Star Wars Figuren sammeln früher und heute: Von DM zu EUR, von „entspannt“ zu „unter Druck“

Wie viel ist eine Star Wars Figur wert?

In den 80iger Jahren kamen nach und nach die berühmten KENNER Figuren in die Spielzeugläden. Früher gab es in der Hildesheimer Innenstadt zwei Spielzeugläden (neben der entsprechenden Abteilung bei Horten, heute „Galeria Kaufhof“): „Auswahl“ und „Bruns“.

Bei „Bruns“ entdeckte ich – damals noch unwissend – nicht nur jene Verpackung eines Merchandise mit der Aufschrift „Revenge of the Jedi“, dort erhielt ich auch – glücklich – an einem Morgen meinen ersten „Darth Vader“. Der Preis betrug damals 6,95 DM (Deutsche Mark).

Später kam dann der Euro. Der Euro sollte ursprünglich genau 1,95583 DM wert sein. Grob gesagt: Ein Euro entspricht 2 DM.

So hätte eine Figur damals keine (für damalige Verhältnisse recht teure) ca. 7 EUR, sondern ca. 3,95 EUR gekostet, wenn es den EUR gegeben hätte.

Aber dieser Preis lässt sich aus zwei Gründen so schwer ermitteln. Nicht nur war Star Wars seinerzeit ein Überraschungs – Hit (der Preis der Figuren wurde mit der Zeit angehoben), auch habe ich die generellen Entwicklungen des Geldwertes außer Acht gelassen. Was es nicht leichter macht ist, dass nicht mal die Webseiten von Anbietern wie Vedes, Spielemax oder Galeria-Kaufhof einen einheitlichen Preis pro 3,75 Inch Figur anbieten.

Worauf wir uns einigen können ist aber sicher dies: Wer für eine einzige Figur zwischen 12 und 16 EUR bezahlen muss (heute Standart), hat ein Problem. Ich gehe jetzt mal aus der Sicht von Eltern aus. Aber auch Kinder mögen sich das kaum erlauben können, denn – jeder Sammler weiß das – es bleibt ja schließlich nicht bei EINER Figur!

So viel zum Preis, der nach oben natürlich großen Spielraum bietet. So gibt es auch die 6 Inch Figuren, die wirklich nicht so sehr zum spielen als zum sammeln geeignet sind. Diese sind – ich beschrieb es oft – recht detailliert und sehen toll aus. Man kann sie sogar in die Vitrine stellen. Sie kosten etwa 30 EURO, was angemessen ist, wenn man vergisst, dass das 60 DM wären 😉

Auswahl und Zeitdruck

„Damals“ in den 80iger Jahren konnte ich, wenn ich in den Spielzeugladen ging, einen großen Aufsteller mit Star Wars Figuren finden. Über ihm thronte ein stilisierter Vader – Kopf mit rot leuchtenden Augen. Alle Figuren wurden angeboten. Vader, Luke, Leia, aber auch die Kopfgeldjäger aus „Das Imperium schlägt zurück“, einfache Soldaten und Nebencharaktere.

Die Figuren aus „Krieg der Sterne“ hingen nach dem Erscheinen von „Rückkehr der Jedi-Ritter“ ebenso an diesen Aufstellern wie jene aus „Das Imperium schlägt zurück“. Und wie gesagt: 6,95 DM pro Figur! Mit einem aufgebesserten Taschengeld konnte man sich also schon mal was leisten. Ganz zu schweigen davon, was ging, wenn man Geburtstag hatte 😉

Wie gerne würde ich jenen Spielzeugladen von damals heute noch einmal betreten und mir „satt“ Star Wars Figuren kaufen! Drei Snowtrooper, Luke, Yoda, den Imperator, Vader… Heute ist das leider nicht mehr möglich.

