Die neuen Fälle 41: Die dunkle Seite der Seele – Kritik

I. Worum es geht

Wieder findet sich in diesem Sherlock Holmes – Hörspiel eine ganze Riege von guten Sprechern zusammen. Neben den bekannten Sprechern von Holmes, Christian Rode und Watson, Peter Groeger, wären dies im Einzelnen: Lutz Harder, Daniela Molina, Heiko Akrap, Mogens von Gadow, Santiago Ziesmer, Bernd Vollbrecht, Ilka Teichmüller, Jörg Hengstler und Bodo Wolf.

Die Geschichte beginnt ungewöhnlich. Watson – in der Nacht mit der Droschke auf dem Weg heimwärts – begegnet einer übel zugerichteten, verwirrten jungen Frau. Er nimmt sie mit in die Baker Street, um sie ärztlich zu versorgen und muss sich, gemeinsam mit Holmes, unglaubliches anhören: Ihr Vater habe sie zum wiederholten Male verprügelt. Er, der sie auch sexuell mißbraucht habe und dann durch Gewalteinwirkung die Geburt des Kindes unmöglich machte, so dass es starb, wird in den Fokus der Erzählung geschoben.

Holmes und Watson sind so eingenommen von der Erzählung der Frau, die sich Emma Keyston nennt, dass sie ihrem, in Susex lebenden, Vater, Gerome Keystone eindringlich ins Gewissen reden wollen.

Was sie nicht ahnen ist, dass Gerome Keystone Teil einer Geldfälscherbande ist und so geraten Holmes und Watson in einen Fall, der verworrener und vielseitiger ist als man es kennt.

II. Kritik

Ich sagte es schon oft und werde es auch nicht müde, dies zu betonen: Ich mag Rode und Groeger in ihren Rollen als Holmes und Watson. Jedes Hörspiel der Reihe ist daher ein Gewinn.

Es folgen in dieser Kritik SPOILER. Wer diese nicht lesen will, gehe gleich zum Fazit.

Bei dieser Geschichte gab es für mich persönlich ein paar Schwächen, die ich – als langjähriger Holmes-Fan, anbringen muss.

  1. Holmes übernahm stets Fälle, die ihn reizten. Diese mussten immer außergewöhnlich sein, seinen Geist herausfordern, dann waren sie von Interesse! Watson war immer der Part, der voller Mitgefühl für die Klienten war, während Holmes, ähnlich einer Maschine, die Fakten aussiebte, um dann zu entscheiden, wie herausfordernd der Fall wäre. In diesem Fall ist daher, wie ich finde, die Rollenverteilung nicht so ganz perfekt gelungen. Denn auch Holmes ist hier absolut voller Mitgefühl und es bedarf keinerlei Überedung, um ihn dazu zu bewegen, nach Sussex zu fahren, um Gerome Keyston ins Gewissen zu reden. Später im Hörspiel fragt Watson danach, was sie in Sussex nun eigentlich machen würden? Genau das fragte ich mich auch. Selbstverständlich waren die Untaten des Vaters Keyston moralisch einfach nur wiederlich. Aber darum geht es nicht: Wäre es Holmes gewesen, der sich ungestüm auf den Weg gemacht hätte, nur um ihm ins Gewissen zu reden? Eher nicht. Watson indess wäre schon eher losgefahren und Holmes wäre ihm dann spätestens nach dem Auffinden des Falschgeldes gefolgt.
    Ein Holmes a´la Jeremy Brett hätte sicherlich ganz anders auf das Eintreffen der verletzten Emma Keyston reagiert. Vielleicht hätte er sich in seinem Archiv nach Keyston erkundigt und ihn im Auge behalten. Wäre er nach Sussex gereist, um mit ihm zu „reden“? Fraglich.
    Der „moralische Aspekt“ wird von mir nicht weiter besprochen. Ich finde es mutig, so etwas in einer Holmes – Geschichte unterzubringen, aber ist es nicht auch zu modern für die alten Zeiten, so offen darüber zu sprechen, was Keystones Tochter widerfuhr? Natürlich kam so etwas auch damals vor und sicher eher häufiger noch als heute, wo es weniger nötig ist, den Mantel der (Schein)moral darüber auszurbreiten… Ich kann mich nicht entscheiden… Mutig bleibt es.
  1. Langwierigkeit. Es gibt eine Stelle im Hörspiel, in der genau „gezeigt“ wird, wie es zu einem bestimmten Mord kommt. Später, bei der Poirot-esquen Aufklärung vor versammelter „Besetzung“, erklärt Holmes wieder, Stück für Stück, was vorgefallen ist. Interessant für die Personen, aber nicht für den Hörer, der das alles schon kennt. Da hätte Watson erzählend eingreifen können, um diese Wiederholung zu verkürzen. Es fehlen Holmes zudem bei seiner Erzählung die deduzierten Beweise zum Tathergang: Holmes hätte z.B. die Revolverkugel in der Wand finden können, um daraus zu deduzieren, dass Sanders in dieser Richtung geflohen ist. Schuhabdrücke von Sanders hätten seine Identität bestätigen können. Aber Holmes ergeht sich hier in überzeugt vorgebrachten Vermutungen. Woher wusste er, dass Sanders geflohen ist? Das es Sanders war, der da geflohen ist?
  1. Ungewöhnlich und irgendwie untypisch für eine Holmes-Story ist auch, dass hier zwei Personen ins Gefängnis wandern und zwar – darauf kommt es mir an – für ein Verbrechen, für das sie quasi unschuldig waren. Keyston, ein von Grundauf schlechter Mensch, kommt für einen Mord ins Gefängnis, in den er gedrängt worden war. Overtone kommt ins Gefängnis, weil er von Keyston gereizt worden war (durch seine angebliche Entlassung) und dieser nun versucht, jenen in (geheimer) Gegenwart Lestrades und Holmes / Watsons umzubringen. Holmes ist in der Regel eher der Typ, der entweder perfekte Beweise hat oder gar nichts vorweisen kann. Warum Keyston mithilft, Overtone zu „überführen“ wird auch nicht erklärt. Man mag sich denken, dass ihm eine geringere Haftstrafe oderdie Aussicht auf Rache an Overtone überzeugten. Schade, dass das – im Gegensatz zur Wiederholung des Tathergangs bezüglich Rothsteins – nicht zu hören war. Ach ja: Der Überführungs- Trick mit Overtone erinnert mich eher an Inspektor Columbo als an Sherlock Holmes.

