das zusammen durch. Sie sind Helden, aber man merkt auch, wie unfreiwillig zumindest Gordon hier ein Held ist, ja, sein muss.
Als der Joker noch keinen Namen hatte…
Nachdem der Joker sich eines Funkwagens bemächtigt hat, sorgt er für große, mediale Auftritte und sagt nach und nach den Tod von diesem und jenem bevor. Alles Personen, die mit Ace Chemicals irgendwie in Verbindung stehen? Und doch ist da noch jemand mit von der Partie: Bruce Wayne soll ebenfalls sterben!
Der Joker (hier wird auch erklärt, wie er zu dem Namen kam) lässt sich eine Menge einfallen und wird zum ernsthaften Gegenspieler von Batman.
Fazit / Eine weitere Story
Es ist eine gute Story, die sich klassisch anfühlt, wie damals in den 1980ern, nur eben „erwachsen“. Die Zeichnungen sind zumeist sehr realistisch, nur selten gibt es groteske, übertriebene Gesichtszüge oder dergleichen. Die Atmosphäre der Stadt wurde ebenfalls gut eingefangen.
Ebenfalls in diesem Band ist eine spannende Story enthalten, in der es um Green Lantern und Batman geht. Dabei werden Bezüge zu sehr frühen Zeiten der ursprünglichen Green Lantern gezogen. Diese Geschichte macht ebenfalls Spaß und rundet den Comicband noch ab.
Informationen von Panini zum Comic:
PaperbackVerlag:Panini
Zeichner:Doug Mahnke, Patrick Zircher
Autor:Ed Brubaker
Charaktere:Batman, Green Lantern, Joker
Format:Softcover
Kategorie:Comics
Marke:Batman
Seitenzahl:148
Storys:The Man Who Laughs 1, Detective Comics 784-786Thema:Superhelden Preis: 16,99 EUR
D‘Artagnan, ein temperamentvoller junger Gascogner, kommt nach Paris und verbündet sich dort mit den drei Musketieren des Königs: Athos, Porthos und Aramis. Gemeinsam kämpfen sie gegen die dunklen Machenschaften des Kardinals Richelieu. Als sich D‘Artagnan in Constance Bonacieux, Vertraute der Königin, verliebt, bringt er sich wirklich in Gefahr: Denn seine Leidenschaft treibt ihn direkt in die Fänge der ebenso geheimnisvollen wie gefährlichen Milady de Winter. Vom Louvre zum Buckingham Palace, von den Gossen von Paris zur Belagerung der Festung La Rochelle … in einem Königreich, das durch Religionskriege gespalten und von einer britischen Invasion bedroht ist, kreuzen eine Handvoll Männer und Frauen die Schwerter und binden ihr Schicksal an das Schicksal Frankreichs.
Erster Eindruck
Ein Mann reitet bei strömenden Regen in das nächtliche Paris – oder doch wenigstens einen Teil von Paris, wo es im allgemeinen sehr ruhig zu sein scheint. Abgesehen von einer hübschen blonden Dame, die von zwei Herren eskortiert und in eine Kutsche gesetzt wird. Der junge Mann trollt sich und will sich um sein Pferd kümmern, da gibt es einen Knall. Schreie. Der Mann scheint recht verwegen und hat eine gute Dosis Zivilcourage. Er rennt zurück und beginnt mit fremden, bewaffneten Männern zu kämpfen, öffnet die Kutsche, die im Mittelpunkt des Kampfes steht, da er die blonde Frau retten möchte – um von einer gezückten Waffe begrüßt zu werden…
Unerwartet spannend und frisch
Man sagt, wenn man ein gutes Buch schreibt, müsse man Grund haben, die jeweils nächste Seite umzuschlagen, weil man wissen will, wie es weiter geht. Man sagt außerdem, ein gutes Buch müsse mit einem „Knall“ anfangen.
Dies tut dieser erste von zwei Teilen definitiv: Er fängt mit einem Knall an, in mehr als einer Hinsicht.
Ich war auf diese Verfilmung der „drei Musketiere“ gespannt, weil ich vom Trailer beeindruckt war. Der Film ist auch tatsächlich so schön gefilmt, wie man es schon im Trailer erahnen kann. Es gibt Unmengen von Außenaufnahmen, nur selten befindet man sich beispielsweise im Schloss des Königs.
Darüber hinaus hat man keine Mühen gescheut, ist dabei aber deutlich unter den üblichen Kosten geblieben, um einen extrem „historisch“ wirkenden „Mantel- und Degenfilm“ für das Jahr 2023 zu erschaffen.
Die Kostüme sehen einfach großartig aus. Die Aufbauten wirken komplett real und ich bin nich einmal sicher, ob irgendetwas mit CGI erschaffen wurde, was natürlich für das CGI spricht, wenn es doch verwendet worden sein sollte.
Während der Film immer wieder Grund gibt „die nächste Seite umzublättern“ bzw. gespannt zu sein, was da als Nächstes kommen mag, gibt es unerwartete, gut in Szene gesetzte Entwicklungen in der Handlung sowie einige recht ansehnliche Kämpfe.
Frische Gesichter in charismatische Rollen
Selbst, wenn man nicht weiß, dass es sich hier um einen französischen Film handelt, so fühlt er sich auf gute Weise „un-amerikanisch“ an. Versteht mich nicht falsch! Ich liebe sehr viele amerikanische Filme! Aber dieser Film wird dem Originalstoff auf eine so feinsinnige Weise gerecht, wie das wohl nur die Franzosen selbst tun konnten.