Es ist seltsam, dass ausgerechnet in unseren Zeiten des absoluten Überflusses, in dem man prinzipiell jede Figur jeder Szene eines Films, in jedem Kleidungsstück, sauber und verdreckt, kaufen kann, kein einheitliches Angebot der Hasbro – Figuren herrscht, was die tatsächliche Auswahl angeht, die im „Laden an der Ecke“, aber auch bei Amazon und Co. angeboten werden.

Das Angebot ist durchmischt. Große und kleine Figuren, teure und billige tummeln sich auf dem Markt, jene zu „Solo“, jene zu „Rogue One“, eine andere zu „Rebels“, aber eine einheitliche Reihe, die alle drei Star Wars Sagen innerhalb einer „Collection“ abdeckt, bezahlbar ist und langfristig im Angebot steht, gibt es nicht.

Heute ist es  eben nicht möglich, im Laden eben jene oben genannten „drei Snowtrooper“ zu kaufen, weil sie dort einfach nicht zu kaufen sind. Dazu bedient man dann das Internet. Bleiben wir mal beim Beispiel „Snowtrooper“ und bleiben dabei bei der normalen, handlichen Spielfigur. Ich ignoriere dabei also 6 Inch Figuren und hochpreisige „Statuen“.

LEGO

Wow, ja, die erste Snowtrooper – Figur, die mir auf Amazon begegnet, kostet tatsächlich „nur“ 7,99 EUR. Es ist eine LEGO Figur. LEGO ist so ein Thema für sich. Ich wuchs mit LEGO zu einer Zeit auf, in der man mit den Spielzeugsteinen seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Heute gibt es durchdachte, minimalistische Bausätze, die teilweise einen gewissen Reiz haben, teilweise jedoch zu minimalistisch sind.

Schweifen wir kurz mal zu LEGO ab, weil es sich so ergibt.  Weil ich diesen Snowtrooper für rund 10 EUR gefunden habe, will ich mal wissen, ob ich jetzt – rein auf die Figuren konzentriert – alle Figuren für rund 10 EUR bekommen könnte. Wäre ja immerhin nicht schlecht und ggf. eine Alternative zu den Kenner-nachfolgenden Hasbro Figuren, oder?

Ich gebe „Solo“ ein. Klappt. Auch Han Solo wird bei Amazon für rund 10 EUR angeboten. Dann gebe ich „Leia“ ein. Ups! Ja, es gibt eine „Minitaschenlampe Leia“ als Schlüsselanhänger und überhaupt sind die LEGO Leia – Schlüsselanhänger im 10 EUR – Segment. Aber die eigentlichen Figuren werden ab sage und schreibe 21,99 EUR angeboten (abgesehen von Episode VII – General Leia für ca. 17 EUR (teuer genug), aber wir konzentrieren uns hier ja vorrangig auf die Original Trilogie).

Okay, denke ich, vielleicht gibt es ja ein SET mit Leia? Ja, da gibt es wirklich spannende Sets! Zum Beispiel LEGO 75229, Flucht vom Todesstern. Das Set kommt für 35,36 EUR und zeigt die Szene in der sich Luke und Leia (noch nichts ahnend, dass sie Geschwister sind) über die Schlucht im Todesstern schwingen. Das Set sieht nicht schlecht aus und es ist ja auch nicht meine Absicht, Lego als „schlecht“ darzustellen. Hier gibt es Luke und Leia dabei – also kauft man doch lieber dieses Set als eine einzige Leia Figur, oder? Dabei vergisst man, dass man etwa 10 EUR mehr ausgibt für zwei Figuren als man wollte PLUS man beginnt SETS zu sammeln, obwohl man bei den FIGUREN bleiben wollte. Genau so verkauft sich LEGO Star Wars.

Chewbacca findet man wieder für ca. 10 EUR. Darth Vader indes findet man wieder nur ab ca. 30 EUR oder in einem der großen Sets, die zwischen 70 EUR (in einem alten „20 Jahre Star Wars“ Set (75261)) und für126,71 EUR in „Darth Vaders Festung“ (75251), angeboten wird.