III. Fazit

Diese kontroverse, untypische Geschichte ist – von einem experimentellen Standpunkt aus – von einem gewissen Reiz. Natürlich ist es ermüdend immer dieselbe Art klassischer Holmes – Erzählungen zu Papier zu bringen und so hat der Autor, Marc Freund, hier etwas gänzlich Neues erschaffen. Es funktioniert weniger als – von der Hörspielserie – losgelöste Holmes-Pastiche, denn als Hörspiel-typische Erzählung, denn dieser Holmes ist der „Rode-Holmes“; ein Holmes, der etwas emotionaler geworden ist, der sich die Freiheiten nimmt aus alten Verhaltensmustern auszubrechen.

Die Spielfreude der Sprecher macht zudem großen Spaß. Mich persönlich hat nur gestört, dass Jörg Hengstler dieses Mal einen anderen Charakter als den aus der Lestrade-Reihe beliebten Dr. Thomas Lovell gesprochen hat. Ich verbinde diese Stimme inzwischen mit Lovell und so fühlte sich die Stimme als „Gangster-Stimme“ fehlbesetzt an.

„Die dunkle Seite der Seele“ ist schon im Titel untypisch für eine Holmes – Story. Die Spielfreude der Sprecher sorgt dafür, dass besonders die Fans des „Rode-Holmes“ und des „Groeger-Watson“ großen Spaß an diesem Hörspiel haben werden.

Allen Verfechtern des „definitiven“ Originals wird sie zur Freude gereichen, wenn sie etwas großzügig mit dieser Bereicherung im Bereich „Sherlock Holmes Hörspiel“ umgehen.

Zu erwerben ist das Hörspiels z.B. hier:

https://www.amazon.de/Dunkle-Seite-Seele-Neue-F%C3%A4lle/dp/3864734428/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=die+dunkle+seite+der+seele+cd&qid=1559289628&s=gateway&sr=8-1

Vanity Fair: Rise of Skywalker

Vanity Fair macht mächtig Werbung für die nächste (?) Ausgabe des Magazins. Ganz zu Recht, denn dort wird es sehr gelungene, atmosphärische erste Bilder zu „The Rise of Skywalker“ geben.