Martin Bouboulon ist der Regisseur. Charles d´Artagnan wird von Francois Civil, Athos von Vincent Cassel, Aramis von Romaine Duris und Porthos von Pio Marmai gespielt. Jeder einzelne Charakter ist hier alleine schon durch die unterschiedlichen Typen der Schauspieler faszinierend charismatisch. Wagemut, ernste Nachdenklichkeit und Lebenslust wurde selten besser verkörpert. Keine zweidimensionalen Darsteller, sondern richtig gute Schauspieler, die ihr Handwerk verstehen.
Louis Garrel spielt einen unsicheren Louis XIII, den man durchaus sympathisch finden kann und der unter Druck steht – besonders unter dem Druck vom dem Ränkeschmied schlechthin, dem Kardinal Richelieu. Viele erwarten von Louis, dass er gegen die Protestanten in den Krieg ziehen lässt, aber er lehnt ab. Er will Frieden im Land, wagt dadurch vor seinem Hofstaat jedoch schwach zu wirken…
Und natürlich: Die Liebe….!
Natürlich spielt in einem so französischen Film von einem französischen Schriftsteller die Liebe auf verschiedenen Ebenen eine Rolle. So die Liebe von D´Artagnan zu Anne Bonacieux, die von einer passenden Lyna Khoudri dargestellt wurde. Dann wäre da auch noch die Affäre der Königin mit dem Engländer Buckingham, die ihr einiges an Schwierigkeiten bringt.
Fazit
Ich habe noch nie zuvor eine so spannende, ästhetisch gelungene Verfilmung der „drei Musketiere“ gesehen, die nach den Bücherseiten des originalen Romans „duftet“. Ich bleibe sehr gespannt auf den zweiten und letzten Teil der „drei Musketiere“, der am 14. Dezember ins Kino kommen wird: „Die drei Musketiere – Milady“!
Teil 1 – schon JETZT auf Blu-Ray!
Ihr könnt „D´Artagnan“ schon auf Blu – Ray kaufen, um euch auf den zweiten Teil im Kino vorzubereiten. Glaubt mir: Habt ihr den gesehen, geht es im Dezember ins Kino 😉
Zwischen 1982 und 1985 gab es im ZDF – jeweils am Samstagabend um 18 Uhr – eine einzigartige, neue Serie aus den U.S.A. zu sehen. „Lou Grant“ war ihr Name.
Ein frischer Ansatz
Während das ZDF ursprünglich nur 52 ausgewählte Folgen ausstrahlte, wurden viele Jahre später durch den Fernsehsender VOX weitere 61 Folgen synchronisiert. Insgesamt gibt es also 113 synchronisierte von insgesamt 114 existierenden Folgen. Eine Folge wurde in Deutschland nie ausgestrahlt! Dazu gleich noch mehr…
Die Idee der Serie war einzigartig, wenngleich Filme wie „Der große Bluff“ (1951) oder auch „All the President´s Men“ (1976) gezeigt hatten, wie spannend das Thema ist. Während sich der Lolli lutschende Kojak oder die beliebten Cops aus den Straßen von San Francisco regelmässig mit Morden befassten, gab es bei „Lou Grant“ einen Ort, wo wirklich alle aufsehenserregenden Vorkommnisse zusammenkamen: Bei der Zeitung, in diesem Fall der „Los Angeles Tribune“, kurz „Trib“ (https://thelosangelestribune.com/ – wobei es sich in der Serie laut Wikipedia.com bei der Los Angeles Tribune um eine fiktive Zeitung handeln soll).
(c) Pidax – Lou Grant
Brisante Themen
Soziale Themen, Drogenmissbrauch, radikale politische Ansichten, Waldbrände etc. wurden hier von einem sehr bunten „Haufen“ von Angestellten bei der „Trib“ akribisch untersucht.
So wurde man als Zuschauer Zeuge der journalistischen Arbeit mit all ihren Fallstricken, moralischen Dilemmata und unterschiedlichen Sichtweisen, die man zu den Ereignissen haben kann. Ganz wichtig bei dieser Arbeit war die Gewissenhaftigkeit. Fakten und klare Quellnachweise gingen bei Lou Grant vor Sensationsheischenden Aufmachern.
Die oben erwähnte Folge, die nie synchronisiert wurde, befasste sich mit dem Thema „Nazis“. Ähnlich wie die Folge „Patterns of Force“ aus der amerikanischen TV-Serie „Star Trek“, umging das deutsche Fernsehen jegliche Episoden mit Bezug zum Thema „Nationalsozialismus“.
Die Folge, die im Ursprungsland im November 1977 ausgestrahlt wurde, behandelte den Aufstieg nationalsozialistischer Strömungen in den Vereinigten Staaten. Eine nationalsozialistische Gruppe will eine Parade in der Stadt veranstalten und die Mitarbeiter der Los Angeles Tribune muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, wie sie darüber berichten sollen! Leider ein weiterhin aktuelles Thema, dass hier mit viel Fingerspitzengefühl und Umsicht behandelt wird: Nur ein Beispiel für die vielen Themen, die in der Serie behandelt wurden.
Zum Einen ist es natürlich spannend zu sehen, wie Journalismus in den 1970ern stattfand, denn das wird hier sehr realistisch vermittelt, zum Anderen lebt die Serie aber auch von ihren Charakteren.
Erste deutsche DVD – Veröffentlichung
Die stelle ich euch dann im nächsten Beitrag zu „Lou Grant“ vor, wenn die zweite Staffelveröffentlicht werden wird: Endlich können wir auch in Deutschland sagen: Es gibt eine DVD – Veröffentlichung dieser Serie, die 13 Emmy Awards und einen Peabody Award erhielt. Darüber hinaus erhielt Ed Asner selbst noch mehrere Golden Globes für seine außergewöhnliche Leistung bei der Darstellung des Chefredakteurs und die Autoren der Drehbücher erhielten häufiger den „Writers Guild of America Award“.