LEGO ist raffiniert: Wer die Hauptcharaktere haben will, wird nicht an den größeren Sets vorbeikommen. Ist das Interesse an diesen erweckt, bewegt man sich schnell im Bereich oberhalb von 50 EUR (ja, genau: 100 DM,….).

Natürlich ist LEGO schön, aber billig ist es nicht. Weder in der Qualität, noch im Preis. Der Preis ist meiner Ansicht nach – trotz der Qualität –  i.d.R. zu hoch angesetzt. Manche Sets (um 21 EUR) bringen nur wenige Steine zu den Figuren. Die Sammelmöglichkeiten liegen – aufgrund der Vielzahl der Sets – in einem Bereich, den man unmöglich abdecken kann. So funktioniert aber auch der Markt: Das Gefühl im Käufer zu wecken nie so „ganz“ zufrieden zu sein, immer mehr zu wollen, das liegt auch noch an einem anderen Effekt, auf den ich gleich eingehen werde.

Star Wars Merch: Eigentlich immer limitiert!

Ich möchte einen Effekt ansprechen, den es in den „glory 1980s“ nicht gab. Wisst ihr noch, wie ich davon sprach, dass damals alle Figuren aller Star Wars Episoden (die es gab) nebeneinander beim Spielzeugladen hingen? Heute wäre das gar nicht mehr möglich, weil alle Figuren eine sehr kurze Veröffentlichungs-Dauer haben. Ja, sie haben so eine Art „Verfallsdatum“. Natürlich nicht offiziell, aber jeder Sammler erlebt das: Die Figur, die vor zwei Monaten – und das gilt sowohl für LEGO als auch für HASBRO – noch für z.B. 14 EUR bei Amazon gab, gibt es nun nur noch für z.B 60 EUR und in einem weiteren Monat kann man jegliche Figuren-Anbieter im Netz durchstreifen: Die Figur gibt es einfach nicht mehr!

So ging es mir mit „C3PO und Babu Frik“ (Hasbro, 6 Inch). Eigentlich war das wohl eine „Target Exclusive“ Figur, weshalb sie sich wohl auch meinen Sinnen entzog. Es gab aber durchaus ein paar deutsche Anbieter im Netz. Als ich herausfand, dass es die Figur gibt, war sie leider schon „weg“ – und das nur extrem kurz nachdem der Film „The Rise of Skywalker“ in die Kinos gekommen war!

Bei LEGO ist es nicht ganz so extrem, aber auch hier verschwinden nach einer gewissen Zeit Produktreihen (als LEGO – Potter – Sammler weiß ich, wovon ich rede) und da kann man dann schon mal für eine LEGO Minifigur an die 40 EUR – und mehr – ausgeben. Und erinnert euch an den 30 EUR – Vader! Not nice, ich weiß.

Die Käufer, nicht nur die Kinder, sondern alle Sammler, werden so natürlich noch ein wenig mehr unter Druck gesetzt. Gehetzt zwischen „Ich kann hier was bekommen, was bald viel mehr wert sein wird“ / „…bald sehr viel teurer sein wird“ und „Kann ich mir das jetzt auch noch leisten?“ bleibt gar nicht so viel Zeit, zuzuschlagen oder eben nicht.

Mein Beileid an dieser Stelle an alle Eltern, die ihren Kindern ihre Wünsche gerne erfüllen würden, wenn sie könnten, und an die Kinder, die gar nicht wissen, welchen Marktstrategien ihre Wünsche unterliegen. Damals, wie gesagt, war das alles entspannter. Da konnte man sich den „Obi Wan“ aus dem damals „ersten Teil“ auch noch sechs Jahre später kaufen – vielleicht eine DM teurer, aber das war es dann auch.

Heute ist Star Wars Merch dieser Art eigentlich immer limitiert, auch, wenn es nicht immer drauf steht.

Nun aber zurück zum „Snowtrooper“.