In einem Interview erzählte der Autor zu den Bildern in Vanity Fair ein paar Einzelheiten, die schon als echte SPOILER durchgehen können. Darum schreibe ich nichts weiter dazu. Schau selbst oder wartet bis zum 19.12.2019:

Mord im Orient-Express (TV-Film, 2001) bei Pidax

Der 1953 in London geborene Schauspieler Alfred Molina hat eines jener „bekannten Gesichter“, die man oft so schwer zuordnen kann. „Den kenne ich doch, aber woher?“ mag man sich manchmal fragen, wenn man ihn in einem Film sieht.

Die Liste der Filme, in denen er zu sehen war, ist nicht gerade klein. Man findet darunter Filme wie „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“, „Nicht ohne meine Tochter“, „Luther“, Spider Man 2“, „Pink Panther 2“ und viele mehr. Kein Wunder also, dass einem dieses Gesicht bekannt vorkommt.

In „Mord im Orient Express“ aus dem jahre 2001, einer deutsch-amerikanischen Produktion, spielt aber auch noch ein anderer Schauspieler mit, der uns Deutschen besonders bekannt ist: Fritz Wepper, der „Harry“ aus „Derrick“, wer sich noch erinnern kann und inzwischen kennt man den Wepper natürlich auch aus anderen, großen Produktionen wie z.B. dem Film „Das Weihnachts-Ekel“ oder der Serie „Um Himmels Willen“, um nur exemplarische Beispiele zu nennen, die ich besonders mag.

Mit von der Partie ist auch Leslie Caron, die Hollywood-Legende, die u.a. in „Ein Amerikaner in Paris“ und „Daddy Langbein“ mitgespielt hat, wo sie mit dem grandiosen Fred Astaire zusammen auftrat. Hier ist sie natürlich schon viel älter, aber füllt ihre Rolle gut aus.

Des Weiteren spielen mit: Kai Wiesinger, Meredith Baxter, Amira Casar, Nicolas Chagrin, Tasha de Vasconcelos, David Hunt, Adam James, Dylan Smith, Peter Strauss, Natasha Wightman, Louis Chamoun und Jason Croot.

Es ist kein geringes Wagnis, 2001 den berühmten „Mord im Orient Express“ mit kleinem Budget für das Fernsehen zu produzieren. Immerhin war ja klar, dass viele Cineasten diesen „Orient Express“ mit jenem aus dem Jahre 1972 vergleichen würden. Damals drehte Sidney Lumet eine Version, die nicht nur näher am Original war, sondern vor Allem mit gleich einer ganzen Hand voll echter Stars aufwartete: Albert Finney spielte damals den Poirot, aber auch Legenden wie Lauren Bacall, Ingrid Bergmann, Sean Connery, Anthonny Perkins, Vanessa Redgrave und viele weitere Größen legendärer  Hollywood-Zeiten zierten, neben viel rotem Samt und goldenen Leuchtern, dieses Kinoerlebnis.

Relativ aktuell wurde das Thema um jene berühmte Romanverfilmung im Jahre 2017 als Kenneth Brannagh versuchte mit modernen Mitteln in die Fußstapfen Sidney Lumet´s zu steigen.

Natürlich kann eine TV-Verfilmung mit bedeutend geringerem Budget im Vergleich zu diesen Blogbustern kaum mithalten. Aber dennoch ist dieser – im Vergleich – kleine, bescheidene Film ein kurzweiliges Stück Filmgeschichte und allemal gelungen genug für einen netten Fernsehabend. Molina und seine Kollegen, allen voran Fritz Wepper, spielen solide und gut. 

Die Vermodernisierung der Originalgeschichte, die man hier ins „Computerzeitalter“ (eben 2001) verlegte, kam leider bedeutend schlechter an als später (2010) bei der BBC Serie „Sherlock“. Die Idee war gut, die Umsetzung etwas undifferenziert. Die Macher von „Sherlock“ hatten ein viel klareres Bild davon, wie sie den viktorianischen Detektiv in unsere Zeit bringen könnten.

Das dieser „Mord im Orient-Express“ nicht im „Nirvana“ verschwand, ist abermals Pidax zu verdanken, wie dies schon bei vielen „Sherlock Holmes“ – Verfilmungen der Fall war. 