Dank PIDAX können wir nun die erste Staffel bereits für nur 25,90 EUR erwerben – und die zwei folgenden Staffeln sind schon in Sicht!
(c) PIdax – Erste Staffel
Mit dabei ist die nie zuvor ausgestrahlte „Nazi“ – Folge. Hier eine Gesamtübersicht:
1. Der neue Job (Cophouse) 2. Geiselnahme (Hostages) 3. Nägel mit Köpfen (Hoax) 4. Zwischen den Zeilen (Henhouse) 5. Nazi –Original mit deutschen Untertiteln 6. Nachbeben (Aftershock) 7. Die Strassenbanden (Barrio) 8. Titelseite – Dreispaltig! (Scoop) 9. Richter Rushman (Judge) 10. Nervenprobe (Psychout) 11. Frauenfeinde (Housewarming) 12. Die junge Garde (Takeover) 13. Weihnachtsgeschichten (Christmas) 14. Nachtschicht (Airliner) 15. Unfaires Spiel (Sports) 16. Der Held des Tages (Hero) 17. Der Zeitungshändler (Renewal) 18. Die Sekte (Sect) 19. Ein Skandal (Scandal) 20. Wer ist der Spion? (Spies) 21. Zwischenfall in Las Tunas (Poison) 22. Erfahrungen – Erfahrungen (Physical)
Unter anderem hier könnt ihr euch die erste Staffel holen:
Von „Batman – Der Gargoyle von Gotham“, Band 1, bin ich schwer beeindruckt. Das vorweg.
Der großformatige Hardcoverband kommt zwar nur auf 60 Seiten, aber die sind intensiv, spannend und bieten einiges an Inhalt.
Der Zeichenstil von Rafael Grampa, der zudem auch die Story erdachte, ist ganz eigen. Als alter Neal Adams Fan war das für mich erst einmal eine kleine Umstellung, denn diese Zeichnungen haben eine andere Qualität, eine andere „Sprache“. Sie sind detailreich (es gibt neben dem Offensichtlichen auf vielen Bildern noch sehr viel mehr zu entdecken), kreativ und künstlerisch vielseitig (manche Panels sind kleine Kunstwerke) und bilden jeden Charakter auf eine ganz eigene, detailreiche Weise ab, wie ich das sonst nur von französischen Comics kannte. Matt Lopes sorgt im gesamten Buch durch seine ganz eigene Farbgebung für eine dunkle, ernste Stimmung.
Die, teils extrem brutale, aber nie die Gewalt verherrlichende, Handlung nimmt sich viel Zeit, wenngleich es, wie bei einem Kinofilm, am Anfang gleich in die Vollen geht. Batman steht schon nach 10 Seiten (und einigen gebrochenen Knochen seiner Gegner) seinem extrem merkwürdigen Gegner gegenüber. Einem Gegner, der wohl selbst eine bestimmte Comicfigur verehrt und beim töten weinen muss. Extrem creepy!
Batman wurde hier von Grampa, was sein Äußeres angeht, neu erfunden. Alle Figuren werden in Ruhe vorgestellt, so z.B. Alfred und Gordon, aber auch neue Protagonisten, von denen noch nicht ganz klar ist, welche Bedeutung sie bekommen werden. Jeder einzelne Charakter, und sei es ein Polizist, der nur einen Satz zu sagen hat, erhielt von Grampa ein einprägsames Gesicht. Man spürt, wie er sich für die Zeichnungen Zeit nahm.
Es macht Spaß, Batman dabei zu beobachten, wie er sich der Morde annimmt, die wohl alle auf das Gewissen seines neuen Gegners gehen.
Der Fall alleine ist schon extrem spannend, doch wird dieser für den Batman – Fan noch damit gewürzt, dass Batman Bruce Wayne sterben lassen will, um sich komplett seiner Mission widmen zu können, der Verbrechensbekämpfung. Er hält sich für zu unkonzentriert, zu wenig bei der Sache, wenn er sein Leben mit seinem wahren Ich, Bruce Wayne, „teilen“ muss. Tatsächlich wartet er nur darauf, einige Schlagzeilen wie „Bruce Wayne starb während eines Autounfalls“ weiterzugeben. Sein väterlicher Freund und Butler, Alfred, bemüht sich natürlich dagegen vorzugehen und „Bruce Wayne“ am Leben zu erhalten. Ich liebe solche psychologischen Nebenhandlungen in Batman – Comics!
Der erste Band dieser Reihe gibt dem Leser nur eine einzige bittere Pille zu schlucken: Die Wartezeit bis zum zweiten Band, der erst im nächsten Jahr herauskommen soll.
Fazit: Anspruchsvolle, in vieler Hinsicht erwachsene Graphic Novelle, die den Leser auf verschiedenen Ebenen zu überraschen vermag, nie langweilig wird und einige Überraschungen, auch über Bruce Wayne, ans Licht zu bringen verspricht.
Für nur 16 EUR könnt ihr das Buch hier (und überall, wo es Bücher gibt) erwerben:
„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart ist die vielleicht beliebteste Oper des berühmten Komponisten. Wer so etwas verfilmen möchte, muss sich gleich zu Anfang die Frage stellen: Für wen? Was soll das Zielpublikum sein? Das Publikum, welches vielleicht schon viele Aufführungen der Oper gesehen hat und sich „auskennt“? Musikkenner, die bereits die Symbolik hinter der freimaurerischen Oper er-kennen? Jugendliche, die vielleicht an klassischer Musik interessiert sind, es aber noch nicht gewagt haben, den Schritt in diese „Welt“ zu tun?