Snowtrooper – Preise…

Der nächste Snowtrooper von Hasbro (Größe: 10cm), der mir auf Amazon begegnet, bestätigt die unrealistische Verteuerung durch Limitierung.

Der „Star Wars Imperial Snowtrooper“ von 2014 soll 52,22 EUR kosten (ganz abgesehen von den 19,99 EUR Versandkosten). Kein Kommentar dazu.

Es folgt ein Snowtrooper aus der Trilogy – Collection (2013) für „nur“ 19,99 EUR (bei 3,80 EUR Versand). Geht also eigentlich. Ich verzichte auf DM – Vergleiche.

Ich finde noch einige Snowtrooper anderer „Kollektionen“ (aber alle von Hasbro) von rund 18 – 20 EUR, was mich etwas versöhnt, wenngleich der Preis recht hoch ist (für meinen Geschmack, denn da lohnt sich eine 6 Inch Black Series Figur schon eher – für nur 10 EUR mehr).

Doch die Frage, die mich nun treibt ist die, ob eine der Reihen einen einheitlichen Preis und ein vielfältiges Angebot hat, so „wie damals beim Spielzeugladen“.

Was die Größe des Angebots angeht, nun, man muss sich das alles schon etwas zusammentragen, aber es gibt so ziemlich alle Figuren, die ich mir heute beim Spielzeugladen an der Ecke kaufen wollte. Die Preise schwanken allerdings zwischen 13 und über 20 EUR und es gibt nirgends – auch nicht beim entsprechenden Einstellen des Amazon – Suchfilters – eine einheitliche Übersicht von „nur“ einer einzigen Kollektion (der „Trilogy Collection“ z.B.).

Fazit

Seit der Erstveröffentlichung der Star Wars Figuren ist der Markt unübersichtlicher geworden. Ich meine, dies hat Methode, denn der potentielle Käufer soll wenig Zeit dazu haben, nachzudenken. Das, was es heute teuer gibt, wird morgen noch teurer und übermorgen nicht mehr erhältlich sein. Natürlich könnten die – in der Herstellung vermutlich zu Cent-Beträgen hergestellten – Figuren in Massen und über lange Zeit angeboten werden, aber dann könnte der Käufer zu entspannt werden und den Kauf von Figuren, von denen er nicht komplett überzeugt ist, am Ende sein lassen.

Kinder werden das ganze „System“ dahinter nicht verstehen und nur wissen: „Das gibt es nicht mehr lange und das will ich haben.“

Die Preise sind – wenn man es sich mal ganz klar macht – überzogen. Ich persönlich spiele schon lange nicht mehr mit Star Wars Figuren und habe den Eindruck, die „Black Series“ 6 Inch Figuren sind – sowohl qualitativ als auch preislich – ein guter Kompromiss zwischen überteuerter 10cm Figur und „high – end Statue“ von mehreren hundert Euro.

Wer allerdings spielen will, sollte sich gut überlegen, ob er bei Hasbro bleibt oder zu Lego wechselt. Als alter Kenner / Hasbro – „Fan“ tue ich mich zwar etwas schwer mit den unfreiwillig niedlichen Lego Figuren, die sich meiner Ansicht nach geradezu aggressiv in den Star Wars Sektor gedrängelt haben und schon präsent sind, ehe ein neuer Film erscheint, aber relativ gesehen wird man hier für zwar immer noch (zu) viel Geld viele Möglichkeiten zum spielen bekommen. Die Sets bis 30 EUR sind sehr gemischt, manche zu minimalistisch, manche beeindruckend (oben genannte „Flucht vom Todesstern“ zum Beispiel).

Etwas „sozialer“ wurde das Figuren – Angebot seit Disney das Ruder übernommen hat. Zwar immer noch limitiert und qualitativ nicht ganz so gut wie die Figuren von Hasbro, werden hier Sets veröffentlicht. Zum Beispiel gab es für 30 – 40 EUR ein Deluxe Set mit vielen Figuren zu „Episode IX“ als dieser im Kino anlief. Leider kann man dieses Set nun nicht mehr erwerben. Auch hier greift die Limitierung.