„Mord im Orient-Express“ kann bei Pidax.de für 12,90 EUR erstanden werden:

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker/Agatha-Christie-Mord-im-Orient-Express::1283.html

Sindbads 7. Reise auf Blu-Ray (2019)

Sindbads siebente Reise (The 7th voyage of Sinbad) ist ein Fantasyfilm aus dem Jahre 1958. Die Regie übernahm Nathan Juran, ein amerikanischer Szenenbildner östereichischer Abstammung, der bei einer ganzen Reihe gruseliger Filme im Regiestuhl saß, so u.a. bei den Filmen „Die Bestie aus dem Weltraum“ (20 Million Miles to Earth), „Angriff der 20 Meter Frau“ (Attack of the 50 foot woman) oder auch „Die Herrscher von Cornwall“ (Jack, the giant Killer).

Diese Filme sind heute nur noch mäßig bekannt, an „Sindbads siebte Reise“ kann sich aber wohl jeder erinnern, der diesen Film einmal im Fernsehen, meist wurde er in den 80er Jahren zu den Feiertagen gezeigt, als Kind oder Jugendlicher gesehen hat.

Damals, in einer Zeit vor dem Computer, vor CGI und – bezogen auf die Entstehungszeit des Films – sogar vor George Lucas´„Industrial Light and Magic“, wurden Spezialeffekte vor Allem durch „Stop Motion“ ermöglicht. Äußerst detailiierte Figuren, gefertigt aus einer knetbaren Masse, wurden hierfür bei einer Kameraeinstellung minutiös um wenige Millimeter pro Aufnahme weiterbewegt.

Ray Harryhausen (1920 – 2013) war der Meister der Stop-Motion-Technik. So war u.a. seine Medusa aus „Kampf der Titanen“ (Clash of the Titans, 1981) viel gruseliger als jene computeranimierte Version des Films aus dem Jahre 2010. Peter Jackson verwendete zwar für seine „Herr der Ringe“ – Trilogie kein „stop motion“ mehr, orientierte sich aber an den Werken Harryhausens. Für diesen Film steuerte er die Spezialeffekte bei, die in gewisser Weise das Herz der Produktion darstellen.

(c)Koch Media, MGM

So mag es kein Wunder sein, dass „die siebente Reise“ von Sindbad keine all zu große, verworrene Handlung, dafür aber eine ganze Reihe beeindruckender Spezialeffekte liefert. Entführt werden wir, untermalt von Bernard Hermanns atmosphärischer Filmmusik, in das ferne Orient, in die Geschichten von „Tausendundeiner Nacht“.

Sindbad (Kerwin Matthews) und seine Verlobte Parisa (Kathryn Grant) sind auf der Heimreise nach Bagdad, doch ein Nebel macht es kaum möglich die Hand vor Augen zu sehen. Längst müsste die Mannschaft mit frischem Trinkwasser versorgt werden. Sindbads geübtes Auge erkennt im trüben Nebel die Insel Kolossa. Ihnen begegnet dort ein Mann namens Sokurha (Torin Thatcher), der von einem Zyklopen verfolgt wird. Mit dabei hat Sokurha, der sich später als Magier herausstellt, eine Wunderlampe. Auf der Flucht vor dem Monster verliert er die Lampe, die nun in den Besitz des Zyklopen übergeht.

In Bagdad wird die Heimkehr Sindbads gefeiert. Er und Parisa wollen bald heiraten, aber Sokurha unternimmt alles, damit Sindbad mit seinem Schiff sich wieder zurück auf den Weg nach Kolossa macht, denn er ist besessen von der Wunderlampe. Dafür ist er auch bereit den Frieden zwischen Bagdad und Dschandra sowie das Liebesglück zwischen Sindbad und Parisa zu opfern. Erpresst macht sich Sindbad auf den Weg zur Schreckensinsel. Der Weg dorthin bis hin zum Ende des Films ist gepflastert von den Kreaturen Ray Harryhausens. So ist dieser Fantasyfilm angefüllt von gruseliger Spannung und heute auch noch einer Prise nostalgischer Faszination.

Diese Blu-Ray bietet zunächst einmal ein sehr gutes, scharfes Bild. Es sind eine Unmenge an Extras dabei. Hier eine Übersicht: Musikvideos, Hinter den Kulissen, John Landis Interview mit Ray Harryhausen, „This is Dynamation“, Audio-Kommentare, Filmdokumentationen, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.

Für Cineasten, Fans des Fantasyfilms und der Entwicklung von Spezialeffekten, ist dieser Film auch und teilweise gerade heute noch ein Leckerbissen.

Diese Blu-Ray ist im April 2019 bei Koch Media erschienen. Sie kostet ca. 13,00 EUR bis 14,00 EUR.