Ein frischer Ansatz für eine neue Generation
Alleine schon der Titel „Das Vermächtnis der Zauberflöte“ macht meiner Ansicht nach schon klar, dass es am Ehesten die Jugendlichen (und jung gebliebenen) sind, die hier adressiert werden.
Die erste Szene ist unerwartet ergreifend. Ein ziemlich junger Mann (Tim Walker, gespielt von Jack Wolfe) besucht seinen im Sterben befindlichen Vater (Greg Wise) im Krankenhaus. Die Verbindung zwischen Beiden wirkt echt. Der Vater bittet den Sohn, nach seinem Tod an sichzu denken, statt daheim zu bleiben und sich um die Familie zu kümmern, und die Musikschule zu besuchen, zu der der Sohn schon immer gehen wollte und auf der auch er einmal sein „Glück“ gemacht hatte. Der Vater gibt dem Sohn ein dort einst „entliehenes“ Buch mit den Noten (und einigen Zeichnungen) der Zauberflöte mit, damit es dorthin zurückkehrt, wo es hingehört.
So ist die Motivation des Jungen doppelt beflügelt. Einerseits durch das am Sterbebett gegebene Versprechen an seinen Vater, andererseits aufgrund seiner eigenen Liebe zur Musik. Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Land (bekanntermaßen ist Salzburg die Geburtsstadt Mozarts) bot das Äußere der „International Mozart School“, während die Bibliothek des Schlosses „Leopoldskron“ aus gleicher Gegend, das Portal in eine andere Welt bot.
Fast „Harry Potter“ – Feeling
Das Setting, teils die angegebenen sehr hübschen Stätten, teils durch CGI und ein wenig Kulisse entstandene Orte, erzeugen eine recht „lauschige“ Atmosphäre, die auf angenehme Weise an Momente der Harry Potter – Filme denken lässt.
Während seiner Zugfahrt zur „Mozart School“ (der Hogwarts-Express lässt grüßen) begegnet er Sophie (Nimah McCormack). Ihr schnelles Kennenlernen ist hübsch inszeniert, wenn auch ein wenig unglaubwürdig (nur meine Meinung). Obwohl Nimah McCormack und Jack Wolfe an sich beide gut spielen, fühlte es sich für mich, auch im weiteren Verlauf des Films, nie so ganz echt an, dass sich die beiden ineinander verliebt hätten. Jedenfalls kommt Sofie im „Mädchentrakt“ der „Mozart School“ unter, bleibt also in „Reichweite“.
Der Zimmergenosse und der strenge Professor
Kaum angekommen, wird Tim einem Zimmer zugeteilt, dass er sich mit seinem Zimmernachbarn Ellie (Paolo Tocci) teilen muss. Dem gefällt es zuerst nur mäßig, einen neuen Zimmergenossen zu bekommen, stellt sich dann aber glücklicherweise als netter Kumpel heraus. Natürlich gibt es auch das Gegenteil dazu, dargestellt durch Anton Milanesi (Amir Wilson). Dieser hat offenbar eigene Probleme, die er nur all zu gerne an anderen auslässt.
Dr. Longbow (F. Murray Abrahams, „Amadeus“ lässt grüßen), ist ein äußerst konservativer, strenger Direktor, der sich seine Schützlinge genau anschaut, ehe er ihnen überhaupt eine Chance gibt. Das Vorsingen für die Rolle des Tamino (aus der Zauberflöte) vergeigt Tim, da er einen „operesken“ Popsong („Time to say goodbye“, Bocelli) vorsingt und Pop nicht gern auf dieser Schule gehört wird. Zum anderen wirft Longbow Tim vor, er wäre nicht er selbst, wenn er singt, sondern würde nur andere (hier: Andrea Bocelli) nachahmen.
Zur Zauberflöte
Das Setting für den ersten Handlungsstrang ist damit gesetzt. Die Rollen in ihren Positionen, könnte man sagen. Ehe ich zum zweiten Handlungsstrang, der eigentlichen „Zauberflöte“ komme, möchte ich sagen, dass dieser erste Handlungsstrang nur sehr wenig Zeit hat, sich zu entfalten. Dafür, dass das so ist, entwickelt sich sehr viel. Man musste hier einen Kompromiss finden. Es durfte nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig in der dargestellten Zeit von wenigen Tagen, passieren. Das ist meiner Ansicht nach zwar gut geglückt, aber dennoch hätte dieser Film das Zeug zu einer Miniserie gehabt, in der man weit mehr Charakterentwicklung in der „wahren Welt“ hätte stattfinden lassen können.
Tim sieht sich jedenfalls abends, vor dem Schlafen, noch einmal das Buch seines Vaters an, welches er noch nicht zurückgestellt hat, da begegnen ihm drei strahlende Lichter, die ihn auffordern, ihm zu folgen. Er ist überraschend wenig überrascht, aber neugierig und folgt ihnen in die Bibliothek, wo er das Buch seines Vaters in die dort vorgesehene Lücke steckt und sich plötzlich im Land der „Zauberflöte“ befindet.
Dort geht es auch endlich mit der eigentlichen Handlung der Oper los. Natürlich kann das Ungeheuer, die „listige Schlange“ mit CGI 1000mal besser dargestellt werden als auf einer noch so großen und professionellen Bühne. Das ist ein Pluspunkt dieser Operndarstellung.