Aktuell (August 2020) gibt es eine „Celebrate the Saga“ – Reihe von Hasbro, wo man an die fünf Figuren für insgesamt rund 40 EUR bekommt.

Sicher ist für mich: Bezogen auf Star Wars Merch habe ich mit den 1980ern die beste aller Zeiten erlebt. Und das, obwohl es heute viel, viel mehr gibt – aber eben nicht gleichzeitig und i.d.R. zu viel zu krassen Preisen.

Holmes & Watson Mysterys: Die ersten drei Hörspiele der neuen Serie!

  1. Es beginnt unheimlich…

Es regnet. Jemand beginnt mit einer kratzenden Feder auf raschelndes Papier zu schreiben. Es ist John. H. Watson, langjähriger Begleiter von Sherlock Holmes, der hier verfügt, dass die beiligenden Aufzeichnungen nach seinem Tode vernichtet werden sollen. Alleine zur persönlichen Aufarbeitung jener unfasslichen Fälle existierten jene Notizen und es wäre ihm nicht recht, wenn der Ruf des größten Detektivs aller Zeiten unter diesen, teils unglaubwürdig scheinenden, Berichten leiden würde.

Ein Spruch des Londoner Detektivs kennt so ziemlich jeder Fan:

„Wenn man das Unmögliche eliminiert entspricht das was übrigbleibt, so unwahrscheinlich es auch sein mag, der Wahrheit.“
(Holmes in „Das Zeichend er Vier“ von Sir A.C.Doyle)

Dieser Ausspruch sollte natürlich nicht die Bedeutung haben, dass Geister existieren, wenn dies die übriggebliebene Wahrheit ist, denn gegen solcherlei Dinge verwahrte sich der Logiker Sherlock Holmes immer. Das war auch immer schön beruhigend. Natürlich reizten unheimliche Fälle wie „Der Teufelsfuß“ oder der berühmte „Hund der Baskervilles“ umso mehr, denn die wissenschaftliche Erklärung musste es ja am Ende geben – egal wie unwahrscheinlich dies auch war!

Aber welcher Leser der Original-Romane und Stories hat sich nie insgeheim gedacht: Was wäre wenn…? Was wäre, wenn Holmes, der Logiker, der große wissenschaftliche Beobachter, wirklich mal mit „Geistern, Monstern, Mutationen“ zu tun bekäme? Ein gedankliches Spiel, dass durchaus seinen Reiz hat.

Natürlich müssten solche Geschichten glaubwürdig sein, wo es geht. Der Charakter müsste immer noch als Holmes erkennbar sein – mit der einzigen Ausnahme, dass er dem Übersinnlichen und dem Unglaublichen aufgeschlossen ist, wenn er sein obiges Zitat zur Anwendung bringt. Als Hörspiel müssten diese Geschichten mit guten Sprechern besetzt werden, mit einem dichten Klangteppich im Hintergund und symphonischer, gruseliger Musik.

02 Grusel und Holmes ?

Auf https://www.hm-audiobooks.de/ sind die ersten drei Hörspiele der neuen Serie „Holmes & Watson Mysterys“ erschienen, die genau die von mir genannten Voraussetzungen erfüllen. Wer kein Holmes – Purist ist, sich hier einen freien Geist bewahrt hat und zudem dem angenehmen Gruseln nicht abhold ist, findet hier unterhaltsamste, schauerliche und spannende Fälle.