Zu kaufen z.B. hier: https://shop.kochmedia.com/shop/de_DE/index.html

und hier: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID141726512.html

Playmo Space – Shuttle und Meteroiden-Zerstörer

Im FEDCON INSIDER habe ich schon die großen Highlights der recht neuen „Playmobil Space“ – Reihe vorgestellt. Hier gibt es inzwischen eine schöne Raumstation, eine Rakete mit Startvorrichtung, einen tollen Mars-Rover und viele hübsche kleine Packungen.

Science – Fiction ist dies alles nur insofern auch Roboter im herkömmlichen Sinne dabei sind, eben mit zwei Armen und Beinen und einem menschlichen Gesicht. Ansonsten orientiert sich diese Reihe offensichtlich an dem tatsächlichen Stand der Wissenschaft, an Plänen, die es wirklich gibt.

So ist es auch kein Wunder, dass es ebenfalls ein Shuttle gibt, welches im Design (grüne, geschwungene Seitenstreifen) wie auch vom System her zur neuen Space-, oder sollte ich sagen „Mars“? – Reihe passt. Denn das Shuttle kann von der Rakete in der Startvorrichtung huckepack genommen werden, was richtig gut ausschaut. Auch ist wieder Elektrizität am Werk, denn sowohl der Innenraum des Shuttles als auch die Startdüsen können beleuchtet werden bzw. haben einen Leuchteffekt.

Öffnet das Shuttle seinen „Kofferraum“, besser gesagt, „Ladebucht“, so befindet sich dort nicht nur Platz für eine Figur zum Sitzen, sondern auch der bekannte herausschwenkbare Arm, wie er auch beim echten Orbiter zu finden war, mit dem er u.a. Satelliten transportiert und „rausgesetzt“ hat. Bei Playmobil sind hier Raketen vorgesehen. Ja, etwas Action muss sein 😉 Aber die Raketen können auch durch den Astronauten ersetzt werden, der dann – State of the Art – am Arm „schwebt“ und seine Beobachtungen / Reparaturen macht.

Das Shuttle gibt es nicht im Laden zu kaufen, sondern ur direkt auf Playmobil.de! Dort kostet er 29.99 EUR und hat die Nr.  9805.

(c) Playmobil.de

Im INSIDER unerwähnt blieb auch noch der Metroiden – Zerstörer. Der kostet rund 21,49 EUR und ist nicht nur im Online – Shop zu erhalten, sondern auch im Spielzeugladen. Dieses wohl „bunteste“ Set bietet einen „Satelliten“-artigen „Meteroidenzerstörer“, der mit abschießbaren Raketen versehen ist. Der Zerstörer   kann auch mit einem Raketenkopf bestückt und so – zusammengeklappt – der Rakete (oben erwähnt) aufgesetzt werden. Auch könnte man ihn an der Station ankoppeln. Mit dabei ist außerdem eine Figur, eine Astronautin mit Phaser sowie ein Meteorid, den man leicht zerteilen kann. Auf „Knopfdruck“ zerspringt er in vier Teile, die sich natürlich auch wieder zusammensetzen lassen.

(c) Playmobil.de

Beide Spielzeuge sind von guter, üblicher Playmobil – Qualität. Nerds und Kinder können hier beide zugreifen.

Wird „Der Aufstieg Skywalkers“ zur „neuen Hoffnung“ der Star Wars Fans? Eine persönliche Meinung….

Der Teaser Trailer zur letzten Episode der Skywalker – Saga schlug ein wie eine Bombe. Die Szenen wirkten frisch, neuartig und vertraut. Abrams, dem der neunte Teil anvertraut wurde, nahm mittlerweile Stellung dazu, dass sein „Erwachen der Macht“ zu sehr an die vierte Episode, „Eine neue Hoffnung“, erinnert habe. Er antwortete, das dies einfach passiert sei, weil Kasdan und er sich am klassischen „Weg des Helden“ orientiert haben.

Dieser „Weg des Helden“ ist in der Tat Mittelpunkt beinahe jeder großen Geschichte, eines beinahe jeden Mythos. Der Held beginnt als Unwissender, als „Narr“, seine Reise, hat vielleicht Glück im Kampf, aber ohne wirklich Ahnung zu haben. Dann lernt er, wird zum „weisen Mann“ / zur „weisen Frau“ und meistert schließlich sein / ihr Leben. Wer nach Büchern mit dem Stichwort „Weg des Helden“ oder „Heldenreise“ sucht, wird fündig werden.