Ein Problem, welches viele Kritiker gesehen haben, tut sich schon in dem Moment auf, in dem die drei Dienerinnen der „Königin der Nacht“ anfangen zu singen, denn dies ist nicht die Art von Gesangsstil, die man in der Oper üblicherweise zu hören bekommt. Das klingt ein wenig so als wenn Mariah Carey oder Rihanna singt (bei allen dreien, aber in unterschiedlichen Tonlagen). Für den routinierten Operngänger ist das erschreckend. Außer, er ist bereit für Neues.
Auch das zuvor von Tamino gesungene „Zu Hilfe! Zu Hilfe!“ wirkt etwas schräg, könnte man sagen.
Ich denke mir jedoch, dass das alles gewollt war.Es ist ein niederschwelliger Zugang für Jugendliche in den Bereich der Opern – Musik. Zudem fand ich, der ich viele Einspielungen der Oper kenne, diese Variante interessant. Zugegebener Maßen verstand ich viel mehr als sonst, was da eigentlich gesungen wurde. Ein Blick ins Libretto war nicht nötig.
Überraschend ist bei diesem Ansatz, dass die später aufkreuzende „Königin der Nacht“ (wie auch Sarastro) durchaus so singen, wie man es von ihnen „erwartet“. Hier fehlt der „Mariah Carey“ – Ansatz. Vielleicht, weil es sich um so monumental berühmte Arien handelt, dass man ihnen nichts „antun“ wollte? Oder um den, nun in die Handlung gezogenen, jungen Zuschauer nun die „volle Dröhnung“ echter Opernmusik zuzumuten? Opernmusik kann, verstehe man mich nicht falsch, wundervoll sein, aber gerade der Einstieg ist oft mühselig. Für mich persönlich war es, nachdem ich mich sogar Teilen der 12 – Ton – Musik geöffnet hatte, die letzte Pforte der klassischen Musik, der ich mich – übrigens dank Mozart! – geöffnet habe.
So bietet dieser Film einen sanften Einstieg für Opern – Neulinge, der auf jeden Fall interessant ist. Ob dies geklappt hat, können jedoch nur jene berichten, die den Film gesehen haben und seither auch Opernmusik streamen.
Leichte Veränderungen und Fazit
Aus dem „Schwarzen“ wurde ein „Diener“, denn Diesen heutzutage singen zu lassen „…weil ein Schwarzer hässlich ist!“, wie im Original von Schikaneder, wird heute so zurecht als so rassistisch empfunden, wie dies damals eben nicht der Fall war. Hier scheiden sich die Geister, jedoch ist ja längst klar, dass es sich hier nicht um eine Präsentation der Oper handelt, der es vor Allem um „historische Korrektheit“ geht! Sie soll zeitgemäß sein und daher ist die Entscheidung dieser Änderung vollkommen plausibel und angebracht.
Hätten es sich der Drehbuchautor Christopher Zwickler und Regisseur Florian Siegel leicht machen wollen, hätten sie einfach eine Bühnenadaption mit CGI – Effekten gedreht. Mit Topstars der Opernszene. Es hätte keinen böse Stimme gegeben. Naja, fast keine. Es gibt immer jemanden, der schimpft.
Aber stattdessen haben sie sich wirklich Gedanken gemacht, wie man „Die Zauberflöte“ für ein neues Publikum interessant macht. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Die größten Schwächen entstanden, meiner Ansicht nach, aus der Kürze des Films, da es eigentlich zwei Filme in einem sind. Ein 2- Teiler wäre mindestens eine gute Idee gewesen, aber heutzutage weiß man ja nie, ob es dann auch zu einem zweiten Teil gekommen wäre.
Längst sind Blu-Ray, DVD und Stream auf dem Markt, u.a. hier:
„Star Trek: Prodigy“ folgt den intergalaktischen Abenteuern von sechs Teenagern, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben ein verlassenes Raumschiff der Föderation geschnappt haben. Als totale Außenseiter wissen sie nichts über das Schiff, das sie beschlagnahmt haben – ein Novum in der Geschichte von Star Trek, aber im Laufe ihrer gemeinsamen Abenteuer werden sie in die Sternenflotte und die Ideale, die sie vertritt, eingeführt.
20 Episoden auf 4 Discs, also die gesamte erste Staffel, könnt ihr jetzt HIER gewinnen. Zum GEWINNEN einfach eure E-Mail und eure Adresse in die Kommentare schreiben, über die Ihr im Gewinnfall benachrichtigt werden wollt. Diese Daten werden NICHT freigegeben, werden also nicht offiziel lesbar sein. Ich ziehe daraus nur die Informationen, die ich zum Verlosen benötige.
Dieses 4-Disc-Set von Emmy® Award-Preisträgern Kevin und Dan Hageman („Trollhunters“) enthält über 2 Stunden Bonusmaterial*! *Bonusmaterial kann teilweise ohne Untertitel vorhanden sein. 20 Episoden auf 4 Discs
Episodenübersicht:
Disc 1
– Gesucht und gefunden – Teil 1 und Teil 2
– Sehnsucht nach den Sternen
– Traumfänger
– Der Killerplanet
– Kobayashi
– Erstkontakt
Disc 2
– Zeitphasen
– Rückkehr nach Tars Lamora – Teil 1
– Rückkehr nach Tars Lamora – Teil 2
Disc 3
– Asyl
– Schlafende Borg soll man nicht wecken
– Die ganze Welt ist eine Bühne
– Am Scheideweg
– Maskerade
– Präludium
Disc 4
– Der Geist in der Maschine
– Der Körpertausch
– Supernova, Teil 1
– Supernova, Teil 2
Bonusmaterial:
Kobayashi Maru, Trek-Tradition, Die erste Direktive, Die Protostar-Crew, Die Protostar, Geräte und Ausrüstung, uvm.at mir vier Blu-Ray-Sets zum Verlosen zur Verfügung gestellt! Mitmachen könnte sich also durchaus lohnen 😀
Ihr könnt hier die erste Staffel auf BD gewinnen! Wie, das steht oben im Text. Mitmachen könnt ihr bis zum 06.11., dann nochmal bis zum 18. November (es gibt zwei Auslosungen per Zufallsprinzip). Die / Der GewinnerIn wird per E-Mail benachrichtigt und erhält das Set auf dem Postweg binnen 1 – maximal 2 Wochen.