Marcus Meisenberg schrieb die drei Hörspiele:

01 Die Kutsche des Todes

Man beachte auch die schönen Cover von Dorothe Wouters – Copyright by hm-audiobooks

Die Straßen Londons werden von einer schwarzen Kutsche heimgesucht. Ohne Kutschfahrer rast sie durch die Straßen der Großstadt und lässt Tote und Verletzte hinter sich. Tagelang kann das Gefährt, von unbändigen Vollblütern gezogen, nicht aufgehalten werden. Da Scotland Yard nicht mehr weiter weiß, wendet sich schließlich Inspektor Lestrade an Sherlock Holmes und Doktor Watson. Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der gespenstischen Kutsche zu kommen. Doch das, was sie in Erfahrung bringen, sollte besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

 

https://www.hm-audiobooks.de/product_info.php?info=p107_holmes—watson-mysterys-01—die-kutsche-des-todes–datei-.html

02 Das Themse Monster

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Zunächst sind es nur fragwürdige Zeitungsartikel, die von einem Monster in der Themse sprechen. Erst als Lestrade Sherlock Holmes und Doktor Watson ins Leichenschauhaus bittet, stellt sich heraus, dass tatsächlich ein „Ungeheuer“ sein Unwesen treibt. Zu allem Überfluss bleibt es aber nicht nur bei einem Vorfall und Lestrade muss zusehen, wie er die Bestien einfängt. Währenddessen versuchen Holmes und Watson, den oder die Drahtzieher dahinter ausfindig zu machen. Ein Unterfangen, das ihnen schon bald zum Verhängnis wird.

 

https://www.hm-audiobooks.de/product_info.php?info=p108_holmes—watson-mysterys-02—das-themse-monster–datei-.html

sowie

03 Das Verschwinden des Dr. Steels

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Miss Fairchild, eine junge und selbstbewusste Frau, bittet um die Hilfe Sherlock Holmes. Sie wurde vom Allgemeinmediziner Doktor Steels als Krankenschwester und persönliche Assistentin angestellt. Doch von einer Nacht auf die andere fehlt von dem Arzt jede Spur. Da Ganze ist umso erstaunlicher, als dass der Mann durch einen Reitunfall beide Beine verloren hat und stets auf die Hilfe seines Butlers Jonathan angewiesen ist. Der Diener jedoch scheint sich keinerlei Sorgen zu machen und lehnt eine Untersuchung seitens des Detektivs ab. Ist Jonathan womöglich an einer Entführung beteiligt und behindert daher die Ermittlungen? Oder steckt etwas ganz anderes hinter dem Verschwinden Doktor Steels?

https://www.hm-audiobooks.de/product_info.php?info=p109_holmes—watson-mysterys-03—das-verschwinden-des-dr–steels–datei-.html

03 Wer spricht?

Holmes wird hier von Tim Gössler gesprochen. Der Komponist, Sprecher und Sounddesigner, wie er sich auf seiner Facebook – Seite vorstellt, kann alles: Von arrogant bis loyal – freundlich, so wie man Sherlock Holmes eben kennt. Auf seiner Website – https://tim-goessler.de/ – kann man viel wissenwertes über den talentierten Mann erfahren.

Marc Schülert, der mit den großen EUROPA – Hörspielen aufgewachsen ist, stellt sich u.a. auf dieser Website vor: https://www.stimmgerecht.de/sprecher/1862/Marc-Schuelert.html

Seine sympathische Darstellung des Watson mag ein wenig an den guten alten Nigel Bruce erinnern. Grund genug für manche Sherlock Holmes Fans mit den Augen zu rollen, für andere jedoch noch interessierter zu werden. Ich persönlich finde ihn sehr gut getroffen, da er einerseits etwas „begriffsstutzig“ spielt, andererseits aber auch ganz den treuen „Soldaten“, Arzt und Freund an Holmes Seite stimmlich überzeugend darstellt.

Auch alle anderen Stimmen wurden gut gewählt. Sie unterscheiden sich markant und heben sich so hörbar und spannend voneinander ab. Mein persönlicher „Star“ der ersten drei Hörspiele – wobei sie alle gut sind! – ist Peter Kirchberger im zweiten Fall (Das Themse Monster).