Abgesehen davon, dass die siebte Episode manchen Zuschauern „seltsam vertraut“ wirkte, war an dem Teil nur sehr wenig zu kritisieren. Natürlich: Wer die Zeit seit 2006 dazu nutzte, sich das „expanded universe“ reinzuziehen und dies für die absolute Wahrheit hielt, der mochte enttäuscht werden. Wer die „Thrawn – Trilogie“ für das klare „Absolute“ hielt, der mag sich arg gewundert haben. Aber Disney sagte es ja klar: Alle jene Bücher gehören nun in den Bereich der Mythen, nicht mehr zur „wahren“ Filmreihe. Dennoch nahm sich beispielsweise die Serie „Rebels“ die Freiheit, Thrawn (aus der entsprechenden Reihe von T. Zahn) in diesen offiziellen Kanon zu holen. Ist ja auch ein toller Charakter!

Es ist schon ärgerlich. Als Star TREK und Star Wars Fan, der ich bin, erlebte ich mit „Die letzten Jedi“ ein Dejavu. Abrams baute die Charaktere im jeweils ersten Kinoteil (Star Trek (2009)) und Episode VII (Erwachen der Macht (2015)), auf und ebnete – bei Star Wars noch weitaus gründlicher und besser als bei Star Trek – den Boden für eine richtig gute Filmreihe! Und dann kam – im Fall „Star Trek“ er selbst, im Fall „Star Wars“ eben Rian Johnson – jemand daher und sorgte dafür, dass die Reihe weit unter ihren potentiellen Möglichkeiten blieb.

Da Abrams sich einerseits weitaus mehr als Warsler denn als Trekker sieht und er zudem noch Lawrence Kasdan an seiner Seite hatte als er an „Star Wars VII“ arbeitete, war die Chance groß, dass „Episode VIII“ super werden würde. Abrams und Kasdan würden zwar nicht daran arbeiten, aber hey, es gab ja jene berühmte Story – Line, die die beiden ersonnen hatten. Wie schon berichtet, durfte Rian Johson jedoch mit den von Kasdan und Abrams ersonnenen Story-Elementen spielen wie ein dreijähriges Kind mit High-End-Technikgeräten. Klar, dass da manches zu Bruch ging. Nicht nur Kylo Rens Maske. Ja, die Story – Line konnte er schlicht wegschmeißen, wie ein blaues, altes Lichtschwert…

Wer sich nämlich Episode VII anschaut und direkt danach Episode VIII wird merken: Eh, das passt nicht! Das ist nicht stimmig! Aber darüber habe ich mich schon anderen Orts genug – nein, nicht genug…., – aufgeregt.

Das Luke indes in „VIII“ kein „Sunny Boy“ sein würde, war ja klar. Ich meine, der Typ hatte ziemlich erfolglos einen Jedi-Orden verloren und dafür gesorgt, dass sein Neffe abtrünnig wurde (und in der Folge seinen Vater tötete, etwas, was er durch die Macht hätte wissen können, aber egal…). Er ging ins Exil (hätte er gerne Gesellschaft gehabt, eine dumme Wahl…) nach Ahch To und wollte da wohl seine Wahrheit finden oder mit sich ins Reine kommen. Wer so handelt, der ist kein „Sunny Boy“ (mehr). Lukes Entwicklung zum nachdenklichen Meister ist keine schlechte Sache. Die Kritik, die Luke Skywalker in „VIII“ am alten Jedi-Orden äußert, macht durchaus Sinn! Denn die Jedi in den Prequels sind öfter mal arrogante A…., naja, arrogante Typen halt. Da hatte er schon Recht, der Gute.

Nun, worauf ich hinaus will ist jedoch dies – und Abrams hat es mittlerweile bestätigt: Die Arbeit an „VIII“ war für ihn und seinen Co-Autoren Chris Terrio – ein ziemlich schwieriges Ding, aufgrund der BISHERIGEN Herangehensweise an die TRILOGIE. Es gab KEINE STRUKTUR in dem Streifen (s.o., „verworfener Handlungsfaden“).