Dank des DK Verlags könnt ihr hier das Buch „Star Wars: Timelines“ gewinnen! Schreibt einfach in die Kommentare, warum ihr das Buch haben wollt. Bitte gebt auch eure E-Mail-Adresse an. Die Kommentare werden NICHT freigeschaltet, sondern nur ich lese sie und werde dann nach dem Zufallsprinzip auslosen, wer gewonnen hat.
Einsendeschluss ist der 04. November 2023 um 0:00 Uhr.
Wer mehr über das Buch wissen will, kann sich hier mein Review dazu anschauen:
Ja, wenn man mit einem Film / einer Serie etc. aufwächst, dann ist man geprägt davon und es kommt vor, dass man dann Filme / Serien etc. liebt und in der Gegenwart von jüngeren Zeitgenossen nur noch Verständnis mehr dafür erhält…
Ich bin Batmanfan seit ich … keine Ahnung … 7 Jahre alt war? Das war dann so etwa 1976. Also schon ganz schön lange. Als 1989 viel Wirbel um den Keaton – Batman – FIlm gemacht wurde, berührte mich das allerdings gar nicht. Im Gegenteil. Die großen Plakate mit dem Burton´schen Batzeichen auf den Litfasssäulen, die merkwürdigen Musikvideos von Prince, selbst der Trailer, fühlten sich für mich fremd an. Warum? Nun, ich wuchs mit dem Neal Adams (Comiczeichner) – Batman auf. Einem Batman, der athletisch ist und nicht quasi (nur LEICHT übertrieben) unbeweglich in der Gegend herumsteht und wartet, dass jemand gegen seine Faust läuft, wie bei Keaton.
Aber das ist gar nicht mein Hauptproblem, dass ich mit diesem Batman – Film habe und hatte. Es begann vielmehr schon im Design. In einem Comic des Ehapa – Verlags, dass im Laufe der 1970er Jahre erschienen war, stand, „Gotham sei ein umgangssprachlicher Ausdruck für New York“. Schon ehe ich dies las, stellte ich mir Gotham wie eine typische amerikanische Großstadt vor. Ja, hier und da fette, gothische „Wahrzeichen“, aber insgesamt vor Allem Hochhäuser und typische Stadtteile mit mehr oder eben weniger gutem Ruf. Das Film – Gotham aus dem 1989er Streifen sieht von Anfang an aus als sei es für viel Geld in einer sehr großen Halle entstanden. Diese Stadt „atmet“ nicht, sie ist künstlich, fühlt sich nach Kaufhaus an. Im Nachfolger, „Batman Returns“, wird diese Künstlichkeit noch übertroffen (und so sehr verdreht, dass es wie eine eigene Kunstform wirkt).
Wir haben also steife Actionszenen und eine künstlich wirkende Stadt. Was habe ich noch zu monieren?
Jack Nicholson!
Versteht mich nicht falsch: Ich mag Jack Nicholson! Der Kerl war / ist ein großartiger Charakterdarsteller! Aber er war damals schon zu alt und ZU charismatisch als reale Person als das er einen guten Joker hätte abgeben können! Ein Bekannter, der den Film mochte, meinte einmal: „Das Geniale ist, dass er nur sich selbst spielen muss, um den Joker darzustellen.“ Joker, speziell der „gerade erst entstandene Joker“, war relativ jung. Eher ein 30, maximal 40 Jahre alter Mann. Nicholson war damals schon 52 Jahre alt! Und das merkt man ihm an. Es kümmert ihn nicht, er spielt an sich nicht schlecht, aber er hat den Joker ver“nicholson“t. Die Comicfigur verblasst in Nicholsons Gegenwart. Aber ist nicht genau das die eigentliche Aufgabe eines Schauspielers, einer geschriebenen Person Leben einzuhauchen? Hier ging das deutlich schief. Der Joker wurde zu einer wahrhaft blassen (Wortwitz!) Version von Jack Nicholson.
Auch Michael Keaton war / ist ein angenehmer Schauspieler. Ich persönlich finde aber nicht, dass er mit IRGENDEINER Comicadaption von Bruce Wayne auch nur entfernte Ähnlichkeiten teilt, aber gut, er war befreundet mit Tim Burton und ein großer Star. Grund genug, dass er die Rolle bekam. Aber Ähnlichkeit mit Bruce Wayne? Sicher nicht!
Tim Burton gefiel es wohl nicht, dass er sich in diesem Film so zurückhalten musste, und produzierte den „Nachfolger“ (der per se keiner ist) nur unter der Bedingung, schalten und walten zu können, wie er will. Das Ergebnis ist eine Art „Nightmare before Christmas“ auf Bat-Art. Ein gothisches Tim Burton Märchen, gemacht für die Fans von Burton, aber nicht (unbedingt) für die Fans von Batman. Burtons starker und sehr spezieller Stil schien schon im „Batman 89“ – Film durch und wurde spürbar gedrosselt. Dadurch war er aber trotzdem zu spüren!