Die Hintergrundmusik, ich erwähnte es schon, wurde tatsächlich symphonisch eingespielt (wie ich meine) und tut das, was auch im Film ein guter Soundtrack tut: Sie unterstreicht die Stimmung.

04 Persönlicher Gesamteindruck

Die ersten drei „Holmes & Watson Mysterys“ fesselten mich von der ersten Minute an. Wo sie unglaubwürdig waren, fesselte mich die Stimmung, die Musik oder die Dialoge und sorgten dafür, dass ich „dran blieb“. Insgesamt wirkt diese Hörspiel – Serie auf mich wie eine Mischung der alten H.G. Francis Gruselserie von EUROPA und eben „Sherlock Holmes“.

So ist diese Serie, sofern es die ersten drei Folgen betrifft, als sehr gelungen zu bezeichnen, denn es geht ja um nichts anderes als um „gute Unterhaltung“. Und die bekommt man hier.

Die Hörspiele gibt es erst im September im CD – Format. Jetzt schon kann man sie auf der Website des Herstellers sowie auf Audible.de als Download für unter 5€ erwerben.

Ab September erscheinen auch weitere Folgen, über die ich gerne abermals berichten werde.

Kolumne: Mensch versus Natur?

Der Mensch sieht sich zunehmend als Außenstehend von der Natur. „Naturschutz“, „Umweltschutz“, „Klimaschutz“ impliziert, dass wir etwas schützen, das außerhalb unserer Selbst ist. Wir Menschen fühlen uns als Regisseure in einem Stück, in dem wir austauschbare Schauspieler sind – mehr nicht!

Der Mensch zerstört und bewahrt seit es ihn gibt. Zerstört: Indem er die Natur plündert und Tiere tötet, um zu überleben. Bewahrt: Die eigenen Kinder, die eigene Familie, sich selbst. Es geht also alles um die Erhaltung der eigenen Art, darauf sind wir angelegt – seit tausenden von Jahren. Im Zeitalter des Konsum wurde die Grundlage zum Überleben pervertiert. Es gibt für manche Menschen ein Überangebot, andere müssen sterben. Von den grausamen Umständen, in denen Tiere gehalten werden, die nur dem Verzehr zugeführt werden sollen, ganz zu schweigen…

Eine Folge der Tatsache, dass wir Menschen uns als außerhalb der Natur betrachten sind sogenannte „Zivilisationskrankheiten“. Der Körper des Menschen reagiert immer noch wie in der Urzeit. Der Mensch hat sich eine künstliche Umwelt mit eigenen, künstlichen Regeln geschaffen, die für ihn selbst nicht „Artgerecht“ ist, aber stattdessen der Gewinnmaximierung diverser Firmen Rechnung trägt.

Auch Viren, wie der allseits bekannte Covid-19 sind nur ein Zeichen dafür, wie eng der Mensch sprichwörtlich von NATUR aus mit der Natur verbunden ist.

Am Ende versucht sich der Mensch gegen die Natur aufzulehnen und begeht dabei den fatalen Irrtum, er sei kein Teil dieser Natur, sondern ein „Gott“. Sobald er aber an einem tödlichen, neuen Virus erkrankt oder wenn sein Leben bedroht ist – und sei es durch beruflichen Stress – bricht der Damm unserer künstlichen Regeln und wir reagieren wieder als Mensch, als jene höhere Art von Tier, das einfach überleben will. Nicht umsonst kommt mancher Mensch erst nach tiefen (auch gesundheitlichen) Krisen (kurz) zur Besinnung und erkennt, was WIRKLICH zählt!

Ob es der kirchliche und falsch interpretierte Glaube bezüglich der Rolle des Menschen auf Erden ist, der überhöhte Glaube an unsere wissenschaftlichen Fähigkeiten oder schlicht der Irrtum, höhere Gewinne könnten das wahre Lebensziel sein: Wir sollten gefälligst endlich damit anfangen uns nicht mehr als „der Natur gegenüberstehend“ zu betrachten – oder schlimmer noch: Als über der Natur stehend!