„Episode VIII“ funktioniert hervorragend als Einzel – Film, jedoch keinesfalls als zweiter Teil einer Trilogie. Nun jedoch – für IX – musste genau dies postum geschehen. Abrams und Terrio mussten „Episode IX“ so schreiben, das ALLES Sinn macht. Und mehr noch: Nicht nur, dass „VIII“ im nachhinein in die Bruderschaft der drei Teile aufgenommen werden musste, der kleine Ausbrecher, das kleine schwarze Schaf, nein, der neunte Teil soll auch noch die ganze Skywalker-Saga zu einem großen Ende führen!

Nun also kommt „Episode IX“. John Williams wird die Musik komponieren, J. J. Abrams wird Regie führen. Laut Abrams wird teilweise der mit Kasdan entwickelte Handlungsfaden wieder aufgenommen, d.h. im Klartext: Soweit R. J. es nicht unmöglich gemacht hat!

Klingt für mich so als müsse Abrams mal wieder jemandem den A… retten und ich würde mich wundern, wenn das nicht eine Filmproduktionsfirma mit einem „D“ im Namen wäre.

Sorry, aber ist doch so. Da bringt Disney VIEL zu früh, den unterschätzten Film „Solo“ ins Kino, nachdem „Die letzten Jedi“ gerade – und unnötiger Weise, siehe „Handlungsfaden“ (oben) – vielen wie „zu viel Salz in der Suppe“ geschmeckt hat und dann bietet man – mit überraschend wenig Werbung – gleich noch mehr davon an! Klar, dass viele so skeptisch waren, dass sie sich den Film gar nicht erst ansahen (etwas, womit ich nicht gerechnet hatte, weil ich alleine auf die typische „Kasdan“- Qualität und die Fähigkeiten von Ron Howard fixiert war und „VIII“ außer Acht lies). Ich halte „Solo“ für einen grundsoliden Film, der im Winter 2018 einen deutlich größeren Erfolg gehabt hätte. Kathleen Kennedy gab nun auch zu, dass sie probierten, zwei Filme im Jahr zu bringen. (Klar, da kann man ja „Solo“ mal für opfern… ARGH!).

Für mich fühlt sich „IX“ daher an wie ein „Wiedergutmachungs – Angebot“. Sollte mich der Film so begeistern wie einstmals Episode VII, dann bin ich dankbar. Schier begeistert wäre ich, wenn er auch noch „VIII“ versöhnlich mit an Bord nehmen und ihm postum mehr SINN (im Sinne einer TRIlogie) geben sollte. Berauscht wäre ich, wenn er obendrein noch die Skywalker – Saga so enden lässt, dass man sie sich gleich nach dem Kino daheim komplett ansehen will. Begonnen mit IV oder I , ganz wie es beliebt.

Ich weiß nicht, wie gespannt ihr seid. Ich bin es gewiss!

Noch ein paar Worte zum Trailer. Keine Sorge, nicht viel 😉

  1. Ich glaube, Rey ist „die“ Skywalker.
  2. Ich glaube, Snoke war ein „Machtgeist-Träger“ von Palpatine.
  3. Ich glaube weiter, dass ein weiterer „Machtgeist-Träger“ auftauchen wird. Ich vermute, dass wird Richard E. Grant sein. Der kann schön fies spielen…
  4. Ich glaube, dass Kylo in einer Szene (Trailer) gegen SEINE „Knights of Ren“ kämpft, folglich bekehrt wird?
  5. Daher glaube ich auch, dass Kylo (MUSS einfach sein) dem Machtgeist von Anakin begegnet, der ihm kräftig den Popo versohlt (bildlich gesprochen).
  6. Ich glaube an die Macht. Sorry, das musste sein…

Dr. Doyle und Mr. Holmes

Als Sherlock Holmes Fan verfolge ich mit Interesse die deutschsprachige Podcastreihe „Dr. Doyle und Mr. Holmes“. Die ersten Folgen führten die Biografie des Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle ein, in der aktuellen Folge wurde ich befragt, wie ich zu Sherlock Holmes kam und wie mein Weg als „Sherlockianer“ sich bisher so gestaltete.

Nils und Andreas, die die Podcast-Reihe informativ, gut recherchiert und spannend gestalten, waren angenehme Gesprächspartner. Wiewohl die Interview-Situation immer etwas merkwürdig ist (wenn man sie nicht gewohnt ist), entspann sich ein relativ lockeres Gespräch zwischen uns Dreien.

Zu hören ist es hier, auf der Website des Podcasts. Abonnieren / Verfolgen lohnt sich!

Sherlockianische Gespräche 01: Matthias Wieprecht