Kurz und gut: Als Neal Adams – Batman – Fan und überhaupt Fan des Comic-Batman gab es für mich in diesem Film zu vieles, was nicht in mein Bild passte. Ich gab dem Film gerade erst erneut eine Chance, um mich erneut bestätigt zu sehen. Für mich ist dies leider nichts. Anders als die Nolan – Trilogie, die dem Original weit mehr huldigt und des aktuelle Reeves – Film (The Batman), der sich dann wirklich wie ein Comic anfühlt. Genau so sollte es aber doch sein?
Der Burton – Film von 1989 bot einer Menge Stars (inklusive Tim Burton) eine Bühne, um sich darzustellen, aber irgendwie kamen Batman und seine Welt dabei ein wenig zu kurz. Schlimmer wurde es nur noch in dem Nachfolger, der zwar eine, wenn nicht die beste, Catwoman / Selina Kyle aufbot, aber ansonsten Batman und seine Welt mehr oder minder ignorierte.
Gut war natürlich, dass Batman endlich einmal einen enrsteren Film bekam, der Mythos einen Aufschwung erhielt und einige Szenen im Film – wie jene in der Bathöhle oder auf der Wayne – Party im Wayne Manor, gefielen mir dennoch sehr gut. Und Keaton kann seine fehlende Ähnlichkeit mit dem Comic – Wayne leicht überspielen, auch das ist ein Plustpunkt. Wenn ich dann noch die geniale Musik von Danny Elfmann hinzunehme, komme ich auf 2,5 Punkte von 5.
Übrigens… ist das natürlich nur MEINE Meinung. Wer den Film liebt, … ist doch prima! Ich mochte und mag ihn leider nicht so sehr. Aber es gibt auch für mich genug Fledermäuse im Kino, im TV und in unzähligen Comics der Vergangenheit und Gegenwart 🙂
Das Cover von „Robin und Batman“ sprach mich einfach an. Keine übliche Comic – Zeichnung war das. Der ganze Stil von Dustin Nguyen wirkt auf mich, wie „meisterhaft mit Buntstiften gezeichnet“ (ohne das ich eine Ahnung hätte, wie Nguyen diese Bilder erzeugt hat!).
Die Geschichte, die er hier mit dem Autoren Jeff Lemire erzählt, ist eine sehr persönliche. Das wird auch in jedem Panel deutlich. Die Zeichnungen bewegen sich auf einer Gradwanderung zwischen kindlichem und erwachsenem Stil, was auch perfekt zum Thema der Geschichte, die von einem 12jährigen Robin erzählt wird, passt. Er selbst befindet sich auf einer Gradwanderung.
Robin & Batman – Panini, DC
Liebevoll – ironisch wird sein gemeinsames Leben mit Bruce „Batman“ Wayne und Alfred dargestellt. Wayne, der teilweise recht sture, in jedem Fall aber verschlossene Mann, der seine väterlichen Gefühle gegenüber Dick „Robin“ Grayson verbirgt oder sich auf recht plumpe und über- griffige Art, ihm zu nähern versucht. Robin erzählt die Geschichte. So erleben wir in erster Linie, wie es für ihn ist mit Batman und Alfred zusammenzuleben. Sogar die Art wie die Charaktere gezeichnet sind fangen wohl eher ein, wie er sein Bruce und Alfred sieht als wie sie in Wirklichkeit aussehen. Wenn ein Batman einen leichten Stoppelbart hat, weicht das deutlich von dem ab, was der Comicleser üblicherweise erwartet. Aber ist es andererseits zu erwarten, dass ein „realer“ Batman immer Zeit hätte, sich zu rasieren? Wohl eher nicht.
Robins Zusammenleben mit Bruce Wayne und Alfred im Wayne Manor (und in der Bathöhle) wird so gefühlvoll und stimmig, so real dargestellt, dass Robins Gewalttaten als Batman – Sidekick (und anderswo) so befremdlich wirken, wie sie es wohl in der richtigen Welt auch täten. Alfred erkennt, dass Dick immer noch ein Kind ist und kein Soldat, Bruce ist so hart gegen Dick, wie er es wohl auch gelernt hat, gegen sich selbst zu sein.
Ich hatte mir Batman / Bruce eigentlich immer reflektierter vorgestellt, aber das Ende dieser fesselnden Geschichte, die Dick unter Anderem eine Begegnung mit den Sidekicks der Justice League als auch mit Killer Croc beschert, bietet zum Ende eine so schöne Szene, dass ich mir überlegt habe, sie abzuzeichnen und mir irgendwo hinzuhängen.
Croc hat auch noch eine spezielle Bedeutung für Dick Graysons Biografie, aber ich will nicht vorgreifen. Mindestens ebenso wichtig wie der „Killer – Croc“ – Teil der Handlung ist die innere Reise, die Dick und Bruce antreten, während Dick darum bemüht ist, sich selbst zu finden und zu definieren. Eine Reise, die auch Bruce „Batman“ Wayne nicht unberührt lässt!
Ich habe noch nie zuvor einen Batman – Comic gelesen, der mein Herz erwärmt hat. Ich las kurzweilige, spannende, monumentale Batman – Storys, aber dies ist die erste, die mich auf dieser Ebene erreicht hat.
Vielleicht sogar, weil ich kein Jugendlicher mehr bin, finde ich diese Art der Erzählung unglaublich anziehend und spannend. Ich würde gerne eine Fortsetzung lesen, sollte es einmal eine geben, jedoch wirkt die Story in sich geschlossen. Ein kleiner Brillant in meiner Sammlung.