Der Mensch ist Teil der Natur. „Umweltschutz“, „Klimaschutz“, „Naturschutz“: Alles nur ein Wort für SELBSTERHALTUNG. Wie wirr im Kopf ist der „zivilisierte Mensch“ geworden, dass er seinen eigenen, künstlichen Vorstellungen vom „Wohl der Menschheit“ eher glaubt als dem Trieb, der ihn tausende von Jahren am Leben hielt: Dem SELBSTERHALTUNGSTRIEB?

Die schweizer Familie Robinson (Pidax)

Es ist manchmal schon wunderlich, wie es zu mancher Serie kam. So erzählte der Berner Geistliche Johann David Whyss (1743 – 1818) seinen Kindern seine zwischen 1794 und 1798 verfasste Geschichte.

Ursprünge der Serie

Ein Sohn des schweizer Pfarrers, Johann Rudol Whyss, sorgte später für eine Veröffentlichung. Der erste Teil erschien 1812 und hieß: Der Schweizerische Robinson oder der schiffbrüchige Schweizer-Prediger und seine Familie. Ein lehrreiches Buch für Kinder und Kinder-Freunde zu Stadt und Land.

Das lehrreiche Abenteuerbuch war – besonders in den ersten Ausgaben – von zahlreichen Kupferstichen durchzogen.

Die ganze Art und Weise des Romans erinnerte an Jules Verne und dieser schrieb auch tatsächlich die Fortsetzung, „Das zweite Vaterland“, und lies sich zu zwei weitere Romanen, „Die Schule der Robinsons“ und „Onkel Robinson“ inspirieren, von denen allerdings der zweite nie zu Ende geschrieben wurde.

Die TV – Serie, jetzt auf DVD

Die deutsch – kanadische Fernsehserie wurde erstmals am Sonntag, dem 20.04.1975 im ZDF ausgestrahlt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts möchte die Schweizer Familie Robinson auf einer Inselgruppe im Pazifik ein neues Leben beginnen. Doch in der Südsee kommt ein furchtbarer Sturm auf. Das Schiff kentert, und die Familie strandet auf einer einsamen Insel fernab jeglicher Zivilisation. Vater Johann, Mutter Elisabeth, die Kinder Ernst, Franz und Marie müssen sich mit der Situation arrangieren und beginnen, sich dort das Überleben zu sichern. Sie bauen ein Haus und erleben viele spannende, aufregende und gefährliche Abenteuer …

Pidax hat diese Serie, die schon in den 70iger Jahren Spaß machte, auf DVD veröffentlicht: Auf 4 DVDs kann man sich, in erstaunlich guter Qualität, die Abenteuer der schweizer Familie Robinson, der auch die „Lost in Space“ – Serie den Familiennamen der Hauptcharaktere verdankt, ansehen, sich mitreißen und begeistern lassen. In der damals üblichen ruhigen Art wird man mit den Charakteren vertraut und so erlebt man jede Folge mit als wäre man dabei. Natürlich hat die Serie auch einen Nostalgie – Bonus, spannend ist sie aber so oder so.

Darsteller: Chris Wiggins, Diana Leblanc, Michael Duhig, Heather Graham, Ricky O’Neill.

Drehbuch: Calvin Clements Jr., Alvin Boretz, Eddie Carroll, Jack Clements, Oliver Crawford, Gerry Day u. a. (nach dem Roman von Johann David Wyss)

Kamera: Harry Makin

Szenenbild: Jack McAdam

Produktion: Alan Bromly, Gerald Mayer, W. Vern Furber, Arthur Weinthal

Regie: Stanley B. Olsen, Don Haldane, Peter Carter, Alan Bromly, Gerald Mayer

Jetzt bei Pidax für 19,90 €:

https://www.pidax-film.de/Serien-Klassiker/Die-Schweizer-Familie-Robinson::1400.html