FAMILIÄRE ALBTRÄUME Batman und Commissioner Jim Gordon kämpfen unermüdlich gegen das Böse und den Wahnsinn in ihrer finsteren Stadt Gotham City. Doch die hungrige Metropole findet immer neue Wege, ihre Beschützer, ob mit Maske oder mit Marke, zu fordern: Ein skrupelloser Dealer verkauft Waffen und anderes aus dem Besitz von Superschurken, in der Lobby einer Bank wird ein toter Killerwal mit einem düsteren Geheimnis abgeladen – und dann werden Batman und Gordon auch noch von den albtraumhaftesten Kapiteln ihrer Familiengeschichten eingeholt… Die gefeierte, erste Batman-Saga von Bestseller-Autor Scott Snyder (BATMAN: DER RAT DER EULEN) sowie den Top-Zeichnern Jock (GREEN ARROW: DAS ERSTE JAHR) und Francesco Francavilla (BATWOMAN) in einem Sammelband.
(c) DC Comics, Panini – Batman: Der schwarze Spiegel
Infos zum Buch
Dieser fette Band (über 300 Seiten) wurde von Scott Snyder geschrieben und illustriert von Jock und Francesco Francavilla. Die hier enthaltenen Comics wurden ursprünglich von DC im Jahre 2011 veröffentlicht (DC Comics 871 – 881).
Das erste, was mir an diesem Buch auffiel, war das wirklich schöne Cover von Jock Francavilla. Mir war der Name zuvor kein Begriff, wie ich zugeben muss. Bei über 300 Seiten haben wir hier ein qualitativ gut gebundenes Softcover – Buch.
Story (nur wenig Spoiler)
Die Story ist etwas für alle Batman – Fans, die finstere Thriller und Bat – „Krimis“ mögen. Dick Grayson hat hier die Rolle des „Batman“ übernommen, da Batman bzw. Bruce Wayne gerade an seinem welteweiten Projekt „Batman Incorporated“ arbeitet.
Grayson stellt auch einen ganz anderen Batman dar. Einen Batman, der noch da ist, wenn Gordon mit ihm auf dem Dach spricht und sich einmal umgedreht hat, einen mitfühlenden Batman, der auf dem Weg zu seiner eigenen Identität als Batman mit Angst und psychischen Herausforderungen konfrontiert wird.
In der ersten Geschichte geht es um eine Schwarzmarkt – Bande, die der Meinung sind, es sei das „böse“, was den Unterschied von Mensch und Tier ausmacht. Es gibt seltsame Auktionen, wo man seltsame Dinge ersteigern kann. Gifte etwa oder jene Brechstange, mit der einst Jason Todd ermordet wurde…! Während einer Auktion, die er getarnt betritt, wird seine wahre Identität erkannt, er wird vergiftet und die alle Anwesenden stürzen sich auf den „Kerl“, der als „Batman“ entlarvt wurde, um ihn zu töten, wenn nicht schlimmeres.
Die Story ist spannend und führt einen langsam in Dick Graysons Leben als Batman ein, der u.a. mit Tim Drake und Oracle zusammenarbeitet. Das ist nicht der Batman, den man kennt, und wer genau so eine neuen Ansatz sucht, wird hier eine erfrischende Neuinterpretation finden. Die Story ist hart und nichts für Kinder.
Die Zeichnungen sind beeindruckend, wenn auch nicht so künstlerisch wie die eines Lee Bermejo. Aber das sind ordentliche und zuweilen sehr beeindruckende Comic – Zeichnung.
Die folgende Story ist meiner Meinung nach künstlerisch ansprechender. Hier geht es darum, dass der psychopathische Sohn von Jim Gordon eingeführt wird. Man erfährt, teils in Rückblenden, etwas über das Familienleben der Gordons, über die Therapie von James Gordon Jr. und das ihm allseits entgegengebrachte Misstrauen.
Auch eine Joker – Story darf nicht fehlen. Dieser ist (mal wieder) aus Arkham Asylum ausgebrochen…
Gen Ende kommt die Handlung noch einmal auf James Gordon Jr zurück, der sich als extrem gefährlich herausstellt.
Unser James Gordon, der Vater von Barbara und James Jr., findet irgendwann heraus, dass dieser Batman ein anderer ist. Nun, er kennt den „Wayne – Batman“ ja auch ziemlich gut 🙂
Einschätzende Gedanken
Ich mag ja eher die Comics, wo Bruce Wayne Batman ist. Andererseits hat es mich doch gereizt zu schauen, wie der erste Robin so als Batman zurecht kommt. So ist dies eine moderne, kreative Fortführung der „klassischen“ Batman – Storys.
Die Geschichten selbst empfand ich teilweise als wirklich sehr düster und brutal, was aber „Geschmackssache“ ist. Der Ton hat sich in dieser Hinsicht in den letzten Jahrzehnten ohnehin in Richtung „eher brutaler“ verändert. Ich kann damit leben, aber nötig ist das meiner Ansicht nach nicht immer. Gerade, weil die Künstler, die hier gezeichnet haben, wissen, was sie tun und ihre Bildsprache sehr stark ist.
Viele Panels sind „gut / okay“, dann aber stechen manche auch deutlich hervor und zeigen, was in den Jock und Francesco Francavilla steckt.
Ich hatte gehofft, die Story würde mehr zusammenhängen, aber die Verbindungen der einzelnen Geschichten ist eher lose, also im Vergleich zu z.B. „Long Halloween“ oder „der Kult“.
Wer Dick Grayson als einen etwas anderen Batman erleben will und sich dem modernen „Batverse“ nähern will, kann hier getrost zugreifen. Die Geschichten sind recht spannend, die Zeichnungen gut bis sehr gut. Wer eher auf Bruce Wayne´s Batman steht, sollte sich lieber „Der Kult“, „Das lange Halloween“ etc. kaufen.
Ich, als Wayne-Fan, habe es nicht bereut, diesen Blick über den Tellerrand gewagt zu haben.